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Konflikte - und ihre mögliche Lösung



Jeder von uns kennt es und ich wage zu behaupten, jeder von uns findet wenig Gefallen daran, wenn die Stimmung kippt und danach erst mal nichts mehr ist, wie zuvor.

Trotzdem scheinen Konflikte zum Leben zu gehören und man tut sich vermutlich selbst einen Gefallen, besser früher als später den richtigen Umgang damit zu erlernen.

Ich wollte das Thema ursprünglich in "Beruf und Studium" posten, da ich in letzter Zeit leider genau dort verstärkt die Erfahrung mit Konfliktsituationen mache. Aber im Grunde betrifft das Thema das gesamte Leben, vielleicht entstehen die Konflikte sogar zuerst im familiären Umfeld und werden dann automatisch nach draußen mitgenommen?

Eine hilfreiche Seite, auf die ich die Tage aufmerksam wurde, und die ich gern mit euch teilen möchte, finde ich diese

https://karrierebibel.de/konfliktmanagement/

Kommentare

  • Ich finde Konflikte treten immer da auf, wenn das Gleichgewicht zwischen Emotionen und Bedürfnissen gestört ist.
    Ja, das familiäre Umfeld hat in der Anfangszeit des Lebens Bedürfnisse auszugleichen und einem beizubringen wie man mit seinen Emotionen umzugehen hat.
    Jedes Kind ist anders, für Eltern ist es oft schwierig auf die Bedürfnisse einzugehen und ich denke es ist so gut wie unmöglich sie vollständig zu befriedigen.

    Ab dem zeitpunkt meines Erwachsenen Lebens bin ich alleine für meine Bedürfnisse und Emotionen verantwortlich. Wenn es einem weniger gut beigebracht wurde muss man sich intensiver damit beschäftigen.

    "Jeder von uns kennt es und ich wage zu behaupten, jeder von uns findet wenig Gefallen daran, wenn die Stimmung kippt und danach erst mal nichts mehr ist, wie zuvor."

    Vor 3 Monaten bin ich wieder in so ein tief gefallen. Die Tage ziehen einfach vorbei und es scheint sich nichts zu ändern.
    Letzter Montag war ein richtig guter Tag, den hab ich für mich genutzt um da wieder raus zu kommen.
    Mittwoch kam dann nach einem emotionalen Gespräch irgendwie ein tief, da ist wieder eine ältere Wunde aufgegangen. Hat mich aber nicht komplett zurück geworfen.
    Ich denke es ist auch wichtig das alte Wunden mal aufgehen, sie gehen schließlich nur deswegen auf, weil man sie nicht verarbeitet hat.

    Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen, aber das ist doch auch das gute daran. :)
  • SanSan
    edited Februar 14
    Ich hab mal was Tolles gelesen zum Thema "die Harmonie wahren wollen". Es gibt ja Leute (mich eingeschlossen), die an Konflikten nicht teilnehmen können und/oder wollen, um die Harmonie zu wahren. Letztendlich war die Quintessenz aber - die Harmonie ist doch schon im Eimer. Harmonie bedeutet, dass etwas ausgeglichen ist. Wenn du selber vor dem Konflikt zurück scheust, ist da aber schon keine Harmonie mehr. Du hast ja auch erwähnt, die Stimmung, die kippt und dann deutlich spürbar anders ist.

    ich glaub ich hab die Quintessenz aus dem Artikel ziemlich schlecht zusammengefasst, ist schon ne Weile her. Aber was mir von mir selber jetzt gerade zu dem Thema einfiel war: Wenn zwischen dir und jemand anderem ein Konflikt besteht und du selber zum Schutze der Harmonie nicht daran teilnimmst, dann schützt du damit ausschließlich die Harmonie der anderen Person. Deine eigene ist schon aus dem Fenster raus. Das kanns ja nun auch nicht sein.
    Ich selber bin aber auch schuldig im Sinne der Anklage, manchmal kostet es einfach deutlich weniger Kraft, die eigene Harmonie zu opfern, statt den Konflikt auszutragen. Und ich finde, das ist okay. Nicht ideal, aber *shrug* Ich weiß nicht mal, was ich sagen soll... "nobody's perfect"? Das würde implizieren, dass ich etwas daran ändern müsste, wie ich bin. Aber für wen das gelegentliche Nachgeben zum Wohle der eigenen Nerven funktioniert - why change a running system?
    Knackig wirds dann für die Male, wo man nicht akzeptieren kann und/oder will, kampflos zurückzustecken.
    Öhm, ja... Hören Sie nächstes Mal in meinem TED Talk, wie man DAMIT umgeht.

