Hey Fremder!

Sieht so aus als wenn du neu hier bist. Wenn du mitmachen willst, drücke einen dieser Buttons!

Aufgrund der Datenschutzgrundverordnung ist es wichtig, auf das Impressum sowie die Informationen zum Datenschutz hinzuweisen. Hier sind die entsprechenden Seiten: Impressum – Datenschutzerklärung. Außerdem möchte ich auf die Hausordnung des Forums verweisen.

"Feiern gehen" versteh ich nicht. Geht es nur mir so. Gesellschaftliche Ausgrenzung

Hallo.
Gestern war Halloween. Ich bin 18 Jahre alt. Jeder bei uns in der Stadt in dem Alter geht Feiern. Nicht nur das ich das Prinzip und den Spaß dahinter nicht verstehe sondern auch das ich mir jetzt einen Tag später auf Instagram und Snapchat mir angucken darf wie "geil" das jetzt war. Ich hasse das was ich da immer sehe, laute Musik, viele Menschen, viel Alkohol aber auch viel Spaß.
Ich fühl mich ausgegrenzt und Einsam dadurch außerdem werde ich komisch und merkwürdig genannt weil ich nicht feiern gehe. Ich weiß nicht ob es Depression sind aber ich fühl mich allein, bin schlecht gelaunt und fühl mich von allem ausgegrenzt und anscheinend bin ich deswegen auch merkwürdig wenn ich mich nicht voll laufen lasse und feiern gehe.
Geht es euch genauso? oder bin ich der einzige?
Würde gerne eure Meinung dazu wissen und vielleicht habt ihr sogar Tipps wie man damit umgeht oder klar kommt.
Freue mich auf die Diskussionen
Gruß Julian

Kommentare

  • In deinem Alter möchte man dazu gehören.

    Und damit beginnt glaube das ganze Problem.

    Darf ich fragen, warum du dir die Bilder auf den einschlägigen Seiten anschaust? - obwohl sie bei dir ein Gefühl der Leere und des nicht dazu gehören hinterlassen?

    (die Antwort "weil ich dort angemeldet bin und sie mir unaufgefordert angezeigt werden" wird übrigens nicht akzeptiert ;)
  • Ja, warum guckt man Sie an. Zu gleich verstärken Sie die Einsamkeit. Zu gleich sind das Leute die ich 5-8 Jahre kannte. Alle sind gleich, Saufen, Feiern, Spaß haben. Nur ich bin der, der sich anders entwickelt hat. Ich hege keinen Groll gegen die und die nicht gegen mich. Aber Sie nennen mich komisch. Ich weiß selber nicht warum ich mir das angucke. Vielleicht weil ich dazu gehören aber irgendwie auch nicht denn alles was die machen verachte ich. Jede einzelne Eigenschaft an mir sagt, lieber fall ich Tod um als das zu machen und dennoch lässt es mich nicht los. Denn die haben Spaß, ich sitz zuhause rum, die lernen neue Leute kennen, ich nicht. Ich weiß nicht ob man das nachvollziehen kann bzw. verstehen kann, was ich sagen möchte.
    Ich hab viele Leute gefragt ob Sie mir das Prinzip erklären könnten von Feiern und dem Alkohol. Das haben sie auch allerdings hab ich es nicht verstanden warum man es macht, es hat mich eher verwirrt.
    Meine Frage ist einfach wieso?
    Wieso ist das so ein großes Thema? Mir wurden in den letzten 24 Stunden 3 Freundschaften gekündigt weil ich kein Alkohol trinke und nicht feiern gehe.
    Den Sinn dieses Lifestyles überfordert mein Gehirn, was dazu kommt das ich Overthinking habe, macht das ganze nicht einfacher.
    Aber um überhaupt auf deine Frage zurückzukommen.
    Keine Ahnung warum ich das mache. Wenn ich das wüsste, würde ich was dagegen tun.
  • Weißt du was? Tu trotzdem was dagegen, auch wenn du nicht weißt, warum du dir die Bilder anschaust :)

    Auf Leute, die mir die Freundschaft kündigen, weil ich nicht so bin wie sie, könnte ich persönlich sehr gut verzichten - Und das von Anfang an.

    Freundschaft bedeutet (für mich) Akzeptanz. Den anderen so sein lassen, wie er ist. Selbst so bleiben zu dürfen, wie man ist. Das jeweils Beste im Gegenüber fördern.

    Ich lese aus deinen Zeilen, daß du dich mit den Anderen vergleichst. Versuche, daß nicht zu tun.
    Du bist du und die sind die.

    Laß sie feiern und dabei Spaß haben. Mach du, was dir Spaß bringt.

