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Das Leben - nur ein Traum?

edited Juni 18 in Allgemeines
Des öfteren begegnet mir die Aussage 'ich bin ein Tagträumer'. Wird damit gesagt, dass der Tag geträumt wird?
Wenn ja, wer träumt den Tag, und gibt es ein Aufwachen auch vom Tagtraum?
Wenn ich nachts träume, wache ich davon auf und erinnere mich an das Geschehen (oft), manches mal froh, dass es nur ein Traum war. Dann weiß ich, wer geträumt hat - ich.

@Sternenschauer, danke für deine Antwort, sie hat mich zu dem hier inspiriert.
Auch dem Zitate-Thread mag es gut tun, beim Thema zu bleiben (grüß dich @Eagle)

@Smitewe, dein Gedankenspiel habe ich in diesem Zusammenhang sehr interessiert gelesen.
Was würde passieren, wenn es so etwas wie einen Reset-Knopf gäbe und man neu beginnen könnte und weiterleben würde?
Du würdest also mit der Unschuld eines Kindes in dieser Welt ankommen wie sie jetzt gerade um dich herum ist. Da aber alle Erfahrungen gelöscht sind (mit den negativen verschwinden automatisch auch die positiven), fängst du wieder von vorne an, Erfahrungen zu sammeln. Woher willst du dann wissen, ob du diesen oder jenen Weg einschlagen sollst? Ein Urteil für gut und schlecht ist ja nicht vorhanden, wie bei einem Kind. Was würde sich dann grundsätzlich ändern?

Kommentare

  • Woah, ich finde die Vorstellung vollkommen schrecklich. Wären nur die negativen Erinnerungen weg, wäre ich unkomplett in dem, wie ich jetzt bin. Schätze, mein Ego schlägt grade Alarm in den höchsten Tönen bei der Vorstellung, nicht mehr Ich zu sein. Die Welt würde auch dieselbe bleiben. Ich will nicht sagen, dass die Welt schlecht ist, aber sie ist voll von kaputten Menschen und diese Menschen verhalten sich nicht immer freundlich und rücksichtsvoll und manchmal nicht mal ehrenvoll. Ein Mensch ohne negative Erfahrungen muss doch gegen diese harte Welt wie ein fragiles Schiff aus Naivität prallen und zerschellen oder nicht? Außerdem WERDE ich all die negativen Erfahrungen machen. Ich bin tatsächlich eher froh, dass ich die Erfahrungen hinter mir habe, aus denen ich erfolgreich lernen und das erneute Eintreten bisher verhindern konnte. Mir nun vorstellen, dass ich das alles .. okay es wäre ja kein "noch mal", denn in meinem Gedächtnis wären es die ersten Male aber... bin ich in diesem Experiment erwachsen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein erwachsener Mensch ohne negative Erfahrungen wirklich mündig sein kann. Okay darum geht's ja, unschuldig wie ein Kind zu sein.
    Arrgh nee, ich find die Vorstellung grässlich, tut mir leid. Vielleicht heißt das, dass ich einfach "nur" nicht Dinge erlebt hab, die schlimm genug sind, als dass ich sie weghaben wollen würde, ich weiß es nicht. Aber das alles ist Teil von mir und meine innere Löwenmutter bewacht meine negativen Erfahrungen grade wie ihre Jungen.

    Und ganz ehrlich.... ich hab den leisen Verdacht, dass ich selber vermutlich ein ziemlich hochnäsiges Arschloch sein könnte, wenn mir so manche negative Erfahrung erspart geblieben wäre. Ich mein, ich würds dann ja nicht mal merken, aber ICH würde so nich sein wollen.
    Bin gespannt, was hier noch für Antworten kommen!
  • Danke @San, deine Ausführungen haben mich auf die Idee gebracht, die Vorstellung der Festplatten-Löschung von @Smitiwe. abzunehmen und auf das Gesamtgesellschaftliche anzuwenden (er sagt übrigens, dass das ZUVIEL des Negativen den Wunsch ausgelöst hat).

    Wenn wir also die Misere der Menschen bezüglich ZUVIEL Zerstörung und Negatives nehmen, und uns vorstellen, es gäbe die Möglichkeit den 'Reset-Knopf', zu drücken (oder Festplatte zu löschen) - wie wäre es denn dann? Würdest du es befürworten?

    Ich würde nicht, so verrückt es vielleicht klingt. Es ist im Großen wie im Kleinen...
  • Ich sehe das ähnlich wie @San
    Im Leben kommt es nicht drauf an wie viel man austeilt, sondern wie viel man einstecken kann. Wir sind die Summe unserer Kämpfe, egal ob gewonnen oder verloren. Gerade die Niederlagen sind gute Lehrmeister und wenn man eine siegermentalität hat bzw entwickelt, formt das einen starken Charakter.
    Gäbe es diesen 'reset knopf' müsste ich diesen weg wieder und wieder gehen. Ich bin an einem punkt angekommen wo ich nicht nur überleben möchte, sondern ich will Leben.
    Das Leben ist nicht fair. Darauf braucht man nicht zu warten. Man muss mit den Gegebenheiten klar kommen.
    Leben ist fallen, staub abklopfen und nach den Sternen greifen.
    Man muss sich selbst genügen, respektieren und es sich wert sein. Und wer dem im weg steht, wird in seine Schranken verwiesen, Punkt!!
    Man kann seinen Platz in diesem Universum nicht einfordern, man nimmt ihn sich einfach.

