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Friends wanted

Hallo zusammen,

ich habe heute begonnen das Internet auf der Suche nach guten Kontakten zu durchstreifen und starte hier meinen ersten Versuch.

Also freundliche Grüße an alle.

Kommentare

  • Hallo Friends_wanted und willkommen im Forum für Introvertierte.

    Vielleicht magst du uns ein wenig von dir erzählen, damit sich eventuelle Gemeinsamkeiten erkennen lassen.

    Viele Grüße einstweilen

    Enjoythesilence
  • Hallo enjoythesilence,

    vielen Dank für die Begrüßung und das "Brücken bauen".

    Gerne will ich ein paar Informationen zu meiner Person geben, um das Erkennen von Gemeinsamkeiten zu erleichtern.
    Vielleicht zunächst einmal die Beweggründe für meine Anmeldung hier:
    Meine Situation hat sich in den letzten Jahren verändert und so habe ich Stück für Stück begonnen mich und meinen Bekanntenkreis meinen veränderten Bedingungen anzupassen.
    Dazu gehört unter anderem auch, dass ich nach Menschen suche, die jetzt etwas besser zu mir passen.
    Dabei suche ich eher nach engeren als nach oberflächlichen und eher nach realen statt nach virtuellen Kontakten. Ich schließe diese anderen Formen des Kontakts damit nicht grundsätzlich aus, dann aber lieber in Maßen.
    Ein bisschen was zu meinen Interessen:
    Ich befasse mich im Allgemeinen eher mit Themen, die mit Lebendigem zu tun haben als beispielsweise mit technischen Dingen. Meist beschäftigt mich Menschliches und Zwischenmenschliches, also unter anderem Psychologie, Biologie, Medizin oder Sprache. Dazu lese ich einiges, beobachte Menschen, analysiere Situationen und denke nach, aber lieber ist mir das Gespäch mit Menschen.

    Dies vielleicht erst einmal für den Anfang.

    Mit freundlichen Grüßen



  • Huhu! Herzlich willkommen!
    Ah, das hab ich auch irgendann mal durchgemacht... wenn man merkt, dass die Freunde, die man hat, einfach nicht wirklich passen und man nur befreundet ist, weil... ja. Das wars auch schon. Man hat halt ne Vergangenheit zusammen, nö?

    Ich denk da noch oft drüber nach. In meinem Leben sind nun Menschen, die besser zu mir passen, aber komplett kann man ja irgendwie seine alten Hüllen nicht abstreifen. Damit meine ich konkret meine Familie. Die engere, direkte und die große, mit allen Tanten und Onkels, Cousins und Cousinen.

    Vor Kurzem dachte ich, und das schwelt seitdem in meinem Hinterkopf: Normale Freunde lieben dich, obwohl du so bist wie du bist. Wahre Freunde lieben dich, WEIL du so bist wie du bist.
    Meine Familie liebt mich, obwohl ich so bin. Da bin ich mir sicher. Das macht mich ein wenig traurig, aber ich weiß, dass sich das nie ändern wird.

    Anyways. Entschuldige das Geschwafel... viel Spaß hier im Forum! Vielleicht suchst du dir am besten Themen, zu denen du dich beteiligen magst und lernst so ein paar unserer Leute hier im Gespräch kennen.

    LG
    San
  • @Friends_wanted,
    schön, dass Du hier bist!

    Ich finde es sehr spannend, dass hier einige Menschen zu treffen sind, die merken, dass manche frühere Beziehungen im Begriff sind, sich zu verändern.
    Ich kann das für mich so definieren, bemerkt zu haben, dass ich mich anders weiter entwickelt habe / entwickle. Wobei das Wort "anders" nicht eine qualitativ wertende Aussage ist, sondern das Wort eine Entwicklung "in eine andere Richtung" meint.

