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Was ist eure Superkraft?

Ich hab gestern beim Surfen eine Unterhaltung (vermutlich auf tumblr oder Reddit) gelesen, in der sich Autisten darüber unterhielten, dass sie elektrischen Strom hören/spüren können. Leute, die dem Threadersteller antworteten, waren total baff, dass das nicht alle können! Sie wussten, dass SIE das können und dachten, jeder könne es.
Freies Zitat... Freund: "Belastet dich diese Stille nicht?" Ich: "Willst du damit sagen, du hörst diesen unfassbar lauten Kühlschrank nicht?!" Vllt schlechtes Beispiel, weil Kühlschränke schon recht laut werden können, aber es war auch die Rede von dem Licht, das Glühlampen emittieren und das die Geräusche dann eher schluckt oder dem hohen Pfeiffen von anderer Elektronik, das fast eher gespürt als gehört wird. Dinge, die ich nachvollziehen kann, denn auch ich höre oft Elektronik, wenn auch nicht in dem Maße, wie diese Menschen das beschrieben haben.

Wir sind nun hier keine Autisten, aber auch wir können Dinge, die Andere nicht können. Ob das jetzt mit Introversion oder Hochsensibilität oder Empath-sein zu tun hat oder einfach mit unserer ganz individuellen Mischung "Ich".

Habt ihr so eine Superkraft, die andere Leute nicht haben? Habt ihr Fähigkeiten, die ihr vielleicht immer für selbstverständlich gehalten habt, über die Andere aber nur staunen können oder sie nicht mal verstehen?

Kommentare

  • Interessante Frage San.

    Momentan spüre ich, wenn Menschen es nicht gut mit mir meinen, ohne, daß sie dies aussprechen würden. Zählt das auch als Superkraft?

    Ich will künftig mein Gespür für echte und unechte Menschen noch mehr schärfen und den Unechten noch häufiger aus dem Weg gehen.

    Das, was du beschreibst mit den Elekrogeräten kenne ich leider auch sehr gut - insebsondere bei Computern und Zubehör. Ernte dafür von meinem Umfeld leider sehr viel Unverständnis, wenn ich denn mal etwas in die Richtung verlauten lasse. Dauerhafte Geräusche sind meiner Meinung nach eine Belastung, die man nicht unterschätzen sollte. Wobei da jeder selbst für sich entscheidet, was er bereits als Lärm empfindet oder eher als Musik im Hintergrund :)

    Bin mal gespannt, was hier noch für Superkräfte zu Tage gefördert werden.
  • @enjoythesilence Klar zählt das! :) Das is doch ne super Kraft! (omg, bitte nicht schlagen, ich geh ja schon)
    Glaub, die könnt ich auch öfter gebrauchen.

    Zu dem elektrokram fällt mir grad ein, dass mein Kollege mal nen Monitor hatte, der nach gewisser Zeit zu fiepen anfing. Immer wenn der Kollege auf Auswärtsterminen war, hab ich den Monitor deswegen ausgemacht. Unser ITler, nun schon ein zwei-drei Jahrzehntchen älter als ich (ich betone das, weil man im Alter beim Hören zuerst die hohen Frequenzen einbüßt) stand eines Tages bei mir im Türrahmen und meinte "Wie kannstn so arbeiten? Ich bring dir mal nen neuen Monitor!" Ich war überglücklich, weil ich nicht gedacht hatte, dass er das überhaupt wahrnehmen kann.
  • Ich hab als Kind geglaubt ich wäre ein Ausserirdischer, weil ich an meinem linken Mittelfinger ein Kreisrundes Etwas hatte, das keines von den anderen Kindern hatte.

    Wie sich später dann zu meiner grossen Enttäuschung herausstellte, hatte ich da lediglich eine schnoede Warze. Ähem.^^

  • Und dann fällt mir noch ein, dass ich als Kind mit Gott Fussball gespielt hab. Ich bin mir heute nicht so sicher, ob es Gott war, mit dem ich da gespielt hab, aber der Ball kam immer wieder zurück... (Und nein, ich spielte nicht an einem Hang, sondern auf einer ebenerdigen Wiese)
  • Sollte ich etwas vergleichbares haben, dann vielleicht, dass ich mich je nach Situation auch in jemand anders hineinversetzen und das Handeln der Person deuten kann.
    Und auch, dass ich mein eigenes in einem Spiegel betrachten und bewerten kann.

    Zumindest wird mir das hin und wieder von jemanden als sehr seltene Eigenschaft ausgelegt.
  • Und finally... Als Kind konnte ich emporsteigen und mich selbst im Bett liegen sehen.