    Ich bin sicher, da gibt es was, sonst mach dich auf die Suche :)
  • Ich denke dieses Gefühl, nicht dazuzugehören, kennen hier viele. Du bist nicht alleine :)

    Auch wenn ich etwas jünger als du bin, muss ich mir auch immer anhören wie "cool" und "nice" Party xy denn war und warum ich denn nie mitkomme.

    Da meine Freunde (vor allem diejenigen, die mich schon sehr lange kennen) aber ungefähr wissen, dass ich nicht der Party-Mensch bin und ich dort einfach keinen Spaß dran habe, akzeptieren sie das. Bei Einladungen bekommt man dann gesagt "Ich weiß, du magst sowas nicht, aber es wäre echt cool, wenn du nur ein bisschen da bleibst" was ja zeigt, dass es schon irgendwie toleriert wird.

    Man muss nur mal darüber geredet haben ;)

    Ansonsten könnten deine Freunde dein Nicht-Erscheinen/deine Absagen falsch interpretieren. Oft wird dann gedacht, dass man auf die Party-Vögel von oben herabschaut, aber das tun denke ich die wenigsten.

    Ich kann dir also wirklich ans Herz legen, deinen Freunden in Ruhe zu erklären, aus welchen Gründen, du da nicht mitkommen willst. Wenn sie wirklich deine Freunde sind, werden sie das schon akzeptieren (Wenn du sie nur fragst, was denn daran Spaß machen soll, kann es sein, dass es wieder so wirkt, als würdest du auf sie herabschauen, vielleicht kränkt sie das auch).

    Wir Intros (bzw. Die Mehrheit der Intros) verstehen unter Spaß nunmal was anderes, und das ist auch völlig okay.

    Man muss dies, wie bei allen Weisen des Andersseins, aber auch selbst akzeptieren ^^


    Und @enjoythesilence

    "Freundschaft bedeutet (für mich) Akzeptanz. Den anderen so sein lassen, wie er ist. Selbst so bleiben zu dürfen, wie man ist. Das jeweils Beste im Gegenüber fördern."

    Das hast du wirklich perfekt formuliert. Akzeptanz und Toleranz sind eine der Grundlagen einer - aus meiner Sicht - gesunden Freundschaft.
  • Ich bin 25 und habe das selbe Problem seit ich 16 bin. In deinem Alter habe ich mich oft noch dem ganzen Zwangsmässig hingegeben aber ich finds irgendwie cool, dass du dein Ding durchziehst. Oft wurde ich mitgeschleift auf Partys auf denen dann jeder erwartet hat mit mir jede Menge Spaß zu haben aber sobald ich dann dort war hab ich schon eine Gelegenheit gesucht mich zu verdrücken. Dann hab ich damit begonnen einfach von vornherein abzusagen.

    Mittlerweile geht es mir ähnlich wie dir, die schönsten und lustigsten Abende hab ich tatsächlich mit meinen Cousins erlebt in einer eher kleineren Gruppe einfach nur zu Hause auch mal Brettspiele ausprobiert. So langweilig sich das für einige anhören mag aber für mich waren es lustige Abende an denen ich trotzdem in meine Komfortzone war und mich nicht unter Druck gesetzt gefühlt habe.

    Ich bin eigentlich oft nur zu Hause aber 1 mal in der Woche treffe ich mich mit meinen Cousins und 3 Freunden und wir machen einen Zockerabend zu 6. Ist eine Möglichkeit an denen man seine freund sieht ohne jetzt bei dem Saufgelage am Wochenende beteiligt zu sein. Wenn du einsam bist solltest du definitiv irgendetwas mit einem oder zwei Freunden unternehmen, aber meiner Erfahrung nach gilt da für uns introviertierte Leute das Sprichwort „weniger ist mehr „ . Es ist ein schmaler Grat zwischen einsam und dann wiederum komplett überfordert von den Unternehmungen der anderen.
  • edited November 3
    Ich kenn das sehr gut, bin nur etwas älter als du. Allerdings war ich diesen Halloween tatsächlich mal mit feiern. Wieso? Nicht weil ich das mag, sondern weil ich endlich mal sehen wollte, obs ja wirklich so toll ist.

    Und? Ich hätte nix verpasst, wenn ich zu Hause geblieben wäre. Die Musik war laut, alle sind betrunken und der Spaß hielt sich in Grenzen.

    Es gibt unendlich viele andere Möglichkeiten, Spaß zu haben. Ich unterhalte mich lieber Stundenlang über Discord (/telefonieren) mit einem Menschen, als irgendwo feiern zu gehen.

