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Habt ihr Ziele oder Träume?

Würde mich mal interessieren wie ihr darüber denkt.
Wenn ich ehrlich bin hab ich sowas nicht und für mich ist alles gut wie es ist.
Ich plane keine Zukunft sondern lebe in der Gegenwart.Es kommt halt einfach wie es kommt und man kann sowieso jeden Tag sterben.Ich seh es nicht ein für meine Rente zu ackern oder für ein Haus zu sparen wenn ich vielleicht schon mit 50 oder 60 tot bin.Mir reicht meine Wohnung und mein Geld,arbeite Teilzeit und damit kann ich alle meine Bedürfnisse erfüllen.
Die meisten Sachen die ich gerne mache kosten nicht viel oder gar nichts. Ich bin auch nicht auf der Welt um meine Mutter stolz zu machen oder Erwartungen von anderen zu erfüllen.
Habe lange nach einem tieferen Lebenssinn gesucht,komme aber irgendwie immer an den Punkt,dass es im Endeffekt egal ist und man einfach Spaß haben sollte und sein Ding zu machen.
Letztens musste ich mir von meiner Mutter wieder Vorwürfe machen ich würde nichts aus meinem Leben machen und das sie nicht stolz auf mich sein kann. Ziehmlich egoistisch,dass sie erwartet ich soll sie stolz machen.
Naja bin 28 habe ne eigene Wohnung und lebe mein Leben selbstständig und kann es nicht mehr hören.
Na ja wie auch immer,bin sehr minimalistisch eingestellt und bin da sehr stolz drauf.
Ich habe nicht den Drang,wie die ganze Masse immer mehr zu wollen und zu besitzen. Es ist für mich alles gut wie es ist.

Wie siehts bei euch allen so aus mit Zielen und Träumen? Ist das vielleicht auch die introvertierte Art,dieses minimalistische und genügsame Wesen?

MfG Fabio =)

Kommentare

  • Ich bin zwar kein Minimailist, doch ich bin auch unglaublich schlecht in mir Ziele und Träume machen.

    Einerseits schaue ich nicht gern in die Zukunft, weil ich da mich voran tapse, wie ein dusseliger Bär auf einem Hochseil, andererseits wurden mir früher immer gern meine Träume abgesprochen, so dass ich mir jetzt mittlerweile zwar immer wieder keine Zielsetzungen machen kann (was irgendwie paradox ist), jedoch keinen großen Blick nach vorn wage und so lieber das hier und jetzt so gut mache, wie es geht.

    Auch wenn das bedeutet, dass mein Leben auf mich irgendwie Sinnfrei wirkt und ich nichts mit mir so recht anzufangen weiß.
  • Ich hab seit ein paar Jahren keine Ziele oder Träume mehr.
    Mir fällt da auch bei tieferem Nachdenken drüber einfach grad nix ein. Kann sein, es kommt mal wieder was auf, das ich dann gern umsetzen/verwirklichen möchte, mal sehen.

    Die bisherigen wichtigen Wünsche, Träume und Ziele, darunter sogar welche, die schon in der späten Kindheit/frühen Jugend aufgekommen sind, konnte ich alle verwirklichen, da waren auch wirkliche Herzenswünsche dabei.

    Seither ist diesbezüglich wohl der Ofen aus ;-)
  • Interessante Frage, Fabio!

    Wenn ich mal so drüber nachdenke, würde ich sagen: Ziele und Träume habe ich durchaus.

    Das können bereits so Wünsche sein wie z.B. ein selbstbestimmtes, glückliches und freies Leben zu führen. - wobei das im Grunde schon sehr viel ist.

    Es geht mir bei meinen Wünschen tatsächlich nicht darum, Besitztümer anzuhäufen. Obwohl ich viel Zeug zu Hause habe, aber das ist wohl vor allem auch der Zeit geschuldet, die ich nun schon sammle. Und vieles davon sind Gebrauchsgegenstände.

    Was du über die Einstellung und Reaktion deiner Mutter schreibst, macht mich grade etwas traurig.

    Vielleicht meint sie es ja nicht so.

    Im Grunde kann sie doch froh sein, wie du dein Leben selbsttständig lebst. Darauf könnte sie doch stolz sein ;)

  • Hi Fabio,
    ich hab immer mal wieder depressive Episoden aus dem Grund, dass ich nicht weiß, wo mein Leben hinführen soll. Ich leb halt einfach vor mich hin, ohne auf das Große Ziel der Meisten (Haus, Mann, Kind) zuzusteuern und weiß nicht, wohin ich konkret steuern soll.

