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"Zu Risiken und Nebenwirkungen..." - Eine Packungsbeilage für die eigene Familie

Hallo zusammen!
Nun bin ich seit über einem Monat hier angemeldet und traue mich nach dem stillen Mitlesen auch einmal, ein Thema zu eröffnen.
Es geht mir hauptsächlich um ein gewisses Thema (eines von vielen Themen!), nämlich der Umgang mit der eigenen Familie. Genauer gesagt, mit einem Teil d. Familie. Wobei ich sagen muss, dass ich mich mittlerweile auch mehr in den Fokus dieses Themas rücke.

Auslöser ist ein seit 9 Jahren bestehendes Treffen (meist jährlich bis anderthalbjährlich) von meiner Geschwister-/Cousin-/Cousinengeneration.
Es geht um 3 Cousinen/Cousins und mich und meinen Bruder plus "Anhang" - demnach zehn Personen. Wir wohnen weit auseinander - von Münster bis Freiburg verteilt.
Man hatte aufgrund dieser Entfernungen diese Treffen ausgemacht um sich überhaupt mal zu sehen! Und ja, das ist an sich eine super Idee. Bin voll dafür... Eigentlich!

Mein eigentliches "Problem", oder eher Schwierigkeit genannt, ist dass ich sonst mal rein gar nichts von diesen Cousinen und Cousins höre.. Nichts! Noch nicht einmal ne SMS oder sonstige Nachrichten zwischendurch! So oft wie ich investiert habe in Anrufe, SMS oder WhatsApp.... Es kam wenig bis gar nichts! Bei Anrufen wurde ich zweimal vom Mann meiner einen Cousine als lästig empfunden und formlos "abgewimmelt". Diese besagte Cousine schafft es nur an Feiertagen (eig. nur Ostern) einmal anzurufen mit den Worten "Schöne Ostern... ich telefoniere die ganze Familie ab... dann lohnt sich das.... bis in einem Jahr".

Mein Bruder meldet sich zwar zwischendurch mal, aber der ist mitm Kopf und den Gedanken meist woanders ... um den mache ich mir auch Sorgen, er lebt auf der Überholspur, fühlt sich ständig krank und gestresst - macht aber den Showmaker bei allen Leuten, um zu gefallen!
Alles oberflächlich!

Mir fehlt ein regelmäßíger Kontakt, dass man auch eine Basis hat.. Eine Basis für Gespräche, für Harmonie und das Gefühl, dazuzugehören. Ich meine nicht, dass man täglich Kontakt hat... aber auch nicht nur einmal im Jahr!

Ich weiß, dass ich ab und an sensibel und hochempfindlich bin. Und dass ich oft mich eher zurückziehe, wenn meine Energie beim "Geben und Nehmen" aufgebraucht ist (wobei es NUR ein Geben von mir ist!!)... aber man darf doch erwarten, dass da mehr kommt? Mehr Interesse für die eigene Person oder?


Letztes Wochenende fand dieses Treffen wieder statt... und ich habe mich selbst durchgesetzt und nicht daran teilgenommen.
Ich fühle mich gut, weil ich für mich einen Punkt gesetzt habe und es nicht aushalte, dort zu sitzen... mit dieser Oberflächlichkeit! Es wurde akzeptiert und mit Schweigen der anderen gewertet.
Meine Cousine (die an Ostern anstandshalber anruft) sagte mir nur am Telefon, dass man sich besprochen hätte, dass ja ein zukünftiges Treffen an einem neutralen Ort in der Mitte stattfinden kann und sie sich freuen würde dass ich das mal plane...

Jedoch hat sie auch dann nicht verstanden, worum es mir eigentlich geht.... es fühlt sich überstülpend an! Ich habe ihr gestern gesagt, dass ich nun komplett raus bin und mich unwohl fühle dabei.

Nun ja... wie die Entwicklung weitergeht, werde ich sehen! Ich höre die Worte der gemeinsamen Oma noch im Ohr, die immer sagte "Familie ist wichtig und man muss sich regelmäßig umeinander kümmern und sich melden und es pflegen. Das Herz muss dabei sein!"

Kommentare

  • Hallo,

    im Prinzip hat deine Oma natürlich Recht, Familie ist wichtig. Aber ich hätte genau so gehandelt wie du.

