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Hallo zusammen

Ich heiße Kassandra, bin 43 Jahre alt und alleinerziehende Mutter zweier Kinder im Grundschulalter. Ich arbeite fast in Vollzeit. Außerdem führe ich noch eine Fernbeziehung mit einem Mann, den ich jedes zweite Wochenende sehe, also immer wenn meine Kinder bei ihrem Vater sind. Die Beziehung habe ich auch schon des Öfteren beendet weil ich oft das Gefühl habe, einfach zu wenig Zeit für mich selbst zu haben. Ich muss auch einräumen, dass das auch mit ein Grund ist, warum meine Ehe in die Brüche ging, die auch ich beendet habe. Ich fühlte mich einfach erdrückt von Forderungen, die ich nicht erfüllen kann. Doch auch jetzt tendiert meine Zeit für mich allein nahezu gegen Null. Oftmals, wenn ich bei meinem Partner bin und wir z. B. spazieren gehen und er mir irgendetwas erzählt, spiele ich gedanklich im Kopf durch, wie schön es doch jetzt wäre, in Ruhe die Natur genießen und gedanklich mit mir allein sein zu können oder was ich jetzt zuhause alles Schönes machen könnte. Den Kontakt zu Freunden und Bekannten habe ich weitestgehend auf 0 reduziert, weil mir ganz ehrlich, neben Job, Kindern, Beziehung und familiären Verpflichtungen (Eltern sind beide alt und krank) da keine Energie mehr für bleibt. Nur zu meiner Schwester, die ähnlich tickt, fällt es mir leicht, Kontakt zu halten Selbst auf Facebook habe ich mich gelöscht weil es mich überfordert hat. Ich merke selber, dass ich wohl immer merkwürdiger werde. Aber dann sehe ich dieses Forum hier und lese, dass es offensichtlich nicht wenigen Menschen ganz genauso geht und dann frage ich mich wieder, ob ich nicht einfach dazu stehen sollte, wie ich nun einmal bin und nicht ständig versuchen, gegen die eigenen Bedürfnisse zu leben. Es tut schon gut, alleine hier zu lesen. Ggf. kann ich zu der ein oder anderen Diskussion auch etwas beitragen. LG

Kommentare

  • Willkommen im Forum für Introvertierte Kassandra!

    Ich kann dich glaube besser verstehen, als mir lieb ist.

    Und ja, jeder sollte unbedingt zu sich und seinen Bedürfnissen stehen. Meiner Erfahrung nach bringt es eher wenig, etwas gegen den eigenen Willen oder die eigene Energie zu tun.

    Wobei, das merke ich auch, sollte man ab und an vielleicht aus der eigenen Komfortzone heraus gehen, um sich weiterzuentwickeln.

    Es ist und bleibt wohl eine Gratwanderung, bei der ich dir viel Erfolg wünsche.

    Schau dich hier in Ruhe um und beteilige dich gern an den Diskussionen.
    Sollte ein Thema, das du gern besprochen wüßtest, noch nicht dabei sein, mache gern eine eigene Diskussion auf.

    Liebe Grüße
    Enjoythesilence
  • Enjoythesilence, vielen lieben Dank! Und ja, dass mit dem Herausgehen aus der eigenen Komfortzone, das sehe ich ganz genauso. Stagnation ist der Tod. LG
  • Hallo @Kassandra,

    klingt jetzt wahrscheinlich ein bisschen platt und abgedroschen, aber Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. ;-)

    Hin und wieder kommt man an einen Punkt im Leben, an dem man selber merkt, dass man irgendwie im Tunnel lebt. Jeder Tag ist mehr oder weniger vorherbestimmt und man funktioniert einfach nur noch. Da hilft es oft, wenn man mal einen Schritt nach draußen macht und das eigene Leben von außen und mit einem gewissen Abstand betrachtet. Und dann merkt man vielleicht, dass man nicht mehr so ganz auf Kurs ist. Aber den eigenen Kurs kann man immer wieder korrigieren.

    Wenn ich lese, dass du nicht mal am Wochenende EINEN Tag zur Verfügung hast, um alleine in Ruhe im Wald spazieren zu gehen oder anderweitig durchzuatmen, dann läuft es mir eiskalt den Rücken runter...*.*

    Wenn es für dich okay wäre, dann ließe sich der jetzige Zustand sicher aushalten, aber es klingt für mich gerade nicht so, als wenn alles okay wäre.

    Wäre natürlich super, wenn du mit deinem Partner darüber reden könntest und er es sogar verstehen würde. Wenn nicht, muss man vielleicht andere Wege finden. Ich rede nicht unbedingt gleich von Trennung, aber eventuell wäre ja auch ein anderer Rhythmus denkbar.

    Wechselt ihr euch mit dem Fahren ab? Seid ihr mal bei dir und mal bei ihm?

