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Vorträge halten

Furchtbar. Ein absoluter Albtraum für mich. Und das wird vielen hier sicher ähnlich gehen. Wie habt ihr das im Studium geregelt. Da kann man sich ganz schlecht vor Vorträgen drücken. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man an der Reihe ist .... habt ihr da irgendwelche Tabletten virher zur Beruhigung genommen?

Kommentare

  • Also ich habe mich in meiner Schulzeit wann immer ich konnte darum gedrückt und das war echt ein Fehler.

    Bei mir war/ist es tatsächlich so, dass es immer einfacher wird, je öfter ich es mache. Man gewinnt Vertrauen in sich selbst und dann fällt es leichter, vor Anderen zu sprechen. Gute Vorbereitung hat mir ebenfalls sehr geholfen. Wenn ich einen "Hänger" hatte oder den Faden verloren habe, war das natürlich unschön aber bei mir machte tatsächlich Übung den Meister. Also -Meister- ist übertrieben aber ich wurde gelassener und war auch davor nicht mehr so übertrieben aufgeregt.

    Vielleicht kannst du ja einfach vor 2-3 Freunden üben? Manche üben auch vor dem Spiegel, um zu sehen, wie sie wirken (ich finde das allerdings kontraproduktiv ;D).

    Ich habe tatsächlich auch mal Tabletten genommen: Lasea

    VG
  • Ja, war für mich auch lange der absolute Horror. Zwei Dinge haben wir schließlich geholfen.

    Zum einen habe ich früher sehr viel RPG gemacht (Ja, eben ein Nerd ;)). Da spielt man Unmengen an potentiell problematischen sozialen Situationen durch und das ganze in einem vertrauten Rahmen mit guten Freunden. Für mich damals (ohne es damals gewusst zu haben) eine Art Therapie verbunden mit Spaß und Spiel.

    Zum anderen habe ich fest gestellt, dass ich in meinem Beruf einfach richtig gut bin. Das hat mir dort bei Vorträgen eine Menge Selbstvertrauen gebracht. So sind zum Beispiel berufliche Vorträge oder Workshops kein Problem mehr. Naja, also dir große Bühne mit Hunderten von Fremden brauche ich aber doch lieber nicht ;)
  • edited Januar 2020
    Vorträge waren jetzt auch nie meine Stärke. Kann mich da noch an einen meiner letzten erinnern. War eine Gruppenarbeit woraus dann jeder was zum Fachthema vortragen musste. Ausarbeitung und Vortrag fand am selben Tag statt. Man konnte sich somit nicht richtig darauf vorbereiten. Ergebnis war dass ich dann irgend einen Schwachsinn gestammelt habe, weil gar nicht im Thema und dadurch dann noch aufgeregter wurde und am Ende auch kaum mehr gerade aus reden konnte. Dadurch hatte meine Gruppe dann wegen mir eine schlechtere Benotung bekommen, was die Lehrkraft auch noch extra erwähnenswert fand. Was für eine Katastrophe^^ Zählt unter den Top 3 Tagen in meinen Leben die ich gern rückgängig machen würde.

    Wenn man sich drauf vorbereiten konnte ging es einigermaßen. Und Vorträge in Fremdsprache vielen mir, warum auch immer, recht leicht.

    Hatte auch mal vorher einen Kurzen getrunken, hat aber gefühlt nicht geholfen, war zu wenig xD
  • Hallo zusammen,

    mir geht es so, dass ich früher in der Schule Vorträge auch gehasst habe. Das änderte sich erst sehr sehr langsam ganz am Ende der Schulzeit.

    Damals habe ich das allerdings noch nicht realisiert. Erst, als ich beruflich etwas präsentieren musste stellte sich heraus, dass mir das Präsentieren deutlich mehr liegt als irgendwelche Gutachten auszuarbeiten. Natürlich steht und fällt das auch mit dem Thema. Allerdings machte ich lustigerweise die besten Erfahrungen dann, wenn ich einfach tief genug im Thema war und sämtliche Proben gar nicht stattfinden ließ. Letztlich ergab sich so ein spontaner Vortrag und ich konnte deutlich besser auf Zwischenfragen eingehen ohne, dass ich das Gefühl hätte, deshalb etwas nicht mehr erwähnen zu können, was doch vorher so schön in meinem Skript stand. Aber hey, da bin ich wohl recht allein mit. Wobei ich es auch schon bei anderen erlebt habe, dass ich ihnen, wenn sie einfach erzählten, an den Lippen hing und sobald eine Präsentation von den Menschen anstand wirkte das so seltsam unförmig.

