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Der Konflikt mit dem Allein-sein-wollen

Hallo zusammen!

folgendes treibt mich in letzter Zeit um:

Immer wieder und nun seit Wochen habe ich den inneren Konflikt zwischen
"Ich will allein sein, dann geht es mir gut" und "Ich will nicht einsam sein".

Es gibt hundert rationale Gründe, warum es für mich besser ist, allein zu leben.
Die Vorteile erlebe ich täglich aufs Neue.
Aber gleichzeitig gibt es den latenten Wunsch tief in mir drin, nicht alleine sein zu müssen.
Dafür gibt es nur sehr wenige rationale Gründe.

Jeder Vorteil, den das Zusammenleben mit einem Partner bringen könnte, hat direkt 5 Nachteile (mal bildlich gesprochen).
Ich würde es sogar für mich als unvernünftig ansehen einen Partner zu wollen/suchen, aber dennoch gibt es diesen Wunsch tief in mir.

Kennt das jemand von Euch? Wie geht ihr damit um?
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Kommentare

  • Hallo Unikum.

    Ich denke, der Grad zwischen "allein sein" und "einsam sein" ist sehr schmal.

    Mir geht es oft so, dass ich mir "Alleinzeit" wünsche und dann das Maß irgendwie überschreite und einsam bin. Das hat bei mir nicht zwingend mit dem Wunsch nach Gesellschaft zu tun, sondern oft auch mit meiner allgemeinen Verfassung. Wenn ich eine harte Woche hatte oder mir etwas zu schaffen macht, schlägt die Zeit alleine oft ins Gegenteil um und verschafft mir nicht die erhoffte Energie.

    Den Wunsch nach einem Partner halte ich nicht für irrational. Man muss nur differenzieren, was man von einer Beziehung erwartet. Jemanden zu finden, bei dem dir dann eben nicht 100 Gründe einfallen, warum du alleine besser dran bist, das ist wohl die Kunst daran. Man muss ja nicht zwingend auch zusammen leben.

    Die Vernunft würde ich da mal aus dem Spiel lassen ;) die bringt mich in Liebesdingen eigentlich nie weiter.

    Wie gehe ich damit um.
    Mal besser, mal schlechter. Wie gesagt, hängt das auch mir meinem Wohlbefinden zusammen und kann manchmal schnell ins Gegenteil umschlagen (ein Schelm, wer jetzt denkt, typisch Frau). Ich versuche mir da keinen Druck mehr zu machen. Ich bin sehr unabhängig, schon immer und sehe das als eine Stärke.

    LG
  • @Unikum
    Hallo,
    damit sprichst du etwas an, was mich auch schon seit langem beschäftigt, aus aktuellem Anlass wieder sehr.
    In jungen Jahren war ich nie allein. Vom Elternhaus aus bin ich mit meinem Partner zusammengezogen, haben geheiratet. Als wir uns trennten war ich zum ersten Mal in einer Wohnung allein und konnte mit dem Alleinsein überhaupt nicht umgehen. Was nicht heißt, dass immer Action vorher war, es war halt immer jemand anwesend gewesen. Nach einiger Zeit bin ich mit meinem damaligen Freund zusammengezogen. Da wir beide uns sehr ähnlich waren, klappte das Miteinander wunderbar. Nach kurzer Krankheit verstarb er nach wenigen Jahren des Zusammenseins. Seitdem wohne ich alleine (gut 12 Jahre sind das jetzt).

    Zurzeit denke ich, dass ich mit niemanden mehr zusammenwohnen könnte und will, was eine Partnerschaft nicht ausschließt. Aber, den Partner muss man erst einmal finden, der dies mitmacht und mit dem man es aushält und wo sich beide (!) ineinander verlieben.
    Denn, genau wie du sagst, ist man mit jemanden zusammen, gibt es viele Gründe - bei mir sind es im Moment mehr als fünf ;-) - die dagegen sprechen.

    Es gibt Momente, in denen ich es geradezu genieße, nach Hause zu kommen, die Tür zu schließen, Büroklamotten aus, Schlummisachen an und die Welt da draußen kann mich mal – sorry, wenn ich das so schreibe. Und natürlich kommen mal Phasen, da fühle ich mich nicht allein sondern einsam und dann kommt dieses Bedürfnis nach einer Umarmung sehr stark hoch, was das Gefühl der Einsamkeit nur noch verstärkt. Ich meine nicht mehr, sondern rein die Umarmung und zu wissen, da ist jemand, den man und der einen mag und aushält. Dann muss ich sehen, dass ich mich beschäftige und ablenke, was natürlich nicht immer gelingt, durch Fernsehen oder mein großes Hobby dem Stricken oder Zeichnen. Dann wühle ich mich durch meine Wollkisten oder suche nach Anleitungen. Auch Bewegung hilft (schnelles Spazierengehen oder z.B. Fitnessstudio). Die Psyche ist gut über die Physis zu besänftigen bzw. abzulenken.
    Mit diesen Gefühlen bist du nicht alleine, im Gegenteil und ich bin ganz bei dir @soultattooed, der Grad ist sehr, sehr schmal.
    LG
  • edited Januar 7
    Danke @SanneHB für Deine Antwort. Das tat jetzt richtig gut, das zu lesen. :)
    Natürlich ist es keine Rezept, aber es tröstet, zu wissen, dass man nicht alleine ist mit diesen Gedanken.
    Ich habe nach dem Auszug aus dem Elternhaus mehrere Jahre allein belebt und das war eine Wohltat für mich. Trotzdem hatte ich dann irgendwann das Gefühl, etwas ändern zu müssen (Partner suchen) oder es zumindet versuchen zu müssen. Ab da wohnte ich dann fast 20 Jahre nicht mehr allein. Die "erste" war ein Fehlversuch, die "zweite" folgte durch Zufall quasi nahtlos und mit der hab ich eine Familie gegründet und das ist nun auch kürzlich gescheitert und ich wohne wieder allein. Ich weiss von damals, dass ich das gut kann und auch alleine zufrieden sein kann. Das muss ich nun aber erst mal wieder lernen, denke ich. Und das wird ein paar Jahre dauern, fürchte ich.
    Der Tipp mit dem Hobby klingt gut, denn ich habe auch ein Hobby, dem ich im stillen Kämmerlen nachgehen kann. Wenn ich dahin wieder zurückfinde, wäre mir schon viel geholfen. Aber auch das Hobby habe ich (wie mich selbst) viele Jahre lang sträflich vernachlässigt.

    Wenn ich mich frage "was fehlt Dir denn eigentlich?!" (Stichwort Selbstgespräch ;)
    Dann komme ich immer wieder auf 2 Antworten:
    1. Das Gefühl, jemandem emotional nah zu sein und dass jemand ein Bischen auf mich achtet.
    2. Körperliche Nähe. Damit meine ich jetzt aber nicht XXX, sondern das in den Arm nehmen, Kuddeln oder abendliches Kuscheln auf der Couch. Sowas eben.

    Aber dies rechtfertigt keinen Wunsch, nach einem Partner, der permanent um mich herum ist. Das meine ich mich 5 Nachteile für einen Vorteil. Die 5 war auch nur wilkürlich gewählt.