    Wie zum Teufel hab ich das damals hinbekommen?
  • SanSan
    edited März 26
    Das, was @EinNerd beschreibt, kann ich auch, deshalb kann ich dir nicht sagen, ob das selten ist oder nicht. Wie bei den eingangs beschriebenen Autisten fällt es mir schwer, bei sowas nicht unreflektiert von mir auf andere zu schließen und davon auszugehen, dass alle das können, aber vermutlich hast du Recht, wenn ich mal genau drüber nachdenke.

    Was @Peloquin beschreibt, kenn ich allerdings gar nicht. Ich hatte allerdings mal n Hühnerauge am Fußballen als ich klein war, fand das nur leider nicht spektakulär, obwohl's n Bild von mir aufm Klo sitzend gibt, wie ich das Teil in die Kamera zeige (bei genauem Kontemplieren fällt mir gerade ein, wie suuuper strange meine Familie ist, solche Fotos zu schießen und dass ich niemals heiraten darf, weil meine Schwester mir irgendwann mal damit gedroht hat, dieses und andere peinliche Bilder bei meiner Hochzeit großartig zu präsentieren).

    Edit: Urgh. Bitte begeht nicht denselben Fehler wie ich und googlet aus Neugier Hühneraugen.
  • Eigentlich wollte ich ja drüber hinweg lesen, weil das Wort "Superkraft" sich so surreal anhört.
    Mir selbst war es lange gar nicht bewusst, aber es scheint wohl so zu sein, dass ich ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden habe und sehr empathisch bin. Letzteres äußert sich, wenn ich das denn glauben darf auch sehr stark in Berührungen. Zumindest dann, wenn ich Jemanden sehr mag.
    Ich selbst empfinde das nicht so, aber es gab immer wieder die Rückmeldung, dass das sehr wohltuend wäre.

    Also nicht direkt etwas übermenschliches, würde ich sagen. Mein Hören war auch mal überdurchschnittlich gut und dann kam sehr viel sehr laute Musik, sodass sich das erledigt hat.
  • @MindSneaker

    Da haste wohl keinen Gehörschutz bei all den Konzerten mit gitarrenlastiger Musik dabei gehabt *zwinker*
  • @enjoythesilence einerseits das nicht, andererseits auf meinen Schulwegen immer schön den MP3-Player auf voller Lautstärke gehabt. Rund drei Stunden täglich ist dann schon unklug.
  • edited März 26
    Moin moin, ich kann mich auch gut in andere hinein versetzen. ^^
    Ich habe auch ein Gehör, was etwas sensitiver ist, aber Strom konnte ich nicht wirklich hören... Ich glaube das mit dem Monitor ist ein gutes Beispiel! So in etwa muss es für Leute mit normalen gehör sein! Der Reiz ist da, wird aber nicht so stark wahrgenommen. Genau wie bei dem älteren Kollegen, der eben das piepen des Monitor nicht mehr wahrnimmt.

    Was bei mir recht creepy in meiner Kindheit war, dass ich Dinge geträumt habe die irgendwann genauso passiert sind, wie ich Sie geträumt habe...!
  • SanSan
    edited März 27
    @MindSneaker Das Wort "Superkraft" hab ich bewusst so gewählt, da ich glaube, dass wir Menschen uns viele Dinge phantastischer ausmalen, als sie eigentlich sind. Nimm Magie. Sie steckt überall drin und doch haben wir uns überkrasse Hexen (Charmed, Sabrina, Hexen kommen irgendwann auch in jeder Fanatsy-Serie vor) erdacht, die Dinge schweben lassen oder gestalterisch verändern können, die maßgeblich Einfluss auf ihre Umwelt ausüben können.
    Magie existiert! Sie ist nur so viel subtiler und bei weitem nicht so plump und sichtbar, wie es im Fernsehen gezeigt wird. Sie besteht zwischen zwei Menschen, die sich unwiderstehlich zueinander hingezogen fühlen. Man kann sie morgens spüren, wenn die Welt noch schläft und der Rauhreif über allem liegt, die Sonne sich träge über den Horizont kämpft und man scheinbar der einzige Mensch in den Straßen ist. Sie steckt in all den wunderschönen Blumen da draußen, und darin, wie das Gefüge der Welt eineinader greift, wie alles aufeinander abgestimmt ist.

    Natürlich sind wir alle keine X-Men. (Wir sind höchstens Int-Men *grins*)
    Aber wir alle haben subtile Fähigkeiten, die Andere eben nicht haben. Ihr habt schon viele tolle Beispiele genannt und ich bin gespannt, was vielleicht noch alles kommt.