    Vor mehreren Jahren habe ich sehr daran geknabbert, dass ein für mich sehr wichtiger Mensch, den ich überaus geschätzt habe, ganz plötzlich aus meinem Leben entschwunden ist. Ich habe niemals erfahren, warum er sich von mir und aus meinem Umfeld zurückgezogen hat. Ich habe mehrmals versucht, wieder in Verbindung zu kommen, daraus ist nie mehr etwas geworden. Ich bedaure es heute noch, bin aber überhaupt nicht "böse". Ich wäre glücklich, wenn uns der Zufall eine Begegnung ermöglichen würde, doch ich habe überhaupt keinen Groll in mir, dass ich keinen Kontakt mehr habe - jedenfalls aber nach wie vor großes Bedauern.
    Wenn man mit Menschen, die sich aus unserem Leben verflüchtigen, nicht darüber sprechen kann, wird man immer auf Spekulationen angewiesen sein. Oder man lässt es bleiben und nimmt diese Entwicklung einfach an.
    Und so habe ich in letzter Zeit zunehmend sogar Verständnis dafür gewonnen, denn ich merke, dass ich mich in den letzten Monaten selbst intensiv von bestimmten Menschen distanziere. Sogar von Menschen, die ich einst sehr hoch eingeschätzt habe, mich regelmäßig mit ihnen umgeben habe, wo ich aber zunehmend bemerke, dass uns etwas ganz Wesentliches inzwischen trennt, nämlich wie mit Menschen umgegangen wird, die nicht der gleichen Meinung sind. Mir ist da immer wieder aufgefallen, dass ich von Personen umgeben war, die es nicht ertragen, wenn jemand die gleichen Erfahrungen macht, aber anders bewertet. Dies, weil ich vielleicht eine andere Herangehensweise an Menschen habe oder weil ich bestimmte Menschen in ihrem Verhalten länger beobachten muss, um zu einer Meinung zu gelangen, oder weil ich einfach auch andere Aspekte sehen kann oder möchte, etc. Ich habe dort, wo ich mich zurückziehe, die Erfahrung gemacht, dass ich meine persönliche Meinung nicht sinnstiftend einbringen kann und ich möchte darüber auch keine Diskussionen ausarten lassen. Ich kann mich sehr auf mein Bauchgefühl verlassen ... wenn mir die Gesellschaft eines Menschen nicht mehr gut tut, dann nehme ich mich zurück. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass etwas gravierend Negatives zwischen mich und diese bestimmten Personen getreten ist, ich habe einfach nur kein Gefühl der Verbundenheit mehr.

    @San,
    Deine Definition ist äußerst feinsinnig und ich danke Dir für Dein genaus Hinblicken!!!

    > Normale Freunde lieben dich, obwohl du so bist wie du bist. Wahre Freunde lieben dich, WEIL du so bist wie du bist.
    Meine Familie liebt mich, obwohl ich so bin. Da bin ich mir sicher. Das macht mich ein wenig traurig, aber ich weiß, dass sich das nie ändern wird. <

    Ich habe bis heute nicht das Gefühl, dass mich meine Eltern lieben. Mein Vater hat inzwischen gelernt, manchmal eine gewisse Akzeptanz für mein Wesen an den Tag zu legen, wenn er großzügig aufgelegt ist. Für meine Mutter war ich in vielem ein Störfaktor, den sie über viele Jahre intensivst verachtet hat. Das hat sie nicht nur gezeigt, sondern auch eindeutig formuliert, bei vielen Gelegenheiten, die sich ihr ergeben haben. Früher habe ich für das lieblose Verhalten meiner Eltern unbändige Wut empfunden - inzwischen ist mir klar, dass beide große Defizite in ihrem eigenen Aufwachsen erlebt haben, wenn auch unterschiedlicher Art. Ich habe gelernt, zu vergeben und ich bin immer noch dabei ... Durch das Verzeihen fühle ich mich befreit von einer großen Last, die ich immer mit mir getragen habe ... Mit einem leichten Rucksack reist es sich leichter!
  • Hallo San und seelenbilder,

    auch Euch vielen Dank für die Begrüßung.

