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Passen intro- und extravertiert als Partner zusammen

Hallo in die Runde *wink,
ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Seitdem ich mich hier angemeldet habe, schiebe ich dies vor mir her und doch weiß ich immer noch nicht, wie ich es schreiben soll. Gerne würde ich andere Meinungen oder auch Erfahrungen lesen. Ich habe niemanden, mit dem ich darüber reden kann, der mich versteht bzw. sich hineinversetzen kann und ich würde mich wirklich sehr freuen, von euch zu lesen...ich fange einfach mal an und hoffe, es wird nicht zu chaotisch...

Nachdem ich eine Weile allein war (ohne Partner) habe ich mich bei einer Online Plattform angemeldet, um einen Partner zu finden. So gerne, wie ich alleine bin und dies auch brauche, sehne ich mich doch danach, eben nicht mein ganzes Leben alleine zu sein. Jemanden kennen zu lernen ist, je älter man ist - so finde ich - , nicht unbedingt einfacher. Nach einiger Zeit habe ich tatsächlich jemanden kennengelernt und es "funkte". Seit einigen Tagen nun bin ich davon nicht mehr überzeugt. Je länger wir zusammen sind, ziehe ich mich immer mehr zurück. Er ist sehr extravertiert, was ich erst nach einiger Zeit bemerkt habe und ich verstehe mich selber nicht, warum es erst jetzt mir auffällt. Je mehr ich mich zurückziehe und Stille suche, desto "lauter" wird er und redet ohne Punkt und Komma, selbst wenn ich nicht im Raum bin, plappert er fröhlich vor sich hin und kommentiert, was gerade im Radio gespielt bzw. gesprochen wird.
Er versteht nicht, was introvertiert bedeutet und sieht dies als eine vorübergehende Sache, die sich bald wieder gibt. Im Moment bin ich an einem Punkt, wo ich nicht weiter weiß und somit denke ich noch mehr nach als sonst, was schon was heißen soll ;-).

Werde ich mich daran gewöhnen und kann mit einem extravertierten Partner leben?
Ich gehe mit meiner Introvertiertheit nicht hausieren und stelle mich nicht gleich damit vor. Sollte ich das vielleicht tun? Würde es dann meinem Gegenüber (so nenne ich das jetzt einmal) und zuletzt auch mir so manche Enttäuschung ersparen?

Kann es sein, dass man als Introvertierter Extravertierte praktisch "magisch anzieht"? Ich weiß nicht, wie ich das besser schreiben könnte ehrlich gesagt. In meinem Kopf ist gerade ziemliches Chaos entschuldigt bitte.

Kommentare

  • Hallo SannelHB,

    genau dieses Thema ist auch bei mir gerade aktuell. Ich kenne Deinen Partner nicht, aber ich denke die Extros sind sich da ein Stück weit ähnlich.

    Also erst mal: Ja, Intro und Extros ziehen sich meiner Meinung nach "magisch" an, weil der jeweils andere genau das hat, was man selbst nicht hat oder kann und er deswegen eine perfekte Ergänzung ist.
    So war es auch bei meiner Frau und mir vor vielen vielen Jahren.
    Wir waren Ende 20 und haben als super funktiinierendes Team unsere Zukunft aufgebaut. Das wäre mir allein oder mit einen Intro-Partner zicher nie so möglich gewesen. Deswegen glaube ich auch, dass es in diesem Zeitraum genau die richtige Kombination war. Ich konnte viel lernen und wachsen und dafür bin ich auch sehr dankbar.

    Aber wie überall gibt es auch eine Kehrseite. Sie sieht bei uns so aus:
    Ich wurde im Laufe der letzten Jahre immer ruhiger und stiller. Das mag am Alter liegen oder auch gesundheutliche Gründe habe. Im Gegenzug wurde meine Frau immer lauter, aufgedrehter und hatte im Prinzip eine midlife-Krise bekommen, weil sie das, was jetzt ist, nicht die nächsten 20 Jahre so weiter machen will.
    Ihr "Aufdrehen" und der Drang nach Erleben, neuen Kontakten, vielen Freunden, Party und Konzerten hab ich wahrgenommen, aber hab sie machen lassen. Schliesslich hatte ich in dieser Zeit, ja die für mich so wichtige Allein-Zeit.
    Aber es führte auch dazu, dass die Beziehung und die Partnerschaft auf der Strecke geblieben ist.
    Ich kann nicht sagen, was man hätte anders machen können oder sogar müssen, um das abzuwenden.

