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Warum ist es so schwer mit Introvertierten ins Gespräch zu kommen?

Der Titel sagt ja schon worum es hier gehen soll.

Ich hatte im August 2016, durch eine You Tuberin zum ersten Mal von Introvertierten und Ihren Problemen erfahren. Ich habe mir dann erst ein mal alle Videos von diversen You Tubern angeschaut, die etwas über Introvertierte erzählt haben. Ich bin dann irgendwann bei Introsider gelandet und fand Lucia, die Betreiberin dieses Kanals, sehr sympathisch. Ich hab unter fast allen Videos von Ihr Kommentare hinterlassen, aber sie hat nur ein einziges mal geantwortet, was mich sehr frustriert hat, weil ich mich endlich mal mit jemanden unterhalten wollte der ähnliche Probleme hat wie ich. All so hab ich dann damit angefangen die Kommentare zu kommentieren, in der Hoffnung das ich dadurch mit jemanden ins Gespräch kommen kann.

Aber leider hat auch auf die Kommentare kaum einer reagiert.

Dann kam mir die Idee, das ich mich in diesen Forum anmelden könnte. Und das hier Leute zu finden sind, die sich mitteilen und austauschen wollen. Aber hier scheint leider auch sehr wenig zu passieren. Oder vielleicht liegt es ja auch nur am Wetter.

Nun ja, meine Frage ist, warum fällt es Euch so schwer mit anderen ins Gespräch zu kommen, ich meine hier sind doch nur Leute die ähnliche Probleme haben wie man selbst. Und da sollte es doch eigentlich leichter sein, ein bisschen was von sich preiszugeben. Zumal das ganze auch noch anonym ist.

Auf dem Kanal von Introsider habe ich zum Beispiel immer wieder lesen müssen, das manche die diesen Kanal abonniert haben, gar keine sozialen Kontakte mehr haben.

Und das sie Immer allein sind.

Und das sie sehr darunter leiden.

Ich meine, was liegt da näher als sich zumindestens Menschen im Internet zu suchen, denen es ähnlich geht. Erstens ist man dann nicht mehr allein. Und zweitens ist man dann unter Menschen die einen verstehen.

Und die einen dann vielleicht etwas sagen können was einen hilft sich zu ändern. Ich jedenfalls, habe immer noch die Hoffnung das ich irgendwann mal Leute finde mit denen ich mich auf Augenhöhe unterhalten kann. Und die zumindestens ansatzweise nachvollziehen können wie es mir geht.

Kommentare

  • @Christian2222

    um mal auf den Threadtitel für sich einzugehen. Intros sind selten fan's von Smalltalk und für deeper talk fehlt halt oft dann die richtige "Verbindung" bzw. mir geht es oft so das man sich mit mir über so ziemlich alles Unterhalten kann, außer es ist ein Thema das in mir nur Gähnen hervor ruft. Aber es sehr hilfreich ist wenn der andere das Thema anschneidet, da ich innerlich zu entweder zu "beschäftigt" oder zu "leer" bin mir ein Gesprächsthema auszudenken.

    was den Inhalt deines Textes betrifft. Denke ich das dieses Forum insgesamt nicht gerade übermäßig viele User hat und viele davon auch nicht unbedingt täglich hier aktiv sind. Ich für meinen Teil bin oft recht beschäftigt und schau hier nur vorbei wenn mir grad danach ist oder ich eine Antwort auf einen meiner Beiträge erwarte.

    Zudem hab ich so ein bisschen das Gefühl das du mit dem "Euch" eine Distanz erzeugst die mir nicht sinnvoll erscheint.

    Ich denke das Forum ist im allgemeinen durchaus gut gefüllt mit Tips die einem Helfen können sich zu ändern.

    Die spannende Frage ist, warum fällt es DIR so schwer ins Gespräch zu kommen?

    und dann käme mir noch die Frage, warum du dich nicht als intro fühlst, wo es doch den Eindruck erweckt, das du die typischen Intro-Probleme hast. Das deine Intro-Probleme rein auf deinen Gesundheitlichen Zustand zurück zu führen sind, kann ich mir nur bedingt vorstellen.
  • edited August 2018
    Intersannte Fragen, ich wollte selbstverständlich keine Distanz erzeugen, das Gegenteil ist der Fall. Ich mag Schüchterne Menschen nun mal. Und ich fühle mich unter Ihnen wohl.

