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die böse Königin

Hey.....da draussen!
Ich bin nun seit 11 Jahren mit meiner Frau zusammen. Wir haben zwei wundervolle Kinder, Haus & Co , tolle Reisen .... aber ziwschen uns beiden stimmt es gar nicht mehr. Und es geht mir schlecht damit. Ihr auch, bin ich mir sicher.... Sie will Nähe - ich lehne das ab. Oberflächlich von Außen betrachtet ist bei uns alles gut, aber es ist alles andere als das. Gefühlt stehe ich kurz davor auszuziehen, aber ich würde meine Kinder niemals alleine lassen. Niemals.
Neulich saßen wir Abends mit einem anderen Pärchen zusammen. Er war "der Neue" von einer guten Freundin meiner Frau. Er ist Ingenieur. Gebürtig aus Ostdeutschland. Ein echt netter, smarter Typ. Mein Frau machte fast den ganzen Abend Witze über Ostdeutschland und auch viele unter der Gürtellinie. Ich wurde immer stiller und habe später eigentlich gar nichts mehr gesagt. In dem "Gespräch" hat sie ihr Freundin sie dann "als kleinen bösen Menschen" bezeichnet. Sie lachte und stimmte dem zu. An dem Zeitpunkt wurde mir fast schlecht.
In den letzten Tage habe ich die letzten Jahre revue passieren lassen und habe mich gefragt, warum ich Sie nicht mehr nah bei mir haben möchte.... und ich habe wirklich das Gefühl mit "der bösen Königin" zusammen zu sein. Sie kann wirklich sehr schadenfroh, gehässig, missgünstig ..... sein - es gab viele Beispiele.
Ich könnte jetzt viel erzählen, aber .... ich weiß nicht. Ich möchte darüber reden. Mit jemandem. In meinem Umfeld kann ich unmöglich mit jemandem darüber reden....

Kommentare

  • Hey @rekquawn! Herzlich willkommen bei uns. Das kling ja echt nicht gut.
    Ich vermute, ich frage relativ umsonst: Hast du mal mit ihr darüber geredet? Dass du findest, dass sie gehässig geworden ist und du sie wegen ihres Charakters nicht mehr anziehend findest? Vielleicht weiß sie das gar nicht. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ihre hässliche Art eine Antwort auf die Zurückweisung durch ihren Mann ist. Aber ich spekuliere nur, da ich natürlich nich mehr von der Situation weiß, als geschrieben wurde.

    Eines will ich nur sagen: Sollte es für dich darauf hinauslaufen, dass eure Zweisamkeit für dich unreparierbar gestorben ist, dann zögere auch nicht, dich zu trennen. Wegen der Kinder zusammen zu bleiben empfinde ich als den größten Bullshit der Neuzeit. Dabei verleugnen gleich zwei Menschen, dass sie selber auch ein Anrecht auf eine erfüllte Partnerschaft und auf Glücklichsein haben.
    Es gibt immer Lösungen. Meine Eltern sind geschieden, solang ich denken kann und meine Schwester und ich haben immer Wochenweise bei dem einen oder dem anderen Elernteil gewohnt.
    Wie auch immer es bei dir/euch weitergeht: ich wünsche euch viel Kraft!
  • Willkommen @rekquawn,
    das klingt alles nicht gut...traurig. Habe mich gut in die von dir geschilderte Situation reinversetzen können...man möchte am liebsten unsichtbar werden, sich "wegbeamen"... man wird selbst immer ruhiger, sinkt in sich zusammen und wünscht sich ein ganz, ganz schnelles Ende dieser Runde.

    Ich kann mich @San nur anschließen. Wegen der Kinder zusammen zu bleiben ist kein guter Gedanke. Kinder bekommen mehr mit als man denkt und dann sind nicht nur zwei Menschen nicht glücklich, sondern gar vier.... Lösungen gibt es immer. Für alles.
    Viel Kraft wünsche ich dir/euch!
  • Sans Spekulation, dass ihre gehässige Art die Antwort auf die Zurückweisung ihres Mannes ist würde ich gar nicht unbedingt von der Hand weisen. Unverständlich daran ist allerdings, dass sie sich ja auch anderen gegenüber so verhält. Ggf. eine generelle Unzufriedenheit mit sich selbst oder der Situation insgesamt. Mich würde mal interessieren, ob sie denn von Anfang an so war oder sich erst im Laufe der Jahre so entwickelt hat? Und wie sie sich den Kindern gegenüber verhält?
  • Ich schließe mich der Frage von @Kassandra bzw. der Idee von @San an - War sie immer schon so oder hat sie sich dahin entwickelt?