    Mal ne dumme Frage, aber ist es nicht schwierig, wenn man blind ist, das Gehör teilweise eingebüßt zu haben? Ich kenn mich gar nicht mit dem Thema aus, deshalb hoffe ich, dass ich nicht unsensibel bin.
    Mein Gehör ist ziemlich spitze, das kann manchmal extrem nerven, meistens wenn ich schlafen will und mich die kleinsten Geräusche aufschrecken oder ich meine Decke überm Ohr haben muss, um das hochfrequente Fiepen des Weckers nicht zu hören (Decken überm Ohr verringern hohe Frequenzen, aber keine niedrigen, was zusätzlich manchmal ein Problem ist)
    Auch wenn's mich oft nervt, würd ich ungern auf mein Gehör verzichten wollen. Und schon gar nicht, wenn ich auch keine optischen Reize habe, um mich in der Welt zurecht zu finden. (Wenn ichs mir aussuchen müsste, würd ich tatsächlich "lieber" mein Gehör als mein Augenlicht verlieren.)

    @Mr_Hanky Ui das mit den Träumen ist ja auch krass. Würd ich eindeutig in die Kategorie "Magie" zählen ^^
  • @san es gibt keine dummen Fragen. Mein Gehör war mal überdurchschnittlich. Von daher macht es schon einen Unterschied. Allerdings ist der nicht ansatzweise so gravierend, wie es sich vielleicht las.
    Ich habe allerdings festgestellt, dass ich beispielsweise aus Musik viel mehr heraushöre. Einfach, weil ich den Sinn bewusster einsetze. Das ist, denke ich, wichtiger als das rein objektiv zu beurteilende Vermögen, was dieser oder jener Sinn leiste.

    Ob ich da von Magie sprechen würde weiß ich nicht. Ich verstehe aber, was du meinst und ja, diese Momente haben ihren ganz besonderen Charme.
  • @MindSneaker Oh, dann hast du doch Supergehör. Vielleicht nicht in Quantität wie ich, sondern in Qualität.
    Und klar, manche leute sagen da nicht Magie zu, ich halt schon. *smile*
  • @san das kann man natürlich nennen, wie man möchte. Es wird ja auch gern von "magischen Momenten" gesprochen. Interessanterweise kann ich mich damit eher identifizieren.
    Die Güte des Gehörs bzw die Interpretation des Gehörten ist einfach Übungssache.

    Um aber wieder zum Thema zurückzukehren: Mit Sicherheit ist eine gewisse Ruhe, die man ausstrahlen kann, wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung auch so eine Superkraft.
  • Neben einem überaktiven Geruchssinn und Gehör würde ich eine ausgeprägte Intuition als meine Superkraft bezeichnen. Oftmals hat sich das erste Gefühl zu einer Person oder Sache im Nachhinein bestätigt. Um darauf zu hören muss ich allerdings gut bei mir sein und das vom Verstand/Willen/Hoffen und Wünschen abschirmen (da hätt ich gern so nen roten Powerschild :o)), sonst wird es davon plattgemacht.
  • Oh, was für ein interessanter Thread :D.

    Ich war früher manchmal traurig, weil ich auf Grund meiner Unauffälligkeit gerne einfach mal übersehen/vergessen werde. Dann habe ich ein Buch gelesen, in dem ein Junge so unauffällig ist, dass seine Superkraft quasi Unsichtbarkeit ist und er so z.B. Leute ausspionieren kann XD. Seitdem sage ich, "Unsichtbarkeit ist meine Superkraft!" falls mal jemand sagt "Oh, ich habe gar nicht gemerkt, dass du da warst!" :).

    Ansonsten, ja das mit dem Hören ist bei mir auch so eine Sache, ich bin auch sicher, dass ich hier schon mal darüber geschrieben habe. Mich stören auch so kleine Nebengeräusche, die andere Leute oft gar nicht wahrnehmen und dann muss ich erstmal rausfinden woher das kommt, sonst habe ich keine Ruhe. Ich kenne das auch bei manchen Elektrogeräten, dass die noch so ein kleines Summen von sich geben, aber ich glaube das ist noch im Normalbereich :D. Ich glaube aber auch generell, dass es mich eher stört, was "ungewöhnliches" zu hören, also das habe ich hauptsächlich zuhause.