    @Fanny
    "Wird damit gesagt, dass der Tag geträumt wird?
    Wenn ja, wer träumt den Tag, und gibt es ein Aufwachen auch vom Tagtraum? "

    Ouhweia xD da hast du mich schon wieder am sack.
    Tagträume sind etwas sehr unterschiedliches. Man kann auch Gedankenspielerei sagen. Aber Tagtraum klingt romantischer oder nicht xD
    Hauptsächlich ergründe ich damit mein Universum. Nach welchen moralischen Werten ich lebe. Inwiefern lass ich mich von anderen Menschen beeinflussen. Ich möchte nicht verbittert sein. Egal, auch wenn ich nur arschlöchern begegne. Ich lass mir mein Lächeln nicht nehmen.
    Mein Vater hat mal zu mir gesagt, solange du das gute in dir findest, ist diese welt in ordnung.
    Hierbei träume ich, der Geist der in diesem Körper steckt.

    Jetzt wird es tricki
    Aus beruflichen Gründen muss ich oft in die Materie Allgemein rein schauen. Ich bin im Wasserbau tätig und da muss man sich mit bodeneigenschaften auseinandersetzen. Wasser bringt sehr viel bewegung ins Erdreich.
    Ich leihe dem Wasser sozusagen mein Bewusstsein um mich darin hinzuversetzen. Tagträumen klingt erst mal sehr naiv, aber wenn mit den Gegebenheiten, wie Schwerkraft und so weiter auseinander setzt ist es das genaue Gegenteil von naiv.
    Stephen Hawkins hat mal gesagt "mit dem Verstand kann man das ganze Universum ergründen." man braucht halt eine Menge Vorstellungskraft.
    Sozusagen träume ich dann als 'das Universum'.
    Der Verstand ist halt nichts weiter als ein Werkzeug, das sich ins unermessliche modifizieren lässt. Leider sind Gedanken sehr flüchtig, würde nicht schaden diese nieder zu schreiben.
    Ich finde es nur sehr schwer in worte zu fassen. Schreiben und reden gehören für mich definitiv zur Königsdiszipin x)

    Früher war es tatsächlich schwierig daraus 'aufzuwachen'. Oft platzt nämlich einer rein.
    z. B. Die arbeitskollegin die sich über die letzte Nacht beklagt oder andere Fragen hat. Inzwischen bekomme ich das ganz gut hin darauf zu reagieren. Aber früher war es sehr anstrengend zwischen diesen beiden 'Welten' hin und her zu springen.
  • Zum Tagtraum: Es gab eine Zeit, da habe ich mir den Tag erträumt, während die Realität unerbittlich neben mir abspulte. Erwachen daraus war wie in einem Albtraum zu landen, aus dem ich nicht erwachen konnte. Verkehrte Welt. Da ging es mir verdammt mies. Dennoch war diese gefährliche Art der Tagträumerei meine persönliche Art der Therapie, heilsam, weil kurzfristig und die endete, als ich mich der tatsächlichen Welt wieder stellen konnte.

    Davor und danach war und ist die Tagträumerei wie @Sternenschauer es beschreibt - Erkundung meines Universums. (schöne Beschreibung) Beruflich habe ich dafür zwar keine Verwendung (erkannt). Umso spannender, von den Wegen des Wassers zu lesen. Das hat mich grad beeindruckt.
  • Liebe San, du sagst vieles, mit dem ich vollkommen übereinstimme, das ist immer wieder ein freudvolles Gefühl, wenn Gleichklang sich zeigt. Jetzt muss ich mal ein wenig sortieren, und das Schöne dabei ist, es sortiert sich gleichzeitig auch in mir.

    Doch wie ich es drehe, es lässt sich nicht wirklich fassen und benennen...
    na, einfach anfangen

    Die Frage ist, ob das Leben ein Traum ist. Ja. Alles Materielle ist virtuell, nicht wirklich fest.

    Das All-Eine, das ohne zweites ist, erfährt sich selbst in der dualen Existenz, und das sind 'wir' - sagt @San.

    Ja. Doch hier beginnt beginnt die Dramatik.
    Diese persönlichen Fürwörter weisen darauf hin, dass geglaubt wird, der Körper zu sein, eine Identität zu haben, dass da Jemand (wichtiges oder unwichtiges) ist. Das ist der Traum. Diese Traum-Wirklichkeit kann nur durch Gegensätze in Erscheinung treten (Dualität). Würde Krieg aufhören, dann würde auch sein Gegenstück, der Frieden verschwinden. Könnte man Negatives löschen, so würde auch Positives wegfallen und wäre nicht erfahrbar. Kurzum: Sogar in der Vorstellung (Tagträumen) ist es gar nicht möglich, ohne das Negative auszukommen (die Wahnsinns-Realität) , es muß Gegenteiliges geben.

    Und doch ist Unschuld und Reinheit gleichzeitig und immer gegenwärtig. Selbst wenn wir das nicht wissen 'wissen' wir es. Irgendwann beginnt die Suche danach...

    Was bleibt? Das Leiden, z.B. unter Einsamkeit, und – die Sehnsucht nach Beendigung von Anhaftung, identifiziert sein. Davon wird die Freude (und Unschuld), das die ja auch bleibt, oft überlagert. Das macht unglücklich.
    Und so entsteht die Kraft, den Herz-Impulsen zu folgen, wenn sie denn wahrnehmbar geworden sind.