    Meine bisherige Erkenntnis ist, dass es für den ersten Lebensabschnitt gut war, für den zweitern eine gleichgesinnte Partnerein oder keine das beste für mich ist.

  • Interessante Frage @SanneHB

    Ich denke, man kann da nicht mit einem klaren Ja oder Nein antworten, da es doch immer darauf ankommt, wie das Zusammenspiel funktioniert und was der jeweilige Mensch mitbringt und benötigt.

    Unikum schreibt über etwas, das ich mir beim Lesen auch schon dachte:

    wenn man es mit einem Partygänger zu tun hat, ist die Alleinzeit automatisch gesichert :)

    Ich verstehe, worauf du mit der Einteilung Intro und Extro hinaus möchtest, glaube jedoch, der Vergleich greift zu kurz.

    In keinem Fall würde ich beim Kennenlernen meine introvertierte Art thematisieren. Mich aber auch möglichst nicht verstellen, damit mein Gegenüber sich ein möglichst authentisches Bild machen kann.

    Ob du dich an das Zusammenleben mit einem eher extrovertierten Partner gewöhnen wirst, kannst im Grunde nur du selbst beantworten.

    Aus deinen Zeilen lese ich allerdings bereits so viele Zweifel heraus, dass es mit deiner neuen Bekanntschaft eher schwierig werden könnte.
  • Danke @Unikum, @enjoythesilence für eure Antworten bzw. Schilderung eigener Erlebnisse.
    Ein Partygänger ist er nicht, insofern keine gesicherte Alleinzeit ;-)

    Verstellen, das tue ich schon lange nicht mehr. Als ich noch jünger war, habe ich immer versucht, mit den anderen "mitzuhalten", was natürlich zum Scheitern verurteilt war. Zwar brauchte ich nicht so viele "Auszeiten" wie heute, trotzdem waren mir große Treffen, Partys, Discos usw. schon immer ein Gräuel.

    Vor vielen Jahren hatte ich einen Partner, der auch introvertiert war. Wenn uns jemand mal beobachtet hätte, wie wir auf dem Sofa saßen...schweigend, hätte bestimmt gedacht, wir würden im Dauerstreit sein. Stattdessen war es für uns die totale Harmonie.

    ...und da stimme ich mit dir @Unikum überein. In jungen Jahren kann man das besser, ich will mal sagen kompensieren, was in der zweiten Lebenshälfte nicht mehr funktioniert...

  • @SanneHB
    Von meiner Seite aus wäre das kein Problem, ich kann alleine sein, Sie kann sich mit Freunden treffen. Das nenne ich eine Win-Win Situation. Von daher ein Pluspunkt fir Intro-Extro.
    Das Problem entstand in dem Moment, wo sie sich wünschte, ich wäre wie die anderen, würde mal mitkommen zu Treffen und Party oder mich mehr beteiligen, wenn ich dann doch mal zu irgendwas mitgekommen war.
    Und aus dieser Unzufriedenheit entstand dann Frust und so führte eins zum anderen :(

    Eine Intro-Intro Beziehung stelle ich mir aber auch schwierig vor, denn man läuft doppelt Gefahr, in Passivität und (2er)Isolation zu versumpfen.
    Wenngleich ich mir im Moment eine Intro-Intro Beziehung besser vorstellen könnte. Aber soweit bin ich noch lange nicht, muss erst mal über alles hinwegkommen und es mit mir selbst einrichten.
  • edited Januar 4
    @Unikum
    In einer Intro-Intro-Beziehung bekommt man mehr Verständnis für den Wunsch nach Ruhe, Alleinsein usw. , was nicht in einer (2er)Isolation enden muss. Wenn man gemeinsame Interessen hat, wie z.B. Kino, Spaziergänge, Essen gehen kann das sehr schön sein. Interessante Gespräche sind bestimmt auch dabei.
    Aber, alles braucht seine Zeit und wir brauchen in vielen Dingen etwas mehr als andere...

