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Introvertiert heilbar?

Hallo Community,
Ich bin der Phil bin 22 Jahre alt und bin introvertiert. Aktuell arbeite ich in einer Firma und verzweifel gerade dran warum ich nicht mit Menschen normal sprechen kann. Ich könnte nur mit Lachen aber habe mich nie an Gesprächen beteiligt weil ich Angst hatte etwas falsches zu sagen. Daher habe ich nie verstanden warum ich so bin. Bis ich vor kurzen gelesen habe, was introvertierte Personen sind. Ich könnte mich direkt wieder spiegeln. Ich war immer sehr zurückhalten zu Arbeitskollegen oder zur fremden Personen. Smalltalk und Co konnte ich nicht mit fremden Menschen führen. Meine einzige bezugs Personen waren meine Freunde da konnte ich mich frei äußern. Ich möchte garnicht introvertiert sein aber Weiss auch nicht wie ich es loswerden kann?

Kommentare

  • Hallo Phil,

    ich kann dir die Frage nur aus meiner eigenen Erfahrung beantworten.
    Ich war 20-25 Jahre lang sehr schüchtern, ruhig und introvertiert. Schüchtern bin ich heute überhaupt nicht mehr. Ruhig und introvertiert immer noch.
    Dass ich heute weniger schüchtern bin, liegt denke ich an einem besseren Selbstvertrauen und das wiederum durch reiferes Alter (bin 35), die Arbeit, Heirat, ...
    Ich schätze ruhig und intro bleibe ich mein Leben lang. Schon allein deshalb, weil ich oft nicht weiß was ich sagen soll. Oder ich weiß etwas zu sagen, kann es aber nicht verständlich oder interessant rüber bringen.
  • Nee... vergiss das, mit der nach innen gekehrten Art muss Du bis zum Ende Deines Lebens klarkommen.

    Das Selbstvertrauen kannst Du jedoch versuchen zu stärken, Menschen haben dafür scheinbar unsichtbare Sensoren, wenn man mit diesen in Kontakt treten möchte, oder auch gar nicht weiß, wie man dies überhaupt unternehmen soll, da man selbst in solchen Fällen auch Unsicherheit ausstrahlt.

    Merke ich persönlich immer wieder.
    Sei es Zuhause, oder wenn es darum geht, auf andere Menschen zuzugehen, selbst wenn ich diese eigentlich schon Jahre lang kenne.

    An sich ist das intro sein ja auch nicht verkehrt, Du wirst sicher auch Dinge an Deiner eigenen Person zu schätzen gelernt haben.

    Blöd ist nur, dass uns von außen oft suggeriert wird, es werde anderes Verhalten erwartet und spätestens da bin auch ich mit meinem Latein am Ende, da mir selbst auch das Selbstvertrauen fehlt, um entscheidende Schritte in meinem Sozialleben zu vollziehen.

    Hoffe für Dich dennoch, dass sich Dir ein Weg offenbart, welcher angenehm erscheint!
  • edited November 2019
    Hallo @Philo97,

    Introvertiert sein ist keine Krankheit, es ist viel mehr eine Charaktereigenschaft. Ich denke als Introvertierter reflektiert man sein eigenes handeln und das von anderen viel intensiver, als es extrovertierte Menschen machen.
    Es ist auch so, dass sich negative Erfahrungen sich viel besser und leichter einprägen, als positive Erfahrungen.
    Vielleicht musst du dir mal Gedanken darüber machen, ob du mit der Zeit Vermeidungsstrategien entwickelt hast und wenn es dich so belastet sich auch mit ihnen so auseinandersetzen, dass du neue Konfrontationsstrategien entwickelst.
    Es ist oft schwer und auch beängstigend sich seinen eigenen schwächen zu stellen. Aber nur so lässt sich an Defiziten Arbeiten.