    @soultattooed
    Den "Druck" möchte ich mir auch nicht machen. Das muss ich dringend ablegen. Das ist ja auch reine Energieverschwendung. Nur muss ich erstmal diese Gedanken im Hinterkopf los werden, die mich immer wieder an das Thema erinnern. Es ist sowieso äusserst unwahrscheinlich, die "perfekte"zu treffen, und selbst wenn, dass sich daraus das Richtige entwickeln kann.

    LG Unikum
  • @Unikum
    Freut mich sehr, dass dir meine Zeilen gut getan haben.
    Gedanken im Hinterkopf....oh, wenn man die doch bloß mal abschalten könnte. Eigentlich mag ich das "darüber nachdenken" gerne, aber manche Themen können einen ziemlich kaputt machen und noch trauriger.

    In den letzten Lebensjahren meines Vaters habe ich mich viel mit ihm darüber unterhalten, der übrigens auch sehr introvertiert war. Introvertiert sein war dann irgendwann einmal Thema während einer Unterhaltung zwischen uns. So kam ich dann auch darauf, dass ich ihm darin sehr ähnlich bin. Früher hatte ich das bei ihm nie bemerkt oder wollte es nicht sehen.
    Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass er sehr viele Bücher über Psychologie, Meditation, Gedanken steuern usw. gelesen hat und mir viel in dieser Zeit darüber erzählt hat und diese z. T. mir zum Lesen mitgegeben hat. Man kann viel selbst tun, indem man seine Gedanken steuert, sobald ein negativer bzw. schlechter Gedanke aufkommt.

    Ich weiß, das ist leicht dahin geschrieben, das zu tun eine ganz andere Sache. Aber, ich habe es selber ausprobiert. Das Gegensteuern ist wichtig, so dass sich negative Gedanken nicht manifestieren können. Am Anfang ist das sehr schwierig und gelingt nicht wirklich. 10 tiefe Atemzüge, versuchen nichts zu denken (auch ne ganz schwierige Kiste) und dann etwas positives.

    Bei mir ist es u. a. diese Zeit, in der es früh dunkel und spät hell wird, die mich sehr negativ stimmt. Jeden Tag sage ich mir dann, dass der kürzeste Tag nun schon einiges zurückliegt und die Tage inzwischen wieder länger werden. Jeden Tag ein paar Minuten. Das klingt vielleicht, wenn ich das jetzt so überlese, ein bisschen kindlich naiv. Aber, warum nicht, wenn es hilft. Ich sollte vielleicht nicht immer alles bewerten was ich tue.
  • @SanneHB

    Je älter ich werde, um so mehr macht mir auch das Wetter und die dunkle Jahresziet zu schaffen. Früher hatte ich irgendwie keine Probleme damit. Aber es wird ja besser...

    Die ständigen Hintergrundgedanken sind normal, das begleitet mich schon ewig, ich denke das kennt jeder hier. Probleme habe ich immer wieder mit dem "Gedankenkarussell", also wenn man an einem Punkt nicht weiter kommt und den Gedankengang immer wieder von vorne startet und immer wieder am gleichen Punkt ohne Ergenis endet. Das nervt.
    Das muss man dann irgendwie unterbrechen, am besten helfen da vermutlich externe Impulse, aber die sind bei mir eher selten verfügbar. Ablenkung hilft auch kurzfristig, trägt aber nicht zur Lösung bei.

    Beim Thema "mit jemandem zusammenleben, oder nicht?" habe ich jetzt für mich einen vielleicht brauchbaren Ansatz gefunden: Wenn ich mich frage, "mit wem möchte ich lieber zusammenleben? - mit einem anderen Menschen oder mit mir selbst?", dann ist die Antwort ziemlich eindeutig. ;)
    Mal schauen, wie lange es hält, bis die Zweifel wiederkommen.

    LG Unikum
  • Ein wunderschönes Thema! ;-)

    Konflikt mit dem alleine sein...

    @Unikum:
    Du fragst, was Dir fehlt und hast diese Antwort: "1. Das Gefühl, jemandem emotional nah zu sein und dass jemand ein Bischen auf mich achtet."

    Eine Erfahrung von mir: Du wirst die Antwort nur in Dir finden... nur in Dir allein ;-)

    Du fragst Dich auch, ob Du lieber mit einem anderen Menschen oder mit Dir zusammen leben möchtest...

    Ohne Dich geht gar nichts! ;-)

    Stell Dich in den Mittelpunkt - Kein Partner und auch kein anderer Mensch auf dieser Welt kann DIR Zufriedenheit geben.

    Ja, andere Menschen können Dir nah sein, Dich umarmen oder Dir Aufmerksamkeit schenken... Allerdings... solange Du das grundsätzlich im "Außen" suchst, wird wahrscheinlich immer der innere Zweifel bleiben.

    Dürfen Dein Glück und Deine Zufriedenheit von der Anwesenheit anderer Menschen abhängig sein? ;-)

    Du bist auf der Suche nach Dir selbst - begib Dich auf den Weg nach "Innen". Zu Dir. Da findest Du alles :-)

    Und die Sache mit dem Gedankenkarussell - auch da brauchst Du keinen externen Impuls. Wenn Dir schon selbst auffällt, dass es sich schon wieder dreht, bist Du schon einen Schritt weiter :-)
    Glückwunsch! :-)
    Verlasse das Karussell selbst. Du kannst das :-)

    Viel Erfolg und viele Grüße von wind_und_wellen
  • edited Januar 8
    @wind_und_wellen
    Vielen Dank für Deine aufbauenden Zeilen.
    Ich habe bereits begonnen, diesen Prozess zu durchlaufen.
    Wenn man 20 Jahre immer irgendwie bei anderen "eingebunden" war, ist es in erster Linie mal das Lösen an sich, womit der Prozess der Selbstfindung beginnt.
    Den Kontakt zum inneren "ich" habe ich nie ganz verloren, aber er ist sehr schwach geworden im Laufe der Zeit. Den gilt es nun wieder herzustellen und zu kultivieren, das weiss ich.

    Sind denn stark introvierterte zwangsweise Einzelgänger? So kommt es mir manchmal vor.
  • @wind_und_wellen
    Sehr schön und Mut machend geschrieben! Da ziehe auch ich mir viel heraus, da es nie zu spät ist, sich auf den Weg zu machen - Danke dafür.

    @Unikum
    "Sind denn stark introvertierte zwangsweise Einzelgänger?"
    Das frage ich mich auch. Denn:

    "Dürfen Dein Glück und Deine Zufriedenheit von der Anwesenheit anderer Menschen abhängig sein?" fragt wind_und_wellen und da würde ich sagen, nein, darf es nicht. Denn ich bin gern mit mir zusammen, zumindest die meiste Zeit. Ich weiß, was mir gut tut und natürlich was nicht, auch wenn ich für Letzteres sehr lange gebraucht habe und mit der Zeit habe ich auch gelernt, Momente alleine zu genießen, in der Natur, in einem kleinen Cafe etc. Oftmals ist es so, dass mir die Anwesenheit einer Person gerade diesen genießenden Moment nimmt. Vielleicht doch eher Richtung Einzelgänger?
  • @SanneHB
    Das sehe ich genauso. Ich weiss, welche Momente Du meinst, und wenn ich diese habe, dann freue ich mich ausser an dem, was ich grade tue oder sehe vor allem daran, dass ich das so lange machen kann, wie ich möchte, nicht unterbrochen werde und mich keiner dabei vollquatscht ;)

  • @SanneHB
    Lieben Dank für Deine Worte - das freut mich, dass da auch etwas dabei ist, was Dir zusagt.
    Ja, für den Weg zu sich selbst ist es nie zu spät - und selbst der längste Weg fängt mit dem ersten Schritt an. Aber ich glaube, Du bist schon weiter :-)

    @Unikum
    Ja, auch das Lösen braucht Zeit. Aber es ist ja nicht nur das Lösen - sondern auch gleichzeitig der Weg zu Dir :-)
    Und ja, der führt häufig über das alleine sein - die Konfrontation mit dem eigenen Ich.

