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Schrei nach Liebe

edited Januar 12 in Zwischenmenschliches
Hallo!

Ich meld mich mal wieder mit einem Thema, über das ich in letzter Zeit oft nachgedacht habe. Ist nicht jedes Problem im Grunde ein Schrei nach Liebe?

Ich erörtere meine Thematik mal ein bisschen genauer mit Beispielen. Gehen wir von einem Kind mit Aggressionensproblemen aus. Eigentlich verdeutlicht sein Verhalten doch nur ein Verlangen nach Aufmerksamkeit, nach Liebe. Oder ein depressiver Jugendlicher, vielleicht sucht dieser auch lediglich nach Liebe? Das Gleiche gilt für Drogen- und Alkoholabhängige oder Kriminelle, immer spielt das Motiv der Liebe mit.

Ich wage es fast zu behaupten, dass hinter jedem "schwierigem" Menschen ein Schrei nach Liebe steckt.

Korrigiert mich gerne, wenn ihr wollt oder andere Ansichten habt. Mich würde eure Meinung zu dem Thema sehr interessieren!

Noch einen schönen Abend!

Kommentare

  • Hallöchen ;-)

    An Deiner Behauptung könnte etwas dran sein - rein schwarz/weiß betrachtet.

    Vielleicht kommen da noch ein paar Schattierungen hinzu wie Wunsch nach Aufmerksamkeit, Zuwendung, Anerkennung, Mitgefühl, Akzeptanz etc.

    Liebe Grüße von wuw
  • Die Gleichung geht für mich nicht auf.
    Gibt sicher genug Menschen die in einem behüteten und warmen Zuhause aufgewachsen sind, später dann aber Drogenabhängig wurden. Solche Abhängigkeiten sind auch nicht immer einhergehend mit einer suchen nach Lösungen, Liebe und dergleichen. Sie sind auch eine Flucht vor sich selber oder vor etwas anderem. Die Motivation von Kriminellen ist sicher auch nicht immer nur fehlende Liebe, manch mal war da einfach die Gelegenheit…
  • Ich muss mich da @salami anschließen. Das Milieu, in dem man aufgewachsen ist oder lebt, spielt da zu einem erheblichen Anteil ein.
    Was hat der Betroffene gelernt, wie handelt sein Umfeld? Welcher Druck wurde von innen und außen aufgebaut?
    Schrei nach Liebe - ja. Aber nicht ausschließlich.
  • Ich schätze mal, jeder kann nur von den Leuten schließen, die er/sie so kennt und bei Drogensucht/Alkoholismus muss ich grad an zwei Menschen in meinem Leben (oder eher nicht mehr "in") denken und überlegen, ob es bei denen ein Schrei nach Liebe ist.
    Ich vermute, auf lange Frist gesehen ja. Ich vermute, unbewusst und unterbewusst die Sehnsucht nach etwas, das sie hält und aushält und in dem sie sich geborgen fühlen können. Drogen vermitteln vermutlich oft ein Gefühl, dass die Konsumenten glauben, ohne Drogen nicht erreichen zu können.
    Auch wenn der Weg oft in Schlangenlinien über Dinge wie "Anerkennung", "Zuneigung" oder andere Wege führt, liegt rudimentär vermutlich oft oder sogar immer Liebe zugrunde, auf ihre Grundsubstanz reduziert (Freundschaften, Zuneigung und Anerkennung sind für mich in letzter Instanz alles Zeichen von Liebe. Das liegt aber an der Definition. Oder weil ich es für mich so nicht definitert habe, an der Nicht-Definition. Klar liebt mein Chef mich nicht im klassischen Sinne, wenn er meine Arbeit lobt. Aber der Klotz belebten Sternenstaubs, der dem anderen Klotz belebten Sternenstaubs hier Anerkennung zukommen lässt, teilt im weitesten Sinne für mein Verständnis eine Art universale Liebe mit ihm.)
  • edited Januar 14
    Wenn man nach der Maslowschen Bedürfnispyramide geht, gibt es unter der Kategorie wo man die Liebe dazu zählt, noch zwei weitere Kategorien welche stärker gewichtet werden.
    Am Beispiel des Kriminellen könnte somit, sofern Liebe nicht der Antrieb ist auch einfach das Verlangen nach materieller Sicherheit oder einfach nur die Befriedigung der Grundbedürfnisse möglich sein, bzw man könnte es so weit runter brechen.

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  • Ich finde es toll, dass wir hier mit dem Thema eine kleine Diskussion starten könnten und ich finde eure Beiträge dazu auch sehr interessant!

    @salami Stimmt, an die Maslowsche Bedürfnispyramide hab ich noch gar nicht gedacht, aber die erklärt auch einiges. Deine Theorie klingt sehr einleuchtend.

    Dann bin ich noch auf andere Meinungen von euch gespannt!
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