    Ich kenne deine Cousine, die angerufen hat, natürlich nicht, aber mir kam in den Kopf, dass sie dir vielleicht "gut" wollte, als sie vorgeschlagen hat, das nächste Treffen in die Mitte zu verlegen. Und das du das organisieren solltest, damit will sie dich vielleicht einfach nur mit einbeziehen. Aber wie gesagt, ich kenne sie nicht. Von daher kann alles ganz anders sein.

    Zu mir kann ich dir noch sagen (um zu betonen, dass ich die Absage zum Treffen wirklich ok fand), das ich schon vor Jahren den Kontakt zu meiner Schwester abgebrochen habe, weil wir vom Wesen total unterschiedlich sind, und deshalb dauern Meinungsverschiedenheiten hatten, wo ich keine Lust mehr drauf hatte.

    Ich sage immer: Freunde/Bekannte kann man sich aussuchen, Familie nicht.
  • Ja, Familie ist wichtig, aber auch nicht auf Biegen und Brechen.
    Ich habe auch einen Cousin. Wir sehen uns alle Jubeljahre mal und sagen dann immer, dass wir mal wieder was unternehmen wollen und mehr Kontakt halten.
    Vergiss es, das klappt nicht, und Lust habe ich da auch nicht drauf.
    Also lass ich es, er meldet sich nicht, ich melde mich nicht. Gut is.

    Wenn deine Cousine dich um die nächste Planung bittet, dann vielleicht weil sie denken, wenn du es planst, suchst du einen Ort aus an dem du dich wohler fühlst.

    Ich empfinde diesen Verwandtschaftsgrad gar nicht als so wichtig. Viel wichtiger sind die eigenen Eltern, Geschwister und Großeltern. Der Rest ist zweite Reihe die man mal auf irgendwelchen Familienfesten/Feiern sieht.
    So wird das bei uns gehandhabt und ich bin ganz glücklich damit :)
  • ...man darf doch erwarten, dass da mehr kommt?

    Aus deinem Text habe ich nicht rausgelesen, was du investierst - welches Interesse du an den besagten Familienmitgliedern zeigst - wie oft du sie kontaktierst.
    Hast du das Gefühl, dass ein Ungleichgewicht herrscht? Zeigst DU aufrichtiges Interesse an Ihnen, gibst du Ihnen das Gefühl, dass du sie in deinem Leben brauchst?
    Oder wartest du darauf, dass von Ihnen mehr kommt?

    Wenn du dir wirklich engeren Kontakt wünschst, kannst du ja versuchen das bestehende Verhältnis zu ändern. Vielleicht nicht als Gruppe treffen, sondern einzelne Familienmitglieder auch mal unregelmäßig besuchen.

    Nun hast du an dem obligatorischen Treffen nicht teilgenommen. Mit welcher Begründung, wie soll das Verhältnis weitergehen?

    Fragen über Fragen!
    Ich löchere dich, weil ich es verstehen möchte und weil ich selbst schwierige Familienverhältnisse erlebe. Mit einem Teil der Familie gibt es keinen Kontakt. Den anderen Teil mag ich sehr gerne, aber ich bin "anders"... und empfinde auch oft Desinteresse an meiner Person. Die Gespräche sind für mich auch oftmals oberflächlich.
    Ich habe mir aber angewöhnt, meine Erwartungen zurück zuschrauben und die Treffen einfach anzunehmen, so wie sie sind. Denn es tut doch irgendwie gut Teil einer Familie zu sein.

    Oft denke ich mir, dass wir wohl nicht befreundet wären, wenn uns nicht die Familie verbinden würde... nun ist es halt so, wie auch Jasmin schreibt: man kann die Familie nicht aussuchen.
    Aber man kann seinen Beitrag leisten, mit ihnen zurecht zu kommen - wenn man es möchte ;)


  • Danke für Eure Antworten!!!!

    @linala: Ja, ich habe lange, lange Zeit immer wieder investiert und angerufen oder SMS/WhatsApp Nachrichten geschickt. Entweder wurde ich am Telefon vom Mann meiner Cousine mit den Worten abgespeist: "Cousine ist gerade beschäftigt, wir haben keine Zeit, wir melden uns...."
    Danach kam nur noch stille....

    Geben und Nehmen.... Ich hab nur gegeben!