    "Zwangsweise Einzelgänger" - hm... alles eine Frage der Perspektive. Glas halb voll oder halb leer? ;-)

    Ich glaube, dass ausgeprägt introvertierte Menschen eher alleine sein können oder Alleine-Zeit brauchen.
    Introvertiert und extrovertiert sehe ich nicht als voneinander getrennt und schwarz-weiß an. Sondern es sind ja Tendenzen. Jeder Mensch trägt beides in sich - eben in unterschiedlichen Ausprägungen.

    Empfindest Du in diesem Fall das Einzelgänger-Dasein als aufgezwungen? Oder was hat zu der Bezeichnung "zwangsweise" geführt?
  • @wind_und_wellen
    Die Formulierung war vielleicht missverständlich. Ich meinte nicht im Sinne von Zwang.
    Lass es mich so formulieren: Sind stark introvertierte Menschen häufig auch Einzelgänger?
    Ich weiss, dass jeder beide Merkmale in sich trägt. Deswegen bezog sich meine Frage auf die, die stark introvertiert sind.

    Und wenn dem so ist, dass diese Menschen häufig Einzelgänger sind:
    Sind sie es, weil sie genau DAS möchten, also aus eigenem Wunsch oder können sie sich einfach nur gut mit den Einzelgänger-Dasein arrangieren und verspüren keinen Antrieb, daran was zu ändern?
  • @Unikum
    Wow - eine faszinierende Frage. Oder besser gesagt: Ein faszinierender Fragenkomplex :-)

    Für mich war damals, als ich diese Erkenntnis in mir spürte, "anders" als die meisten anderen um mich herum zu sein, WARUM ich das bin. Also auch die Frage, warum ich lieber alleine bin als in Gesellschaft. Oder auch: lieber alleine als in unpassender Gesellschaft ;-)

    Ein kleines, kreatives Fragenspiel...

    Sind Introvertierte häufig Einzelgänger?
    Oder Einzelgänger häufig introvertiert?

    Ich glaube, die Antwort sollte jeder selbst für sich finden.

    Ich für mich kann bestätigen, dass ich als ausgeprägt Introvertierte zur Einzelgängerin tendiere bzw. mir meine "Gesellschaft" genau aussuche :-)

    Nicht immer ist es mein eigener Wunsch, alleine zu sein - aber ich habe für mich die Erkenntnis gefunden, dass es manchmal so und manchmal anders ist.
    Ich besitze die Freiheit, alleine zu sein - Gesellschaft lässt sich leider nicht "erzwingen". Dazu braucht es Gegenseitigkeit.

    Leider gehe ich davon aus, dass es auch Menschen gibt, die zum Einzelgängertum "gezwungen" wurden. Also unfreiwillig alleine sind.
    (Was dann also die Bandbreite der Antwortmöglichkeiten wieder erweitert...)

    Oder habe ich Dich nun falsch verstanden?
  • edited Januar 8
    @wind_und_wellen
    Du hast mich richtig verstanden.
    Es gibt mit Sicherheit viele Einzelgänger, die das nicht wollen und trotzdem niemanden finden. Traurig, aber die meine ich nicht.
    Ich meine die _zufriedenen_ Einzelgänger.

    Zu Deinen Fragen, meine Meinung:
    Sind Introvertierte häufig Einzelgänger? - Ja, das vermute ich.
    Oder Einzelgänger häufig introvertiert? - Nein, das glaube ich nicht.

    Wenn ich von mir ausgehe, habe ich das "warum bin ich anders als die anderen" zwar früher hinterfragt, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen und habe es irgendwann als gegeben hingenommen. Und ebenfalls schon fast mein ganzes Leben über habe ich versucht, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten der "Normalität" anzupassen. Hat aber nicht gut funktioniert und mir im Endeffekt nur Probleme bereitet. Nun zuletzt auch gesundheitliche :(

    Ich bin ebenfalls der Ansicht: lieber keine Gesellschaft, als schlechte/falsche/langweilige. Ich bin sehr wählerisch, wenn es darum geht, mit wem ich mich umgeben will. Die Menschen, die dafür in Frage kommen, kann ich an einer Hand abzählen ;-)
    Und selbst die kann ich nicht ständig ertragen. Die Dosierung spielt da auch noch eine grosse Rolle.

    Man wollte mich deswegen schon mal eine Sozialphobie unterstelen, das stimmt aber nicht.
    Ich bevorzuge dann eher den Begriff "Soziall-Allergiker" ;-)

    In der Verwandschaft kenne ich Leute, denen es völlig egal ist, wer bei ihnen ist, hauptsache sie sind nicht alleine. Das finde ich furchtbar und sie tun mir ein Stück weit echt Leid, dass sie diesem Zwang ausgesetzt sind. Aber vermutlich empfinden die das gar nicht so und es ist für sie völlig normal.

    Gegen die falsche Gesellschaft wusste ich mich schon immer zu wehren.
    Bei der richtigen Dosierung ist es schon schwieriger. Denn ich kann mich ja nicht mit jemandem verabreden und nach 2 Stunden sagen, "so, ich hab genug, ich will jetzt wieder alleine sein". Das geht nicht.
    Deswegen verfolge ich eher die Strategie lieber zu wenig Sozialkontakt, als zuviel.
    Aber die führt auch ganz schnell in die Einsamkeit und der schmale Grat wird zwischen Allein-sein-wollen und Einsamkeit wird noch ein Stück schmaler und man rutscht schneller ab, als man gucken kann.


  • @wind_und_wellen
    Ein Stück weiter bin ich bestimmt, wobei ich seit der Zeit kurz nach Weihnachten um einiges wieder zurückgeworfen worden bin. Derzeit arbeite ich wieder an mir, um mich ich sag mal "wiederherzustellen". Es gab eine Zeit, in der ich mich sehr einsam gefühlt habe und dachte, eine Partnerschaft wäre besser. Aus mehreren Gründen tat und tut diese mir aber nicht gut.

    @Unikum
    "Ich bin ebenfalls der Ansicht: lieber keine Gesellschaft, als schlechte/falsche/langweilige. Ich bin sehr wählerisch, wenn es darum geht, mit wem ich mich umgeben will. Die Menschen, die dafür in Frage kommen, kann ich an einer Hand abzählen ;-)
    Und selbst die kann ich nicht ständig ertragen. Die Dosierung spielt da auch noch eine grosse Rolle."

