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Intro Mann vs Extro Frau

Kommentare

  • edited Oktober 2018
    Hallo Raupe,
    ich war selber nie in einer Beziehung und bin selber introvertiert. Aber so, wie du deinen Freund beschreibst, scheint er ziemlich stark introvertiert zu sein. Aber nicht nur introvertiert, sondern, wie du schon sagst, anstriebslos, emotionslos. Ich behaupte jetzt mal (korrigiert mich wenn ich falsch liege), dass das nichts mit Introversion zu tun hat. Wir Intros mögen keine großen Menschenmengen, aber in kleinen Gruppen oder eben wie hier bei dir zu zweit, viel reden, was unternehmen etc.

    Schieb das nicht alles Introversion. Introversion heißt ja im Prinzip nur, dass es uns viel Kraft kostet, in Menschenmengen zu stehen und immer im Mittelpunkt zu sein. Aber antriebslos, keine Emotionen, keine Lust zu reden? Nein, dass ist keine Introversion

    Unter Freunden zum Beispiel könnte ich niemas sagen, dass ich introvertiert bin. Ich mags in kleinen Gruppen.
  • edited Oktober 2018
    .
  • edited Oktober 2018
    Vielleicht verbirgt er irgendwas? Er lässt ja nicht mal dich daran. Hast du versucht, ihn mal direkt damit zu konfrontieren? Wie können hier nur spekulieren und dir ein paar Tipps geben, aber im Endeffekt bist du es, die es ändern kann. Sicher können andere hier dir mehr dazu sagen. Ich habe, wie gesagt, so einen Fall noch nicht gehabt :/ Wie habt ihr euch kennengelernt? So wie du klingst, „kritisierst“ (oder machst dir einfach nur sorgen?) um ihn. Was hat dir an ihm so gefallen?

    Edit: das mit den Freuden kann ich selber aus der Schulzeit bestätigen. Nach außen macht man über sich selber Witze und tut so, als würde das einen nichts ausmachen. Aber glaub mir, dass ist nicht so! In diesem Zustand ist das nur eine Erscheinung. Ich hatte das früher selber gemacht, obwohl es mir eigentlich total ***** ging
  • SanSan
    edited Oktober 2018
    Hi Raupe!

    Ui, da ist dein Freund aber ein ganz schön geplagter Mensch! Ich lese da einiges auf deinen aufgezählten Problemen heraus. Dein Freund scheint mir sehr verwirrt zu sein, was er "darf" und was er nicht darf. Er scheint nicht gut für sich selber zu sorgen sondern sich für andere aufzuopfern, was ihm auf Dauer aber nicht gut tut (Kein Wunder, das tut niemandem auf Dauer gut). Ich würde behaupten, dass er in der Kindheit gelernt hat (wie viele von uns), dass er sein härtester Kritiker sein muss, Glück vielleicht nicht verdient hat, Eigenlob stinkt, Andere wichtiger sind als er, und, und und. Die Liste an Selbstfürsorge-schädigenden Dingen, die uns beigebracht werden, ist lang und oft auch bei sehr unterschiedlichen Menschen sehr ähnlich.

    Ich denke, daraus resultiert eine Unfähigkeit, die eigenen Gefühle zuzulassen und anzunehmen, zu aktzeptieren. Vielleicht resultiert sie auch aus anderen Erlebnissen (die sehr oft mit der Kindheit und dem Überlebensmuster zu tun haben, das wir uns damals angeeignet haben und oft bis ins Erwachsenenalter weiter fahren, weil es sich bewährt hat. Auch wenn wir es als Erwachsene nicht mehr brauchen, stellen wir es selten infrage).

    Ich lese aus deinem Text heraus, dass er sehr wohl Emotionen hat, aber sie nicht haben will und/oder nicht zulassen kann. Entweder weil er glaubt, es sei nicht okay, so zu fühlen, möglicherweise sind ihm seine Gefühle oft abgesprochen worden. Besonders wenn er sehr sensibel oder hochsensibel ist, hat er als Junge vermutlich oft zu hören bekommen, ein Indianer kennt keinen Schmerz und heulen sei was für Mädchen. Vielleicht schlimmere Dinge, die ihn nachhaltig darin geprägt haben, seine Gefühle auch für sich selber solange unter Verschluss zu halten, bis sie unter dem Deckel hervorsprudeln und er keine Kontrolle mehr darüber hat. (Mein persönlicher alltime-Favourite war immer "Sei doch nicht so empfindlich!")
    Oder weil er nicht gelernt hat, auch schmerzhafte Gefühle anzunehmen. Das Verdrängen von negativen Gefühlen ist auch etwas sehr Verbreitetes in dieser Gesellschaft und generell der Welt. Manche können das mit dem Verdrängen von Negativem etwas "erfolgreicher" und sehen von außen erfolgreich und lebensfähig aus (und kriegen dafür ne chronische Hautkrankheit oder Mandelentzündung oder haben immerzu Magenkoliken oder oder oder) und manche zerbrechen unter der Last, Teile von sich nicht annehmen zu können weil sie gelernt haben, dass diese Teile unerwünscht sind. Manche Menschen zergehen in Depression, weil sie den Sinn des Ganzen nicht finden können.
    Depression könnte übrigens auch ein Faktor sein, warum er so antriebslos und emotional gebeutelt ist.

