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Darf ich vorstellen?! Mein Problem und ich

hallo Forengemeinde,

(Edit. leider ist mein Text zu lang für einen Thread, deswegen wird das ein Zweiteiler).

eins Vorweg, ich bin bis jetzt, eigentlich immer nur ein stiller Mitleser gewesen und schreibe Nie etwas in Foren, blogs oder ähnlichem. Wirklich Nie.
Vor allem wenn es dabei noch um meine Person geht. Ich habe wirklich lange überlegt ob ich meinen Text online stellen soll.
Ich muss gestehen, dass ich etwas eingeschüchtert war, da ich mir viele Forenbeiträge durchgelesen habe und bemerkte, wie gut sich die Community hier teilweise schriftlich zum Ausdruck bringen kann. Wow wirklich bemerkenswert was manche hier für Texte „komponieren“.
Dennoch habe ich beschlossen, mich im Schleier der Anonymität des Internets, im nachfolgendem Text vollständig Nackt zu machen und mich zu öffnen, da ich momentan einfach niemanden habe, dem ich mich anvertrauen könnte.
Des weiterem gehören Wort und Schrift nicht zu meinen offensichtlichen Stärken.
Also habt bitte etwas Nachsicht wenn die folgenden Zeilen nicht so schön zu lesen sein werden, wie Ihr es gewohnt seid, oder wenn euch Wortwahl, Formulierung und/oder Satzbau nicht zusagen.
Ggf. entschuldige ich mich auch schon vorab für Rechtschreibfehler etc.
Soviel Dazu, Danke.

Warum ich mich zu Wort melde?

Ehrlich gesagt, ich habe absolut keine Ahnung warum ich diese Zeilen niederschreibe.
Vielleicht bin ich an einer Schwelle angelangt, wo alles einfach mal raus muss.
Momentan bin ich an einem Punkt, der mir sehr Angst bereitet.
Ich habe gerade eine Woche Urlaub hinter mir und habe in den ersten Urlaubstagen den Hoch Interessanten Blog von Herrn Hundt entdeckt.
Nachdem ich den Blog aufgesaugt habe und mich im Forum durchwühlt habe, habe ich mich in vielen Texten und Zeilen wiedererkannt (Wie der größte Teil von euch mit Sicherheit auch).
Intensive Selbstreflexion halt ......
Und siehe da, es geht echt vielen ähnlich wie Mir bzw. Uns.
Letztendlich betrachte Ich diese Selbstvorstellung als Selbstexperiment bzw. Neue Erfahrung.
Zudem denke ich, das dieses Forum der richtige Ort für meine Gedanken ist, da ich die Community hier, als sehr verständnisvoll und Hilfsbereit einschätze.

Zu meiner Person:

Also Ich bin Männlich, 25 Jahre alt und seit dem Ich zurückdenken kann, habe ich das Gefühl, schon mein ganzes Leben nach mir selbst zu suchen.

Zunächst machen wir einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit, dort wo meine Geschichte beginnt.
Ich wuchs In einem überschaubaren Vorort auf und habe eine liebevolle Mutter, die mir schon frühzeitig gesunde Werte und Moralische Ansichten vermittelt hat.
Rückblickend würde ich mit voller Überzeugung sagen, dass ich eine gute Erziehung genießen durfte.
Ich würde behaupten mir fiel es schon immer etwas schwerer mich in die Gesellschaft zu fügen, da ich halt ein schüchterner, stiller Introvertierter Junge war/bin.
Früher war ich oft in mich gekehrt, quasi in meiner eigenen „Gedankenwelt“ (was sich heute aber erheblich verbessert hat).
Zudem viel mir soziale Interaktion schon immer schwer, trotzdem habe ich irgendwie immer Anschluss gefunden (sobald das Eis gebrochen war, und das hat sehr sehr lange gedauert).
Aber RICHTIGE Freunde hatte ich nur zwei (aus der Schulzeit). Den Rest würde ich als Bekanntschaften abstempeln, da „Freunde“ ein mächtiges Wort ist.
Allerdings war es für mich auch schon immer problematisch meine Freundschaften zu pflegen.

Jedenfalls waren wir in meinem Ort, ein kleines Dreier Grüppchen, das sich täglich draußen traf um die Nachmittage nach der Schule zu verbringen.
Und die Schulfreundschaften festigten sich über die Zeit. Es wurde ehrliche, tiefe Freundschaft.
Nunja, man wird älter und mit dem Alter kommt die Reife.

Außer bei mir, ich habe den falschen Weg eingeschlagen und falsche Entscheidungen getroffen, so kam es das Ich mit ca. 16 Jahren eine Drogenkarriere begann. Es fing an mit Thc (Cannabis).
Aus ausprobieren mit dem Freundeskreis, wurde ab und zu mal konsumieren, aus ab und zu wurde täglich. Ja ich habe zwei bis drei Jahre täglich gekifft und das exzessiv. Die GUTEN Freunde habe ich vernachlässigt und der „schlechte“ Umgang wurde, sagen wir mal ausgebaut.
Aber nicht genug, mit 18 Jahren stieg ich auf eine andere Droge um.
Amphetamine.

Und glaubt mir, als introvertierter Mensch, Amphetamine zu konsumieren ist Großartig (anfangs....).
Auf einmal wird man regelrecht gesellig, gesprächig, euphorisch, aktiv und hat Lust und vor allem Spaß daran, sich mit Leuten zu treffen und Bspw. Feiern zu gehen, ohne das man der erste ist der Nachhause geht (obwohl ich nie auf Partys oder in Discos gegangen bin).
Man wird quasi ein Stückchen Extrovertierter.

Dieses Teufelszeug, kam genau zur richtigen Zeit. Ich hatte wieder Spaß an meinem „schlechten“ Extrovertierten Freundeskreis.
Meine Ausbildung, mein Führerschein und alles was noch so nebenbei an „Pflichten“ auftauchte, schien durch dieses Zeug auch problemlos zu funktionieren.
Aber wie jede Droge, ging auch diese nicht auf Dauer gut. Und so forderte sie ihren ersten Tribut.
An diesem Zeitpunkt habe ich zwei ganz tolle und Ehrliche Menschen, die ich mal meine Freunde nennen durfte, vergrault. Und es war meine verdammte Schuld. Oh man war ich ein Riesen Arsch.
Aber es war mir damals leider egal, denn Ich hatte ja meinen Stoff und der Rest war irrelevant.

Nun, auch diesen Dreck konsumierte ich fast täglich und ich bemerkte immer mehr mit der Zeit, dass mir das „Drauf“ sein überhaupt nicht gut tat.
Ich wurde nervös, angespannt, gestresst, zittrig, noch unsicherer, ausgepowert und konnte keine klaren Gedankengänge mehr fassen.
Auch wen ich es wusste das es mir schadet und mich negativ beeinflusst, habe ich es nicht geschafft (wohl eher nicht den Willen gehabt) aufzuhören und das Suchtmuster zu durchbrechen.
Auch damals führte ich immer einen inneren Kampf mit mir selbst und meiner Sucht.
Es klingt vielleicht etwas Paradox, aber ich habe es gehasst zu konsumieren.

An dieser Stelle sei vielleicht noch erwähnt, dass Ich mich immer, wirklich gut mit meiner Mutter und meinem Stiefvater verstanden habe. Es ging mir immer gut, mir hat's an nichts gefehlt.
Aber von dieser ganzen Drogenzeit hat das Elternhaus nichts mitbekommen
(wahrscheinlich hätte es mir auch keiner zugetraut).
Ich war leider gut darin Menschen zu täuschen in Bezug auf die Sucht.

Mittlerweile war ich 22 Jahre und immer noch total „Drauf“.
Der Dauerkonsum hinterließ seine Spuren und ich wurde „verhaltensauffällig“.
Ich wurde auf der Arbeit aggressiv, gereizt und habe auf Kleinigkeiten, total übertrieben reagiert
(und das ist überhaupt nicht meine Art).
Und es kam wie es kommen musste.
Eines Tages, morgens auf der Arbeit sprach mein Chef mich an und schickte mich Nachhause, weil er den Braten gerochen hat.
Als mein Arbeitgeber mich damals ansah und mir höflich sagte, das ich mir doch heute mal eine Auszeit nehmen soll und evtl. mal einen Arzt aufsuchen sollte, erkannte ich ganz genau, dass er wusste was Sache ist.
Noch am selben Abend klingelte es an der Tür meines Elternhauses.
Dreimal dürft Ihr raten wer da an der Tür stand.... Genau.