    Herzlich willkommen hier! :-)

    Viele Grüße,
    Ina
  • @ Ina
    Vielen lieben Dank für Deine Worte! Nein, wir wechseln uns mit dem Fahren nicht ab. Das liegt aber an mir. Ich habe nicht gerne einen Partner bei mir in der Wohnung. Das war auch schon in allen früheren Beziehungen so. Ich fühle mich dann bedrängt oder irgendwie indirekt für den anderen mit verantwortlich (ihn beschäftigen zu müssen). Wenn man in der Wohnung des jeweils anderen ist, kann man sich ja immer nochmal zurückziehen und ein Buch lesen oder so (was ich auch regelmäßig tue), der kann sich dann ja auch mit sich selbst beschäftigen (jedenfalls muss er das bei mir) aber wenn jemand bei mir ist, dann ist das ja nicht so leicht. Jedenfalls kommen bei mir dann immer Gedanken auf von "Ich wünschte mir, dass er fährt". Selbst zu sagen: "So ich fahre jetzt mal, muss noch Wäsche machen etc." fällt mir da leichter. Übrigens denke ich tatsächlich darüber nach, meinem Partner vorzuschlagen, zukünftig öfter mal erst Samstag vormittags zu kommen statt Freitag abends noch. Wenn man das anderen Leuten so erzählt, kam auch schon oft der Spruch: "Dann liebst Du ihn auch nicht!" oder "Dann ist es nicht der Richtige!" Aber das stimmt nicht. Damit hat es nichts zu tun. Es ist nur, in dem Maße, in dem ich den Kontakt zu mir selbst verliere, werde ich schlecht gelaunt und unfreundlich zu anderen, vor allem zu meinem jeweiligen Partner, der ja am wenigsten dafür kann. Ich habe deswegen schon zahlreiche Beziehungen beendet.
  • - „Wenn man das anderen Leuten so erzählt, kam auch schon oft der Spruch: "Dann liebst Du ihn auch nicht!" oder "Dann ist es nicht der Richtige!"“ -

    Sorry, aber wie bekloppt sind denn wohl solche Kommentare...?!

    Nur weil man auch mal Zeit für sich möchte (und zum Überleben braucht), heißt das ja nicht automatisch, dass man irgendwen nicht mag oder liebt.

    Aber das ist wohl generell ein Thema von uns Intros, das uns immer mal wieder beschäftigt. Gerne alleine sein wird oft gleichgesetzt mit „ich hasse alle Menschen“. ;-)

    Lass dich von solch dämlichen Kommentaren nicht unterkriegen. Es ist schließlich dein Leben und das soll am Ende doch so schön und passend sein, wie es dir am besten gefällt. :-)
  • @ Ina
    Da stimme ich Dir voll und ganz zu.
  • Hallo Kassandra, auch ich erkenne mich total wieder in Deinem Text.
    Gerade die Geschichte mit dem Spaziergang mit Freund an Deiner Seite ist mir sehr gut bekannt. Meine Spaziergänge/Wanderungen oder auch meine Radtouren finden alleine statt. Ich liebe es einfach, meinen eigenen Gedanken nachzuhängen und möchte mich einfach nicht auf die Worte anderer konzentrieren.
    Verstehen kann mich keiner, da es zu zweit angeblich mehr Spaß macht. Mir wurde sogar schon mal unterstellt, dass ich ganz schön einsam sein müsste. Oh nein, bin ich überhaupt nicht. Ich glaube ganz einfach, dass die meisten Leute es sich einfach nicht vorstellen können, dass man alleine mit sich zufrieden sein kann. Ich bin es aber und genieße es auch.

    Dass Du zu Deinem Freund fährst, um dann mehr selbstbestimmend sein zu können, kann ich ebenfalls nachvollziehen. Das hat auch nichts mit mangelnder Liebe zu tun.

    Ich habe meinen Weg jedenfalls nun für mich gefunden. Dazu kann ich sagen, dass es echt befreiend ist, wenn man zu sich selber steht. Es geht mir einfach gut damit. Bei mir geht es sogar so weit, dass ich kein Interesse an Freundschaften mehr habe. Ein paar habe ich, die pflege ich auch, aber mehr auch nicht. Bin diesbezüglich auch schon öfters auf die Nase gefallen. Naja, geht anderen wohl auch so, aber ich bin auch nicht mehr zu allem bereit.

    Ich habe auch Phasen, wo ich raus muss.... unter Menschen. Dann bin ich auch unterwegs, bei Konzerten, Kino, Theater. Und Tanz.

    Zu meinem großen Glück bin ich seit langer Zeit mit meinem Partner zusammen, der mich so nimmt, wie ich bin und das auch akzeptiert.

    Ich hoffe, dass Du den für Dich richtigen Weg findest, auch in der Partnerschaft. Es ist einfach so wichtig, das Leben zu leben, was sich für einen selber richtig anfühlt.




  • Hallöchen Kassandra,

    willkommen im Forum :-)

    Vieles, was Du schreibst, kann ich uneingeschränkt "unterschreiben" oder nachempfinden. Vor allem, was den Energiehaushalt angeht, das Gefühl von Verpflichtungen, Multi-Tasking und Zeit für sich haben (oder eben auch leider zuwenig Zeit für sich...)

    Ich wünsche Dir, dass Du da einen deutlich entspannteren Weg für Dich finden kannst!!!
    So nach dem Motto: Sei Dir selbst die Nächste - denn wenn Deine Energie flöten gegangen ist... wo soll sie dann herkommen?

