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Wie sieht für Euch ein gelungenes Wochenende aus?

Liebe Alle! Ich würde gerne einmal eine Frage in die Runde stellen. Wie sieht für Euch ein gelungenes Wochenende aus, also ein Wochenende, nach dem Ihr Euch am Montag voll arbeitsfähig und erholt und wieder bereit fühlt, Euch in die Menschheit zu stürzen vs. eines Wochenendes, an dem Ihr genau das nicht fühlt (eines an dem man eher das Gefühl hat, Wochenende vom Wochenende zu benötigen). Bei mir ist das so, dass wenn nur ein Ereignis am Wochenende war, dass mich gestresst hat, also Familiengeburtstag mit Großfamilie oder Kindergeburtstag mit Vorbereitung etc., ich dann schon eigentlich Montag morgens so platt bin, dass ich, ganz ehrlich, am liebsten im Bett bleiben würde. Natürlich tue ich das nicht. Obwohl der Gedanke schon verlockend wäre ... aber das wäre ja auch keine Lösung auf Dauer. An Wochenenden, die ich mehr oder weniger allein mit meinen Kindern verbringen konnte, fühle ich mich dagegen gut erholt. Also, Unternehmungen zu Dritt sind okay für mich und laugen mich nicht so aus. Aber mich würde wirklich mal interessieren, was tut Ihr am Wochenende in der Regel um wirklich optimal wieder fit und erholt für den Montag zu sein? LG

Kommentare

  • SanSan
    edited Februar 17
    Moin @Kassandra, also ich brauch an einem guten WE viel Zeit, mich von der Woche zu erholen. Das passiert in erster Linie gammelnd und im Schlafanzug. Dann brauch ich Zeit, die Bude aufzuräumen, eben alles, was unter der Woche angefallen ist. Wäsche waschen, aufräumen. Die Küche mache ich grundsätzlich nach dem Kochen sauber, das hab ich mir angewöhnt und es ist ein absoluter Lebensretter.

    Und im Idealfall noch ein zwei Kleinigkeiten aktiv zu gestalten (etwas bauen, spazieren gehen, über den Flohmarkt oder durch die Stadt schlendern). Sonst hab ich das Gefühl, laugt mich auch das Gammeln eher aus, wenn es keine Aktivitäten gibt. Manchmal hab ich aber nicht mal Kraft dazu. Manchmal bin ich erst Sonntag Morgen mit Gammeln fertig und komme dann erst dazu, meine Wohnung aufzuräumen.

    Fremdbestimmte Aktivitäten laugen in der Regel eh aus, wenn ich sie nicht selbstbestimmt für mich selber beenden kann. Wochenende hin oder her. Aber ja, ein Wochenende ist mit sowas höchstwahrscheinlich geschrottet.
  • Ich liebe eigentlich Wochenenden, wo nichts geplant ist und ich völlig frei bin. Das ist auch mittlerweile fast immer so. Dann gehe ich ganz danach, wie mir so ist, also im Schlafanzug bis mittags rumdaddeln, ein bisschen Wäsche, Hausarbeit, einkaufen......manchmal auch nur viel Stille, lesen und schlafen. In die Stadt gehe ich äußerst ungern, mich laugen Menschenmassen direkt aus, ich fühle mich da meist total unwohl. Oft gehe ich raus in die Natur und genieße das Alleinsein auch da.
    Trotzdem wünsche ich mir manchmal jemand, mit dem ich alles zusammen machen kann, der aber auch viel und lange schweigen kann^^, den habe ich noch nicht kennen gelernt......
  • Gestern Abend als ich im Bett lag dachte ich, das war jetzt aber mal ein sehr ruhiger, entspannter Sonntag. Länger geschlafen, bisschen sauber gemacht, gebügelt, gekocht, Fernsehen geschaut, gelesen, gestrickt, Musik gehört und kein Wort gesprochen. Letzteres ist nicht unbedingt zwingend nötig, um daraus einen erholsamen Tag zu machen. Ich mag durchaus, mich mit jemandem zu unterhalten, sofern es ein interessantes, tieferes Gespräch ist.
    Wenn das Wetter am Wochenende besser gewesen wäre, wäre auch ein Spaziergang schön gewesen.
    ...und da bin ich bei dir @Nanno ... auch ich wünsche mir manchmal, das nicht allein zu tun. Aber mit viel Ruhe und die Stille genießend...längere Zeit schweigend.
  • Da kann man ja wirklich neidisch werden. Obwohl, als ich es so hatte, also partnerlos wirklich viel Zeit für mich, fand ich das damals auch irgendwie doof. Obwohl die Wochenenden trotzdem irgendwie schön waren, also die viele freie Zeit für mich. Ich denke, dass man durchaus beides gleichzeitig fühlen kann. Also sich einerseits pudelwohl und trotzdem den leisen Wunsch, dies mit jemand anderem erleben zu können. Leider funktionieren andere Menschen aber nicht so, dass man sie auf Knopfdruck an- und ausschalten könnte à la "So, jetzt darfst Du reden, jetzt ist mir gerade danach und jetzt lieber nicht!" :) Es sind eben Menschen. Ich muss da auch noch das richtige Maß finden. Mir war bis vor Kurzem irgendwie nicht klar, WIE introvertiert ich eigentlich bin. Ich werde das auch noch offener mit meinem Partner kommunizieren müssen.
  • edited Februar 18
    Für mich ist ein Wochenende perfekt, wenn einfach nichts geplant ist. Keine Treffen mit der Familie, keine Feiern, keine Verpflichtungen. Einfach in Zweisamkeit mit meinem Partner gemeinsam daheim faulenzen, Serien oder Filme schauen, Videospiele zocken, gemütlich kochen, lesen usw. ... oder zu zweit ein bisschen shoppen, auswärts essen oder ins Kino gehen.