    Ich vermute zu dem allem begünstigend ein niedrgies Selbstbewusstsein, dafür spricht auch die schlechte Selbstfürsorge und das "Andere immer vorlassen". ich will ihn nicht gleich als jemanden mit Helfersyndrom abstempeln, aber Leute, die Andere immer vor sich selber stellen, laufen irgendwann leer. Sie sagen (und glauben!), dass sie nichts für ihre Zuneigung und Fürsorge zurück brauchen und wollen, aber da sie sich selber keine geben und auf Andere stark wirken, weil sie ihnen so viel geben, geben die Anderen ihnen nichts (manchmal geben Andere auch, aber sie können schlichtweg nicht annehmen) und irgendwann haben sie nicht mal mehr ein letztes sprichwörtliches emotionales Hemd im Kopf, das sie noch geben könnten. Sie erholen sich in einer nach außen hin komisch aussehenden oder breakdown-Epsiode und danach beginnt der Kreislauf erneut.

    Das Problem ist, dass du ihm damit wenig helfen kannst, denn es ist ein Problem, das er nur selber reflektieren, erkennen und lösen kann. Du kannst ihn unterstützen, indem du versuchst, ihn unaufdringlich zu verstehen und zu akzeptieren, wie er ist. Verstehe, dass es dabei nicht um dich geht. Er will dir nichts Böses, wenn er dir keine Emotionen entgegenbringt. Er kämpft dann mit seinen eigenen Dämonen. Mit Teilen von sich selber.
    Es ist niemals böswillige Absicht. Und mit Streits konfrontiert zu werden, um eine Emotion zu provozieren, muss extrem aufreibend sein für jemanden, der dir nichts Böses will, aber viel mit sich selber beschäftigt ist und das leider nicht auf gute, erbauliche Weise.

    Ich hoffe, das kam jetzt nicht belehrend rüber oder als würd ich dir die Schuld zuschieben wollen oder so etwas.
  • edited Oktober 2018
    .
  • Zitieren kannst du mit @ und ohne Leerzeichen den Usernamen also bsp. @San

    "DIE ZENTRALE FRAGE IST DOCH :
    Nicht wie ändere ich ihn, sondern meine Kernfrage ist, lieben introvertierte anders? "

    Das find ich schon mal gut, dass du nicht die Antwort auf die Frage suchst, wie du ihn ändern kannst! *daumen hoch*
    Auf die Frage, ob Introvertierte anders lieben würd ich ganz klar sagen ja und nein. Ja, weil jeder anders liebt und nein, weil es nichts mit Introversion zu tun hat sondern einfach komplett von dem Menschen abhängt, der da liebt, dass er anders liebt, als andere Menschen.
    Wie schon gesagt wurde, hat Introversion eigentlich nur damit zu tun, dass du deinen Blick nach innen wendest und deine Energie aus dem Inneren beziehst. Charakterzüge, die "typisch Intro" wirken, sind oft eine Begleiterscheinung von Erlebnissen, für unsere Introversion nicht akzeptiert worden zu sein (mangelndes Selbstbewusstsein, infrage-stellen des eigenen Wertes, keine Meinung haben [denn sie ist ja eh falsch...], Schüchternheit und solche Sachen)
    Oft sind die Grenzen zu dem, was allgemein als introvertierte Charakterzüge gelten, meiner Meinung nach auch verschwimmend mit dem, was eigentlich von einer hohen Sensibilität herrührt.