    Wie viele, habe ich auch lange mir gewünscht anders zu sein. Dabei ist intro sein nicht negativ, was ich lange so empfunden habe. Natürlich kann ich mich über einen tollen Sonnenaufgang freuen, nur wird man es von mir nicht in einem enthusiastischen Ausruf mitbekommen ;-)
  • @SanneHB
    Was Du im ersten Absatz schreibst, klingt zu schön, um wahr zu sein.
    Diesen Jemand zu finden und sich zu verlieben, ist so unwahrscheinlich :-/

    Und ja, das kenn ich auch. Schon immer wurde mir vermittelt, mein Verhalten wäre nicht normal, seltsam, kauzig und maximal tolleriert, aber mehr auch nicht.
    Nun weiss ich es besser, 20 Jahre zu spät... aber besser spät, als nie ;-)
  • @Unikum
    Was ich beschrieben habe, das habe ich erlebt...leider viel zu kurz....und so etwas noch mal zu erleben, daran glaube ich ehrlich gesagt auch nicht mehr so ganz.

    Es ist nicht so, dass ich schon lange wusste, dass ich introvertiert bin - im Gegenteil, nur dass ich "anders bin", was mir auch mehrfach gesagt wurde und bei den meisten Mitmenschen, Kollegen, Familie usw. bin ich auf Unverständnis, Kopfschütteln etc. gestoßen. Insofern auch bei mir sehr viele Jahre zu spät. Im Nachhinein habe ich schon oft gedacht, so vieles wird einem beigebracht in der Schule, Lehre usw., was man oft gar nicht mehr braucht. Aber, keiner nimmt sich die Zeit, auch in der Familie nicht, und schaut mal "tiefer", was mit dem Menschen ist, der sich zurückzieht, nicht mitkommen will etc... Was wohl utopische Wünsche bzw. Fantasien sind... ;-)
  • Hi,
    eine kleine Anmerkung: Kannst du dir vorstellen, warum er eventuell immer "Lauter" wird? Auch dafür gibt es Gründe...
    Hast du ihm klar gesagt, was du persönlich brauchst?
    LG Ambi
  • @Ambi
    Hi, Danke für deine Fragen.
    Was ich persönlich brauche, habe ich ihm gesagt, zunächst mit meinen Worten. Dann habe ich ihm auch auf diesen Seiten die Eigenschaften bzw. Dinge zum lesen gezeigt, um mehr über Introversion zu erfahren. Er hat das mehr mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen, sagte, "Dann brauchst du also mehr Zeit für dich, versteh ich nicht so wirklich, weil ich brauche Unterhaltung, Input von meinem Gegenüber".

    Warum er immer lauter wird? Im Moment denke ich eher das ist der Wunsch nach Aufmerksamkeit. Vielleicht liege ich damit auch falsch, er hat dies auf mein Nachfragen hin verneint.
    Ich gebe mal ein Beispiel, wie es gestern war, um das "lauter" zu erklären. Er hatte bis in die Nacht hinein gearbeitet und länger geschlafen. Als ich vom Einkaufen zurück kam, war er gerade beim Essen. Ich packte die Einkäufe zunächst einmal aus und weg und habe mich nicht sofort zu ihm gesetzt. Dann fing er an, sich mit sich selbst zu unterhalten. Es war auch nicht an mich gerichtet, dafür war ich nicht nah genug. Das klingt jetzt vielleicht lustig, aber ich fand das irgendwie skurril. Natürlich spreche ich auch mal mit mir, aber nicht so. Es klang fast so, als würde er sich Mut zusprechen wollen.
    "oh, das schmeckt jetzt aber, da esse ich gleich noch etwas von, oh, ein Krümel, wie kommt der denn dahin, nein, jetzt schon wieder Werbung im Radio, warum das denn, ah, jetzt ist wieder Musik, das wurde aber auch Zeit".
    Und so ging das noch eine ganze Weile. Mir ging das irgendwann ziemlich auf die Nerven.
    Wenn wir mit dem Auto fahren, ich fahre, er sitzt auf dem Beifahrersitz, liest er jedes Schild, was er sieht oder Namensschild an Geschäften laut vor. Ich frage mich warum? Natürlich habe ich ihn das auch schon gefragt und er hat gesagt, dass er meine Frage nicht versteht. Das wäre doch normal was er macht.
  • edited Januar 5
    @SanneHB
    Ich habe mir das jetzt beim Lesen einmal bildlich vorgestellt.
    Spontan klingt sein Verhalten für mich nach einer Mischung aus "Hilfe, ich brauche Aufmerksamkeit" und Trotzreaktion "Wenn schon keiner mit mer reden will, dann mache ich das eben selbst".