    Liebe Grüße von wuw


    P.S.:

    Auf einen kleinen Satz möchte ich noch eingehen. Aber ich weiß, dass ich mich damit auf hauchdünnes Eis begebe. Daher ist es mir wichtig, dass Du bitte (und alle anderen LeserInnen auch, bitte) diesen Hinweis von mir von einer Meta-Ebene aus betrachtest.
    Also bitte NICHT persönlich nehmen - eher als kreative Fragestellung.

    Worauf möchte ich noch eingehen? Auf den Kommentar: "Dann ist es nicht der Richtige!"

    Was zeichnet denn den Richtigen aus?
    Woran kann man/frau erkennen, ob es der/die Richtige ist?

    Zum einen sollte diese Entscheidung jedem/jeder selbst überlassen sein...!

    Zum anderen: Könnte es vielleicht auch sein, dass man/frau den/die Richtige/n daran erkennt, dass man/frau Energie BEKOMMT anstatt sie geben zu müssen?

    Frauen neigen ja leider häufig auch dazu, sich zu schnell für etwas verantwortlich zu fühlen... und dann folglich zu viel Energie zu investieren.
    Manchmal hilft es schon, die innere Einstellung zu etwas zu hinterfragen, so dass man/frau den eigenen Energiehaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen kann.
  • @ Nethi
    Vielen lieben Dank! Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ich am liebsten alleine spazieren gehe, selbst wenn der andere nicht reden würde denn selbst dann lenkt es mich irgendwie ab und ich habe das Gefühl, irgendwie etwas sagen zu müssen. Ich kann mich jedenfalls nicht voll und ganz auf die Natur konzentrieren. Am meisten stört es mich aber, wenn jemand tatsächlich von Problemen redet oder über seinen Job, denn dann verdirbt es mir total den Augenblick. Ich bin jemand, der eher nicht sehr viel über seine Probleme spricht, ich versuche lieber, meine Freizeit voll und ganz zu genießen. Partyphasen kenne ich übrigens auch, heute aber nicht mehr so viel wie früher. Ich muss ja bei der wenigen freien Zeit immer wählen, mit wem ich gerade am liebsten zusammen wäre, und das bin dann leider meistens ich selbst. Party oder Konzerte gehen auch nur wenn sowohl vorher als auch nachher ganz viel freie Zeit drum herum sind. Also in absehbarer Zukunft eher nicht mehr, kann ich aber mit leben. LG
  • Hallo Kassandra,
    Ich möchte einen Punkt aus dem, was du geschrieben hast, herausgreifen: der Kontakt zu deiner Schwester fällt dir leichter...die Frage ist: warum? Weil ihr Euch ähnlich seid? Weil du dich verstanden fühlst? Weil sie auf dich nicht fordernd wirkt? Das könnte dich ein Hinweis sein, was du brauchst, um dich nicht unter Druck gesetzt zu fühlen...? Kannst du ihr einfach sagen, wenn du keine Energie/ Lust hast? Du kannst wohl so sein, wie du bist, ohne Angst zu haben, sie zu verlieren...vielleicht ist das bei anderen Beziehungen nicht so? Das baut dann Druck auf und kostet viel mehr Kraft.
    Grüße Ambi
  • Willkommen @Kassandra,
    es freut mich, dass du dieses Forum gefunden hast.
    Deine Zeilen drücken aus, was auch ich schon oft empfunden, gedacht und/oder gesagt bekommen habe.
    Der Wunsch nach dem alleine sein wollen ist in jedem von uns. Mir fiel beim Lesen deiner Zeilen dazu ein, dass ich mal in einer Beziehung war, die mich schier zu erdrücken schien. Selbst als er sich im oberen Stockwerk des Hauses aufhielt und ich ihn überhaupt nicht hörte, ich im unteren Teil des Hauses war kam bei mir nie das Gefühl auf, allein zu sein. Es ist ein anderes Gefühl, wenn man wirklich allein in der Wohnung/Haus ist oder eben nur durch Zimmer getrennt. Bin mir gerade unsicher, ob ich das richtig beschreiben kann, was ich meine.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Zeiten, die man dann alleine für sich ist, um wieder Kraft zu schöpfen, immer länger werden (müssen).

    Pass auf dich auf!

    Gruß Sanne
  • Hallo @Kassandra,

    Sei willkommen unter uns anderen Merkwürdigen und finde in den gemeinsamen Gedanken Trost und Anregungen.
    Auch ich brauche Zeiten in denen ich ganz meinen eigenen Gedanken nachhängen kann, ungelöstes verarbeiten oder auch nachzudenken was mir weiterhelfen könnte. In meiner Partnerschaft wird mir diese Zeit für mich auch zugestanden und danach bin ich auch aufnahmebereiter und unternehmenslustiger. Unsere befreundeten Paare treffen wir an wenigen Wochenenden im Jahr und das ist völlig ausreichend.

