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Allein sein ist toll, wenn man dabei nicht Einsam ist

Guten Tagesabschnitt (Abend) allerseits,

ich stelle mich mal vor. Warnung gleich vorne weg. Das wird verdammt lange. Recht ausführlich, vermutlich überladen. Und frei von der Seele getippt :) Warum? Weil ich denke, dass es wichtig ist.

Kurze Eckdaten zu mir (wobei ich manches wie Name und Anschrift weglassen werde)

Ich bin der "Alex" und fast 28 Jahre alt. Gerade studiere ich in Bayern Wirtschaftsinformatik und werde wohl bald meinen Master-Abschluss machen. Im Grunde war das auch schon alles, was ich jemandem erzählen kann, wenn ich mich vorstelle. Aber ich mach einfach mal weiter.

Nachdem ich jetzt recht lange hin und her überlegt habe, bin ich durch eine schnelle und unüberlegte Suche auf Google nun hier gelandet. Ich glaube nicht, dass ich ein "reinrassiger" Intro bin. Aber manches passt eben doch ganz gut. Ich habe keine Angst zu telefonieren. Dafür hasse ich es einkaufen gehen zu müssen :D
Vor vielen Leuten spreche ich auch nicht gerne. Eigentlich bekomme ich da richtige Angstschübe, mit Kniezittern und so. Ist aber den 15 Jahren Mobbing geschuldet. Ich bin nicht schlecht darin, eine Präsentation zu halten. Ich tue es nur nicht gerne. Wenn ich allerdings über ein Thema reden kann, welches mir wirklich gefällt, mit dem ich mich tagtäglich auseinander setze und richtig gut auskenne, ist das eher kein Problem. Nur meist sind das Themen, die kaum einer hören mag, also ja^^

Manche fragen sich vielleicht, was ich jetzt hier mache. Nun, ich suche Freunde. Vor ein paar Jahren habe ich es gewagt, mich aus meinem Loch heraus zu erheben (wenn auch nur bezogen auf das Internet) und einen Versuch gewagt. Dabei habe ich ein wunderbares Hobby und eine furchtbare Wahrheit entdeckt. Beides ist ... belastend, auf seine Weise und schön, auf eine ganz andere. Ich war nie der Typ, der "viele" Freunde wollte. In der Schule wollte ich immer nur in Ruhe gelassen werden. Das habe ich auch nie verstanden, warum ich gemobbt, statt einfach in Ruhe gelassen wurde. Weil ich "anders" war. Und immer noch bin. Das Meiste interessiert mich nicht. Tagesgeschehen. Politik. Weltbelange. Dann doch lieber die Ungerechtigkeit zwischen Mensch und Tier, wobei auch zwischenmenschliches für mich sehr spannend ist. Konflikte und Diskussionen. Mein Ziel (auch wenn ich es wohl kaum erreichen werde) ist es zu lernen gewaltfrei und vorwurfsfrei zu kommunizieren. Wenn man dann noch versteht, was ich meine, wenn ich etwas sage, ohne drum herum zu interpretieren, wäre das super. Tatsächlich reden viele (ich auch), wollen damit aber etwas anstoßen, was aber so versteckt ist, dass es jemand nicht versteht. Beispiel: "Habe lange nichts mehr von dir gehört" = "Würde gerne mal wieder telefonieren". Aber statt das genau so zu sagen, sage ich halt ersteres. Weil ich mich nicht aufdrängen will.

Insgesamt hat mein Selbstwertgefühl über die Jahre doch sehr gelitten, oder ist nicht existent. Daran arbeite ich aber. Im Grunde gibt es kaum ein Thema, über das ich nicht rede. Egal ob mit Fremden, oder Freunden. Wozu erst über Smalltalk Zeit verschwenden? Damit kann nicht jeder umgehen. Habe aber auch gelernt, mich und vor allem meine Probleme anderen nicht aufzudrücken. Dadurch habe ich schon sehr viele Bekanntschaften und mögliche Freundschaften ruiniert. Das soll mir bitte nicht weiter passieren^^

Nach dem endlosen Hin und Her bin ich jetzt also hier gelandet und hoffe, dass sich Leute finden, mit denen man sich austauschen kann. Die echte richtige Hoffnung ist, jemanden zu finden, der mir ein Freund/in (divers) sein kann. Ein echter Freund. Und viel wichtiger noch, dem ich ein Freund sein kann. Ich bin gerne alleine, hocke vor dem PC, gucke Serien (Sci-Fi, Fantasy, aber auch anderes), zocke, oder baue an einer Welt herum. Manchmal aber ist es doch schön, wenn man weiß, da ist jemand. Ob das hier richtig ist und klappt? Das weiß ich nicht, aber ich möchte mal wieder was versuchen. Aufgeben wäre leicht. Sich durchzukämpfen ist das Leben. Und auch wenn ich hier und da echt schlimme Gedanken habe und mir einen Ausweg wünsche, würde ich ihn nicht nehmen. Vielleicht bin ich hier falsch, aber das sehe ich erst, wenn ich es versuche.