    Beim weiteren Drübernachdenken und der Beschreibung der Autofahrt, passt das aber irgendwie nicht mehr so ganz.
    Intro und Extro sind ja Bereiche auf einer Skala. Kannst Du beorteilen, wie weit er auf der Skala im Extro Bereich sitzt? Möglicherweise ist das eine Extremform. Genauso selten, wie extrem Intro.

    Also ich selbst führe diese Unterhaltungen mit mir selbst manchmal im Stillen, ich spreche sie nicht laut aus und ich bin leider auch gezwungen, jede Werbung und jedes Schild zu lesen, was mir beim Autofahren begegnet. Das hat aber (so vermute ich) andere Gründe, die thematisch nicht hier her passen und ich hier nicht öffentlich ausführen will.
    Ich finde also weniger verwunderlich, DASS er es macht, als dass er es LAUT macht.
  • @Unikum
    Zu Beginn ist es mir gar nicht aufgefallen, je mehr und länger ich ihn kenne, desto mehr glaube ich, dass es schon in Richtung extrem geht.

    Übrigens führe ich auch mit mir selbst im Stillen Unterhaltungen über Dinge, Menschen, die mir auf der Straße begegnen, aber, so wie du, spreche ich sie nicht laut aus.

    Meine Frage nach dem "Warum" zielte auch mehr dahin, warum er es laut macht, das habe ich leider ungenau geschrieben.
  • Du schreibst, dass du mit ihm darüber gesprochen hast, ich glaube, das ist das wichtigste. Spreche über das, was du brauchst und was dir persönlich wichtig ist. Wenn man charakterlich unterschiedlich ist, kann man dies aus meiner Sicht nur über Kommunikation lösen und seine Grenzen usw. aufzeigen. Das bringt ggf. die Gefahr mit sich, dass der andere es nicht versteht, aber dann hat man es versucht und kann dann seine Entscheidung treffen.
    Ja, als du zu Beginn geschrieben hast, dass er immer lauter wird, dachte ich, dass er Aufmerksamkeit sucht...
  • Zitat @Ambi
    da schreibst du etwas Wichtiges, dem ich gern beipflichten möchte
    "Spreche über das, was du brauchst und was dir persönlich wichtig ist. Wenn man charakterlich unterschiedlich ist, kann man dies aus meiner Sicht nur über Kommunikation lösen und seine Grenzen usw. aufzeigen."

    Ich möchte gern noch dieses Zitat von dir @SanneHB herausheben:

    Was ich persönlich brauche, habe ich ihm gesagt, zunächst mit meinen Worten. Dann habe ich ihm auch auf diesen Seiten die Eigenschaften bzw. Dinge zum lesen gezeigt, um mehr über Introversion zu erfahren.

    Er hat das mehr mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen, sagte, "Dann brauchst du also mehr Zeit für dich, versteh ich nicht so wirklich, weil ich brauche Unterhaltung, Input von meinem Gegenüber".



    Nach allem, was ich selbst erfahren mußte, könnte da mehr dahinter stecken als ein Intro-Extro Konflikt.

    In jedem Fall scheint er mir wenig empathisch. Im Gegensatz zu dir.

    Mangelnde Empathie kann ich bei den eher extrovertierten Mitmenschen nun nicht als Erstes bemängeln.

    Extroversion bezeichnet zunächst einmal die bevorzugte Art der Energiegewinnung.

    Ich kenne einige Extrovertierte, die durchaus über Empathie verfügen.

    Ein paar Eckdaten zum besseren Verständnis der Situation wären noch schön.

    Wie lange kennt ihr euch jetzt? Wohnt ihr zusammen? Klang so bei deiner Schilderung deines Einkaufs und was danach geschah.

    war das in seiner oder deiner Wohnung?

  • @enjoythesilence
    Danke für deine Antwort.

    Wir kennen uns noch nicht lange, gerade mal drei Monate und die meisten Wochenenden verbringt er bei mir, die geschilderte Situation war auch in meiner Wohnung.

    Deine Worte:
    "Nach allem, was ich selbst erfahren mußte, könnte da mehr dahinter stecken als ein Intro-Extro Konflikt."

    sind genau die, die mir immer wieder im Kopf umhergehen. Ich habe schon viel erfahren müssen und denke die ganze Zeit, was steckt dahinter. Durch meine Erfahrungen bin ich sicher auch in einer "Habachtstellung", vorsichtig und nach manchen Situationen nicht mehr ungezwungen, wie ich es wohl sein müsste.
    Es kommt nun auch das "alte Muster" hoch, dass die Schuld bei mir liegt....usw.
  • Höre in dich hinein, was dir gut tut. Und wenn das sein sollte, das kommende Wochenende allein in deiner Wohnung zu verbringen, dann sorge dafür.