    Ich mag die tiefen Gespräche.

    Und das man nicht immer nur mit Alltags Gelaber zugespamt wird.

    Ich würde gern mehr Schüchterne/Introvertierte kennenlernen, weil sie für mich der beste Spiegel sind. Ich sagte ja, ich war früher auch sehr ruhig und verschloßen. Und mußte hart an mir arbeiten, um das zu ändern. Ich komme mittlerweile auch mit normalen klar.

    Ich finde sie aber oft langweilig, weil sie mir zu oberflächlich sind.

    Und was meinen Gesundheits Zustand betrifft, kannst du Dir wahrscheinlich nicht mal ansatzweise vorstellen wie es mir geht.

    Und wieviel Kraft es braucht und mit all dem klar zu kommen.

    Zumal ich selbstverständlich auch nicht alles Erzählt habe. Und das was ich Erzählt habe, sollte nur dazu dienen das die Leute sich ein bisschen besser in mich hineinversetzen können.
  • Wie Stefan schon schrieb, und das möchte ich unterstreichen, liegt uns Small-Talk überhaupt nicht. Und das macht ein Introvertierten-Forum auch nicht unbedingt besser, bzw. einfacher.

    Ich denke, hier suchen sich die Menschen die Themen aus, die sie interessieren, lesen und schreiben (aber nur vielleicht) etwas dazu.

    Als Gegenbeispiel bin ich in einem, im weitesten Sinne "Hobby-Forum". Zu was die Menschen da alles ihren Kommentar abgeben können ist mir wirklich ein Rätsel. Da käme ich nie drauf. :-)

    Noch etwas anderes: Ich habe deine Texte gelesen. Entweder geht es mir genau so, oder ähnlich. Bist du sicher, dass du nicht introvertiert bist? Ich war früher auch sehr schüchtern und ruhig (als Teenie haben Jungs mit mir Schluß gemacht, weil ich rein gar nichts gesagt habe - war echt schlimm). Im Laufe meines Lebens habe ich das Reden immer besser gelernt (allerdings immer noch schlecht Small-Talk). Trotzdem bin ich Intro.

    Ich erlaube mir mal, dir bezüglich deiner Gesundheit eine Mail zu schreiben.
  • edited August 2018
    Eigentlich ist es doch egal ob man uns als schüchtern oder als Intro bezeichnet, das Verhalten ist ja eigentlich fast das selbe. Und ich hab früher auch ,,Freunde“ verloren weil ich fast nicht gesprochen habe.

    Die haben halt nicht verstanden das dass keine Arroganz von mir war. Sondern das ich einfach zu Erschöpft war um lange reden zu halten. Und damals habe ich es noch GEHASST über mich zu reden.

    Und das ist ja Smalltalk im großen und ganzen. Jeder erzählt etwas von sich. Und auf die Art lernt man sich besser kennen.

    @ Jasmin,

    Mich würde interessieren ob Du ,,so schüchtern, Introvertiert, oder wie immer Du es nennen willst“ geboren wurdest. Oder gab es ein einschneides Erlebnis bei Dir gab, das Dich dazu gebracht hat,das Du Dich immer mehr in Dich selbst zurückgezogen hast.

    Ich habe von Leuten gelesen die in von sich sagten das sie schon im Kindergarten. Und später in der Schule sehr Ruhig waren. Und das ihre verschloßenheit dazu geführt hat das sie irgendwann ausgegrenzt und gemobbt wurden.

    Und manche von ihnen vermeiden seitdem JEDEN KONTAKT zu anderen Menschen. Was verdammt hart und Unfair ist. Da ja gerade ruhige Menschen eigentlich Anerkennung und Beistand und Verständnis benötigen, damit die Wunden im inneren heilen können.

