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Thread voller Zitate, Gedichte, Weisheiten, Introvertiertheit und mehr...

edited Februar 2018 in Allgemeines
Hallo zusammen,

hier sollten wir die Möglichkeit haben, uns über tolle Zitate, Gedichte und auch alles was zur Introvertiertheit passt, auszutauschen. Gerne auch Eigenkreationen, etwas lustiges oder einfach etwas mutiges. Seid gerne kreativ und offen!

Wir sollten uns schließlich weder mit Introvertiertheit noch mit unseren Gedanken, Sorgen, Kummer und Freude verstecken.

Ich mache mal den Anfang und dies dürfte besonders auf viele von uns zutreffen.

»Wer nicht berührt die Außenwelt, wer klug sich hält von ihr zurück, Der findet in sich selbst das Glück.« Zhuangzi

»Wer fern sein will der Welt und doch auch sie beachten,
Der muss durchs Fernglas sie der Einsamkeit betrachten.«
Friedrich Julius Hammer

»Nur in ruhigem Wasser spiegeln sich Dinge klar. Nur in einem ruhigen Geist findet sich ein klares Spiegelbild des Ich's und des Lebens.« Hans Margolius

Ich freue mich über Eure Beiträge und hoffe, dass dieser Thread lange lebendig bleibt.

Liebe Grüße, Eagle
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Kommentare

  • Trost und Rat

    Ja wer wird denn gleich verzweifeln,
    weil er klein und laut und dumm ist?
    Jedes Leben endet. Leb so,
    daß du, wenn dein Leben um ist

    von dir sagen kannst: Na wenn schon!
    Ist mein Leben jetzt auch um,
    habe ich doch was geleistet:
    ich war klein u n d laut u n d dumm.

    Robert Gernhardt
  • Jeder Druck erzeugt Gegendruck. Wenn du nicht willst, dass dich der Druck umwirft, werde biegsam wie ein Grashalm. Dann vermag dir selbst der stärkste Sturm nichts anzuhaben.

    - Eigenkreation
  • edited Februar 2018
    @HappyFeet und @Fanny
    Gefällt mir sehr! Danke! Und das ist natürlich eine tolle Möglichkeit, hier auch Eigenkreationen zu zeigen. Liebe Grüße, Eagle
  • Wie man einen Vogel malt
    Jaques Prevert

    Male zuerst einen Käfig, mit offener Tür.
    Dann male etwas Hübsches, Schönes, Nützliches
    und Einfaches – für den Vogel.
    Lehne dann die Leinwand an einen Baum
    in einem Garten, in einem Wäldchen.
    Verbirg dich hinter dem Baum,
    ohne Worte, still
    und rühre dich nicht…
    Manchmal kommt der Vogel geschwind,
    doch mag es auch Jahre dauern,
    bis das geschieht.
    Lass den Mut nicht sinken
    und warte.
    Viele Jahre, wenn der Vogel so will.
    Ob er geschwind kommt oder zögernd –
    der Wert des Bildes wird davon nicht berührt.
    Kommt er dann, wenn er bereit,
    übe tiefes Schweigen,
    bis er im Käfig ist.
    Verschließe sanft die Tür mit einem Pinselstrich.
    Dann –
    Lösche mit dem Pinsel alle Gitterstäbe,
    einen nach dem anderen
    und hüte dich, die Federn des Vogels zu berühren.
    Male dann das Bild des Baumes,
    und wähle den schönsten seiner Zweige
    für den Vogel –
    male auch das grüne Laub und den frischen Wind
    und den Sonnenstaub,
    und das Summen der Grastiere in der Sommerglut.
    Und warte auf sein Singen.
    Singt er nicht,
    so ist das Bild noch nicht vollkommen.
    Wenn er aber singt ist es das Zeichen:
    Du kannst das gelungene Bild mit deinem Namen zeichnen.
    Mit sanften Händen nimm dem Vogel
    eine Feder aus seinem Kleid
    und schreibe deinen Namen
    an den Rand des Bildes.

    entnommen aus dem Film "Zen for nothing"
  • Dust if you must
    by Rose Milligan

    Dust if you must, but wouldn't it be better
    To paint a picture, or write a letter,
    Bake a cake, or plant a seed;
    Ponder the difference between want and need?