    Das finde ich sehr interessant, weil das spiegelt, meine ich, sehr das wider, wie es einem Introvertierten geht. Die Dosierung ist ein großes Thema und wenn man zwar weiß, wie viel man von wohltuenden Menschen haben kann, so ist das meist nicht vereinbar mit dem, was diejenigen wollen und dann kommt man in eine Situation, die einem Kraft kostet, dann immer mehr und man anschließend lange braucht, um sich wieder zu erholen. In solchen Situationen bin ich teilweise soweit gegangen, dass ich mir habe Ausreden einfallen lassen, um weg zu kommen, damit ich wieder "durchatmen" konnte. Im Nachhinein fand ich das unfair und gemein, in der Situation selber sah ich darin für mich die einzige Möglichkeit.

    Im Moment bin ich an einem Punkt wo ich glaube, dass ich die Momente der Einsamkeit werde ertragen können, weil ich weiß, dass mir alles andere nicht gut tut. Wie ich dann tatsächlich damit umgehe, das wird sich erst noch zeigen und ist sicherlich auch ein großes Stück Arbeit innerlich. Vielleicht ist das auch eine Art Lernprozess, dass man dies alles erst einmal erkennen, durchleben muss und durch öfter in sich hineinschauen, um für sich einen guten Weg zu finden?
  • Ein Wort noch: "Sozial-Allergiker" gefällt mir. Weil nicht nur laute Menschen bewirken, dass ich mich zurückziehe (n) (möchte), sondern stark parfümierte oder Gerüche im Allgemeinen. Aber, vielleicht wäre das dann auch ein anderer Thread?
  • @Unikum
    Lieben Dank für Deine tiefgründige Antwort - in vielem finde ich mich wieder bzw. vieles kommt mir bekannt vor :-)

    Ich würde sehr gerne auf alles eingehen - bin aber derzeit sowohl zeitlich als auch gesundheitlich ziemlich "angeschlagen"... Daher picke ich mir mal einen Aspekt heraus. Ich hoffe, das ist ok für Dich :-)

    Du schreibst zur Dosierung mit Gesellschaft: "Denn ich kann mich ja nicht mit jemandem verabreden und nach 2 Stunden sagen, "so, ich hab genug, ich will jetzt wieder alleine sein". Das geht nicht."

    Ich frage mal ganz frech und direkt: Wieso geht das nicht? ;-)
    Ok, ich kann nicht wissen, mit wem und wofür Du Dich da verabredest... meine Frage und meine Antwort darauf gelten auch eher im übertragenen Sinne :-)

    Meine Erfahrung: Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, mir die Freiheit zu nehmen, eine Verabredung oder einen Kontakt zu dosieren. Dazu rede ich vorher mit der entsprechenden Person oder der Gruppe.

    Beruflich sah das zum Beispiel so aus, dass ich meinem Team von Anfang an mitgeteilt habe, dass ich eben eine sehr ruhige und zurückgezogene Person bin und dass es nichts mit ihnen zu tun hat, wenn ich mal in der Mittagspause woanders esse oder mich am Gespräch nicht beteilige oder was auch immer...

    Klar, da haben einige die Stirn gerunzelt und sich vielleicht gefragt: Was ist das denn für eine...?

    Aber ich bin einfach nicht mehr bereit, so viel Energie zu investieren und am Ende des Tages platt zu sein - nur um als sozialverträglich und sozial angepasst zu gelten ;-)

    Das finde ich schade, dass in dieser Gesellschaft ruhige Menschen das Nachsehen haben.
    Und dann eben auch häufig in die Einsamkeit oder an den Rand gedrückt werden.

    In diesem Sinne: wie schon erwähnt, bin ich beruflich gerade sehr am Zeitlimit (zum Glück nur vorübergehend!). Gesundheitlich habe ich immer wieder so meine Probleme - also bitte nicht wundern, wenn ich mich mal ein paar Tage nicht melde :-)
  • @SanneHB

    Ja, die Sache mit der Dosierung ist ein zentrales Thema.

    Und eben eine "Schnittmenge" zu finden - wo es beiden Seiten "gut" geht... eine Kunst... ;-)
    Und eine Herausforderung!

    Und meine Erfahrung ist, darüber zu reden - sich kurz mitzuteilen - langfristig immer noch die beste Möglichkeit.

    Ja, es kostet Überwindung, sich zu outen. Zu sagen, "ich kann das nicht" oder "das tut mir nicht gut" - oft wird das vom Gegenüber persönlich genommen...

    Und man selbst wird wieder mit der Angst konfrontiert, aufgrund des eigenen Wesens "draußen" zu sein.

    Und ja, es ist wirklich ein Lernprozess, das jedes Mal aufs Neue anzunehmen.

    Ich frage mich daher oft: Was ist für mich in dieser Situation tragbar - dass ich mich für eine Zeit überwinde und Gesellschaft ertrage, die mir anstrengend ist? Oder ist es besser, sich zurück zu ziehen?

    So habe ich wenigstens das Gefühl, selbst entscheiden zu können ;-)

    Auch für Dich: Bitte nicht wundern, wenn ich mich vielleicht nur unregelmäßig hier beteilige... ich finde das Thema sehr spannend und es begleitet mich auch schon sehr lange und der Austausch ist für mich auch sehr informativ - aber ich hab zur Zeit viel um die Ohren und muss da das ein oder andere Mal eben auch eine Pause einlegen :-)
  • edited Januar 9
    @SanneHB
    Zum Thema "Sozial-Allergie" könnrn wir gerne einen neuen Thread starten, wenn das ein Thema ist.

    Zur Dosierung von Sozialkontakten:
    Ich merke das am besten am Beispiel meines einzigen (und damit auch besten) Freundes.
    Als wir uns kennenlernten vor sehr vielen Jahren, da wollte er sich regelmässig treffen und hat mir das förmlich aufgezwungen.
    Da ich damals noch nicht in der Lage war, mich richtig abzugrenzen und zu sagen, dass mir das zu oft und zu viel ist, habe ich es über mich ergehen lassen.
    Diese Treffen dauerten gerne mal bis tief in die Nacht und waren mir echt zu lang. Und sie waren zu oft. Das hat dann dafür gesorgt, dass ich mich von neuen Freundschaften fern hielt und nicht zugelassen habe. Wo hätte das hingeführt!?

    Als wir dann nicht mehr in der gleichen Stadt wohnten, wurde es schlagartig besser.
    Treffen musste verabredet werden und waren kein gesetzter Termin mehr.
    Ab da wurde es einfacher für mich.

    Wir sind nachwievor Freunde und ich können uns aufeinander verlassen. Sowas ist viel wert, vor allem für jemanden wie mich, der sich nicht so einfach fremden Leuten öffnen kann und Beziehungen aufbaut. Eigentlich bin ihm sogar dankbar, dass er damals so penetrant war und nicht zugelassen hat, dass ich mich zurückziehe.

    Wenn mir eine Verabredung zu lange geht, dann werde ich automatisch immer stiller und beteilige mich weniger. Da kann ich gar nichts gegen machen. Sensible Menschen verstehen das Signal, andere nicht.

