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Blockunterricht im Internat

Steht bei mir unmittelbar bevor und ich krieg schon Alpträume. Es geht drei Monate lang, und Azubis aus dem ganzen Land sind in 2-3 Bett Zimmern untergebracht. Müssen zusammen lernen, essen und Projekte machen.
Hat jemand sowas ähnliches hinter sich und kann ein paar überlebenstipps geben? Seit der letzten Klassenfahrt war ich nicht mehr mit anderen im selben Zimmer, und das war immer der Horror für mich, diese 5 Tage hab ich mit Ach und Krach überstanden. Ich brauch dringend meinen Rückzugsort, brauche Platz, Ruhe, meine Zeit für mich um mich vom Tag zu erholen (es gibt zwar ein paar Not-Einzelzimmer, aber die werden bestimmt nicht an "Eigenbrödler" wie mich vergeben.)
Anschluss finden und Leute für eine Lerngruppe, hab ich in der Vergangenheit auch nie so wirklich geschafft.

Außerdem hab ich überhaupt keine Lust auf Zickereien und Besäufnisse, die zwangsläufig dazugehören, wenn viele junge Leute zusammen sind...kann ich nur den Kopf schütteln. allein die Horrorvorstellung dass die alle die ganze Nacht über der Kloschüssel hängen oder als Alkoholleiche im Flur liegen (so war meine Abschlussfahrt!). Ich hab Angst davor, abbrechen zu müssen und nach Hause zurückzugehen, weil ich mit der Wohnsituation überfordert bin. Das würde mich den Ausbildungsplatz kosten, für den ich echt lang gekämpft hab und wo ich mich so wohlfühle...

Kommentare

  • edited Juli 13
    In meiner Ausbildung hatte ich auch Blockunterricht und wir waren eine Landesklasse. Während der Berufsschulzeit bin ich dann auch in ein Internat untergekommen. An deiner stelle würde ich das jetzt nicht Schwarzmalen und einfach dein Ziel vor Augen halten. Nach dem Abschluss meiner Ausbildung sind Türen aufgegangen wo ich nicht mal drüber nachgedacht habe vor beginn der Ausbildung. Manchmal muss man im Leben einstecken. Ich kann dir da auch keinen wirklichen Ratschlag geben außer nutze die Zeit zum lernen.
    Ich war auch immer ein sehr stiller Zeitgenosse. Aber dir bringen die Kompetenzen die du während der Ausbildung erwirbst nicht so viel, wenn du nicht deine sozialen Kompetenzen ausbaust. Du wirst immer wieder mit Leuten zu tun haben die du eventuell nicht leiden kannst, aber um im Beruf zu bestehen und weiter zu kommen musst du auch mit denen klar kommen. Hier geht es sich um Integrität und Teamfähigkeit. Das ist mindestens genauso wichtig wie fachliche Kompetenzen.
    Ich wünsche dir eine menge Kraft für deine Aufgaben und zieh es einfach durch. Ich bin froh das ich es auch getan hab, obwohl ich auch Zeitweise sehr auf meinem Zahnfleisch gelaufen bin.


    Edit: Was ich noch sagen wollte ist, dieser Zeitraum der Ausbildung ist so ein geringer Bruchteil deines Lebens.
    Wenn du mal Abstand brauchst, geh doch einfach mal eine runde Spazieren oder was auch immer. Haben die dort vielleicht ein Gym? Oder geh Laufen.. das hilft mir auf jeden fall immer den Kopf frei zu bekommen und dadurch wirkt die Seelische Last nicht mehr so auf einen ein.
  • hallo @gemini, im ersten Moment bin ich geneigt, dir zuzustimmen.
    Doch dann sagt es 'halt, stop'! - Du berichtest ja hier lediglich von deinen Vorstellungen und Gedanken, wie es werden könnte! Und von den Alpträumen, die sich bereits aus diesen Vorstellungen entwickeln. Und du schreibst von deinen vergangenen Erfahrungen, aus denen du das alles ableitest. Es ist noch gar nichts passiert, doch die Angst ist schon da und nagt und treibt Blüten:

    "Ich hab Angst davor, abbrechen zu müssen und nach Hause zurückzugehen, weil ich mit der Wohnsituation überfordert bin. Das würde mich den Ausbildungsplatz kosten, für den ich echt lang gekämpft hab und wo ich mich so wohlfühle... "

    Mal ehrlich - das kommt doch gar nicht infrage !!!