    Auch ich kann problemlos allein spazieren und entspanne dabei. Doch erst durch frühere Beiträge in diesem Forum wurde mir bewusst dass auch andere Introvertierte bei Spaziergängen allein sich weitaus ungezwungener fühlen als in Begleitung eines weiteren Introvertierten.
    Ich glaube dennoch wir alle können Stärke aus stiller Verbundenheit und gespürtem Verständnis mit anderen Introvertierten schöpfen auch ohne gegenseitige Besuche oder viele Worte. Vielleicht brauchen wir weniger diese intensiven daueraktiven Freundschaften als vielmehr dieses stille gegenseitige Verständnis.
  • @ WUW
    Zur Fragestellung "Energie bekommen", ich sehe das gar nicht unbedingt so, dass ich das von einem Partner erwarten würde weil ich mir schon selbst so viel Energie geben kann, wenn ich wirklich alleine bin. Ich bin dann automatisch aufgeladen. Ich brauche keinen Unterhalter. Was eher das Optimum wäre, wäre wenn sich jemand komplett mit sich selbst beschäftigen könnte. Also praktisch, wenn man vielleicht nebeneinander sitzt und jeder liest sein eigenes Buch und quatscht dem anderen nicht rein (hinterher kann man ja darüber reden oder über etwas anderes aber eben nicht dabei). Ich spüre das leider auch, wenn jemand neben mir sitzt, oder neben mir geht und dabei zwar leise ist aber ich merke, dass es nur mir zuliebe ist und die andere Person muss sich dabei total zurückhalten. Das ist dann schon automatisch eine angespannte Situation. Dann bin ich gedanklich nicht mehr bei mir selbst sondern automatisch beim anderen Aber dass ich erwarten würde, dass ein Partner mich auflädt? Nein, das nicht.
  • @ Ambi
    Ja, meine Schwester ist halt jemand, der mir sehr ähnlich ist und auch weiß, wie ich ticke und die mir keine Energie raubt weil sie auch kein fordernder Typ ist oder aber Bespaßung braucht weil sie es ja alleine kann. Sie hat auch eine Familie mit zwei kleinen Kindern und ist froh wenn sie Zeit für sich hat. Wenn wir uns treffen, dann ist es unangestrengt. Das war aber schon immer so. Meine Schwester ist einer der wenigen Menschen, die ich rund um die Uhr um mich haben könnte. Meine Kinder übrigens ebenfalls. Angst, meinen Partner zu verlieren habe ich übrigens keine. Das halte ich eher für ausgeschlossen. Deswegen verstelle ich mich auch nicht groß.
  • @ Sanne
    Ich weiß ganz genau, was Du meinst. Eine logische Erklärung habe ich dafür aber auch nicht.
  • @ Nightworker
    Vielen lieben Dank! Ja, ich bin schon sehr froh, dieses Forum hier gefunden zu haben. Der Gedanke, dass man mit diesen Gedankengängen nicht allein ist, hilft schon enorm. Enorm viele Beiträge, die ich hier lese, kann ich wirklich zu 100 Prozent nachvollziehen und mich damit identifizieren. Vielen lieben Dank an alle, die sich hier mitteilen!
  • Hallo Kassandra, ich möchte nochmal kurz antworten. Deine Antworten finde ich total interessant, da sie genau das widerspiegeln, was ich empfinde.

    Ich habe am liebsten auch keinen in meiner Nähe, weil mich das auch total unter Druck setzt, dass ich denjenigen unterhalten muss oder ähnliches. Die einzigen, die ich schweigend gut ertragen kann, sind mein Mann und mein Sohn. Ansonsten immer das Gefühl, dass da jetzt ein Gespräch stattfinden muss und ich bin für das Gelingen verantwortlich. Daher meine ganzen Alleingänge.

    Natürlich bin ich auch mal mit Leuten zusammen, aber wenn, dann lieber mit zwei oder drei Personen, weil ich mich dann aus einem Gespräch auch mal ausklinken kann. Das geht bei 2er Gesprächen leider nicht, da muss ich immer zuhören und irgendwie reagieren. Ich rede auch nicht gerne über mich, da fehlt mir echt was, zumal ich auch oft das Gefühl habe, dass so richtig kaum einer zuhört und eigentlich lieber selber reden will. Ich führe auch keine ewigen Telefonate.

    Im übrigen wiederholen sich Gespräche oder auch nur Anmerkungen von Leuten. Es sind immer irgendwie die gleichen Themen und Worthülsen, irgendwann nervt es mich einfach.

    Naja, ich kann Dir sagen, dass ich mich super alleine beschäftigen kann, Langeweile kenne ich nicht. Ich interessiere mich für viele Dinge, aber mache da echt wenig Aufhebens drum.

    Ich habe auch schon so drüber nachgedacht, ich rede einfach so wenig, weil ich immerzu über irgendwas nachdenken muss. Und ich möchte mich in meinen Gedanken nicht immerzu ablenken lassen. Klingt ja ganz schön krass. Aber ich denke einfach gerne nach. Und bei anderen ist Denken/Sprechen eins. Oder meine Sprechsynapse im Gehirn ist ein bißchen unterentwickelt.