    Grundsätzlich ist aber die Grenze, ab der es mir zuviel wird, auch immer von der Gesamtkonstitution abhängig. Bin ich gestresst und müde, kann ich ganz schlecht andere Menschen ertragen oder ein geeigneter Gesprächspartner sein.
    Bin ich entspannt und ausgeglichen (kam in den letzten Jahren immer seltener vor), dann funktiniert das viel besser.
  • @Unikum
    "Eigentlich bin ihm sogar dankbar, dass er damals so penetrant war und nicht zugelassen hat, dass ich mich zurückziehe."

    Mein erster Gedanke war, dann ist es ein wirklicher Freund! Das freut mich für dich!
    Bei manchen Menschen ist ja schon die Frage "wie geht es dir" nicht wirklich ernst gemeint ;-)

    Vieles von dem was du schreibst geht mir ganz genauso. Bei Verabredungen, die zu lange dauern, starre ich irgendwann nur noch vor mich hin und drehe mein Glas/Becher hin und her.
    Auch am Ende eines Arbeitstages geht es mir öfter so. Verabredungen nach Feierabend treffe ich meist gar nicht mehr, weil ich nie weiß, wie es mir am Ende des Arbeitstages geht und es sehr schade für mein Gegenüber wäre, wenn ich nur noch stumm dasitzen würde.

    Sozial-Allergie könnte einen neuen Thread wert sein. Es gibt bestimmt einige unterschiedliche Meinungen bzw. Themen, wir müssten dann vielleicht die Kategorie wechseln....
  • @SanneHB
    Ja, das ist jemand, den ich als echten Freund bezeichne. Alles anderen nenne ich allenfalls "Bekannte". Aber viele sind da nicht mehr.

    Dein Verhalten bei Verabredungen, die zu lange dauern kann ich 1:1 bestätigen. :-)
    Ich beteilige mich dann irgendwann auch nicht mehr an gesprächen. Blöd für die anderen, ja. Aber ich kann dann nicht anders in diesem Moment.

    Auch heute war anstrengend genug für mich und nun bin ich unendlich dankbar für ungstörte Stunden und habs mir mit einem Glas Rotwein auf der Couch gemütlich gemacht.

    In der Kategorie "Zwischenmenschliches" gibt es nun einen Thread fïr Sozial-Allergiker ;-)

    LG
    Unikum
  • Zitat von Unikum: "Wenn mir eine Verabredung zu lange geht, dann werde ich automatisch immer stiller und beteilige mich weniger. Da kann ich gar nichts gegen machen. Sensible Menschen verstehen das Signal, andere nicht."

    DAS kann ich 1:1 unterschreiben. Sowohl das stiller werden - als auch dass weniger sensible Menschen das nicht oder nur selten wahrnehmen und auch verstehen...

    Schade eigentlich - aber da hilft dann wirklich nur sich selbst abgrenzen und eben "ausklinken".

    Zitat von SanneHB: "Auch am Ende eines Arbeitstages geht es mir öfter so. Verabredungen nach Feierabend treffe ich meist gar nicht mehr, weil ich nie weiß, wie es mir am Ende des Arbeitstages geht..."

    Jepp - auch das kenne ich nur zu gut. Wobei ich mittlerweile dann auch so frei bin und eine Verabredung kurzfristig absage... meist bin ich aber lieber alleine. So kann ich besser zur Ruhe kommen und den Tag "verarbeiten".
  • @wind_und_wellen, @Unikum
    Früher habe ich mir Gedanken gemacht, wie es auf meine Mitmenschen wirken mag, wenn ich nur noch so dasitze. Dann wurde ich auch mal in die Seite "geknufft" mit den Worten "Hey, schlaf nicht ein"...

    Seit einiger Zeit denke ich, warum mache ich mir Gedanken? Ob Extros denken, oh, heute war ich aber wieder sehr enthusiastisch, hoffentlich habe ich nicht ein paar damit überrannt. Wohl eher nicht fürchte ich.
    Ich will niemandem zu nahe treten oder sagen, sie seien nicht empathisch. Meine Erfahrungen im Laufe der Jahre zeigten leider das Gegenteil.

    So ziehe ich mich heute guten Gewissens zurück und stehe auch bei geplanten Veranstaltungen unter Kollegen dazu, an diesen nicht teilzunehmen, eben weil ich es nicht kann bzw. mag. Die Resonanz war bisher überwiegend positiv.
  • @SanneHB
    Und damit machst Du alles richtig!
    Es hat sehr lange gedauert, das zu verstehen, aber ich bin inzwischen davon weg.
    Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig, warum ich Dieses oder Jenes mache oder lasse. Wer es wissen will, soll fragen, aber ich rechtfertige mich nicht mehr.
    Früher war das anders. Da dachte ivch noch, es wäre kauziges Verhalten, für das ich mich schämen sollte und hab deswegen immer Ausreden erfunden.

    Also, bleib so! :)
  • Hallo zusammen,
    ich würde gerne noch ein etwas andere Sichtweise zur Diskussion beisteuern. Zumindest versuche ich es einmal...
    Ich bin ja hier gelandet, weil ich eher mich eher als ambivertiert/extrovertiert einstufe und vor ein paar Jahren jemanden kennengelernt habe, er sehr introvertiert ist. Mittlerweile sind wir sehr gute Freunde, und für mich ist das eine sehr besondere Freundschaft, weil sich beide vom anderen gelernt haben. Wir haben noch einen Punkt, der ggf. eine Stolperfalle ist, und dieser Punkt passt sehr gut zu diesem Thread.
    Starten möchte ich aber zuerst einmal mit einem anderen Punkt:
    @SanneHB: Du schreibst: Ob Extros denken...? Tja, das ist aus meiner Sicht so pauschal, wie wenn ich schreiben würde, dass Intros nie Spaß haben. Ich habe durch meine Offenheit, dass mein Gegenüber komplett anders ist, wie ich selbst, so viel gelernt. Dadurch habe ich auf einmal einen größeren Blickwinkel als vorher und kann daran wachsen. Sicherlich gibt es Menschen, die im ersten Moment, wenn sie den anderen nicht verstehen, ablehnend reagieren. Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass diese Menschen ganz viel verpassen.
    Wenn ein Mensch zu einem anderen Kontakt sucht, ist das doch auch ein positives Zeichen, er gibt dir ein Kompliment. Er schätzt deine Nähe, er mag, wenn du dabei bist, sicherlich allen eine Frage der "Dosis".
    Und jetzt komme ich zum eigentlichen Punkt. In meiner Extro-Intro-Freundschaft ist es so, dass ich am Anfang häufig wie bei @Unikum mich viel zu häufig gemeldet habe, aus dem Grund, dass ich gerne Zeit mit ihm verbracht habe. Heute haben wir einen größeren Abstand, und es kommt vor, dass er mich nach einem Treffen fragt, was mich sehr freut, weil ich weiß, dass es nicht häufig vorkommt.
    Es gibt allerdings noch ein Thema mit der Dauer eines Treffens. Oftmals, wenn wir uns ohne "definiertes Zeitfenster" treffen, wird mir am Anfang gleich mitgeteilt, dass er nur bis X Uhr Zeit hat, weil er dann noch etwas vorhat. Oftmals wird auch die Arbeit vorgeschoben. Ich kann nicht wirklich wissen, ob es vorgeschoben ist, aber ich habe den Eindruck. Er wirkt somit vielbeschäftigt mit vielen Verpflichtungen, damit zeichnet er allerdings ein ganz anderes Bild von sich selbst. Nachdem wir das Zeitfenster abgesteckt ist, merke ich, dass er sich nun sicher fühlt, weil nach 2 Stunden das Treffen vorbei ist (obwohl es manchmal dann doch länger wird). Ich kann das verstehen, aber ich merke, dass eine "Notlüge" benutzt wird. Das macht mich bei einer guten Freundschaft traurig. Deshalb habe ich mir vorgenommen, das mit ihm anzusprechen. Für mich wäre es viel einfacher, wenn er ehrlich sagen würde, dass er danach etwas Zeit für sich braucht.
    Ich möchte damit sagen, dass Euer Gegenüber die Ausreden "erkennt", dadurch den Eindruck hat, dass er abgelehnt und nicht gemocht wird. Ehrlichkeit wäre hier aus meiner Sicht besser. Sicherlich werden es nicht alle verstehen, aber bei einem guten Freund sollte man das hinbekommen.
    Ich möchte damit nur einen Denkanstoß aus der meiner "extro"-Richtung geben :-)
    mehr nicht...
    LG Ambi
  • @Ambi
    Danke für Deine Sicht aus der anderen Perspektive, das finde ich sehr interessant.
    Ich kann vertehen, warum Dein Freund sich besser fühlt oder sicherer, wenn er weiss, wann das Treffen vorbei sein wird/kann. Dann kann er nähmlich sein Energielevel dahingehend beurteilen und und entsprechend haushalten, ohne befürchten zu müssen, dass er am Ende der Energie noch 2 Stunden "aushalten"muss.