    Dust if you must, but there's not much time,
    With rivers to swim, and mountains to climb;
    Music to hear, and books to read;
    Friends to cherish, and life to lead.

    Dust if you must, but the world's out there
    With the sun in your eyes, and the wind in your hair;
    A flutter of snow, a shower of rain,
    This day will not come around again.

    Dust if you must, but bear in mind,
    Old age will come and it's not kind.
    And when you go (and go you must)
    You, yourself, will make more dust.

    sorry für die, die vielleicht nicht so gut n Englisch sind :/
  • SanSan
    edited Februar 2018
    Verstaub wenn du must, aber wär es nicht besser
    ein Bild zu malen, einen Brief zu schreiben,
    einen Kuchen zu backen oder einen Samen zu planzen
    Über den Unterschied zwischen Wollen und Brauchen nachzudenken?

    Verstaub wenn du musst, aber es bleibt nicht viel Zeit,
    mit Flüssen zu schwimmen, Berge zu besteigen,
    Musik zu hören, Bücher zu lesen,
    Freunde wertzuschätzen und einfach zu leben.

    Verstaub wenn du musst, aber die Welt ist da draußen,
    die Sonne in deinen Augen, der Wind in deinem Haar,
    eine Schneewehe, ein Regenschauer,
    dieser Tag wird niemals wieder sein.

    Verstaub, wenn du musst, aber denke daran,
    das Alter kommt und es ist nicht freundlich.
    Und wenn du gehst (denn gehen musst du)
    dann wird aus dir selbst noch mehr Staub.

    So vielleicht mal der Versuch, wenigstens den Sinn zu übersetzen, ich glaub @fanny is nich so der Englisch-Typ, oder?

    Ich finde das Gedicht gleichzeitig entmutigend und ermutigend. Es ist nicht schön, weil es eine ganz unschöne Sache beim Namen nennt, ohne Blumen drum zu malen.
    Und dennoch zeigt es auf, wie schön das Leben doch ist, wenn man nur die Augen aufmacht.

    Und irgendwie hat auch das "verstaub, wenn du musst" eine Art mütterliches Verständnis, wie eine Hand auf dem Kopf die mir sagt, "wenn es das ist, was du gerade tun musst, dann ist das okay. Aber vergiss dabei nicht die Schönheit um dich herum."
  • Der Nussknacker
    Till Lindemann

    Er knackt ganz einfach jede Nuss
    und die nicht will
    muss

    bringt mich jedes Mal zum schmunzeln^^
  • Mein heutiger Kalender-Spruch:

    Zwei Dinge sind schädlich für jeden, der die Stufen des Glücks will ersteigen.
    Schweigen, wenn es Zeit ist zu reden, und reden, wenn es Zeit ist zu schweigen.

    Friedrich von Bodenstedt, deutscher Lyriker und Übersetzer (1819-1892)
  • edited März 2018
    »Viele Leute kommen zu mir als Therapeut, in der Hoffnung, sich selbst verändern zu können, ihre Ängste zu bewältigen, ihre Eheprobleme oder was auch immer. Sie möchten von mir wissen, wie Sie Ihr Leben besser in den Griff bekommen können. Wenn aber ein Künstler zu mir kommt, will er wissen, wie er die Welt verändern kann.«
    Milton Wexler

    Kurz mein eigenes Kommentare dazu.
    Nehmen wir an, wir wären Künstler, also können wir nur die Welt verändern und dabei ist es egal welche Eigenschaften wir sonst noch so in uns tragen. :-)
  • Hallo @Eagle, ...die Welt verändern/verbessern kann mich nicht mehr überzeugen :(
    Deshalb sag ich's mit Hermann Hesse :)

    "Die Welt ist nicht da, um verbessert zu werden. Auch ihr seid nicht da, um verbessert zu werden.
    Ihr seid aber da, um ihr selbst zu sein."
    H.H.
  • Diejenigen, die immer nur das Mögliche fordern, erreichen gar nichts.
    Diejenigen, die aber das Unmögliche fordern, erreichen wenigstens das Mögliche.
    ~Bakunin