    Liebe Grüße und viel Freude noch am Entdecken im Forum
  • edited Februar 13
    @ Nethi
    Du sprichst mir aus der Seele, bei Worthülsen rollen sich mir die Fußnägel hoch, manchmal zähle ich sogar gedanklich mit, wie oft mein Gegenüber sie gerade benutzt, nur so aus Langeweile. Bei mir ist es auch so, dass ich ununterbrochen über irgend etwas nachdenke und das selber aber nicht als belastend oder negativ empfinde und auch ich lasse mich nicht gerne davon ablenken oder unterbrechen. Das klingt wirklich krass, auch für mich, wenn ich das so schreibe. Vielleicht klingt es sogar arrogant. "Unterbrich mich bitte nicht, ich denke gerade Wichtigeres" :) Aber es ist wie es ist.
  • - "Unterbrich mich bitte nicht, ich denke gerade Wichtigeres" :) -

    Cooler Spruch, den muss ich mir unbedingt merken...! :-DDD
  • Hallo @Kassandra,
    ich würde gerne nochmals auf einen Punkt eingehen, den du am Anfang geschrieben hast...Bitte meine Nachfrage nicht falsch verstehen, ich bin hier in dem Forum vor Jahren gelandet, weil ich einen Rat brauchte für einen sehr guten, stark introvertierten Freund...ich bin eher etwas mehr extrovertiert... :-)
    Du hast geschrieben: "So ich fahre jetzt mal, muss noch Wäsche machen etc."
    Ich frage einfach mal direkt: Ist dieser Satz für dich der "Ausweg", um etwas "Alleinzeit" zu bekommen? Ich meine damit, nutzt du diese Aussage als Vorwand um gehen zu können?
    Ich möchte nur meine Denkweise dazu mitteilen...Wenn ja, wäre es für mich in einer Beziehung nicht möglich, einen Vorwand zu benutzen. Ich könnte das nicht. Hier würde für mich die Basis des Vertrauens fehlen. Kannst du sagen: "Du ich fahre jetzt, ich brauche noch etwas Zeit für mich, um …."? Das wäre für mich authentisch.
    Ich kann aus Erfahrung sagen, dass der Gegenüber es spürt, wenn ein Ausweg gesucht wird. Ich bin genau in dieser Situation, aber auf der "extrovertierten" Seite, und mir wird nicht das Vertrauen entgegen gebracht, dass ich Verständnis "für die Wahrheit" zeigen würde, sondern ich werde mit dem "Vorwand" ausgegrenzt.
    Ich hoffe, dass das bei dir nicht der Fall ist, ich bin in einer Beziehung für Offenheit, sonst fehlt für mich die Basis.
    Das ist allerdings nur meine Meinung und ich möchte hier niemanden verletzen. Ich weiß nur, wie sehr mich die "Ausreden" verletzen, die ich zu hören bekomme.
    LG Ambi
  • @ Kassandra

    -> "bei Worthülsen rollen sich mir die Fußnägel hoch, manchmal zähle ich sogar gedanklich mit, wie oft mein Gegenüber sie gerade benutzt, nur so aus Langeweile"

    Kann ich verstehen. Worthülsen sind manchmal frustrierend.

    Allerdings... ich finds schon krass, dass Du diese dann mitzählst. Klingt für mich so ein bisschen, als ob Du Dich über Dein Gegenüber stellst...

    -> "Vielleicht klingt es sogar arrogant. "Unterbrich mich bitte nicht, ich denke gerade Wichtigeres" :) Aber es ist wie es ist."

    Jepp. Es klingt wirklich arrogant. Überheblich - wenn ich ehrlich bin.