    Sorge überhaupt gut für dich selbst!

    Warst du schon einmal in seiner Wohnung? Kennst du seine Familie?
  • @enjoythesilence
    "Sorge überhaupt gut für dich selbst!"
    Das habe ich viele Jahre nicht getan und irgendwann stellte sich eine sogenannte psychosomatische Erkrankung ein, eine Histamin-Unverträglichkeit. Und genau die stellt sich gerade wieder ein, nachdem ich sie für längere Zeit nicht mehr hatte.
    Immer wieder falle ich in alte Verhaltensmuster und verhalte mich so, wie andere es von mir erwarten und lasse mich selbst außer Acht. Kein Wunder, dass es mir wieder schlechter geht, was - gerade nach so kurzer Zeit - gar nicht sein dürfte.

    In seiner Wohnung war ich nicht. Wie er mir vor einigen Tagen erzählte, hat er die gekündigt und ist bei seiner Mutter eingezogen, da er etwas Neues, wie Wohnung oder Haus, sucht (und wenn dann sowieso mit mir zusammen...) und wenn er etwas gefunden hat, soll es auch schnell gehen.
    Seine Mutter kenne ich bereits, auf jeden Fall extravertiert.
  • @SanneHB

    Wenn ich das alles lese, läuft es mir gerade kalt den Rücken runter...

    Ich möchte mir bestimmt nicht anmaßen, Eure Beziehung von außen und auf Grundlage dieser wenigen Informationen zu beurteilen, aber das klingt für mich ungesund... *.*

    Das wären alles schon Punkte, auf die ich heutzutage keinen Bock mehr hätte.

    Und „Soll-schnell-gehen“ schon mal gar nicht mehr. Da würde ich sofort weglaufen... ;-)
  • @Ina
    Seit dem Wochenende glaube ich, dass ich alles mit der berühmten rosaroten Brille gesehen habe. Seit letzten Samstag ist die wie runtergefallen und je mehr Situationen mir in Erinnerung kommen, umso mehr befürchte ich, dass meine/unsere Vermutung wahr ist. Kann noch nicht mal sagen, dass ich im Moment traurig bin, sondern sauer über meine eigene Blind- und Dummheit.
  • @SanneHB
    Lass Dich bitte von uns nicht verunsichern. Wir haben ja jetzt nur einen Bruchteil gelesen. Aber wenn Dein Eindruck, den Du ehrlich für Dich hast, mit den Meinungen hier übereinstimmen, dann könnte es dran sein.
    Leider will man die negativen Aspekte am Anfang nicht wahrhaben oder sehen. Aber genau die können es am Ende sein, die alles in Wanken bringen oder für den Zusammenbruch sorgen. Deswegen ist die eigene Achtsamkeit so wichtig.
    Du muss ich auch erst lernen, das ist leicht dahergesagt, ich weiss.
  • Sorry, verunsichern wollte ich natürlich nicht... :-/

    War nur so eine spontane Reaktion von mir, die irgendwie durch meine Finger auf der Tastatur den Weg nach draußen gefunden hat. ;-)

    Aber ich persönlich empfinde es halt als etwas merkwürdig bis gruselig, dass jemand nach so wenigen Monaten bereits seine Wohnung aufgibt, wieder bei seiner Mutter einzieht und nach einem gemeinsamen Haus Ausschau halten möchte.

    Andere finden sowas cool.

    Deshalb bitte in meinen Beitrag auch nicht zu viel hinein interpretieren. Ich kenne ja beide nicht, da kann ich nur aus der Ferne so ein bisschen herum philosophieren. :-)

    Aber manchmal braucht es auch nur so einen kleinen Schubs von außen, um zu merken, dass eine Beziehung irgendwie Murks ist.