    Wochenenden, an denen irgendetwas geplant ist, fühlen sich für mich immer irgendwie "zerrissen" an und ich mag es nicht so gerne, wenn vor allem am Sonntag etwas mit viel Gesellschaft ansteht, weil man dann oft auch erst am Sonntagabend wieder daheim ist und Ruhe hat ... und dann steht auch schon ganz schnell wieder der Montag an.
  • @Persephonia
    Das geht mir ganz genauso, dass ich gesellschaftliche Events, wenn sie denn schon sein müssen, eher Samstags aushalte. Leider neigt meine eher extrovertierte Familie dazu, diese meistens Sonntags zu planen (weil deren Wochenenden bis Sonntag nachmittags meist schon komplett mit gefühlt einer Million anderen Freizeitaktivitäten verplant sind). So könnte ich niemals leben.
  • @Kassandra
    Ja, das klingt zum neidisch werden und am Sonntagabend habe ich mich auch sehr über diesen erholsamen Tag gefreut. Weiß aber auch, dass ich nach einer unbestimmten Zeit es wieder anders empfinden werde und mich nicht allein, sondern einsam fühlen werde. Du hast das schön beschrieben, Menschen auf Knopfdruck "herholen" oder "anschalten" das funktioniert nicht. Das gesunde Mittelmaß für sich und letztlich auch dem Partner zuliebe zu finden wäre toll. Eine Anleitung/Rezept sozusagen, wie man das am besten macht, das wäre es. Aber, die Menschen sind verschieden und da muss jeder für sich wohl den Weg finden...
  • @SanneHB
    Das Problem bei der ganzen Geschichte ist ja, dass es stimmungsabhängig ist, also dass man es vorher nicht vorhersehen kann wie man sich Ende der Woche fühlt, ob ausgelaugt oder eher fit. Und wenn man dann dem Partner kurzfristig absagt, enttäuscht man auch. Ich habe in einem Buch über Introvertierte Menschen gelesen, dass die Gefahr zur Vereinsamung schon gegeben ist, wenn man es übertreibt mit dem Zurückziehen. Manchmal würde ich mich am liebsten von allen und dauerhaft zurückziehen, also außer Job, Kinder, Familie natürlich, aber von allem sonst.
  • @Kassandra
    Vor der Vereinsamung habe ich ehrlich gesagt sogar ein bisschen Angst. Vor wenigen Wochen habe ich eine Beziehung beendet und auch wenn ich diejenige war, die dieses Ende wollte, so habe ich doch innerlich sehr damit zu tun und ziehe mich dementsprechend zurück, um alles zu verarbeiten. Zurzeit bin ich zudem krank und hocke nun in meinen vier Wänden. Da kommt dann schon mal der Gedanke "und was ist, wenn du noch viel älter bist und dann krank wirst, dich kaum allein versorgen kannst"? (ich habe keine Kinder, sehr wenige Freunde).

    Es ist ja so, dass ich schon in einer Beziehung gelebt habe und dass diese mit meiner Introvertiertheit gut vereinbar war. Allerdings war ich jünger und ich kann für mich sagen, dass ich in jüngeren Jahren nicht so viel Zeit alleine brauchte wie heute.
  • @SanneHB
    Deine Gedanken kann ich absolut nachvollziehen. So geht es mir nämlich sobald ich Single bin. Aber auch ich habe in jüngeren Jahren weniger Zeit für mich allein gebraucht, zumindest nicht so vehement darauf bestanden wie heute. Nun ja, letztendlich ist es eben wie es ist.
  • Für mich ist ein gelungenes Wochenende wenn die Sonne scheint, ich an die frische Luft rauskomme und ausreichend Bewegung habe. Da bekomme ich am besten den Kopf frei und kann meine Akkus aufladen.