Als mein Arbeitgeber als allererstes, seinen verdacht, bei meiner Mutter ansprach, suchten wir zu viert das Gespräch, sprich: Chef, die Erziehungsberechtigten und meine Wenigkeit.
Ich kann euch sagen, dass war ein Abend voller Tränen. Ich konnte und wollte es nicht mehr leugnen.
So kam auch bei meinen Eltern die Wahrheit ans Licht, und die Realität holte mich wieder mal ein.

An dieser Stelle würde ich gerne sagen, wie sehr es schmerzt, wenn man erkennt das man seine Mutter so bitter enttäuscht hat. Ich schäme mich immer noch unendlich, und Hasse mich noch heute so sehr dafür.
Ich denke keine Liebende Mutter hat so etwas von Ihrem „Kind“ verdient.
Niemals.

Nun mein Chef (ein sehr toller Mensch), fand sehr tröstende Worte. Er gab mir eine zweite Chance und bot seine Hilfe an, wenn ich wieder Probleme bekommen sollte, egal mit was auch immer.
Nach zwei Wochen Zwangsurlaub und einem negativem Drogentest durfte ich wieder Arbeiten gehen.
Also wurde ich Clean, ging wieder Arbeiten und Zuhause normalisierte sich auch wieder vieles mit der Zeit.
Es war Anfangs echt hart für mich wieder Nüchtern zu sein, ich musste mich selbst neu kennenlernen und mich wieder mit meinem kaputten Ich auseinandersetzen.

Kommentare

  • Teil 2:

    Zu meinem Aktuellen Problem als Introvertierter:

    Das aktuelle Problem was ich habe ist der Teufelskreis. Ja Richtig, ein Teufelskreis, Mein Teufelskreis.
    Ich bin zwar jetzt drei Jahre Clean, habe aber auch sämtliche sozialen Kontakte aus meinem Leben verbannt.
    Jetzt bin ich 25 Jahre alt und wohne immer noch im heimischem Elternhaus (oh man, jaaaaa ich wohne noch mit 25 Jahren, im Hotel Mama, ich weiß -.-).Ich habe das Gefühl mich im Kreis zu drehen.
    Momentan bin ich, sagen wir mal Alleine. Ich fühle mich Einsam und Leer.
    Versteht mich nicht falsch, ich verbringe gerne Zeit mit mir selbst und weiß auch, mit mir anzufangen, aber man sehnt sich dann doch oft nach Sozialen Kontakten.
    Und vor allem nach der wahren Liebe. Echte Liebe.

    Momentan sieht mein Alltag ziemlich Grau aus.
    Nach der Arbeit komme ich Nachhause und lese, hocke mich mal ne Stunde vor die Konsole, Koche oder schaue Dokus und Filme (für mich ist das kein erfülltes Leben).
    Ach und außerdem bin ich seit einem Jahr in einem Sportverein. Ich habe mich für meine Mutter dort angemeldet (sie macht sich Sorgen um meine aktuelle Verfassung, ich denke sie hat Angst das ich Alleine bleibe oder so ähnlich, ich Spüre das. Sie war erleichtert und froh das ich mich dort angemeldet habe). Aber eigentlich ist der Verein für mich keine Bereicherung. Es ist eher eine Qual, jeden Dienstag und Donnerstag, mich für zwei Stunden in dem Sportverein zu quälen.
    Die Vereinsmitglieder sind eigentlich alle ganz Nett und auch in Ordnung, aber die meisten sind in der Generation 40, 50 + (mit denen versteh ich mich auch eigentlich gut) und die Leute in meinem Alter dort, gehören eher zu der Generation Display (wie ich immer gerne sage).
    Ich werde mit den jüngeren einfach nicht warm, dass wusste ich schon nach zwei Wochen Training.
    Ich habe irgendwie kein Gesprächsstoff den ich beisteuern könnte und mit Politik, Wirtschaft, aktuelle Ereignisse oder andere Gesprächsthemen fahre ich gegen die Wand und merke, dass sie nicht Interessiert daran sind. Keine Ahnung, und so ziehe ich mich wieder in die Introvertiertheit und gehe in Mich, bis die zwei Stunden folter vorbei sind.

    Ansonsten, wie gesagt, ich bin wirklich gerne Allein für mich, aber auf Dauer hätte ich wirklich gerne tiefe Freundschaft und vor allem eine Partnerin.
    Und Leute es ist echt nicht schön, wenn man z.B Geburtstag hat und niemand ruft an.

    Ich habe zusätzlich das Problem das ich extrem schüchtern und unsicher bin, in Bezug auf meine Sozialkompetenzen. Mir liegt es einfach nicht einen small Talk oder gar einen Plausch zu halten.
    Außerdem fällt es mir natürlich auch schwer auf Leute zu zugehen und neue Kontakte zu knüpfen.
    Ach was rede ich da, es ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit auf Leute zu zuzugehen, geschweige sie denn anzusprechen.
    Und so Drehe ich mich immer wieder mit Mir selbst im Kreis.
    Ich habe echt Angst stehen zu bleiben oder Dinge zu verpassen. Zudem denke ich das mein Lebensstil meinem Alter nicht gerecht wird.
    Ich denke ich bin ziemlich verkorkst.
    Und im Gegensatz zu den meisten hier im Forum, hasse ich es Introvertiert zu sein.
    Um Ehrlich zu sein, wäre ich am liebsten Extrovertiert, dass würde so vieles leichter machen.

    Ich weiß, auf der Welt gibt es so viele Menschen, denen es weitaus schlechter geht als mir, aber
    nun ja, so egoistisch wie sich das jetzt anhören mag, aber ich hätte auch gerne eine Portion Glück.
    Ich brauche nicht viel, ich brauch nur etwas, was sich Echt anfühlt.
    Etwas dass mir wieder zeigt, das ich am Leben bin.
    Ich denke ich kenne die Antworten auf meine Fragen, nur leider fehlt es an der Umsetzung.
    Und so führe ich mittlerweile Täglich den Kampf mit mir selbst, meine Komfortzone zu verlassen und meine Verhaltensmuster zu durchbrechen.
    Ich denke so oft zu mir selbst, setz dich ins Auto und fahr weg, unternimm was, geh in die Stadt, setz dich in ein Cafe etc.
    aber letztendlich tue ich es NIE.
    Denn mein Schweinehund ist mir immer im Weg. Jedes mal.
    Es ist nur noch Wahnsinn, ich tue täglich das selbe und hoffe auf andere Ergebnisse.
    Am liebsten wäre es mir, wenn mich jemand an die Hand nimmt und mir den Weg ebnet oder das die Kosmische Gerechtigkeit zuschlägt und mir eine zufällige intensive Begegnung schenkt, die alles verändern könnte (wenn ihr versteht was ich meine?!).
    Aber das wird nicht passieren. Nein.
    Und so schließt sich der Kreis jedes mal aufs neue.

    Ich hoffe Ihr könnt mein Problem und meine Gedankengänge, so wie ich sie beschrieben habe, nachvollziehen oder gar verstehen.
    Ich suche einen Weg über meinen eigen inneren Schatten zu springen, aber ich scheitere jedes mal.
    Wie gesagt, ich hoffe man kann mein Gedanken wirrwar folgen.

    Danke wenn du bis hier her gekommen bist, und dir die Zeit genommen hast, mein Gejammere anzuhören. Ich muss gestehen, es tat gut sich dass von der Seele zu schreiben.
    Nur leider habe ich die Vermutung, dass sich auch nach dem verfassen dieses Textes, sich vorläufig nichts ändern wird an meiner Situation.
    Den letzten Endes bin Ich immer noch der Schlüssel zu meinem eigenem Erfolg.