    Am Ende kann es sowieso nur @SanneHB beurteilen und entscheiden...
  • @Unikum, @Ina,
    ihr habt mich nicht verunsichert. Es war wie @Ina sagt, der kleine Schubs von außen.
    Wir haben über die Feiertage zum ersten Mal einige Tage ununterbrochen verbracht und da hatte ich, auch wegen der ständigen Nähe, meine Probleme mit dem Zusammensein, aber es fingen immer mehr Dinge an, mich zu stören, die mir vorher nicht aufgefallen waren. Aber, ich wollte das vielleicht auch nicht wahrhaben usw. Am letzten Wochenende war dann die geschilderte Situation. Als ich wieder alleine war, kam ich von einem Gedanken zum nächsten und der Wunsch war in mir, mich mit jemanden auszutauschen, der ähnlich, wenn nicht gar genauso tickt wie ich. Natürlich kennt ihr nicht viel und mich auch nicht.
    Aber, eure Gedanken und Anmerkungen haben mir bestätigt, dass ich nicht so falsch denke und ich bin euch so dankbar, dass ihr eure Gedanken dazu mit mir teilt. Dankeschön :-). Das bedeutet mir sehr viel.
  • Ich glaube übrigens auch nicht, dass das zwischen euch "nur" eine Intro-Extro-Geschichte ist.

    Wie hast du deinen Partner eigentlich kennengelernt? Oder anders gefragt, wie lange kennt ihr euch insgesamt schon?

    Also vor der Beziehung?

    Seid ihr noch in der Kennenlernphase oder kennt ihr euch schon länger? Über die Arbeit oder ein gemeinsames Hobby vielleicht?
  • Wir kennen uns 3 Monate und haben uns über das Internet kennengelernt, eine Dating-Plattform. Eigentlich ist es noch die Kennenlernphase würde ich sagen und dafür geht mir manches schon sehr weit....siehe zusammenziehen usw.
  • Okay, ich habe es so ähnlich vermutet...

    Wenn man sich vorher noch gar nicht so großartig kennt, dann ist natürlich jede Begegnung eine Überraschung.

    Kann auch passieren, wenn man sich schon länger vorher kannte!

    Aber die Wahrscheinlichkeit steigt halt, wenn man gerade erst noch in der eigentlichen Kennenlernphase steckt.

    Ich würde mit dem Typen jedenfalls noch sehr lange kein Haus kaufen oder beziehen.

    Aber das erwähnte ich ja bereits...;-)
  • @Ina
    "Wenn man sich vorher noch gar nicht so großartig kennt, dann ist natürlich jede Begegnung eine Überraschung.
    Kann auch passieren, wenn man sich schon länger vorher kannte!"

    Das stimmt! Die Enttäuschung, so empfinde ich es, ist größer, wenn man denjenigen schon länger bzw. lange kennt und dann erst feststellt, dass da Wesenszüge sind, von denen man bisher gar nichts wusste oder geahnt hat. Wobei ich allerdings auch sagen muss, dass ich, auch nach den vielen Jahren, die ich schon auf der Welt bin, immer noch sprachlos bin, was es für Menschen gibt und wie diese unterwegs sind...
  • edited Januar 13
    Hallo Sanne,
    hör auf dein Bauchgefühl. Wenn du in der Kennenlernphase schon Wesenszüge entdeckst die bei dir eher negative Gefühle hervorrufen dann solltest du es fairerweise lieber früher als später Beenden. Also nicht erst so lange warten bis er eine Wohnung (für euch) gefunden hat. Damit blockierst du euch Beide und tust weder dir noch ihm ein Gefallen. Zudem er dann einfach noch mehr emotional involviert ist und die Welt dann gar nicht mehr versteht, woher denn jetzt plötzlich der Umschwung kommt. Das du dich gerade von ihm entfernst bekommt er offensichtlich nicht mit. Zumal das aus der Sicht des Gegenübers auch gern mal so gedeutet werden kann das er sich nur mehr "anstrengen" muss.
    Aber wenn man nicht kompatibel ist wird es Erfahrungsgemäß mit der Zeit nicht besser, sondern eher schlimmer.

    Habe in meinen Freundeskreis einige langjährige Paare wo der Mann starke Extro und die Frau eher Intro Tendenzen aufweist. Also daran liegt es grundsätzlich nicht, das ist wirklich nur eine Inkompatibilität zwischen euch beiden.
    Aber wenn du der Meinung bist das ein introvertierter Mann besser passen könnte. Dann einfach mal danach Ausschau halten. Ich mein das wird kaum einer auf der Stirn stehen haben, auch weil Introversion in Westeuropa eher negativ belegt ist. Aber zwischen den Zeilen + anhand von Hobbys, Unternehmungen, Vorlieben, Beruf kann man doch schon gut ableiten in welche Richtung es in etwa geht.
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