    Und man wieder Vertrauen zu anderen entwickeln kann.
  • @Christian2222

    Nur mal so kurz eingeschoben: Schüchtern und introvertiert ist nicht dasselbe. Man kann durchaus beides sein. Aber als Introvertierter ist man nicht automatisch auch gleich schüchtern.

    Ich bin beispielsweise überhaupt nicht schüchtern. Ich kann Leute anquatschen, Vorträge halten, unter Menschen gehen - alles kein Problem. Unter Umständen ist es nur sehr anstrengend und erfordert entsprechende Erholungsphasen. Das ist bei schüchternen Menschen etwas anders.

    Eventuell wäre es sinnvoll, wenn du dich selber noch mal genauer über die Unterschiede informierst.
  • Ich habe mich fast 2 Jahre mit diesen Thema beschäftigt. Und die meisten die sich als Introveriert bezeichneten sagten, das sie Probleme haben mit anderen ins Gespräch zu kommen. Und das sie sehr zurückhaltend im Umgang mit anderen Menschen sind. Und meistens lieber ein passives Verhalten an den Tag legen.

    Und das es Unterschiede zwischen den Menschen gibt, ist doch normal. Es gibt eben keine Homogene Masse in der alle gleich sind.
  • Huhu! Och, ich würd schüchtern und intro auch nich auf demselben Teller servieren. Ich persönlich KANN tagesformabhängig schüchtern sein (oder wenn ich von vielen Leuten umgeben bin, die ich noch gar nich kenne, aber da kommts auch immer drauf an, ob ich an dem Tag Kraft hab, mich mit ihnen zu beschäftigen oder ob ich mich in mein Schneckenhaus verziehe) aber oft reiß ich eher meine Klappe auf und krieg deshalb zu hören, ich sei doch niemals im Leben introvertiert.
    Na aber sowas von, Muchacho!

    Im Grunde herrscht hier im Forum ein konstanter Gesprächsfluss, finde ich. In der Sommerpause passiert auch mal gar nichts, dass stimmt schon. Hier geht's nicht zu wie auf nem Flughafen aber das kannste glaub ich nicht erwarten, schon mal gar nich von Intros und dann gibt das Forum im Grunde auch eher Platz für die eigenen Probleme her. Nämlich die, die halt mit der Introversion einhergehen. Willst du mit Leuten über ein spezielles Hobby reden, geht man vielleicht doch eher in ein spezielles-Hobby-Forum dafür. Ich glaub, viele Introvertierte sind richtig scheiße behandelt worden in ihrem Leben und haben deshalb eine größere Empathie emtwickelt - viele von uns wollen unterbewusst vielleicht niemandem "mit dem eigenen Kram" auf den Sack gehen und eröffnen deshalb keinen eigenen Thread. Ich könnte beispielsweise einen ganzen Thread nur für Spieluhren eröffnen und euch mit Fun-Facts, Infos, Schwärmereien und Fotos totschwärmen.
    Warum mach ichs nich?
    Wer interessiert sich schon für Spieluhren.
    Die paar höflichen Antworten und das Schweigen danach brauch ich nicht - noch dazu das schäbige Gefühl, gerade angegeben zu haben (noch dazu erfolglos).
    Das soll im Übrigen keine Kritik an den Antworten hier sein, bitte nicht falsch verstehen. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass hier jemand genau so spieluhrenverrückt ist wie ich und dass ich mich mit dieser Person austauschen kann. Klar bin ich mir dessen bewusst, dass solange ich es nicht ausprobiere, ich es nie genau wissen werde.
    Aber es reicht mir auch schon, meine Spieluhren für mich alleine zu genießen ODER

    und hier kommt der Knackpunkt

    mit Leuten darüber zu quatschen, die ich hier kennengelernt habe und als meine Freunde bezeichnen würde, aber wir sind schon vor langer Zeit auf PNs umgestiegen.
    Das könnte ein weitere Grund sein, warum es hier manchmal ein bisschen leer erscheint. Des Intros Vorliebe von 4-Augen-Gesprächen lässt vielleicht viele hier einen direkten Gesprächspartner suchen, anstatt sich länger über öffentliche Threads auszutauschen.