    Das ist die Sichtweise, die mich schreiben lässt. Ob das überhaupt von Interesse ist?
    Ja, Irgendeine Wellenlänge muss es geben, die diesen Beitrag heraus gefordert hat.
    Mehr ist dazu nicht zu sagen... oh, doch! Es hat Spaß gebracht in mir zu sortieren und zu formulieren. Ich danke für's Lesen und Kommentieren! :-)

    'Wer wagt gewinnt' - mein derzeitiges Motto
    Fanny
  • Was heisst, das Leben sei "nur" ein Traum?

    Es ist ein Traum, zweifellos. Aber wer je die Erfahrung gemacht hat, dass er seine eigenen Träume nach Belieben formen kann, wenn er sich nur bewusst wird, dass er träumt, der erkennt die Macht, die dem Gedanken innewohnt, dass das Leben ein Traum sei. Denn es bedeutet nichts Geringeres, als dass er sein Leben nach Belieben formen kann.

    Schaut euch um. Alles von Menschen Geschaffene, das Gute wie das Schlechte, hat seinen Ursprung in einem Gedanken eines Menschen.

    Allein, die meisten Menschen leben so unbewusst, wie sie träumen. Wohl dem, der luzid zu leben weiß.

    ;)

  • edited Juni 17
    P.S.: Wenn das Leben ein Traum ist, ist der Tod dann das Erwachen?

    Klingt auf jeden Fall besser als: "Das Leben ist ein Witz, und der Tod ist die Pointe."

    Wobei... manche Menschen schaffen es sogar, dem Tod ein Lächeln abzugewinnen, und mit ihm lachend jeder Angst verlustig gegangen proklamieren sie, Poe hatte recht als er schrieb: "Was wir scheinen und schauen im Raum, ist nur ein Traum in einem Traum."

    Süße Träume allerseits ;)
  • Haha bei Vollmond jemanden süße träume wünschen. ;) das ich überhaupt etwas schlaf gefunden hab.

    @Peloquin ich hab das luzide träumen dran gegeben. Jedes mal wenn ich merke 'hey ich träume' wache ich auf. Das aufwachen ist sehr abartig, da ich mich jedes Mal in der Schlafparalyse befinde. Ich finde diesen Zustand sehr gruselig und danach einschlafen ist auch schwierig.
  • edited Juni 18
    Hey @Peluquin, schön dich zu lesen! Da sprudelt sofort das Quellwasser in mir

    ~ ~ ~ ja, am laufenden Band wird die Erfahrung gemacht, dass das erschaffene Leben das Ergebnis der Gedanken/Träume ist, doch es ist nicht bewusst, so ist es.
    Nun bringst du die Macht der Gedanken ins Spiel. Doch das ist ja bereits imgange, schau dich um in der Welt. Ob es bewusst oder unbewusst geschieht – ist das nicht egal? Es kommt so oder so zu Interessenskonflikten („Denn es bedeutet nichts Geringeres, als dass er sein Leben nach Belieben formen kann“). Nenn mir einen Staatsmann, der das nicht seit je her schon praktiziert, wenn auch unbewusst.
    Stell dir vor, sie täten es bewusst – nicht auszudenken! Oder ein Herr Putin und wie sie alle heißen wüssten luzid zu leben (im Bewusstsein, dass das Leben ein Traum ist).

    Sein Leben nach Belieben formen zu können muss sehr abenteuerlich sein!
    Ich kann es nicht und kam auch gar nicht in die Verlegenheit, es zu probieren.
    Diese Entscheidung ist ohne mein Zutun gefallen und so bleibt es bei Überraschungen, was kommt als nächstes? - Keine Wahlmöglichkeit.

    „Wenn das Leben ein Traum ist, ist der Tod dann das Erwachen?“
    Bei den meisten Menschen ja, wenn sie in Ruhe sterben können. Inzwischen glaube ich zu wissen, was beim Sterbevorgang entdeckt wird: Alles war NUR ein Traum!!!
    Diese letzte Erkenntnis zaubert das gewisse Lächeln in das tote Gesicht.
    Dieses gewisse wissende Lächeln kann nun auch während der Lebenszeit möglich sein?
    Ja, wenn es einen Traum gibt, dann muss es auch das Gegenstück dazu geben.
    Das wird Erwachen genannt. Danke für deinen erhellenden Beitrag Peluquin !

    Hallo @Nomadie, interessant, wie dich das Thema interessiert: du beschreibst das Aufwachen vom Tagtraum in den 'realen' Alptraum, aus dem es kein Erwachen gibt.
    Das Zitat von Poe passt hier gut:
    "Was wir scheinen und schauen im Raum, ist nur ein Traum in einem Traum."
    Sich anschließend wieder der tatsächlichen Welt stellen zu können ist stark –
    da müssen ein paar gute Geister mitgespielt haben!

    @Sternenschauer - den Verstand als Werkzeug benutzen um das Universum (hier Wasser/Erde) zu erkunden, und zwischen diesen 'beiden Welten' hin und her springen.
    Kaum vorstellbar. 'Meine Welt' wird immer weniger, und reduziert sich mehr und mehr auf das, was mich umgibt. In dem was du schreibst muss es auf jeden Fall dich plus eine weitere Instanz geben. Ich bin mal gespannt, welche Sichtweisen noch ans Licht befördert werden!
    Danke, dass wir dich hier kennen lernen dürfen!