    Was du zu deinem Mannsweib sein sagst, damit kann ich mich tatsächlich vorzüglich identifizieren. In meiner Schulzeit hatte ich den Spitznamen weg, war sogar stolz darauf, nicht weiblich zu sein. Frauen und fraulich sein fand ich kacke und verachtenswert (ist ne seeehr lange Geschichte).
    Ich habe mich inzwischen extrem gewandelt. Man kann auch eine starke Frau sein, ohne den inneren Mann raushängen zu lassen. Und man kann auch ein ganzer Mann sein, selbst wenn man "weiche" Charakterzüge hat und diese pflegt.
    Ich bin für mehr Toleranz der Eigenarten des Anderen.
    Ich weiß, ich hab leicht reden. Oft fällt es mir auch nicht leicht, jemanden einfach er selbst sein zu lassen, wenn ich beispielsweise Probleme in seinem Leben sehe, die mich stören und die meiner Meinung nach behoben gehören. Merkste an der Formulierung, wie abartig das eigentlich ist?
    Unser Ego sagt uns, dass eine Person sich nicht so verhält, wie wir es an ihrer Stelle tun würden oder wie wir es gerne hätten und verleitet uns dazu, diese Person dahingehend ändern zu wollen, als dass sie sich uns und unseren Wünschen besser anpasst.
    Aus diesem Grund habe ich keine Beziehung mehr. Ich will nicht mehr in die Falle der Anspruchshaltung rutschen, die automatisch entsteht, wenn du deinen Partner dann endlich eingefangen und angeleint hast.
    Würdest du einem guten Freund (männlich) sagen, dass er kein richtiger Mann ist und du mehr Eier hast als er?
    Ich vermute nicht.
    Der Unterschied liegt für mich darin, dass wir Freunden ihr eigenes Leben lassen. Ihr eigenes Ich. Ihren Charakter. Ihre Zeiteinteilung.
    Aber unser Partner hat uns irgendwo in gewissem Maße zu "bedienen". Uns zu erfüllen. So zu sein, wie wir ihn gerne hätten. Selbst wenn wir uns einreden, dass wir niemanden ändern oder erziehen wollen. Wir tun es ja doch.

    Ich bin mir sicher, aus deinem Text herausgelesen zu haben, dass du ihn unmännlich genannt hast, tut dir inzwischen sehr leid. Ich glaube auch tatsächlich, dass er das nicht so leicht wird vergessen können. Solche Dinge kann man nie ganz zurücknehmen. Vertrauen wird centimeterweise gewonnen und meterweise verloren. Und hierbei geht es auch um eine Vertrauensfrage. Ein Mann ist nunmal vornehmlich das- ein Mann. Wenn man ihm das nimmt, tut das weh.
    Genau wie ich vermute, dass dir irgendwo tief drin, ohne dass du es merkst, der Verlust deiner Weiblichkeit weh tut. Bitte lach mich nicht aus, es gab Zeiten, da hätte ich mich selber für diesen Satz ausgelacht. Da hätte ich mir selber stolz an den Kopf geknallt, dass ich stark bin und nicht wie "jede andere Frau".
    Aber mit den Jahren habe ich eingesehen, dass ich einen ganz wichtigen Teil von mir systematisch kleingehalten, verstümmelt, in einen Käfig gesperrt habe UND AUCH NOCH STOLZ DRAUF WAR, weil ich meine eigene Weiblichkeit nicht akzeptieren konnte.
    Und weißt du, was daraus resultierte? Dass ich femine oder "weiche" Seiten an meinem Mann auch nicht akzeptieren konnte. Dass er der Waschlappen und ich die starke Frau war.
    Es hat viel Reflektion benötigt, viel Arbeit und viel Selbstliebe. Und ich sag dir was: heute bin ich sehr viel stolzer (stölzer?) auf mich, weil ich immer noch ne verdammt starke Frau bin, weil ich aber immer besser schaffe, meine Weiblichkeit anzunehmen. Und weil mich das nicht schwach macht, ganz im Gegenteil.

    Im Laufe der Zeit hab ich auch eine andere Sache gelernt: Man kann Andere nicht ändern. Das müssen die schon selber tun. Man kann nur sich selber ändern ODER wie man die Dinge betrachtet, die sich nicht ändern lassen.