    Die Sache mit den Ausreden ist sicherlich nicht nett und wie schon von @SanneHB beschrieben, schämen wir uns auch ein Stück weit dafür. Du bist jetzt für dieses Thema sensibilisiert und verständnissvoll. Aber stell Die mal vor, ein völlig Ahnungsloser bekommt gesagt, "Ich möchte in 3 Stunden das Treffen beenden und nach Hause fahren, weil ich dann Zeit für mich benötige..."
    Entweder denkt der von seinem introvertierten Gegenüber, das sei ein kauziger/gestörter Typ, oder er empfindet genau DAS dann als Ablehnung und Zurückweisung.
    Will sagen: Die nakte Wahrheit ist zwar immer am besten, wirkt aber in den wenigsten Fällen zielführend oder ist erwünscht.
    Dein Freund kann sich glücklich schätzen für so eine Freundschaft, so etwas wünsche ich mir auch.
    Und Du kannst Dir was drauf einbilden, dass ER ein Treffen vorschlägt. Das kenne ich von mir z.B. (noch) nicht. Ich warte immer, bis es von anderen kommt und bin dann natürlich dankbar dafür (wenns nicht zu oft ist).

  • Was Fremde denken, ist mir gleich. Mir ist wichtig, dass jemand in einer Freundschaft so sein kann, wie er ist. Das geht nur mit Vertrauen und braucht Zeit.
    Mittlerweile schlage ich immer definierte Zeitintervalle vor, das hilft uns beiden:-)

    Eine Frage: Kommt ein Vorschlag zum Treffen nicht von dir, weil du lieber für dich bist oder eher weil du denkst, der andere fühlt sich durch dich "gestört" oder verpflichtet? Eine Frage nach einem Treffen gibt mir die Sicherheit, dass ihm die Freundschaft etwas bedeutet, das tut gut :-)
  • @Ambi
    Das ist eine gute Frage. Musste jetzt erst mal drüber nachdenken.
    In erster Linie hätte ich die Befürchtung, dass ich mit meinem Vorschlag einen unpassenden Zeitpunkt erwische, also im weitesten Sinne den geplanten Alltag "störe".
    Weiter hätte ich dann das Gefühl, dass der Vorschlag angenommen wird, ob wohl es unpassend ist. Das wäre mir unangenehm.
    Wenn ich aber weiter so drauf rumdenke, habe ich das Bedürfnis nach Treffen so selten, dass es sich noch nicht ergeben hat. Zwischendurch haben wir ja per Whatsapp oder Telefon Kontakt, das reicht mir im Grunde schon fast aus.
  • Danke für die offene Antwort...
    Was ist denn für dich/für euch die richtige Dosis für ein Treffen mit Freunden/ Familie/ Partner?
    Zum ersten Punkt möchte ich auch noch Rückmeldung geben. Ich plane meinen Tag auch durch, allerdings ändere ich diese Pläne für wichtige Menschen und Freunde jederzeit sehr gerne, ich habe hier sozusagen eine reservierte Reserve für diesen Menschen in mir, dass ich meistens Zeit finde, selbst wenn ich dadurch Stress habe. Vielleicht nicht sofort, aber ich sage dann eben, wann es passt.
    Bei mir ist es so, dass ich ein gewisses Intervall an Kontakt/Austausch brauche, ansonsten habe ich den Eindruck, dass die Freundschaft einschläft. Wie ist das bei Euch?
  • Die richtige Dosis für "mit anderen Menschen" zusammen sein?

    Gute Frage :-)

    Arbeitszeiten lasse ich mal unberücksichtigt ;-)
    Und ich gehe mal von einer einigermaßen entspannten Tagesform aus :-)

    Wenn dann noch die Menschen, mit denen ich zusammen bin, meiner Wellenlänge ähneln (sensibel, ruhig, eher beobachtend, auch mal Stille genießen können etc.), dann kann ich so eine Gesellschaft relativ lange "ertragen". Allerdings sollten es nicht zu viele Menschen sein und auch in einer ruhigen Umgebung - weniger ist mehr :-)

    Und was ich auch als sehr angenehm empfinde: zusammen sein ohne aneinander zu kleben ;-)
    So eine "gesunde" Mischung aus Nähe und Distanz. So dass jeder er/sie selbst bleiben kann.

