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Austausch und authentische Gespräche

Hi,
ich bin (wieder) hier. Ist etwa 2-3 Jahre her, dass ich mich aktiv in diesem Forum herumgetrieben habe. In dieser Zeit habe ich mich viel mit Introversion, Hochsensibilitat, Hochsensitivität und Hochbegabung außeinandergesetzt.
Zu wissen, dass es dort draußen (mehr oder weniger) Gleichgesinnte gibt ist beruhigend, dennoch löst es meine Konflikte für mich nicht. Mein Charakter ist weitaus komplizierter, als ich zunächst antizipiert hatte. Ja, ich bin auch introvertiert, aber auch noch so viel mehr - was ich dazu sage: verflucht mit einer Gabe.
Aktuell ist mir nicht so sehr danach das alles hier offen zu teilen, das wird sich höchstwahrscheinlich aber ändern. Nichtsdestotrotz bin ich äußerst offen für lebhaften Austausch.
Ich hoffe ich wirke nicht zu abgeschottet oder abgehoben. Ich bin mir der Widersprüchlichkeit bewusst, hoffe aber, dass diese niemanden davon abhalten wird ein Gespräch mit mir einzugehen.

P.S.: mein Alter und andere Informationen habe ich bewusst vorerst nicht erwähnt, da ich dadurch keine nachteilhafte Basis erzeugen möchte (bin aber jünger, als man vermutlich denkt).

schönen Abend/Tag euch :)

Kommentare

  • edited Februar 19
    ich grüße dich und ich kann dein Verhalten nachvollziehen, man muss nicht gleich mit der Tür ins Haus verfallen, es wäre ja auch ziemlich langweilig wenn man bei der vorstellungsrunde schon alles erzählt was man hat und ist. jedoch muss man bevor es einen lebhaften Austausch gibt. eine Basis geschaffen werden, worüber man reden kann. dazu als kleine notiz ich bin auch erst seit ein paar tagen hier. also frage ich erstmal einfache sachen. Die kannst du beantworten oder nicht. deine Entscheidung. machst du eine Ausbildung oder Studierst du ?
  • In dem Fall

    Willkommen zurück Unbekannter BlakeRazer :)

    Es grüßt
    Enjoythesilence - immer noch die von damals
  • Zunächst einmal danke für die netten Worte.
    Zweifellos kann ich dir da nur zustimmen Battlehut, also jetzt eine etwas sinnvollere Vorstellung.

    Noch mache ich weder eine Ausbildung noch habe ich ein laufendes Studium. Tatsächlich mache ich erst Abitur. Dementsprechend bin ich auch erst 17 Jahre alt.
    Habe aber vor danach Psychologie zu studieren.
    Des Weiteren bin ich hochbegabt, wahrscheinlich sogar höchstbegabt.
    Ich habe mir ein deutlich breiteres Verständnis angeeignet, als in meinem Alter üblich.

    Aufgrund meines Wesens jenseits der Norm, treffe ich regelmäßig auf Komplikationen aller Art. Von kleinen Missverständnissen in Gesprächen, bis hin zu schadhafter Einsamkeit.

    Was mich jedoch wahrscheinlich am meisten stört, ist die falsche Auffassung von Intelligenz, die dem Großteil an Menschen ein verzerrtes Bild vor Augen führt.

    Ich bin mir meines Potentials (mittlerweile) sehr bewusst, leider führt dies gehäuft zu inneren Konflikten. Viele der typischen Hürden habe ich bereits überwunden, (nahezu) alleine ist es aber eine beachtliche Herausforderung. Oft sehne ich mich nach Verständnis oder wünsche mir, meine komplexen Denkprozesse loszuwerden.