    Im echten Leben kann ich nur vermuten, dass Intros/Schüchterne sich von dir nicht aus der Reserve locken lassen, weil sie a) schlechte Erfahrungen gemacht haben, die sie haben vorsichtig werden lassen, b) selber nicht wissen, wie sie offener sein sollen (oder sich vielleicht nicht trauen) und/oder c) sich schlicht nicht für das interessieren, was du ihnen an Gesprächsstoff "bietest".
  • @Christian2222
    Introsider kenne ich, die junge Dame habe auch ich auf Youtube aboniert. Youtube ist aber so schnelllebig, das es kein Wunder ist, dass man dort kaum Antworten bekommt.
    Videos die schon ein paar Tage alt sind, sind bereits in Vergessenheit geraten.
    Die Kommentare unter ihren Videos kommen, so habe ich es aufgefasst, oft von Menschen mit diversen Problemen und suchen Halt bei ihren Videos.
    Glaub nicht alles was du liest, vieles ist nur Stimmungsmacherei von Kids die Aufmerksamkeit benötigen.

    Introvertierte wollen gar nicht so viele neue Leute kennenlernen. Da muss man auch alles weiterhin pflegen und Zeit investieren.
    Hier im Forum bist du erst 3 Tage registriert und so aktiv sind hier viele nicht. Manche schreiben per private-Mail und andere schauen nur sporadisch rein.
    Hab Geduld, nach ein paar Tagen hast du aber durchaus ein paar Antworten auf deine Beiträge. Es ist hier auch nicht so, dass jeder zu allem seinen Senf dazugeben muss, andere lesen nur mit und bilden sich ihre Meinung ohne diese mitzuteilen :)

    Ich kann @Ina nur zustimmen, selbst bin ich absolut introvertiert, aber keineswegs schüchtern.

    Mit deinem Verlangen andere zu finden mit denen du reden kannst, übst du einen gewissen Druck auf, von den unsereins eher Abstand nimmt.
  • edited August 2018
    @Christian

    Mein Kopf sagt mir, dass man Intro oder Extro geboren wird. Mein Vater war Intro, meine Mutter Extro.

    Ich war bis zu meinem 8. Lebensjahr wohl eher Extro, kein bisschen schüchtern, mutig und Angst vor gar nichts. Meine Mutter erzählte mal, dass sie meine ältere Schwester bat, etwas zu Fam. xy zu bringen. Sie traute sich nicht. Ich sagte: "Komm, wir gehen, ich nehme dich an die Hand."

    Mit 8 Jahren hatte ich wohl ein negatives Erlebnis. Eigentlich nichts schlimmes. Wir sind umgezogen, so 100 km weit entfernt. Dadurch habe ich mich komplett anders herum entwickelt.
  • Oh mir fällt grad noch ein, ich könnte mir auch vorstellen, dass viele sich in der Kindheit eher als extro wahrgenommen haben oder so wahrgenommen wurden, weil wir in der Kindheit formbarer sind, was Erwartungen von außen angeht. Wir reflektieren noch gar nicht, dass wir gegebenenfalls anders sind als der Durchschnitts-Mensch und das, was von allen Seiten als das Ideal eines Menschen an uns herangetragen wird.
    Und das Ideal unserer Gesellschaft ist nun mal extrovertiert. Also werden wir als Kinder vielleicht eher für extrovertierte Verhaltensweisen gelobt und um unser Überlebenssystem sicherzustellen, befolgen wir unterbewusst diese Erwartungshaltung und verhalten uns extrovertierter, um mehr Zuneigung und Lob zu bekommen.
    Je kleiner wir sind, desto weniger "weh" tut es uns, gegen unsere Natur zu leben. Erst mit den Jahren und Verletzungen werden die eigenen Sichtweisen kompromissloser und verstärken sich und plötzlich "werden" Leute intro, die bis dahin immer extro waren. Ich könnte mir vorstellen, dass sie einfach aufhören, ein Leben voller Kompromisse zu leben.
  • @ San,

