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Introversion angeboren oder "anerzogen"?

Was denkt ihr: Wird man als Intro geboren oder kann sich das auch verändern?

Ich persönlich war ein offenes/ extravertiertes Kind, merkte dann aber dass ich oft nicht gehört oder nicht ernst genommen wurde. So wurde ich immer ruhiger und habe mich immer mehr zurückgezogen.
Vermutlich trug ich die Veranlagung zur Introversion immer schon in mir, aber durch diese Erlebnisse wurde das sicher verstärkt.

Oder wie erlebt/seht ihr das?
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen. :-)

Kommentare

  • edited Oktober 22
    Hallo,

    ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht: eine finale Antwort steht aber noch aus, wird es vmtl. auch nie geben.
    Ich kann von mir sagen, dass ich es in der Grundschule so ab der 4. Klasse gemerkt habe, dass ich etwas anders bin. Die anderen haben immer laut herumgetobt und konnten sich über jede Kleinigkeit freuen und laut lachen, ich dagegen war immer eher ruhig und „vernünftig“. Ich bin in einem sehr konservativen Elternhaus aufgewachsen. Es gab viele Regeln und Verpflichtungen nach dem Motto: das macht man aber so. Schule war einfach nur furchtbar.
    Insgesamt, und das ist meine Meinung dazu, sind es eher die Erfahrungen und Erlebnisse, die Introversion bewirken. Durch die Ausgrenzung, weil man nicht alles mitmacht, zieht man sich immer mehr zurück. Ich denke der angeborene Teil ist eher gering, aber auf jedem Fall vorhanden. So sehe ich das jedenfalls.
    Gruß
  • Danke raven12345 für deine Gedanken!
    Ich sehe es eben irgendwie recht ähnlich. :-)
    Liebe Grüsse aus der Schweiz
  • Das ist eine sehr interessante Frage. Ich versuche meine Gedanken dazu in Worte zu fassen...

    Ich bin der festen Überzeugung, dass Intro- als auch Extroversion angeborene (evtl. genetisch vererbbare) Persönlichkeitsmerkmale sind. Beides wird benötigt, damit eine Gesellschaft funktionieren kann.
    Anerzogen und manchmal problematisch ist das Selbstbildnis dieses Merkmals. Das bemerke ich u.a. oft hier im Forum. Wenn das Umfeld das Leise ins Laute umkehren will, entsteht Chaos. Umgekehrt genauso. Daraus entstehen Zweifel, Trauer und Wut. Obwohl genau das, das Umfeld wohl vermeiden wollte/will.
  • Das kann man nicht so pauschal beantworten. Wir verdanken es unter anderem der Genetik, welche Gehirnareale stärker ausgeprägt sind als andere. Es gibt starke Indizien dafür, dass soziale Intelligenz vererbbar ist. Damit wäre unsere Stellung in einem sozialen Netzwerk zu einem Großteil tatsächlich durch Erbgut bestimmt.

    Man darf aber meiner Meinung nach auch nicht außer Acht lassen, dass unser Verhalten maßgeblich auch von unserem sozialen Umfeld geprägt wird - und das lange bevor unsere Erinnerungen einsetzen. Das Verhalten der eigenen Eltern, Vorbildspersonen, Freunden und auch die Beziehung zu Geschwistern sind dabei einige der Faktoren, die uns formen und uns zu den Menschen machen, die wir heute sind.
  • Danke NomaDie und AnnaMolly für eure spannenden Ausführungen. Schönen Wochenstart und liebe Grüsse aus der Schweiz
  • Warum nicht beides?

    Ich bin so geboren, aufgrund von sozialen Faktoren bin ich jedoch auch immer mehr in mich hinein versunken.
    Hat das mit meinen sozialen Kompetenzen geholfen? Mitnichten.

    Mir wollen Menschen immer wieder erzählen, dass ich doch ganz gut so bin, wie ich bin und bei weitem nicht so schlimm, wie ich es mir ausmale, was sicherlich auch stimmt.
    Allerdings stimmt es auch, dass ich nur weil ich gern in meinem Zimmer hocke, ein Buch lese, etwas spiele, oder Fernsehen schaue, ebenso gut mit andern Menschen auf meine Art kommunizieren könnte, wenn ich es wollte.

    Das Problem ist eher, dass ich die Praxis kaum erforscht habe und so kaum Anschluss habe, wenn ich von meinen Arbeitskollegen und einstigen Mitschülern mal absieht.

    Hin und wieder schaffe ich es an ganz guten Tagen, wild fremde Menschen anzuplappern, wenn ich merke, diese interessieren sich für den selben Kram wie ich und man kommt dann in 98% der Fälle auch gut ins Gespräch, aber das ist halt eher die Ausnahme, da schwingt dann doch ein Hauch Schüchternheit/Angst mit.
  • Danke EinNerd für das Teilen deiner Gedanken.
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