    Meine Fantasie macht mich zum Menschen und zum Idioten; sie gibt mir die ganze Welt und verbannt mich aus ihr.
    ~Ursula K. Le Guin

    Welcher gesunde Mensch könnte in dieser Welt leben, ohne verrückt zu sein?
    ~Ursula K. Le Guin

    Und zum Schluss noch ein hübsches Gedicht von Tucholsky:

    Augen in der Großtstadt

    Wenn du zur Arbeit gehst
    am frühen Morgen,
    wenn du am Bahnhof stehst
    mit deinen Sorgen:
    da zeigt die Stadt
    dir asphaltglatt
    im Menschentrichter
    Millionen Gesichter:
    Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
    die Braue, Pupillen, die Lider -
    Was war das? vielleicht dein Lebensglück...
    vorbei, verweht, nie wieder.

    Du gehst dein Leben lang
    auf tausend Straßen;
    du siehst auf deinem Gang,
    die dich vergaßen.
    Ein Auge winkt,
    die Seele klingt;
    du hast's gefunden,
    nur für Sekunden...
    Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
    die Braue, Pupillen, die Lider -
    Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück...
    Vorbei, verweht, nie wieder.

    Du mußt auf deinem Gang
    durch Städte wandern;
    siehst einen Pulsschlag lang
    den fremden Andern.
    Es kann ein Feind sein,
    es kann ein Freund sein,
    es kann im Kampfe
    dein Genosse sein.
    Er sieht hinüber
    und zieht vorüber ...
    Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
    die Braue, Pupillen, die Lider -
    Was war das?
    Von der großen Menschheit ein Stück!
    Vorbei, verweht, nie wieder.
  • „Unterschätze mich nicht, weil ich schweigsam bin. Ich weiß mehr, als ich sage, denke mehr als ich ausspreche und beobachte mehr, als du denkst.“ (Michaela Chung)
  • Zur Zweisamkeit: Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
    "Wenn es zwei Menschen gelingt, die Weite in sich zu lieben,
    so gibt sie ihnen die Möglichkeit, einander immer in ganzer Gestalt
    und vor einem großen Himmel zu sehen."
  • edited März 2018
    "Lass die Frau raus"!

    Diesen Spruch fand ich auf der Eingangstür des Drogeriemarktes 'Rossmann'. Echt gut.
    Natürlich bezog ich ihn NICHT auf die Rossmann-Beauty-Artikel für die Frau!

    Zuerst bezog ich ihn auf die Weiblichkeit in mir (wobei ich das F auch gern gelegentlich mal durch ein S ersetzen würde), dann gleich anschließend auf die Herr-liche Seite der Menschheit.
    Denn bestenfalls ahnen die meisten Männer, wenn überhaupt, die Qualitäten ihrer innewohnenden weiblichen Seite. Wenn sie diese nun erforschen würden...! Der introvertierte Mann hat es damit vermutlich am leichtesten (wieder ein Vorteil) - also nochmal: "Lasst die Frau raus!"
    ;-)
  • edited März 2018
    Die Temperaturen steigen und viele Menschen sind draußen unterwegs. Da fiel mir ein passendes Zitat dazu ein. :-)

    Wenn Du nach der Natur lebst, wirst Du nie arm sein, wenn nach dem Wahne, nie reich. Epikur
  • ...aber sie (Personen) tauchen auch auf, damit du entdecken kannst, dass die Trennung nicht real ist.
    Das ist ein Paradox - du lebst in einer Welt, die dich sehr machtvoll von der Einheit trennt, damit du entdecken kannst, dass es nur Einheit gibt.

    gefunden auf einem Zettel

  • Gestern gelesen, Verfasser unbekannt:

    „Wenn jemand zehn Minuten deines Lebens verschwendet, sind acht davon deine Schuld.“
  • @Ina

    ja, ich fürchte auch, da ist was Wahres dran - wobei ich die "Schuldfrage" eher 50:50 gesehen hätte ;)

    Man gibt dem Affen doch viel zu oft zu viel Zucker..