    Ich persönlich halte nichts davon, mit Beruhigungstabletten oder Alkohol etc zu versuchen, Nervosität in den Griff zu bekommen. Eher ist die Frage, was hinter der Nerosität steht und da wäre dann ein Ansatzpunkt.
  • Ich denke der eigene Selbstwert spielt eine wichtige Rolle. Wenn du mit dir selbst im Reinen bist und einem das Thema liegt wirds schon irgendwie klappen.. ansonsten wirds schwierig :D
  • Hallo, ich weis sehr genau was du meinst @Maskenträgerin, vorträge sind nie etwas wo ich in jubel ausbreche, aber da ich im studium dazu gezwungen bin so etwas zu machen, war es nötig eine lösung zu finden. Ich habe dafür eine speziele vorlesung besucht die sich einzig mit dem Thema beschäftigt. da wurden so fragen beantwortet. wo sollen die Arme hin? wie reagiere ich auf Fragen und kann ich die Fragen überhaupt Beantworten.
    Auf die meisten fragen habe ich da einpaar tricks beigebracht bekommen. zum Ersten was mach ich mit den Armen, wie soll ich sie halten und so weiter. Der rat den ich dazu bekommen habe ist recht einfach. ich habe einen Stift mit nach vorne genommen. Ich hatte was zum festhalten gehabt und das hat mich sehr beruhigt, einfach was zu haben und keiner kann mir einem logischen grund nennen warum ich einen stift nicht in der hand halten darf. dazu die zuschauer. ich habe die erfahrung gemacht, die meisten hören nicht zu, jedenfalls in der (Hoch)schule. es interessiert die leute nicht worüber ich rede, also ist es recht unwahrscheinlich das ich von ihnen irgendwelche fragen zu erwarten habe. Wenn ich zum Beispiel einen Vortrag übe dann mache ich das vor einem Spiegel oder so dumm das auch klingt ich mache mir eine bild vor einem riesigen publikum an. Das hat mir bei manchen vorträgen sehr geholfen einfach die blicke zu ertragen. :)
    hoffe es hilft etwas.
  • Ich fands auch bisher hilfreich, sich ein oder zwei Interessierte aus der ersten Reihe zu "schnappen" und dann öfter mal den Blickkontakt zu suchen, direkt mit denen "reden". Das versichert dann immer ein bisschen, dass es doch Leute gibt, die Zuhören und es spinnt irgendwie eine Art Beziehung und in eventuellen Pausen hat man sich gleich jemanden "hearngezüchtet", mit dem man einen verhassten small talk Plausch bei ner Tasse Kaffee führen kann.
  • Präsentationen und Referate waren für mich im Studium auch immer eine große Belastung. Sich der Angst zu stellen, getreu dem Motto: „irgendwann kommt schon die Routine“, war für mich keine Lösung. Denn die Angst wurde bei mir nur umso größer, je häufiger ich gezwungen war ein Referat zu halten. So war ich schon lange vor dem eigentlichen Termin – wenn ich nur daran dachte – nervös und angespannt. Ich hatte zudem das Problem, dass ich deswegen Schlafstörungen hatte und infolge der Müdigkeit viel Kaffee trank, bevor ich referieren musste. Dies war natürlich immer ein Fehler, da ich durch den ungewohnt hohen Blutdruck noch aufgeregter war. Beruhigungstabletten wie Baldrian wirkten auch eher kontraproduktiv. Und selbst eine perfekte Vorbereitung verhalf mir nicht zu der gewünschten souveränen Vortragsweise, ich stand trotzdem unter enormen Druck. Irgendwann fand ich nur noch einen Ausweg aus diesem Dilemma, indem ich mich aus allen Seminaren abmeldete, in denen eine Präsentation o. ä. als Leistung zu erbringen war. Mündliche Prüfungen waren hingegen nie ein Problem für mich. Aber dies ist auch eine andere Konstellation. Eigentlich ist es doch schlimm, was introvertierten Menschen damit zugemutet wird…
  • Ich bin nicht gut im mündlichen erklären. Bei Vorträgen kommt noch dazu, dass ich unsicher bin und nicht gern im Mittelpunkt stehe. Trotzdem hab ich mich inzwischen halbwegs damit arrangiert, dass ich beruflich leider öfter mal Vorträge halten muss. Bei Themen in denen ich sicher bin, hab ich mich dabei sicher gefühlt.