    Auch introvertierte Menschen haben ihren Wert und extrovertierte Menschen sind auf keinen fall wertvoller. Ich denke beide Seiten können sehr viel voneinander lernen.
  • edited Dezember 2019
    Ob 5, 7, 10 oder ganz allgemein ... YouTube-Videos über Vorteile und Stärken der Introversion finden sich reichlich, dabei ist Empathie immer ein wesentlicher Faktor. Werde dir deiner Charakter-Eigenheiten bewusst, dann kannst du sie auch nutzen und besser mit ihnen glücklich sein.

    Nur ein Beispiel:

  • Die Frau blinzelt schweineoft, das find ich gerade mega irritierend!
    Zum Zuhören ist es aber okay.
    Ich finds gut, dass sie betont hat, dass es nicht darum geht, ob Intro- oder Exroversion jetz gut oder schlecht sind sondern dass es einfach ist, wie es ist.
    Allerdings wird mir generell oft ein wenig zu sehr generalisiert, das findet sich auch in der Kommentarspalte wieder: "Intros SIND..."
    Nein. "Manche Intros können die Neigung in Richtung X besitzen". Oder "X findet sich bei Intros öfter wieder als bei Extros".
    Ich find das alles oft zu sehr in Stein gemeißelt und das beschränkt nun wieder Leute, die sich selber nicht gut kennen, aber wissen, dass sie Intro sind. Die bekommen hier auch wieder vorgekaut, wie sie angeblich zu sein haben.
  • Deshalb ja: *Ein* Beispiel. Es gibt viele Autoren solcher Videos, und ebenso viele Blickwinkel auf das Thema. Manche schildern auch nur einfach ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen, ohne anderen was vorschreiben zu wollen. Daraus erfährt man zumindest, wie sie für sich einen Weg gefunden haben, etwas aus ihren Eigenheiten zu machen. Das muss nicht für jeden anderen ebenso funktionieren. Aber manchen genügt schon ein anderer Blickwinkel, um auf neue Ideen zu kommen.
  • Für mich war das tatsächlich die wichtigsten Erkenntnis. Hat lange gedauert sie zu begreifen (bin inzwischen etwas über 40). Introvertiert sein ist keine Krankheit, kein Makel und keine Schwäche. Es ist einfach die Art wie man ist.

    Das Problem liegt meistens (zumindest für mich) darin, zu erkennen was "normal" oder "gut" ist. Du wirst immer Unmengen an Menschen begegnen, die versuchen dir klar zu machen, dass du dich doch einfach nur "mal gehen lassen" musst. "Hab doch einfach mal Spaß" ist auch ein häufiger Satz.

    Der Irrtum dabei ist, dass du in der Regel nur von Extrovertierten angesprochen wirst. Introvertierte sind nun mal zurückhaltender oder meiden solche Zusammenkünfte von vorne herein. Du bekommst also einfach nur vermehrt Feedback von Menschen, die einfach gegenteilig gepolt sind und oft auch gar nicht verstehen, was es bedeutet ein Introvert zu sein.

    Lass dich also nicht täuschen. Es gibt weit mehr Introverts als du siehst. Deine Sicht ist vielleicht nur durch Extroverts gefärbt weil die anderen nicht so "laut" sind. Introvert und Extrovert sind einfach nur zwei Arten, wie sein kann.
  • Hey,

    Wie schon von anderen geschrieben kann man das introvertiert sein nicht ablegen... du kannst aber trotzdem üben offener zu werden und leichter Kontakte zu knüpfen oder dich mit fremden Menschen zu unterhalten. Introvertiert heißt schließlich nicht schüchtern.

    Es ist halt wichtig zwischendurch etwas alleine zu sein, um die „Akkus“ wieder aufzuladen. Da weiß man irgendwann wie das am besten für sich funktioniert und auch, wie lange man braucht...

    Mir hilft übrigens manchmal einfach der Gedanke, dass andere Menschen gar nicht so über mich nachdenken, wie ich selbst! Mit der Zeit und der Auseinandersetzung mit dem Thema wird es eh leichter werden. ;)

    Ich persönlich finde auch das Buch „Leise Menschen - starke Wirkung“ von Sylvia Löhken und Fleur Sakura Wöss sehr hilfreich.
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