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Neues Mitglied

Hallo,

vor Jahren habe ich schon mal kurz in diesem Forum gestöbert. Nun ist es mir vor einigen Tagen wieder eingefallen.

Ich bin nicht nur introvertiert, sondern auch schüchtern, jedenfalls war ich es in meiner Schulzeit; mittlerweile hat sich das in vielen Situationen gelegt.

Ich bin Mitte 20 und habe Mathematik studiert. Mit meinem ambivertierten Mann (er wirkt sehr extrovertiert, hat aber auch introvertierte Seiten) habe ich einen kleinen Sohn. Es würde mich interessieren, ob jemand mit älteren Kindern beobachtet hat, ob und wie sich Intro- und Extrovertiertheit bereits im Baby- oder Kleinkindesalter manifestiert. Ich weiß lediglich, dass meine Schwester und ich stark fremdelten und uns abwandten, wenn neue Leute den Raum betraten. Wir sind beide introvertiert.

Ich höre gerne klassische Musik fast aller Epochen und spiele Klavier. Weiter interessiere ich mich für Naturwissenschaften, aber auch für Linguistik. Letztes Jahr habe ich begonnen, Ahnenforschung zu betreiben. Außerdem würde ich mich als sehr kreativ bezeichnen, auch wenn nicht viele diese Seite von mir kennen. Ich schreibe sehr viel, komponiere ab und zu und konstruiere eine Sprache, teile diese Dinge aber kaum mit anderen. Warum ich das alles nur für mich mache, kann nicht einmal mein Mann nachvollziehen.

Ich freue mich auf einen spannenden Austausch!

Kommentare

  • Willkommen im Forum für Introvertierte Verena!

    Wow, du bist vielseitig interessiert und begabt, da wird sich künftig bestimmt das ein oder andere spannende Thema zum Austausch finden.

    Zunächst auf deine Frage nach Intros im Kleinkindalter und wie man diese erkennen kann zu antworten:

    sie können sich allein beschäftigen. Nehmen sich Zeit. Sind eher ruhig. Neuem - vor allem Veränderungen wenig aufgeschlossen.

    Das wären so meine Erfahrungen.

    Liebe Grüße erstmal,
    enjoythesilence
  • Hallo Verena,
    wie cool, sogar eine neue Sprache! Da muss ich direkt an Walter Moers denken, der auch eine komplette Welt mit eigenen Sprachen und Dialekten erschaffen hat. Dass du das alleine für dich machst, verstehe ich. Ich verstehe aber auch, warum das von außen seltsam erscheinen mag. Aber ich schätze, es liegt am ehesten daran, dass diese Dinge dich erfüllen, dich nähren und dich glücklich machen und dass du das gar nicht teilen musst, damit es diese Effekte hat? Zumindest bei mir was es irgendwann so, dass ich aus diesem Grund davon absah, Dinge "für Andere" zu erschaffen.
  • Hallo @San! Ja, so eine eigene Welt mit verschiedenen Kulturen und Sprachen habe ich auch. Schon seit meiner Kindheit tagträume ich in dieser Welt und habe sie über die Jahre immer weiter ausgebaut. Wie du sagst, erfüllt mich das sehr und baut mich an schlechten Tagen auf, ohne dass ich von anderen Rückmeldung zu meiner Arbeit bräuchte. Wenn ich für andere etwas erschaffen/schreiben würde, hätte ich dabei zu sehr deren Interessen im Hinterkopf. Ich könnte einfach nicht mit so viel Leidenschaft bei der Sache sein.

    @enjoythesilence, das finde ich interessant. Ich finde es eine so tolle und wichtige Eigenschaft, sich alleine und mit wenig Mitteln beschäftigen zu können. Mein Sohn muss nicht bespaßt werden, er erkundet gerne selbst seine Umgebung, schaut sich neue Gegenstände genau an, kann aber schon anhänglich sein. Aber er ist noch kein Jahr alt, da ist es wohl schwer zu beurteilen, wenn man wenig Vergleiche hat.
  • Willkommen @Verena

    Ich bin auch erst wieder seit kurzem aktiv hier! :D
    Mit Kindern kann ich dir leider auch nicht weiter helfen. Ich glaube ich war als Kind einfach immer sehr ruhig und konnte mich sehr gut selbst beschäftigen. Und hatte oft absolut keinen Bock auf Kindergarten oder darauf Freunde zu treffen. Dabei habe ich mich glaube ich mit den meisten Kindern gut verstanden!