    Bei Gerüchen ist es bei mir auch recht krass. Manchmal kann ich riechen, wenn, kurz, bevor ich reinkomme, eine fremde Person in der Wohnung war. Ist das schon eine Superkraft? :D Ich will jetzt auch nicht sagen, dass die Personen besonders stinken, aber ich merke dann halt, dass es nach "anderen Menschen" riecht. Manchmal fühle ich mich wie ein Tier :D.
    Handelübliches Parfum finde ich in den allermeisten Fällen auch viel zu krass, kann selbst sowas gar nicht tragen, find ich furchtbar :,D.
  • @skadi: Du bist Violet?! :D
    https://besthqwallpapers.com/Uploads/5-8-2018/60522/thumb2-4k-violet-parr-2018-movie-the-incredibles-2-violet.jpg
    Sehr cool!
    Unsichtbarkeit hätt ich bisher nicht zu meinen Superkräften gezählt, aber ich selber bin auch lieber unsichtbar. Es ist mir irgendwie unangenehm, wenn ich für jemanden sichtbar war, obwohl ich das nicht gemerkt hab.

    Super-Geruch zähle ich definitiv zu Superkräften, das hab ich nämlich auch. Gerade bin ich drei Treppenaufsätze hinter einem Kollegen die Treppe hoch, dessen Büro ich immer sehr arg rieche, wenn ich daran vorbeigehe. Den Kollegen roch ich auf den unteren Absätzen auch noch, als der schon oben war. Manchmal is super leider nich so super.
    Besonders schlimm is dieses "nach Menschen riechen", wenn sich die Türen von öffentlichen Verkehrsmitteln öffnen und man noch draußen steht. Ich rede zwar nicht von dem Sommer-Schweiß-Geruch, im Gegenteil find ichs im Sommer oft frischer ind er Bahn weil die Fenster für Durchzug offen sind. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diesen Menschen-Abgestanden-Muff nich auch alle anderen riechen.

    @Louise, uh auch eine schöne Superkraft! Das Problem, dass ich auf diese kleine Stimme im Kopf viel zu oft viel zu selten höre, kenn ich auch :/
    Aber das ist zum Beispiel genau das, was ich mit Magie gemeint habe. Unsere Intuition. Das Bauchgefühl. Der Körper, der lange vor dem Kopf weiß, was richtig und was falsch ist.

  • @San: Im Alltäglichen gelingts mir mittlerweile ganz gut, darauf zu hören. Aber hart mit Erfahrung erkauft. Und zwischendurch greift man halt mal kurz ins Klo.. :-)

    Die Frage "Warst du auch da?" hatt ich letztens auch. Und ich habe an dem Abend sogar mit der Person gesprochen. Ähm.. ja.

    @Skadi: Parfum kann ich auch nicht, habs versucht und schließlich gelassen. Macht mich wahnsinnig. Kann auch riechen, wer vorher im Aufzug oder Treppenhaus war. Und ganz oft stört oder erfreut mich ein Geruch, den andere nicht oder viel später wahrnehmen.

    Klingt jetzt vielleicht bisi eingebildet, aber durch das Hineinversetzen in verschiedene Personen oder Positionen kann ich manchmal recht gut zwischen Menschen vermitteln. Merke dann, wo es bei der Kommunikation hakt und "dolmetsche".
  • edited März 28
    Das ist eine sehr interessante Frage, @San. Sie beschäftigt mich gerade, aber ich schäme mich ein bisschen sie zu beantworten, weil ich den Begriff "Superkraft" in Bezug auf mich als übertrieben empfinde.

    Ein paar positive Dinge gibt es durchaus (aber keins davon habe ich bisher als "Superkraft" angesehen):

    Ich habe ein sehr gut funktionierendes Bauchgefühl, auf das ich mich wirklich verlassen kann. Auch wenn ich etwas noch nicht mit Worten ausdrücken kann oder mir noch Argumente fehlen, habe ich bereits eine Intuition, die sich im Nachhinein fast immer auch als richtig erweist. Dies betrifft einerseits Entscheidungen und andererseits auch zwischenmenschliche Aspekte. So habe ich z.B. ein gutes Gefühl für Schwingungen in Bezug auf andere Menschen. Also ich kann fühlen, ob mir jemand auf herzliche Art sympathisch erscheint und ich dieser Person mehr über mich erzählen möchte oder ob eine gewisse Antipathie besteht (auch wenn sie nicht offensichtlich ist) und ich mich lieber zurückziehe und möglichst wenig von mir preisgebe.

    In Bezug auf Menschen, die mir wichtig sind, habe ich ein sehr gutes Gedächtnis für Daten. So nach dem Motto: "Sag mir deinen Geburtstag und ich weiß ihn, ohne nachsehen zu müssen." Der Geburtstag ist nur ein klassisches Beispiel, ich kann mir auch andere Daten und Jahreszahlen merken. Und dann mache ich diesen Menschen gerne eine Freude und lasse sie wissen, dass ich an sie denke.
    Für mich ist das eigentlich selbstverständlich, aber es scheint wohl doch eine recht außergewöhnliche Gabe zu sein, denn z.B. wird mein Geburtstag ganz gerne mal vergessen.