    Verzeih mir meine direkten Worte: Aber wieso hast Du dann Kontakt zu diesen Menschen, wenn sie Dich langweilen bzw. Du nicht gestört werden willst?
  • @ Ambi
    Ich bin mit meinem jetzigen Partner schon etwas länger zusammen, also eigentlich ist es so, dass ich so einen Vorwand heute in meiner jetzigen Beziehung nicht mehr brauche. Ich kann sowieso nicht lange verbergen, wie ich ticke. Ich sage einfach nur "Ich fahre jetzt". Ohne Begründung. Lange Zeit für mich habe ich dann sowieso nicht mehr weil ja abends auch meine Kinder zurückkommen. Ich müsste meinem Partner auch nichts vormachen. Aber Du sprichst einen guten Punkt an, ich habe mir noch niemals darüber Gedanken gemacht, wie so ein Satz wohl auf die andere Person wirken könnte, die es durchschaut. Obwohl man diese Formulierung ja gerade wählt, weil man eben nicht verletzen will. Es gibt aber auch wirklich Partner in der Vergangenheit, die es eben nicht verstanden haben. "Wie Zeit für Dich? Wenn man verliebt ist, dann will man doch so viel Zeit wie möglich mit dem Partner verbringen?" Nein, will man eben nicht. Das sind die Partnerschaften, die ich beendet habe.
  • edited Februar 14
    @ WUW
    Ich denke, dass Du mit Deiner Einschätzung nicht ganz Unrecht hast. Allerdings spreche ich diese Gedanken ja nicht aus, ich denke sie bloß. Was ich selbst auch nicht schön finde. In erster Linie sprach ich eigentlich über meinen Partner. Ich denke, ich muss hier etwas weiter ausholen. Also, es ist so, dass es glaube ich, nicht einfach ist, mit mir eine Beziehung zu führen. Weil ich eben nur ein Minimum an Beziehung brauche. Wenn ich einen Mann z. B. jedes zweite Wochenende sehe, dann reicht mir das. Um ehrlich zu sein, würde es mir sogar reichen, ihn nur an einem Tag jedes zweite Wochenende zu sehen. Das ist jetzt der erste Mann, bei dem das so geht und der das so mitmacht. Aber auch nicht unbedingt, weil er es selbst gerne so will sondern weil er selbst ein "Sonderling" ist (nicht falsch verstehen, ich bin ja selbst einer). Er hat vor mir zwanzig Jahre lang keine Freundin gehabt, kaum Beziehungserfahrungen, er ist einfach froh, jemanden zu haben, denke ich manchmal. Nun ist das aber so, dass er zwar ein sehr ruhiger Typ ist, der mit anderen kaum spricht, bei mir aber schon sehr viel bzw. wenn ich dann am Wochenende da bin und gerne entspannen würde, wird alles erzählt was in den letzten zwei Wochen im Job passiert ist bis ins kleinste Detail (meistens negativ) und ich habe ja selber einen Job und viel um die Ohren aber ich möchte dann irgendwie in der wenigen freien Zeit nicht drüber reden oder nur kurz und wenn ich dann mir das schon eine Stunde am Stück ohne Punkt und Komma anhöre, dann schalte ich wirklich manchmal geistig ab und zähle die Worthülsen. Ich habe ihn irgendwann dazu gedrängt, eine Therapie zu beginnen und dort seine Probleme zu besprechen, was er auch tut. Ich hatte gehofft, dann wäre ich aus dem Schneider weil ich ja nun einmal keine Therapeutin bin. Aber der Redefluss ist bei mir unverändert hoch. Und dann kommen wieder die Zweifel. Wäre es nicht ohne Beziehung besser? Vielleicht bin ich wirklich zu Ich-bezogen für jedwede Beziehung. Aber in Phasen ohne Beziehung habe ich mich durchaus auch einsam gefühlt. Das ist ein innerer Zwiespalt, in dem ich, seit ich denken kann, stecke. Und ja, ich halte mich selbst auch manchmal für arrogant und es ist keine Seite, die ich an mir selbst mag.
  • edited Februar 14
    @ WUW
    Ich möchte noch etwas hinzufügen. Ich denke dennoch, dass diese innere Gereiztheit ganz und gar mit mir selbst zu tun hat, denn wenn ich z. B. vorher mal ein paar Tage krankgeschrieben war oder Urlaub hatte und bin dann zu meinem Partner gefahren, dann hatte ich ja sehr viel Zeit für mich selbst und dann habe ich diese negativen Gedanken ihm gegenüber auch nicht in der Form sondern habe Energie, zuzuhören. Leider ist so etwas eher selten. Aber es steht und fällt wirklich viel damit, wie viel Zeit ich für mich alleine habe. Da ich das fast nie habe ist in mir ständig diese innere Gereizt und Überreiztheit. Da fällt dann tatsächlich mal der ein oder andere genervte oder zickige Spruch.
  • @Kassandra

    Hört dir dein Partner denn auch zu? Oder bist du nur seelischer Mülleimer?

    Das ist nämlich vielen von uns bekannt.

    Ich bin nämlich auch eher der Typ, der seinen Feierabend und seine Wochenenden nicht noch zusätzlich mit stundenlangem Gequatsche über den eigenen Job „versauen“ möchte.

    Ich könnte stundenlang über andere Themen reden, aber da hören dann leider nur sehr wenige (wirklich, aktiv und interessiert) zu.

    Wenn manche Menschen einen nur nutzen, um sich auszukotzen und an anderen Gesprächen nicht weiter interessiert sind, dann ist das irgendwie nicht so toll.

    Und in solchen Situationen werde ich dann künftig deinen Spruch von oben im Kopf haben...:-D

    Nein, nicht weil ich arrogant oder unhöflich bin, sondern weil ich es äußerst traurig finde, wenn man nur als Zuhörer für Gekotze herhalten darf, ansonsten aber uninteressant ist.
  • @ Ina
    Mein Partner würde mir zuhören. Ich will ihn jetzt auch nicht völlig schlecht machen oder wieder arrogant klingen wenn ich sage, dass er mir geistig nicht gewachsen ist. Er versteht die Dinge, die ich sage nicht und kann meine Gedankengänge nicht nachvollziehen bzw. mir gar nicht folgen. Er kann sich auch nur schlecht Dinge merken. Aber ich bin ohnehin niemand, der jetzt das Bedürfnis hätte, stundenlang Probleme zu wälzen oder über meinen Job auszulassen. Also, er missbraucht mich nicht als seelischen Mülleimer, ich könnte ihm ja schon Dinge erzählen, wenn ich wollte. Aber es würde nichts bringen. Und bevor Du jetzt fragst, warum ich dann überhaupt mit ihm zusammen bin. Weil er ansonsten ein lieber Mensch ist und weil ich froh bin, überhaupt jemanden gefunden zu haben, der das mit mir so mitmacht. Ich denke manchmal selbst über mich, dass ich jemand bin, der den anderen emotional am langen Arm verhungern lässt.
  • Hey, alles gut, ich werde bestimmt nicht über deine, mir völlig unbekannte, Beziehung urteilen.