    Größere gesellschaftliche Events, die am Sonntag stattfinden und dann womöglich auch noch bis abends dauern, kann ich auch überhaupt nicht haben. Da bräuchte ich theoretisch am Montag Urlaub, um mich davon zu erholen.
  • Ich schließe mich den meisten hier an und sage: Planungsfreiheit ist da A und O. Und zwar tatsächlich für mehr als einen Tag. Wenn ich "nur" einen Tag frei zur Verfügung habe, bin ich nie ganz entspannt. Dafür braucht es schon etwas länger.

    Was mich immer entspannt - was ich daher eigentlich immer machen sollte, aber gelegentlich doch "vergesse" - ist nach draußen gehen und einen Spaziergang in der Natur machen. Das ist auch aus wissenschaftlicher Sicht eines der besten Mittel, um dem Körper das Gefühl zu geben, dass alles in Ordnung ist.

    Soziale Kontakte nur in sehr kleinen Dosen, doch manchmal gehört es eben doch dazu, den besten Kumpel zu treffen, um ins Kino zu gehen. Alternativ ein gutes Buch oder eine tolle Serien, eben etwas, was einen Kurztrip aus der Realität ermöglicht. Danach fühlt sich mein Kopf an, als hätte jemand den Reset Knopf gedrückt.

    Scheint also, als wäre mein Tipp für ein entspanntes Wochenende der gleiche, den man Menschen mit einem technischen Problem gibt: Haben Sie versucht, das Gerät aus und wieder ein zu schalten? :D

    Liebe Grüße
  • Ein absolutes Horror-Wochenende beinhaltet für mich:
    Ein Shopping-Marathon am Samstag Vormittag, eine Feier am Abend, wo man nur aus Verpflichtung eingeladen wurde und auch hin geht, und einem Besuch bei oder von Familie am Sonntag.

    Ein Traum-Wochenende sähe für mich so aus:
    An beiden Tagen so lange schlafen, bis man von alleine erholt aufwacht und direkt aufsteht, ohne müde oder erschöpft zu sein. Ein gemütliches Frühstück, dann am Samstag noch Besorgungen fürs Wochenende und je nach Wetter und Laune entweder faulenzen oder sich draussen bewegen. Der Sonntag am besten genauso, nur ohne die Besorgungen. Dafür dann dem Hobby nachgehen.

    2 Tage niemanden sehen und sprechen kann sehr reinigend sein, aber auch ich kenne das Gefühl doch lieber jemanden bei mir haben zu wollen, aber dann bitte genau so jemand wie ich, der dann nicht beleidigt ist, wenn man mal nicht sprechen möchte.
    Eine Utopie... aber eine schöne :)
  • @Unikum "Eine Utopie... aber eine schöne :)" Ja, stimme dir 100%ig zu und glaube daran, dass sich diese schöne Idee auch verwirklicht, wenn es bewusst und unbewusst wirklich gewollt und für möglich befunden wird:)
  • @Nanno
    "Ja, stimme dir 100%ig zu und glaube daran, dass sich diese schöne Idee auch verwirklicht, wenn es bewusst und unbewusst wirklich gewollt und für möglich befunden wird:)"
    Dieser Satz hat mich jetzt erstaunlich nachdenklich gestimmt. Ich kann den Gedanken noch nicht vollständig greifen aber er beschäftigt mich.
    Danke Dir! :)
  • edited März 2
    Die Fragestellung nach einem gelungenen Wochenende finde ich sehr herausfordernd und deshalb so interessant, weil es wohl unzählige verschiedene Meinungen dazu gibt, auch hier, in diesem Forum.
    Ich kann diese Frage nicht mit "entweder - oder" beantworten, weil so vieles von meinen Tagen unter der Woche abhängt und von meinen Empfindungen, wobei ich mich nicht als typisch launenhaft einordne (doch ich wette, dass ich manchmal auf meine Außenwelt so wirke ... sicherlich aber nicht auf Menschen, die mich etwas intensiver begreifen dürfen oder können!)