    Und was offenbar eine wirkliche Superkraft zu sein scheint: In Gesprächen höre ich der anderen Person zu und lasse sie ausreden ohne ihr ins Wort zu fallen.
  • @Herbstbube, danke, dass du trotzdem geschrieben hast! Da musst du duch auch nicht schämen, der Begriff ist ja für unser normales Verständnis einer Superkraft absichtlich überzogen gewählt.
    Ja, das mit den Geburtstagen und Daten finde ich tatsächlich "super", denn ich brauche für die meisten Geburtstage einen entsprechenden Kalender oder werde manchmal von Facebook daran erinnert und selbst DANN bin ich mir beim Gratulieren noch unsicher. Ich glaub, es ist mir noch nie passiert, jemandem gratuliert zu haben, der gar nicht Geburtstag hat und dennoch bin ich jedes Mal vollkommen nervös, ob er denn auch WIRKLICH Geburtstag hat.

    Hehe, ja das Ausreden ist wirklich eine Superkraft :D
  • @San: "Schämen" war vielleicht der falsche Ausdruck. Jetzt im Nachhinein denke ich, dass "unangenehm" es besser trifft. Ich sehe mich selbst nicht als besonders super an. Das ist sicher eine Sache des Selbstwertgefühls, und meins ist nun mal nicht allzu stark ausgeprägt. Ich weiß zwar durchaus, dass ich ein paar positive Eigenschaften habe, aber das sind für mich keine Superkräfte. Wobei ich diesen Thread ansonsten aber äußerst interessant finde und mich der Begriff "Superkraft" in Bezug auf alle anderen, die hier geschrieben haben, überhaupt nicht stört. Nur in Bezug auf mich finde ich ihn unpassend. Dabei bekomme ich gerade in der letzten Zeit einige positive Rückmeldungen von anderen Personen. So wurde mir z.B. von mehreren Personen (unabhängig voneinander) eine hohe Empathie und ein großes Verständnis "bescheinigt", also scheint das ja was Besonderes zu sein.

    Mit Geburtstagen ist das so eine Sache. Ich finde, es kommt auf die Gesamtsituation an. Wenn ich das ganze Jahr lang keinen Kontakt zu jemandem habe, brauche ich von dieser Person auch keinen Glückwunsch zum Geburtstag. Aber in Bezug auf echte Freundschaften ist mir das schon wichtig. Ich merke mir jetzt auch nicht JEDEN Geburtstag oder Hochzeitstag oder was auch immer, aber bei Menschen, die mir wichtig sind und die ich gerne mag, schon. Aber da ist ja auch jeder Mensch anders. Nur weil ich mir solche Daten leicht merken kann, heißt das noch lange nicht, dass andere das auch können. Dafür kann ich sicher einige andere Sachen nicht so gut, die andere besser können.

    Übrigens habe ich meinen Geburtstag bei Facebook inzwischen rausgenommen, und siehe da … letztes Mal hat mir niemand von meinen Facebook-Pseudo-Freunden zum Geburtstag gratuliert. Aber damit kann ich bestens leben, denn darauf kommt es mir überhaupt nicht an. Es geht mir dabei tatsächlich nur um Menschen, die mir näher stehen.
  • Superkräfte hab ich mir immer gewünscht. Dinge bewegen zu können wie in Star Wars. Oder Gedanken lesen, das wär schon was.

    Allerdings war ich schon in einigen besonderen Situationen, hinter denen eine spezielle Kraft stecken könnte.

    z.B: hab ich an einen Menschen sehr intensiv Gedacht und wenige Sekunden später ruft mich genau diese Person an. Ähnliches hatte ich auch schon mit WhatsApp oder Facebook. Das Menschen mit denen ich Jahre keinen Kontakt hatten mir genau an dem Tag geschrieben haben, als ich mal wieder an sie gedacht habe.

    Oder eine Situation war besonders Strange. Ein Mensch den ich Jahrelang nicht gesehen und an den ich Jahre auch nicht gedacht hab, erschien mir plötzlich im Traum. Ein oder 2 Wochen später hab ich erfahren das dieser Mensch genau in der Nacht verstorben ist!

    Meine Intuition würde ich wohl noch als Ausgeprägt bezeichnen. Ich fühle oft was das richtige ist. Egal ob es um das Einschätzen von Menschen geht oder das beantworten von Fragen deren Antwort ich nicht kenne. Auch in anderen Situationen kenne ich auch oft die richtige Lösung ohne sie erklären zu können.