    Bin ich der einzige auf dieser Seite des Ufers?
  • edited Februar 19
    @BlakeRazer
    ich freue mich auf ein Gespräch mit dir. ich habe noch nie die chance gehabe mit einem Hochbegabten eine diskussion zu führen. Also für mich gibt es einen großen unterschied zwischen intelligenz und Bildung. Intelligenz ist für mich das Vermögen, sich an dinge zu erinnern und informationen zu analysieren oder schwere denkprozesse zu lösen. Bildung ist für mich, mit den zur verfügungstehenden informationen etwas sinnvolles anfangen zu können und sie in verbindung zubringen. Daher habe ich angefangen intelligenz als einen sehr allgemeinen begriff zu betrachten, etwas was alles bedeuten kann. So wie zum beispiel " es ist ein angenehm mildes Wetter draußen.". das kann alles bedeuten jenach dem was die person darunter versteht. Ob du der einzige auf dieser Seite des Ufers bist kann ich nicht beurteilen. wenn man so denkt schliesst man sich von allein aus der Gesellschaft aus. Was die Einsamkeit noch verstärken kann. Also ist dieses Uferdenken nicht unbedingt zielführend. Solltest du dich irgendwie angegriffen fühlen entschuldige ich mich schon mal vorsichtshalber. also wenn du sagst du bist hochbegabt sehe ich das als eine sehr allgemeine aussage an. Hochbegabheit hat viele facetten. so ist die frage jetzt für mich was du für dich unter deiner Hochbegabtheit verstehst ?
    Ich verstehe unter hochbegabtheit nicht unbedingt einen Menschen der viel weis. Sondern jemand der auf seinem Gebiet schnell lösungen finden kann oder optimierungsmöglichkeiten und ähnliches. So kann ein einfacher Bauarbeiter hochbegabt auf seinem Gebiet sein, wie eine chemiker in seinem labor.
  • @Battlehut
    Bei der Differenzierung zwischen Intelligenz und Bildung würde ich dir auf jeden Fall zustimmen (sollte meiner Meinung nach auch bei IQ-Tests besser beachtet werden).
    Dennoch finde ich es schwierig den Intelligenzbegriff einzugrenzen. Selbst in der Wissenschaft gibt es endlose Diskussionen über das Thema. Vielerlei wird es schlicht als Problemlösefähigkeit betrachtet. Persönlich betrachte ich den Begriff etwas differenzierter. Ich teile gerne in unterschiedliche Bereiche ein (z.B. soziale Intelligenz, emotionale Intelligenz, kreative Intelligenz etc.). Natürlich kann man da auch noch kleinschrittigere Unterteilungen festlegen, die lasse ich jetzt aber mal heraus.
    Deshalb finde ich kann man Intelligenz entweder als Kombination aus diesen Bereichen betrachten oder (nahezu) isoliert.
    Bei Hochbegabung ist es ähnlich, dort wird (normalerweise) aber präziser unterscheiden. Beispielsweise ist die Rede von partieller Hochbegabung, sprich einer Begabung, die sich primär in einem Teilbereich äußert (wie du es auch angesprochen hast).
    Meine Hochbegabung ist jedoch etwas allgemeiner. Natürlich habe ich, wie jeder andere Mensch auch, meine Stärken (z.B. sprachlich und sozial/emotional) und Schwächen (z.B. künstlerisch), die Defizite ergeben sich meist aber seltener durch mangelndes Können/Potential. Bei Hochbegabung liegt die Problematik oft eher in der Motivation/Emotion, wenn du möchtest kann ich das auch noch näher erläutern. Des Weiteren würde ich sagen ist Hochbegabung weitaus vielschichtiger, als man denkt. Dies, würde ich sagen, ergibt sich aus der fälschlichen Annahme, dass Intelligenz völlig isoliert als Eigenschaft zu betrachten ist und (im Sinne der Problemlösefähigkeit) ausschließlich proportional zunimmt. Tut mir leid, falls ich mich etwas undeutlich ausdrücke.
    Entscheidend dabei sind vielleicht auch die Relation von geistiger Aktivität sowie sensorische und emotionale Empfindsamkeit.
    Ich hoffe meine Denkweise wirkte auch nicht zu pessmistisch, es gilt mir lediglich als Fakt, dass ich einen sehr ungewöhnlichen Charakter aufweise. Das hat sehr Starke Vor- sowie Nachteile.

    P.S.: Bin gerade etwas im Stress, also verzeihe mir meine Denk- und/oder Rechtschreibfehler

    Mit besten Grüßen
    Blake
  • edited Februar 19
    guten morgen
    @BlakeRazer
    Zuerst was rechtschreibfehler angeht ist es mir egal, hauptsache ich erkenne was du meinst. ich habe selbst eine anerkannte Lese-,Rechtschreibschwäche. Also ist Rechtschreibung jetzt auch nicht unbedingt meine stärke. aber egal. was deinen pessimismus angeht ist es eine Sache der Perspektive und deiner erfarhungen, pessimistisch kommt man ja nicht auf die welt. Statistisch betrachtet sind kluge leute trauiger und dumme leute glücklicher, weil die klugen eher größere zusammenhänge erkennen und die konsequzen sehen können. Ich verwende jetzt einfach mal kluge und dumm in diesem vereinfachten zusammenhang. ich höre zum beispiel öfter das ich ein emotionsloser Klotz bin. der kaum Gefühlsmäßige äußerungen zeigt. Was ich nur bedingt unterschreiben würde, ich zeige sie halt nur sehr vertrauten menschen und das auch nur sparsam. ich habe aber auch an mir bemerkt das ich viele sachen sehr kalt beurteile und nur wenig emotionen in der beurteilung drin habe. das hat auch schon zu problemen geführt, aber eher selten weil ich mich halt sehr zurück halte. Weil ich ebend auch gesehen habe kalte betrachtung kommt nur bedingt an. Also bevor ich irgendeine person in die Gefühlswelt lasse, wird diese person natürlich beurteilt und das geht halt nicht von heute auf morgen, sondern wenn es sich ergibt und man mal zusammen sitzt, wie geht diese Person mit tiefen Gesprächen um und wie kann man philosohieren. Davor muss man natürlich den oberflächlichen smalltakt durchmachen. daher kenne ich nur wenige leute, einfach weil man nicht mit so vielen Menschen in die diese gelegenheit kommt, aber wenn es mal passiert dann geniesse ich das gespräch in vollen zügen. (also ich muss mehr raus und mehr leute treffen. das ist aber eine gedanke von mir.) was hast du für erfahrungen in diesem thema gemacht ? Sofern du Antworten möchtest. :)
  • Hallo BlakeRazer,
    willkommen von mir. Du warst dann offenbar vor meiner Anmeldung hier schon aktiv.