    Glaub mir, du verpasst nix!
  • edited November 4
    Ich bin 23 und mag auch keine Partys. Nicht dass ich es nicht versucht hätte, aber ich hatte bisher auf keiner Party, auf der ich war, wirklich Spaß. Ich fühle mich da immer wie ein Alien allein unter Menschen. Diese laute Spaßgesellschaft, ich passe da einfach nicht rein. Mir geht es da wie Enigma, ein gemütlicher Abend mit ein paar Freunden/Bekannten ist ok, aber solche Massenveranstaltungen wie Clubs brauche ich nicht. Ich meine, was ist so toll daran? Die Musik ist so laut, dass man sich nicht mal vernünftig unterhalten kann, sondern sich gegenseitig ins Ohr schreien muss. Und wenn man dann nach hause geht hat man immer noch den Bass im Ohr.

    Nein, das ist nicht meine Welt. Mir kommt es auch so vor, dass die anderen es auch nur machen, weil es eben alle machen bzw. es sich "schön saufen". Daher mein Rat an dich: Verbieg dich nicht für andere, es gibt weit mehr Personen, denen es genauso geht wie dir, als du denkst. Nur sind die (wie bei mir auch) wahrscheinlich nicht in deinem Bekanntenkreis.
  • Mach dich nicht verrückt
    Geil ist subjektiv die bilder schauen schön aus zeigen menschen die spaß haben -> was nur logisch ist sie haben spaß dabei, dir macht halt was anderes spaß
    Laute musik-> villeicht gefällt dir laute musik in deiner musikrichtung
    ( ist bei mir so mich faszieniert aber auch die technick dahinter )
    Alkohol-> alkohol ist kein garant für spaß oder wen nur für kurze zeit bis der erste was unsagbar dummes macht wen du nichts trinkst dan ist das so (es hat seine berechtigten gründe) sags deinen freunden nach ner zeit gewöhnen sie sich dran auch wen sie es immer probiern werden dich zum trinken zu animieren

    Das du dich deswegen alleine fühlst kann ich sehr gut nachvollziehen in jungen jahren besteht das ziel darin den tag/ die woche rum zu kriegen so das man sich endlich wieder herleuchten kann, grenzen austesten und vieles mehr

    Versuche lieber mit deinen freunden etwas zu unternehmen woran du spaßt hast das ist sinnvoller als dich zu zwingen irgendwas zu machen woran du sowieso keinen spaß hast
  • Alle wollen Spaß haben und können es nicht. Also muss Alkohol her. Ich konnte mit viel Alkohol auch nicht, also musste noch viel mehr Alkohol her.

    Jetzt meide ich solche Veranstaltungen. Denn betrunkene sind widerlich.
  • Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Für mich ist eine Party mit lauter Musik und vielen Menschen eine unerträgliche Reizüberflutung.
    Sich gegenseitig niederschreien und dann noch blöd zu einer Musik zu hopsen die einem meistens sowieso nicht gefällt - kann für mich nicht mit einem Abendessen und einem guten Glas Wein mit meinem Mann an der Stelle, mithalten.

    Ich finde es auch ok großzügig Körbe zu verteilen wenn’s um Einladungen zu Veranstaltungen geht. Ich weiß ich kann mich 0 amüsieren, und ich habe kein Pokerface oder kann mich auf Knopfdruck „Pseudo amüsieren“ - und für die anderen ist es auch nicht fein mit einer Spaßbremse unterwegs zu sein. Also gibts einen Korb.

    Alkoholisierte sind nüchtern nicht zu ertragen. Also muss man selbst schon einen gewissen Pegel haben. Ich trink gern mal ein gutes Glas Wein aber auf Akkord irgendwelche schlecht gemischten Kopfweh Drinks, die wahllos ins Glas geschüttet werden zu trinken - liegt mir nicht.

    Ich persönlich finde es nicht lobenswert als Ballermannleiche am Strand aufzuwachen.
    Ob das jetzt auch so erstrebenswert ist, weiß ich nicht.

    Bei z.B. Weihnachtsfeiern bin ich selten ausgekommen... Es waren schreckliche Abende: das Niveau ist von Stunde zu Stunde gesunken. Es gab so viele peinliche Sprüche, Andeutungen, ausgeschüttete Gläser, peinliche Szenen, Übelkeit, ... Ich hätte mich an deren Stelle geschämt noch einmal in die Arbeit zu kommen. Aber ich bin halt nunmal anders und ich bin es gern.

    Wenn man als langweilig gilt, weil man solchen Veranstaltungen lieber fern bleiben will, dann ist es so. Dann bin ich halt langweilig, aber ich bin immer Frau meiner Sinne und am nächsten Tag hab ich auch einen ganz klaren Vorteil. (-;

  • Hey Julian,

    mir ging das auch immer so, dass ich den Zweck nicht verstehe warum "alle" jungen Leute immer so feierwürdig sind. Als ich in deinem Alter war (bin jetzt 32), gab es glaube ich in Deutschland noch nicht so eine Halloween Kultur, ich kann nur St. Martin aus meiner Kindheit.
    Inzwischen gestatte ich mir auch, meiner Introversion nachzugeben und bin nur sehr selten an Orten, wo Laute Musik und viele (Betrunkene) Menschen anzutreffen sind.