    Bis auf weiteres... Fanny
    Wer wagt gewinnt :-)
  • @NomaDie
    "Dennoch war diese gefährliche Art der Tagträumerei meine persönliche Art der Therapie, heilsam, weil kurzfristig und die endete, als ich mich der tatsächlichen Welt wieder stellen konnte."

    Ich hab auch düstere Erfahrungen mit der Tagträumerei, zeitweise hab ich mich mit ihr von anderen sehr entfernt. Es gab da eine Person, die wie eine Nadel auf mich gewirkt hat. Zum allersten mal trat die frage auf nach dem 'wer bin ich?'
    Es war so niederschmetternd darauf keine antwort parat zu haben. Es hat sich angefühlt als ob ich gar keine Identität hätte.
    Letztendlich ist es der Ursprung, wo ich meiner introversion bewusst geworden bin.

    @Fanny
    "den Verstand als Werkzeug benutzen um das Universum (hier Wasser/Erde) zu erkunden, und zwischen diesen 'beiden Welten' hin und her springen."

    Da frag ich mich als was du deinen Verstand betrachtest.
    Ich betrachte meinen Verstand/Gedanken ausschließlich als Werkzeug. Wie ein scharfes Messer. Nützlich, aber es birgt auch viele Gefahren. Man kann sich sehr leicht verletzen.

    "Kaum vorstellbar. 'Meine Welt' wird immer weniger, und reduziert sich mehr und mehr auf das, was mich umgibt. "

    Tatsächlich ist es das was mich Umgibt. Ich gestalte in meinem Beruf unsere Infrastruktur mit. Hauptsächlich plane ich, dass das anfallende niederschlagswasser den Weg weg von unseren Bauwerken findet. Wasser hat eine unglaubliche Kraft, deswegen ist es sehr schädlich für unsere Bauwerke und zum anderen dient es auch als Hochwasserschutz. Wir haben sehr hohen Anteil von versiegelter Fläche.. Bei einem Starkregen Ereignis muss dieser Schutz gewährt sein, naja zumindest so gut es geht :)

    Dann inspieren einen doch auch noch die eigenen Interessen. Mich im Universum 'herum zu treiben' und es zu verstehen begleitet mich schon länger. Es ist interessant wenn sich die eigenen Gedanken als mögliche 'Theorien' in Dokumentation vorgestellt werden.
    Es ist ein faszinierender Gedanke, daß wir, als Universum, versuchen uns, das Universum, zu verstehen.

    "'In dem was du schreibst muss es auf jeden Fall dich plus eine weitere Instanz geben.'"

    Haben wir nicht alle 2 Instanzen? Einmal das Bewusste, einmal das Unbewusste.

    Dieses Thema erinnert mich auch an dieses Lied.

    Leider wurde es, wie so viele andere Lieder im Radio rauf und runter gerattert.
  • Hallo @Sternenschauer, ein gehaltvolles 'Frühstück' von dir heute morgen, vielen Dank!

    Ja, der Verstand ist lediglich ein Werkzeug, meine volle Zustimmung! Jeder benutzt ihn anders, eben auf seine von Prägungen bestimmte Art (dein Job hört sich gut an).

    Für mich könnte es heißen: 'Ist der Herr nicht zu Hause tanzen die Mäuse auf dem Tisch'.

    Da ich rückblickend oft nicht präsent war, übernahm der Verstand die 'Oberhohheit' und entschied, kontrollierte, und maß sich an, Jemand zu sein (Ich, zu still, einsam, unglücklich...), obwohl er - nach wie vor - lediglich ein Werkzeug ist. Und diese Tatsache war sehr lange nicht bewusst. Das wurde erst anders durch richtig auf die Nase fallen und anschließendes Erforschen verschiedener Weisheits-Lehren. Da wurde Wandlung angestoßen und kam in Bewegung. So ging und geht es um die Existenz der Ich-Identität (natürlich in meinem Kopf). Ob bewusst oder nicht, groß oder klein, diese Ich-Identität, entstanden aus dem Verstand, wird auch Instanz oder Zentrum genannt und ist als eine spezielle Energie zu verstehen (meine Sichtweise).
    Du: „Hauptsächlich ergründe ich damit mein Universum. Nach welchen moralischen Werten ich lebe.“
    In der Aussage sind zwei Instanzen, die eine scheint moralische Werte zu kennen und möchte, dass die andere sie lebt („ich möchte nicht verbittert sein...“).
    Soviel zu den zwei Instanzen (ohne jegliche Bewertung).

    „Es ist ein faszinierender Gedanke, daß wir, als Universum, versuchen uns, das Universum, zu verstehen.“ Ja, in der Tat, was aber, wenn wir und das Universum Ein und Dasselbe sind, wer kann dann noch etwas verstehen? Antwort wäre ein Geschenk!
    Und ist ebenfalls ein faszinierender Gedanke !