    In diesem Sinne, verabschiede ich mich vorzeitig mit einem Zitat.

    „Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben“.
    Alexis Carrel.
  • Guten Morgen lieber @Singularität!
    Mehr zufällig bin ich auf deine Vorstellung gestoßen, habe sie angelesen und musste zuende lesen. Deine Geschichte ist interessant und deine Art zu schreiben ist spannend. Interessant ist, dass du dich, solange du denken kannst als suchend erlebst, und dass du dich selbst immer noch als den Schlüssel zu deinem Erfolg ansiehst (volle Zustimmung).
    Außergewöhnlich dein gutes und liebevolles Verhältnis zu Mutter und Stiefvater. Das ist ein sehr gutes Fundament für alles, was dein Leben dir noch zu zeigen hat. Du siehst, dass dieser Irrweg über Drogen ein Ende fand, Kapitulation. Wunderbar, wenn Menschen (Arbeitgeber sind auch Menschen) aus dem Herzen heraus handeln!
    Verständlich, dass nach all dem die 'kosmische Gerechtigkeit' nicht sofort zuschlägt. Der innere Schweinehund ist ja noch im Wege, jedesmal. Bekämpfst du ihn, so wird er stärker. Nimm ihn (dieses Phantom) an die Leine und er kommt mit.
    Eine Bekannte von mir hat Angst vorm Reisen, würde aber gerne. Jetzt schreibt sie: "Mit der Angst im Gepäck" und macht sich auf den Weg.
    Es ist egal, wie alt man für irgend etwas ist, es passt immer so wie es sich zeigt. Anders geht einfach nicht. Dieses Gefühl, etwas zu verpassen ist gesellschaftlich bedingt und antrainiert, die Konventionen zu erfüllen. Sei froh, dass du sie nicht erfüllen kannst.

    Freuen wir uns über das Riesen-Event, hier, in 3D, überhaupt sein zu können!!
    Sich innerlich freuen, auch wenn es äußerlich beschissen aussieht - ist möglich.
    In diesem Sinne - Herzliche Grüße von Fanny und
    Danke für deine Schreiberei!
  • @Fanny

    Vielen lieben Dank für deine schönen und positiven Sätze. Sehr, sehr Toll geschrieben!
    Kam bei mir sehr lächelnd und Aufrichtig an :)
    Vor allem dein Schlussteil hat mir sehr gefallen, weil es eigentlich sooooo wahr ist.

    Durch dein tolles Schriftwerk, konnte ich wieder eine menge Energie und positive Laune auftanken.
    Danke dafür.
    Und wie immer verabschiede ich mich vorzeitig mit einem Zitat.

    „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“
    Francis Bacon
  • Den Teil mit dem einsam zuhause sitzen kenne ich gut. Lesen, Dokus gucken oder mal kurz eine Runde an der Konsole spielen. Allein sein ist durchaus schön, einsam sein aber nicht. Oft habe ich damit gehadert beziehungsweise sehr mit mir gehadert und gedacht dass es falsch ist so introvertiert zu sein. Doch hat mir diese Zeit dabei geholfen ich zu sein. Als ich das geschafft hatte ging es mir so viel besser und ich habe dadurch heute Menschen an meiner Seite die ich sonst glaube ich nicht hätte.

    Es kann natürlich für dich der richtige Weg sein extrovertierter zu werden. Das weiß ich natürlich nicht, sondern kann dir hier nur meine Erfahrung mitteilen. Ich wünsche dir dass du die richtige Richtung für dich findest. Und ich denke auch dass du das schaffen wirst. Du hast immerhin schon eine Drogenabhängigkeit besiegt, etwas das viele nicht schaffen. Ob mit Hilfe oder nicht

  • Hallo @Samweis,
    auch Dir danke ich herzlichst, für deinen Beitrag zu meiner Vorstellung.

    In den letzten vier, fünf Tagen habe ich mich intensiv mit Mir beschäftigt, und ich komme mit mir, noch auf keinen gemeinsamen Nenner.
    Ich vermute nach deinem Text, sehe ich den Weg noch nicht. Meinen Weg.
    Mein Momentaner Standpunkt ist, dass ich der Introvertiertheit mehr Schwächen als Stärken zuschreibe (In meinem Fall).
    Ich sehe es momentan eher als einen Anker der mich runter zieht.

    In diesem Sinne verabschiede ich mich wie immer vorzeitig mit einem Zitat.

    „Ich denke, also bin ich.“
    Rene Descartes
  • Hallo @Singularität, herzlich Willkommen im Forum! Auch ich musste deine Geschichte zu Ende lesen. Du hast einen super Schreibstil, da kann man gar nicht aufhören zu lesen :) Mir fällt es auch schwer meine Introvertiertheit zu akzeptieren, weil sie nun mal oftmals als absoluter Minuspunkt an einer Persönlichkeit angesehen wird, was natürlich quatsch ist. Wir sind nicht unnormal, wir sind introvertiert und besonders :) Ich bin 23 und habe mich mit dem Thema auch erst so richtig die letzten Monate auseinandergesetzt. Man lernt sich aufjedenfall besser kennen.

    Das mit dem einsam sein kenne ich. Manchmal sitze ich am Wochenden zu Hause und denke mir, eigentlich würde ich gerne was unternehmen, aber irgendwie habe ich niemanden. Einfach weil ich die paar Leute, die ich von der Arbeit kenne, extrovertiert sind und anstrengend...und so verbringe ich dann den Tag doch alleine. Eine wirklich richtig gute und wahre Freundschaft habe ich nicht.
    Auch ein Partner wäre echt super, aber damit hatte ich bis jetzt noch nicht wirklich Glück, da verzweifelt man manchmal schon. Alle anderen sind in einer Beziehung, heiraten, bekommen Kiddies und man selbst ist gefühlt ewig Single. Ich gönne es jedem, sein Glück zu finden, aber manchmal hätte ich meines auch echt gerne.

    Endlich anzukommen, dass ist mein Ziel für die Zukunft. Beruflich und auch wohntechnisch. Mal sehen was draus wird.
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass Leben zieht an mir vorbei und ich schaue nur zu und winke hinterher. Vielleicht geht es Dir ähnlich.

    Falls Du mal schreiben möchtest, dich austauschen ect. kannst Du mir auch gerne eine Privatnachricht schicken.

    Liebe Grüße und nochmal ein herzliches Willkommen :)
  • edited November 12
    @Pau
    "..und man selbst ist gefühlt ewig Single. Ich gönne es jedem, sein Glück zu finden, aber manchmal hätte ich meines auch echt gerne."

    Verstehe ich gut.

    Aber ich frage mich auch manchmal, ob das, was ich den anderen gönne, meine Form von Glück und Zufriedenheit ist :)

    Edit:

    so, inzwischen habe ich auch deine komplette Vorstellung gelesen @Singularität.

    Herzlich willkommen bei uns!

    Ich kann deine Worte und Ansichten glaube ganz gut nachvollziehen, vor allem auch den Wunsch nach einer Partnerschaft.

    Man bekommt es ja schließlich vorgelebt, daß es besser sein muß, nicht allein durch das Leben zu wandeln. Man fühlt sich unvollständig, weil gefühlt alle anderen um einen herum in einer Partnerschaft leben.

    Ich habe genau dieses Spiel einmal mitgespielt und bin kläglich daran gescheitert.

    Das heißt nicht, daß es bei dir dann auch so sein wird, ich möchte damit nur zum Ausdruck bringen, daß es mir in der so lange erhofften Partnerschaft dann auch nicht besser ging. Am Anfang vielleicht, als alles noch neu und aufregend war, aber dann kamen die Schwierigkeiten, für die ich keine Lösung wußte. Und mein Partner auch nicht.

    Du schreibst, den Blog von Patrick und das Forum erst kürzlich entdeckt zu haben.
    Von daher: gib dir Zeit!

    Setze dich nicht unter Druck, daß jetzt schon ganz bald eine Verbesserung wie von Zauberhand vom Himmel fällt. Auch wenn ich dir dies natürlich sehr wünschen würde. Aber es scheint mir unrealistisch.

