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Umgang mit Kollegen

Halli hallo,
ich habe mich hier gerade angemeldet weil ich so ein bisschen am verzweifeln bin. Ich mache momentan eine Ausbildung zur Ergotherapeutin und bin in der Praktikumsphase. Da bin ich jetzt im Moment in einer großen Klinik.
Mir macht das Arbeiten mit dem Patienten auch wirklich Spaß und ich glaube es erfüllt mich auch, aber ich habe sehr arg Probleme mit den ganzen Kollegen (Pflegekräfte, Physios, Ärzte) in Kontakt zu kommen. Ich bin dort jetzt die zweite Woche und habe mit denen eigentlich noch kein einziges Wort gewechselt.

Am meisten beschäftigt mich gerade die Mittagessenssituation. Das ist eigentlich auch nur eine halbe Stunde aber trotzdem möchte ich da natürlich nicht negativ auffallen. ^^ Da sitze ich als mit meiner Anleiterin, mit der ich eigentlich ganz gut klar komme, und zwei Kollegen von ihr mit denen ich eher weniger zu tun habe. Jetzt ist nächste Woche meine Anleiterin in Urlaub und es kommt mir blöd vor mich in der Zeit zu den anderen Beiden zu setzen, weil ich da wahrscheinlich einfach nur stören würde. Am liebsten würde ich eh gerne alleine essen aber in der Kantine isst niemand alleine und dann komme ich mir bestimmt blöd vor. Ich weiß das ist eigentlich total banal, aber das bereitet mir echt Bauchschmerzen. Kennt jemand ähnliche Situationen?
Ich weiß ja auch dass ich sehr still bin, aber ich weiß einfach nicht über was ich mich unterhalten soll...

Liebe Grüße

Kommentare

  • Hallo Schneenebel, ich verstehe deine Bedenken, finde zum anderen aber auch, daß man sich beim essen nicht unbedingt unterhalten brauch. Ist sprechen mit vollem Mund nicht ohnehin unhöflich? ;)
    Wenn dich die beiden Kollegen deiner Anleiterin nicht ohnehin von selbst zu sich bitten, frage doch kurz bevor du dich dazu setzt, ob es ok ist, ihnen Gesellschaft zu leisten. Noch besser, falls das mit euren Pausenzeiten vereinbar ist: sei früher da und offen dafür, wenn sich jemand zu dir dazu setzt. Falls das dann nicht der Fall sein sollte, ist ohnehin alles gut, nachdem du ohnehin lieber allein essen möchtest, wie ich deinen Zeilen entnehme.

    In einer Kantine sollte allein essen kein Problem sein. Hin, aufs essen konzentrieren, um pünktlich wieder am Platz zu sein.

    Nur Mut. Es fühlt sich nur am Anfang komisch an. Später genießt man die gewonnene Freiheit!
  • hallo, kann mich da nur anschließen, die beiden Kollegen werden schon nichts dagegen haben wenn du dich dazu setzt und einfach nur isst, ansonsten musst du einfach versuchen offener zu sein es geht dir ja anscheinend nur um denn Sitzplatz und um keine Unterhaltung, also wirst du auch niemanden stören.
    Gruß andre92
  • Hi Schneenebel,

    würde auch sagen, dass du da einfach fragen kannst, ob du dich dazusetzen kannst. Mir hat es geholfen, dass ich mir Smalltalk beigebracht habe. Darauf stand ich eigentlich gar nicht, muss aber sagen, dass ich jetzt davon profitiere, da man so leichter in Kontakt kommt und sich zumindest etwas an einem Gespräch beteiligen kann. Sachen wie "Wie gehts dir?" oder "Wie war dein Urlaub?" oder "Wie läuft die Arbeit heute bei dir?" zB. Kostete mich am Anfang Überwindung, aber durch die positive Entwicklung bzgl Kontakt fand ich es dann immer einfacher.

    Alles Gute für dich:)

    LG Micha
  • Tja, ups *lach* Das Thema ist ja schon etwas älter. Darauf hab ich nicht so geachtet, mehr auf die Thematik selbst.

    Wie ist es denn nun gelaufen, @Schneenebel?
  • Hallo @Schneenebel,

    ich bin (auch Physio)Therapeutin und eigentlich müsste man ja denken, dass Therapeuten, die den ganzen Tag mit Menschen arbeiten, sehr empathisch und offen für Menschen sind. Das ist (leider) nicht so. Unter den Kollegen untereinander geht es oftmals schon sehr rauh zu. Das könnte vielleicht daran liegen, dass man irgendwann nach so vielen Patienten einfach seine Ruhe mag. Zu Patienten muss man ja immer nett sein und auch die extravertierteste Person kann irgendwann nicht mehr.

    Und dann gibt es noch die allgemeine "Konkurrenz" zwischen Ärzten und Therapeuten. Manche Ärzte mögen es nicht, wenn andere etwas wissen und können, was sie selber nicht wissen/können. Natürlich haben Therapeuten in ihrem Fachgebiet mehr Knowhow, auch als die Ärzte, aber wehe, man will einem Arzt etwas erklären.....