    Gestern war hier ~ 28°, und es formte sich die Idee, nachmittags an die Steilküste zu fahren (30 Min. Bus), immer öfter kam der Gedanke und das leichte Geräusch der ankommenden Ostsee-Wellen ließ es real werden, trotz dunkler Gewitterwolken am Himmel. Sie zogen vorbei und es fehlte an nichts und alles passte – die Mäuse tanzten nicht auf dem Tisch, der Verstand erfüllte brav seinen Dienst wie ein wohl erzogener, aufmerksamer Begleithund :-) . Erst abends zu Hause kam der Starkregen Schauer.

    Die Antwort-Gedanken lassen sich immer schwerer aufschieben, sie wollen raus - freu mich! Doch wann der Kommentar gelesen und abgeschickt wird hat die Intuition zu entscheiden, nicht das Werkzeug.

    Alles in meinem Kopf - der Song gefällt mir (an der Mauer habe ich mal gewohnt)
    Beste Grüße
  • @Sternenschauer Die gefährliche Art der Tagträumerei hat also auch bei dir Gutes bewirkt. Bei dir die Nadel-Person, bei mir eher ein schleichender Wunsch (M. Endes Unendliche Geschichte hat für mich großen Wert als Buch). Bei manch anderen ergibt sie psychische Zwangsstörungen. Wie stehst du zu deiner Intuition? Vertraust du ihr?
    Ich mag deine Art, deine Gedanken zu teilen.

    @Fanny Mit guten Geistern kann ich leider nichts anfangen. Es war der Wunsch, wieder teilhaben zu wollen.
    Das kommt vielleicht deinen Gedanken zum Universum nahe. Jeder einzelne ist Teil davon und vermag es zu beeinflussen. Und wenn es ein zufälliges Zusammentreffen mit irgendeiner Person ist, die aus Frustration einen Hundehaufen in einem Briefkasten platzieren wollte, es aber unterlässt, weil du zufällig die Tür offen hältst und sie merkt, dass es irgendwie auch anders geht. Blödes Bsp. vielleicht, aber ähnlich erlebt. Niemand kann erahnen, was auf diese Post gefolgt wäre, jedoch vermutlich nichts Gutes. Kleine Dinge, die irgendwie das Große erfassen. Alles beeinflusst Jedes. Ergo ist jeder oder jedes ein Teil des Universums. Und zuvor ein Teil eines Systems darin. usw. Und wir selbst jeder sein eigenes Universum, als Wirt unendlich vieler Lebensformen. Bestehend aus Lebensformen. Unser Leben wäre unmöglich ohne sie. Aus dem gleichen Stoff gemacht.
  • Alles... aus demselben Stoff gemacht - klingt gut !
  • edited Juni 26
    Hi @ Fanny
    "Ja, in der Tat, was aber, wenn wir und das Universum Ein und Dasselbe sind, wer kann dann noch etwas verstehen? Antwort wäre ein Geschenk! "

    Wir sind uns doch einig, das wir lediglich aus Sternenstaub bestehen oder nicht? Wir geben Ihm damit sein Bewusstsein. mittels diesem Bewusstsein verstehen bilden und definieren wir unsere Maßstäbe. Wir sind in der Lage alles erdenkliche auszurechnen. Wir geben dem ganzem auch Worte, um zu begreifen was sich um uns herum befindet. Für mich sind das alles Indizien dafür, dass das Universum aus sich heraus versucht zu verstehen. Klar uns sind hier Grenzen gesetzt, aber wir Menschen haben das Werkzeug über unsere Vorstellungskraft (Grenzen) hinaus zugehen.

    Hi @NomaDie
    "bei manch anderen ergibt sie psychische Zwangsstörungen."

    Ich habe seit meinem 20igsten Lebensjahr immer mal wieder mit Depressionen zu tun gehabt. Es ist wahrscheinlich eine einzige Depression die mal Ihre Phasen hat und ausbricht und mal ruht. Nach der 'Nadelperson' ist auch eine Angststörung entstanden. Wenn etwas für mich die Hölle ist, dann dass die Angst ein ständiger Begleiter ist. Die Angst war im Endeffekt dem ganzen Leben nicht gewachsen zu sein. Alles war zu viel. Ich saß in meinem Bürostuhl, hab Schnappatmung bekommen, teilweise bin ich auf die Toilette geflüchtet zum weinen. Es war verdammt anstrengend immer Lächeln für alle zu haben. Ich hab mir nie etwas Anmerken lassen.
    Ich hab angefangen an mir zu arbeiten Schritt für Schritt. Mich mit Literatur befasst, hauptsächlich Kommunikation, Psychologie und Esoterik. Was für mich mittlerweile so ziemlich ein Thema geworden ist.
    Aus dieser Angst ist immer mehr Wut geworden, versteht mich nicht falsch, kein Hass nur Wut. Wut ist ein Geschenk. Wut gibt mir den Antrieb die Entscheidung zu fällen, was ich will und was ich nicht will. Und Depression und Angst gehört zu den Dingen die ich nicht mehr will.
    Ich würde sogar sagen, dass diese Wut eben genau dieses Gefühl ist, was ich damals gespürt habe. Nur gehe ich damit anders um.
    Übrigens habe ich mich auch dagegen entschieden einen Psychologen aufzusuchen. Wichtig ist nur, sich bewusst für die dinge zu entscheiden und sich nicht nur treiben zu lassen.