    Was du über deine Mutter sagst, erinnert mich ein wenig an meine eigene Mutter, nur die ist inzwischen stolz drauf, dass ihr "dummes kleines Kind" tatsächlich geschafft hat, auf sich allein gestellt zu überleben, und das auch noch in ner fremden Stadt.
    Könnte deine Mutter sich mal ne Scheibe von abschneiden. Du überlebst, bist nicht drogensüchtig, kannst deine Rechnungen alle bezahlen, bist ein nüchterner Denker und findest an dir selber Dinge, auf die du stolz bist. Wo is das Problem. Was will deine Mutter? Sollst du Arzt werden und afrikanische Kinder retten? In den Weltraum reisen? Warum macht sie das nicht selber? Was macht sie denn so, worauf DU stolz sein kannst? Ist sie überhaupt stolz auf sich selber?
    Sorry, aber ich bin grad n bisschen stinkig auf die Frau. Finds extrem egoistisch von ihr und würd ihr gerne n paar Takte dazu erzählen.
  • Ist sie überhaupt stolz auf sich selber?

    Diese Frage möchte ich doch gern einmal herausstellen, denn oftmals sind Menschen der Ansicht, jemand anderes müßte erfüllen, was sie nicht geschafft haben und mit Verlaub, da möchte ich mich jedes Mal am liebsten übergeben.
  • edited Januar 10
    Hallo @Fabio, interessante kleine Herausforderung, deine Fragen, da schau ich mal was mir einfällt.

    Ich kann dieses Leben nicht mehr als MEIN Leben bezeichnen. Mir gehört nichts und ich will nichts Bestimmtes, Leben geschieht von Selbst. Ob ich mir die Zähne putze oder Erstaunliches erlebe - es passiert einfach ob 'ICH' will oder nicht. Wozu also sich Gedanken machen? Leben selbst braucht keine Perspektive und keinen Sinn.
    Hört sich so leicht an, aber der Schmerz (Widerstand) war immens und macht sich weiterhin noch hier und da bemerkbar. Ja, der Widerstand gegen das vollkommen freie F L I E S S E N .

    Deine Mutter ist so ein Widerstand, und du scheinst ja ganz gut heraus gefunden zu haben, wie du diesen Felsen umschiffst. Auch sonst zeigen deine Worte, dass gut 'aufgeräumt' ist bei dir - "alles ist gut wie es ist". So kann das Unverhoffte ins Spiel kommen und Überraschungen machen es bunt. Sollte mal etwas sehr Unangenehmes dabei sein, und du kannst immer noch sagen 'alles ist gut wie es ist', dann bist du fein raus! Das ist der Spass. Gibt es dann noch die Frage nach einem Sinn?

    Zurück zum Thema: nein, Ziele gibt es keine und Träume nur in Bezug auf Schlaf. Träume während des Tages, auf ein schöneres Dasein z.B, das liegt lange hinter mir und fühlt sich an wie Stillstand (grusel).

    Jetzt habe ich dir geantwortet und es kommt mir vor, als wäre die Antwort für mich selbst. Deshalb - freue ich mich! :-)
    Fanny
  • Hey,Leute.
    Danke für eure zahlreichen Antworten.Ich lass das ganze erstmal sacken und melde mich später ausführlich dazu.Interessant,dass es zum Teil als negativ betrachtet wird keine Ziele zu haben.Naja bis später dann =)
  • edited Januar 10
    Du machst es genau richtig, @Fabio. Du lebst dein Leben, wie du es für richtig hältst. Und darüber bist du niemandem Rechenschaft schuldig. Ich finde die Sichtweise deiner Mutter auch egoistisch und unverschämt.

    Bei mir ist es eine Mischung aus dem, was @enjoythesilence und @San beigetragen haben.

    Ich möchte in erster Linie selbstbestimmt und frei leben. Dieses Thema beschäftigt mich im Moment sehr, denn ich würde gerne nicht mehr so sehr von meinem Job anhängig sein. Der Job bestimmt mein Leben, erfüllt mich inhaltlich aber nicht. Nur bin ich auf ihn angewiesen, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Ich arbeite an einer Lösung, aber es ist noch ein langer Weg.

    Grundsätzlich möchte ich zukünftig dem Job weniger und dafür dem privaten Leben mehr Raum geben. Nur muss ich dafür noch einen konkreten Plan austüfteln und umsetzen. Die Gedanken kreisen bereits.

    Ansonsten geht es mir ähnlich wie @San. Um mich herum wird geheiratet, kommt Nachwuchs zur Welt, werden Häuser gekauft. Das gibt mir hin und wieder auch zu denken, weil bei mir nichts davon in Sicht ist und ich mich frage, was eigentlich mein Ziel ist. Ich habe momentan kein solches Ziel und lebe so vor mich hin. Aber das ist für mich okay. Gesellschaftliche Konventionen sind sowieso nicht mein Ding, nur weil das in einem bestimmten Alter so zu sein hat. Grundsätzlich lebe ich gern allein.