    Dass sie sich anderen gegenüber so verhält, sehe ich jetzt nicht als "Ausschlussgrund" für diese hm, These/Idee. (Wenn ich von mir ausgehe: Unzufriedenheit/Unglücklich-/Traurigsein war bei mir häufig "allumfassend", ich hab da bestimmt, wenn's mir ganz übel ging, völlig Unbeteiligte auch damit "beglückt" bzw. es störte/nervte mich ja dann auch gefühlt "alles".)

    Mir fiel dazu ein Spruch ein, den ich vor Jahren mal gehört hab (wie er genau lautet, weiß ich leider nicht mehr, aber sinngemäß):
    Ein Mensch, der nicht geliebt wird, wird das Gegenteil dessen, was/wie er ist.
  • Mmh, die böse Königin hat sich wohl in Luft aufgelöst ...
  • Ja, manchmal passiert das leider, dass sich Threadersteller nie wieder melden.
    ich denke, dieser hier hatte einfach gesehen, dass es in diesem Forum einen respektvollen, hilfsbereiten Umgangston miteinander gibt und Hilfe gesucht. Mit Introversion hatte seine Frage ja auch nichts zu tun, da ist es vielleicht etwas wahrscheinlicher, wenn die Leute dann "vergessen", wiederzukommen oder falls sie es überhaupt lesen, dass sie sich nicht noch mal anmelden und Rückmeldung geben (man kann das hier ja alles ohne aktive Anmeldung am Forum lesen).
  • @San
    Okay, dann bleibt nur zu hoffen, dass ihn unsere Spekulationen zum Nachdenken angeregt oder in irgendeiner Form trotzdem weitergeholfen haben. Oder jemand anderem …
  • Vielen Dank für Eure Beiträge! Ich hatte mehrmals reingeschaut und gemerkt, dass noch gar keiner geantwortet hatte. Nun habe ich ein paar Tage gearbeitet und mit Freude gerade festgestellt, dass Ihr euch gemeldet habt. Ich freue mich sehr darüber!
    Nun schaue ich mal , wie ich Euch antworten kann....
  • Ich vermute, dass Sie im Grunde schon die ganze Zeit eher "ein böser Mensch" war - geworden durch zu wenig Liebe und Zurückweisung durch die eigenen Eltern. Tiere waren immer Ihre Geschwister und Bezugsquellen. Sie hatte es bestimmt nie leicht als Kind und wurde zu wenig in den Arm genommen etc.
    Noch heute umarmt Sie ihre Eltern eigentlich nie. Selbst an Weihnachten und Geburtstagen nicht...
  • Sie verdient sehr gut und bekommt viel Bestätigung von Ihrem Umfeld. Auch im Hobbybereich. Sie ist "wie eine Katze" landet immer auf den Beinen und hat eigentlich noch nie eine Krise oder ähnliches gehabt.
  • Ich persönlich hatte eine große Sinnkrise und wollte meinen Beruf 2011 wechseln. Sie wollte das im Grunde nicht und meinte sowas wie "ich solle mich nicht so anstellen" und weiter "gutes Geld" verdienen... ich konnte das nicht.

    Paarberatung - da findet Sie "solle ich erstmal hingehen" und sie wäre ja nicht krank...
  • @rekquawn

    Danke für deine Rückmeldung!

    Was du über ihre Reaktion zu der Idee einer Paarberatung schreibst, scheint mir leider der Klassiker.