    Ich persönlich gehe seit Jahren durch einen Prozess der Selbstfindung und der Suche danach, wie ich mein Leben besser auf die Kette bekomme, um endlich glücklich zu sein.

    Es klappt bereits ganz gut, indem ich mich an mir selbst und meinen Bedürfnissen und nicht so sehr an meinem Umfeld orientiere. Nicht darauf warte, daß mich jemand begleitet, sondern wenn ich etwas unternehmen möchte, auch allein losziehe. Und ich mußte erst kürzlich wieder feststellen, daß ich das eigentlich ganz schön finde :) Denn ich kann nach meinem Tempo agieren, muß niemanden fragen und keine Kompromisse eingehen. Im Prinzip der Himmel auf Erden :)


    Schau dich in Ruhe hier um (es gibt viel zu lesen), nehme mit, was für dich hilfreich ist und versuche, es Schritt für Schritt umzusetzen. In deinem Tempo.

    Ich glaube inzwischen, auf andere Menschen zuzugehen hat auch viel mit dem eigenen Selbstwertgefühl und Interesse (an Neuem und dem Gegenüber) zu tun.

    Nur Mut. Du bist noch jung. Das wird schon. Zumal du ja bisher auch schon viel geschafft hast!


    Was würdest du sagen, macht dich zum Introvertierten?

  • Hallo Forengemeinde, ich melde mich mal wieder.

    So, während ich diese Zeilen schreibe, habe ich keine Ahnung wo sie mich wieder hinführen werden.
    Also lasse ich meinen Gedanken freien lauf. Und schreibe einfach drauf los (mittlerweile finde ich gefallen daran).

    Also Erstmal ein fettes Dankeschön an diese Super Community, hätte niemals Gedacht, dass mein Text so einen Anklang findet. (Fand ihn auch nach dem fünften mal durchlesen schrecklich)
    Und hätte mir nie Angemutet soviel Zuspruch zu meinem Schreibstil zu bekommen (Grins).
    Das erfreut und Irritiert mich.
    Und nach den mehrmaligem durchlesen, eurer Kommentare, merke ich mal wieder, wie Nah ich am Wasser gebaut bin.

    @Pau
    Hi Pau, danke für dein Kommentar. Freut mich auch deine Ansichten lesen zu dürfen.
    Also du sprichst mir viel von der Seele.
    Gerade mit der Sache in deinem Umfeld.
    Kenne ich nur zu gut. Erlebe ich täglich bei den Arbeitskollegen.

    Und dein Schlussteil, mit dem „Ankommen“ ist genau die Situation in der ich mich auch wiederspiegle.
    Ich glaube du verstehst die Situation ziemlich treffend.

    Post skriptum: Mit Sicherheit, werde ich dir an meinem nächsten Einsamen Samstag eine Privatnaricht schreiben.


    @enjoythesilence
    Auch dir sei Gedankt für dein Beitrag, deine Sichtweise und persönliche Erfahrung.

    Interessant deine Erfahrung zum Thema Beziehung hören zu können.

    Also den Wunsch mit der Partnerin, den habe ich schon lange. Und da mache ich mir zugegeben auch selbst Druck. Denn ich wünsche es mir wirklich vom tiefsten Innern. Ich glaube ich habe viel Liebe zu geben. (hört sich total bescheuert an. Entschuldigt bitte)

    Dein Text zur Selbstfindung auch sehr Interessant und verständlich Erzählt. Danke.
    Bitte nicht Falsch verstehen! Bei euch hört sich das immer so tiefenentspannt und „Einfach“ an.
    (Ich wieß, dass es für euch NICHT einfach war/ist. Und ich empfinde Ehrfurcht, das die meisten hier schon zwei Schritte weiter sind ).
    Frei nach dem Motto: Geh in dich, geh deinen Weg und fühle dich gut damit ?! (Hoffe ich demontiere mich nicht gerade selbst :D)

    Ohjee, Was ich sagen würde, was mich Introvertiert macht?
    Ich versuche mich kurz zufassen.

    Ich fange an mit meiner Schlimmsten „Eigenschaft“

    -Mein Kopf ist immer im Hintergrund am Denken. Sei es bei den Großen Problem oder Hürden des Alltags bis hin zu den banalsten Kleinigkeiten.
    Ich wäge immer ab. Pro, Contra, was wäre,wieso, wenn dann, wie etc.
    (Meine Mutter sagt ab und an mal aus Spaß: In deinem Kopf muss es furchtbar aussehen).
    -Ich komme mit Veränderungen schwer klar. Ich hasse Veränderungen, seien es kleinste Tagesabweichungen die nicht eingeplant oder berechnet waren bis hin zu Umplanungen auf der Arbeit.

    -Ich bin sehr sehr Nah am Wasser gebaut. (auch mitfühlend) Mit anderen Worten ich heule viel.
    Bei Filmen, Bei Musik oder bei Schicksalen anderer Menschen

    -Ich bin Still und zurückhaltend

    -Ich bin ein Beobachter. Manchmal komme ich mir wie Jemand vor der seine Spezies beobachtet, aber nicht eingreift. Ich versuche Verhaltensmuster und Struktur des Individuums zu „lesen“ und verstehen Warum eine Person, dass oder dass macht, oder warum jemand sagt, was er gesagt hat.
    (ich glaube ihr versteht auf was ich hinaus will)

    -Ich bin Ordentlich und Sauber. Mehr will ich eigentlich nicht dazu sagen. Das ist auch eine große Baustelle von mir. (ich habe nämlich Sauberkeitsticks) Egal. Wie gesagt, andere Baustelle.

    -Ich Lache wenig, auch wenn ich Mega gute Laune habe, bekomme ich kein Lächeln ins Gesicht.
    Ich habe immer einen Neutralen Blick. (Keine Ahnung ob das zur Introvertiertheit zählt)

    -Ich fühle mich Unwohl, wenn ich unter Gesellschaft bin. (Und mein Kopf läuft auf hochtouren)

    -Manchmal bin ich ein Tagträumer. Vertieft in Denkprozesse und Gedanken.

    -Ich bin Schüchtern und habe Angst, das was ich sage, wird Negativ aufgefasst.

    Nun das sollte auch vorerst reichen?! Bevor das hier wieder schriftlich Ausartet.
    In diesem Sinne verabschiede ich mich vorzeitig wie immer mit einem Zitat.

    „Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht“.
    Konrad Adenauer
  • Du bist wohl eindeutig Introvertiert @Singularität :)

    Deine Eigenschaft, nah am Wasser gebaut zu sein, könnte noch dazu auf eine ausgeprägte Sensibilität hinweisen.

    Es stimmt sicher, daß es für uns hier auch nicht einfach war, nun schon dort zu sein, wo wir sind. Sei dir gewiß, es klingt nur einfach, war mit viel Arbeit verbunden (wie du ja schon richtig vermutest) und ist es auch immer noch, denn ich für meinen Teil bin noch nicht dort angekommen, wo ich gern sein möchte (mit meinen Eigenschaften - nicht räumlich gesehen).

    Wenn wir schon weiter sind, liegt das vor allem daran, daß wir schon etwas Vorsprung haben :)

    Ich persönlich bin 2014 auf Patricks Blog und das angeschlossene Forum aufmerksam geworden. Seitdem lerne ich viel über mich. Über andere. Und ich werde nie ausgelernt haben. Aber es ist eine deutliche Verbesserung zu erkennen!