    Grad fällt mir noch ein das ich auf andere Menschen oft beruhigend wirke. Wie ein Ruhepol.
    Zudem habe ich ein ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und sehe zusammenhänge die andere Menschen nicht erkennen können.

    Vllt. fallen mir noch andere Sachen ein, aber fürs erste wars das.
  • @Herbstbube Das hab ich mir schon gedacht, und im Grunde ist der Thread außer dazu, meine Neugier zu befriedigen, auch dafür gedacht, euch Lesern und Kommentatoren eine Gelegenheit zu geben, positiv über euch nachzudenken und gute und wertvolle Dinge an euch zu finden.
    Wie du es beschreibst, wär es mir mit diesem Thread hier sicherlich vor einiger Zeit auch mal gegangen.
    Ich hatte mal von einem Experiment gelesen, das ich auch ausprobieren wollte, um mein Selbstbewusstsein zu steigern. Ich sollte über mich selber Dinge aufschreiben, die mir einfallen, egal ob positiv oder negativ und dann sollte ich Freunde fragen, was ihnen zu mir einfällt, egal ob positiv oder negativ. Die positiven Dinge sollte man sich dann aufschreiben und an einen Ort hängen, wo man sie oft sieht. Das letzte hab ich nie gemacht, aber ich hab nach geraumer Zeit diese Notizen wiedergefunden und war erschüttert, wie wage und relaitivierend ich selbst kleinste positive Dinge über mich selber forumuliert hatte. Als wenn es mir nicht erlaubt sei, gut von mir selber zu denken und würde ich es doch tun, würde mich die Faust Thors zerquetschen.

    Was Facebook angeht, da gratuliere ich eigentlich kaum jemandem. Wem ich gratulieren will, den hab ich auch so in meinem Kalender stehen, da brauch ich keine FB Erinnerung zu. Genau so will ich auch von Leuten nicht gratuliert bekommen, mit denen ich sonst nie rede oder die es ohne die Facebook-Erinnerung nicht mal wüssten. Meinen Geburtstag hab ich deswegen auch schon ewig deaktiviert, die Aufmerksamkeit, die ich darüber bekomme, ist mir von den Leuten, von denen ich sie bekomme, nämlich eher unangenehm als dass ich mich darüber freue, dass man "an mich gedacht hat".

    Uuuh @Stefan87 Vielleicht interessiert dich das Thema "synchronizitäten", in das ich deine Erfahrungen mit den Leuten einordnen würde, an die du gedacht hast und die sich dann bei dir meldeten. Das klingt schon fast hellsichtig, was du da erzählst, sehr krass!
    Bin gespannt, ob dir noch was einfällt! Einen "Ruhepol" zu kennen, ist sicherlich wohltuend für die Leute in deinem Leben!
  • Zählt das auch als Superkraft? Ich hab ein dermaßenes Maß an Selbstbeherrschung, dass ich einfach lächle, wenn mir eigentlich danach ist, inkompetente, heuschlerische Arschlöcher zu Pfählen und ihre Köpfe an den Mauern der Stadt aufzuspiessen.

  • @Peloquin

    Das zählt, auf jeden Fall! :-))

    Gibt doch auch diesen netten Spruch dazu:

    „Lächle, du kannst sie nicht alle töten...“ :-D
  • @Ina: Danke! :) Und ja, das gäb ne Mordssauerei!^^
  • Boah @Peloquin, diese Superkraft hätte ich auch gern! :)
  • @San

    Ich finde deine Idee, uns hier zum Nachdenken anregen zu wollen, auch total toll. Und ich finde es genauso wichtig, die eigenen positiven und wertvollen Eigenschaften zu erkennen und sie auch selbst als positiv und wertvoll anzusehen. Mir persönlich fällt das nur recht schwer, weil die Erziehung durch meine Eltern negativ orientiert war. Das heißt, wenn ich etwas gut gemacht habe, wurde das als selbstverständlich hingenommen, denn es wurde von mir erwartet, dass ich funktioniere. Wenn ich dagegen nicht so funktioniert hatte wie ich sollte, wurde gemeckert. Außerdem wurde ich zur Bescheidenheit erzogen. So war „Eigenlob stinkt“ ein Motto meiner Eltern. Und irgendwie habe ich diese Erfahrungen immer noch etwas in mir drin. Dadurch ist mein Selbstwertgefühl nicht gerade ausgeprägt, und ich denke oft, dass ich gar nichts Besonderes an mir habe oder etwas besonders gut kann. Meine Eltern haben heute noch diese Mecker-Haltung, deshalb kann ich es auch nicht ernst nehmen oder mich gar darüber freuen, wenn sie mich dann tatsächlich mal loben. Bei anderen Menschen freue ich mich dagegen sehr über positives Feedback und nehme dieses auch sehr gerne an. Trotzdem denke ich dann oft, dass die andere Person mich besser sieht als ich wirklich bin.