    Jetzt kam gestern Abend aber der so genannte Plottwist! Meine Verwandtschaft aus Münster (Cousine und Cousin plus Anhang) meldeten sich mit den Worten: "Schön, dass du so dazu stehst mit dem Unwohlsein bei solch Treffen. Uns geht's auch so. Es war ein stressiges Wochenende letztens bei diesem Treffen..... Wann sehen wir uns im kleinen Rahmen? Kommt vorbei aufn Kaffee...."

    Und Münster ist von Dortmund wahrlich nicht weit entfernt.

    Ich bin vor entspannung gestern Abend voll abgekackt und bin gerade etwas dankbar für solche positive Antwort.



    Und ja... Diese eine Cousine. Sie meinte es sicherlich gut dass sie so erwartet hatte dass ich mich rege usw... Sie will mir sicher nichts schlechtes!
  • @Hollowman: Freut mich für dich. Ehrlich. Ist wirklich Interessant: Wenn man die Wahrheit sagt, trauen sich andere, auch ehrlich zu sein.

    @linala: Natürlich kann man hier nicht alles ganz genau schildern, dass würde ja ein Roman werden. Natürlich bricht man mit Familie nicht so schnell den Kontakt ab, wie z.B. eventuell mit Freunden/Bekannten. Ich z.B. kannte meine Schwester 44 Jahre. Habe es so lange aufrecht gehalten, weil wir eben Geschwister sind. Manchmal auch meiner Mutter zu Liebe. Aber jedes Treffen/Telefonat hat mich runter gezogen. Wir waren schon als Kinder von Grund auf verschiedenen. Man kann kaum glauben, dass wir die selben Eltern hatten. Hatten wir aber :-)
  • Gestern nachmittag kam ich vom Samstagsdienst (ich arbeite im Krankenhaus).
    Da rief meine Mutter an, anschließend mein Bruder (er war bei ihr zu Besuch).
    Es kam letzten Endes auf das hier angesprochene Thema....
    Meine Mum versteht mich irgendwie, sagt aber "Mach doch mit... Tu es für deinen bruder und die Familie..."

    Mein Bruder versteht mich nicht wirklich... Er ist Hitzköpfig.... Fragt obs am Finanziellen liegt oder an der langen Fahrt (für mich weder noch....)?
    Nun ja... Mein Bruder übergeht sich, will es allen und jedem Recht machen... Und ist für alle da nur nicht für dich selbst.... Er denkt er muss alles an sich reissen, damit er alles zusammen halten kann und alle glücklich sind. Nur er sieht nicht, dass er sich dabei übergeht.

    Warten wir's ab!

    Zumindest habe ich mit meiner Tante gestern super gesprochen und sie versteht mich! Und merkt was eigentlich wichtig ist. Sie ermutigt mich, dann einfach konsequent den Menschen das mal aufzuzeigen was mich stört...

  • edited Dezember 2018
    Guten Morgen,
    nachdem eine Situation vor zwei Wochen mit meinem Bruder eskalierte, geht es mir seitdem schlecht....

    Ausgangspunkt war das Elternhaus, welches meinem Bruder und mir vererbt wurde - dort hat unsere Mutter noch "Lebensrecht auf Lebenszeit".

    Mein Bruder war von vorneherein derjenige, der viel geplant hatte, ich habe dort viel mit beigepflegt...

    Mittlerweile geht es mir gehörig auf den Senkel, immer nur "Ja und Amen" bei Entscheidungen sagen zu müssen und keine Wahl zu haben, wenn es um Entscheidungen geht - hierbei melde ich mich seit Jahren (!), dass ich aktiv mit entscheiden will und dies als Aufgabe abnehmen und übernehmen will (weil es mir ein Bedürfnis ist!).
    Dies wir mit "Ja, ja!" kommentiert, jedoch weder ich nicht aktiv mit ins Boot geholt.

    Vor zwei Wochen sagte ich meinem Bruder, dass mein Vorschlag, alles weitere im Januar mit Fachleuten zu besprechen (ich kriege im Dezember keinen Urlaub, erst ab Januar habe ich Zeit, die 130 km zu fahren und unter der Woche auch mal vorbeizukommen!). Mein Bruder fand es großartig, er ließ sich drauf ein!
    Der Clou? Er plante dann doch alles für Dezember, er ging alleine zur Bank, er plante alles Wesentliche selbst. Ich fühlte mich übergangen! Schon wieder.
    Dies sagte ich ihm sehr deutlich. Ich erwähnte Respektlosigkeit, dass er mich wie einen Kunden abfertigte und nicht wie einen Bruder, dass er wieder alles im Alleingang macht usw....