    Es gibt Phasen, wo ich mich vollends in meiner Mitte und auch ausgeruht fühle, OBWOHL ich unter der Woche sehr viel zu schaffen hatte! WENN allerdings das meiste für mich gut verlaufen ist und als abgehakt abgelegt werden kann, dann fühle ich mich auch am Wochenende für Taten bereit und fit genug. Es kann bedeuten, dass ich Lust auf tiefsinnige Gespräche habe, auch jemanden gerne mit Begeisterung und Liebe bekoche, mich gerne in der Natur aufhalte, um dort unzählige Stimmungen aufzusaugen und auch mit meiner Kamera festzuhalten. Auch locken immer wieder interessante Filmangebote in Kinos (wobei ich keine Großkinos anstrebe, sondern die "aussterbenden", kleinen, mit richtig feinen Filmen - was allerdings auch immer eine Frage des persönlichen Geschmacks ist ...). Außerdem texte ich leidenschaftlich gerne - sowohl aus den schönsten, aber auch traurigsten Stimmungen heraus ... Auch Bücher bekommen viel Aufmerksamkeit von mir.
    Ich liebe es, in einem Caféhaus in diversen Zeitungen und Zeitschriften zu schmökern und gehe gerne auf liebevolle Menschen zu. Auch Ausstellungen sind von Zeit zu Zeit Thema, Bilder von alten Meistern bis zur Gegenwart können mich faszinieren. Ebenso wie ich mich mit Architektur beschäftige.

    Es gibt aber auch Phasen, wo ich mich nur nach meiner Wohnung sehne und hoffe, dass rundherum Stille herrscht. Regen kann mich dabei gut begleiten, denn dann habe ich keinesfalls das Gefühl, einige kostbare Stunden in der Natur versäumt zu haben.
    In solchen Phasen wird ausgiebig gebadet, geschlafen, gelesen; auch der Fernseher darf mal nette Dokus (vor allem Reisen, bei denen es auch um kulinarische Genüsse geht, gefallen mir) oder Filme, die gerade zu meiner Stimmung passen, von sich geben! Manchmal klappern daneben auch meine Stricknadeln.

    Ganz wichtig sind mir auch Menschen, mit denen ich mich schreibend austauschen kann. Diese "Gespräche" bevorzuge ich des öfteren vor allen tatsächlich gesprochenen ... und sie finden durchaus in beiden Phasen statt.

    Ich lebe in einer Beziehung (an zwei Wohnorten, jeder für sich), in der ich viele Freiräume habe. (Dies hat Vorteile, wie Nachteile ... Mal wünscht man sich, mehr Alltag gemeinsam zu leben, dann ist man wieder rundherum glücklich darüber, wie es ist ...!) Wir lassen uns diese Freiräume gegenseitig, fühlen aber auch, wenn es beidseitig gewünscht ist, mal nur gemeinsam ohne die Welt auszukommen. Dies findet fast immer auf unseren Reisen in die Natur statt und ist unnachahmlich herrlich.

    Was ich ganz sicherlich nicht schätze, ist, wenn ich zu etwas gedrängt werde, was für mich nicht stimmig ist. Dabei bin ich durchaus kompromissbereit und in gewissem Maße auch anpassungsbefähigt, jedoch gibt es Situationen, wo ich weiß, dass ein Kinobesuch gerade nicht passt. Und ich habe einen ausgeprägten Instinkt, auf den ich mich mittlerweile sehr gut verlasse ... Wenn sich etwas in mir gegen etwas oder für etwas ausspricht, dann habe ich allermeistens immer schon kurz nach diesem inneren Wissen gewusst, warum mich ein Gedanke so stark beschäftigt hat.
    Kurzum, ich versuche, sehr nach meiner Intuition zu handeln. Und das eben auch an meinen Wochenenden - mal kann etwas geplant werden, dann wieder nicht so gut. Wobei ich immer auch gut die Balance halten muss, für die Bedürfnisse meiner Umwelt da zu sein - denn auch das bin ich mit großer Liebe und Aufmerksamkeit, wenn ich innere Ressourcen dafür habe.

    Ein gelungenes Wochenende fühlt sich am Montagmorgen so an, dass ich den meist sehr herausfordernden Montag mit Gelassenheit ertragen kann. Und ganz mittendrin fühlt es sich so an, dass ich einfach nur Glück und Dankbarkeit empfinde.

    Ich habe viele familiäre Verpflichtungen und einen extrem fordernden Beruf, weshalb es für mich ganz wichtig ist, mich am Montag bereit für die nächsten Dinge, die auf mich zukommen, zu fühlen ... denn ich möchte nie wieder in meinem Leben so schrecklich und lange ausgebrannt sein, wie es mir tatsächlich vor Jahren schon passiert ist! Daher achte ich nun sehr genau darauf, was mir meine Antennen raten ...
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