    Sehr hilfreich für mich derzeit dein aktuelles Zitat:

    „Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht“.
    Konrad Adenauer

    Ich habe auch noch eins:

    »Du bekommst nicht, was du verdienst,
    sondern was du brauchst.«
    Stefan Hiene
  • Hey hey Sigularität!
    Was ein spannender Ritt, mir brummt der Kopf, was will ich eigentlich sagen...? Zu viel. Hoffentlich bekomm ich es auf die Reihe ^^

    Ich musste beim Lesen immer wieder denken, wie sehr du mich an meinen ehemaligen besten Freund erinnerst, der aber "nur" exzessiv Bier und Cannabis konsumiert hat. Der einen Film von jemandem sah, der seit Jahren clean war und gestand, dass er immer noch nicht herausgefunden hat, wie er "es schaffen" soll.
    Der immer noch jeden Tag wünscht, es könnte anders sein. Der immer noch keinen Grund gefunden hat.
    Und der dennoch clean blieb, möchte ich mal anmerken, aber das konnte mein Freund nicht sehen. Er sah nur, dass dieser Mensch die Farbe aus seinem Leben hatte weichen und nie zurückkehren sehen.
    Er sah, dass es grau war.
    Sein eigenens Leben war durch die Drogen zwar auch nicht mehr so farbig wie am Anfang sondern wurde langsam zu einem verwaschenen kotz-grün-braun aber vermutlich braucht jeder Mensch seinen eigenen Knackpunkt, an dem er/sie feststellt, dass verwaschenes kotz-grün-braun nicht besser ist als Grauschattierungen, sondern sich zu etwas weitaus Schlimmeren entwickeln wird.

    Ich hab den Kontakt abgebrochen, weil er uns beiden nicht gut tat. Vor Kurzem hörte ich von ihm, es geht ihm besser. Er klingt weiser, als hätte er einiges dazu gelernt. Auch, dass es immer noch einiges für ihn zu lernen gibt.

    Cut zu dir (endlich). Du kannst *so* unfassbar stolz auf jeden einzelnen Tag sein, den du jetzt clean bist.
    Nimm dir eine kurze, kleine Minute, setze dich hin und versuche, Stolz darüber zu empfinden, was du geschafft hast. Ich erlaube es dir (weil ich glaube, dass du selber es dir nicht erlauben wirst). Bitte probier es. Rede dir nicht ein, dass du dich selber in den Schlamassel gebracht hast. Dass du Schuld an allem bist und am wenigsten verdient hättest, Stolz darüber zu empfinden, dass du da jetzt (mehr oder minder) raus bist.
    Doch. Hast du. Ja du hast schlechte Entscheidungen getroffen. Vielleicht auch nicht wenig. Aber mehr ist es nicht. Du bist kein schlechter Mensch deswegen oder gar verachtenswert. Und schlechte Entscheidungen hat jeder einzelne von uns schon getroffen. Und auch nicht wenige davon.

    All das sind Erfahrungen, die du in deiner Vergangenheit gesammelt hast und Rafiki sagte mal so schön zu Simba: Die Vergangenheit ist die Vergangenheit und du kannst nichts an ihr ändern. Nur von ihr lernen. (Frei nach Rafiki, ich hab "König der Löwen" ewig nich mehr gesehen und keine Ahnung, wie der richtige Wortlaut ist)
    Dich für das selber zu hassen was du *getan* hast, ist nutzlos. Schaue nach vorne und überlege, wie du dich selber unterstützen kannst, in Zukunft die Entscheidungen zu treffen, die zu dem Mann passen, der du sein willst.
    (Ich bin sicher, das würde deine Mutter auch viel glücklicher und stolzer machen: zu sehen, dass ihr Sohn wieder auf die Beine kommt anstatt dass er sich nich entden wollende Vorwürfe darüber macht, was er "ihr angetan" hat)

    Ich sehe auch mit Stolz, dass du durchaus die richtigen Gedanken hast. Du übernimmst Verantwortung für das, was du getan hast, was du tust und was du jeden Tag nicht zu tun in der Lage bist. Du schiebst keine Schuld auf Andere. Du hast erkannt, dass du selber den Arsch hochkriegen musst, es aber irgendwie nicht kannst.
    Das ist schon die halbe Miete.
    Der Moment wird kommen. Sei dir dessen sicher.

    Aber die Katze beißt sich hier ein bisschen in den eigenen Schwanz. Es ist schwer, einen Antrieb im Leben zu finden, wenn man sich nicht aufraffen kann um einen Antrieb zu finden.
    Zonk.
    Nur, dich in den Sportverein zu quälen halte ich nicht für das Richtige. Das solltest du zeitnah gegen etwas austauschen, das du wirklich gerne machst. Austauschen, weil du durch den regelmäßigen Termin "gezwungen" wirst, raus und unter Menschen zu gehen, einen Ersatz-Antrieb zu deinem momentan fehlenden bekommst.
    Ich hab mich bei meinem Freund damls gefragt, ob es eine Depression war, die ihn und seinen Antrieb in den Klauen hielt.
    Mir fallen spontan zwei Erlebnisse ein, die mich haben entsetzt schlucken lassen, was die Dauergabe von Medikamenten mit meinem Körper angerichtet hat (wenn ich Drogen jetzt mal in diesebe Kategorie der "chemischen Fremdstoffe, die in deinem Körper für bestimmte Dinge sorgen [sollen]" werfen darf).
    Einmal 10 Jahre der Einnahme der Pille. Mein Zyklus brauchte über 1,5 Jahre um sich zu normalisieren, nachdem ich die künstlichen Hormone abgesetzt hatte.
    Ein anderes Mal eine mehrmonatige Einnahme von Anithistaminika. Mein Körper hatte 2 Wochen lang Entzugserscheinungen in Form von Juckreiz (der gottseidank schneller wieder abklang als die anderen Nebenwirkungen) und vor allem: Depression. Weil Antihistaminika dieselben Rezeptoren blockieren, an denen Serotonin andockt, oder so.

    Will sagen: möglicherweise ist dein Körper auch nach deiner langen Abstinenz noch immer nicht wieder eingestellt.
    Hier könnte vielleicht mal ein Gespräch mit deinem Arzt helfen- vielleicht gibt es pflanzliche Stimmungsaufheller, die deinen Körper beim Ankurbeln der vollkommen durcheinandergewirbelten Herstellung von Botenstoffen und Hormonen zu unterstützen, ihn aber nicht wieder süchtig machen.
    Ganz natürliche Wege, mehr Serotonin auszuschütten sind beispielsweise viel Licht, Wärme und Bewegung. Da kommen wir wieder zum Sport. Wann immer du dich dazu aufraffen kannst, solltest du probieren, ob eine andere Sportart dich nicht zufriedener macht. Und sei es allein! Wenn du einfach nur Wandern/Spazieren gehst, hast du damit schon mal einen Schritt in Richtung "mehr Bewegung und Licht" getan, was gerade in der kommenden dunklen Saison wichtig ist.

    Uff ich könnt hier noch ewig weiter schreiben aber ich belass es erstmal dabei.
    Ich wünsch dir alles erdenklich Gute!
  • @Singularität Klar sehr gerne, meld Dich einfach, wenn du Zeit, Lust und Laune dazu hast :)
  • Guten Tag werte Forengemeinde,

    Da sitze ich mal wieder vor dem ''Leeren Blatt'' und versuche, mit vollem Kopf einen Text zu verfassen, der den Kommentaren würdigt. Seitdem ich vor ein paar tagen meinen Thread eröffnet habe, bekomme ich das schleichende Gefühl, etwas los getreten zu haben in mir. Mal schauen wo es mich hinführen wird. Egal, weiter im Kontext.

    @enjoythesilence
    Danke für deine Schreiberei!
    Auch deine Kernaussage zur ''Wegbeschreibung'' ist bei mir angekommen.

    Und ein tolles Zitat, schöner ''Zug'' von Dir. sehr Interessant und treffend gewählt.
    Freut mich.

    @San
    Liebe San, danke.
    Danke, du hast es geschafft, dass ich beim Lesen deiner liebevollen Zeilen, stellenweise Gänsehaut bekommen habe. Wow. Wieder ein Kommentar, das mein Herz gestreichelt hat. :)

    Tut mir Leid, dass mit deinem ehemaligem besten Freund zu hören. Kenne seine Situation leider sehr gut. Aber manchmal muss ein Mensch ganz tief am Boden liegen, bis er wieder Aufstehen kann. Ich hoffe er findet sich wieder mit der Zeit. Und noch viel wichtiger, hoffe ich, er findet einen Grund/Sinn aufzuhören.