    Schau dich einfach mal um, jetzt, ob es irgend etwas Bedrohliches gibt, ganz konkret.
    Ich möcht wetten, es ist alles ok. Mache etwas (heute, gleich), was dir Spaß bringt, sei es ins Eiscafe gehen und die Leute vorbei gehen sehen, oder am Fluss entlang oder im Wald (s. Sternenschauer) laufen... Nicht um Gedanken loszuwerden, sondern weil du es gern machst. Kämpfe mit sich selbst führen zu nichts und werden von niemanden gewonnen, deshalb kämpfe nicht mit den Sachen im Kopf. Freundlichkeit gegenüber jeder Art von Erfahrung, die dir begegnet ist, wenn möglich.

    Soviel für h e u t e ,
    ein Gruß auch an die Angst vor morgen... falls sie noch da ist.
    Fanny (es ist nicht so, dass ich deine Situation nicht nachvollziehen könnte).
  • edited Juli 13
    Hallo und herzlich willkommen @gemini,

    ich kann dich total verstehen, und ich würde ganz sicher genau so eine Panik haben wie du. Allein der Gedanke, über einen längeren Zeitraum mit anderen Personen in einem Zimmer leben zu müssen, wäre für mich auch ein Alptraum. In meiner Ausbildungszeit gab es das auch, allerdings habe ich nur 30 Kilometer von der Berufsschule entfernt gewohnt, so dass ich immer mit dem Auto hinfahren konnte und nicht irgendwo untergebracht wurde.

    Allerdings ist eine Ausbildung etwas anderes als eine Klassenfahrt, da geht es letzten Endes um einen Berufsabschluss. Deshalb besteht zumindest die Hoffnung, dass viele das ernst nehmen werden, wobei sicher immer ein paar Halodris dabei sind. Und wer weiß, vielleicht triffst du ja eine Person, der es ähnlich geht wie dir und mit der du dich zusammentun kannst.

    Ansonsten sehe ich das auch so wie @Sternenschauer und @Fanny, dass du dir Freiräume suchen kannst.

    Letzten Endes sind die Gegebenheiten so wie sie sind. In den Blockzeiten mag das vielleicht sehr unangenehm für dich sein, aber es ist letztlich nur ein kleiner Teil. Wenn du die Ausbildung abgeschlossen hast und im Berufsleben bist, denkst du nicht mehr daran. Ich weiß, dass dir das jetzt aktuell nicht helfen wird, aber es ist tatsächlich so.

    Ich wünsche dir, dass du die Schulzeiten gut überstehst, dich auf deine Ausbildung konzentrieren kannst und Gleichgesinnte kennenlernst. Einen Abschluss in der Tasche zu haben, ist extrem wichtig. Du kannst noch so gut und kompetent sein … in den meisten Bereichen brauchst du den entsprechenden Schein, um einen Job zu bekommen und angemessen bezahlt zu werden.

    Alles Gute :-)
  • Wow danke für eure Antworten! Tja ich neige leider zu Kopfkino wenn ich aufgeregt bin, was alles sein könnte etc .. Die Schule ist nun mal das notwendige Übel um den Abschluss zu erreichen, das ist auch mein Ziel. Konnte eigentlich gar nicht erwarten endlich jn die Schule zu gehen und auch die Theorie zu lernen, denn oft wenn ich in der Ausbildung aus Interesse was frage, heißt es, das lerne ich später noch in der Schule genauer. Und nun nähert sich der Tag und meine Nervosität steigt.
    Laufen gehen habe ich durchaus vor in meiner Freizeit, die Schule liegt auch im Grünen, mit nicht viel Ablenkung drumrum(ein Bekannter meinte deswegen würden die Schüler eher zum Trinken neigen, weil nix los ist.)
    Nunja wie mein späteres Berufsleben wohl so wird kann ich mir echt noch nicht vorstellen - wahrscheinlich nicht sehr erfolgreich; Kontakte, Vitamin B, mir schon klar dass damit viel zu erreichen ist, blöderweise bin ich echt nicht der Typ der gern nach Feierabend noch mit Kollegen rumhängt zum Kontakte knüpfen. :/ Besser noch gar nicht drüber nachdenken ...
  • . . . g e n a u !
  • Wenn die Schule im Grünen liegt, hast du doch gute Möglichkeiten, um dich zurückzuziehen. Ob die anderen zum Trinken neigen, weil sonst nichts los ist, wird sich zeigen. Das kannst du im Moment ja noch gar nicht einschätzen.

