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Angst vor Veränderungen, gefangen in meinen Gedanken

Hallo zusammen,

ich habe mich hier angemeldet um meine Gedanken auszudrücken, zu hinterfragen und vielleicht einige neue Ideen/Lösungsansätze von euch zu bekommen.

Ich bin 33 Jahre jung, Single und lebe in einer Wohnung in meinem Elternhaus.
Meine Eltern wohnen im Erdgeschoss, ich wohne im ersten Stock.

Nun hat mich mein bester Kumpel gefragt ob ich denn nicht bei ihm in eine 2er WG ziehen will.
Bis jetzt hat er mit einem anderen Kumpel in dieser WG gewohnt, dieser zieht nun aber mit seiner Freundin zusammen.
Die Wohnung hat 100qm in der nächstgrößeren Stadt, also ca. 10km entfernt.

Die meisten werden sagen, musst du machen, raus mit 33 Jahren und zu einem Kumpel der die mal alles zeigen kann was zum selbstständigen und alleine Wohnen dazu gehört. Auch mit Mädels klappts dann vielleicht besser. In die Richtung ist momentan sehr wenig los.
Das stimmt natürlich zu einem großen Teil.
Meine innere Zerrissenheit sagt aber folgendes:
- was hast du für einen Vorteil? zu Hause muss ich auch meine Wäsche selber waschen, putzen, staubsaugen, einkaufen usw. und gebe einen kleinen Anteil fürs Mitleben an meine Eltern ab.
- da ich die gute Beziehung zu meinem besten Kumpel nicht gefährden will (wir sehen uns 2-3 mal die Woche) weis ich nicht ob es förderlich ist, jeden Tag den anderen zu sehen? (hat da jemand Erfahrung?) ich kenne ihn schon seit 20 Jahren und wir waren schon zusammen im Urlaub, Fussballverein, Schule usw...
- will ich aus meinem Heimatdorf?

Ich habe ausser meinem besten Kumpel nicht wirklich viele Freunde.
2-3 Freundschaften haben sich aus der Schule und Ausbildung oder Arbeit ergeben und diese werden auch sehr gepflegt, in dem man sich alle 1-2 Monate ausserhalb der Arbeit sieht. Mit meinem Bruder habe ich ein gutes Verhältnis und wir unternehmen an manchen Wochenenden etwas wie z.B. Wandern, Fitness, Bar usw...
Ansonsten war ich bis vor 2 Jahren im Fussballverein. Mein Job in einem mittelständischen Unternehmen hat mich aber sehr vereinnahmt und iwann wollte ich die Energie für 3-4 mal pro Woche Fussball nicht mehr aufbringen. Zu den ehemaligen Fussballkollegen habe ich nur noch sporadisch Kontakt.

Alternative wäre eine eigene Wohnung, allerdings sehr teuer in unserer Gegend und ich habe auch etwas Angst da zu vereinsamen.

Mein Kumpel drängt mittlerweile schon auf eine Antwort, da ich mir dazu schon lange Gedanken mache, mich aber irgendwie im Kreis drehe und zu keinem Ergebnis komme...

Stehen mir meine Introvertiertheit und Zukunftsängste hier im Weg?

Kommentare

  • Huhu @silencemf,
    herzlich Willkommen im Forum!

    Vielleicht machst du mal eine Liste mit Pro und Contra Punkten beider Optionen. Letztendlich musst du dich für einen Weg entscheiden und sei dir dessen bewusst, dich nicht zu entscheiden ist auch eine Entscheidung, nämlich dafür, den Status Quo zu bewahren.
    Es klingt blöd, aber vielleicht wirfst du mal eine Münze. Es könnten 2 Sachen passieren. 1) Wenn die Münze in der Luft ist, merkst du vielleicht, auf welches Ergebnis du hoffst. Dann ist der Fall eindeutig.
    2) Wenn du dein Münz-Ergebnis hast, verspürst du möglicherweise großen Widerstand. Dann ist auch eindeutig, was du gerne möchtest.
    Falls du gar nichts verspürst und ne pragmatische Person bist, mach einfach, was die Münze dir sagt. Damit hast du deine Entscheidung dann auch getroffen.
    Letztendlich ist es egal, wie du dich entscheidest. Die Welt wird sich in beiden Fällen weiter drehen. Es ist nur wichtig, dass du zu deiner Entscheidung stehst und dir keine Was-wäre-wenn-Fragen stellst, denn darauf wirst du nie eine Antwort halten.