    Sachbücher und fremde Forenbeiträge geben sicher gute Ansätze wie man mit seinen Besonderheiten umgehen kann. Doch erst wenn man selbst auf die durchmischten eigenen Besonderheiten eingeht und weiß welche Selbsthilfestrategien nicht die ersehnte Erfüllung brachten kann man sich gemeinsam mit Menschen ähnlicher Erfahrungswelten neuen Ansätzen und treffenderen Wegen nähern.

    Mache Dir hier im Forum bitte keine Sorgen wie Du mit Deinen Besonderheiten auf andere wirkst. Es gibt sicher eine Menge Leser die es nachvollziehen können und außerdem sollte jeder Mensch mit inneren Konflikten ein Überlaufventil und wohlwollende Zuhörer bzw. Leser haben.

    Um Missverständnissen in Gesprächen im Bekanntenkreis die Tragweite zu nehmen kann es hilfreich sein immer wieder Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft zu zeigen. Dann können die Anderen im Zweifel eher auf eine gute Absicht und Intention vertrauen.
    Es ist auch immer hilfreich mögliche Missverständnisse im Nachgang auch online mit denjenigen auszuräumen.

    Ich bin sicher dass Du mit Beginn Deines Studiums auf Studenten und Dozenten egal welcher Richtung und Spezialisierung stoßen wirst die Deinen tiefen Betrachtungen einen ähnlich hohen Wert wie Du beimessen wenn sie davon erfahren.
    Im derzeitigen gewöhnlichen Abitur-Alltag könnte ich mir vorstellen dass das Interesse von Zuhörern bei zu tiefsinnigen Betrachtungen nicht lange genug andauert wenn sie nicht vor ähnlichen Problemen stehen wie Du.

    Sei nachsichtig mit Anderen, suche Dir Gleichgesinnte und finde hilfreiche Anregungen !
  • @Battlehut
    Tatsächlich schaffe ich es mehr und mehr aus dem Pessimismus herauszurücken. Primär mache ich das mithilfe eines Dankbarkeitstagebuches bzw. liefert mir dies auch einen Anreiz dafür Dinge positiver zu betrachten. Außerdem kann ich Negatives dadurch deutlich nüchternder/mit mehr Distanz beäugen.
    Was Gefühlsäußerungen angeht, bin ich ganz bei dir. Es gibt Menschen, die ich nun schon über ein Jahrzehnt kenne und nahezu täglich treffe. Trotzdem zeige ich diesen Menschen gegenüber kaum Gefühle und habe auch keinen Anreiz dafür. Natürlich muss man da zwischen der äußerlichen Erscheinung von Gefühlen und der wirklichen Empfindung dieser unterscheiden. Ohne Zweifel bin ich ein sehr sensibler Mensch, das zeigt sich für mich aber nicht unmittelbar an der Oberfläche.
    Von unzähligen Menschen werde ich als (nahezu) emotionslos oder sogar arrogant abgestempelt. Das trifft zwar in keinster Weise auf mich zu, nur hat jeder seine eigene Sicht auf die Dinge und das bringt auch unterschiedliche Interpretationen von Verhalten(-smustern) mit sich.
    Mittlerweile komme ich aber immer bessser damit zurecht. In den vergangen Jahren habe ich sehr viele Sachbücher gelesen, die meine Selbstreflexion noch gestärkt haben. Letzendlich ist für mich der "Ausweg" aus dieser "Missverständnisspirale" bzw. den unterschiedlichen Wellenlängen Selbstbewusstsein. Das mag zwar völlig absurd klingen, jedoch meine ich das im wahrsten Sinne des Wortes. Sich selbst bewusst zu werden bzw. das eigene Wesen verstehen ist dabei ein entscheidender Schritt. Sich von den Beurteilungen anderer dabei leiten zu lassen ist oft nur irreführend. Für uns Introvertierte spielt die Hauptmusik ja meist im Innenleben.
    Nachdem ich das wirklich begriffen hatte, viel mir eine authentische Reaktion nach außen auch deutlich leichter (ich hatte jahrelang auch ein "resting bitch face"). Ich kann meine "Besonderheiten" nun deutlich besser akzeptieren und es fällt mir viel leichter mich auch mal anzupassen. Eine Balance zwischen Anpassung und Selbstauslebung ist für mich auch wichtig, ansonsten schadet man sich selbst mehr.
    Also habe ich auch angefangen bewusst Ausschau nach Leuten zu halten, mit denen "tiefere" Gespräche auch möglich sind, ohne mich davon entmutigen zu lassen, dass die Mehrzahl davon eher etwas "zurückschreckt". Mir ist auch aufgefallen, das doch überraschend viele offen dafür sind, nur muss man das Thema/die Themen deutlich bedachter oder "leichter" angehen. Dann kann man auch mit extrem Extrovertierten Menschen tolle, tiefsinnige Gespräche führen.
    Beim Kennenlernen neuer Menschen (ich differenziere da bei meinem Verhalten auch sehr stark zwischen Gleichgesinnten oder eben nicht) wirke ich mittlerweile auch oft deutlich extrovertierter, als ich eigentlich bin. Das liegt nicht daran, dass ich den etwas vormache, sondern dass ich ständig daran arbeite meine Komfortzone zu erweitern. Dadurch fällt es mir leichter Gefühle auch nach außen zu bringen (wie es heutzutage erwartet wird), ohne mich dabei zu überstrapazieren. Tatsächlich wirkt es immer mehr erfüllend auf mich. Bei Menschen die ich nun schon länger kenne fällt mir das Ganze noch deutlich schwieriger. Ich bin sehr über das Bild bewusst, welches ich durch "emotionsloses" Verhalten über die Jahre erzeugt habe. Deshalb habe ich mich dazu entschieden das (bei den meisten) nicht mehr großartig umzukrempeln, da mir nach dem Abitur sowieso ein Wechsel des Freundeskreises bevorsteht.