    Als Kind ist man viel unbelasteter, da alles neu ist. Ich glaube die meisten werden, im Laufe ihrer Jugend zu Intros. Wenn sie durch irgendetwas stark belastet oder Traumatisiert werden
  • Intressant hier mit zulesen dir gefällt es nicht das intros nicht die kontacktfreudigsten sind ?
    Überraschung so sind wir !
    Wen du kontackt zu youtubern herstellen willst und dich wunderst das sie nicht reagieren : yt ist in erster stelle ein platzform für die eigen vermarktung hier geht es darum aufmerksamkeit von anderen zu bekommen auf grund der dinge die man eben tut diese menschen haben oft nicht viel für andere übrig oder schlicht keine zeit

    Was mich angeht empfinde ich dich als sehr aufdringlich du möchtest eine bekanntschaft erzwingen und wunderst dich gleichzeitig das es nicht klappt

    Anderst gesagt ist es hier wie auf einer party jemand zieht alle aufmerksamkeit auf sich und ich trete den rückzug an
    Versuche es doch nicht ganz so „ aggressiv“ eine freundschaft entsteht nicht mal eben in 2 tagen
  • @ Dubbs

    Aufdringlich?! Ich habe nichts anderes gemacht als ein paar Sachen zu Posten. Ich habe mich niemanden aufgezwungen!!! Sondern lediglich versucht ein Gespräch mitgleichgesinnten zu beginnen.

    Und wenn Dir meine Art nicht passt, dann mußt Du nicht lesen was ich schreibe!!!!
  • Muss ich nicht tue ich aber als introvertierter mensch solltest du doch wissen das und gespräche anzufangen nicht wirklich leicht fällt ( ich kann es garnicht ) über was soll man reden? Intressiert das den gegenüber ?
    Auf grund dessen wen ich reden dan über sachen die mich bewegen intressiern & mir wichtig sind das sind meist dinge die sehe privat sind und daher rede ich mit guten freunden wo das gesagte verstanden wird es ist auf grund dessen schwer neue freunde zu finden villeicht hilft es dir ja und schlägst ein paar sachen vor über die man mit dir reden kann ( hobbys, was dich bewegt, lieblings filme, bücher,spiele) gib dem ganzen etwas zeit und der rest ergibt sich oder eben nicht
  • Ich kommuniziere tagsüber so viel, dass ich mich im Forum gar nicht mehr groß auslassen möchte :)

    Aber ich lese mit, freue mich über Gleichgesinnte... aber neue Kontakte suche ich nicht unbedingt.

    Ich denke aber, dass man hier sehr wohl Kontakte finden kann - dafür muss man aber natürlich etwas über sich selbst preisgeben!
  • Hallo Christian,
    Einiges ist bereits gesagt worden.
    Ich finde es auch traurig dass es manchen stillen Menschen schwer fällt auf entgegenkommende und verständnisbemühte ebenso stille Gesprächspartner zuzugehen. Das kann ganz verschiedene Ursachen haben. Man muss ihnen Zeit lassen.
    Es ist wichtig etwas über eigene Werte, Interessen und Auswegsuchen zu benennen um den Anderen erkennen zu lassen wo man Gemeinsamkeiten hat. Erst wenn man dann allmählich ins Gespräch kommt kann sich Vertrauen und Verständnis aufbauen und festigen. Auch ich lerne immer wieder hinzu weil mir Andere wichtig bleiben.

    Für Smalltalk bin ich auch nicht geeignet. Auch ich schätze seit langem Diskussionsforen weil sie mir keine Reaktionsgeschwindigkeit aufzwingen und man in Ruhe überlegen kann worauf und wie man antwortet damit die eigene Antwort den Anderen und Mitleser weiterbringt.

    Wie könntest Du bei den verschiedenen Situationen Deines Alltags andere Introvertierte erkennen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Woran könntest Du gemeinsame Themen mit ihnen erkennen und welche Deiner Dir wichtigen Themen gibst Du für Andere zu erkennen.
    Im Alltag z.B. in der Bibliothek, Warteschlange, im Stadtverkehr, in der Kantine, im Treppenhaus, bei beruflichen Telefonaten, bei Wanderungen, bei Ausstellungs- und Galeriebesuchen, ...
    Doch um mit Menschen ins Gespräch zu kommen eignen sich auch nur Situationen bei denen man wiederholt mit den gleichen Menschen zusammentrifft um sich aufeinander einstellen zu können.
  • Interessant was du schreibst, @Nightworker!

