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Hallo von Eliza

Hallo an alle,

dann stelle ich mich auch mal kurz vor :) Ich schleiche seit einigen Tagen um das Forum und lese mal hier, mal dort etwas mit.
Ich persönlich würde mich als ziemlich introvertiert bezeichnen und ich habe das Gefühl, es wird immer "schlimmer" :)
Die "Highlights" aus meinem Leben sind z.B. eine zerbrochene Freundschaft aufgrund eines gemeinsam verbrachten Urlaubs (keine Rückzugsmöglichkeit für mich, damit konnte ich nicht umgehen), allgemein das Thema Spaß/Weggehen/Freundschaften/Feierabendbier, etc., fällt mir alles sehr schwer, bzw. findet aktuell gar nicht mehr statt. Dazu kommen inzwischen berufliche Schwierigkeiten. Da wird man dann auch mal im Spaß mit "na du kleine Autistin" begrüßt, oder bekommt vom Vorgesetzten eine Persönlichkeitsschulung verpasst. Weil, es kann ja was mit einem nicht stimmen, wenn man so wenig privaten Kontakt mit Kollegen hat wie ich ...

Ich habe mit schon vor einiger Zeit mit dem Thema Introversion beschäftigt und auch verstanden, dass ich nicht komisch bin, sondern einfach nur anders. Nichtsdestotrotz habe ich massive Probleme in meinem Leben - privat und beruflich - und ganz besonders das Berufliche macht mir zu schaffen. Leider habe ich mich erst viel zu spät mit dem Thema beschäftigt, so dass ich jetzt voll im Berufsleben stehe und ein Neuanfang extrem schwierig werden würde - wenn ich denn wüsste was und wo ich besser aufgehoben wäre. Bin da momentan sehr ratlos.

Deshalb habe ich vor Kurzem wieder angefangen, mich wieder aktiv mit dem Thema Introversion zu beschäftigen, und bin so hier gelandet.

Ich freue mich auf den Austausch :)

LG,
Eliza

Kommentare

  • Hallo Eliza,

    herzlich willkommen im Forum.
    Das ist natürlich nicht schön, wenn man als Autistin begrüßt wird, und dein Vorgesetzter könnte selber mal eine Schulung vertragen, wie man mit introvertierten Mitarbeitern umgeht. Wichtig ist, dass du selber weißt, wer du bist und dass mit dir nichts falsch ist.

    Ich wünsche dir viel Spaß hier beim austauschen und dass du hoffentlich deine Probleme wieder in den Griff bekommst!

    Viele Grüße,
    Igel_82
  • Hi Eliza,

    Willkommen in unserem schnukligen forum ^^

    Ich weiß zwar nicht wie alt du bist, aber es gibt nie ein zu spät dafür. Manchmal denkt man sich ohh man hätte ich doch schon früher angefangen mich damit zu beschäftigen, aber besser spät als nie.
    Es ist schwierig in einem Betrieb einen Neuanfang zu starten, aber wenn du mal so überlegst steckst du doch schon in deinem Neustart. Mit der Introversion hast du neue Anhaltspunkte um deine sozialen Fähigkeiten auszubauen, man darf sich halt nicht entmutigen lassen wenn es nicht so gelingt wie man es sich erhofft hat. Ich finde, dass man mit jedem Fehlschlag die Gelegenheit bekommt sich besser kennen zu lernen.

    Wie darf ich mir die Persönlichkeits Schulung vorstellen? Hab ich das richtig verstanden, dass du die von deinem Vorgesetzten erhalten hast, der auf hobbypsychologe macht? Was für eine grauenhafte Vorstellung.
    Aufjedenfall wünsche ich dir noch sehr viel Kraft in dem Betrieb, der umgang dort scheint mir sehr Intro unfreundlich zu sein. Für mich hat das auch nichts mehr mit menschenführung zu tun, was der Vorgesetzte da macht. Vielleicht weiß er es nicht besser.

    Wegen der zerbrochenen Freundschaft kann ich auch ganz gut mit fühlen. Bei mir ist das auch nicht nur ein Mal passiert, weil man seine eigenen Bedürfnisse noch nicht gut genug kannte und sich einen Raum für sich geschaffen hat. Zwischen sozialer Aktivitäten und dem allein sein hab ich auch noch nicht mein Mittelmaß gefunden.

    Schön das du hier gelandet bist. :)
  • Hallo Eliza, eigentlich lese ich hier immer nur mit. Aber nun habe ich mich angemeldet, weil ich Dir gern antworten möchte.

    Eigentlich ging es mir immer genauso wie Dir. Das Wort introvertiert begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Allerdings ohne das Bewusstsein, was es eigentlich bedeutet. Daher war auch ich immer anders / komisch. Und ich habe immer mit mir gehadert, was eigentlich mit mir los ist und warum ich nicht so wie die anderen bin. Mittlerweile habe ich mich intensivst mit diesem Thema beschäftigt und heute bin ich soweit, dass ich es akzeptiere, dass ich eben anders bin. Und kann ganz gut damit leben. Und ich genieße mich selber sogar. Natürlich kommen immer mal wieder Phasen, wo ich nicht ganz glücklich bin, aber eher seltener.

    Ich stelle immer wieder fest, wie unsere Welt von Schauspielerei und Show geprägt ist, das liegt mir kein Stück und ich bin auch sehr zurückhaltend. Wird natürlich mit Arroganz gleichgesetzt.