    Ich lerne gerade mühsam, das immer weniger zu tun - allein, es gelingt noch nicht, wie es soll
  • Gerade heute gelesen:

    Ein Lächeln kostet nichts und bringt doch so viel.
    Es bereichert den Empfänger und den Geber.
    Es ist vielleicht nur kurz, doch die Erinnerung daran oft unvergänglich.

    Keiner ist so reich, um darauf verzichten zu können.
    Und keiner ist zu arm, daß er es sich nicht leisten könnte.
    Es bringt Glück und ist ein Zeichen von Freundschaft.

    Es bekommt erst dann seinen Wert, wenn es verschenkt wird.
    Sollte der andere einmal kein Lächeln mehr zur Verfügung haben,
    überlasse ich Ihm eins von meinen,
    denn niemand braucht so sehr ein Lächeln, wie der, der keins mehr übrig hat.

    - China
  • edited Mai 2018
    ..wenn 'Niemand' mehr da ist:

    "Es geht um das 'ICH/ich', das in einem Universum zu sein glaubt.
    Mit diesem Glauben erscheint das Universum – das ist der Traum.

    Ohne dieses 'ICH/ich' gibt es keinen Traum – daher auch kein Universum.
    Dann ist es einfach nur so wie es gerade ist - und sich bewegt - und dadurch verändert."

  • @Fanny

    ...klingt ja fast nach Schrödingers Katze...
    Meine Antwort darauf sind Worte, die Galileo Galilei in den Mund gelegt werden (er hat sie wahrscheinlich nie gesagt):

    "und sie bewegt sich doch".
  • Hallo @Dirk, ich bin betr. philosophische Bildung recht unbedarft, kann daher nicht viel mit deiner Antwort anfangen. Mir ging es dabei um das wahre und das falsche 'ich'.
    Denn letztendlich gibt es keins von beiden... 8-)
    Trotzdem "danke" ~
  • allein im leben
    allein auf der welt

    ich bin allein, allein...

    keiner da der mich hält
    sag mir wo ist der sinn
    ich finde nichts was mir gefällt
    mein leben treibt dahin

    jeden tag aufs neue überstehn
    naht mein ende
    werd ich mit dem schnitter gehn

    kein leben, kein leid
    so soll es sein
    wann kommt meine zeit
    mein leben sei dein

    ich bleib immer allein, allein...

    was will ich allein im leben
    was will ich allein auf der welt

    ich sterbe allein, allein...



    ~Eigenkreation~
  • edited Juli 2018
    Hallo @Akkarin,
    mit dieser Eigenkreation bringst du den Gefühls-Schmerz des Allein-Seins sehr schön auf den Punkt.
    Wer kennt das nicht: die ewige Suche nach einem Schlupfloch um dem zu entkommen,
    und das ewige Scheitern mit der Erkenntnis, dass es scheinbar kein Entkommen gibt.
    Freu dich, dass du schon durch die Einsamkeit gehst (Niemandem bleibt das erspart).
    "Mein Leben sei dein" ...gefällt mir - mach es zu deinem täglichen Mantra!
    Wenn 'ICH' stirbt, lebt der Körper gerne weiter, sogar besser als je zuvor.
    Grüße aus dem All-Eins :)
  • Zwei Dinge sind Zeichen von Schwäche:
    Schweigen, wenn man reden sollte und
    sprechen, wenn man schweigen sollte!
  • Kaipse:
    "Zu allem fähig, zu nichts zu gebrauchen^^"

    Der Spruch gefällt mir! (typisch @Kaipse)
    Der zweite Teil ist schon realisiert, am ersten wird noch gearbeitet... Fanny lässt grüssen
  • @Fanny schön, dass er dir gefällt^^ ich hab den Spruch vor ewigen Zeiten mal in einer Signatur eines Forummitglieds aus irgendeinem Forum gelesen und fand den irgendwie faszinierend. Auf der einen Seite einfach lustig und mein Humor, auf der anderen Seite doch irgendwie mehr. Ich seh den ersten Teil nicht so, dass jemand physisch und/oder psychisch zu jeder Tat "befähigt" ist, sondern dass jeder Einzelne theoretisch die Möglichkeit hat alles jederzeit zu tun. Egal, wie unerwartet es ist. Und der zweite Teil ist dann doch wieder die Relativierung des ersten. Auch wenn man alles tun könnte, muss es nicht unbedingt etwas taugen;)