    Vor allem diese Feststellung von dir möchte ich gern herausgreifen:

    "Es ist wichtig etwas über eigene Werte, Interessen und Auswegsuchen zu benennen um den Anderen erkennen zu lassen wo man Gemeinsamkeiten hat"

    Genau die Erfahrung mache ich auch.

    Die andere Sache ist tatsächlich Zeit.

    Ich persönlich bin nicht gut darin (und es gibt mir auch nichts)
    ein (oberflächliches) Thema nach dem anderen "durchzuhecheln" - schon gar nicht zwischen Tür und Angel.

    Für ein gutes Gespräch brauche ich persönlich Zeit. Alles andere ist Informationsaustausch. Auch wichtig, für mich auch oft ermüdend.

    Um auf @Christian2222 seine Eingangsfrage zu antworten:
    mir fällt es nicht schwer, mit Introvertierten in Kontakt zu kommen. Schließlich sind sie meine eigene Spezies :) Und wenn ich das richtige Thema anschneide, kann ein gutes Gespräch sogar sofort beginnen - vorausgesetzt, die nötige Zeit und Ruhe, thematisch etwas weiter auszuholen, ist gegeben. Gern an einem ruhigen Ort mit einem Getränk in der Hand :)


  • "Nun ja, meine Frage ist, warum fällt es Euch so schwer mit anderen ins Gespräch zu kommen"

    Wenn jemand nicht viele Gespräche führt, muss das nicht daran liegen, dass es ihm/ihr schwerfällt. Vielleicht fehlt auch einfach das Bedürfnis. Oder man hat keine Lust auf belangloses Zeug, was man je nach dem potenziellen Gesprächspartner erwartet.
  • Bei mir ist es so, dass ich bestimmte Zeit brauche, um mit jemanden warm zu werden. Ich kann nicht sofort mein ganzes Leben vor jemandem ausbreiten, da braucht es schon etwas mehr Nähe zu.

    Auf der anderen Seite habe ich keine Lust auf Monologe meiner Mitmenschen, die mir ihre ganzen negativen Erlebnisse darstellen. Ich bin zwar ein guter Zuhörer, aber mittlerweile fehlt mir hierzu jede Muße.

    Manchmal habe ich aber auch keine Lust zum Reden.
  • Damals als der Thread neu gestartet wurde habe ich nichts darauf geantwortet weil mich die Haltung im Ausgangsbeitrag verärgert und ich nicht gerade zur nettesten Formulierung in der Lage war. So nach dem Motto: Pick your battles!

    Mit größerem Abstand möchte ich doch mal antworten, wobei es mich immer noch verärgert. Ich versuch es jedoch mal.

    Es ist nicht einfach und kratzt am Selbstwertgefühl wenn eine Person, die man selbst sympathisch findet, die Sympathie nicht erwidert. So ist nun mal leider das Leben und ich gehe mal davon aus, dass jede Person, die schon mal abgelehnt wurde, selbst andere Personen abgelehnt hat und nicht entzückt davon ist mit einer Person die ihr oder ihm unsympathisch ist (viel) Zeit zu verbringen.

    Sympathischer wird man jedoch nicht dadurch indem man der ablehnenden Person ein Problem unterstellt oder sogar noch einer ganzen Gruppe von Menschen, die ein Merkmal teilen. Besonders nicht wenn man besagte Gruppe als Gegensatz zu “Normalen” sieht.