    Ich hoffe meine Gedanken waren einigermaßen verständlich, tue mich noch etwas schwer diese zu komprimieren und verständlich darzustellen. Trotzdem hoffe ich, dass meine Antwort weitergeholfen hat.

    Nebenbei mal eine ganz andere kontextlose Frage: gibt es eigentlich ein Antonym von "Gleichgesinnten" bzw "gleichgesinnt"? Konnte dazu auf die Schnelle nichts finden..

    Einen schönen Tag wünsche ich noch
    Mit besten Grüßen, Blake
  • @Nightworker
    Zunächst einmal danke für die nette Begrüßung.
    Ich bin mir nich sicher, aber vielleicht sind meine Gedanken auch (meinem Ausdruck geschuldet) nicht ganz richtig angekommen oder wurden durch den emotionalen Moment meinerseits etwas verfärbt.

    Ja, ich habe schon unzählige Artikel sowie Bücher gelesen, die in irgendeinerweise zu meinem Selbstverständnis beigetragen haben und Selbsthilfestragien offengelegt haben. Ansonsten würde ich wahrscheinlich noch vereinsamt in einer Spirale von manischen Depressionen hängen. Durch fachliches Wissen und indirekte Unterstützung aus dem Umfeld bin dort zum Glück herausgekommen.

    Dein Ansatz bei Missverständnissen klingt auf jeden Fall sinnvoll und nützlich, daran werde ich mich in Zukunft halten. Bisher versuchte ich Missverständnisse unmittelbar zu bereinigen. Dabei standen mir mein äußerst ausgeprägtes Empathiegefühl und meine detaillierte Beobachtungsfähigkeite zur Seite. Im Klartext: ich habe auf die Reaktion anderer nach einer Aussage (oder dergleichen) meinerseits geachtet. Ob die Aussage dann so aufgegriffen wird wie intendiert, mache ich anhand subtiler Anzeichen/sozialer Signale fest. Danach wäge ich ab, ob es sinnvoll ist noch weiter darauf einzugehen oder eher nicht. Notfalls elaboriere ich noch oder spreche direkt ein mögliches Missverständnis an, um dies als Anlass zu nutzen ein beidseitig zutreffendes Verständnis zu überprüfen.
    Ja, ich weiß, das klingt jetzt alles echt hochgestochen und vielleicht so, als wäre ich darauf aus alles in meine Sichtweise zu zwängen, in der Praxis ist das aber weitaus simpler und hilfreicher als es möglicherweise auf den ersten Blick wirkt. Ich will anderen nicht ihre Meinung/Sichtweise ausreden.

    Ich bin auch zuversichtlich, dass ich während meines Studiums mehr Gleichgesinnte treffen werde und dann auch endlich meinen Charakter in vollen Zügen entfalten kann (in Ansätzen habe ich das beispielsweise schon in Workshops erlebt).

    Nachsichtig versuche ich immer zu sein, leider vergesse ich häufiger das auch angemessen zum Ausdruck zu bringen.

    Hast du möglicherweise noch ein paar zusätzliche Ansätze um auf mehr Gleichgesinnte zu treffen bzw. besseren Kontakt zu diesen aufzubauen?

    Danke nochmals, für die ehrlichen und authentischen Worte :)
  • Hallo @BlakeRazer !

    Früher gab es schulübergreifend Zirkel oder Arbeitsgemeinschaften die bei besonderen Begabungen angeboten wurden um die Teilnehmer zu fördern die dann an einer jährlichen Olympiade teilnahmen. Das könnte zumindest mit Hochbegabung korreliert sein.

    Du hast sicher schon zu Hochbegabung und dem Namen Deiner Stadt gegoogelt. Vielleicht hat auch Deine regionale Zeitung schon einmal Artikel über hochbegabte Schüler recherchiert und Schulen, Wettbewerbe oder Studienrichtungen benannt. Das kannst Du online im Archiv der Zeitung suchen. Dann könntest Du versuchsweise dort nachfragen wenn Du dort jemanden kennst. Du kannst dabei auch auf Menschen treffen die sich ohne eigene Hochbegabung für Deine Sichten der Dinge interessieren.

    Kennst Du schon das Forum bei stormingbrains.de ? Vielleicht findest Du neben dem hiesigen Schwerpunkt Introversion auch dort noch spezielle Tipps zu Hochbegabung.

    Es gibt in manchen Städten auch Selbsthilfegruppen zu Hochbegabung die sich aber teils nur an Eltern richten. Du solltest aber Deine Gabe keineswegs als Nachteil empfinden sondern lediglich stärken was für den Umgang mit Anderen wichtig ist.