    Und schön, dass man trotz immer längerer Abstinenz meinerseits hier im Forum was zu schreiben sagen kann, dass etwas typisch für mich ist. Damit hab ich nicht gerechnet. Gibt mir das Gefühl doch irgendwie mehr hier integriert zu sein, als ich dachte. Danke dafür^^


    Und um den Thread hier nicht nur vollzuspammen, hier noch eine meiner Lieblingszeilen von Rammstein aus dem Song "Gib mir deine Augen":

    Aus den Augenhöhlen
    will sich die Seele stehlen
    ich stopfe Stück für Stück
    die Seele in den Kopf zurück


    Die Stelle bringt mir jedes Mal leichte Gänsehaut^^
  • :-) :-) :-) ...bist du auch, @Kaipse! Ich dachte: wenn man zu nichts mehr 'zu gebrauchen' ist - wunderbar, dann kommen die Fähigkeiten erstmal richtig zum Zuge :-D

    Ich hatte neulich mit einem jungen Mann in der Sparkasse zu tun und sollte ihm dann eine email schreiben. Da fühlte ich mich wie im Forum hier und es ging fröhlich hin und her... ohne euren 'Mitschliff' wäre das nicht passiert...
    Danke @Patrick!
  • Johann Wolfgang von Goethe
    Der Zauberlehrling
    Hat der alte Hexenmeister
    Sich doch einmal wegbegeben!
    Und nun sollen seine Geister
    Auch nach meinem Willen leben.
    Seine Wort' und Werke
    Merkt ich und den Brauch,
    Und mit Geistesstärke
    Tu ich Wunder auch.

    Walle! walle
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe
    Und mit reichem, vollem Schwalle
    Zu dem Bade sich ergieße.

    Und nun komm, du alter Besen!
    Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
    Bist schon lange Knecht gewesen:
    Nun erfülle meinen Willen!
    Auf zwei Beinen stehe,
    Oben sei ein Kopf,
    Eile nun und gehe
    Mit dem Wassertopf!

    Walle! walle
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe
    Und mit reichem, vollem Schwalle
    Zu dem Bade sich ergieße.

    Seht, er läuft zum Ufer nieder,
    Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
    Und mit Blitzesschnelle wieder
    Ist er hier mit raschem Gusse.
    Schon zum zweiten Male!
    Wie das Becken schwillt!
    Wie sich jede Schale
    Voll mit Wasser füllt!

    Stehe! stehe!
    Denn wir haben
    Deiner Gaben
    Vollgemessen! –
    Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
    Hab ich doch das Wort vergessen!

    Ach, das Wort, worauf am Ende
    Er das wird, was er gewesen.
    Ach, er läuft und bringt behende!
    Wärst du doch der alte Besen!
    Immer neue Güsse
    Bringt er schnell herein,
    Ach! und hundert Flüsse
    Stürzen auf mich ein.

    Nein, nicht länger
    Kann ichs lassen;
    Will ihn fassen.
    Das ist Tücke!
    Ach! nun wird mir immer bänger!
    Welche Miene! welche Blicke!

    O, du Ausgeburt der Hölle!
    Soll das ganze Haus ersaufen?
    Seh ich über jede Schwelle
    Doch schon Wasserströme laufen.
    Ein verruchter Besen,
    Der nicht hören will!
    Stock, der du gewesen,
    Steh doch wieder still!

    Willsts am Ende
    Gar nicht lassen?
    Will dich fassen,
    Will dich halten
    Und das alte Holz behende
    Mit dem scharfen Beile spalten.

    Seht, da kommt er schleppend wieder!
    Wie ich mich nur auf dich werfe,
    Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
    Krachend trifft die glatte Schärfe.
    Wahrlich! brav getroffen!
    Seht, er ist entzwei!
    Und nun kann ich hoffen,
    Und ich atme frei!