    Was dein späteres Berufsleben angeht, kommt es darauf an, wie du "erfolgreich" definierst. Es muss nicht jeder Mensch Karriere machen, nur weil die Gesellschaft das toll und erstrebenswert findet. Entscheidend ist, was du selbst möchtest. Wenn du einen Job hast, den du gerne ausübst und davon leben kannst, ist das ein toller Erfolg, da ist es völlig egal, ob du eine gesellschaftlich anerkannte Position hast. Es zählt einzig und allein, dass es DIR gut geht. Und ich finde es gut und richtig, nicht auch noch nach Feierabend mit Kollegen rumzuhängen. In der Tat können Kontakte sehr hilfreich sein, aber die knüpfst du nicht nur nach Feierabend, sondern auch im Job.
    Aber darüber brauchst du dir jetzt auch noch gar keine Gedanken machen. Jetzt zählt erst mal deine Ausbildung.
  • Hey gemini,
    es wird doch außer dir in der Klasse noch ein oder zwei ruhigere Leute geben oder nicht? Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass du mit denen auf ein Zimmer kommst, die sich auch eher nicht die Kante geben sondern selber ein Ruhebedürfnis haben.
  • Hallo San, das ganz sicher, aber die Zimmer werden verteilt a la wer zurrst kommt mahlt zuerst. Ich lass es auf mich zukommen, und wenns arg schlimm ist, versuche ich zu tauschen. So läuft das irgendwie schon mein ganzes Leben, mir die ein, zwei stillen auspicken und bei ihnen bleiben für den Rest des Jahres...mehr Leuten kann ich mich auch gar nicht zeitgleich widmen da käm imme4 einer zu kurz.
  • So ich bin schon ein paar Tage da jetzt und möcht kurze eine Zwischenmeldung geben.. Im Zimmer sind wir zu zweit, ich kann mich echt nicht beschweren über die Aufteilung. Von Alkoholexzessen hier hab ich nix mitbekommen und ich schlafe erstaunlich gut.
    Mit der Wohnsituation bin ich jetzt nicht unzufrieden, eher mit der Schulatmosphäre. Leider läuft es im Unterricht so ab, dass fast jede 2. Stunde Gruppenarbeit mit anschließender Präsentation beinhaltet (und es finden sich sofort die Partner zusammen und ich bleibe meistens übrig...ich hasse es) Jeder Extrovertierte würde sich hier wohlfühlen... ich nicht so, ich fühl mich eher verloren und weiß gar nicht wie ich die Zeit ertragen soll, 24 Stunden von Menschen umgeben, dann noch der Lernstoff und dazu die Hitze ist echt nicht ohne. und man will ja auch nichts verpassen oder sich eigenbrödlerisch zurückziehen...muss aber auch Zeit zum Lernen finden. in den Abendstunden halten wir uns gern auf der Terasse auf, spielen, reden. noch sind die Gruppen groß und die Leute höflich. Von sich aus spricht mich selten jemand an und meistens bleiben die Leute unter sich, die entweder gemeinsam im Zimmer sind oder nebeneinander im Unterricht sitzen.
    Ich weiß echt nicht wieso ich es nie schaffe mich so richtig zu integrieren, immerhin haben wir jetzt als Gemeinsamkeit die gemeinsame Branche, das ist mehr als es damals in der Schule war. Wahrscheinlich bin ich von meinene früheren Erfahrungen so geprägt dass ich gar nicht aus meiner Haut kann und unbewusst irgendwas ausstrahle.
  • Hey @gemini, schön, dass du dich meldest für ein paar Infos. Das für und wider scheint sich in etwa die Waage zu halten, das ist doch schon eine gute Grundlage deiner Wahrnehmung. Wart mal ab, bei genauerem Kennenlernen vergisst du das mit der Integration noch. Mach dir am besten keine Gedanken darüber, dann fließt es am besten (ich weiss, das ist leicht gesagt, wenn man nicht mittendrin steckt).
    Ich wünsche dir noch schöne Momente und ein inneres Lächeln :-)
    Fanny
  • @Fanny,
    Leider kann ich das nicht bestätigen. Mittlerweile haben sich die Grüppchen gebildet, man hält zwar noch Smalltalk, seine
    Freizeit verbringt man dann aber doch lieber mit seinen neugewonnenen Freunden, und an mir hat keiner mehr Interesse. Kaum ist der Unterricht aus, sind die Leute schon in alle Himmelsrichtungen verschwunden - Kennenlernen, dafür ich es jetzt zu spät. Ich schaff es nie, mittel- bis langfristig für Leute interessant zu bleiben. Die Zeit hier wird rumgehen, aber ich weiß genau, beim nächsten Mal sitz ich wieder genauso blöd rum wie bestellt und nicht abgeholt mit lauter Grüpppchen um mich rum.