    San, Deinen Satz über die Liebe fand ich ebenfalls bemerkenswert.
    Passend dazu las ich soeben auf der Titelseite des National Geographic (06/2019):

    "Das Tier und wir - Wir lieben sie fast zu Tode"

    Ich hinterfrage gern einmal die "Liebe" der Menschen.
    Mir fehlen da allgemein differenziertere Bezeichnungen für unterschiedliche Formen dieses Begriffs.
    Vielleicht gibt dazu ja schon eine Diskussion hier im Forum, ich habe noch nicht nachgesehen.

    Möglicherweise hat dieser Aspekt auch etwas mit dem "Wesentlichen" zu tun, was zwischen Menschen trennend wirkt, von dem seelenbilder berichtet. Vielleicht hat der Umgang mit anderen Meinungen mehr mit der Wertschätzung, die ich jemandem entgegen bringe, als mit der abweichenden Meinung zu tun.

    Einen schönen Abend Euch





  • Hey @seelenbilder, das tut mir leid, dass deine Eltern so lieblos waren (sind?). Ich mein, meine waren im Gegensatz zu deinen eher.. abwesend..? Eigentlich hätten beide nie Kinder kriegen dürfen, schon gar nicht miteinander. Meiner Mutter merke ich an, dass sie in letzter Zeit versucht, Dinge wieder gut zu machen. Vermutlich hat sie selber gemerkt, dass die Kluft, die zwischen Eltern und Kindern bei einer dysfunktionalen Beziehung gerissen wird, für Kinder immens viel größer ist als für die Eltern. Zumindes scheint sie sich zu bemühen, Dinge richtig zu machen und wir hatten auch mal eine Andeutung von einer Aussprache während einer langen Autofahrt, die erkennen lässt, dass sie drüber reflektiert, was sie falsch gemacht hat und dazu wollte sie auch meine Meinung wissen.
    Mein Vater ist leider nicht im Bilde und ich weiß nicht, ob ich ihn vor seinem Tod (wann auch immer der sein wird) noch einmal sehen werde.
    Wie du war ich auch eine Zeitlang immens wütend auf die beiden. Besonders auf sie. Er tat ja nie was. Sie zerrte an meinem Wesen herum.
    Irgendwann erkannte ich, dass sie ihre ganz eigenen Dämonen hat, die sie nicht aufarbeiten will oder kann und dass er im Grunde auf den Tod wartet.
    Es tut immer mal wieder weh, aber die eigene Heilung ist bei sowas wichtig.

    @friends_wanted Hm ich nenn das einfach alles Liebe. Freunde, Familie, Leute und Dinge, die dir wichtig sind. Natürlich fühlen die sich alle unterschiedlich an. Die Liebe zu meiner Familie ist etwas fast schon Peinliches. Ich würd das vor denen niemals so nennen (außer vor Omi). Die Liebe zu Freunden (den wahren) ist etwas Konstantes, was ich immer abrufen kann. Die Liebe zu einem Partner erhellt meinen Tag und schenkt mir Wärme. Die Liebe, die ich empfinde, wenn ich unverhofft vor einer Landschaft stehe, einen Text lese, oder ein Stück Musik höre, die meine Seele berührt, ist wesensfüllend.
  • @san Mir ging es weniger um die eigenen Empfindungen der Liebesqualität als mehr um die Auswirkungen die diese "Liebe" auf die andere Person hat.
    Wie beispielsweise in dem Titeltext des National Geographic, den ich zitiert habe. In diesem Zusammenhang auch den Begriff "Liebe" zu nutzen halte ich für eher unangemessen, daher die Suche nach adäquateren Begriffen.
    Aber wie gesagt, dazu mehr vielleicht einmal in einer eigenen Diskussion.
  • @Friends_wanted Ahso, sorry. Falsch verstanden. Ja bei Tieren denk ich eh, das ist eine sehr egoistische "Liebe", die der Mensch da empfindet. Wir sehnen uns wohl alle nach etwas Flauschigem, das gekrault werden, aber nicht weglaufen kann. Ich halte das Halten von Tieren für etwas Falsches. Aber das ist nur meine Meinung und ich würde niemanden für sein Haustier verdammen.
  • @San Du schreibst: "Ich halte das Halten von Tieren für etwas Falsches."

    Ja, zu der Einstellung bin ich vor nicht allzu langer Zeit auch gelangt.

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