    Und zu der Haltung hier wären nur Leute die ähnliche Probleme haben und die einen verstehen: Der Ausgangsbeitrag zeigt doch gerade das Gegenteil! Wenn man Verständnis dafür hätte, dass manche Menschen jemandem nicht (so häufig) antworten oder im Forum nicht so viel los ist, dann würde man sich nicht so unterschwellig darüber beschweren.
  • "Ich hab unter fast allen Videos von Ihr Kommentare hinterlassen, aber sie hat nur ein einziges mal geantwortet, was mich sehr frustriert hat"

    Dieser Abschnitt aus deinem Startpost kommt mir sehr bekannt vor. Genau durch solche Erfahrungen scheint man unterbewusst zu lernen (so zumindest meine persönliche Wahrnehmung), dass das was man sagen will, für andere uninteressant ist, am Anfang versucht man es immer wieder, aber irgendwann gibt man es auf.
    Schneller Small-Talk, belanglose Gespräche ohne Inhalt, das bringt uns außer Energieverlust nichts, das merken die anderen aber nicht...
  • @ Comely...
    Ich hab das auch schon sehr früh gemerkt, dass die Leute es nicht interessiert, was man erzählt. Manchmal habe ich das Gefühl, sie wollen sich nur selber präsentieren. Daher habe ich schon früh aufgehört, Dinge von mir preiszugeben.

    Meine Art der Gespräche sieht auch etwas anders aus. Ich merke mir auch noch alles, was man mir erzählt und dann mache ich mir noch Gedanken drüber. Wenn ich mir das bloß abgewöhnen könnte...
  • Das ist wie bei sogenannten und vielgeloeschten "Spam" -Beiträgen in Foren: Manche davon (hätten) können zu In-Spiri(ra)t(ion) trans-form-iert werden.

    ".... Wenn ich mir das bloß abgewöhnen könnte..."
  • So gibt es Gegensätze. Ich bin hauptsächlich von introvertierten Menschen umgeben und manchmal wünschte ich mir, sie würden mehr über sich erzählen. Gut, meinen Mann kenne ich inzwischen ziemlich gut, aber mein Sohn erzählt fast nur von sich, wenn er etwas angetrunken ist. Und dann mag ich noch unseren Nachbarn sehr. Es hat Jahre gedauert, bis er mir etwas vertraut hat. Mittlerweile haben wir ein sehr schönes nachbarschaftliches, fast freundschaftliches Verhältnis, aber er interessiert mich als Mensch. Naja, meine Familie und dieser Nachbar, das sind die Menschen, mit denen ich mich wohl fühle. Zu den anderen fühle ich mich meistens nicht so hingezogen. Und das liegt wirklich an mir. Teamfähig fühle ich mich nicht so besonders. Meine Arbeitskollegen zeichnet eine außerordentliche Gruppendynamik aus. Sie laden mich immer wieder zu ihren Unternehmungen ein. Ich hab da kein Interesse dran.
  • Hallo Paula, ich frag mich ja auch so manches mal, wie zwei Introvertierte zueinanderfinden, wenn keiner den ersten Schritt macht? Hhm, irgendwie schwierig. Was könnte man für wunderbare Freundschaften führen, wenn die Ruhigen nicht so ruhig wären?

    Wahrscheinlich ist das für die Extrovertierten auch gar nicht so einfach, mit uns eine Verbindung aufzubauen, weil wir irgendwie von vornherein abblocken?
  • Und dabei gibt es doch Themen. Man sieht es doch hier im Forum. Man müsste nur aufeinander zugehen können. Ich persönlich finde es sogar ziemlich schön, miteinander schweigen zu können, wenn das Gefühl stimmt, mit der anderen Person irgendwie zusammen zu passen. Vielleicht ist es ja mitunter das Problem, immerzu/zwanghaft zu meinen, sich unterhalten zu müssen. Vielleicht machen wir es uns selbst oft auch unnötig so schwer.
  • Ich habe das Thema gelesen und fand es total interessant, da ich am Wochenende ein ähnliches Erlebnis hatte. War bei einer Bekannten zu Besuch und habe das erste Mal deren Mann getroffen: der Mann ist so alt wie ich.

    In den Pausen als die Gastgeberin nicht da war, haben wir kaum ein Wort gesprochen - ich wusste einfach nicht was. Fand es total schwierig, mit einem ebenfalls total ruhigen introvertierten Menschen ins Gespräch zu kommen. War zwar nicht unangenehm, aber iwie.... hätte netter sein können alles.

    Bei mir ist es immer: ich rede viel und gern, wenn ich die Leute besser kenne. Aber tatsächlich nicht, wenn ich die gerade erst getroffen habe...
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