    Mein vorrangiges Ziel ist, nicht mehr so sehr vom Job abhängig zu sein.
  • @Herbstbube Das beschäftigt mich auch immer bestimmter. Ich will nicht 40 Stunden die Woche in einem Büro sitzen und einen Bullshitjob ausführen, der eh nicht gewürdigt oder gebraucht wird.
    Ich will mehr Zeit für mich haben. Noch Kraft für meine Freizeit haben, wenn ich abends nach Hause komme. Nicht so vom Arbeiten abgefuckt sein, dass ich jeden frein Tag und jedes Freie Wochenende erstmal dafür verwenden muss, mich zu erholen, anstatt die zuhause liegen gebliebene Hausarbeit zu erledigen.
    Wie kann man das anstellen?
  • edited Januar 10
    @San

    Das ist die Frage, zu der ich im Moment noch keine Antwort habe. Aber ich mache mir schon Gedanken darüber. Ich schreibe dir morgen mal eine PN.
  • Das mit den Zielen und Träumen ist ein interessantes Thema @Fabio.

    Mein Ziel war es immer, ein ganz einfaches Leben zu führen. Aber ich habe festgestellt, dass es in der heutigen Zeit nicht so einfach ist, ein einfaches Leben zu führen. Ich habe einerseits eine eigene Familie die zu mir steht, was im Grunde sehr schön ist. Auf der anderen Seite muss ich aber auch den Großteil des Unterhaltes für meine Familie bestreiten. Und da geht es mir wie @Herbstbube und @San. Mein Arbeit erfüllt mich nicht und ich hänge Woche für Woche 40h oder mehr im Büro. Ich habe auch oft Gedanken im Kopf, wie ich das ändern könnte, aber bis jetzt fällt mir nichts ein. Es würde mich viel mehr erfüllen, wenn ich mehr Zeit mit mir selber oder mit meiner Familie verbringen könnte.

    Einen Traum habe ich auch. Und zwar eine Welt, in der es nicht so hektisch und rücksichtslos zugeht und in der Geld keinen so hohen Stellenwert hat. Aber ich fürchte das wird sich nicht erfüllen.
  • @Herbstbube , @San

    Folgendes könnte euch helfen:

    Ich führe seit beinahe fünf Jahren ein Haushaltsbuch per App und dort wird alles eingetragen was so an Kosten anfällt auf der einen Seite (Miete, Supermarkt etc). Und auf der anderen Seite Einkommen wie Lohn, Dividenden usw.

    Alleine durch das bewusste führendes Haushaltsbuches lässt sich, gerade als Introvertierter denke ich, einiges sparen. Wer benötigt schon wirklich einen 40€ Handy Vertrag oder sowas teures, das JEDEN Monat anfällt? Vor allem solche Fixkosten sind hier Interessant zu optimieren (Versicherungen usw).

    Der nächste Schritt wäre nachdem mann (oder Frau) das optimiert hat, Mal mit einem Brutto Netto Rechner zu schauen, wie hoch der Bedarf brutto ist, wenn man seinen Netto Bedarf kennt. Und danach ließen sich dann ggf die Stunden reduzieren denke ich.
  • Hi @krokodiesel! Das Optimieren von Verträgen und Ausgaben hab ich alles lange schon gemacht. Mein Internetvertrag ist mir 13€ ziemlich günstig und Handy kostet mich glaub ich ähnlich viel pro Monat. Bin sogar aus der Kirche ausgetreten, um 20€ mehr zu haben. Das einzige, wo ich wirklich mal den Arsch hochkriegen muss ist, meine Leihgeige wieder zurückzubringen. Die schlägt zwar mit 20€ pro Monat nicht super katastrophal zu Buche, aber haben oder nicht haben.
    Mein Problem sind sehr teure Hobbys (Dinge bauen ist immer teurer, als sie zu kaufen) und tatsächlich irgendwo eine Vorliebe für schöne Sachen. Ich hoffe, dass sich mit meiner zunehmenden Umweltpanik jetzt grade der Minimalismus bei mir einstellt, denn ohne mein dämliches Luxusbedürfnis könnt ich monatlich extrem viel Kohle sparen. (was ich auch hoffe, ist dass persönliche Zufriedenheit verringertes Konsumverhalten bewirken würde, aber das kann man nie wissen)

    Netto/Brutto-Rechner, um mal die Grenzen auszutesten, was ich mit wie vielen Stunden bekäme, hab ich auch schon mal gemacht. Das ist aber tatsächlich nicht die größte Hürde zur Teilzeit sondern eher die Politik innerhalb meiner Firma.
  • @San

    Gut, aber hast du dann schon Mal überlegt, ob die die Bude wechseln könntest? Oder hast du aufgrund der Größe einen Anspruch auf Teilzeit von Gesetzes wegen!
  • Ja, ich will gerne die Bude wechseln. Aber da kommt bei mir ins Spiel, was Jano in seinem Thread ausführlich beschimpft hat.
    Akute "woanders wirds genau so scheiße, warum versuch ich es überhaupt und leg mich nich gleich zum Sterben in den Graben" Stimmung macht sich breit.
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