    "Wie stehst du zu deiner Intuition? Vertraust du ihr?"
    Diese Frage haut bei mir gerade alles auseinander. Danke. Meine Intuition hat tatsächlich ein Schatten Dasein. Obwohl sie es gar nicht verdient hat. Eigentlich gab es sehr viele Situationen wo ich im Affekt gehandelt habe, dinge wo ich heute sehr Stolz drauf bin. Wer war es schuld, meine Intuition.
    Ich werde daran Arbeiten meiner Intuition mehr vertrauen zu schenken. Das ist für mich gerade irgendwie ein weiterer Schlüssel zu mehr Selbstvertrauen.

    "Ich mag deine Art, deine Gedanken zu teilen."

    Es fühlt sich nicht so richtig an. Das geht einfach gegen meine Natur. Nur hab ich keine Wahl. Ich habe derzeit keinen Ort wo das gehen könnte und da hat Fanny recht, Gedanken müssen raus.
    Und dieses Forum hat mir so viel gegeben, da ist es an der Zeit mal etwas zurück zu geben. Wenn es nur für einen Nützlich ist, das fände ich schon toll ^^

    Fanny
    Habe mir auch noch ein paar Gedanken zu den Instanzen gemacht, aber ich werde jetzt wohl schlafen gehen. bis die Tage ^^


  • Hallo ...
    „Wir sind uns doch einig, das wir lediglich aus Sternenstaub bestehen oder nicht?„

    Also, lieber @Sternenschauer, diese Frage/Abschnitt lass ich mal fürs erste so stehen.
    Jeder sieht 'die Welt' mit seinen Augen, und das Wahrgenommene zu vermitteln ist Freude und Unvermögen gleichzeitig. Die Freude liegt im Herstellen von Gleichklang, doch er stellt sich von selbst ein, wenn's übereinstimmt. Aus sich selbst heraus, wie du schon sagst „... dass das Universum aus sich heraus versucht zu verstehen.“

    Ist es nicht komisch: In Wirklichkeit ist Gleichklang schon ewig da, und doch lieben wir es, uns verbal (hier schriftlich) auszutauschen bezüglich Sichtweise und Wahrnehmung.
    Dabei ist das Wissen beiderseits um den 'gemeinsamen Nenner' einfach... :-) (Feinkost).
    Auch für mich ist dieser Austausch sehr wertvoll. Dankbarkeit für Jeden der mitspielt.

    Interessant, was du über Depression und Angst schreibst. Beides in Wut umgewandelt - ein tolles Geschenk! Du bist offensichtlich einer, der mit der 'eigenen' Kraft arbeitet, weil du ihr vertrauen kannst. Mit dem Ergebnis, dass sich diese Kraft immer mehr verstärkt (richtig?) So kann es weitergehen...

    „Ich werde daran Arbeiten meiner Intuition mehr vertrauen zu schenken...Meine Intuition hat tatsächlich ein Schatten Dasein.“

    Was ich auch aufschreibe zu Intuition, – hab's wieder gelöscht. Es passt einfach nichts darüber zu sagen im Moment. Ach doch, mir fällt gerade @shy37 ein, der alles in Versform ausdrückte. So spricht die Intuition gerne zu uns. Auch Humor ist ihr Ausdrucksmittel, na ja und überhaupt alles das, was man nicht 'machen' kann.

    Für den Feierabend spätestens
    wünsche ich dir eine frische Briese ~
    Fanny
  • Hi @Fanny
    ist es nicht so das der Gleichklang in sich selbst alles aufwirbelt?
    Das ist auch das schöne daran, das Leben ist ständig im Wandel. Würde es sich nicht wieder aufwirbeln ist Stillstand und Stillstand bedeutet nichts gutes.

    Laut Meinung von Carl Gustav Jung existieren vier psychische Grundfunktionen: Denken, Empfinden, Fühlen und Intuition.
    Diese 4 'Grundfunktionen' suchen sich auch immer wieder im Gleichklang. Findest du nicht dass sie im ständigen Austausch sind?

    Hi @NomaDie
    "bei mir eher ein schleichender Wunsch (M. Endes Unendliche Geschichte hat für mich großen Wert als Buch)."
    Ich bin ein Lesemuffel, obwohl ich Lesen als verdammt wichtig ansehe kostet es mich jedes mal wieder Überwindung. Was teilt dir dieses Buch mit, was du als solchen Wert erachtest?

    "Bei manch anderen ergibt sie psychische Zwangsstörungen. Wie stehst du zu deiner Intuition? Vertraust du ihr?"
    Woher hast du die Info mit der psychischen Zwangsstörung? Tatsächlich bin ich über den Begriff Introversion gestolpert, weil ich dachte ich bin total Verhaltens gestört. Was mich auch interessieren würde ist wie du zu deiner Intuition stehst?
  • Hallo @Sternenschauer,
    vermutlich unterscheidet sich unser Verständnis von Gleichklang. Macht ja nichts. Gleichklang hat nichts mit Stillstand zu tun, den gibt es nur scheinbar äußerlich,
    Energie ist immer in Bewegung.
    Aber – mal was ganz anderes bei dieser Gelegenheit: Fängt dein Vorname mit T an?
    Ich kenne jemanden (flüchtig) mit gleichem Beruf (Wasserwirtschaft), eine gewisse Ähnlichkeit in der Wesensart ist vorhanden :-) Dieser Bekannte war bereit, mein Tango-Partner zu sein. Doch es passte dann doch nicht so recht mit dem 'Gleichklang'.
    Bis dann...
  • edited Juli 1
    Liebe @Fanny, da muss ich dir widersprechen.
    Entweder wächst etwas oder es zerfällt etwas. Äußerlich gibt es keinen Stillstand. Stillstand befindet sich bei mir nur innerlich. Gedanken laufen im Kreis. Man hat das Gefühl nicht vorwärts zu kommen.
    Mein Vorname fängt nicht mit T an. Die Römer haben meinem Namensvetter den Titel 'der Große' angehängt ^^
    Hattet ihr keinen Spaß zusammen zu tanzen oder waren es andere Diskrepanzen? Ist bestimmt nicht einfach einen geeigneten Tanzpartner zu finden.