    Das steht mir nicht zu und ist auch garantiert nicht meine Art.

    Sollte auch bitte nicht so gemeint sein...

    Jede Form der Beziehung ist erlaubt, so lange sie einvernehmlich ist.
  • Jetzt muss ich doch noch einmal kurz etwas los werden. Der grosse Wunsch von allen ist, dass seine Bedürfnisse und Grenzen verstanden und respektiert werden. Hier ist ganz klar der Wunsch, Zeit für sich zu haben, um wieder aufzutanken. In einer extrovertierten Welt vielleicht oftmals schwierig, dass man verstanden wird. Trotzdem möchte ich sagen, dass die Bedürfnisse von anderen nicht weniger wichtig sind. Ein Gespräch, eine Unterhaltung, gemeinsame Zeit usw. Das sind die Bedürfnisse der anderen. Von der Wichtigkeit GLEICHWERTIG. Auch wenn man selbst das nicht verstehen kann.
    Gehen wir von einer engen Freundschaft oder Partnerschaft aus: hier müssen beide offen sein, um das Bedürfnis des anderen zu akzeptieren. Ich finde es grundlegend wichtig, sich Gedanken zu machen, wie sich das eigene Handeln auf den anderen auswirkt.
    Ich muss meinem Gegenüber sagen können, dass ich im Privaten nicht über den Job reden möchte! Ich empfinde es als sehr traurig, wenn mein Gegenüber mir etwas erzählt, ich schalte auf Durchzug und rege mich auf, dass er meine Zeit klaut. Derjenige möchte dich doch an seinem Leben teilhaben lassen.
    @Kassandra: du hast geschrieben, du benutzt die Ausreden, um den anderen nicht zu verletzen. Das ist aus meiner Sicht vielleicht nur ein Vorwand? Vielleicht benutzt du diese Ausrede, um nicht wirklich offen zu deinem Bedürfnis nach Ruhe zu stehen.
    Der andere fühlt sich ausgegrenzt und erkennt die "Lüge".
    Sorry hier wurde echt ein wunder Punkt beim mir getroffen. Ich bin vor x Jahren hier gelandet, aus dem Grund einen extrem introvertierten Menschen zu verstehen. Ich wünschte ich hätte das Vertrauen aufbauen können, dass er mir sein wirkliches Gesicht zeigen kann. Ich hinterfrage gerade die Freundschaft, nicht, weil ich seine Bedürfnisse nicht anerkenne, sondern weil er immer wieder Ausreden vorschiebt und nicht selbst zu seinen Bedürfnissen steht und sich dafür selbst nicht mag. Er glaubt, er würde dafür Ablehnung erfahren, das Gegenteil wäre der Fall...aber es soll wohl nicht sein...
    LG Ambi
  • @Ambi Ich verstehe dich nur zu gut. Ich wünsche mir auch sehr, dass mir nahestehende Menschen ehrlich mir gegenüber sind und kommuniziere das auch.
    Tatsächlich bekomme ich oft als Antwort, dass man nicht immer ehrlich ist, um mich nicht zu verletzen. Ich sehe das wie du, dass es nämlich in Wahrheit nicht darum geht, sein Gegenüber zu schützen, sondern dass man selbst nicht den Mut aufbringt, dazu zu stehen, was man nicht möchte und absagen muss. Und ich glaube, der fehlende Mut liegt darin begründet, Angst vor Ablehnung zu haben, Angst, dass die Freundschaft dadurch vielleicht nicht hält.
    Ich bekomme es auch mit, wenn da gerade wieder so eine Ausrede gebraucht wurde und das verletzt mich dann, weil das so ignorant ist. Bei mir kommt dann schnell das Gefühl auf, es nicht wert zu sein. Das ist natürlich ein altes Ding aus der Kindheit. Mittlerweile kann ich das aber schnell identifizieren und lasse mich davon nicht mehr einnehmen, sondern mache ich mir bewusst, dass der andere es einfach nicht schafft und das sein Problem ist.
    Ich kenne auch die andere Seite, nämlich, dass ich es nicht immer schaffe, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, wenn ich mich von stundenlangen lebhaften Erzählungen ausgelaugt und überfordert fühle. Tatsächlich fällt mir da eine Bekannte ein, die den Teil in sich selbst ablehnt, der so laut und lebhaft ist und sie hat selbst das Gefühl, andere zu überrollen. Da sie aber auch massive Schwierigkeiten hat, sich selbst anzunehmen und sich selbst auch oft übergeht, um es anderen recht zu machen, ist es für mich echt schwer, irgendwann zu sagen, dass ich jetzt an meine Grenze gekommen bin und allein sein möchte. Das Problem ist dabei, dass wir uns immer bei mir treffen und es quasi ein Rauswurf wäre.........wäre ich bei ihr, hätte ich kein Problem zu gehen und zu sagen, warum.....
    Deine Ausführungen haben mich aber nochmal ermutigt, weil es sonst unausgesprochen zwischen uns stehen würde, spürbar in der Beziehung ist und es ja auch ein Zeichen von Respekt vor dem anderen und der Freundschaft, wenn man so ehrlich ist.
  • @ Ina
    Alles gut :)
  • Liebe Ambi! Das, was Du schreibst regt mich wirklich zum Nachdenken an. Ganz bestimmt aber wollte ich keinen wunden Punkt bei Dir treffen. Du hast Recht, im Idealfall sollte man wirklich immer und jederzeit offen und ehrlich zu seinen eigenen Bedürfnissen stehen können und das auch ehrlich mitteilen. Aber nicht jeder Mensch kann das. Betreffende Person, die Du meinst vielleicht auch nicht. Das ist dann aber mit Sicherheit nicht böse Dir gegenüber gemeint. Manche Menschen können es einfach nicht, generell nicht. Ich hatte meinem Partner übrigens schon des Öfteren gesagt, dass ich im Privatleben nicht so viel über den Job reden möchte. Aber ich denke mir, genauso wie ich von ihm erwarte, dass ich eben so und so bin, muss ich auch genauso akzeptieren, dass er eben so und so ist und darüber gerne reden möchte. Wir müssen vielleicht einfach nur das richtige Maß finden. Aber ich stimme Dir voll und ganz zu, auch die Bedürfnisse des anderen sind natürlich wichtig und müssen berücksichtigt werden. Versuche trotzdem, es nicht persönlich zu nehmen. Dein Freund schiebt keine Ausreden vor, um Dich zu verletzen, sondern das Gegenteil wird der Fall sein. LG
  • @ Nanno
    Was tust Du denn dann, wenn Deine Bekannte nicht von sich aus geht? Erfindest Du irgendetwas?
  • ”Das ist dann aber mit Sicherheit nicht böse Dir gegenüber gemeint.”
    ”Versuche trotzdem, es nicht persönlich zu nehmen. Dein Freund schiebt keine Ausreden vor, um Dich zu verletzen, sondern das Gegenteil wird der Fall sein.”
    @Kassandra