  • Halllo @gemini,

    es tut mir echt leid, dass du bis jetzt keinen Anschluss finden konntest. Hat sich der- oder diejenige mit dem/der du dir das Zimmer teilst auch schon einem Grüppchen angeschlossen?
    Wenn noch Smalltalk geführt wird, vielleicht gibt es ja dann doch noch eine Möglichkeit jemanden zu finen, mit dem man sich versteht. Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass es doch noch klappt.
    Und vergiss nicht, du hast ja noch die Ausbildungsstelle, in der du dich sehr wohlfühlst. Vielleicht gibt dir das Kraft, den Blockunterricht zu überstehen.

    Viele Grüße,
    Igel_82
  • Man glaubt nicht wie lang so eine blöde Pause sein kann. Ich merke grade wie meine Depressionen zurückkommen, doe ich gut im Griff hatte durch die Arbeit, nützlich sein, gebraucht werden, hier häng ich sinnlos rum und darf mir noch blöde Kommentare anhören, wen ich Anschluss suche. Ich würd am liebsten heute noch nach Hause fahren mir wird das zuviel hier.
  • Hi,
    Wie Menschen mit anderen Menschen oder ihrer Umgebung umgehen ist oft sehr respektlos, daran kannst du leider erst mal nichts ändern, aber du hast die Wahl ob du dich davon beeinflussen lässt oder eben nicht und dein Ziel verfolgst.
    Bevor du die Finte ins korn schmeißt denke mal drüber nach ob die arbeitsstelle es wert ist, du meintest doch, du hast dafür Gekämpft und jetzt willst du einfach so aufgeben wegen irgendwelchen menschen, die dich überhaupt nicht kennen.
    Vielleicht ist es für dich ein Wermutstropfen, wenn du weißt, dass du nicht damit alleine bist gerade eine schlechte Phase durch zu machen. Was mir gerade hilft ist, dass ich alleine dafür verantwortlich bin was ich denke und wie ich fühle.
    Tuh dir selbst einen Gefallen versuch positiv zu bleiben und negative Denkweisen zu verabschieden. Ich weiß ist leichter gesagt als getan.

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  • Hallo gemini,

    tut mir leid, dass sich das bisher nicht so positiv entwickelt hat. Bitte lass dich davon nicht abhalten die Ausbildung durchzuziehen. Wie Sternenschauer geschrieben hat, die anderen kennen dich gar nicht, dafür alles hinzuschmeißen lohnt sich nicht, zumal dir die Arbeit an sich ja Spaß macht.

    Ich vermute mal, dass du noch etwas jünger bist, wahrscheinlich so um die 20 Jahre. Damals ging mir das auch oft so, dass ich in Gruppen, vor allem in der Schule und in der Ausbildung, kaum Abschluss gefunden habe und mir das sehr zu schaffen gemacht hat. Heute bin ich zwar mitten im Berufsleben, komme aber hin und wieder durch Fortbildungen wieder in ähnliche Situationen. Aber das ist mir inzwischen egal, ich stehe da drüber. Dann verbringe ich die Pausen eben allein, ist mir auch recht. Nächsten Monat bin ich für eine Woche in einer anderen Stadt, um dort einen Lehrgang zu absolvieren. Früher wäre das ein Grund zur Panik gewesen, heute lässt mich das ziemlich kalt (es sei denn, es findet irgend so ein Schwachsinn wie Kennenlernspiele oder Bewegungsspiele nach der Mittagspause statt, aber das ist ein anderes Thema).