    Jedenfalls finde ich es wirklich toll, dass du diesen Thread eröffnet hast, denn du hast mich damit tatsächlich zum Nachdenken angeregt. Vielen Dank dafür! :-) Und ja, ich kann sicher sagen, dass meine Intuition meine Superkraft ist. :-)

    Was Geburtstage angeht, bin ich ganz deiner Meinung und dein ganzer Absatz darüber könnte inhaltlich genauso auch von mir sein. Mir war das auch immer unangenehm, wenn mir Leute, zu denen ich ewig keinen Kontakt hatte, bei Facebook gratuliert haben, nur weil sie eine Erinnerung bekommen haben und ich mich dann auch noch höflicherweise dafür bedankt habe. Darauf kann ich ebenfalls sehr gerne verzichten und tue dies ja nun auch.
  • edited April 4
    @Peloquin

    Diese Selbstbeherrschung habe ich auch, wie mir durch deinen Beitrag gerade wieder einfällt. :-)
    Ich habe das nie als etwas Besonderes angesehen und es war mir lange Zeit auch gar nicht bewusst, bis mich vor ein paar Jahren mal ein Arbeitskollege darauf angesprochen hat, dass er es total bemerkenswert findet, wie souverän ich mit Inkompetenz umgehen würde und dass er das auch gerne so können würde.
  • Auch wenn mir dieser Thread teils surreal aber auch teils interessant erscheint, klinke ich mich hier ein!
    Dies, was @Skadi schrieb über das "Nicht Auffallen"... kann ich bei mir auch so empfinden/feststellen. Ich habe ebenso das Gefühl, dass ich oft so ruhig bin und mich so ruhig fortbewege (nicht immer, aber oft), dass man mich nicht so bemerkt oder dies bei mir als durchaus angenehm empfindet (z.B. auf Arbeit) - zugleich bin ich oft, wenn ich euphorisch bin, stimmlaut beim erzählen :-D :-D !
    Als Kind/Teenager habe ich mir daher oft gewünscht, ich wäre auch gerne unsichtbar... Vielleicht auch, um mal gerne Schabernack zu treiben, ohne das mich jemand erwischt *g* !

    Heutzutage habe ich so empfindliche "Antennen", dass ich so manche Situation vorher erspüren kann, bevor sie entsteht... Kennt das jmd. von Euch???
  • @Herbstbube: Dafür kann dein Absatz über "Eigenlob stinkt" von mir sein! Ich glaube, das liegt ganz tief in den Wurzeln dieser Gesellschaft, dass man zum Funktionieren erzogen wird. Dinge, die man gut macht, werden als selbstverständlich angesehen und Dinge, die man nicht so gut macht, werden über die Proportion aufgeblasen und einer angeblichen, tief sitzenden Charakterschwäche zugeschrieben. Man ist nicht gut so, wie man ist.
    Ich merke, dass ich da schon viel an mir arbeiten konnte, wenn ich die Dinge zwar genau so anerzogen bekommen habe wie du, sie aber nicht mehr ganz so intensiv lebe wie früher.
    Als Erwachsene machen wir ja immer schön weiter mit den Dingen, die uns anerzogen wurden. Und wir sind meistens unser härtester Kritiker und hätten wir einen Freund, der so mit uns reden würde, wie wir uns oft selber beschimpfen, dann würden wir diesen toxischen Menschen ganz sicher ziemlich schnell aus unserem Leben verbannen. Nur wir dürfen und müssen aus irgendeinem Grund giftig und eklig zu uns sein, als würde ein Unterlassen von ständiger Selbstgeisselung bedeuten, dass wir ein schlechter Mensch sind.

    Ich hab grade erst gelesen: "Du hast dich Jahre lang für die kleinsten Fehltritte brutal fertig gemacht. Es ist Zeit, damit aufzuhören und anzufangen, dich für die kleinsten Erfolge dermaßen zu feiern!"

    Ich kann nur jedem nahe legen, das zu üben. Und es freut mich, dass ich dich mit diesem Thread schon mal in diese Richtung zum Nachdenken angeregt habe :)

    @Hollowman Hast du ein Beispiel für eine solche Antennensituation?
  • @San
    Ich versuche, solch eine "Antennensituation" zu erklären. Es ist mehr ein Bauchgefühl, welches mir in solch Situationen die Nackenhaare hochstehen lässt - es liegt etwas in der Luft, das nehme ich wahr und merke dass irgendetwas faul ist. Und das merke ich dann alles, bevor jemand überhaupt etwas sagt bzw gesprochen wird.