    Klassische Musik mag ich auch. Klavier hatte ich auch mal gelernt, allerdings hat der Unterricht es mir verdorben, hätte ich wie von Anfang an weiter nach Gehör spielen können, hätte es mir vermutlich mehr Spass gemacht und ich wäre vielleicht heute noch dran! Naja, dafür zeichne ich heute sehr viel!
    Das mit der eigenen Sprache finde ich auch total spannend! Ich habe es (ironischerweise) schon immer geliebt, neue Sprachen zu lernen. Hatte in der Schule neben Englisch und Latein auch noch freiwillig Spanisch und Russisch, an der Uni noch Franzözisch und so viele tote Sprachen, dass es mir schwer fällt, die alle zu zählen (ich glaube mindestens 8 ^^). Natürlich konnte ich alles nur kurz anschneiden und im Endeffekt kann ich nichts richtig, aber es hat mir echt viel Spass gemacht.
    Aber selbst habe ich nur mal in der Schule mit Freundinnen eine Geheimschrift entwickelt, die ich lustigerweise heute immer noch manchmal nutze! :)
    Wusstest du eigentlich, dass Tolkien auch als erstes eine eigene Sprache (ich glaube Elbisch war es) erfunden und dann die Welt von Herr der Ringe nur drum herum entwickelt hat? Ich meine zumindest, davon gehört zu haben.... :D
  • Hallo @Skadi!

    Ich bewundere es, wenn Leute gut zeichnen können. Ich versuche mich phasenweise darin, bin aber nie so ganz zufrieden. Abmalen klappt ganz gut, aber wenn ich was aus dem Kopf malen will, wird es nicht, wie ich es mir vorstelle.

    Ja, es ist schon ironisch, wenn sich Introvertierte für Sprachen begeistern. Die meisten Leute sehen Sprachen als Mittel zum Zweck und lernen sie, um sich mit anderen Leuten verständigen zu können. Mich interessiert nur die Sprache an sich, ihre Struktur, ihre Entstehungsgeschichte. Deshalb finde ich auch tote Sprachen sehr spannend, kann aber nur Latein. Welche toten Sprachen kannst du denn so?

    Das mit Tolkien wusste ich schon, obwohl ich Herr der Ringe nicht gelesen habe (sondern nur den Hobbit).
  • @Verena: Ach, ich muss sagen, das ist alles Übungssache! Es ist auch nicht normal, Dinge einfach aus dem Kopf supertoll zeichnen zu können (außer in sehr großen Ausnahmen vielleicht). Ich würde sagen, dass der größte Teil der Künstler regelmäßig auch Referenzen braucht, bzw. vorher so lange alles Mögliche abgezeichnet hat, bis man sich einiges selbst aus dem Gedächtnis rekonstruieren kann. Jedenfalls gehe ich darin grade voll auf :).

    Ja genau! Mich hat auch immer das System dahinter fasziniert! Aber ich muss auch sagen, dass es mich freut, wenn ich dann Dinge verstehen kann! :)
    Ich habe Archäologie mit Schwerpunkt Vorderasien und Ägypten studiert. "Können" ist da so eine Sache, aber ich habe Sprachkurse zu: Sumerisch, Akkadisch, Mittelägyptisch, Koptisch, Ugaritisch, Altpersisch, Hethitisch und Hieroglyphenluwisch besucht. Ja... ich glaube das war alles :D. Fand ich total faszinierend, besonders die Keilschriftsprachen, das auf den ersten Blick halt alles gleich aussieht und es war ein super Gefühl, da irgendwann zumindest irgendwo durchzublicken, obwohl Sprache und Schrift unserer völlig fremd ist. Und wenn man dann uralte Briefe, Gedichte, Geschichten lesen kann, schon ein tolles Gefühl.
    Allerdings muss ich sagen, dass ich mich da in meinem Studium total verrannt habe und das Gefühl hatte, an Ende nichts so richtig zu können. Aber toll wars trotzdem :).

    Ich habe auch mal kurzzeitig in der Türkei gearbeitet, da habe ich tatsächlich auch versucht Türkisch in kurzer Zeit zu lernen, um mich irgendwie verständigen zu können (weil die Studenten dort kaum Englisch konnten). Da hatte ich dann riesen Spass mir alles mögliche aufzuschreiben, habe mich mit den anderen ausgetauscht und denen auch ein bisschen Deutsch/Englisch beigebracht.

    Leider vergisst man Sprachen ja schnell wieder, wenn man sie nur kurz lernt und dann nie wieder richtig anwendet. Aber ich habe die Gewissheit, dass ich, falls nötig, immer mit Freude eine neue Sprache lernen könnte. Manchmal liebäugle ich auch mit dem Auswandern, um da eine neue Sprache zu lernen :).
  • Dein Studium klingt spannend! Dass man da nicht jede Sprache vertiefen kann, ist ja klar. Ist auf jeden Fall faszinierend. Ich kann an toten Sprachen leider nur Latein.

    Ja, das stimmt, dass man Sprachen vergisst. So geht es mir z.B. mit Polnisch. Gegen Ende meiner Schulzeit konnte ich das recht gut, jedenfalls konnte ich richtige Gespräche führen. Das könnte ich jetzt nicht mehr, die Grammatik weiß ich nur noch in Grundzügen, die Vokabeln würden mir größtenteils nicht einfallen, aber wenn ich die Wörter lese, fällt mir einiges wieder ein.
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