    (Ich weiß es nicht.)
  • Ich möcht' hier gleich an @San anschließen - mit ihrer für mich grad sehr erhellenden Erkenntnis:
    Ja, die eigene Harmonie ist gestört, die des Gegenübers besteht aber weiter - und das auf meine Kosten, wenn ich mich dem Konflikt nicht stelle.
    Danke dafür, das kommt mir gerade sehr gelegen!

    Und es gibt ja wirklich Themen (oder auch gern einfach nur meine persönliche Stimmung an dem bestimmten Tag), die ein Austragen des Konfliktes nötig machen. Oder wo es sinnvoll ist, seine Grenzen zu wahren - auch wenn es trotzdem immernoch anstrengender ist, als sich in die "Harmonie" zurückzuziehen und still "zu schlucken".

    Besonders spannend (äh... ) wird's für mich ja dort, wo man "nicht auskann". Stichwort Job. Da hab ich bisher weitgehend zurückgesteckt. Und wenn's zu weit kam, und dadurch zurückstecken zu weh tat, bin ich gegangen (also Jobwechsel).

    Nun hab ich jetzt erstmals die Stärke und Souveränität, das auch mal "auszuhalten", dass es rumpelt. Dank meiner Kollegin. Und das "Dank" ist hier tatsächlich in gewissem Maße auch nicht ironisch gemeint. Weil ich das jetzt lernen will.
    Und was dann noch zu lernen ist: wie man einen (Interessens-)Konflikt ohne Rumpeln oder Kampf und konsens- und lösungsorientiert bewältigt.
    Aber erstmal bin ich zufrieden mit mir, überhaupt "NEIN, aber ECHTNICHT!!" als Markierungspfosten eingeschlagen zu haben.
  • Ihr habt Recht, oft steckt man eigene Ansprüche zurück weil man einen Konflikt nicht austragen kann.
    Manchmal geht es aber auch gar nicht nur um eine Positionierung zwischen meine Wünsche - Deine Wünsche wenn es für beide Seite um unterschiedliche Werte geht.
    Man kann dann leicht dem Anderen entgegenkommen wo dessen Bedürfnis und Werte stark berührt werden ohne dass man etwas von den eigenen Werten aufgibt.

    Daneben gibt es auch die empathische Rückwirkung: Wenn mir der andere Mensch nicht egal ist und ich dessen Bedürfnisse machempfinden kann dann baut es auch mich auf es dem Anderen zu erleichtern.

    Schwierig wird es wenn Konflikte immer wiederkehren weil sich zwischen echte Vorwürfen die bereits aufgearbeitet wurden auch Missverständnisse mischen die niemand aufarbeitet weil man sie nicht als vorwurfsvolles Verhalten an sich erkennen kann, eben weil sie einer entgegenkommenden Absicht folgten.
    Ebenso schwierig wird es wenn das Abwehrverhalten des Einen die Kompensationsbemühungen des Anderen immer wieder so anstachelt, dass der Erstere genauso falsch weiter reagiert. Vielleicht sollte man weniger auf das reagieren was man als Reaktion zu sehen glaubt, sondern darauf zu vertrauen dass der Andere mitfühlend verständnisvoll zu beiderseits akzeptablen Lösungen kommen möchte.

    Ich wollte das nur ergänzen. Reale Konflikte sind oft viel komplexer.
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