    Diese Woche war mal wieder so ein Vortrag, bei dem ich eigentlich recht sicher war. Dachte es lief recht gut.
    Da ruft mich im Anschluss ein Kollege (mit etwas höherer Position) an und meinte er würde mir gern Feedback zu meinem Vortrag geben, weil ihm Präsentationsstil sehr am Herzen liegt. Er meinte ich solle mehr aus mir heraus gehen. Und hat mir einige YouTube-Videos geschickt in denen es um Präsentations-Skills geht.
    Das war sicher gut gemeint von ihm. Aber ich fürchte, dass mir diese Ratschläge nicht helfen, sondern in Gegenteil, mich jetzt nur noch unsicherer machen. Wenn ich schlagkräftiger wäre, hätte ich erwidert "Einem Introvertierten zu sagen er soll mehr aus sich raus gehen, ist wie einem Blinden zu sagen er soll mit offenen Augen durch die Welt gehen".
  • @intro684,
    ich kann Deine Verunsicherung gut nachvollziehen.
    Ich mache die Erfahrung, dass es nicht sinnvoll ist, am Arbeitsplatz auf die Eigenschaften von Introversion aufmerksam zu machen. Damit können viele überhaupt nichts anfangen.

    Dennoch glaube ich, dass selbst introvertierte Menschen sehr gut präsentieren können, vielleicht auch, weil sie mehr im Vorfeld überlegen, wie sie Sachverhalte transportieren. Was ihnen nicht liegt, sind Effekthaschereien.

    Ich glaube auch, dass Tipps besser von solchen Menschen angenommen werden können, die Einsicht in das Wesen von Introversion haben und somit könntest Du Dich ja vielleicht auf die Suche machen nach Hinweisen im Netz. Bin sicher, da findet sich einiges, das Dich sehr wohl bestärken kann. Und wenn Selbstzweifel kleiner und kleiner werden, dann kann sich das sehr positiv auswirken.
  • Sicher sind da gute Tipps dabei und vielleicht sogar welche die ich auch anwenden kann. Aber ich will mich halt nicht verstellen. Ich bin auf Arbeit eh schon viel kommunikativer als privat. Ich will ich selbst bleiben und nicht "Clown spielen".
    Die Selbstzweifel sind jetzt halt erst mal wieder größer geworden.
    Ob ein Hinweis auf Introversion im Arbeitsumfeld sinnvoll ist, bin ich mir auch nicht sicher. Bestimmt würden darauf manche mit Verständnis reagieren. Manche würden aber wahrscheinlich auch sagen "Dann bist du hier fehl am Platz".
  • Konstruktive Hinweise, wie ich mich verbessern kann, finde ich wichtig, um mich weiterentwickeln zu können. Jedoch, wenn Verbesserungsvorschläge ungefragt gegeben werden, finde ich das schwierig bis grenzwertig.

    Auch würde es mich nachweislich stressen, wenn ich in einer Vortragssituation bin und dann auch noch darüber nachdenken müßte, ob ich jetzt laut genug spreche, richtig atme, grade genug dastehe…

    Nichtsdestotrotz könnte man solche äußeren Dinge einmal überprüfen, indem man sich selbst filmt (heutzutage dank der modernen Technik ja kein Problem mehr) oder seine Rede vor dem Spiegel einübt.

    Im Alltag möchte ich keine Rolle spielen müssen, bin jedoch inzwischen vorsichtiger geworden, wem ich was sage.

    Dass ich introvertiert bin, würde ich Niemandem auf die Nase binden.

    Eher das Wissen für mich nutzen und danach handeln.

    Darum wissend, dass introvertierte Eigenschaften oftmals Grund zum wundern bieten, mich für mein Verhalten nicht entschuldigen, aber vielleicht eine Art Erklärung liefern:

    Ich habe nichts gegen Geselligkeit in der Mittagspause, benötige aber dann und wann Alleinzeit, um den Kopf frei zu bekommen - oder so ähnlich.

    Ich bin sicher, das können die Meisten verstehen.
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