    Ich weiß, dass dir das nicht weiterhelfen wird und das auch eine andere Situation ist als bei dir. Aber vielleicht gelingt es dir ja auch, da im Laufe der Zeit eine gewisse Gelassenheit zu entwickeln. Ich wünsche es dir.
  • Danke @Herbstbube, jetzt sind es nur noch wenige Wochen, und es steht ja auch die Prüfung an, so verbring ich die restliche Zeit wenigstens sinnvoll mit Lernen. Und nein, keine Sorge, ich werde nicht abbrechen. Bin wohl einfach mit zuviel Erwartungen hier her gekommen, weil mir die Kollegen nur positives von der Schule erzählt haben und war wohl daher etwas enttäuscht. Komm ich halt nicht mit tollen Geschichten und nem dutzend neuer Freunde nach Hause, was solls.
  • Hallo @gemini,

    der letzte Satz kommt nun aber doch ziemlich enttäuscht rüber, aber das finde ich absolut verständlich. Du hast gehofft, dass sich endlich mal etwas ändern wird und merkst nun, dass das nicht der Fall ist und es so ist wie immer. Das ging mir früher auch immer so. Klassenfahrten, Sportunterricht (Mannschaften wählen), Berufsschule, Uni … ich hatte dasselbe Problem wie du und war auch meistens außen vor, weil ich anders war als die anderen.

    Natürlich ist es schön, in der Berufsschule auch Bekanntschaften oder sogar Freundschaften zu schließen und schöne Dinge zu erleben. Aber letztlich machst du die Ausbildung für dich. Gleich ein ganzes Dutzend neuer Freunde ist sowieso äußerst unwahrscheinlich, es sei denn, du definierst Freundschaft etwas lockerer. ;-) Und mit tollen Geschichten nach Hause kommen zu wollen, wirkt auf mich so, als ob es dir darum geht, was Tolles zu erzählen zu haben. Den Wunsch kann ich schon verstehen, weil es bei den anderen wahrscheinlich so sein wird und die jede Menge Spaß haben.

    Vielleicht hilft es dir ja, wenn du dir bewusst machst, dass es immer nur relativ kurze Abschnitte sind und dir die Ausbildung in der Praxis ja Spaß macht. Und wenn demnächst Prüfungen anstehen, bist du ja auch erst mal mit den Vorbereitungen beschäftigt.

    Ich weiß, dass das alles dein Problem nicht löst. Aber letztlich ist die Berufsschulzeit nur eine sehr kurze Phase in deinem Leben. Und ich wünsche dir, dass du da gut durchkommst.
  • Ehrlich gesagt verstehe ich echt nicht, was du eigentlich willst. In deinem ersten Post bezeichnest du den Aufenthalt schon vor deiner Ankunft als Alptraum und fragst sogar nach Überlebenstipps und jetzt wirkst du enttäuscht, weil du keine neuen Freunde gefunden hast und nicht so viel Positives berichten kannst. Sorry, aber "Hä!?" Was erwartest du, wenn du schon mit so einer Einstellung dahin gehst!? Ob man unbedingt neue Freunde finden muss, weiß ich nicht (und ich bezweifle auch, dass deine Mitschüler nun "Freunde" sind, nur weil sie sich gut verstanden haben; der "allgemeine" Mensch sucht nunmal nach Gesellschaft), aber man kann es sich doch trotzdem schön machen und die Dinge etwas positiv sehen.
    Ich war heute auch alleine irgendwo. Geredet habe ich mit kaum jemanden (geschweige denn Freunde gefunden). Trotzdem war es doch schön. Und wenn man mal etwas aus seiner Komfortzone rauskommt, stellt man sogar fest, dass andere Menschen durchaus nett sind und sogar aufgeschlossen dir gegenüber. Stell dir vor, es gibt sogar introvertierte, ruhige Menschen, die Anschluss finden. Die haben einfach eine andere Einstellung. Ich will dir nicht weh tun oder dir zu nahe treten, aber vielleicht denkst du mal darüber nach.
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