    Seine Antwort per Whatsapp? "Ich hab dir eine Mail geschrieben..."

    Die Mail? Sehr lang!
    Abgesehen von Fakten zum Elternhaus (die er wiederum selbst erarbeitet ohne meine Mitsprache!) redete er von festgesetzten Vorurteilen zu meiner Person, wie träge alles in der Familie läuft, dass er ein armes Schwein sei und dass er seine Felle schwimmen sieht... dass er mit fast Anfang 40 nicht weiss, wie es für ihn weitergehen solle... dass ich meinem Leben einen Weg geben solle, wie es bei ihm Eigentums-mäßig aussehe und dass er alleine sei mit allen Aufgaben!!

    Ich bin bis heute absolut traurig... er hört mich nicht, dass ich ihn unterstützen will und dass man alles Hand in Hand machen soll. Er schiebt alles von sich, aber meckert dass er nichts erhält.

    Meines Erachtens hat er Torschlusspanik. Er sieht sein Umfeld/Freundeskreis, die mit Ende 30/anfang 40 ein Haus/Wohnung haben, Familie gegründet haben usw... und er nach zwei langen gescheiterten Beziehungen (eine davon verlobt) "nur" seine derzeitige Beziehung mit einer fast 15 Jahre jüngeren Frau die mit Anfang/Mitte 20 noch studiert und andere Dinge im Kopf hat...

    Ich will auch nicht über mich und meine Stellung innerhalb der Familie jetzt meckern, da wäre ich auch nicht besser... habe ich im Gefühl!!

    Ich bin unendlich traurig dass ich nicht gehört werde. Ich schreie und bei besagten Familienmenschen stoße ich auf taube Ohren....
    Bestimmte kleine Details habe ich jetzt nicht aufgeführt, da wird der Beitrag unendlich lang...

    Versteht ihr was ich meine?


    LG, Micha
  • Hallo Micha,

    ja, ich kann glaube sehr gut verstehen, was du meinst und derzeit durchmachst.

    Nicht gehört werden. Nicht mit einbezogen werden in Entscheidungen, obwohl man darum bittet. Das Gefühl, der Bremsklotz zu sein, weil man eine Sache erst durchdenkt, bevor man handelt. Manchen Menschen geht es einfach nicht schnell genug.

    Und wenn es ums Erbe geht, hört der Spaß erfahrungsgemäß ohnehin auf.

    Daher meine Frage: könntest du dir vorstellen und wäre es möglich, daß dein Bruder dich auszahlt und du mit dem Geld etwas Eigenes aufbaust? In deinem Tempo und nach deinen Vorstellungen?

  • @enjoythesilence

    Danke für Deine Antwort.

    Ich hänge sehr an meinem Elternhaus. In den letzten Monaten hatte selbst ich es mit meiner Frau durchdacht, es zu übernehmen. Mitzuplanen und es umzubauen!

    Nach einem eigentlich guten Gespräch mit meinem Bruder, das war Ende November, hatten wir alle positiv Entscheidungen getroffen wie man es GEMEINSAM plant bzw. es weitervermietet anstatt selbst einzuziehen! Den Rest der Geschichte, der steht oben!

    Bislang hatte ich die eigene Angst "Wenn ich es nicht übernehme, geht es den Bach runter!" JETZT denke ich, nach dem Zoff, dass ich mich zurücklehnen kann - denn egal, was ich mache und wieviel (oder wie wenig) Energie ich da rein stecke... Arbeite ich gegen Windmühlen? Es denkt doch eh jeder (über mich), was er/sie will?

    Sogar folgende essientielle Fragen bzgl. Familie tauchen in mir auf:
    - Werde ich gebraucht?
    - Weshalb fühle ich mich als Außenseiter? (trotz meiner positiven Energie)
    - Wieso werde ich nicht gehört?
    - Weshalb nehme ich initiativ 95% der Besuche auf mich (130 km Fahrt) und mich kommt keine(r) besuchen aus der Familie? (geht seit 7 Jahren so, als ich von da weggezogen bin)
    - Wieso fühle ich mich ungeliebt?
    - Wieso habe ich das Gefühl, dass z.B. mein Bruder seit der Pubertätszeit von mir genervt ist bzw. er mich unangenehm findet?

    Ich könnte weitere Fragen stellen....