    Zur Häufigkeit? Ich glaube, das ergibt sich aus der Qualität der Freundschaft, also bei mir zumindest. Da ich lieber einen sehr kleinen Freundeskreis habe, brauche ich da auch einen häufigeren Kontakt - wobei der nicht jedes Mal super-intensiv und lang sein muss... lässt sich schwer sagen. Ich glaube, da kommt dann bei mir auch sehr die Tagesform dazu - manchmal kann ich in Gesellschaft oder mit dem Partner gut zur Ruhe kommen und manchmal möchte ich eben auch alleine sein, um die Reize des Tages loslassen zu können.
  • @Ambi
    Die richtige Dosis lässt sich nicht so einfach definieren. Es kommt auf zu viele Faktoren an. Bei Freundschaften würde ich sagen maximal ein Treffen pro Woche, und mit der gleichen Person maximal 1x im Monat. Aber auch da: Ist das Treffen eine Stunde lang, geht das häufiger, als wenn es jedes Mal 5 Stunden lang wäre.
    Mit Partner, kann ich nicht sagen, weil ich diese Art Partnerschaft nicht kenne, bisher wurde immer "geklebt und geklammert". Und das ist viel zu viel :(
    Familie langt mir 1-2 Mal im Jahr. Aber ich habe kein sehr gutes Verhältnis zur Familie, deswegen nicht repräsentativ.
  • Hallo zusammen, ich finde, ihr schreibt mir alle aus dem Herzen. Ich bin neu hier und freue mich, auf Gleichgeartete zu stoßen. Ich schwebe auch oft zwischen Nähe und Distanz. Bei meiner letzten Beziehung habe ich als Empath es leider mit einem Narzissten zu tun gehabt. Das hat mich an meine Grenzen gebracht. Da ich Christ bin, habe ich echt Jesu Hilfe ganz konkret erlebt- wenn auch in allerletzter Sekunde. Trotzdem ergeht es mir als hochsensibler Mensch damit so schwer, da ich es einfach nicht greifen kann, dass es Menschen gibt, die eben nicht fühlen können, sich nicht in andere reinversetzen können. Liebe ist das nicht. Und da wir alles nur unvollkommenen Menschen sind, können wir auch keinen retten. Selbst uns selbst nicht. Aber ich möchte allen Mut machen, dass es Gott selbst ist, der uns 1.) so gemacht hat und 2.) uns dennoch führen wird und 3.) uns auch Veränderung schenken wird, wenn wir an ihm dran bleiben. Ich möchte gar kein Normalo sein. Ich gebe zu bedenken, dass gerade die Sensiblen/Introvertierten auch eine Art priesterlicher Ratgeber in der Welt sind. D.h. nicht, dass wir religiös sein sollen, sondern eher durch unser "Sehen" auf Sachverhalte aufmerksam machen sollen, vorausgesetzt wir werden gefragt. Ich merke das im Beruf. Ansonsten bleibe ich meiner täglichen Arbeit einfach nur treu. Ich habe auch nur 1-2 enge Freunde, die selbst sensibel sind. Selbst da muss ich mich immer wieder mal zurücknehmen. Ich fühle mich auch oft einsam, aber ich brauche das auch.
  • In meiner Familie scheint es ganz " normal " zu sein , daß sich jedes Familienmitglied regelmäßig Auszeiten nehmen darf. Das wird nicht hinterfragt , weil sie alle sagen , was sie in der freien Zeit zu tun gedenken... Reiten , Karten spielen , Essen gehen...
    Ich bin die einzige , die " Keine " Begründung liefern kann und habe das Gefühl mich dafür rechtfertigen zu müssen.

    Ich meine , was ich in meiner freien Zeit mache oder nicht mache , ist doch meine Sache .

    Es tut mir gut mich mal fallen zu lassen , in den Tag hinein zu leben , ohne jegliche Verpflichtungen. Manchmal lese ich oder surfe im Internet. Ich mache sehr gerne Fotocollagen oder dekoriere .Wenn es nicht zu heiß ist , sitze ich gerne im Garten .Lese , trinke Kaffee oder mache die Augen zu und lausche den Vogelstimmen , spüre den Wind und die Wärme der Sonne :-) Das gibt mir neue Energie.

    Das scheint auf andere so zu wirken , als würde ich "Nichts tun " , also hätte im Grunde genommen ja Zeit.

    Abgrenzen und zu sich selbst zu stehen ist wohl eine lebenslange Aufgabe.

    Es wäre schön , wenn ich zu meinen Leuten mal sagen könnte ;

    Hey , ich brauche dieses Wochenende mal Zeit für mich.
    Das hat nichts mit meinen Gefühlen für euch zu tun , ich liebe euch sehr.
    Ich will mich regenerieren und meine Batterien wieder aufladen damit ich nächste Woche wieder voll da sein kann .Das kann ich am besten alleine für mich.
    Wir sehen uns dann nächste Woche Dienstag.

    Über dem Schreiben ist mir aufgefallen , daß ich das noch nie so gemacht habe.
    Ich wusste nicht , wie ich mein Bedürfnis nach Ruhe ausdrücken sollte, ohne andere damit zu verprellen. Ich habe mich nicht getraut .

    Ich habe diesen Text jetzt kopiert und werde das demnächst mal in die Tat umsetzen. Bin mal gespannt auf die Reaktionen.

    Das lesen und schreiben hier unter Gleichgesinnten bringt mich auf Ideen.
    Es ist schön , daß es euch gibt und wir uns hier zusammen austauschen können. Danke :

    LG Johanna
  • edited August 9
    Hallo @Johanna

    Ich zitiere Deinen ersten Abschnitt:
    "In meiner Familie scheint es ganz " normal " zu sein , daß sich jedes Familienmitglied regelmäßig Auszeiten nehmen darf. Das wird nicht hinterfragt , weil sie alle sagen , was sie in der freien Zeit zu tun gedenken... Reiten , Karten spielen , Essen gehen...
    Ich bin die einzige , die " Keine " Begründung liefern kann und habe das Gefühl mich dafür rechtfertigen zu müssen.(...)"

    Erinnert mich sehr an Schilderungen von Inhaber(innen) sogenannter "fester Arbeitsplaetze": Diejenigen, die den Chefs unterbreiten, was sie alles" tolles" vorhaben im Urlaub, "beeindruckend" ;-) weit weg am Besten, sind gesegnet. Wer nur in Ruhe ausspannen will, ohne mit vorgesehenen Unternehmungen zugekleistertem Terminkalender (schlimmstenfalls auf Balkonien) wird geruegt, bzw bei Bedarf des Chefs gar aus Urlaub in Firma delegiert ("SIE sitzen eh nur nutzlos zu Hause rum, die Anderen brauchen den Urlaub grad viiiel dringender"). ;-)
  • @Johanna
    Das, was Du da beschreibst, ist der klassische Unterschied von Intro und Extros. Extravertierte kennen es nicht anders, immer action haben zu wollen und müssen.
    Wenn Du dann sagst: Ich erhole mich am besten, wenn ich nichts mehr und die Stille genieße, dann stößt das nur auf Unverständnis.
    Im besten Fall wird es akzeptiert, aber nicht verstanden.
    Und wenn ein Extro wirklicht nichts zu tun hat und rumsitzt, ist das meist unangenehm für ihn und er ist dankbar für jede Form von Ablenkung und Kommunikation.

    Mit geht’s genau wie Dir. Ich kann mich zwar abgrenzen und Alleinzeit einfordern, aber weil ich weiß, dass das nicht gerne gesehen wird, habe ich dann ein schlechtes Gewissen und kann die Zeit, die ich mit genommen oder erkämpft habe, nicht genießen :(

    Berichte bitte mal, wie Dein Umfeld auf die Ansage reagiert hat.

    LG Unikum
  • Das werde ich tun :-)

    Was du geschrieben hast , Spaziergänger : Wer nur in Ruhe ausspannen will, ohne mit vorgesehenen Unternehmungen zugekleistertem Terminkalender (schlimmstenfalls auf Balkonien) wird geruegt...Das hat mit gut gefallen. Gut ausgedrückt !

    Meistens treten die anderen mit ihren Anliegen an mich heran .Warum eigentlich ?
    Strahle ich etwas aus , das andere dazu ermuntert :-)

    Wenn es mir gefällt , erfülle ich die Bitte. Manchmal jedoch merke ich schon während der Frage wie ich mich innerlich verkrampfe.

    Eigentlich verspüre ich wenig Lust ; würde viel lieber ein entspanntes Wochenende oder einen ruhigen Tag ohne große Verpflichtungen verbringen.
    Nur , wie sag ich das meinem Gegenüber jetzt ???