    Vergangenheit ist Vergangenheit. Absolut Richtig. Ich werde meinen Fokus nach vorne richten (jedenfalls versuche ich es).

    Ansonsten, schockierend zu hören was die ''Chemischen Fremdstoffe'' für Nebenwirkung bei dir hervor gerufen haben. Krass! Da hast du's ja auch übel abbekommen.
    Dennoch zum Arzt zu gehen, ist für mich keine Option. Nicht das er noch was sagt, was ich nicht hören will. Danke trotzdem, ich weiß du meinst es nur Gut. Auch deine Kernaussage ist angekommen. :)


    So Leute, ich weiß es nervt langsam, aber ich muss euch noch ein letztes mal um einen Gefallen bitten. Und meine letzten Bedenken äußern. Es muss einfach aus meinem Kopf raus.
    Und dann sollte das auch erst mal genug Aufmerksamkeit um meine Person gewesen sein!!

    Ich brauche noch (vorerst) euren letzten weisen Rat.
    Angenommen, ich spinne den Gedanken weiter, mich mit ''Mir'' und meiner ''Introvertiertheit'' anzufreunden. Sagen wir mal ich gehe auf sie zu, spreche sie an, nehme sie an die Hand und lerne Sie besser kennen.
    Vielleicht entwickelt sich ja eine Freundschaft daraus.

    Jetzt habe ich eine Menge Informationen die ich einholen kann, sprich: Blog, Forum, externe Seiten einer bekannten Suchmaschine und evtl. noch erwerbbare Bücher (Vorschläge?! Gerne her damit!).
    Nun, drücke ich mir viele Informationen in den Kopf und versuche das Wissen für mich zu verarbeiten und bestenfalls auf mich anzuwenden und Erkenntnisse daraus zu ziehen.
    Und dann ? Was kommt dann ?
    (Entschuldigt, ich habe Probleme meiner Frage, Ausdruck zu verleihen)
    Ich hoffe ihr könnt verstehen was ich meine.
    Was ist dann, wenn ich das nötige ''Hintergrundwissen'' habe? Wie geht man damit um? Wie geht’s dann weiter? Wisst ihr was ich meine? (Oh Gott, sorry ich bekomm's schriftlich gerade echt nicht hin) Was ist der nächste Schritt?

    Ich vermute ja auch, dass es ein langer Prozess ist, wie enjothesilence es beschreibt. Nichts destotrotz stellt sich mir die Frage was nach dem „Informationsgewinn“ passieren/kommen sollte?

    Und selbst wenn ich ''Selbstakzeptanz'' finden und verinnerlichen kann, bin ich dann Glücklicher ?
    Macht das dann meine Lebenssituation/en besser ? In wie weit Bereichert es mich ?
    Oder sind es im Endeffekt nur schöne Ausreden für mich ?

    Okay, Okay, Sorry, ich denke ich breche an der Stelle ab, bevor mir weitere hundert Fragen in den Kopf fliegen.

    Und wie immer verabschiede ich mich vorzeitig mit einem Zitat.

    „Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es“.
    Immanuel Kant.
  • Freue dich doch einfach auf das, was passiert, nachdem du dich noch weiter mit deiner eigenen Introvertiertheit beschäftigt hast :)

    Es lohnt sich in jedem Fall!

    Ich schätze mal, das Endergebnis ist aber doch recht individuell.

    Das Wichtigste für mich persönlich war die Erkenntnis, daß ich so richtig bin, wie ich bin. Ich muß nicht lauter, kommunikativer oder sonst was sein.

    Das hilft schon sehr im täglichen Leben!

    "Am Ende wird alles gut und wenn nicht, ist es noch nicht das Ende"

    Wer hat das nochmal gesagt? - Ich tippe mal auf den Herrn Wilde, muß es aber eben kurz nachschauen..
  • Hallo lieber @Singularität - "Und dann ? Was kommt dann?" - da musste ich laut schmunzeln, als ich das las. Das ist typisch der Verstand. Er kann sich das (naturgemäß) nicht vorstellen wie es ist, wenn es einfach und stimmig ist und still im Kopf. Denken und nachdenken ist ja sein Ding, davon lebt er. Diese Zeilen werden deinen Verstand nicht zufrieden stellen. Er will glücklich sein und läuft dem hinterher und wird es doch niemals erlangen. Denn der suchende Verstand ist selbst das Hindernis.

    Will sagen: du kannst nicht wissen was nachher und Morgen ist.
    SO SCHAU AUF DAS; WAS GERADE GESCHIEHT; DAS IST ABSOLUT GENUG!.
    Du erleidest dein Schicksal und gestaltest es gleichzeitig - meine Sichtweise.
    Übrigens schreibe ich immer für beide, für den anderen und für mich.

    Und du musst dich nicht zurückhalten im Schreiben! Du nervst nicht und wenn du jemanden auf den Wecker gehst wird der sich entsprechend verhalten. Wenn es einen Konflikt gibt - na gut, wieder 'ne Gelegenheit sich auszudrücken und sich selbst kennenzulernen. Das alles KANNST DU NICHT PLANEN. Und doch besteht die größte Angst vor dem Ungeplanten. So verrückt sind unsere Konditionierungen.

    Für's erste genug. (Es macht Spass dir zu schreiben).
    Fanny
  • Hallo Singularität und hallo liebe Forenleser,

    ich habe auch ganz fasziniert deine Geschichte und deine Kommentare gelesen und du hast mich damit dazu gebracht, mich das erste mal in einem Forum anzumelden und sogar etwas zu schreiben. Vielen Dank dafür!

    Ich möchte etwas zu deinem letzten Kommentar schreiben und was ich glaube, was dir dein sammeln von "Hintergrundinformationen" bringen wird.
    Bei mir war es kurz gefasst so: Ich habe schon immer gemerkt, dass ich ruhiger bin als die meisten anderen, mit Menschen nicht so schnell warm geworden bin und gerne Zeit für mich selber wollte. Mehr muss ich wohl gar nicht schreiben, ich bin halt ein "Musterbeispiel" für einen Introvertierten. Das ich das bin, wusste ich vielleicht schon früher, es war mir allerdings nie so bewusst, bzw. ich hatte ein negatives Bild davon und dachte ich muss mich ändern.
    Und nun zu dem, was mir meine Recherche zum Thema gebracht hat: Ich habe verstanden, dass ich nicht komisch bin, sondern mir einfach die Veranlagung Introvertiertheit mitgegeben wurde. Ich konnte mich und meine Bedürfnisse besser verstehen und akzeptieren. In deinem Fall denke ich, dass du bald genau weißt, warum die Idee deiner Mutter mit dem Sportverein für dich nicht so gut war und gleichzeitig wirst du besser einschätzen können, was Hobbies sind, die zu dir passen und die dir Freude bringen. Ich glaube Hobbies ist ein wichtiges Thema, denn damit bekommt man Lebensfreude und damit auch "Lebenszufriedenheit".
    Mehr Background zum Thema Introvertiertheit hilft auch, durch die Klarheit über sich selber zu mehr Selbstvertrauen zu kommen, sodass man manche Situationen mit anderen Menschen entspannter angehen kann.
    Also Intro finde ich natürlich total nachvollziehbar dass du diese ganzen Fragen nach dem, was dir die theoretischen Infos bringen, hast. Das Gedankenkarusell läuft natürlich nahezu ununterbrochen, aber ich denke niemand kann voraussehen wohin dich deine Reise führt.
    Ach und was ich noch aus meiner eigenen Erfahrung empfehlen möchte, wenn du vielleicht öfters mal niedergeschlagen und antriebslos bist: Johanniskrauttee!

    Und als letzten Mutmacher: ich habe erst vor ca. 3 Monaten angefangen, mich näher mit dem Thema Introvertiertheit zu beschäftigen, und ich merke jetzt schon, dass ich zufriedener mit meiner ganzen Lebenssituation geworden bin.

    Alles Gute für Dich, Singularität!
    (P.S.: Ich liebe deine Zitate!)