    Edit.
    Hatte ich noch vergessen.
    "Du bist offensichtlich einer, der mit der 'eigenen' Kraft arbeitet, weil du ihr vertrauen kannst. Mit dem Ergebnis, dass sich diese Kraft immer mehr verstärkt (richtig?) So kann es weitergehen..."

    Woher soll man Kraft denn sonst nehmen? Geht ja nur aus sich selbst raus oder nicht? Die Kraft ist da, nur das Vertrauen in sie wächst.
  • Grüße an @Sternenschauer...

    ...es wäre ja auch zu verrückt, da pludert man im internet mit jemanden der paar Straßen weiter wohnt... aber möglich ist ja alles ---

    Und sonst... ob Stillstand, ob Wachstum, es ist wie es ist :-)
    mir kommen langsam die Worte abhanden, sie verschwimmen mit ihren Füllungen und fangen an zu fließen... ich kann es nicht mehr greifen!

    Auch wenn es 'nur' um einen Tanz-Ppartner geht, auch da muß die Chemie stimmen. Werd' schon den passenden finden.

    Nun, Sternenschauer, begrüße ich den Regenschauer, und wünsche ihn dir ebenso!
    Herzlichst - Fanny
  • Hi @Sternenschauer,
    unter einer Depression litt ich auch. Im Nachhinein betrachtet wohl ähnlich intervallartig alle paar Jahre. Nur dass ich als Teenager und junge Erwachsene sie nicht als solche erkannte oder wahrhaben wollte.
    Als ich die Depression erkannte, habe ich eine Therapie versucht... aber schnell abgebrochen. Stattdessen hatte ich mich verstärkt in die Tagträumerei gestürzt, bis ich mich wieder dem Leben stellen konnte. Aber der Grat war schon gefährlich und hätte leicht schiefgehen können. In der Zeit war ich ein Wrack, das keine Hilfe wollte, nicht funktionierte und sich reichlich absonderlich verhielt. Daraus hätten sich ganz schnell Zwangsstörungen entwickeln können, wie das Haus nicht mehr zu verlassen oder was ganz anderes.
    Empfehlenswert war das sicherlich nicht, doch richtig für mich. Es war ein bisschen so, als hätte ich erst etwas zu Ende Fühlen und Denken müssen, um beides miteinander zu verknüpfen und auf Neustart zu gehen.
    Was mir später ein Doktorand der Psychologie zu meinem „Kampf“ erzählte, ist umfassender, als hier Platz fände und ich befürchte, ich kann das auch nicht mehr so korrekt wiedergeben. Wichtig dazu nur die Erkenntnis, dass es Angst war, die mich sonderbar werden ließ. Angst, Menschen zu verlieren. Angst, zu versagen. Angst, nicht für wichtige Menschen da sein zu können. Angst, Karriere nicht weiterführen zu können. Angst, nur ausgenutzt worden zu sein. Und da gab es noch einige mehr Ängste. Die musste ich für mich zerfühlen und zerdenken. Und mich hinterher neu zusammen setzen.

    Die Unendliche Geschichte erzählt etwas Vergleichbares. Da flüchtet ein fantasievoller, eher in sich gewandter Junge vor dem Vater, der keine Liebe mehr geben kann und dem Mobbing seiner Mitschüler und lässt sich von einem Buch nach Fantasien entführen. Dort hat er Wünsche frei (Tu was du willst) und macht sich so zu einem perfekten Menschen, zu Lasten seiner Erinnerung und wahren Freunde. Ohne Erinnerung ist er aber nur eine leere Hülle. Er kann gerettet werden und in seine Welt zurück kehren. Froh, dass er er ist und bereit, sein Leben in die Hand zu nehmen. So mal grob erzählt.

    Meiner Intuition versuche ich zu vertrauen. Klappt nicht immer, ich arbeite noch dran. Bisher hat sie mich nicht betrogen. Dafür ging es gründlich schief, wenn ich bewusst gegen sie arbeitete.
  • Hi @NomaDie
    Sich einzugestehen dass man Angst hat ist sehr schambelastet findest du nicht?
    Sich nicht selbst anzulügen ist schwierig. Das ist für mich das mutigste was ich bisher in meinem Leben gemacht habe. Offen mit der Angst umzugehen. Ihr zuzuhören. Jetzt erscheint sie mir wie ein besorgter Freund.
    Ich war immer für andere da, aber nie für mich. Und für mich war auch nie wirklich einer da. Ich hab mir auch deswegen Vorwürfe gemacht. So doof wie es auch klingt, ich musste mir das verzeihen.
    Doch die Nadelperson war für mich da. Ich frage mich was ihre Absicht war. Hat sie gesehen das es mir schlecht ging. Ihre Worte haben gepasst, wie die Faust aufs Auge.