    Ich starte also einen ersten Versuch. Dann kommt ein Gegenargument bzw. ein Gegenvorschlag .Und schon sind sie da ….meine Zweifel .
    Darf ich diese Bitte wirklich ablehnen ?

    In solchen Momenten kann es hilfreich sein , mir vor Augen zu führen , daß dieser Bitte kein Notfall voraus geht. Es geht lediglich darum , daß mein Gegenüber sich eine Entlastung von mit erhofft , ein bisschen freie Zeit !?
    Und darauf habe ICH auch ein Recht.
    Mein Gegenüber setzt sich für seine Belange ein und auch ich muss lernen , mich für meine Bedürfnisse stark zu machen. Sonst tut es keiner.

    Wenn ich bei dem Versuch erfolgreich war ( was mich manchmal selbst erstaunt ; ich bin kein guter Redner und absolut nicht schlagfertig, auch haben andere meistens die besseren Argumente )empfinde ich einerseits große Erleichterung dieser ungewollten Verpflichtung
    entgangen zu sein. Dennoch bleibt ein unangenehmes Gefühl zurück.

    Die HARMONIE ist gestört ! Und das auszuhalten , ist wieder eine ganz andere Sache. Das muss jetzt kein spezifisches Problem von Introvertierten sein, eher das alle betrifft , die sich nicht gut behaupten können.

    Das Aushalten einer unangenehmen Situation .
    Das gute Verhältnis zueinander ist gestört und ich bin der Auslöser (so scheint es zumindest )weil ich die Erwartungen meines Gegenübers nicht erfüllt habe.
    Und die darauffolgende Reaktion , die muss ich auch aushalten können.Denn auch er oder sie fühlt sich in dem Moment von mir zurückgewiesen.Puh ...ganz schön anstrengend.

    Bei Meinungsverschiedenheiten , Diskussionen ect. bin ich meistens unterlegen.
    Nur wenn mir etwas wirklich , wirklich wichtig ist , kann ich mich erfolgreich durchsetzen. Das gelingt nicht immer sofort. Manchmal braucht es mehrere Anläufe , also immer wiederkehrende Gespräche.

    Lg Johanna
  • Warum müssen wir uns eigentlich rechtfertigen, dass wir unsere Zeit so verbringen, wie wir möchten? Kann es denn vielleicht auch sein, dass wir nur denken, dass der andere eine Erklärung will?

    Wie wäre es, wenn man als Antwort sagt: Tut mir leid, ich habe da schon was anderes vor. Dass Du einen Termin mit Dir selbst hast, muss Du doch gar nicht erwähnen.

    Ich selber unternehme gerne was, allerdings in Maßen. Bei mir hat es aber auch was damit zu tun, dass mir Dinge schnell über werden - sprich: sie fangen an, mich zu langweilen, wenn es sich zu oft wiederholt. Damit meine ich regelmäßige Familientreffen oder ständige Treffen mit Leuten.
    Für mich haben Dinge einfach mehr Nährwert, je seltener sie vorkommen. Das ist dann sozusagen etwas besonderes und gibt mir was.

  • @Johanna

    Wie wäre es mit:
    “Tut mir leid, ich habe schon etwas anderes vor. Sag mal …” Damit dann zu einem anderen Thema überleiten. Wenn derjenige dann noch mal zu seiner Bitte zurückkommt ist er wirklich penetrant. Ich würde es jedenfalls vermeiden mich auf Diskussion einzulassen oder zu argumentieren, denn damit räumst du deinem Gegenüber ein Mitspracherecht über deine Zeit mit ein. Es gibt Situationen bei denen Gegenvorschläge in Ordnung sind, aber es sollte doch nicht darum gehen wer die besseren Argumente hat wenn jemand deine Hilfe in Anspruch nehmen möchte.

    Normalerweise sollte ein einfaches Nein genügen, aber um andere nicht so vor den Kopf zu stoßen neigt man normalerweise zu höflichen Floskeln wie “hab schon was anderes vor” oder “keine Zeit”. Ob du dir dann vorgenommen hast ein Buch zu lesen oder einfach zu entspannen braucht dein Gegenüber nicht zu interessieren.

    Was für Gegenargument oder -vorschläge bekommst du zu hören?


    @Nethi

    Es gibt Menschen, die tatsächlich Erklärungen fordern, z.B. indem sie nachhaken was man denn genau vorhat und wenn sie dann eine Anwort erhalten haben, das Gesagte als unwichtig, verschiebbar, etc. abtun.

  • Liebe @Johanna
    wie kommst darauf?
    "Das gute Verhältnis zueinander ist gestört und ich bin der Auslöser (so scheint es zumindest )weil ich die Erwartungen meines Gegenübers nicht erfüllt habe."
    Auslöser ist doch hier derjenige welcher fordert. Es ist eine Forderung, wenn kein Nein möglich ist. Die Person kennt dich ja.
    Ich versuchte lange, die Voraussetzungen dafür zu erschaffen mich irgendwann gut fühlen zu dürfen, indem ich voraus schauend alle Ansprüche zu befriedigen versuchte, bevor sie überhaupt formuliert wurden. Das ist ganz schön streng. Das Fordern geht trotzdem weiter.
    Jedes Nein ist ein Punkt für dich, über den du dich freuen darfst. Habe mir heute auch einen gegeben.
    Alles Gute für dich! Und euch alle!
  • @Neti

    Es kam zwar erst ein Mal vor, aber ich hatte auch schon jemanden an meiner Seite, der mich fragte, "ob es das im Leben denn gewesen sein soll". Das war eindeutig auf meine Interessen/Hobbies bezogen. Und ich bin total vielseitig interessiert, aber das meiste davon beinhaltet keinen direkten Kontakt mit anderen Menschen...
    Das war dann wohl der Stein des Anstoßes, zu denken, mein Leben wäre "ärmer".
  • Guten Morgen ,

    Nethi , über deine Frage hab ich nachgedacht . " Kann es sein , daß wir nur glauben , wir müssten uns erklären ?
    Möglicherweise. Einige wenige aktzeptieren dein anderssein , sie verstehen es jedoch nicht.Je nach Tagesform der anderen Person fallen dann schon mal ironische Bemerkungen.
    Warum lasse ich das überhaupt an mich heran ??? Ich wünschte , das würde an mir abprallen und ich würde mich nicht weiter damit beschäftigen.

    Wenn mein Gegenüber mein Verhalten nicht nachvollziehen kann , warum hakt er dann nicht nach ? Warum stellt er keine Fragen oder googelt mal im Internet...

    Ich mache mir Gedanken über das offensichtlich mangelnde Interesse, die fehlende Tiefe mancher Menschen.

    Danke Nethi auch für dein Verständnis.Ja es gibt Menschen , die alles zu Ihren Gunsten drehen wollen und ein einfaches Nein nicht auszureichen scheint.

    Ich muss vielleicht dazu sagen , daß ich seit einigen Jahren nicht mehr berufstätig bin und mancher Zeitgenosse bei sich denkt , daß ich doch eh den ganzen Tag ( mit mir ) alleine bin. Es wird nicht verstanden , daß das ein Wesenszug von mir ist den ich nicht ablegen kann bzw. auch nicht ablegen mag, denn ich fühle mich ausgesprochen wohl mit mir.
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