Hey Fremder!

Sieht so aus als wenn du neu hier bist. Wenn du mitmachen willst, drücke einen dieser Buttons!

Aufgrund der Datenschutzgrundverordnung ist es wichtig, auf das Impressum sowie die Informationen zum Datenschutz hinzuweisen. Hier sind die entsprechenden Seiten: Impressum – Datenschutzerklärung. Außerdem möchte ich auf die Hausordnung des Forums verweisen.

Was motiviert euch jeden Tag aufzustehen?

Eigentlich kann man die Frage auch so stellen: Was ist euer Sinn des Lebens? Wieso steht ihr jeden morgen auf? Was macht es für einen Unterschied, gar nicht mehr aufzuwachen. Schlussendlich stirbt man am Ende doch eh. Ich stelle mir die Frage in letzter Zeit sehr oft. Wieso stehe ich jeden morgen auf, warum mach ich meine Ausbildung überhaupt. Teilweise fehlt mir jegliche Motivation, überhaupt irgendwas zu machen.

Viele Menschen erreichen viel, haben Talente, bewirken und schaffen Großes. Und ich? Meine Schwierigste Entscheidung des Tages ist die Auswahl eines Videospiels aus meiner 240 großen Spiele-Bibliothek. Natürlich kann man jetzt sagen: Junge, mach was aus deinem Leben. Mach Sport oder lern irgendein Instrument. Aber wozu? Jedes mal wenn ich was neue probiere, fehlt mir nach Tagen bereits jegliche Motivation, damit weiter zu machen. Ein ewiger Kreislauf.
Mein einziges Ziel bzw. das einzige, warum ich überhaupt morgens aufstehe, ist meine Ausbildung. Ich will sie irgendwie fertig machen. Und dann? Keine Ahnung

Kommentare

  • Moin,

    für mich klingt das eher so, als wärst Du mit irgendwas unzufrieden und daher etwas deprimiert.
    Kann Dir dies bezüglich leider nicht so wirklich helfen (auch wenn ich das Gefühl selbst lange hatte), doch ich versuche Deine Frage aus der Überschrift zu beantworten, welche sich in meinem Fall jedoch nochmals von meinem Lebenssinn unterscheidet.

    Mein Grund jeden Tag aufzustehen ist es tatsächlich nicht wieder in so ein Muster zu verfallen, jeden Tag - auch wenn ich es nicht wirklich tue - zu genießen, in dem arbeiten gehe, mit Menschen kommuniziere und so die Welt in mich aufnehme.
    Weiterzukommen, Freude zu empfinden.
    Das ist keine Kritik gegen Deine Person, falls Du das so empfinden solltest, ich habe viel mehr selbst Angst vor einem Rückfall und motiviere mich genau deshalb jeden Tag aufs neue, zumindest aus dem Bett und Haus zu kommen.

    Mein Leben an sich hat einen andern Sinn, zumindest teilweise.
    Ich will soviel erleben wie es mit meiner Person vereinbar ist, ich will mit Dingen, welche mir Freude bereiten, viel herum tüfteln und mit Menschen, mit denen ich gut kann, darüber ins Gespräch kommen und mich weiterentwickeln.
    Soweit, bis ich irgendwann auch mal an die richtige Frau stoße und sich möglicher Weise sogar eine Familie daraus ergibt, wobei das schon wieder eher in Richtung Zukunftswünsche geht.

    Was ich definitiv für mich weiß, dass mir auf Dauer in der Wohnung, die Decke auf den Kopf fällt.
    Selbst als introvertiertes Wesen, welches jeden Tag spielen, am Rechner sitzen und Fernsehen gucken oder Bücher lesen könnte, brauch auch ich als Individuum von Zeit zur Zeit Abwechslung, weshalb eine feste Routine nur in Maßen gut ist.

    Soviel lässt sich über mich jedenfalls behaupten.
  • Hallo @Irgendjemand,

    ich nehme mal einen etwas anderen Weg, um mich der Frage zu Nähern und beginne direkt mit einer Gegenfrage: Muss es den einen Lebenssinn geben?

    Was wäre, wenn jeder Tag erneut die Chance bietet, gut oder auch schlecht zu werden? Was passiert, wenn du den Moment wahrnimmst?

    Aber lass mich erklären. Vielleicht wird es dann etwas klarer. Vermutlich hatte jeder mal mehr oder weniger solche Gedanken wie "Was mache ich mit meinem Leben?" Ich habe für mich festgestellt, dass es beruhigen kann, wenn man im Moment bleibt. Das bietet dir nämlich die Chance unvoreingenommen zu sein. Beispiel gefällig?

    Ich hatte mich gestern mit einem Freund verabredet, weil der sich eine Gitarre kaufen wollte und mich beratend dabei haben wollte.Darüber hätte ich mir jetzt den Kopf zerbrechen können. Stattdessen passierte der Kauf problemlos und wir gingen anschließend etwas essen. Das war bereits eine spontane Entscheidung. Die hat dazu geführt, dass wir auf die Gitarrentasche angesprochen wurden und eine Einladung zu einer Jam-Session bekamen.

    Genau so wenig, wie sich der spontane Hunger planen lässt, lässt sich das Leben in weiten Teilen planen. Hör auf dein Bauchgefühl und sei zufrieden mit dir selbst. "Aber jeder hat doch Dinge, die er an sich nicht mag!" Richtig. An denen kann man ja auch Schritt für Schritt arbeiten.

    Vielleicht hilft dir das passende Buch? Was in jedem Fall hilft ist, dich von den Erwartungen der anderen, denn die hast du offensichtlich in dich aufgesogen, nicht in dem Maß beeinflussen zu lassen. Du bist, wie du bist. Dagegen kannst du kämpfen, du kannst aber auch schauen, was dir ganz individuell gut tut. Ich persönlich habe da mittlerweile einen fast schon radikalen Ansatz.