    Die Frage war nun also, wie du besser mit dem Rückzug umgehen kannst.
    Lerne, ihm zu vertrauen. Menschen brauchen manchmal Rückzug, und tatsächlich, Intros brauchen den tendenziell häufiger als Extros. Aber der Rückzug hat rein gar nichts mit den Leuten zu tun, die sie lieben. Sieh es vielleicht als eine Art seelische Pinkelpause an. Ich hoffe, ihr seid kein Pärchen, das bei offener Tür pinkelt, weil dann funktioniert das Beispiel nicht.
    Zum Pinkeln macht man in der Regel die Tür zu, ist für sich. Das ist eine Sache, die zeigt man der Welt nicht, die gehört nur einem selber. Privatsache.
    Und sie ist ziemlich notwenig, denn ohne würdest du ziemlich schnell platzen oder an Nierenversagen drauf gehen.
    Sieh die Introversion vielleicht als mentale Pinkelpause an. Wenn dein Partner pinkeln geht (oder etwas länger im Bad braucht), dann ist das, um seine körperlichen Bedürfnisse zu befrieden, das geht nicht gegen dich oder dass er in dem Moment keine Zeit mit dir verbringen will (bzw. hell, ich würd jedem n Vogel zeigen, der mit mir Zeit verbringen will, während ich pinkeln bin!)
    Genau so gibt es wie das körperliche Bedürfnis bei manchen Menschen ein mentales Bedüfnis, allein sein zu müssen. Das ist dann genau so Privatsache wie das Pinkeln-gehen.
    Besonders wenn ihnen ihre Gefühle oft abgesprochen wurden, können Menschen das übrigens oft selber nicht einordnen. Die merken dann, sie fühlen sich zunehmend unwohler, aber sie können nicht den mentalen Finger drauf legen und sagen "Jepp, in 35 Minuten brauche ich für mindestens 3 Stunden eine mentale Pinkelpause nur für mich allein!"
    Nein, Gefühle in die Richtung sind oft ziemlich verwirrend, weil man immer denkt "ich liebe meinen Partner ja also muss ich doch permanent Zeit mit ihm/ihr verbringen wollen, das wurde mir so beigebracht/das machen alle so" aber währenddessen wird man immer ausgezehrter und versteht sich selber nicht, ist plötzlich nicht mehr leistungsfähig oder wird launisch ohne zu begreifen warum und der Partner ist dann auch noch angefressen! Shit. Wieder alles falsch gemacht.

    Deshalb kann ich tatsächlich nur dazu raten, mit Vertrauen einen Abstand zuzulassen, mit dem sich dein Freund wohler fühlt. Und Vertrauen zu haben, dass er von ganz alleine zu dir kommt, wenn er wieder bereit dazu ist. Wer jemanden liebt, muss dazu nämlich nicht überredet werden, der kommt von ganz alleine.
    (Und wer jemanden nicht liebt, der kann auch nicht erfolgreich dazu überredet oder gezwungen werden.)
  • ach du liebe Güte @San, du haust da Sachen raus, da zieh ich vor dir kniend den Hut...
    unfassbar großartig!

    mentale Pinkelpause find ich nebst total zutreffend auch noch ziemlich erfrischend, so als Ausdruck :-D :-D :-D
  • @zwischen_den_Stühlen Danke, danke! Ich bin jeden Tag hier, Vorstellungen immer von 8-17 Uhr! :D *verbeug* oh, Blumen, wie feundlich! *Schlüpfer fliegt auf die Bühne*
    Nun, lassen wir das.
  • der Schlüpper war nicht vor mir :-D :-D :-D aber der Teddybär :-D
  • @San

    dem ist nichts mehr hinzuzufügen! - außer vielleicht:

    der Rettungsring am Bühnenrand ist von mir <3

    und dann möchte ich @Raupe2018 noch einen Lesetipp hier lassen:

    https://simplyfeelit.de/hochsensibler-mann-und-ganzheitliche-maennlichkeit/
  • @Raupe2018
    hab es nicht geschafft alles durchzulesen, erlaube mir aber aufgrund deiner Schilderungen eine kurze Ferndiagnose.
    Schublade auf*: Dein Freund ist Introvertiert-rational mit einer depressiven Verstimmung Schublade zu*

    Was heißt das für dich? Du musst ihm erstmal seinen Freiraum lassen, das ist Enorm wichtig. Streit provozieren würde ich eher lassen, das kann zwar ein "Wachrüttler" sein; kann aber alles nur noch schlimmer machen.
    Du musst ihn dabei Unterstützen seinen Familienschmerz zu heilen, sich selbst kennen zu lernen und lernen ein Mann zu sein (ich schätze er ist Mitte 20?). Dies alles muss er aber auch selbst wollen.

    Für viele Menschen ist es ein Wertvoller und teilweise notwendiger Prozess durch den "Schmerz" zu gehen, was für jeden ein anderer Schmerz sein kann.

    In Sachen Mann-Sein kann ich nur David Deidas Buch empfehlen : "Der Weg des wahren Mannes" aus diesem Buch holt MANN am meisten raus, indem er es vorurteilsfrei und ohne Erwartungen liest.
  • edited Oktober 2018
    .
  • edited Oktober 2018
    .
  • @Raupe2018 Nooo fuack, das is überhaupt nich okay, wenn das passiert!
    Von wegen neu schreiben, da hat man sein Herzblut und seine Gedanken einfließen lassen und dann is alles weg!
    Das is eher nich intro-extro würd ich sagen... zumindest seh ich immer so aus, wenn mir das passiert:
    https://media.giphy.com/media/12lV980pEpWM9i/giphy.gif

    Aber ich kann dir sagen warum er dir alles bis auf den ersten Absatz weggelöscht hat. Das Handy kann Emoticons nich, ich schätze wenn du mit dem Handy tippst, hast du einen eingesetzt und der Text wurde ab da abgeschnitten. Ist mir auch schon mal in einer ellelangen Nachricht passiert (hatte sie gottseidank aber in der Zwischenablage)
  • edited Oktober 2018
    .
  • Aufmerksam habe ich jeden Beitrag hier in diesem Thread gelesen.