    Wendungen lieber deine Mittagspausen alleine verbringst, dann sag es doch auch und stehe dazu. Ist doch vollkommen normal, wenn du den ganzen Tag unter Menschen bist und dich nicht noch am Mittagstisch mit Smalltalk quälen willst.
    Vielleicht wollen die zwei ja auch lieber ihr Ruhe haben, sitzen aber zusammen, weil man das halt so macht. Warum Kollegen aus einer Abteilung/Station außerhalb der Arbeit sowieso immer krampfhaft beisammen sein müssen, erschließt sich mir sowieso nicht. Oder warum man ständig zusammen mit anderen Leuten sein wollen muss.....
    Ich glaube, viele beugen sich nur dem allgemeinen gesellschaftlichem Denken und stehen nicht dazu, auch mal für sich sein zu wollen.
  • Wie so viele hier, hat sich auch Schneenebel angemeldet, 1 Beitrag geschrieben und ist nicht wieder aufgetaucht.

    Mich k... das einfach nur an, dass sich hier Menschen die Mühe machen zu antworten, und der Beitragsersteller nicht wieder auftaucht.

    Sorry, das musste jetzt einfach mal raus.

    Ich weiß, andere haben vielleicht ähnliche Probleme, von daher ist der Beitrag nebst Antworten ja nicht völlig umsonst. :-))
  • @Jasmin
    Ruhig Blut!!
    Du weißt doch, was das hier für ein Forum ist ;-)
  • Was Jasmin anmerkt, beobachte ich persönlich auch immer wieder, sehe dies jedoch überhaupt nicht eng. Denn ich glaube weder, daß dieses Verhalten böser Absicht geschuldet ist, noch dazu ist es ja jedem seine freie Entscheidung, sich hier zu beteiligen, oder eben nicht. Wann und ob das geschieht, darauf hat man ja nicht einmal im wirklichen Leben Einfluß.

    Ich fände es eher bedauerlich, wenn sich jemand mit einem kurzfristigen Problem an das Forum wendet und dann seine Zugangsdaten nicht mehr parat hat und ihm dadurch ebentuell hilfreiche Antworten entgingen.

    Die Funktionsweise des Forums ermöglicht es jedoch, manche Antworten auch ohne eigenes einloggen zu lesen oder sich einen neuen Account anzulegen.

    Doppelaccounts wären meiner Ansicht nach zwar nicht sinnvoll für ein vernünftiges Miteinander, aber auch dies muß wohl jeder für sich verantworten.

    Ich verstehe das Ärgernis, wenn man sich schon die Mühe macht zu antworten, schließlich will man ja gern helfen.. Und dann kommt keine Reaktion mehr.

    Ich schätze mal, das ist dann oft dem Umstand geschuldet, daß es um ein gerade akutes Problem ging, welches sich schnell erledigt hat - vielleicht ja sogar mit Hilfe der darauffolgenden Posts.

    Ja sicher wäre es schön, dann noch einmal ein kurzes Feedback zu erhalten..
    Aber ich sehe eine Rückmeldung nicht als Voraussetzung, wenn ich mich zu einer Problematik äußere.

    Dann und wann passiert es , daß alte threads kommentiert und dadurch wieder in Erinnerung gebracht werden. Finde ich legitim, wenn man sich ergänzend zum Thema äußern möchte.

    Alle Themen, die älter als 3 Monate sind im neu geschaffenen Forenarchiv zu sammeln, halte ich für keine Alternative und hoffe weiterhin darauf, daß wir das Forum als das zu nutzen wissen, was es ist:

    ein von Patrick ins Leben gerufener Raum zur Selbsthilfe und des freundlichen Austauschs.
  • Auch spätere Antworten können hilfreich und lesenswert sein.
    Einige kommen über google zu uns ins Forum und deren Suchbegriffe bei Google kramen hier eventuell jahrealte Thread aus dem verborgenen wieder aus.
    Somit ist keine Antwort überflüssig. :)
    Vor allem nicht, wenn jemand ein Thema am Herzen liegt und einfach nochmal darüber schreiben und seine/ihre Gedanken mit uns teilen mag.
  • Die Sache mit dem einmaligen Anmelden und sonst nix schreiben, lasse ich mal links liegen - denn ich finde das Thema ansprechend, habe ich doch selbst ähnliche Situationen schon mehrmals erlebt.

    Wie das ist, als Praktikantin in ein Kollegium zu kommen. Die "unterste" in der Rangfolge zu sein. Dabei, aber irgendwie doch nicht dabei - oder zumindest erst mal herausfindend, wie das denn so in diesem Kreis ist.

    Jedes Kollegium hat so seine eigene Dynamik: die einen sind Praktikanten gegenüber sehr offen, die anderen wollen lieber unter sich sein... wenn eine räumliche Trennung möglich ist, dann ist die Lage schon einfacher - ist nur ein Raum für alle da, gestaltet sich das schwieriger...

    Gepaart nun mit Introversion sehe ich das als kleine Herausforderung.

    In manchen Gruppen bin ich angekommen, in manchen nicht... manchmal ist eben von Anfang an Sympathie da, manchmal eben nicht... das bringt eben so ein Praktikum leider mit sich. Und ich glaube, das ist auch legitim - mal "scheitern" zu können im Sinne von, nicht in der Gruppe anzukommen.

    Es ist ein Abwägen - kann ich mich überwinden, "Small-Talk" mit den anderen zu machen oder ist mein Bedürfnis nach einer zurückgezogenen Mittagspause dringender.

    Ich für mich hab mich dafür entschieden, dass, wenn ich mich lieber zurück ziehen möchte, ich das kurz anspreche, dass sie bitte nicht böse oder irritiert sein möchten, wenn ich mich woanders hinsetze. In den meisten Fällen kam das gut an - und wenn eben nicht, dann sollte es so sein. Dann hätte ich eh nicht in die Gruppe gepasst ;-)
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