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Thema: E I N S A M K E I T

Hallo Intros,

hiermit möchte ich diesemThema einen eigenen Thread geben. Mein Kommentar in 'Vorstellungsrunde' beinhaltet einen Link zu einem Doku-Film über Einsamkeit und es macht Sinn, Kommentare hier zu hinterlassen (ich unterscheide nicht zwischen Alleinsein und Einsamkeit).

https://www.rbb-online.de/himmelunderde/reportagen/der-einsamkeit-zum-trotze.html

Einsamkeit war ein Thema das mich lebenslang begleitet hat und nun langsam aber sicher seinen Schrecken verliert.
Vor zehn Jahren habe ich mal Jemandem gesagt: Das Alleinsein ist mein Meister. Und so ist es.

Ich freue mich über alles, was sich hier ausdrücken will!

Kommentare

  • Ein wichtiges und immer wiederkehrendes Thema hier im Forum. Danke für's eröffnen des Threads @Fanny !

    Ich persönlich unterscheide zwischen allein sein und einsam sein.

    Allein bin ich tatsächlich sehr gern. Kann meine Alleinzeit genießen und auch durchaus gut füllen, um mich nicht einsam zu fühlen.

    Aber ja, ab und an nagt das Gefühl der Einsamkeit auch an mir. Zum Glück geht das bei mir schnell wieder vorbei.

    Was da bei mir hilft? Bei leichten Fällen Inspiration durch einen schönen Film, ein interessantes Buch oder tröstende Musik. Davon habe ich immer genug zu Hause :)

    Wenn es sehr schlimm ist (durch Verlust eines lieben Wesens) hilft mir, die Trauer zuzulassen und ganz viel Zeit.

  • Ja, @enjoythesilence, so wie du es beschreibst unterscheiden die meisten Menschen Alleinsein und Einsamkeit. Wenn es einem gut geht kann All-Ein-Sein ein großer Genuß und Bereicherung sein, da man sich auch ohne Gesellschaft mit Allem verbunden fühlt. In der Einsamkeit hingegen fühlt es sich getrennt an von Allem, und das tut sehr weh. Sind das die zwei Seiten einer Medaille?

    "Wenn es sehr schlimm ist (durch Verlust eines lieben Wesens) hilft mir, die Trauer zuzulassen und ganz viel Zeit."

    Auch ohne äußeren Anlaß, einfach so, kann die Einsamkeit dich erwischen. Als ich in die Bereitschaft kam es zuzulassen, so wie du schreibst, kam Bewegung in diesen Schmerz. Keine Vermeidung und Ablenkung, sondern hindurchgehen. Jedesmal wenn das möglich war gab es ein Gefühl von Befreiung anschließend. Bis zum nächsten mal...
    Die Prägungen werden schwächer. In dem Sinne sage ich 'Einsamkeit ist ein Meister'.

    Es gibt ja noch tausend andere Möglichkeiten sich selbst zu begegnen. In einer Gruppe einen hohen Berg erklimmen zum Beispiel. In der Musik...
    Oder völlig unverhofft im Täglichen! Na denn, lassen wir uns überraschen -
    Fanny

  • Hallo allerseits, wer auf das Thema Einsamkeit mal einen etwas ungewöhnlichen Blick werfen möchte - hier ein kleiner Film über ein sehr spezielles Frauenschicksal:


  • Hallo. Ich arbeite momentan genau an diesem Thema in meinem jetzigen Semester. Unsere Gruppe hat sich Gedanken gemacht, wie man Einsamkeit, besonders in großen Städten, entgegenwirken könnte und wir sind da auf eine Idee gekommen. Vielleicht kann jemand von euch sagen, wie ihr folgendes finden würdet: Es geht um ein sogenanntes "Conneckticket". Dieses Ticket bringt Fremde zusammen, die sich vorher noch nie gesehen haben, aber dasselbe mögen (wenn man zb gerne auf Konzerte oder in die Oper geht, aber auch ein Theater- oder Kinobesuch). Wie findet ihr das? Würdet ihr mit Fremden, die dasselbe Interesse haben wie ihr, einen Film anschauen oder ein Konzert besuchen. Dann würde man sich besser kennenlernen und vll im besten Fall weniger allein sein. Könnt ihr euch das vorstellen und würdest das gerne mal testen oder gibt es da vielleicht eher Bedenken, wenn ihr euch vorstellt mit Fremden auf eine Veranstaltung zu gehen? Wäre super, wenn mir da jemand seine Sicht auf die Dinge mitteilt. Liebe Grüße :)
  • Einsamkeit ist ein mächtig starkes 'Instrument' zur Wandlung -
    bei sich selbst anzukommen.
    Für mich sind die Zeiten des Vermeidens vorbei. Daher:
    Grauenhafte Vorstellung, gezielt organisierte Einsamkeits-Verhinderung !!!
    Also @Charlie, du siehst, bei mir ist nichts zu holen fur dein Projekt :-(
    Gruß von Fanny
  • edited Mai 29
    Hallo @Fanny,