    Ich spüre bei dir Power, Hektik und Ungeduld @Raupe2018

    so ein bißchen mit dem Kopf durch die Wand? ;)
    Ist nicht böse gemeint, nur mal eine grobe Einschätzung deiner Lage meinerseits.

    Dazu war ich auch einmal 25 und dir in diesem Alter glaube gar nicht so unähnlich.

    Ich glaube, man darf deine momentane Situation ganz abseits von Intro- oder Extroversion betrachten, auch wenn diese Charaktermerkmale bei dir und deinem Freund sicher reinspielen.

    Du bewunderst seine ruhige und besonnene Art, möchtest ihn aber gleichzeitig aus der Reserve locken.

    Meiner Erfahrung nach funktioniert das wenn überhaupt nur mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen.

    Ich frage mich allerdings, was so erstrebenswert daran sein kann, jemanden zu einem Gefühlsausbruch zu bewegen. Eventuell möchtest du diese Reaktion überhaupt nicht erleben.

    Mir als Intro ist es schon häufig passiert, daß mich jemand bis aufs Blut gereizt hat und ich dann einen Wutausbruch hatte (nur weil wir nach außen ruhig wirken, heißt das nicht, daß es im Inneren nicht schon brodelt wie in einem Vulkan ;)

    und als es dann so richtig aus mir rausbrach, bekam ich das Feedback: huch, so kenne ich dich ja gar nicht! Was regst du dich denn mit einem Mal so auf!?

    Nein, nicht mit einem Mal! Das Faß wurde nur zum Überlaufen gebracht.

    Mein Rat im Umgang mit deinem Freund:

    Verständnis, Einfühlungsvermögen, Liebe und das eigene Ego etwas zurücknehmen.

    Gib ihm Zeit und Raum.

    Wenn er es möchte, geht er von selbst auf dich zu.

    Vertraue. Und hilf ihm, die beste Version seiner selbst zu sein, so wie du die beste Version von dir bist.

    Den Rest entscheidet das Universum :)

    Was ich mich gefragt habe:

    wie ist sein Umgang mit deinem Kind?
    Und wie sind dabei deine Vorstellungen? Also, soll er als Vater auftreten, oder siehst du Kind und Beziehung eher getrennt?
  • edited Oktober 2018
    Was die gute San hier schreibt, kann ich nur unterschreiben. *verneig*

    Der Absatz bzgl. Beziehung:
    "Der Unterschied liegt für mich darin, dass wir Freunden ihr eigenes Leben lassen. Ihr eigenes Ich. Ihren Charakter. Ihre Zeiteinteilung.
    Aber unser Partner hat uns irgendwo in gewissem Maße zu "bedienen". Uns zu erfüllen. So zu sein, wie wir ihn gerne hätten. Selbst wenn wir uns einreden, dass wir niemanden ändern oder erziehen wollen. Wir tun es ja doch."

    Dieser Absatz ist sensationell zusammengefasst und der Grund, warum auch ich mich keiner Beziehung mehr einlasse.
    Ich als sehr-intro-Mann gehe lieber meinen eigenen unabhängigen Weg und bleibe wie ich bin, vor allem weil ich mich so akzeptiere wie ich bin und dies niemandem gegenüber rechtfertigen muss.
    Zu oft wird in Beziehungen an eine Person gezergelt und der Druck sowie Stress aufgebaut. Irgendwann platzt es da einfach mal, wenn die Partnerin nicht verstehen kann, dass sich ein Intro-Mann zurückzieht. Wieso man keine neue Leute kennenlernen mag und wieso man so ruhig ist.
    Sätze wie: "sei nicht so still" etc sind abslut unangebracht und treiben die Person selbstverständlich in die Enge. Warum soll man auch mit jemanden diskutieren ohne das diese Person sich ihre Meinung hinterfragt. Hier wird direkt die Person als das Problem gesehen.

    Wenn man von seiner Partnerin zu hören bekommt, dass sie mehr Eier hat als man selbst, ist das ein herber Schlag in die Magengrube.
    Will da jetzt auch nicht drauf herumreiten sondern mitteilen, dass solch Sätze tief sitzen bleiben und lange Zeit brauchen bis er vergessen wird.