  • Hi@ Singularität,

    Ich möchte dir auch eine Antwort geben...
    Ich gehöre zwar eher zu den Ambivertierten,
    aber ich habe einen introvertierten besten Freund :-) Deine Beschreibung von dir selbst z.B im Umgang mit Veränderungen haben mich sehr an ihn erinnert.
    Ich glaube, der Weg zu dir selbst kann nur lohnenswert sein...vielleicht ist es nicht einfach, sich darauf einzulassen, deshalb sind sicherlich kleine Schritte und einige Zeit notwendig. Sehr gut gefällt mir, dass daraus Freundschaft mit dir selbst entstehen kann...
    Es gehört zu dir, es wird dich immer begleiten, und ich finde es sehr hilfreich zu verstehen, warum man vielleicht anders reagiert in so vielen Situationen.
    Ich würde es gerne mit der Freundschaft mit meinem besten Freund vergleichen...wir konnten unsere Reaktionen nicht immer sofort verstehen, aber wir haben uns die Zeit genommen, uns zu verstehen.
    Auf dem Weg habe ich gemerkt, dass ich manchmal mich selbst nicht verstehe, warum ich wie reagiere, aber ich hab mich viel mit mir beschäftigt und nun weiss ich, woran ich arbeiten möchte, welche Bedürfnisse ich habe...aber auch: was ich gut kann und worauf ich stolz sein kann.
    Sich selbst zu kennen und zu verstehen, aber auch sich selbst anzunehmen mit seinen Schwächen und Gefühlen zu akzeptieren, öffnet die Tür zu dir selbst, lässt dich wachsen, aber es öffnet auch die Tür zu anderen Menschen....man kann verstehen, annehmen, andere Sichtweisen kennenlernen.

    Ganz liebe Grüße an dich!

    P.S. Auf meiner Reise zu mir selbst, hat mir sehr geholfen, viel über unterschiedliche Persönlichkeiten zu lesen! Ich hab hier manchmal schon was dazu geschrieben, vielleicht hilft es dir auch....es geht nicht darum, alles damit zu erklären, aber es liefert viele Denkanstösse, ich finde den Test sehr interessant.

    Anbei der Link

    https://www.16personalities.com
  • Ich weiß nicht, ob die Verlinkung in diesem Thread hier angekommen ist, deshalb hier kurz noch mal der Link:

    https://www.introvertiert.org/forum/discussion/3358/der-austausch-verschenke-thread-fuer-buecher-medien#latest
  • Heyho Forengemeinde,

    (Entschuldigt bitte, es sind wieder viele Ich's im Text)

    So da bin ich wieder. Wieder mit vollem Kopf! Es ist total verrückt, Leute was passiert hier ? Was macht ihr mit mir ?

    Da kommt man mit Vorfreude von der Arbeit nachhause, mit dem Gedanken einen Blick ins Forum zu erhaschen und siehe da, wieder weitere tolle Beitrage von verschiedenen Persönlichkeiten. Toll!

    Ich fasse mich Allgemein:

    Danke Leute für die letzten Beiträge von euch. Freut mich! Habe sie mit einem innerem Lächeln gelesen. :)
    Ich zolle euch meinen Respekt und meine Dankbarkeit für eure Ansichten, Erfahrungen und persönliche Meinungen.

    Nun Abschließend möchte ich noch ein paar Worte verlieren.

    Da stehe ich nun am Ende meines ''Selbstexperimentes''. Oder stehe ich am Anfang?
    Es war eine sehr schöne Woche für mich. Seit dem ich meinen ''Beitrag'' verfasst habe, hatte ich anschließend eine Plattform, in der ich mal eins, zwei Stunden einfach Ich sein konnte. Ein Ort wo meine Gedanken Gehör finden. Es war schön ''gemeinsam'' darüber zu debattieren und eure Ansichten hören zu können. Es ist beruhigend zu lesen, dass Ihr selbe Erfahrungen/Situationen und Gefühle kennt. Interessant war es auch zu erfahren, wie ihr ''damit'' umgeht oder versucht ''damit'' umzugehen.
    Und ich konnte mich in einer, meinen Defiziten üben. Das verfassen von Texten.
    Danke! Ihr habt es geschafft mir ein Stückchen von dem Gefühl der ''Leere'' zu rauben.
    Leider kann ich das wahrscheinlich Nie an euch zurückgeben.
    Ihr seit verantwortlich, dass ich nun die Zwiebel der Wahrnehmungsschichten schälen werde, mit Messern aus Perspektiven. Aus anderen Perspektiven.

    Leute, es wird wohl viel Arbeit auf mich zukommen, aber ich denke ich versuche diese Reise anzutreten. Mit der Angst im Gepäck. (grüße an Fanny an dieser Stelle;] )
    Was soll schon passieren? Eigentlich denke ich, ich kann nur dazugewinnen.
    Mal schauen, an welchem Hafen ich aussteige.
    Nun ziehe ich mich wieder zurück und agiere aus dem Hintergrund heraus.
    Mal Abwarten, wenn die Zeit reif ist und ich etwas zu sagen habe, werde ich mich wieder blicken lassen.
    Ich wünsche euch alles alles Gute und eine schöne Zeit.
    Leute es war mir eine Ehre.

    In diesem Sinne,
    verabschiede ich mich heute mit zwei Zitaten.

    „Große Veränderungen in unserem Leben können eine zweite Chance sein.“
    Harrison Ford.

    „Das Alleinsein ist mein Meister''
    Fanny.
  • Auch wenn du jetzt wirklich erstmal wieder "weg" sein solltest, lass ich dir hier noch nen Zettel da, falls du noch mal zurückkommst und ihn findest.

    "Viele Ich's im Text sind gar nicht schlimm! :D (Ich sagt das hier zum Teil auch zu mir selber, denn ich (argh) hab selber das Problem, dass ich (urgh) da zu sehr drauf achte, wie oft in meinen (uff) Texten immer nur von mir (määäh) die Rede ist... ^^ )
    Wir sollten es lassen, darauf zu achten. Jeder darf sein Innerstes und seine Gedanken äußern und da ist es nun mal logisch, von "ich" aus zu sprechen, denn es geht schließlich um uns.
    Und außerdem ist dies hier dein ganz eigener Thread. :) gehört dir, also darfste ma sowas von von dir reden.

    Ich finde übrigens, dass du eine ungeheuer helle und weiche Ausstrahlung hast. Du bist dankbar, bedacht, reflektiert und aufgeschlossen und es ist einfach schön, deine Texte zu lesen. Ich eprsönlich merke nichts von einem Defizit in diese Richtung.

    Und deine Zitate sind wirklich cool. Signature move! :D

    Und nun viel Erfolg auf deiner Reise. Sie wird dich an interessante Orte in deinem Inneren bringen, da bin ich sicher!"
  • Da bin ich ein paar Wochen nicht im Forum aktiv, schau mal wieder rein und werde direkt in die Singularität gezogen! :)

    @Singularität dein Schreibstil ist absolute Klasse, du solltest ein Buch schreiben...ja echt, versprich mir das!

    Erst einmal großen Respekt. Du magst das Gefühl haben, dass du in deinem Leben gescheitert bist, aber für mich bist du jetzt schon ein Held!
    Großen Glückwunsch das du dieses Forum gefunden hast, die Menschen hier sind über die maßen, empathisch, liebevoll, weise und hilfsbereit.

    Dein Chef ist ein Heiliger, ein Schutzengel.

    "Da stehe ich nun am Ende meines ''Selbstexperimentes''. Oder stehe ich am Anfang?"
    Du stehst am Anfang mein Freund, mach weiter. Nutze die positive Energie aus diesem Forum und geh nach vorn, bleib nicht stehen und blick nicht zurück.

    Und jetzt möchte ich dir noch eins sagen. Die Amphetamine haben dich nicht extrovertiert gemacht, das extrovertierte steckt in dir, die Amphetamine haben das nur hervor geholt...und glaub mir...du schaffst das -eines Tages- auch ohne Amphetamine.

    Um es mit den etwas veränderten Worten einer Kellogs-Werbung zu sagen: "Entdecke den Extro in dir!!!"