Habe mir auch einige Apps und Webseiten angeschaut, zum Thema Freunde und Dating. G33kdating, war da eins. Gibt ja viele Apps zum flirten und "Freunde finden". Aber mir sagt das nicht zu. Zum einen, dass man seinen Standort in Echtzeit angeben muss und dann noch, dass ich mögliche Bekanntschaften (Freundschaften) anhand eines Bildes annehmen, oder abschlagen soll. Hallo? Ist mir doch egal, wie jemand aussieht. Auf das, was die Person im Kopf und ihrer Seele hat, kommt es mir an. Finde ich zumindest wichtiger.

Scheinbar habe ich (verglichen mit anderen) nie gelebt. Alkohol habe ich nie getrunken. Nicht mal Kaffee (mag weder den Geschmack noch Geruch). Auf Parties war ich eigentlich auch nie. Werde ich auch nie gehen. Meine Zeit verbringe ich lieber zweisam um mich auf eine Person konzentrieren zu können. Außer ich kenne all die Leute schon eine lange Zeit. Dann ist das etwas anderes. Aber ich, alleine unter vielen unbekannten? Da gehöre ich nicht hin. Allein die Vorstellung, dann da irgendwo zu hocken, nichts sagen zu können und einfach nur stumm und "weird" zu sein? Uff ... Ne, danke. Ich glaube halt auch nicht (geschuldet dem Selbstwertgefühl), dass ich Gruppentauglich bin. In Chats mit vielen Leuten, rücke ich ganz automatisch in den Hintergrund. Sobald es da 5-6 Leute hat und die Mehrzahl kenne ich kaum, ziehe ich mich komplett zurück. Ich brauche quasi meinen "safespace", falls das jemand kennt? Weiß ja nicht recht^^

Dabei habe ich durchaus Interesse an Freunden. An sozialen Kontakten. Aber halt ausgewählte Leute. Leute, zu denen ich passe, die zu mir passen und wo die Chance besteht, wirklich etwas langfristiges aufzubauen. Etwas, dass Bestand hat und echt ist. Hoffe man versteht grob, was ich damit meine. Heuchler finde ich ganz schlimm. Hab das schon öfter erlebt (bin da aber auch sehr penibel). Bestes Beispiel: "Will Freundschaft mit dir, mag dich sehr. Wäre ganz toll". Und was passiert? Alle 10 Tage hört man ein "Hallo, alles gut?" im Telegram und das war es dann auch wieder, obwohl man sicher ab und zu mal telefonieren könnte, oder sich treffen (wenn man nahe wohnt). Das muss nicht jeden Tag sein, aber ich frage mich halt, wie das klappen soll. Etwas aufbauen, wenn man nur einmal alle zwei Wochen 3 Sätze schreibt? Hm, schwierig. Und da habe ich auch herausgefunden, die meisten Menschen (denen ich bisher begegnet bin), sind so. Kennt ihr das auch? Oder habe ich echt einfach nur über all die Jahre schlechte Erfahrungen gemacht? Zumindest weiß ich, dass ich mit sowas nichts anfangen kann. Und solchen Bekanntschaften, renne ich auch nicht hinterher. Da habe ich einfach nicht die Energie zu, bzw. selbst wenn, wäre es das nicht wert.

So, was gibt es noch zu sagen? Hm, ich mag Katzen, habe aber keine, weil es meine aktuelle Situation nicht zulässt. Ich interessiere mich für die Natur (auch wenn ich kaum draußen bin). Tiere sind mir 1000 mal sympatischer als die meisten Menschen, aber es gibt ja auch Ausnahmen. Ich Rollenspiele gerne. Eigentlich ist das untertrieben. Ich liebe es. Textbasiert, auf einem Server im Internet. Fantasy Setting. Leider habe ich kaum Leute, die mit mir spielen. Da habe ich halt auch wieder gemerkt, dass ich nicht kompatibel bin, obwohl es durchaus ein paar wenige Leute gibt, die ab und an mit mir spielen. Dungeons and Dragons spiele ich derzeit einiges. Hoffe es geht bald wieder los. Obwohl ich Text-RP mehr mag. Falls es jemanden interessiert die Webseite heißt Atrahor.de.