    Du hast deine Ausbildung und willst diese zu ende machen, weißt aber nicht, was danach kommt? Macht nichts. Mache sie erstmal zu ende und vielleicht ergibt sich bis dahin die Zukunft von ganz allein. Gib deinem Leben die Chance, dich zu überraschen.
  • Hallo @Irgendjemand, da meine Beiträge scheinbar sowieso oft schwer zu verstehen sind, antworte ich mal auf deine Fragen ohne Rücksicht auf Verstehen sondern so, wie es kommt.
    "Was ist euer Sinn des Lebens?" Das Leben lebt einfach aus sich selbst heraus und für sich selbst und fragt nicht nach einem Sinn. Mein Herz schlägt, ich atme... alles geschieht ohne Anstrengung. So ist es auch mit dem Aufwachen und Aufstehen, es geschieht ständig, wenn hier aufgewacht wird ist woanders eingeschlafen. So gesehen "...macht es keinen Unterschied" in welchem Modus man sich gerade befindet.
    Wenn ein Stern am Himmel verglüht und ein neuer geboren wird, oder eine Zelle des Körpers abstirbt und eine neue Zelle entsteht - für den gesamten Körper ist das natürlich und keiner fragt nach dem Sinn. Wenn nun aber z.B. eine absterbende Zelle glaubt, jemand, nämlich diese absterbende Zelle, zu sein, und mit gewissen Abstand auf 'das Andere' schaut, dann hat sie ein heftiges Problem: sie identifiziert sich mit ihrem 'Körper'. Ihre 'Ich-Energie' ist der Widerstand und damit das Leiden. Und doch ist diese Energie so mächtig und steht dem natürlichen Leben im Wege. Da ist auch nichts gegen zu tun, wer sollte?
    Aber dein inneres Gefühl, dass etwas nicht in richtigen Bahnen läuft, das bringt alles in Bewegung, auch wenn es sich oft leidvoll und sehr unangenehm anfühlt (freu dich!).
    @Mindsneaker empfiehlt, "im Moment zu bleiben", warum? In dem Beispiel zeigt sich, dass da Niemand ist der tut, sondern das Handeln einfach geschieht.
    Das ist ständig und überall so, wenn der 'Vorhang' zwischendurch fällt, auch bei dir.

    Alles ist Bewußtsein, sichtbar und nicht sichtbar zugleich, ohne jeglichen Abstand, eins. Man kann es nennen wie man will, doch tatsächlich ist es nicht benennbar.
    Als ich das noch nicht wußte und mit dem Körper, meiner gesellschaftlichen Rolle etc identifiziert war, fehlte mir auch oft Motivation überhaupt etwas zu machen. Ich verglich mich mit 'Anderen' die mir erfolgreich schienen und alles wurde noch schlimmer.

    "Mein einziges Ziel bzw. das einzige, warum ich überhaupt morgens aufstehe, ist meine Ausbildung. Ich will sie irgendwie fertig machen. Und dann? Keine Ahnung"
    Na, ein Glück! Da bin ich aber froh, dass es diesen Satz noch am Schluss gibt. Du wirst deine Ausbildung fertig machen... soviel Motivation ist vorhanden und das reicht doch erstmal. Was dann passiert siehst du dann, irgendwie geht es weiter.

    Jetzt habe ich den Entwurf von gestern aktiviert und sende sogar.
    Guten Morgen und Gruß von Fanny
  • Ich will nich immer mit der "Depression" Keule kommen, aber....
    falls du dich überwinden kannst, mach doch kurz und unverbindlich mal den Test, ob du an Depression erkrankt sein könntst (https://www.therapie.de/psyche/info/test/depressionen/depression-test/#_) oder falls du Phasen hast, in denen du durchaus einen Sinn siehst und Antrieb im Leben empfindest, es aber momentan alles irgendwie grau und fahl und egal ist, ob du eine depressive Episode hast (https://www.therapie.de/psyche/info/test/depressionen/depressive-episode/#_)

    Das Problem sehe ich im fehlenden Antrieb. Ich kann mich da gut hineinversetzen, da ich immer mal wieder depressive Episoden habe. Ich kenne den Unterschied zwischen "das Leben ist schön/scheiße/irgendwas" und "wozu existiere ich denn überhaupt?"
    Ohne Antrieb geht's halt nicht voran. Ohne Antrieb hast du kein Ziel, keine Idee, keinen Grund und kein Bedürfnis, irgendwas davon zu bekommen. Ohne Antrieb fehlt dir das Herz.
    Ich persönlich kenn nur die Krankheit Depression, die einem derartig das Herz stiehlt, obwohl es grantiert auch andere Ursachen haben kann. Aber deshalb kann ich leider nur in diese Richtung überlegen und Vorschläge machen.

    Falls du oder jemand anderes hier sich angesprochen fühlt und den Test gemacht hat und eventuell eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Depression bei sich feststellt... die verlinkte Seite bietet tolle Unterstützung, wenn man sich professionelle Hilfe dafür suchen will. Ich empfehle grundsätzlich, eine Therapie zumindest auszuprobieren, wenn man alleine nicht mehr aus seinem Loch kommt. Wer Unterstützung oder Infos braucht, kann mir auch gerne jederzeit per PN schreiben (oder hier, falls es für alle interessant wäre). Alles schon durchgemacht und ich kenne die Hinder- und Hemmnisse, die einen davon abhalten, ernsthaft Hilfe in Erwägung zu ziehen. Besonders natürlich, wenn man sich selber überhaupt schon fragt, wozu das alles eigentlich.
Sign In or Register to comment.