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Wenn dein Hobby zum Streßauslöser wird

Moin zusammen. Ich habe da mal eine Frage. Vielleicht kennt's der eine oder die andere oder hat Tips.

Seit einigen Jahren habe ich ein Hobby bzw einen kleinen Lebenstraum verwirklicht. Ich habe einen Oldtimer. Nichts allzu abgefahrenes, aber eben meier und ich mag ihn. :) Ich liebe es, damit rum zu fahren. Kleine Touren zu machen oder mich auch mal mit Gleichgesinnten zu unterhalten.

Soweit so gut. Seit ein paar Jahren beobachte ich aber, dass ich kurze Streßattacken bekomme, wenn ich auch nur an das Auto denke. Das Gefühl ist in etwa so zu vergleichen: Dir fällt ein dass du eine Prüfung beim Studium vergessen hast und jetzt möglicherweise 1 Jahr wiederholen musst oder sogar ganz raus bist. Bäm. Streß.

Ich kann mir rein theoretisch vorstellen, woher das kommen mag. So ein Oldtimer kann immer mal was haben. Er startet vielleicht nicht, oder bleibt unterwegs liegen, oder ähnliches. Es gibt also unbekannte Faktoren. Man kann nicht 100% planen. Allerdings weiß ich zum einen, dass mir so etwas absolut noch nie passiert ist. Das Auto ist recht gut in Schuss. Außerdem weiß ich, dass der ADAC sofort kommen würde. Im schlimmsten Fall stehe ich also irgendwo ne halbe Stunde, das ist alles. Überhaupt kein Problem.
Der Verstand weiß also, es gibt absolut keinen Grund sich aufzuregen. Aber trotzdem gibt's jedemal, wenn mir das Auto einfällt diese kleine Stressattacke.

So langsam weiß ich damit nicht weiter. Das ist mein Hobby, mein Traum. Der sollte Spaß machen. Ich kann mich zwingen die Attacken zu ignorieren, aber muss das sein? Ist das hilfreich? Wird die negative Assoziation damit nicht nur größer?
Muss ich der Tatsache ins Auge sehen, dass ich den Oldtimer loswerden muss?

Kommentare

  • @Grasta998
    Wie wäre es mit einer Art positiven Um-Konditionierung? Ich kenne das nur von mir, wenn ich fliege. Wenn ich dann denke "Wir stürzen ab", versuche ich, eher daran zu denken, wie schön es sein wird, wenn ich erstmal am Urlaubsort angekommen bin und was ich dann alles Tolles machen kann (mich vor anderen verstecken, genauso wie hier auch :) Auf Dein Beispiel bezogen: wenn Du versuchst, Deine Gedanken darauf umzulenken, wie schön das Gefühl sein wird, in dem Auto zu fahren etc. Also eher versuchen, Dich in die Vorfreude rein zu steigern statt in die Angstgedanken. Ich denke, dass Angstgedanken etwas völlig Normales sind, nur beherrschen lassen sollte man sich davon nicht. LG
  • Mein Hobby ist das Stricken und da gibt es dann so Sätze wie "Stricken ist Yoga für die Seele" usw. Das klingt für diejenigen, die nicht stricken, ziemlich eigenartig. Für mich war es immer sehr beruhigend.

    Gelernt habe ich es mit 13 Jahren in einer für mich sehr traurigen Situation. Mein Großvater war gerade gestorben und ich war bei meiner Oma, die mir das dann auch beibrachte. Das Aufpassen, bloß keine Masche zu verlieren, das Konzentrieren, jede Masche abzuheben usw. brachte eine Konzentration allein auf den Faden und die zwei Nadeln, alles andere wurde in den Momenten zur Nebensache. Wenn man das fertige Teil dann noch anziehen konnte, das war und ist immer noch etwas besonderes.

    Dann kam das Internet und irgendwann Blogs und eine Community, die immer weiter wuchs, weltweit und nur für diejenigen, die handarbeiten. Man kann seine Projekte einpflegen, die benutzte Wolle, Tipps für die verwendete Anleitung usw.

    Es kommt immer wieder vor, dass ich mir die Projekte der anderen anschaue und denke, ich kriege ja überhaupt nichts zustande, während alle anderen die schönsten Sachen anfertigen. Gefühlt ist es so, dass manche jede Woche einen neuen Pullover oder Jacke präsentieren. Dann fühle ich mich unter Druck gesetzt, dies auch zu tun und wenn das dann nicht funktioniert, stresst es mich nur noch mehr. Manchmal fange ich mehrere Sachen gleichzeitig an, womit natürlich erst recht nicht zügiger etwas fertig wird.

    Internet-Abstinenz heißt es dann für mich, um mich selbst zu schützen. Denn in meinem Kopf kreisen die Gedanken...dies oder jenes könnte ich anfertigen, das geht bestimmt schneller als jenes. Im Kopf herrscht dann das totale Chaos, was mich selber fast gruselt.
    Und dann muss ich mir immer wieder sagen - der Weg ist das Ziel :-)
  • @grasta998

    Ein wue ich finde interessanter Artikel, den ich heute Morgen gelesen habe, der zwar vor allem auf Schwierigkeiten im Job gemünzt ist, aber vielleicht auch einen Denkanstoß bei deinem Hobby bieten könnte

    https://karrierebibel.de/ungewissheit/
  • @Grasta998
    Oldtimer ist ein schönes Hobby, das aufzugeben wäre nicht toll. Der Vorschlag mit den positiven Gedanken ist sehr gut. Das ist am Anfang mühseelig, aber wenn Du das eine Weile tapfer durchziehst kann es wirklich funktionieren.
  • Hallo Grasta998,
    ja wenn ich Geld hätte wäre mein Traum auch ein Oldtimer.Stehen bleiben kann ein Oldtimer immer mal,es sei denn dein Oldtimer hat nur 1000 km auf sein Buckel,aber selbst dann können Standschäden auftauchen.Mit deinem Problem würde ich mal zum Arzt gehen, und wenn du zum Psychologen gehen must,dann gehe da hin,das ist keine Schande.Ich hoffe dann wird alles wieder besser bei dir.
    Gruß
    Chris71
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