    Als ich deine Beschreibung las mit den Bildern die du dir anschaust in den sozialen Netzwerken, fielen mir zwei Zitate ein, die ich hier gerne anhänge zum Nachdenken.
    Ich selbst habe vor ca. fünf Jahren meinen Account bei Facebook gelöscht. Nur Zeitverschwendung fand ich. Man sitzt dort stundenlang davor und hat am Ende nichts davon. Dann schaue ich lieber Dokus oder lese mir Wissen an und so weiter.


    Hier nun die Zitate:
    "Exposure to highly idealized representations of peers on social media elicits feelings of envy and the distorted belief that others lead happier, more successful lives." - University of Pittsburgh

    "Your most ferocious competition is yourself. You always lose by comparing yourself with others and chasing their version of success." Emily K. Graham

    ----

    Markus
  • edited November 10
    "Feiern gehen" versteh ich nicht.

    Hiho @Julian_R
    Sehe das "Feiern gehen" einfach mal als eine Spielart vom Netzwerken. Man kann da in relativ lockerer Atmosphäre andere Dudes und Dudinen kennenlernen, sofern man das will.
    Wenn man daran kein Interesse hat lässt man es eben sein und widmet seine Zeit sinvolleren Dingen. Wenns aber nur an der eigenen Komfortzone scheitert dann kann man daran arbeiten.
  • edited November 11
    Den Sinn des Feierns verstehe ich schon, ich mag es nur nicht. Zumindest so wie es gemacht wird. Ein ruhiger Abend mit wenigen Leuten bei gutem Essen ist mir natürlich lieber, aber mal mit mehreren Leuten in der Kneipe sitzen geht auch. Mein Problem dabei ist nur dass es immer so lang geht, bzw. so künstlich in die Länge gezogen wird. So 2-3 Stunden reichen für mich da völlig. Aber stattdessen "muss" man sich da bis zum nächsten Morgen durchquälen. Ich bin aber mittlerweile dazu übergegangen einfach zu gehen wenn ich nicht mehr möchte. Man wird zwar jedesmal angeguckt als hätte man gesagt ich geh jetzt Hundewelpen ersäufen aber man gewöhnt sich dran.

    Discos hab ich allerdings noch nie verstanden. Bei viel zu lauter, grauenhafter Musik mit verschwitzten Fremden auf der Tanzfläche Revierkämpfe zu veranstalten macht mir auch keinen Spaß. Nicht mal eine Stunde
  • Dieses "Feiern gehen" mit Tanzmusik und gezieltem Besaufen fand ich auch nie wirklich attraktiv. Ich war beispielsweise mal wegen meinem Abi oder zur Einführungswoche ins Studium in so einer Disco und wusste da einfach nichts mit anzufangen.

    Was ich allerdings immer mochte, waren Geburtstage und/oder gemütliche Kneipenabende, bei denen man zusammen rumsitzt, redet, Spaß hat und dabei trinkt. Da es immer in Gruppen war, musste ich selbst nichts sagen, wenn ich nichts zu sagen hatte. Das war immer echt lustig. Allerdings schließe ich mich da Samweis an, dass es oftmals viel zu lang ging und künstlich gestreckt wurde. Manchmal ist schon früh die Luft raus, es gibt nichts mehr zu quatschen und dann sitzen alle rum und nippen am Getränk, das ist echt furchtbar. Wobei das meistens damit zusammenhing, dass die Kneipe zu laute Musik laufen hatte und man zu weit auseinander saß.

  • Oh ja, dieses Feiern war auch nie was für mich. Schrecklich. Mittlerweile bin ich 28 und treffe mich mit Freunden zum Kaffee, vielleicht in ruhigeren Bars oder auch einfach so zu Hause zum Quatschen.
    Ich bin sehr froh zum einen aus dem Alter raus zu sein, wo ich noch dachte dass ich unnormal sei weil ich Partys nicht mag. Und zum anderen habe ich jetzt auch einen Freundeskreis aufgebaut, bei dem ich 100% ich sein kann.
    Wenn man allerdings einen Freundeskreis mit vielen Feierinteressierten hat, muss man sich als klassischer Intro nicht davon verwirren lassen und sich trauen, zu seinen eigenen Bedürfnissen zu stehen. Ist natürlich leichter gesagt als getan....
  • Sieh's mal so:
    Wer in jungen Jahren nicht "feiern" geht, bekommt im Alter die Komplimente, weil sie so jung und frisch aussehen.
    Partygänger sehen dann später verlebt aus.
    Das Leben fängt doch erst nach der Jugend richtig an und ist auch nicht nach 30 Jahren vorbei. :-)
Sign In or Register to comment.