    Und ja... es läuft z.Zt. darauf hinaus, dass ich alles an meinen Bruder abgebe was Erbe/Elternhaus angeht.. denn anscheinend braucht er mich nicht (auch wenngleich er meckert, dass er alles alleine stemmen müsste)!

    Mich macht es unendlich traurig, dass man mich im falschen Licht sieht. Ich hasse Vorurteile! Ich hasse es, wenn man "erst schießt, und dann die Fragen stellt". Ich hasse es, wenn man kein Interesse an meinem Leben zeigt und auch nicht nachfragt, was ich wie bisher gemeistert habe, aber trotzdem alles bei mir infrage stellt...
  • Hallo zusammen,
    wie ich sehe, ist mein letzter Beitrag in diesem Thread bereits ein halbes Jahr her. Wie die Zeit verfliegt!!
    Es hat sich viel getan! Im Mai ist meine Oma gestorben - ich bin gefasst bis heute, denn sie war mit 93 fast in einem sehr stolzen Alter, jedoch sehr krank! Es war dann doch erlösend für sie!
    Aufgrund der Tatsache, dass meine Oma KEIN Testament aufsetzte und mein Vater bereits vor zwei Jahren gestorben ist, sind mein Bruder und ich nebst einem Onkel (anderer Sohn der Oma) offiziell rein rechtlich Erben! Es geht pro Nase um einen 5stelligen Betrag. Soweit die Fakten!

    Derzeit erlebe ich, wie elendig gemein Menschen sein können! Der besagte Onkel zeigt sein wahres Gesicht, er tritt um sich, er will das mein Bruder und ich das Erbe abtreten sodass nur er Alleinerbe ist! Er will uns (auch unsre Mutter) "fertig machen", schlecht reden etc.
    Unsere Anwältin ist so genial, sie ist absolut zuversichtlich und sich 100% sicher, dass wir auf der rechtlich sicheren Seite sind!

    Trotzdem baut sich seit letztem Freitag ein ganz furchtbares existenzbedrohendes Gefühl in mir auf - ich habe tatsächlich seit 6 Tagen richtig Angst um mich und meine Existenz! Vegetativ bin ich durch!

    Mir geht es nicht ums Geld. Das ist mir komplett egal! Ich bin so bescheiden aufgewachsen, ich brauche durch ein Erbe keinen Bonus. Ich gebe gerne immer alles ab, ehrlich! :-/

    Es geht mir um meinen Seelenfrieden, wisst ihr? Dass man mich und mein Leben einfach in Ruhe lässt. "Leben und leben lassen".


    Ich habe ruhige Momente, in denen ich mir sage, dass alles gut ist und so gut bleibt. Dann kommen die stressigen Momente, in denen ich das Gefühl habe, ich lebe so in den Tag hinein, bin auf der Hut weil ich ständig das Gefühl habe es kommt jemand und will mir was. Es fühlt sich so doof an.

    Ich denke dass sich viel aus der Kindheit manifestiert hatte - auch da hatte ich das Gefühl, ich sei alleine und keiner hilft mir (als Kind). Ich musste durch vieles alleine gehen... und auch heute schaffe ich es schlecht, mich zu behaupten, zu sagen dass ich erhobenen Hauptes herumgehen kann. Ich fühle mich minderwertig und falsch. Wobei das so falsch ist, wenn ich mir meine Karriere und Lebensweg ansehe.

    Ich könnte noch soviel schreiben... Es geht mir auch nur ums loswerden! Danke fürs Lesen, ihr Lieben!!!

    Fühlt euch gedrückt! Der Micha
  • Hi @Hollowman
    Ich finde mich im letzten Abschnitt wieder. Man weiß dass in einem sehr viel Potential steckt. Nur es ist tief vergraben.
    Konflikten aus dem Weg zu gehen hindert einen am Persönlichen Wachstum.
    Die alten Griechen haben gesagt wenn du Frieden willst musst du bereit sein in den Krieg zu ziehen.
    Es wird immer wieder Tyrannen geben die versuchen einen klein zuhalten. Die Gesichter sind da sehr verschieden.
    Konflikte sind nunmal da. Ihnen aus dem Weg zu gehen ist nicht hilfreich für den Seelenfrieden.

    Brust raus, Schultern nach hinten und sein Ziel fokussieren. Immer nur einstecken zieht einen runter.
    Ich hoffe ich konnte dir helfen :)
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