    Auch sehe ich es als absolut falsch, einen Streit zu provozieren um eine Reaktion von ihm zu bekommen. Diese Herangehensweise ist die schlechteste die man wählen kann.
    Besser wäre, wenn du ihm Zeit zum nachdenken gibst und ihn nach einer Stunde nach seiner Meinung fragst. Ich denk, das wäre durchaus effektiver.

    Wir Intro-Männer sehnen uns nach Harmonie und jeglicher Streit entzieht uns die Energie. Es ist unfassbar anstrengend, sodass wir einfach nur noch die Klappe halten und und uns zurückziehen um die Energien wieder aufladen zu können.
    Mich wundert es aber, dass dein Freund sich dann woanders einquartiert. Geht er zu einem Freund oder seinen Eltern wo er sich zurückziehen kann und Ruhe hat?

    Nun, lieben introvertierte anders als extrovertierte Menschen?
    Ich glaube nicht, die Liebe und Zuneigung ist die gleiche.
    Anders ist aber die Art und Weise wie man sie zeigt.

    Wenn der geschriebene Text plötzlich weg ist, ist das unfassbar ärgerlich. San´s Gif passt da sehr gut zu diesem Gefühlsausbruch. Am besten den Text in einem Editor oder anderem Textverarbeitungsprogramm schreiben und dann hier rein kopieren.
    Ich glaube der Zwischenspeicher resetet sich nach einer gewissen Zeit und so verschwindet der Text.
  • edited Oktober 2018
    .
  • edited Oktober 2018
    "Hä merkt ihr was? Das ist widersprüchlich das macht mich stutzig... "
    Warte mal ein paar Jahre. Mit 25 ist man als Mann oft noch nicht bereit.
    Dieser Lebenseinschnitt mit einem Kind ist etwas großes und er ist sich der Verantwortung anscheinend durchaus bewusst. Das spricht für ihn.

    Heißt natürlich nicht, dass er nach ein paar Jahren unbedingt eins möchte. Gibt ja auch genügend Menschen die sich ganz bewusst gegen ein eigenes Kind entscheiden.
    Als Vater sehe ich hier beide Seiten und beide Seiten haben Vor- und Nachteile.
  • edited Oktober 2018
    .
  • @Raupe 2018
    "Trotzdem ist das halt schwer in so nem Schneckentempo :) "

    Kenne ich gut: "1 Schritt vor, 2 zurück".. und habe bereits seit 4 Jahren! Geduld ;)

    Und bin froh darüber, durchzuhalten, da ich sehe, daß sich etwas tut.

    Aber ja, muß man können und wollen :)

    Dir auch einen schönen Tag.

    Laß die Inhalte unserer Beiträge einfach mal sacken.

    PS: ich denke schon, daß es einen Unterschied gibt zwischen "dem Kind der Freundin" und einem eigenen.

    Daß er mit deinem Kind herzlich umgeht, halte ich zunächst für ein gutes Zeichen.
    Darauf ließe sich aufbauen :)
  • Zum Punkt fassade aufbauen :
    Ich mache das ebenfalls, das kam bei mir nicht geziehlt oder geplant es kam einfach, es hilft mir durch den alltag zukommen und nicht der komische der andere der stille zusein - es ist anstrengend da man seine seine natürlichen eigenschaften überwinden muss und das kostet überwindung aber im beruf oder ähnlichem wird von mir ein netter freundlicher ungang der auch mal mit klar kommt das 10 man in der runde stehen und alle kreuz und queer detais aus kaschpern, dabei das relevante rauszufiltern lösungen anbieten möglichst schnelll —das laugt aus und kostet energie
  • *Die Wahrheit, Die Das Ego Nicht Hören Will*

    Schockiert und mit einer gesunden Portion Mitgefühl habe ich mir manche
    - einseitige,
    - wütend-aggressive,
    - egoistich-narzistische, etwas
    - Rachsüchtige
    Beiträge hier durchgelesen und mich dazu entschlossen einigen, die es lesen werden, eine Hilfestellung zu geben im Form von meiner eigenen Erfahrung.

    Also lass uns die negativen Emotionen zur kleinen Teilen zerlegen und Stück für Stück unter die Lupe “der Wahrheit, die das Ego nicht hören will.“ nehmen.

    WAS IST EIGENTLICH DAS EGO?

    Es ist ein kleines Monster in unserem Unterbewusstsein. Es ist das “falsche ich“, das sich von den negativen Gefühlen führen lässt : Angst - Hass, Rache, Neid, Macht, Aggressivität, Traurigkeit, Schuld, Eifersucht, Verzweiflung etc. (sehr niedrige Schwankungen)

    Das Bewusstsein hingegen (das Große Ich) resoniert auf der höheren Ebenen der positiven Gefühlen:
    Liebe - Wahrheit, Empathie, Vetrauen, Verständnis, Mut, Freude, Hoffnung, Gelassenheit, Freiheit etc.