    das "gezielt organisierte Einsamkeits-Verhinderung" klingt interessant.
    Also über Gedanken der Einsamkeit, die möglicherweise immer wieder aufkommen, und dann vermieden werden sollen, also zu lernen diese abzustellen?
    Aber nicht durch Ablenkung, oder?
    Liebe Grüße, Eagle
  • Grüß Gott @Eagle! Hier geht es um die Anfrage von charlie... (s.o.) , Semester-Thema, wie Einsamkeit entgegen wirken...eine Idee usw.
    Einsamkeit ist mehr als Gedanken die kommen, ich sage, es ist ein Transformations-Prozess der nicht abgestellt werden kann, aber durch Widerstand/Vermeidung aufgeschoben wird. Ablenkung von Einsamkeit würde ich auch als eine Form von Widerstand sehen.
    Grüße zurück ~ Fanny
  • Heute ist Pfingst-Samstag. Nach Aufwachen, blinzeln, Fenster öffnen, wieder ins Bett, schauen auf die Blätter der Linde, erste Sonnenstrahlen treffen auf letzte Regentropfen, glitzern, Wind scheint alles ingange zu bringen, wer bin ich? der Baum? der Wind? ---
    gibt es jemanden außer 'mir' --- die 'Feiertage' können kommen!
  • edited Juni 10
    Einsamkeit ist für mich ein (mieses) Gefühl, Alleinesein dagegen eher ein Bedürfnis.
    Mir kommt oft ein mieses Gefühl wenn ich unter Menschen bin. Ich vermisse authenzität allgemein in dieser Gesellschaft, die meisten Leute versuchen nur zu Gefallen. Solche Verhaltensweisen verunsichern mich, ich weiß nicht wie ich mich einzugliedern habe, oder ob ich das überhaupt möchte... Dafür ist mir ihr Humor einfach zu dumm.
    Unter "mir" (dem Alleinsein) gibt es nicht das Gefühl fremd zu sein oder nicht respektiert zu werden, für seine Intro macken.
    Aus dem Alleinsein schöpfe ich die Kraft meine Wunden zu heilen. Ich versuche positive Perspektiven gegen negative sichtweisen einzutauschen. Mit einem Lächeln lebt es sich leichter.

    @Fanny
    "Ja, @enjoythesilence, so wie du es beschreibst unterscheiden die meisten Menschen Alleinsein und Einsamkeit. Wenn es einem gut geht kann All-Ein-Sein ein großer Genuß und Bereicherung sein, da man sich auch ohne Gesellschaft mit Allem verbunden fühlt. In der Einsamkeit hingegen fühlt es sich getrennt an von Allem, und das tut sehr weh. Sind das die zwei Seiten einer Medaille?"

    Einsamkeit entsteht nicht durch ein münzwurf.
    Die Grenzen sind Fließend. Alleinsein das Licht, Einsamkeit der Schatten.
  • edited Juni 10
    Mit mir selber allein zu sein ist viel schöner, als unter vielen Menschen allein zu sein, denn dort verspüre ich Einsamkeit.
  • Ihr scheint euch in der Deutung einig zu sein.
    Für mich ist All-Ein-Sein und Ein-Sam(e)-keit genau genommen ohne Unterschied
    (ein Same kann einen riesigen Baum in Erscheinung bringen, z.B.),
    verstehe und kenne aber eure Ausführungen auch aus eigener Sicht.

    @Sternenschauer:
    "Die Grenzen sind fließend. Alleinsein das Licht, Einsamkeit der Schatten."
    @Igel_82 "Mit mir selber allein zu sein ist viel schöner, als unter vielen Menschen allein zu sein, denn dort verspüre ich Einsamkeit."

    Letztendlich gibt es in dem 'All-Einen', in dem 'Einen Samen', der das Ganze zum Erscheinen bringt, keine Grenzen, sondern nur Fliessen.
    Licht und Schatten entsteht in der dualen Welt, weil sie mit gewissem Abstand von 'Jemanden' betrachtet wird (so entsteht die empfundene Trennung).
    In Wirklichkeit EINS, immer. Licht wirft keine Schatten mehr sondern durchdringt alles.