    Ich möchte mich hier etwas einklinken. Der überwiegende Teil der Menschen ist nicht von Boshaftigkeit getrieben, deswegen sind solche Floskeln wie “nicht böse gemeint” oder “nur gut gemeint” eigentlich überflüssig. Wobei ich sowas durchaus auch schon von manchen Menschen in einer Art gehört habe, die darauf abgezielt hat dem anderen seine verletzten Gefühle abzusprechen. So in der Art, der andere hat es schließlich nicht böse gemeint also darfst du nicht verletzt sein. Auch wenn es nicht von Absicht getrieben ist, so tut manches Verhalten dennoch weh.
  • ...es geht nicht darum allen immer die Wahrheit zu sagen, aber den Menschen, denen man liebt oder nahe steht. Ja, da ist die Angst am größten, den anderen zu verlieren...aber ist es besser ständig gegen das eigene Ich zu handeln? Nein! Es ist nicht möglich, in andere Menschen hineinzuschauen, deshalb wäre es schön, wenn eine offene Kommunikation möglich ist.
    Nahestehende merken, wenn Aussage und Handeln nicht übereinstimmen, fühlen sich, wie @Nanno schreibt wertlos, weil man belogen wird.
    Für Euch selbst ist der Wunsch nach Ruhe, Alleinsein, Raum haben so laut und präsent und selbstverständlich, dass ihr meint, dies nicht artikulieren zu müssen. Allerdings ist vielleicht bei Eurem Gegenüber der Wunsch überhaupt nicht vorhanden oder nur ganz leise...wie soll er das dann verstehen?
  • @Kassandra Nein, ich erfinde nichts, sondern ich warte, bis sie selbst entscheidet zu gehen und bin dann überaus erleichtert, dass ich langsam wieder zur Ruhe kommen kann. Vielleicht habe ich auch zu der Entscheidung beigetragen, weil ich mich einfach nicht mehr auf das Gesagte konzentrieren kann, und nicht mehr reagiere.....Ich bekomme dann wirklich nicht mehr richtig mit, was sie alles erzählt.
    Es wäre übrigens anders, wenn sie mir wirklich etwas von sich erzählen würde, aber es geht um Äußerlichkeiten, zB dass sie ihre Hunde manchmal in einem Hundeanhänger schiebt und es ihr egal ist, was die Leute dazu sagen, die wohl oft abwertend reagieren oder nur irgendwie gucken, und wie sie darauf reagiert. Und dann kommt ein Fallbeispiel nach dem anderen..........
    Ich glaube, das, was mich so ermüdet, ist mein Eindruck, dass es ihr eben nicht egal ist und sie gar nicht so sicher dazu stehen kann wie sie möchte und sie es sich quasi immer wieder selbst bestätigt durch die vielen Beispiele, dies aber nicht mitteilt. Leider wird mir das erst hinterher klar.....
  • @ Nanno
    Das Verhalten Deiner Bekannten würde mich unglaublich auslaugen.
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