    Was spräche dagegen, wenn du tatsächlich (erst einmal) allein zu einem Gesprächstermin gehen würdest?
  • @rekquawn Oh, das klingt tatsächlich ziemlich unangenehm. Es mag wohl mal eine Zeit gegeben haben, in der eure Ausstrahlungen einander angezogen haben. Ich hab das schon oft beobachtet, dass einer von beiden Partnern dazu neigt, sich weiter zu entwickeln, während der andere eher so bleibt wie er ist und darin kein Problem sieht.
    Muss er auch grundsätzlich erstmal nicht, aber solange nur einer von beiden einer Entwicklung unterliegt (und deine Sinnkrise ist Symptom davon), stehen beide zusammen vielleicht nach einer Weile vor dem Problem, dass beide nicht mehr wirklich kompatibel zueinander sind. Die Ausstrahlung(en) hat(haben) sich geändert. Sie resonieren nicht mehr miteinander.
    Ich persönlich halte das für den Lauf der Welt. Weiß aber auch, dass die Menschen immer an dem festhalten, was sie haben und kennen. Und dass deshalb die Erkenntnis, dass es sich vielleicht einfach für einen normalen und wertvollen Prozess handelt, wenn man sich auseinander lebt, bei den meisten eher unwillkommen ist.
    Ich würde dir wie enjoythesilence aber auch dazu raten, vielleicht diese Gesprächstermine alleine aufzunehmen. Letztendlich hat deine Frau damit wohl recht, wenn sie sagt, sie selber hat kein Problem damit, wie sie ist. Du hast das. (Und zurecht, wie ich finde.) Du kannst sie schließlich nicht zwingen, ein Problem zu sehen, wo sie keins sieht. Du kannst nur daran arbeiten, dein Problem in für dich bestem Unfang irgendwie zu entknoten und zu lösen.
  • Hi @rekquawn,

    ich habe nach dem Lesen deines Ausgangsbeitrages tatsächlich eine etwas andere Vermutung. Und zwar könnte es sein, dass diese Witze über die Herkunft des Freundes ihrer Freundin letztlich eine Art Necken war. So zu sagen das Gegenteil von vergifteten Komplimenten. Ich habe dieses Verhalten schon häufiger beobachtet und das kann je nach dem, wie es rüber gebracht wird durchaus flirty gemeint sein. Du schreibst ja selbst, dass sie an sich durchaus viel Nähe will. Bekommt sie die nicht bei dir, versucht sie vielleicht, böse ausgedrückt, ihren Marktwert auf die Art zu ergründen.

    Auch der Kommentar ihrer Freundin darauf kann ebenfalls durchaus neckisch gemeint gewesen sein. Je nach dem, wie schon gesagt, wie es rüber gebracht wurde. Manche gefallen sich in der Rolle der unnahrbaren, "bösen" Person. Die Situation erscheint mir nicht wirklich eindeutig allerdings...

    ... lesen sich deine Kommentare im weiteren Verlauf der Diskussion so, als wäre an deiner Wahrnehmung tatsächlich etwas dran. Ist das denn etwas Neues? Falls nicht: Was hast du an ihr anziehend gefunden? Ist das weg oder hat einfach der Alltag zugeschlagen?

    Eine Paarberatung halte ich übrigens ebenfalls für eine gute Idee. So, wie sie darauf reagiert, wird es aber schwierig sein, sie dazu zu bewegen. Ich weiß nicht, wie offen ihr reden könnt oder ob du es schaffst, ihr zu vermitteln, dass es dir mit der Situation schlecht geht und du eine Lösung finden möchtest. Lässt sie sich darauf nicht ein, dann ist aber, wie hier auch schon gesagt wurde, der Gang zu einem Psychologen, Coach oder was auch immer sicher keine verschwendete Lebenszeit.

    Da kann ich aus Erfahrung berichten, dass es hilfreich ist, Jemanden zu haben, der unter Umständen Verbindungen entdeckt, wo sie einem selbst verborgen blieben.

    Ob deine Frau tatsächlich die "böse Königin" ist, womit das zusammenhängt und all das ist verständlich, das wissen zu wollen. Aber letztlich ist die Frage doch, wie es dir geht und wenn du, wie @san schon sagte der Meinung bist, dass es keinen Ausweg gibt auf dem gemeinsamen Weg, dann ist eine Trennung nichts Verwerfliches. Aber natürlich ist auch das kein einfaches Unterfangen.

    Bleib dir treu und immer daran denken: Du kannst andere Menschen nicht verändern. So bitter, wie die Erkenntnis auch ist. Aber du wirst die richtige Entscheidung sicher treffen.
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