    Versteh mich bitte nicht falsch. Du sollst deine Introvertiertheit nicht leugnen oder zurück lassen...denn das geht garnicht. Vielmehr wird es dich bereichern, wenn du lernst sie anzunehmen, sie als Freund zu betrachten und all ihre Stärken für dich einzusetzen. Sieh den Extrovertierten Teil von dir, als Bonus, als Ergänzung zu deinem Introvertierten Ich.

    Ich habe das Gefühl du ahnst noch gar nicht was alles in dir steckt.

    Öffne die Augen, das Universum hat dir schon zahlreiche Geschenke gemacht...sei Dankbar dafür und es wird dich weiter beschenken.

    @San
    du bist so ein liebevoller und empathischer Mensch...du könntest Tausend mal ich schreiben und keiner hier könnte dir das übel nehmen.

    So far...
    Alles Liebe, alles Gute und bis die Tage
  • Sei Gegrüßt @Stefan87

    Erstmal lieben Dank für deinen Impuls und die lieben Worte!

    Ein Buch schreiben, dein Ernst?! Wirklich, Oh Gott ….. Fremdscham :D

    Volle Zustimmung, das Forum ist große Klasse. Super Community!
    Und ich hatte bereits das Glück, hier einen Herzensguten Menschen kennenzulernen.

    Ja, das rechne ich meinem Chef Hoch an, in diesem Sinne ist er für mich auch so was wie ein Heiliger.

    Ansonsten denke ich, weiß ich was du mir vermitteln möchtest. Danke dir.
    Ich versuche es zu verinnerlichen.
    Bekomme auch ''schon'' das ''Gefühl'' ich gehe einen halben Schritt nach vorne und anschließend einen Schritt zurück. Naja, das Spiel mit der Zeit ….
    In diesem Sinne, vielen lieben Dank und dir ebenfalls alles Gute.

    Und wie immer verabschiede ich mich mit einem Zitat.

    „Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.“
    Henry Ford.
  • Ich hatte auch auch eine kleine, sagen wir mal nicht Karriere, aber Zeit in der ich häufig Amphetamine genommen habe. Tatsächlich hatte das Zeug seinen Reiz darin, dass für den Moment die introvertierten Züge komplett verschwinden. Es gab regelrecht Momente, indenen ich dachte innerlich zu explodieren und dachte, die Introversion durchbrochen zu haben. Aber nach und nach verfällt man immer wieder in den alten Zustand.

    Das soll jetzt nicht unbedingt negativ klingen. Ich habe im Laufe der Jahre mit mir und der Introversion ganz gut arrangiert, aber dennoch war es ein ganz besonderes Gefühl für eine Nacht ein anderer Mensch zu sein. Es hatte auch sein Gutes, da mir durch die Erfahrungen Türen geöffnet wurden und ich zb meine Freundin in der Zeit kennegelernt habe, auch wenn diese nie etwas mit den Drogen zu tun hatte wie ich.
    Ich hätte allerdings nie eine Sucht verfallen können, wie du sie beschrieben hattest, da ich von Natur aus auch ein sehr sensibles Gemüt und einen empfindlichen Körper habe. Auch wenn ich gut gerne mal eine bis mehrere Nächte durchgemacht habe mit dem Zeug, wo andere sich an den Kopf fassen würden, beschränkte sich das auf einen kleinen Abschnitt meines Lebens und ausschließlich auf Wochenenden. Die Nachwirkungen habe ich auch jedesmal zu spüren bekommen, weshalb für mich klar war, dass dieser Konsum nie über ein gewisses Maß hinausgehen würde und das ist er auch nicht. Das Ende der Zeit kam dann, als ich anfing von den Drogen Panikattacken zu kriegen und Nervös wurde. Ich habe ein derart komisches Verhältnis zu mir selber, dass ich mich im berauschten Zustand nicht fallen lassen kann und immer das Gefühl habe, die Drogen würde alles in mir drin durcheinanderbringen. Ich fühle mich dann total strange und unwohl und deswegen habe ich damit komplett aufgehört.

    Ich kenne aber auch andere Sachen die du beschreibst. Seitdem ich mein Studium abgeschlossen arbeite ich Vollzeit und habe es nun (ebenfalls mit 25) geschafft zu Hause auszuziehen. ich habe einen Schreibtischjob und mag zwar meine Tätigkeit, aber der Schreibtisch ist anstrengend. Ich merke wie mir das viele sitzen auf den Geist geht und gerade im Winter ist es auch schwierig da ein gewisses Gegenpol an der Natur zu setzen. So spielt sich momentan ein Großteil meines Lebens vor Bildschirmen ab. Auch privat hänge ich mit meiner Freundin häufig vor der Glotze und wir schauen irgendwelche Serien oder wir gehen im immer und immer wiederkehrenden Rhytmus mit Freunden was trinken, auch mal anderes Sachen aber meistens irgendwas mit trinken.

    Mein Leben ist nicht schlecht, aber auch nicht gut. Insgeheim bin ich ebenfalls auf der Suche nach etwas besserem, Abwechslung, Sinn aber es fehlt mir tatsächlich an Kreativität wirklich etwas zu verändern. Auch habe ich häufig das Gefühl total ausgelaugt und kraftlos zu sein, was wohl mit der fehlenden Abwechslung zusammenhängt. Alle möglichen kleineren Projekte und Hobbies, die ich begonnen verlaufen irgendwie im Sande und am Ende bleibt immer das gleiche. Langfristig muss sich irgendetwas ändern und insofern kann ich vieles von dem was du schreibst nachvollziehen.

    Ich war vor längerer Zeit häufiger mal in dem hier Forum unterwegs und das ist dann irgendwann eingeschlafen. Aber bei mir hat sich auch viel getan und deshalb beschließe ich vllt. mal wieder häufiger vorbeizuschauen :)
  • Hallo
    Ich weiß nicht ob der Ersteller dieses Beitrags hier im Forum noch aktiv ist aber ich lasse trotzdem mal diesen Kommentar da. Ich habe mir deine Geschichte durch gelesen und muss sagen das ich mich ziemlich darin wieder finde. Ich bin vor kurzem 23 Jahre alt geworden und hatte auch meine 2 besten Freunde verloren. Bei mir war der Grund allerdings keine Drogen sondern die Spielsucht und die damit verbundene Beschaffungskriminalität. Und wie es natürlich so kommen musste bin ich mit 18 für 2 Jahre in den Knast gewandert. Bevor es aber zu einem Missverständnis kommt möchte ich sagen das ich inzwischen von der Sucht weg gekommen bin, mich bei den Menschen die ich beklaut habe entschuldigt habe und ich eigentlich ein großes Herz habe jedoch war die Sucht stärker aber das kannst du ja sicher nach vollziehen. Was ich mit diesem Post jedoch eigentlich sagen möchte ist das ich im Knast viel geweint habe (ja auch Männer weinen mal) weil die Einsamkeit mich innerlich zerfressen hat. Ich habe mir jeden Tag gewünscht bei meiner Familie und meinen (ehemals) besten Freunden zu sein. Ich habe mir dadrin geschworen das wenn ich wieder raus komme ich mich bei Ihnen melden werde und mich entschuldigen werde für meine Fehler und mein Verhalten. Dann kam er. Der Tag meiner Entlassung. Ab in Zug und nach Hause zur Familie. Nach 1 Woche habe ich es getan. Es fiel mir extrem schwer aber ich wusste wenn ich mich nicht jetzt bei Ihnen melde wird diese Einsamkeit die ich bereits im Knast spüren durfte nie ein Ende finden. Also habe ich beide angerufen und mich mit Ihnen in einem Café getroffen (es ist auch die ein oder andere Träne geflossen) und heute bereue ich es nicht! Es war mit Abstand das beste was ich hätte machen können. Ich versteh mich wieder super mit Ihnen und wir unternehmen wieder regelmäßig was. Wenn ich Zeit mit Ihnen verbringe fühle ich mich einfach frei. Das Fazit von meinem Kommentar: Auch wenn es dir extrem schwer fällt Versuch es einfach. Mehr als ein nein kannst du nicht kriegen.
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