Ah, und ich bin auf YouTube zu finden, spiele Strategiespiele, nehme das auf, kommentiere es und lade es hoch. Nichts großes, aber es macht mir Spaß und ist ein nettes Hobby, dass ich jetzt tatsächlich schon länger mache. Wen es interessiert, schicke ich gerne den Link, aber ich will das hier auch nicht breit treten und für werben.

Falls jemand Interesse hat, auf einen direkteren Austausch, wäre ich bereit meinen Skype/Discord-Kontakt zu teilen. Aber nur über private Nachricht. Ich wage es einmal. Ansonsten liest man sich vielleicht hier ab und an? Ich bin jedoch eher der stille Beobachter. Vielleicht taue ich ja mal wieder auf, wer weiß ...

Danke an alle, die bisher gelesen haben. Fragen? Beantworte ich gerne. Neue Kontakte? Lerne ich gerne kennen, falls jemand glaubt, das könnte passen^^

Ansonsten wünsche ich allen einen super tollen Tag und alles Gute :)

Kommentare

  • Willkommen AleXusher
    im Forum für Introvertierte.

    Ich habe deine Vorstellung komplett gelesen und wage einmal die Einschätzung, dass du hier sehr richtig bist. Schön, dass du zu uns gefunden hast!

    Ob als stiller Mitleser oder doch den ein oder anderen Post verfassend, wünsche ich dir hier gute Erkenntnisse.

    Zwei deiner genannten Punkte möchte ich gern noch kurz aufgreifen

    Mobbing in Schule und Beruf kenne ich leider auch zu gut, obwohl ich doch nur meine Ruhe haben wollte und will. Ich schätze, genau diese Sehnsucht nach Eigenständigkeit verunsichert unser Umfeld, weshalb sie uns "jagen".

    Und dann diese Sache, sporadischen Kontakt zu halten ohne eine gewisse Tiefe zu vermitteln.

    Da glaube ich inzwischen, sowas geschieht aus recht egoistischen Gründen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Mir ist da erst die Tage wieder etwas passiert, was mich doch etwas wortlos zurückläßt.

    Nun freue ich mich über weitere posts von dir und wünsche dir in jedem Fall eine gute Zeit im Forum.

    Falls du Fragen hast, frag.

    Grüße
    Enjoythesilence


  • Hey,
    ich versuche es jetzt einfach einmal. Zumindest scheint das hier noch aktiv zu sein. Das ist ganz gut. Und ich werde mich auf jeden Fall hier und da mal reinlesen, was es so gibt.

    Das was du zum Mobbing ansprichst, verstehe ich nicht ganz. Wie meinst du das? Hast du Beispiele?

    Ich hasse so sporadischen Kontak. Sowas pflege ich auch gar nicht. Ist mir zu dumm. Ich bin mehr wert, als das. Auch wenn ich es selbst nicht glaube, muss ich es mir doch zumindest einreden. Irgendwann komme ich schon noch darauf. Möchtest du dein Erlebnis ausführen? Würde mich interessieren (egal ob es eine große, oder kleine Sache war).
  • Hey Alex,

    da dies hier ja dein Vorstellungsthread ist, möchte ich den nicht unnötig mit meinen Erlebnissen füllen, weshalb ich einmal den Weg versuchen will, hier einen link zu setzen zu dem aktuellen post in meinem Tagebuchthread

    https://introvertiert.org/forum/discussion/3582/enjoythesilence-ist-verliebt-in-ein-buch#latest

    Beispiele für das Mobbing, was ich erlebt habe?

    Sie haben mir in der Grundschule den Weg versperrt, meine Sachen weggenommen, mich gehänselt.

    Auf dem Gymnasium ging es ab Klasse 7 munter weiter.

