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Firmenfeiern/Networking

Hallo zusammen,

Kurzfassung: Ich würde mich über Tipps und Erfahrungsberichte von Euch freuen - wie bekomme ich meine Firma dazu, bei Events stärker auf die Bedürfnisse von Introvertierten einzugehen?

Langfassung: Ich arbeite bei einem IT-Dienstleister mit einem hohen Anteil an Softwareentwicklern. In meiner Wahrnehmung ist ein großer Anteil meiner Kollegen (eher) introvertiert. Bei Firmenevents, insbesondere Feiern wie z.B. der jährlichen Weihnachtsfeier, stelle ich jedoch regelmäßig fest, dass diese eher auf Extrovertierte zugeschnitten zu sein scheinen. Zunächst gibt es Essen an relativ großen Tafeln, danach laute Musik und Tanz. Die Firma wünscht sich explizit, dass wir auf diesen Events auch internes Networking betreiben, weil zu diesen Gelegenheiten Kollegen aus mehreren Standorten zusammenkommen.
Insgesamt sind da also recht viele Menschen auf relativ engem Raum, und selbst die leiseren Bereiche sind für mein Dafürhalten noch zu laut und eng für ein gutes Partyerlebnis (das wäre für mich z.B. ein entspanntes Gespräch in kleiner Gruppe in ruhiger Atmosphäre und wenig Hintergrundrauschen). Im Endeffekt pendele ich meist zwischen dem lauten Innenraum und dem kalten Außenbereich, wo die Raucher stehen, um dann irgendwann frustriert das Weite zu suchen.
Ich habe das Thema schon einige Male bei den Organisatoren (das machen bei uns die Kollegen vom Empfang) angesprochen - diese sind aber vermutlich dank ihrer Rolle meist eher extrovertiert, finden die Party gut genug so wie sie ist und sind der Meinung, mit dem Herunterregeln der Lautstärke in einem Teilbereich der Location sollte sich das Problem erledigt haben. Auch auf der diesjährigen Feier habe ich aber von einigen introvertierten Kollegen wieder das Feedback gehört, dass es für sie ungemütlich und laut ist, und es gibt auch introvertierte Kollegen, die gar nicht mehr zu den Feiern kommen bzw. sehr früh wieder gehen.

So wie ich die Sache sehe, verspielt meine Firma durch das Vernachlässigen der Bedürfnisse einer potentiell recht großen Gruppe von Kollegen hier viel Potential.

Leider scheint es recht schwierig zu sein, die Organisatoren davon zu überzeugen, dass die Gruppe der Introvertierten groß genug ist, um den Aufwand zu betreiben - und Introvertierte neigen ja auch nicht unbedingt dazu, den Organisatoren von sich aus entsprechendes Feedback zu geben und um Besserung zu bitten.

Habt Ihr das Thema in Eurer Firma (oder bei Veranstaltungen/Konferenzen) auch schonmal behandelt, und wie seid Ihr damit umgegangen?

Freue mich auf Eure Tipps, Denkanstöße und Erfahrungsberichte!
Madster

Kommentare

  • Guten Morgen :-)

    Das, was du von euren Feiern beschreibst, ist sicher DER Klassiker der typischen Firmenfeier.
    Und genau der Grund, warum ich in früheren Jobs fast ausschließlich eins getan habe: daheimbleiben...

    Im jetzigen Job ist es so, dass wir für unsere Abteilung von ca. 200 Personen ein festliches Essen arrangieren, an dem jährlich so immer um die 90 Personen teilnehmen (mehr geht nicht wegen der zu verrichtenden Dienste).

    Das alles mit ruhiger Begrüßungsansprache, dann das Essen an Banketttischen zu je 8-10 Personen, Musik wenn, dann nur Lounge-Musik als leises Hintergrundgeräusch - das klappt recht gut. Da kreischt oder schreit auch niemand überdrüber-lustig herum, sodass wirklich Gespräch auch stattfinden kann.

    Und wer dann, nach ca. 2-4 Stunden des "festlichen Teils" noch mag, der geht in Grüppchen im Anschluss noch fort, Disco oder so. Wer nicht, geht entspannt und zufrieden heim.
    So kann das auch für mich möglich werden, mal an was teilzunehmen :-)

    Wenn allerdings eure Events zwangsläufig mit Tanzen/Musik vor Ort sein sollen, wird es wohl nur mit 2 getrennten Räumen gehen, schätze ich.
  • edited Januar 16
    .
  • @zwischen_den_Stühlen: spannend, da gibt es von Firma zu Firma doch große Unterschiede in der Ausrichtung. Bei uns geht der Haupt-Event traditionellerweise schon immer in den Morgen rein - da käme es mir falsch vor, mich mit einem "Intro-Grüppchen" abzusetzen und mein eigenes Ding zu machen. Zumal ich ja eigentlich möchte, dass jeder meiner Kollegen die Chance hat zu entdecken, wie man als Intro die Firmenfeier genießen kann - auch ohne dass er/sie Teil meines Grüppchens wird oder unbedingt vorher weiß, dass er/sie das braucht. Das klingt dann tatsächlich nach den zwei Räumen.

    @Bianca: das Schöne ist, dass ich von meiner Firma signalisiert bekomme, dass sie meine Bedenken ernst nimmt - meine Ansprechpartnerin und ich sind uns aktuell halt noch uneinig über den Anteil derjenigen, die sich auf der Feier nicht wohl (genug) fühlen, und damit über die Dringlichkeit und das Ausmaß der nötigen Anpassungen.
    Im ersten Schritt wollen wir daher nun mal gemeinsam rausfinden, wie die Feier so bei den Kollegen ankommt. Vermutlich werden wir eine Umfrage aufsetzen und mal Feedback einsammeln, solange die Erinnerungen noch halbwegs frisch sind. Meine einzige Befürchtung ist, dass man als Intro schon so angepasst ist, dass man auch in so einer Umfrage die Probleme eher nicht benennt, sondern von vornherein mit sich selbst ausmacht. Von daher hoffe ich, dass wir gute Fragen finden, die bestehende Probleme herauskitzeln, ohne den Leuten meine (vermutlich nicht ganz neutrale) Wahrnehmung in den Mund zu legen.

    Also falls Euch gute Fragen für diese Umfrage einfallen, immer her damit ;-)
  • edited Januar 16
    .
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