    Eure Kommentare sind sehr stimmig so wie sie sind, das ist das Schöne! Danke.
    Meine Antwort ist kein Widerspruch, eher ein Gruß zum Pfingst-Montag :-)
    Fanny
  • @Fanny
    "Meine Antwort ist kein Widerspruch, eher ein Gruß zum Pfingst-Montag :-)"

    Wir versuchen doch nur die Welt mit unseren Augen zu erklären. Ich finde den Austausch darüber sehr interessant.
    Es ist für mich aber auch eine Herausforderung meine Gedanken über so ein intimes Thema verständlich rüber zu bringen.
  • @Sternenschauer - ich finde den Austausch darüber auch interessant.
    Für mich ist es übrigens auch immer wieder eine Herausforderung
    "...so ein intimes Thema verständlich rüber zu bringen."
    Das hast du schön ausgedrückt, genau darum geht es mir auch.

    Und nach dem Schreiben gibt es oft eine Belohnung: wieder wurde ein Puzzle-Teil gefunden das passt (denn ich schreibe ja auch für mich selbst), ohne deine Aktivität wäre es nicht zum Vorschein gekommen.

    Mit 'kein Widerspruch' meinte ich, dass ich nichts besser oder mehr weiß als du, sondern dass beide Sichtweisen in sich stimmig sind so wie sie gerade ausgedrückt wurden.
    Das zu sehen ist 'meine Belohnung'.

    Wer wagt gewinnt... :-) ...und geht's daneben - na und?
    So long
    Fanny
  • @Fanny

    Du hast da schon recht. Das 'miese Gefühl' ist die keimzelle sich entwickelnder resilienz.

    "ein Same kann einen riesigen Baum in Erscheinung bringen, z.B.),"

    Aber ohne einen kümmernden Gärtner, entwickelt sich der Samen nicht zu einem riesigen Baum.

    ..
    Thema Sprachgebrauch
    Was mich immer stört ist, wenn ich jemanden sage ich bin alleine/ich möchte alleine sein. Es wird immer negativ gedeutet.
    Darauf kommen häufig reaktionen..
    'Sag sowas doch nicht'
    'Quatsch, du bist doch gar nicht allein'
    .. wo ich das gefühl habe eine andere Sprache zu sprechen.
    Da differenziere ich schon 'alleine sein' von 'einsam sein'. Dieser Sprachgebrauch lässt mich nicht ganz so verrückt da stehen. xD

    Das ist ein nie endendes puzzle. Und es wird immer wieder Einblicke geben die ergänzen.

    Wie soll man in Worte fassen was sich da in einem abspielt. Zwischen Gedanken und Gefühlen wird es sehr abstrakt. Und da kommt dann dieser Austausch ins Spiel. :)

    Hatte ich auch nicht als Widerspruch gedeutet, obwohl ich deine Worte erst mal sacken lassen musste.

    Ich bin schon lange am überlegen das schreiben für mich selbst zu praktizieren. Aber ich bin ein Muffel wenn es darum geht. Mich hier mitzuteilen ist ein erster Schritt
  • edited Juni 11
    ...es ist absolut super, dass du diesen ersten Schritt gewagt hast @Sternenschauer - Respekt davor! Was du hier in Worte fasst kommt zum Teil nahtlos bei mir an:
    "Wie soll man in Worte fassen was sich da in einem abspielt" - im Grunde kann man es gar nicht in Worte fassen, und doch tun wir es weil es den Wunsch nach Austausch gibt. Es hebt das Bewusstsein, würde ich sagen. Denn man wendest dich dahin, wo es ein Echo gibt, wo etwas zurück-klingt (das gilt für alle Lebensbereiche, besonders in der Kunst).
    Ein nie endendes Puzzle... ja, es ist unendlich. Doch da ist dieer innere Antrieb bezüglich 'sich unerfüllt fühlen'.

    Wie ein Topf mit Wasser auf dem Feuer (Feuer=Leidensdruck). In dieser Unerfülltheit wird 'das Wasser' erhitzt, siedet und beginnt zu kochen. Doch dann verdampft es, bis der Topf leer ist :-o . Die Wahrnehmung, die bis dahin nur bis zum Topfrand ging, weitet sich bis ins Unendliche. Nur mal so als symbolisches Beispiel.

    Das sind wiederum nur Worte, ausschlaggebend ist das, was du selbst erfährst.

    "Aber ohne einen kümmernden Gärtner, entwickelt sich der Samen nicht zu einem riesigen Baum." Da kommen Zweifel auf, eher so: Ohne einen sich kümmernden Gärtner entwickelt sich der Baum zu einem riesigen Wald. Die Bäume sind gerade, krumm, gesund und auch mal krank, aber ohne den menschlichen Eingriff gedeiht es erst richtig, die Natur braucht uns nicht.