    Und ich sage mir dann immer: "Wusste ichs doch, habe ich gespürt! Irgendwas war faul ...."
  • @San:

    Das gebe ich dir völlig recht, sehe ich genauso. Ich konnte da auch schon viel an mir arbeiten und habe auch schon viele alte Verhaltensmuster ablegen können. So setze ich mich selbst nicht mehr unter Druck, bestimmte Dinge können zu müssen und stehe auch dazu, dass ich bin wie ich bin.

    Für mich selbst weiß ich auch, dass ich einige starke Eigenschaften habe, die mich auszeichnen. Aber ich tue mich schwer damit, diese zu präsentieren bzw. mich nach außen hin dafür selbst zu loben. Aber wenn ich mal eine positive Rückmeldung bekomme, nehme ich diese sehr gerne an und kann mich auch darüber freuen.

    Und ich bin mittlerweile auch soweit, dass ich mich für „Fehltritte“ schon lange nicht mehr fertig mache. Ich gestehe mir zu, Fehler machen oder auch mal eine falsche Entscheidung treffen zu dürfen.

    Insgesamt kann ich sagen, dass ich mich früher oft verstellt habe, weil ich immer dachte, dass ich nach außen perfekt wirken muss und keine Fehler machen darf. Aber inzwischen sehe ich das anders und denke nicht mehr so sehr darüber nach, was andere über mich denken könnten. Heute kann ich sagen: So wie ich bin, das bin ich.
  • Dann schließe ich mich auch mal der Runde an, bin mir aber auch nicht sicher, ob meine “Superkraft“ auch als diese gilt. ^^

    Ich denke abstrakter als die anderen, man könnte möglicherweise auch komplizierter sagen. Mir ist das schon in den verschiedensten Situation aufgefallen, in der Schule oder auch im Alltag. Ich finde Lösungswege, auf die andere nicht gekommen wäre und gehe lieber eher den Weg rundherum, als den geraden Weg zu nehmen, wenn man das so sagen kann.

    Ich habe zum Beispiel beim Zählen auch immer eine Zahlenschlange vor meinem inneren Auge, wo jede Zehner Reihe an einem bestimmten Platz steht. Ich kann's nicht genau erklären, aber nachdem ich mal mit anderen Menschen darüber geredet haben und die mich nur schief angeschaut habe, habe ich gemerkt, dass ich da irgendwie anders bin, obwohl ich immer dachte, dass alle so denken, wenn sie zählen.
  • @User26 Beeindruckend! Vor allem für mich, die ich mich allgemein gern als Zahlen-Legastheniker bezeichne. Ich hab wirklich ein Problem mit ungeraden Zahlen, insbesondere die 5 und die 7. Addieren oder auch nur zweistellige Zahlen vorlesen sind manchmal ein Problem für mich. (Das wird beim D&D oft peinlich wenn ich meine Stats auf meine Würfe aufrechnen muss. Die Leute schauen oft schon auf meine Würfel und rechnen stellvertetend für mich. Ich war neulich der festen Überzeugung, dass 5 und 9 [oder irgendwas in dem Dreh] 21 ergibt. So viel also auch zum Thema, was so die Super-Fails eines Intros [oder Menschen] sein können.)
    Umso cooler find ichs, dass du Zahlen für dich intern sogar visualisierst!

    @Hebstbube: So geht's mir auch. Glaub, wir sind auf nem guten Weg :) Für meine grottigen Zahlenfähigkeiten mach ich mich immerhin nicht selber fertig sondern erzähl das auch noch Fremden im Internet ^^'
  • @San: Das glaube ich auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und gerade Menschen, die offen zu ihren Fehlern, Ecken und Kanten stehen, sind die, die mir meistens am sympathischsten sind. Für (vermeintlich) "perfekte" Menschen dagegen empfinde ich oft schnell Antipathie. Das ist jetzt sicher sehr pauschal ausgedrückt und letztlich kommt es natürlich auf jeden einzelnen Menschen selbst an, aber insgesamt trifft das schon so zu.

    In diesem Sinne hast du in Bezug auf deine Zahlen-Legasthenie meine volle Sympathie. :-)
  • Danke ^^ Ich sagte gestern wieder (es entwickeln sich schon Insiderwitze um meine Zahlen-Legasthenie) beim D&D: "Dafür kann ich andere Dinge!... Bestimmt!"
  • @San: Davon bin ich überzeugt. :-)
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