    Der kosmos ist zugänglicher geworden durch das Internet. Man kann von der Couch aus recherchieren was mit einem nicht stimmt. Was aber auch gefährlich sein kann. Aber was ist schon zu empfehlen ^^

    Ich hab mich dagegen entschieden, weil als ich mir bewusst geworden bin 'hey das ist etwas womit man zum Arzt gehen sollte' ging es mir gut. Ich bin da so sozial eingestellt, dass ich mir denke warum soll ich zum Arzt gehen, anderen einen therapieplatz wegnehmen obwohl es mir gut geht. Es gibt Tage wo ich das Gefühl bekomme, ohoh da ist es wieder. Ich denke mir immer morgen geht es mir wieder gut. Und so ist es dann auch. Ich glaube ich hab da schon einen guten Weg gefunden die Dinge mit mir selber auszutragen.
    Ich hinterfrage es aber auch ständig ob das 'Gesund' ist. Ich würde gerne mal mit einem professionellen Psychologen darüber reden. Einfach um mir mal eine fachliche Meinung rein zu holen.
    Aber ich war auch lange Zeit seeeeehr Wortkarg. Ich hatte da echt eine Sprechblockade. Und wie das so ist, nur sprechenden kann geholfen werden. Ich hab mir irgendwann mal ein Buch genommen und mir selbst laut vorgelesen, weil meine eigene Stimme zu hören war so ungewohnt.

    Wurde dieses Buch nicht verfilmt? Ich glaube ich kenne die Geschichte. Ein Film kann aber leider nicht das wiedergeben wie es im Buch steht. Da ist die eigene Vorstellungskraft schon mächtiger.

    Bist du ein Mensch der sehr gut Aushalten kann? Ich war auch immer ein Mensch der sehr gut in seine Illusion flüchten konnte, aber die Realität sehr nüchtern betrachtete.

    "Froh, dass er er ist und bereit, sein Leben in die Hand zu nehmen."
    Mit dem Satz bin ich auch aus dem ganzen heraus gekommen. Und wie froh ich bin, dass ich Ich sein darf :)

    Hey @Fanny, der Regen lässt noch auf sich warten. Ich denke mal er überrascht mich morgen früh auf dem Weg zur Arbeit und beschert mir nasse Socken für den Tag xD Ich werde vorbereitet sein x)
    Letztes Jahr hat es nur in dem Zeit Fenster geregnet, wo ich mit dem Fahrrad unterwegs war.
  • Hi @Sternenschauer
    „Sich nicht selbst anzulügen ist schwierig. Das ist für mich das mutigste was ich bisher in meinem Leben gemacht habe. Offen mit der Angst umzugehen. Ihr zuzuhören. Jetzt erscheint sie mir wie ein besorgter Freund.“
    Das unterschreibe ich. Der Angst sollte man zuhören. Sie warnt. Mehr nicht. Dafür ist sie da. Simple Erkenntnis, schwerer Prozess. Ja, das Eingeständnis war beschämend. Angst zu haben war (ist ?) nicht en vogue. Heute stelle ich mich der Angst, weil sie mir ja nur helfen will. Und es auch tut.

    „Ich war immer für andere da, aber nie für mich. Und für mich war auch nie wirklich einer da. Ich hab mir auch deswegen Vorwürfe gemacht. So doof wie es auch klingt, ich musste mir das verzeihen.“
    Klingt überhaupt nicht doof. Ich musste mir das Gleiche verzeihen. Da zu sein ist wichtig und gut. Nur muss man das Gleiche für sich selbst auch tun. Simple Erkenntnis, schwerer Prozess.

    Unsere Intuition sagt uns, wie wir mit Angst und uns selbst umzugehen haben. Sozusagen als Gehirn des Gefühls.

    Ja, ich kann sehr viel aushalten. Und zerlege gerne alles in Einzelteile, um es neu zusammen zu setzen. Deshalb hatte ich die Therapie abgebrochen. Da ich viel weiter im Verarbeitungsprozess war und nicht neu beginnen wollte/ konnte. Zudem konnte ich meinen Therapeuten nicht überzeugen, dass sein Ansatz für mich nicht richtig war. Die Realität nüchtern betrachten, das ist eine gute Beschreibung. Das hatte ich zum Tiefpunkt nämlich nicht mehr getan. Sondern alles in den Wind geworfen, nur für andere etwas getan, mich selbst vergessen, nur gefordert von mir. Vermutlich hat mich deshalb die Depression übermannen können, wie nie zuvor. Ähnlich der Angst. Der Schrei nach „tu was du willst „.

    Das Buch wurde verfilmt. Netter Film. Hat allerdings nicht viel mit der Geschichte zu tun. Hier kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen.

    Danke für die vielen Fragen. Es tut gut, sich mit dem eigenen Prozess auseinander zu setzen.
  • für @Sternenschauer:
    so drückte es ein anderer Weisheitslehrer vor Jahren aus:

    "Es geht um das 'ich', das in einem Universum zu sein glaubt.
    Mit diesem Glauben erscheint das Universum – das ist der Traum.

    Ohne dieses 'ich' gibt es keinen Traum – daher auch kein Universum.

    Dann ist es einfach nur so wie es gerade ist
    ...und sich bewegt ...und dadurch verändert."

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