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Wow, ich bin auch eine von euch!!!

edited Januar 15 in Vorstellungsrunde
Hallo an alle die das hier lesen :)

Gestern bin ich auf den Blog "92 Eigenschaften von Introvertierten" gestoßen, am Ende stand noch "wer mindestens 70% der Eigenschaften in sich wiedererkennt ist ziemlich sicher ein Introvertierter. Ich musste das sofort ausrechnen und bei mir ergab das 78%. Danach habe ich mich erst mal länger mit dem Thema beschäftigt.
Als ich dann gelesen habe das alles eigentlich nur auf die Frage der Stimulation zurückgeht hat alles Sinn ergeben, z.B. wenn ich in einer größeren Gruppe kann ich irgendwie nichts sagen, oder warum ich es liebe Stundenlang alleine vor dem Computer zu sitzen und zu programmieren anstatt mit gleichaltrigen auf Partys zu gehen, ... (wenn ich das jetzt weiterführen würde ergäbe es eine viel zu lange Liste).
Ich habe immer nur die Extrovertierten bewundert und wollte so sein wie sie. Durch das was ich hier gelesen habe hab ich irgendwie verstanden, das sie auch Schwächen in Bereichen haben die ich an mir liebe und super gerne mache. Ich bewunder zwar immer noch ihre Redekunst, aber ich habe ja auch Stärken, die ich jetzt langsam anfange zu erkennen.

Ich will noch meinen kurz zusammengefassten Lebenslauf teilen (Zur "Einordnung": ich bin 17 Jahre alt):
Als kleines Kind hatte ich das Glück in einer Nachbarschaft aufzuwachsen mit ganz vielen anderen Kindern, die ungefähr in meinem Alter sind. Ich war nie das Mädchen was den ganzen Tag im Haus war und sich selber beschäftigt hat. Bis heute ist es so , dass sich das Wort "zu Hause" nicht nur auf meine Family bezieht, sonder auch auf fast alle Nachbarskinder. Und auch jetzt freue ich mich noch auf die Gemeinsamen Grillabende.
Aber in der Schule sah das ganze anders aus, ich hatte noch nie mehr als 3 Schul-Freunde, in der Grundschule nicht und auch nicht jetzt in der Oberstufe. Dort war ich schon immer gehemmt und meine mündlichen Noten sind meistens Mitleids 4-rer, mit wiederholter Aufforderung, ich soll mich doch mal melden, und dass ich doch was kann, und warum ich es denn nicht durch Mitarbeit zeige.

Das einzige, was mir bis jetzt noch irgendwie fehlt, ist eine/n Freund/in , dem/der ich mich wirklich öffne, weil bis jetzt konnte ich das noch bei keinem...


Liebe Grüße an alle

Kommentare

  • Willkommen im Forum für Introvertierte, _Lena_

    So wie du uns deine Erkenntnis, introvertiert zu sein schilderst, so ähnlich ging es mir damals auch. Endlich hatte ich einen Namen dafür, wie ich nunmal bin.
    Und ja, zu wissen, daß es eine Frage der Energiegewinnung ist, hat zumindest mir enorm weitergeholfen.

    Ich wünsche dir ebenfalls viele gute Erkenntnisse über dich und andere hier bei uns.

    Liebe Grüße,
    enjoythesilence
  • Willkommen im Forum :D

    Du wirst hier sicherlich Gleichgesinnte finden, auch wenn wir introvertierte uns teilweise echt unterscheiden. In meiner Schulzeit (was inzwischen fast 1,5 Jahre her ist), erkenne ich mich in deinem Text nur wieder. Wenige Freunde und eigentlich konnte ich da auch nur von „Zweckfreunden“ reden. Mal was unternehmen okay, aber was persönliches anvertrauen? Kam niemals infrage. Lag vielleicht daran, dass ich ein Junge bin und wir generell eher weniger über uns reden.

    Ich hab dann nach dem abi ne Ausbildung zum Fachinformatiker angefangen (Ja informatik interessiert mich auch :D ) und da hat sich einiges geändert. Ich musste plötzlich mit vielen Menschen reden und kannte dort wirklich niemanden. Die ersten 6 Monate waren wirklich hart, aber inzwischen ist das Selbstbewusstsein gewachsen bei mir. Wichtig ist, dass man sich so aktzeptiert wie man ist und sich nicht runterzieht.

    Achja, die mündliche Mote ist die dümmste Idee der deutschen Schulbildung xD Ich war froh, wenn mich mündlich ingesamt in der Note nicht zu weit runtergezogen hat. Ich bin eben ein zuhörer und lerne so einfach besser. Wieso werde ich dafür bestraft? Ich werds nie verstehen xd



    Da zu vorhin Informatik erwähnt hast: Welche Programmiersprachen kannst du bisher? Hab mit versucht mit Java (bzw der objektorientierten Programmierung), bin da aber mangels Motivation sehr schnell gescheitert xD durch meine Ausbildung hab ich viel mit Pyhton gemacht und mich damit angefreundet :D Hat auch gleichzeitig den Effekt, dass man die Einrückung lernt xd
  • Hallo _Lena_,
    ich freue mich auch für dich, dass du eine Erklärung für manche deiner Verhaltensweisen gefunden hast. Diese Erkenntnis hat mir auch total geholfen.
    "Mitleids 4er" finde ich einen tollen Ausdruck, davon hatte ich in der Schulzeit auch massig^^. Wenn du noch etwas Schulzeit vor dir hast, könntest du dir ja überlegen ob es dir helfen könnte, Lehrern von deiner Art der Informationsaufnahme und -verarbeitung zu erzählen. Aber einfach würde mir das auch nicht fallen....

    Ich wünsche dir noch viele neue Erkenntnisse und alles Gute,
    Hannah
  • Willkommen bei uns _Lena_!

    Mach dir keinen Druck, weil es dir schwer fällt, dich anderen zu öffnen. Sowas benötigt eine große Portion Mut und Vertrauen. Sowas wächst nicht auf Bäumen :)

    Ich kann dir nur sagen, es lohnt sich, auch wenn man enttäuscht wird, findet sich die Person, die dich versteht und die zu schätzen weiß, dass du ihm/ihr das Vertrauen schenkst.

    "Man bereut nie, was man getan, sondern immer, was man nicht getan hat." M. A.
  • Hallo und willkommen Lena,

    wie du hier schon lesen konntest, geht es ganz vielen von uns so, dass wir diese Erfahrungen, von denen du schreibst, machen konnten bzw mussten.

    Wenn du bzgl des Programmierens eine ganz neue Herausforderung haben möchtest, dann beschäftige dich doch mal mit Barrierefreiheit. Das sollte dir, solltest du in die Richtung weiter gehen und professionalisieren wollen, zukünftig einige Türen öffnen. Außerdem fände ich, der direkt davon profitiert, wenn sich Barrierefreiheit festsetzt, das natürlich super ;)

    Was den Freundeskreis angeht sagst du schon einiges, was ich interessant finde. Einerseits gibt es diesen Freundeskreis bei dir, andererseits ist er aber nicht so eng, dass viel Persönliches geteilt wird. So blöd es vielleicht klingt ist es aber tatsächlich so, dass sich im Laufe des Lebens ziemlich sicher passende Menschen finden. Darauf zu vertrauen ist vielleicht ein Stück weit der Schlüssel, um sie zu finden und um aufmerksam durchs Leben zu gehen.

    Liebe Grüße
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