    Um mit Beginn des Studiums Kontakt zu entsprechenden Mitmenschen zu finden könntest Du in den für die Uni typischen sozialen Medien und auch in dem Webforum der Uni bzw. des Studentenwerks eine entsprechende Anfrage mit kurzer Beschreibung stellen wer betroffen ist und ob es Anlaufstellen oder Projekte gibt. Damit erreichst Du andere Studierende ohne sie im Vorfeld zu kennen.
    Wem genau dieses Thema zu schaffen macht und ähnlich introvertiert ist wird sicher dort suchen. Genauso solltest Du dann suchen ob jemand anderes auch schon nach dem Thema fragte.

    Falls Du dann in eine Wohngemeinschaft ziehst die sich Räume teilt solltest Du ein oder zwei Sachbücher zum Thema besitzen deren Titel in Deinem Regal gut sichtbar ist. Das schafft Aufmerksamkeit bei anderen Mitbewohner-Besuchern die Berührungspunkte oder Bekanntschaften haben selbst wenn sie nicht unmittelbar mit Dir darüber zu sprechen begannen.

    Für die Freizeit könntest Du Dir ein T-Shift fertigen lassen was gut lesbar ein Zitat oder eine Frage zum Thema stellt. Es sollte weder nach Eigenlob klingen noch Neid hervorrufen um unpassenden Kommentaren aus dem Weg zu gehen. Es könnte dazu führen dass andere Studenten wissen "Ja da gibt es noch einen Studenten" und sich somit andere Introvertierte mit ähnlich hohen Begabungen trauen auf Dich zuzugehen, vielleicht anfangs auch nur zaghaft mit Smalltalk.
    Gerade unter Studenten solltest Du aber gut wählen welche Texte Dich mit dem Thema verbinden ohne es Dir negativ auszulegen.

    Alles Gute weiterhin !
  • edited Februar 19
    Guten morgen
    @BlakeRazer
    Zu deiner Aussage kann ich nicht mehr viel hinzufügen. Da es für mich den Nagel auf den Kopf getroffen hat und die Aussage von Nightworker kann ich auch nur unterschreiben. Ich selbst studiere ja an einer Hochschule Wirtschaftsrecht und arbeite auch sehr gerne mit bei dem Tag der Offenen Tür bei meiner Hochschule mit und an solchen Tagen trifft man viele Leute. Bei soetwas kommt man auf jedenfall ins gespräch und sich vorher einfach mal mit der Hochschule/ Uni in verbindung zu setzen oder zu ihrem Tag der Offenen Tür zu gehen kann sicherlich nicht schaden. Manche Uni / Hochschulen bieten auch eine Schnupperwoche an wo man mal den regulären schulalltag begeleiten kann, um ein gefühl für die leute in der Vorlesung und den Alltag zu bekommen.
    was das antonym von gleichgesinnte angeht kann ich mir höhstens ein wort ausdenken weil ich noch nie eine gegenteil von Gleichgesinnte gehört habe.
  • Guten Tag und danke für die ausführliche Antwort @Nightworker

    Tatsächlich habe ich mich schon näher mit Hochbegabung und Themen diesbezüglich in meiner Region befasst. Ich werde deine Tipps aber beherzigen und mal ein paar Zeitungsarchive durchforsten. Das Forum von dir erwähnte Forum werde ich mir auch mal genauer anschauen, habe ich bisher noch nicht von gehört.

    Was meine "Gabe" oder meine Fähigkeiten anbelangt, versuche ich mich auch stets positiv auszurichten. Manchmal ist es echt schwierig, wenn man sich kaum verstanden fühlt, doch täuscht das in dem Moment auch oft und man vergisst die Ausnahmen.

    Auch @Battlehut bedanke ich mich nochmal für die Hinweise. Ich werde mal gucken, welche Angebote es von der Uni so gibt und nach Möglichkeiten Ausschau halten um gesunde Kontakte zu knüpfen.

    Die Idee mit den Büchern (davon habe ich auch schon mehr als genug) ist zwar ziemlich simpel, finde ich aber dennoch super gut! Die werde ich ohne Zweifel auch umsetzen.
    Was den Bedruck eines T-Shirts anbelangt, müsste ich mir nochmal genauer Gedanken machen. Da wäre es mir sehr wichtig etwas zu treffen, das meine Begabung und meinen Charakter widerspiegelt (einen Wortwitz könnte ich mir z.B. gut vorstellen).

    Vielen Dank nochmal und beste Grüße
    Blake
  • edited Februar 10
    Hallo @BlakeRazer,

    sorry, aber ja, du wirkst auf mich abgehoben - und nicht gerade wenig. "Hochbegabt, vielleicht sogar höchstbegabt"!? Hey, komm mal runter, mach dein Abitur und studiere von mir aus Psychologie. Danach werden wir sehen, ob du in deinem Fach wirklich so hochbegabt bist.

    Einerseits schreibst du, dass emotionale Intelligenz eine deiner Stärken ist und andererseits halten dich viele Menschen für emotionslos. Das passt echt nicht. Wenn ich mich in Mathematik für hochbegabt halte und trotzdem alles falsch habe, stimmt etwas nicht. Verstehst du, was ich meine?

