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Vorträge halten

Furchtbar. Ein absoluter Albtraum für mich. Und das wird vielen hier sicher ähnlich gehen. Wie habt ihr das im Studium geregelt. Da kann man sich ganz schlecht vor Vorträgen drücken. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man an der Reihe ist .... habt ihr da irgendwelche Tabletten virher zur Beruhigung genommen?

Kommentare

  • Also ich habe mich in meiner Schulzeit wann immer ich konnte darum gedrückt und das war echt ein Fehler.

    Bei mir war/ist es tatsächlich so, dass es immer einfacher wird, je öfter ich es mache. Man gewinnt Vertrauen in sich selbst und dann fällt es leichter, vor Anderen zu sprechen. Gute Vorbereitung hat mir ebenfalls sehr geholfen. Wenn ich einen "Hänger" hatte oder den Faden verloren habe, war das natürlich unschön aber bei mir machte tatsächlich Übung den Meister. Also -Meister- ist übertrieben aber ich wurde gelassener und war auch davor nicht mehr so übertrieben aufgeregt.

    Vielleicht kannst du ja einfach vor 2-3 Freunden üben? Manche üben auch vor dem Spiegel, um zu sehen, wie sie wirken (ich finde das allerdings kontraproduktiv ;D).

    Ich habe tatsächlich auch mal Tabletten genommen: Lasea

    VG
  • Ja, war für mich auch lange der absolute Horror. Zwei Dinge haben wir schließlich geholfen.

    Zum einen habe ich früher sehr viel RPG gemacht (Ja, eben ein Nerd ;)). Da spielt man Unmengen an potentiell problematischen sozialen Situationen durch und das ganze in einem vertrauten Rahmen mit guten Freunden. Für mich damals (ohne es damals gewusst zu haben) eine Art Therapie verbunden mit Spaß und Spiel.

    Zum anderen habe ich fest gestellt, dass ich in meinem Beruf einfach richtig gut bin. Das hat mir dort bei Vorträgen eine Menge Selbstvertrauen gebracht. So sind zum Beispiel berufliche Vorträge oder Workshops kein Problem mehr. Naja, also dir große Bühne mit Hunderten von Fremden brauche ich aber doch lieber nicht ;)
  • edited Januar 13
    Vorträge waren jetzt auch nie meine Stärke. Kann mich da noch an einen meiner letzten erinnern. War eine Gruppenarbeit woraus dann jeder was zum Fachthema vortragen musste. Ausarbeitung und Vortrag fand am selben Tag statt. Man konnte sich somit nicht richtig darauf vorbereiten. Ergebnis war dass ich dann irgend einen Schwachsinn gestammelt habe, weil gar nicht im Thema und dadurch dann noch aufgeregter wurde und am Ende auch kaum mehr gerade aus reden konnte. Dadurch hatte meine Gruppe dann wegen mir eine schlechtere Benotung bekommen, was die Lehrkraft auch noch extra erwähnenswert fand. Was für eine Katastrophe^^ Zählt unter den Top 3 Tagen in meinen Leben die ich gern rückgängig machen würde.

    Wenn man sich drauf vorbereiten konnte ging es einigermaßen. Und Vorträge in Fremdsprache vielen mir, warum auch immer, recht leicht.

    Hatte auch mal vorher einen Kurzen getrunken, hat aber gefühlt nicht geholfen, war zu wenig xD
  • Hallo zusammen,

    mir geht es so, dass ich früher in der Schule Vorträge auch gehasst habe. Das änderte sich erst sehr sehr langsam ganz am Ende der Schulzeit.

    Damals habe ich das allerdings noch nicht realisiert. Erst, als ich beruflich etwas präsentieren musste stellte sich heraus, dass mir das Präsentieren deutlich mehr liegt als irgendwelche Gutachten auszuarbeiten. Natürlich steht und fällt das auch mit dem Thema. Allerdings machte ich lustigerweise die besten Erfahrungen dann, wenn ich einfach tief genug im Thema war und sämtliche Proben gar nicht stattfinden ließ. Letztlich ergab sich so ein spontaner Vortrag und ich konnte deutlich besser auf Zwischenfragen eingehen ohne, dass ich das Gefühl hätte, deshalb etwas nicht mehr erwähnen zu können, was doch vorher so schön in meinem Skript stand. Aber hey, da bin ich wohl recht allein mit. Wobei ich es auch schon bei anderen erlebt habe, dass ich ihnen, wenn sie einfach erzählten, an den Lippen hing und sobald eine Präsentation von den Menschen anstand wirkte das so seltsam unförmig.

    Ich persönlich halte nichts davon, mit Beruhigungstabletten oder Alkohol etc zu versuchen, Nervosität in den Griff zu bekommen. Eher ist die Frage, was hinter der Nerosität steht und da wäre dann ein Ansatzpunkt.
  • Ich denke der eigene Selbstwert spielt eine wichtige Rolle. Wenn du mit dir selbst im Reinen bist und einem das Thema liegt wirds schon irgendwie klappen.. ansonsten wirds schwierig :D
  • Hallo, ich weis sehr genau was du meinst @Maskenträgerin, vorträge sind nie etwas wo ich in jubel ausbreche, aber da ich im studium dazu gezwungen bin so etwas zu machen, war es nötig eine lösung zu finden. Ich habe dafür eine speziele vorlesung besucht die sich einzig mit dem Thema beschäftigt. da wurden so fragen beantwortet. wo sollen die Arme hin? wie reagiere ich auf Fragen und kann ich die Fragen überhaupt Beantworten.
    Auf die meisten fragen habe ich da einpaar tricks beigebracht bekommen. zum Ersten was mach ich mit den Armen, wie soll ich sie halten und so weiter. Der rat den ich dazu bekommen habe ist recht einfach. ich habe einen Stift mit nach vorne genommen. Ich hatte was zum festhalten gehabt und das hat mich sehr beruhigt, einfach was zu haben und keiner kann mir einem logischen grund nennen warum ich einen stift nicht in der hand halten darf. dazu die zuschauer. ich habe die erfahrung gemacht, die meisten hören nicht zu, jedenfalls in der (Hoch)schule. es interessiert die leute nicht worüber ich rede, also ist es recht unwahrscheinlich das ich von ihnen irgendwelche fragen zu erwarten habe. Wenn ich zum Beispiel einen Vortrag übe dann mache ich das vor einem Spiegel oder so dumm das auch klingt ich mache mir eine bild vor einem riesigen publikum an. Das hat mir bei manchen vorträgen sehr geholfen einfach die blicke zu ertragen. :)
    hoffe es hilft etwas.
  • Ich fands auch bisher hilfreich, sich ein oder zwei Interessierte aus der ersten Reihe zu "schnappen" und dann öfter mal den Blickkontakt zu suchen, direkt mit denen "reden". Das versichert dann immer ein bisschen, dass es doch Leute gibt, die Zuhören und es spinnt irgendwie eine Art Beziehung und in eventuellen Pausen hat man sich gleich jemanden "hearngezüchtet", mit dem man einen verhassten small talk Plausch bei ner Tasse Kaffee führen kann.
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