    Ganz nebenbei: "resilienz" = "psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen" (internet)

    (auch für @Dobolo)
    Zum Sprachgebrauch: "Was mich immer stört ist, wenn ich jemanden sage ich bin alleine/ich möchte alleine sein. Es wird immer negativ gedeutet."
    Da kann ich nur sagen: Die Störung kommt durch dein dovon reden (einschl. inneres Reden). Wenn du das AlleinSein wirklich fühlst und nicht flüchtest, ist nichts verkehrt, egal WIE es sich anfühlt.
    Teilst DU es JEMANDEN mit, dann entsteht die Trennung - Mistgefühl! Und dann noch sich Kommentare anhören müssen!
    Man muss NICHTS erklären!!! Es wurde uns so beigebracht, aber das kann man sich abgewöhnen. "Kommst du zu meinem Geburtstag?" "Nein." grins "Warum denn nicht?" "Och ...keine Ahnung...bla" oder so. Keine Begründung. Bald wissen die anderen, dass du ein 'komischer Kauz' bist, und das ist doch ok. Entweder mögen sie dich so oder eben nicht. Wer will denn schon normal sein? Es ist zwar verständlich, wenn man so sein will wie die anderen, gerade als junger Mensch, aber du bist nun mal SO.

    Das war's fürs erste, man liest sich...
    Grüße
  • edited Juni 11
    @Charlie: Ich würde mir so ein Ticket nicht kaufen. Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Der Gedanke, mich mit völlig fremden Menschen (und auch noch mehreren) zu treffen, reizt mich in keinster Weise, ganz im Gegenteil. Den Gedanken dahinter finde ich gut, aber mein Fall ist das überhaupt nicht.

    Ich unterscheide auch zwischen Alleinsein und Einsamkeit. Allein bin ich sehr gerne und brauche das auch, um aufzutanken. Einsamkeit dagegen schmerzt und begleitet mich leider immer wieder mal. Aufgrund einiger "spezieller" Interessen fehlt mir in einigen Dingen der Austausch oder auch mal eine Begleitung. Von daher wäre so ein Connectticket eigentlich perfekt. Aber eben nur "eigentlich", denn ich möchte mich nicht mit fremden Menschen treffen, zu denen ich keine persönliche Verbindung habe. Das mag paradox erscheinen, denn ohne einen Anfang zu machen kann das ja auch nichts werden, aber es ist bei mir nun mal so. Da verzichte ich lieber auf die Veranstaltung als mir so ein Ticket zu kaufen.
  • Ich bin lieber alleine einsam, als unter ganz vielen Menschen einsam. Das ist es was ich fühle. Ich genieße es so sehr mit mir allein zu sein, wenn da nicht immer diese Menschen in meinem Umfeld wären die mir ein schlechtes Gewissen einreden wollen. Du gehst nie raus, unternimm doch mal was, du bist assozial, was machst du alleine in deinem Zimmer usw..und dann plagen mich manchmal die Gedanken. Bin ich krank wieso sind alle anderen anders viel aktiver. Dann fange ich an mich einsam zu fühlen. Ich fühle mich nur einsam wenn ich unter Menschen bin ..weil sie mir das Gefühl geben das ich nicht normal bin.
  • Hallo @Aries, du bringst das Thema Einsamkeit auf den Punkt: „...wenn da nicht immer diese Menschen in meinem Umfeld wären die mir ein schlechtes Gewissen einreden wollen. - Ich fühle mich nur einsam wenn ich unter Menschen bin ..weil sie mir das Gefühl geben das ich nicht normal bin.“

    Wie wär' es mit einer neuen Sichtweise, denn du bist doch schon so weit, dass du deine Eigenart als gegeben hinnimmst (so bin ich nun mal), und du kannst es sogar genießen, mit dir allein zu sein! So scheint der nächste Schritt gar nicht so weit entfernt!
    Aufhören, sich zu vergleichen. Das erzeugt das Leid. Du bist SO uns nicht so.
    Auf DIE EIGENE ART ZU SEIN mit WOHLWOLLEN UND GEWISSEM RESPEKT SCHAUEN.

    Wenn ich mit meiner Art zu sein anecke wo auch immer (sogar hier im Forum!),
    dann sage ich mir - GOTT WÜNSCHT SICH VIELFALT, NICHT EINFALT !
    und das Lachen ist auf meiner Seite :-D

    In diesem Sinne - danke für deinen Beitrag!
    Fanny
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