    Wahrscheinlich hast du mit der Einstellung auch nicht viele Freunde. Ich kannte mal einen, der sich für einen Querdenker hielt und es deswegen nicht leicht hat im Leben. Dabei war er einfach nur faul und hatte eine eigenbrödlerische Sicht von Leben. Ich will dir damit nicht sagen, dass du faul bist, sondern dass Selbstwahrnehmung und Realität manchmal sehr auseinander liegen.

    Hat dir irgendjemand deine Hochbegabung entdeckt? Ein Lehrer zum Beispiel oder ein Psychologe? Hast du Klassen übersprungen? Schließlich hälst du deine Hochbegabung für eine allgemeine. Das sollte doch dann dafür reichen, oder nicht?

    Vielleicht bist du ja wirklich hochbegabt in welchem Bereich auch immer. Das kann ja durchaus sein, aber dann würde ich nicht drüber nachdenken oder reden, sondern es nutzen und damit arbeiten. Nur dann hat Hochbegabung einen Sinn.
    Zu behaupten, dass man selber viel intelligenter ist - egal, ob es stimmt oder nicht - kommt echt nicht gut an. Es kommt darauf an, was man tut und nicht darauf, was man sagt!

    Ich hoffe, du fühlst dich nicht angegriffen. Ist nur gut gemeint.
  • Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor @Bianca

    Meine Hochbegabung basiert Größtenteils auf "Selbstdiganose", ja, aber nicht ausschließlich. Einerseits habe ich sehr viele Bücher und Artikel zu dem Thema gelesen und andererseits schließe ich meine Hochbegabung auch aus meiner Familie. Sowohl väterlicher als auch mütterlicherseits, ist Hochbegabung kein Einzelfall.


    Außerdem habe ich vor geraumer Zeit auch einen IQ-Test gemacht. Dieser hat meine allgemeine Hochbegabung zwar nicht bestätigt, sondern nur eine partielle, ändert meinen Glauben an eine allgemeine Hochbegabung aber nicht. Dies unter anderem, weil die Testerin mir nicht in der Lage war eine Vielzahl von Fragen zu dem Thema Hochbegabung zu beantworten, was man meines Erachtens von einer Fachperson erwarten könnte. Darüber hinaus schien sie nicht regelmäßig mit Hochbegabten zusammenzuarbeiten (Schwerpunkt der Institution war individueller Förderung).

    Ich bin mir bewusst, wie illusioniert ich klinge, wenn man mich nicht persönlich kennt. Auch wenn es keinen sonderlichen Wert, versichere ich, dass ich kein Prahler bin. Den Begriff "Hochbegabung" habe ich außerhalb meiner Familie und des Tests nicht in den Mund genommen. Meine vermutete Hochbegabung habe ich weder Freunden noch Bekannten gegenüber erwähnt (Ausnahme!: meine beiden beste Freunde).

    Natürlich traller ich nicht nur von meinen Kompetenzen (das tue ich für gewöhnlich gar nicht) sondern nutze sie auch. Deshalb lese ich täglich Fachliteratur zu diversen Themen (insbesondere Psychologie) und zeige mein Können auch in der Schule. Jedoch geht es mir dabei nicht andere zu beeindrucken. Ich möchte mein Potential ausnutzen und die Welt etwas besser machen, ansonsten fühle ich mich schuldig/unwohl.

    Klassen habe ich nicht übersprungen, dies wurde mir in zwei Fällen aber angeboten (2. und 6. Klasse). Darüber hinaus würde ich bereits mit 5 Jahren eingeschult.

    Ich versuche mich dadurch auch nicht zu rechtfertigen, ich möchte nur potentielle Missverständnisse aus dem Weg räumen. Mich beschleicht auch das Gefühl, dass deine Defnition von Hochbegabung sich lediglich auf den IQ beschränkt (130+), Hochbegabung ist aber weitaus mehr als das. Noch wird es in unserer Gesellschaft zwar meist darauf reduziert, doch auch in Fachkreisen wird daran begründet Kritik geäußert und nicht gerade wenig. In meinen Augen setzt sich Hochbegabung (sehr vereinfacht) aus den komplexen Denkprozessen (Intellekt), der detaillierten Wahrnehmung (Sensorik) und der starken Sensibilität (Emotion) zusammen.

    Ich fühle mich zwar nicht angegriffen, aber es wirkt etwas verletzend, dass du Hochbegabung als eine Art Mittel zum Zweck ansiehst. Selbstverständlich sollte man seine Begabung nutzen, da stehe ich ganz hinter dir, aber wenn ich einen Introvertierten dazu auffordere sein Können mehr zu nutzen (zeigen) statt nur darüber nachzudenken, ist das deutlich leichter gesagt als getan.

    Ich finde es trotzdem gut, das du deine Meinung so offen und ehrlich äußerst und dich zumindest auf ein Gespräch einlässt.

