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Zu neutral beim ersten Date?

Hallo liebe Mit-Intros,
ich selbst bin nun schon 31, hatte bisher leider noch keinerlei Beziehung.
Zum Einen war ich aufgrund des Mobbings an der Schule (weil ich immer der stille Typ war) sehr in mich gekehrt und habe immer versucht nicht aufzufallen - bloß anderen Menschen keine Munition geben, um sich über mich lustig zu machen.
Dann gab es meine beiden Studiengänge, die ich beide erfolgreich abgeschlossen habe.

Zu der Zeit hatte ich weder den Kopf noch die Zeit, mich um Partnersuche zu kümmern. Seit ein drei, vier Jahren bin ich mehr oder weniger aktiv dabei. Aber anscheinend schaffe ich es nicht, Begeisterung für mich zu erzeugen. Dates gab es bereits einige, aber bis auf zwei Frauen blieb es bei einem einzigen Treffen.

Dazu sei gesagt: Ich hasse Parties. Habe nie verstanden, was daran lustig sein soll (laut, verräuchert, eng, heiß). Es ist einfach nicht meins. Noch dazu hab ich das Gefühl, langweilig zu sein (hab zwar Themen, die mich interessieren, aber Frauen sind scheinbar nur interessiert, wenn man schon die halbe Welt bereist hat und ein Dutzend gesellschaftlich anerkannter Hobbies hat und nen großen Freundeskreis (ja, ist verallgemeinert, nur ist das hier mein persönliches Empfinden) - oder rede ich mir das nur ein?

Bei den Treffen habe ich trotzdem das Gefühl, dass ich oft einfach sehr 'neutral' bin. Ich hab keine Ahnung, was da passiert. Es scheint, dass ich eine Art Schutzschild um mich aufbaue und mich 'von außen' steuere wie einen Roboter. Da kommt man natürlich sehr emotionslos und langweilig rüber. Kennt das Gefühl jemand? Und wenn ja, habt ihr geschafft, da raus zu kommen?

Kommentare

  • Hallo nico2402! Tut mir leid, dass du Mobbing ertragen müsstest und entsprechend eine schwere Zeit hattest/hast. Du schreibst, als wäre es verpflichtend einen Partner im Leben zu finden. Wünscht du dir denn wirklich eine Beziehung, oder ist das eher eine Art "Pflicht" für dich? Diese Partnersuche kann dir nämlich den Blick verbauen. Natürlich ist es schön einen liebenden Partner an seiner Seite zu haben. Aber ganz ehrlich - ohne geht auch ganz wundervoll. Wenn du es schaffst, dich von dieser Suche zu verabschieden, kannst du auch viel offener mit Menschen umgehen, gerade auch den Frauen. Das roboterartige kann sich verlieren und du zeigst sein Selbst.

    Ich habe eine Zeit lang ähnlich dir einen Partner gesucht und wusste ähnlich dir über die Interessen der Männer zu reden. Diese Datingphase war enttäuschend, rückblickend aber lehrreich und auch amüsant. Als ich mich mit mir selbst als Einzelgänger und Single abfand und dies genoss, fand sich irgendwann später mein Lebensgefährte. Kein einfacher Typ, übrigens definitiv Extro, der mich aber sein lässt wie ich bin. Und das auch noch extrem toll findet.
  • Hi @NomaDie
    danke für deine Sicht. Ob ich es als Pflicht sehe? Vermutlich schon irgendwie, da man das eben erwartet. Und seien wir mal ehrlich: Egal wo man hinsieht, egal, wo man ist, egal, ob Medien, Werbung, etc. : überall Familie, Pärchen, es geht um Beziehung im Alltag, Liebe ist das beste überhaupt und Sex ohnehin die beste Nebensache der Welt.

    Man kommt sich als jemand, der das noch nie hatte einfach als Alien, Außenseiter und Versager vor. Dann die üblichen Kommentare aus der Verwandschaft; "Und, wie sieht's bei dir mit den Mädels aus?"; Oma: "Hast du eine Freundin?", Ich: "Nein.", Sie: "Ach, dann werd ich das auch nicht mehr erleben." - ja danke!

    Es ist ein zentnerschwerer Block, den man auf den Schultern hat und mit jedem Tag wird es schwerer.

    Ich denke, es ist besser für mich, einfach die ganze Sache aufzugeben. Egal, was ich anstelle, es wird nichts mehr. Aber fürs Bordell bin ich mir definitiv zu schade.^^
  • Ich denke auch, du klingst nicht so, als würdest du das wollen, weil es dir selber ein Bedürfnis ist, sondern weil es von außen als Erwartungshaltung an dich herangetragen wird. Dinge zu machen, weil Andere der Meinung sind, man sollte sie machen... das ist der denkbar schlechteste Grund, den man überhaupt für irgendwas haben kann.
    Ich höre bei dir (und nach den Erlebnissen mit dem Mobbing halte ich das für vollkommen verständlich und gar nicht verwunderlich) einen Mangel an Selbstwert heraus. Dieser Selbstwert ist nämlich das, was dir hilft, dich gegen Erwartungshaltungen von Außen zu wehren und dafür einzustehen, was DU willst.
    Du wirst mit der Einstellung "muss ja" eh keinen Seelenpartner finden. Du strahlst dein "muss ja" nämlich aus wie ein Leuchtturm, das können alle sehen. Und damit verlieren die Leute automatisch das Interesse an dir. Allerhöchstens ziehst du Leute an, die selber ausstrahlen "muss ja". Aber ob das eine erfüllende Partnerschaft sein kann?

    Ich geb dir recht, egal wo man hinschaut, man sieht diese extreme Pärchenmentalität. Kinder haben jetzt schon mit 10 in der Grundschule ihren ersten Freund/die erste Freundin. Sie glauben, das muss halt so.
    Ich bin der Meinung, nur weil viele Leute einer Meinung unreflektiert nachplappern, ist es noch lange nicht die richtige Meinung für DICH. Vor allem, wenn du tief in dir spürst, dass du es anders siehst. Dann steht dazu.
    Den Spruch deiner Oma find ich vollkommen daneben. Vielleicht antwortest du auf ihre passiv agressiven Kommentare einfach mit Zustimmung. "Ja, vermutlich segnest du dann eher das Zeitliche." Leute merken dann recht schnell, wie scheiße ihr eigener Kommentar war, wenn man ihnen auf ihre passiv agressive Mitleidsschiene mit Zustimmung reagiert.
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