    Gemütliche Abende mit Kollegen und Geselligkeiten wie Betriebsausflüge oder Weihnachtsfeiern finde ich so langweilig, das doofe Gerede und immer dieses Getue, wer hat am meisten und am lautesten was zu sagen, finde ich nur abstoßend. Mache ich mittlerweile nicht mehr mit.

    Eine Freundschaft hab ich auch grad beendet, nachdem derjenige mir nach einem Jahr mitgeteilt hat, dass er mit meiner Art nicht klarkommt. Häh? Wir hatten tolle Treffs und tolle Gespäche, wir waren lustig und ich konnte mit diesem Menschen über alles reden und habe mich auch geöffnet. Ich dachte, dass derjenige mich versteht, aber das war wohl nix. Diese Person möchte sich zwar weiter mir treffen, aber ich will das nicht mehr. Das hat mir ganz schön weh getan und nun ist es so, dass ich mich dieser Person nicht mehr öffnen werde. Für mich geht das einfach nicht mehr.

    Wie Deine Kollegen und Dein Vorgesetzter sich verhalten, zeugt von viel Unwissen und wenig Einfühlungsvermögen, das tut mir echt leid. Kennst Du die Geschichte von Eckhardt von Hirschhausen aus dem Buch „Glück kommt selten allein“, die von dem Pinguin, der in der Wüste sehr unglücklich ist? Eine tolle Geschichte, leider weiß ich grad den Titel nicht, passt aber haargenau auf die Introvertierten, die sich in der Extro-Welt nicht einfügen können. Ansonsten steht nun auf meiner Leseliste das Buch von Martin Wehrle: „Der Klügere denkt nach: Von der Kunst, auf die ruhige Art erfolgreich zu sein“ . Ich habs noch nicht gelesen, deshalb kann ich dazu nichts weiter sagen.

    Ich bin verheiratet,habe einen Sohn, eine ganz tolle Kollegin und nur eine ganz kleine Handvoll Freunde.
    Ich liebe es, allein zu sein, mache vieles allein. Fahrradtouren, Wandern, Baden, verbringe am allerliebsten Zeit allein. Und das auch aus dem Grund, weil mich andere Menschen einfach sehr anstrengen. Und ich bin es leid, immer zu hören, wie ich bin oder zu sein habe. Und ich bin es auch leid, dass viele Menschen heute nicht mehr wissen, was sie gestern gesagt haben.


    Ansonsten kann ich nur sagen: lass Dich nicht in die Knie zwingen. Du bist richtig, wie Du bist. Hin und wieder kommt auch mal ein Mensch in Dein Leben, der Dich versteht und auch akzeptiert oder auch so tickt wie Du. Es gibt diese Menschen, allerdings sind die gut versteckt.
    Es tut mir leid, dass ich so viel geschrieben habe, aber ich möchte, dass Du weißt, dass es auch andere gibt, denen es so ergeht wie Dir.
  • Auch von mir ein Willkommen !

    Menschen, auch Kollegen, sind manchmal etwas unbeholfen im Umgang miteinander. Auch ich habe dazulernen müssen. Gib ihnen eine Chance zu lernen was Du brauchst und was Dich stört, teile es auch mit. Oft reichen Wenige die Dir wirklich Verständnis entgegenbringen.
    Jede Ebene die wieder mehr ins Gleichgewicht für Dich kommt wird Dir Stärke für die anderen Seiten Deines Alltags geben. Vielleicht gibt es auch bei Euch ein paar stillere und empfindsame Charaktere die sich in Andere hineinversetzen können.

    Die Wahrnehmung Deiner Mitmenschen dass Du anders bist heißt nicht automatisch dass sie Deine Art verurteilen. Du könntest durchaus entdecken dass es Dir wirklich jemand erleichtern will.
    Verliere alte Freundschaften nie ganz aus den Augen. Menschen lernen hinzu wenn der Andere ihnen wichtig war.

    Du musst nicht die gleichen Freizeitaktivitäten wie die Masse mögen. Vielleicht magst Du eher stöbern in Buchhandlungen, Galeriebesuche oder Spaziergänge in Parkanlagen.
    Suche danach was zu Dir passt und Dich inspiriert oder entspannt ohne Dich zu überanstrengen. Sicher lassen sich auch dafür allmählich abwechselnde Teilnehmer finden.

    Bitte verurteile Menschen nicht allein für den Versuch Dir Vorschläge zu unterbreiten. Ich denke gegenseitiges Verständnis ist ein Wachstumsprozess und bei stilleren Mitmenschen kann daraus Verbundenheit mit gegenseitiger Achtung werden die einander stärkt.

    Bewahre Dir Deine Hoffnung und glaube an das Gute im Menschen
  • edited August 10
    Nun hat bisher doch noch niemand weiter geantwortet.
    Ich bemühe mich eher in Andere hineinzuversetzen und entschuldbare Gründe für das Verhalten von Jemandem zu finden. Ich käme mit Dauerkonflikten nicht zurecht.
    Ihr dürft mir aber auch gern widersprechen, insbesondere wenn Du Deine Situation als schwierig und belastend empfindest. Hier geht es schließlich darum was Dir weiterhelfen könnte.

    Sicher möchtest Du auch Wege finden mit Deinen Mitmenschen besser zurechtzukommen, Konflikte abzuschwächen und sie zu der Rücksichtnahme zu bringen die für Dich wichtig und passend ist.

    Vielleicht möchtest Du grob beschreiben was Dir im Umgang mit den Anderen wichtig wäre und wie sie sich Dir gegenüber verhalten könnten ohne dass Du es als störend oder bedrückend empfindest.
    Versuche es auszudrücken was Dich bewegt, traue Dich.
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