    Ich möchte jetzt auch nicht weiter auf meine Hochbegabung pochen und irgendwelche Fähigkeiten oder Potentiale von mir elaborieren. Stattdessen würde ich dir empfehlen ein paar Artikel oder sogar Bücher zu dem Thema zu lesen ("Jenseits der Norm - hochbegabt und hoch sensibel" von Andrea Brackmann kann ich vorschlagen). Hochbegabt oder nicht, letztendlich bin ich wie jeder andere Mensch, mit meinen Stärken und Schwächen, Erfolgen und Misserfolgen. Das Potential weitet sich dadurch nur in beide Richtungen aus. Ich bin nicht "besser" als irgendwer und auch nicht mehr Wert, falls das so herübergekommen ist.
    Ich würde auch nicht behaupten, das ich sehr viel intelligenter bin. Nicht, bis es eine vernünftige, eindeutige und sinnvolle Definition von Intelligenz gibt, die von der Gesellschaft aufgenommen und integriert wurde.

    Heute bin ich nur ein Jugendlicher, der auch gerne außerhalb der Box denkt.

    Mit besten Grüßen
    Blake
  • Eieiei, ich will hier nich bashen oder in Kerben reinschlagen, aber mein erster Eindruck war auch ein wenig der, der sich bei @Bianca abgesetzt hat.
    Ich finds super, dass du deine Stärken kennst und weiter erforschst und versuchst, in der Welt damit Gutes zu tun. Ehrlich, von solchen Leuten brauchen wir viel mehr.
    Aber ganz ehrlich - es kommt irgendwie pretentious rüber. Zumindest bei mir. Als du am Ende deines allerersten Posts schriebst, dass wir dich vermutlich als älter einschätzen würden, war ich schon darauf eingeschossen, dass du vermutlich 17 bist.
    Das Ding ist - mit was Selbstdiagnostiziertem hausieren zu gehen ist eigentlich immer problematisch. Ob das jetzt Depression ist oder Hochbegabtheit - okay ich pfeiffe zurück. Ich selber hab hier garantiert auch schon mal gesagt, ich bin hochsensibel. Gleiches Spiel. Nie hat ein Arzt seinen Stempel auf seine Stirn gedrückt und gesagt "Fragile B-Ware, handle with absolute care please" Das kam alles von mir.
    Und wir sollten darauf trauen, was unser Inneres uns sagt. Und wenn dein Inneres dir sagt, dass du anders tickst als die Meisten und da mental flotter unterwegs bist (ganz ehrlich, ich hab die meisten Definitionen hier übersprungen, weil ich in die Richtung grad nich denken kann und es mich persönlich einfach nicht anspricht, da ich mental/emotional ziemlich normal aufgestellt bin)... dann glaube ich dir das, dass du das so empfindest.
    Und ja, wir haten eh zu viel auf andere Leute und es geht mir aufn Sack. Aber nachdem ich deine Posts gelesen habe und du auch von deinen Eltern erzählt hast, habe ich mich was gefragt: Da du dich - zumindst in den bisherigen Postst - fast ausschließlich über diese Fähigkeiten definierst (ich hab noch nicht eine Sache gelesen, die dich tief im Inneren bewegt. Worüber lachst du Tränen? Worüber zerbricht die fast das Herz? Was lässt dich fühlen, als wärst du Zuhause? Was bewegt dich? Sind dir solche Sache überhaupt wichtig? [Und die Antwort darf ruhig nein lauten {bzw es muss nicht mal ne Antwort kommen, of course}]), habe ich mich gefragt, ob durch die hochbegabte Historie deiner Familie eine gewisse Erwartungshaltung auf dich übertragen wurde, der du nun zu entsprechen versuchst. Du hast einen sehr ...eloquenten Umgang mit Worten. Böse Zungen könnten ihn wieder pretentious nennen.
    Bei mir taten sich direkt Fragen auf, ob das nicht auch ein (unbewusster?) Versuch sein könnte, sich definitiv in irgendeiner Weise von der breiten, stumpfen Masse abzuheben, damit irgendwie allen klar ist, hier hat man es mit jemand Hochbegabtem zu tun.

    Dies nur meine Gedanken. Bitte nimm auch die nicht übel. Ich will nicht gemein sein und wäre in deinem Alter vermutlich von einem wie meinem Post hier erdrückt worden, aber du scheinst mir das nötige Selbstbewusstsein zu haben, damit besser umgehen zu können.
    Ich bin mir grad nicht sicher, ob du es so explizit gesagt hast oder ob es bei mir nur so ankam, dass du in der Welt (wie viele von uns) ein bisschen nach mehr Annahme suchst. In meinen Zeilen liegen Vorschläge, woran es liegen könnte, falls du dich wirklich ein wenig ausgestoßen fühlst.
    Falls dem nicht so ist - denn du hast zwei beste Freunde erwähnt - Hey, rock your own weirdness. Wir werden keine besten Freunde, aber solang du einfach nur dazu stehst, wer und wie du bist, feier ich dich.
  • Ich schätze mal, dass du da Recht hast @ San
    Meine Selbstdarstellung war extrem stark von Hochbegabung und alles da herum geprägt, also jetzt nochmal ein Versuch mich davon loszureißen und einfach meine Person darzustellen.

    Wie bereits erwähnt, bin ich 17 Jahre alt und gehe in die 12. Klasse eines Gymnasiums. Ich habe zwei ältere Brüder, die beide bereits ausgezogen sind und studieren. Zu beiden habe ich einen ziemlich guten Draht (insbesondere dem Älteren der beiden). Dies hängt mit den Erfahrungen zusammen, die ich mit ihnen in meiner Kindheit/Jugend geteilt habe und der ähnlichen Wahrnehmung. Meine Eltern sind getrennt (seit ca. 4 Jahren glaube ich), leben aber noch nah beieinander und ich habe eine gute Beziehung zu beiden.

