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Schämt ihr euch manchmal, introvertiert zu sein?

Hallo, die Frage klingt vielleicht erstmal hart, aber ich komme manchmal wirklich nicht mit meiner Introversion klar. Ich fühl mich oft unwohl in Gesellschaft von Leuten,die ich nicht so gut kenne, weil ich immer denke, ich müsste jetzt was sagen bzw was zur Konversation beitragen. Ich bin absolut nicht der gesprächige Typ, aber ich kann gut zuhören und ich kriege meistens positives Feedback von meinen Mitmenschen. Es ist ja gut und schön, dass sich meine Umwelt in meiner Gegenwart wohlfühlt, nur fühle ich mich fast immer unwohl. Ich zieh mich dann zurück und fühle mich einsam. Das macht mich echt fertig.
Kennt das vielleicht Jemand und könnte mir eventuell einen Rat dazu geben?

Kommentare

  • Hallo Peee_ter,

    geschämt habe ich mich glaube ich bisher noch nicht für meine Introversion. Aber natürlich kenne ich auch dieses unwohlsein in Gesellschaft fremder Leute. Die Einsamkeit, wenn man sich dann zurückzieht, ist wirklich kein schönes Gefühl. Und auch damit bist du nicht allein.

    Ich versuche deshalb mittlerweile, derartige Situationen weitestgehend zu vermeiden, was leider auch nicht immer gelingt. Etwas zu tun, was mir guttut und was mir Spaß macht, hilft mir dann immer am besten, um nicht völlig in diesem Gefühl der Einsamkeit zu versinken.

    Viele Grüße
  • Hallo @Peeee_ter,
    aus meiner Erfahrung kann ich sagen, geschämt habe ich mich nicht wg Introvertiertheit, denn ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Dieses von dir beschriebene quälende Gefühl kenne ich aber noch sehr gut. Heute weiss ich, dass es Blockaden waren.
    Introvertiertheit selbst ist eine wunderschöne Wesensart, das fand ich schon als Kind.
    Introvertierte Kinder, die ganz angenommen werden in ihrem Wesen werden sich zurecht finden in dieser Gesellschaft, ohne Komplexe und Scham.
    Das Problem ist, dass die Erwachsenen ein Problem damit haben und das Kind anders haben wollen, in Richtung extravertiert. Dafür tun sie alles, die Eltern, Erzieher und Lehrer. Diese Art extra-Gehirnwäsche sitzt tief, prägt sich stark ein und verletzt die Würde des Kindes. Es wird nicht nur 'gedreht', es schleppt auch noch die Ängste der Erwachsenen (was soll aus ihm werden?) mit sich herum.

    Jetzt kann es nur noch um Selbst-Annahme gehen, das wirst du hier auch immer wieder lesen. Wenn du erstmal dazu wirklich bereit bist, dann wirst du möglicherweise noch viel mehr von deiner Wesens-Schönheit zutage fördern als du ahnen kannst.
    Das ist der Ausgleich.

    Gruß von Fanny
  • edited Mai 18
    Ich erinnere mich gut daran, dass es mir ähnlich erging. Bei Seminaren z. B. wo ich niemanden kannte. Mit der Zeit habe ich viel ausprobiert und habe eine Möglichkeit für mich gefunden. Klingt banal vielleicht. Ich habe mein Verhalten umgekehrt. Statt mich irgendwann zurückzuziehen, ziehe ich mich gleich zu Beginn zurück. Einen schönen Beobachterposten nehme ich ein - mittendrin. Ich sehe mir mein Umfeld an, lausche Gesprächen, nehme wahr. Und irgendwie ergibt sich dann alles von selbst. Beispielsweise schneidet die plaudernde Gruppe neben mir ein Thema an, das mich reizt und ich kann entspannt einsteigen. Oder jemand sucht mich gezielt auf, weil ich da halt so rumstehe. Manchmal entdecke ich auch Gleichgesinnte, auf die ich auch selbst zugehen kann. Gerate ich doch in ein für mich unangenehmes Gespräch, breche ich ab (Toilette oder Getränk holen) und beginne sozusagen von vorn.
  • Tut mir unendlich leid dass ich so spät erst antworte und vielen Dank für die Kommentare.Es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist auf dieser Welt, mit diesen inneren Konflikten...
    Mir ist aufgefallen, dass eigentlich jeder mit dem ich zu tun hab (Familie + Freunde) extrovertiert ist und ich mich da oft wie ein Sonderling fühle. Ich würde so gerne auch Freunde haben, die introvertiert sind, wie ich, nur ist es schwer solche Menschen kennenzulernen, weil wir eben sind, wie wir sind.
  • Hi @Peeee_ter,
    ich kenne das nur zu gut. Ich denke auch oft, so jetzt muss ich aber auch langsam mal was zum Gespräch beitragen und dann kommt meistens.... nix. Ich bin aber auch immer sehr mit zuhören und durchdenken des Gesagten beschäftigt, dass ich irgendwie nie richtig ins Gespräche reinkomme, zumindest bei Gesprächen mit mehreren Leuten.
    Bei Besprechungen auf der Arbeit empfinde ich es als besonders schlimm, danach bin ich oft deprimiert wenn ich es mal wieder nicht geschafft habe, ins Gespräch zu kommen. Naja, ich denke ich muss damit einfach entspannter umgehen. Werde ja zum Glück nicht nach Redebeiträgen bezahlt, also sollte es mir egal sein. Wenn ich das wirklich mal so sehen könnte, werden meine Blockaden vielleicht auch mal etwas durchlässiger.

    Hannah
  • Hanna, das ist exakt wie bei mir.
    Arbeit, Studium, Praktika etc solche Situationen sind für mich auch am schlimmsten. Ich hasse Smalltalk :(
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