    Ein Mensch, der sich von dem Ego führen lässt, sperrt sich automatisch ein, in einem dunklem Gefängnis voller Schmerz und Leid. Wenn Ego das kriegt wonach es verlangt, dann will es immer wieder mehr, wenn aber der Gegenteil der Fall ist, wird es alles mögliche versuchen um es zu bekommen. Was überhauptnicht gesund ist. Es folgen Rachegefühle, Wutausbrüche, Hass und das alles ohne Hemmungen.

    Das Ego verletzt, weil es verletzt ist. Und es realisiert leider nicht, dass Es selbst der Grund für den Schmerz ist.

    Also die Betroffene Person, wird jeden die Schuld geben, nur nicht sich selbst, und überall versuchen die Schuld zu finden nur nicht im eigenen Inneren.

    Sooo...
    Das Ego gelaber macht ziemhlich müde, aber es ist notwendig, damit du etwas besser verstehen kannst bzw. Sich dessen bewusst werden kannst was ausserhalb deiner Erträumten, etwas desillusionierten und kleines bisschen paranoiden Welt wirklich echt ist.

    Es ist erstaunlich, wie stark die negativen Frequenzen, hauptsächlich, in der Richtung nur einer Person verströmen.
    Und das noch so zerbrechlichen, sensiblen Seele ...

    Was für ein selbstsüchtiges und bestialisches Ego man in sich tragen muss, um private Ereignisse, Schwächen u. Emotionsschwankungen des jungen Mannes öffentlich im Internet posten und ihn so sau machen kann? So funktioniert keine gesunde Beziehung.
    Ihm Vorwürfe zu machen nur weil er deine Erwartungen nicht erfüllt, ist richtig WACK. Ich kann mich in seine Situation sehr gut hineinversetzen. Da ich auch Hochsensibel bin, bin ich in der Lage sein Seelischen Schmerz sehr gut Nachvollziehen vielleicht soger mitleiden.
    Sowas nennst du Liebe?
    ES IST KEINE LIEBE
    Nach meinem Gefühl ist es eher emotionale Abhängigkeit und Besessenheit was du empfindest.

    Dein Ego ist so gewaltig, dass du alles glauben wirst was du dir einredest.
    Du solltest aber wenigstens versuchen dein Egoismus zu stillen, um die Gefühle deines Freundes zu verstehen...
    Und die sind bestimmt alles andere als das was du sich einredest.

    Er zieht sich zurück, ist launisch, öfters traurig, ständig abwesend und die Nähe sucht er nur wenn er betrunken ist?
    Schon mal daran gedacht das er mit dir unglücklich ist? Von sein Verhalten, das du geschildert hast, ist es mehr als offensichtlich, dass er DICH NICHT MEHR LIEBT. NULL. NADA. Aber kein Wunder, wer wurde den eine Frau lieben wollen die einen beleidigt, nur an sich denkt und einen für nicht männlich hält? Jeder Mann der seine Gefühle zeigt ist mutiger und stärker als ale machos zusammen! Leider weisst du es nicht zu schätzen.
    Ich wünsche dir das du es schafst sich von deinem Ego zu befreien damit auch dein Leid sich in der Luft auflösen kann. Und, dass du lernst sich selbst zu lieben, weil nur dann wirst du bereit sein zu erfahren was wahre liebe wirklich ist. Aber keine sorge, du bist noch jung und hast Zeit noch einiges loszulassen und zu lernen ;)

    Ich wünsche der Sensiblen Seele das er die innere Balance findet und immer an sich glaubt! Und sich nicht von negativität beeinflussen lässt, sondern lernt sie zu transformieren. Und von ganzen Herzen, dass er jemanden findet der ihn ohne Worte versteht, ihn akzeptiert so wie er ist, und ihn für Ewigkeiten bedingungslos liebt... Aber wer weiß? Vielleicht hat er schon so jemanden gefunden, und ist deswegen abwesend und traurig, weil er die Person unheimlich vermisst.

    Das Ego verfügt über viele Überlebensstrategien, zum Glück sind es die primitivsten die es gibt.

    Peace





  • @Introwarriorvert: Wow, dafür dass du vorgibst hochsensibel zu sein, operiert du hier mit ziemlich grobem Besteck!

    Meine Güte...
  • @Introwarriorvert: Ich muss mich korrigieren, das ist nicht nur grobes Besteck, mit dem du da operierst. Deine letzten drei laengeren Abschnitte sind unter aller Kanone. Mir scheint, du bist da über dein eigenes verletztes Ego gestolpert. In völliger Verkenntnis der Tatsache, dass die Threaderstellerin aufrichtig bemüht ist, ihren Freund zu verstehen.