    Ich höre extrem viel Musik (etwa 7-10 Std. am Tag), lese sehr viel und schreibe auch gerne. Bis vor ein paar Wochen habe ich noch Fußball gespielt, habe damit nach etwa 14 Jahren aber aus zeit- und motivationstechnischen Gründen aufgehört. Mittlerweile erstelle ich (mit einem Freund zusammen) selbst Trainingsplänge und versuche mich nach wie vor fit zu halten.
    Außerdem habe ich eine Leidenschaft für Diskussionen. Je tiefgründiger und komplexer, desto besser. Ich liebe einen geistigen Schlagabtausch und die Herausforderung über geistige Hürden zu springen. Dementsprechend philosophiere ich auch gerne (alleine und mit Freunden) über Gott und die Welt. Ich mache derzeit auch beim Jugend debattiert Wettbewerb mit. Dabei bin ich mit einem weiteren Schüler meines Deutsch LKs Schulsieger geworden und ziehe (gespannt) in die nächste Runde ein. Ich hoffe auf vielversprechende Herausforderungen :P
    Darüber hinaus mag ich auch tiefgehende und emotionale Gespräche mit Freunden. Zwar habe ich (für einen Introvertierten) einen relativ großen Freundeskreis, ziehe mich aber auch verhältnismäßig oft zurück und pflege nur mit vereinzelten Personen (etwa vier bis fünf) eine sehr starke Freundschaft. Diese bestehen auch meist sehr lange und basieren auf gegenseitigem Vertrauen.
    Filme sind für mich, wie Bücher, meist eine emotionale Achterbahn und ein unbeschreibliches Erlebnis. Ich tauche förmlich in die Geschichten ein und erlebe alles am eigenen Leib mit.
    Ich mache sehr gerne (spontane) Wortwitze und gehe in der Albernheit quasi auf. So kann eine Unterhaltung mit Freunden in den Freistunden, in stundenlangen Lachflashes und Bombardements schlechter Witze enden.

    Des Weiteren spiele ich gerne Videospiele. Mittlerweile primär zu Zwecken des Spaßes und ausschließlich gemeinsam mit Freunden, doch in der Vergangenheit auch in deutlich extremeren Ausmaßen. In dieser Zeit war auch teilweise in der eSport Szene unterwegs und gehörte in einigen zu den top 1% der Spieler weltweit (laut Statistiken). Mein Können ist mit dem absinken des Konsums aber auch dementsprechend abgeflacht. Dennoch würde ich es als eine meiner Leidenschaften betrachten.

    Mein finaler Aspekt wäre meine Faszination für die Psychologie. Seit einigen Jahren sauge ich nur so Buch für Buch in mich auf. Ich finde es spannend und aufregend, welche Erkenntnisse dadurch offengelegt werden. Wie oft uns doch etwas direkt vor der Nase liegt und wir es trotzdem nicht unmittelbar erkennen. Auch die Paradoxität vieler Themen reizt mich und ich genieße es Gedankenkonstrukte sowie -konzepte zu entwerfen.

    Nebenbei bin ich gelegentlich auch noch mein eigener privater, professionaler Prokrastinator. Der Kampf wird zwar immer erfolgreicher, doch auch in mir steckt noch ein Schweinehund.

    Kommentarlos und mit besten Grüßen
    Blake
  • SanSan
    edited Februar 17
    Ay! :D Danke! Jetzt hab ich viel eher eine Ahnung, mit wem ich es da zu tun habe, @BlakeRazer, und ich muss sagen, ich finde diese Darstellung von dir richtig sympatisch. Besonders bei den Wortwitzen, Videospielen, aber auch dem Philosophieren (ich mag einfach Leute, mit denen man ohne Probleme von Kuchen backen auf Arschbacken kommt).
    Du scheinst mir auf jeden Fall nen ausgeprägen Sinn für Wettbewerb zu haben! Nicht schlecht. Der geht mir nämlich total ab ^^ Wenns ne Minus-Skala gibt, findest du mich an deren Ende.
    Aber ja, auch Psychologie finde ich spannend. Ich versuche immer, von den Menschen um mich herum zu lernen, ob deren "Macken" mich nun direkt betreffen oder nicht (wenn sie mich direkt betreffen, ist es natürlich noch mal spannender, aber naja, nü?)

    Auch n PhD in Prokrastination? Ah, der Markt ist überschwemmt. So finden wir nie einen Job in unserem Feld. (Okay bei mir kommt zu Wortwitzen noch Sarkasmus und Internethumor dazu. Seriously. Ich wohne inzwischen im Netz und bekomme nachhaltig Probleme, mit meiner sehr netzfernen Familie zu kommunizieren. Ich war immer der Familienweirdo, aber inzwischen fallen mir nicht mal mehr alle deutschen Begriffe ein, um lückenlos mit nicht-Internet-Menschen zu kommunizieren. I sound like a jerk.)
  • Das klingt wie bei mir. Nur habe ich es geschafft aus mir die low budget Version von dir zu gestalten
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