    Generell kann man glaube sagen, picken sie sich ein Merkmal heraus und da reicht es, anders als der Rest zu sein. Es gibt eine Zeit im Leben, die sich Pubertät nennt. Manch einer findet Aufmerksamkeit gerade dann ganz toll. Manch einer nicht. Ich gehöre definitiv zu Letzteren.
  • Hallo Alex,

    warum meinst du, dass sporadische Kontakte unbedingt bedeuten müssen, dass du persönlich nicht mehr Wert bist? Es gibt auch Menschen (wie mich z. B.), denen ein „Mehr“ einfach zu viel ist und die froh sind, wenn sie irgendwann mal niemanden um sich herum haben. Von denen kannst du es als Auszeichnung empfinden, wenn du zu den wenigen Menschen gehörst, die ihnen überhaupt einen Mehrfachkontakt wert sind und die hin und wieder mal etwas Zeit mit dir verbringen möchten. Ist es nicht besser, sporadische Kontakte zu haben, als überhaupt keine? Deine Haltung wirkt bei mir nach Forderung und hoher Erwartungshaltung. Also würdest du für mich als Freund ausscheiden, weil ich mich dem nicht gewachsen fühle, obwohl ich dich vielleicht ansonsten sehr mögen würde. Ich finde, du verbaust dir damit auch deine eigenen Chancen und pflegst damit, meiner Meinung nach, auch Vorurteile.

    Ich hätte da mal einen Vorschlag an dich: Vielleicht solltest du dich mal mit unterschiedlichen Persönlichkeitsstilen/-Strukturen befassen, damit du vielleicht verstehen lernst, dass nicht jeder, der nicht permanent Kontakt zu dir sucht, dich ablehnt oder gar nicht richtig wahrnimmt, sondern dich trotzdem sehr mögen kann. Naja, ist halt eine Idee, vielleicht, weil ich mir wünsche, mit meinem Bedürfnis nach Distanz so wahr genommen zu werden, wie ich tatsächlich bin und dass dies dann von anderen nicht so persönlich genommen wird, wie es du anscheinend nehmen würdest.
  • " Deine Haltung wirkt bei mir nach Forderung und hoher Erwartungshaltung. Also würdest du für mich als Freund ausscheiden, weil ich mich dem nicht gewachsen fühle, obwohl ich dich vielleicht ansonsten sehr mögen würde. " von @Paula resoniert gerade extrem mit mir.
    Ich selber war früher eher ein "Nachlaufer" und bin heute ein "Davonlaufer" geworden. Früher (,so meine ich,) habe ich mich wohl manchmal aufgedrängt und war dann oft enttäuscht, dass Leute sich mir nicht mit derselben Begeisterung gewidmet haben, wie ich diese ihnen wiederum zukommen ließ.
    Irgendwie hab ich in der Zwischenzeit gelernt, nicht mehr so viel von mir selber zu investieren, wenn die Person es "nicht wert ist", d. h. wenn diese Person mich weniger wertschätzte als ich sie. Jemanden darüber anmeckern oder jammern oder bockig sein oder ständig checken "Sind wir noch Freunde?", all das führt ja doch nicht dazu, dass diese Person gerne mit mir spricht. Ganz im Gegenteil. Man kann niemanden dazu bringen, einen zu mögen, wenn er das nicht von sich aus will.
    Cut zu heute- ich hab meinen Tribe gefunden, vielleicht hab ich deshalb den großen Luxus, dass ich niemandem hinterherlaufen muss. Nur weil ich meinen Tribe gefunden habe heißt das natürlich nicht, dass ich nicht auch neue Leute kennenlerne. Aber ich seh das Ganze meistens dynamischer. Ich sehe Beziehungen mit Menschen als etwas, das kommen und wieder gehen will und darf, wie es eben möchte. Es festzuhalten würde nur dazu führen, dass es sich umso mehr wehrt. Wie der oben erwähnte Mensch, der mich unter Druck auch nicht mehr mögen wird.
    Allerdings sind mir Leute begegnet, die mich einfach nicht "gehen lassen wollten", obwohl es schlicht nicht passte. Oder nur einseitig. Wenn ich das Gefühl habe, in einer Freundschaft/Beziehung gefangen zu sein, antworten zu müssen, quasi niemals aufhören zu dürfen, zu kommunizieren... dann erstickt das für mich in Nullkommanichts jegliche Gefühle, die ich für die andere Person hatte. Ich laufe dann nur noch davon.
    Andererseits, wenn es von beiden Seiten stimmt, dann bemühen sich auch beide Seiten ohne Druck und Gegendruck, die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Einfach weil es fließt. Ganz von alleine.
    Das wiederum ist MIR jetzt oft passiert und aufgefallen. Das ist, was meiner Meinung nach das Freunde-finden heutzutage oft schwer macht.
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