    Wehe! wehe!
    Beide Teile
    Stehn in Eile
    Schon als Knechte
    Völlig fertig in die Höhe!
    Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

    Und sie laufen! Naß und nässer.
    Wirds im Saal und auf den Stufen.
    Welch entsetzliches Gewässer!
    Herr und Meister! hör mich rufen! –
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister
    Werd ich nun nicht los.

    »In die Ecke,
    Besen! Besen!
    Seids gewesen.
    Denn als Geister
    Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
    Erst hervor der alte Meister.«
  • Die Menschen urteilen insgesamt mehr nach den Augen
    als nach dem Gefühl.
    denn sehen können alle,
    fühlen aber wenige.
    Jeder sieht was Du schreibst,
    wenige fühlen was Du bist.

    Machiavelli
  • Durch das Leben gegangen zu sein und niemals Einsamkeit erlebt zu haben heißt,
    sich selbst nicht kennengelernt zu haben.
    Sich selbst nicht kennengelernt zu haben heißt, niemanden kennengelernt zu haben.

    Joseph W. Krutch (amerikanischer Autor, Kritiker)
  • Weissheit ist nicht zu verwechseln mit der Weisheit.
    Eine Hautfarbe sagt nichts über die Intelligenz eines Menschen aus.

    Sorry, das Wortspiel musste raus.
  • ...macht ja nichts! (glaubst du, nur Intelligente könnnen weise sein?)

    EIN WEISER SAGTE EINMAL:
    - nichts

    (na bitte, hier git's ne ganze Menge davon :-)
  • 'es ist alles in dir' - also auch die Marotten der Anderern (die ja wiederum auch in dir sind). In 'meiner' Stadt wird gerade eine Kirche restauriert, und neulich sah ich von weitem auf der Plane an dem Gerüst Worte '...kennst du mich?' Da ich so gut wie nichts mit Kirche/Bibel am Hut habe und hatte bin ich recht unvoreingenommen manchmal. Ich forschte ein wenig und fand folgendes:

    Psalm 139 Vers 1-12

    1) Du erforschst mich – kennst Du mich?

    2) Ich sitze oder stehe auf, so weißt Du es;
    Du verstehst meine Gedanken von Ferne.

    3) Ich gehe oder liege, so bist Du um mich
    und siehst alle meine Wege.

    4) Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
    das Du, Geliebter, nicht schon wüsstest.

    5) Von allen Seiten umgibst Du mich
    und hältst Deine Hand über mir.

    6) Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar
    und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.

    7) Wohin soll ich gehen vor Deinem Geist,
    und wohin soll ich fliehen vor Deinem Angesicht?

    8) Führe ich gen Himmel, so bist Du da;
    bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist Du auch da.

    9) Nähme ich Flügel der Morgenröte
    und bliebe am äußersten Meer,

    10) so würde auch dort Deine Hand mich führen
    und Deine Rechte mich halten.

    11) Spräche ich : Finsternis möge mich decken
    und Nacht statt Licht um mich sein -,

    12) so wäre auch Finsternis nicht finster bei Dir,
    und die Nacht leuchtete wie der Tag.

  • Alles besteht aus Energie. Sie tritt in Erscheinung in Form von Gedanken, dann Worten, dann Taten.
    Energie folgt den Gedanken, der Hinwendung, dem Fokus.
    Der Fokus auf bestimmte Gedanken verdichtet Energie bis sie zur Form und damit sichtbar wird.
    Das ist das, was passiert.
    Da ist niemand, der das macht, es geschieht einfach und wird genau zu dem, was erscheint.
    So gesehen gibt es weder richtig noch falsch.

    Hallo lieber @Eagle, ich scheine diesen Thread ein wenig zu 'gießen' während deiner Abwesenheit :-)
  • Indianische Weisheit:

    Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.
  • @ina, ich weiß sofort, was gemeint ist.
  • und diese Rast sollten wir uns auch ohne wenn und aber gönnen! ♥️
  • Das würde ich jederzeit so unterschreiben! Schöne Weisheit!
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