    Falls in deinem Thread die heimliche Frage steckt, ob wir es seltsam oder ok finden, dass du mit 33 bei deinen Eltern wohnst und möglicherweise wohnen bleiben willst, obwohl sich die Chance für einen Umzug bietet:
    Ich finde es vollkommen ok. Wenn es dich nicht einschränkt, sondern du das Gefühl hast, dass es dir an nichts fehlt und du zufrieden bist, dann bin ich der Meinung, es gibt keinen Grund, etwas an deiner Situation zu ändern. Der gesellschaftliche Druck, dass man in dem Alter längst flügge zu werden hat, kann dich mal kreuzweise. Mein Ex-Schwiegervater hat bis zu ihrem Tod sein Leben lang in einem Haus mit seiner Mutter gewohnt und der is trotzdem n guter Mensch. Also, so what.
  • Hey @silencemf,

    Ich weiß nicht ob sich bei dir inzwischen schon was ergeben hat, aber ich gebe hier auch nochmal meine Meinung und meine Erfahrungen dazu.

    Zunächst mal möchte ich @San zustimmen: Wenn du zufrieden damit bist, bei deinen Eltern zu wohnen, ist das doch okay. Es klingt ja auch so als wärst du da sehr unabhängig.

    Ich habe mich direkt nach der Schule von einer Schulfreundin überreden lassen, mit ihr in eine WG in unserer Studienstadt zu ziehen. Auch wenn das nicht so gut geklappt hat, bin ich doch froh, dass sie mich dazu überredet hat. Ich hätte auch pendeln können und hätte auch nichts dagegen gehabt, zuhause zu bleiben. Aber dennoch war es eine gute Erfahrung, raus zu kommen. Ich bin auch nie wieder nach Hause zurück, obwohl ich es schon zwischendurch immer mal kurz in Erwägung gezogen habe. Und wenn mich meine Familie nicht eher stressen würde und ich nicht einmal diesen Schritt raus gegangen wäre, würde ich eventuell auch immer noch zuhause wohnen (aber wie gesagt, ich glaube mich persönlich würde es stressen).
    Ich war aus verschiedenen Gründen in verschiedenen WGs und habe auch verschiedene Erfahrungen gemacht. Zwei von insgesamt... ehm... 9 oder 10 Mitbewohnern (nicht alle auf einmal! :D) fand ich anstrengend, aber bei denen hatte ich auch vorher schon ein schlechtes Gefühl.
    Und zu dem ständig sehen muss ich sagen: Wahrscheinlich seht ihr euch ja eben nicht ständig, wenn ihr beide arbeitet. Und du verpflichtest dich ja auch nicht dazu, jeden Abend mit deinem Freund zusammen zu hängen, wenn du deine Ruhe brauchst, bleibst du halt im Zimmer und wenn du Lust hast zu quatschen oder irgendwas zu machen, dann ist jemand da :).
    Ich glaube es wäre für den Anfang auf jeden Fall besser als eine eigene Wohnung, ich persönlich hätte da auch Angst, zu vereinsamen. Und mit oder über deinen Freund lernst du ja vielleicht auch noch neue Leute kennen.

    Falls es im Endeffekt doch nicht funktioniert, könntest du doch sicher auch wieder zu deinen Eltern ziehen oder denkst du eher nicht?
    Man bereut meist nur die Sachen, die man nicht probiert hat, also ich kanns nur empfehlen! Was könnte schlimmstenfalls passieren? Wenn du Angst hast, dich mit deinem Freund zu zerstreiten dabei, könntest du vielleicht vorher mit ihm darüber reden, dann könnt ihr abklären wie ihr beide tickt (was z.B. Putzen und Lautstärke angeht).

    Ich hoffe es läuft gut für dich, egal welche Entscheidung du triffst ;).
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