    Tja...
  • Ich muss zugeben, ich bin auch ein bisschen verwirrt, wo dieser Ausbruch gerade herkam.
    Ich hab das Gefühl, du spielst dich als den seelischen Super-Guru auf mit deinem Geschwärme vom schlimmen, schlimmen Ego.. ich gebe dir an dieser Stelle Recht, die Welt wäre in meinen Augen ein sehr viel besserer Ort, wenn jeder Mensch sein Ego ein kleines bisschen abbauen könnte.
    Nur was du hier um dich wirfst, spiegelt deine laut präsentierte erleuchtete innere Einstellung nicht wirklich wider. Es ist voller agressiver Vorwürfe und Verurteilung. Alles Zeichen von einem sehr ausgeprägten Ego, wie du es selber in einem deiner ersten Absätze beschrieben hast.

    Wir sind hier in erster Linie dafür da, zu unterstützen und eine nette Zeit miteinander zu verbringen. Wenn du mit dem Freund der Threaderstellerin mehr konform gehst als mit ihr selber, dann gibt es diplomatischere und respektvollere Umgangsformen für einen solchen Post, als so dermaßen scheinheilig (sorry, practice what you preach, if you must preach at all) in die Offensive zu gehen.
  • danke aufrichtigst @Peloquin und @San für eure letzten Kommentare! Ich wollte gestern fast schon selber was Ähnliches dazu schreiben, aber ich dachte dann, nö, muss das intro-kämpferische Ego selber draufkommen, hat die Esoterik ja eh intus ;-)
  • Interessanter Input. Würde meinen da die TE ja offensichtlich auch kein Kind von Traurigkeit ist kann sie sicher ein paar Schüsse vor dem Bug abfangen.

    Bisschen OT:
    Ich wundere mich bei der Geschichte, dass ein Typ der sehr sensibel sein soll, sich von ihren Äußerungen nicht abschrecken lässt. Es ist für mich nicht so richtig greifbar. Würde behaupten ich bin nicht besonders sensibel. Bei den Sachen die die TE rausgehauen hat. Ganz ehrlich, mir fällt nichts ein wie sie das wieder gut machen könnte. Ich würde auf so eine Respektlosigkeit, in diesem Jahrhundert, sicher kein Wort mehr mit ihr wechseln.
    Ist das jetzt eher als Sonderfall zu betrachten oder agieren sensible Menschen in der Regel eher impulsartig statt rational und sind daher/auch weniger nachtragend?
  • SanSan
    edited Oktober 2018
    Heyho @salami Ach ich denke da kannst du dich auch fragen, warum tausende Menschen -Männer und Frauen- in ihren Beziehungen bleiben, obwohl ihr Partner ihnen Dinge an den Kopf wirft (manchmal auch wortwörtlich) und vielleicht sogar Schlimmeres.
    Es gibt Menschen, die stecken in Beziehungen fest, in der sie misshandelt werden und oft wissen sie es, können aber dennoch lange Zeit den Absprung nicht finden.
    Damit will ich nicht sagen, dass die Bezieung der TE missbräuchlich für ihren Freund ist. Will nur aufzeigen, dass die Liebe ein erstaunlich Ding sein kann, die uns Sachen an Anderen nicht oder milde sehen lässt, die uns verzeihen lässt, vielleicht sogar an Stellen und in Situationen, wo es nüchtern betrachtet eigentlich nicht angebracht ist, zu verzeihen.
    Ich gehe bei TE's Beziehung mal davon aus, dass Liebe ihren Freund dazu bewegt, ihr solche Ausbrüche zu verzeihen.
    Manchmal ist es aber auch Hörigkeit oder man hatte von vornherein ein so schlechtes Selbstwertgefühl (oder es wurde vom Partner so sehr abgebaut), dass man der missbrauchenden Person sogar noch Recht gibt und glaubt, man hätte eine solche Behandlung verdient.
  • @introwarriorvert

    Du bist nicht hochsensibel, sondern DU bist derjenige der nicht auf Augenhöhe sich hier austauschen kann ohne aggressiv zu sein...


    An @alle anderen ,herzlichen Dank für eure Beiträge, ich werde gerne noch weiter mich hier beteiligen.

    Jedoch schließe ich meinen Strang hiermit. Das letzte war selbst mich zu aggressiv für ein anonymes Forum...
  • @Raupe2018
    Lass dich von einzelnen Personen nicht ärgern, die Masse hier ist nicht so.
    Dies ist ein Forum im Internet und überall gibt es Leute die kein Gefühl für den Ton haben. ;-)
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