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Falsche Zeit, Falscher Ort? Oder doch nur altmodisch?

Habt ihr manchmal das Gefühl, dass ihr in der falschen Zeit lebt? Oder vielleicht im flaschen Ort oder Land? ICh eine jetzt nicht wie Marty McFly, dass ihr ausversehen mit einer Zeitmaschine ein paar Jahre in die Vergangenheit oder Zukunft gereist seid und jetzt nicht mehr zurück kommt, obwohl das auch ganz nett wäre.
Es fängt bei den einfachen Dingen an: die einen hören Musik nur nebenbei auf ihrem Handy während sie etwas anderes tun. Und für mich gibt es kaum etwas schöneres als mich im Wohnzimmer auf den Boden zu setzen/legen, eine Platte aufzulegen und wirklich zuzuhören. Wie man im englischen sagen würde, the others hear the music but I listen to it. Früher wollte man mit Musik noch etwas ausdrücken und heute wird es immer schwieriger Interpreten zu finden die nicht damit prahlen wie toll sie doch sind und wie viel Geld sie doch haben.

Keiner hat heutzutage Zeit eine richtige Bindung mit einen anderen Menschen einzugehen, jeder hat 20 beste Freunde denen er "alles" erzählen kann und noch 800 andere ach so gute Freunde auf Instagram, Facebook und co.
Vielleicht ist ja nicht die ganze Welt so, vielleicht liegt es nur daran wo ich wohne, ein Land, ein Ort mit wenigen Menschen, viele alte konservative Leute und die Jugend die nur versucht von hier wegzukommen. Je jünger man ist desto weniger bekommt man hier von der Aussenwelt, der richtigen und der ganzen Welt mit. Fast alle haben die Einstellung "Hier bei uns war es schon immer so, es ist eben so und wieso sollte man was ändern es funktioniert doch."
Manchmal frage ich mich ob diejenigen die weg von hier sind nicht recht haben. Ob es in einer größeren Stadt in einem größeren Land nicht einfacher wäre? Dort sind die Menschen ein bisschen offener gegenüber Neuem.
Wenn ich schon eine Film Reference mache dann vielleicht noch etwas dazu, alte Filme sind doch so viel besser oder? Was würde ich dafür geben Zurück in die Zukunft 1985 am ersten Spieltag im Kino zu sehen! Ins Kino gehen scheint vielen Menschen auch zu langweilig geworden zu sein. Das war mal was unglaubliches, etwas was man nicht jeden Tag macht, wo man sich nur auf einen Film konzentriert und nicht zu Hause 6 Staffeln einer Serie auf Netflix zu suchten während man am Handy hängt und sich sowieso nicht richtig darauf konzentriert.
Versteht mich nicht falsch, ich bin auch froh im hier und jetzt zu leben, mal von Coronavirus, Klimawandel und Trump abgesehen, ich könnte gar nicht mehr ohne meine PS4 oder die -zig Bücher, welche mir per Amazon zugeschickt wurden sodass ich nicht aus dem Haus gehen muss, aber all das wäre früher vielleicht doch spannender gewesen.

Darum vielleicht eine kleine Frage: Wo und wann würdet ihr gerne hinreisen, wenn ihr könntet und weshalb?
Für mich ganz klar USA,1985. Zurück in die Zukunft im Kino ansehen und danach in eine Spielehalle und dort einen Nerd finden der genau so einen Knacks hat wie ich.

Wow das ist jetzt vielleicht doch länger geworden als gedacht, ein riesengroßes Danke an jeden der sich das durchliest und ich wünsche euch allen noch einen angenehmen Sonntagabend.

Kommentare

  • edited März 9
    Hallo @Cloud,

    interessante Fragestellung!

    Ich habe sehr oft das Bedürfnis, einfacher leben zu können. Mit weniger Technik, Innovationen werden dermaßen rasend über die Menschheit gekippt, sodass so viele Seelen häufig diesem mörderischen Tempo gar nicht mehr folgen können ...
    Ich persönlich halte ganz viele Neuerungen auf diesem Sektor aus meiner Wohnung, aus meinem Leben 'raus! Ich bin auch ein Mensch, der nach Möglichkeit reparieren lässt, wenn sich eine Reparatur noch auszahlt.

    Ich kann sehr gut in "zwei" Welten leben - ich sehe für mich viele Vorzüge, im Grüngürtel einer größeren Stadt zu leben, verbringe jedoch auch viiiiieeeel Zeit an sehr stillen Orten - in Verbindung mit Bergen, Seen, alten Häusern, Flüssen, Gebirgsbächen, Himmel, möglichst naturbelassener Natur, Blumenwiesen, Murmeltieren, Schmetterlingen, ... Ich würde dann am liebsten ganz mit diesen einzigartigen Kulissen verschmelzen.
    Im städtischen Bereich schätze ich u.a. kulturelle Angebote, wobei ich extrem gerne ins Kino gehe, allerdings abseits von massentauglichen Filmen. Ich bevorzuge kleine Kinos und finde, dass es gerade in der Gegenwart sehr sehenswerte Filme gibt, die so viele Themen beleuchten, die absolut "beleuchtungswichtig" sind!

    Zu musikalischen Welten kann ich auch rückmelden, dass es aus meiner Sicht genug Qualitatives gibt, man kann sich da auch auf die Suche machen und wird fündig werden ...

    Ich glaube, dass es genug Menschen gibt, die sich echte Bindungen wünschen, ich glaube sogar, diese werden immer mehr. Allerdings gibt es viele Ablenkungen, man muss sich dessen einfach bewusst sein und Entscheidungen treffen, Prioritäten setzen. Andererseits wird natürlich heute auch soviel "ausgewechselt", wie wohl selten davor. Es passiert, weil es möglich ist. Weil die Abhängigkeiten voneinander, auch in wirtschaftlicher Hinsicht, nicht mehr so drückend sind. Es ist eben auch so einfach, den Nächsten oder die Nächste sozusagen im Internet-Katalog zu finden.

    Wir leben in einer Wegwerf- und Konsumgesellschaft, doch wir können selbst entscheiden, ob wir da dazugehören möchten. Und es ist definitiv möglich, auf Wegen zu gehen, die noch nicht ausgetreten sind ...

    Ich möchte dauerhaft nicht auf einem anderen Kontinent leben - reisend wäre ich sicher gerne für kurze Zeit in so manchen arabischen Welten unterwegs, weil ich u.a. eine große Faszination dafür empfinde, was von orientalischen Bauwerken ausgeht.

    Ich fühle mich da zuhause, wo die Uhren noch langsamer gehen und die Menschen eine wahre Wertschätzung dafür empfinden, wenn die Natur noch intakt ist. Ich beobachte, dass Menschen, die so nahe an der Quelle der Natur sind, durchaus öfter eine ziemlich gelassene Einstellung zum Leben und zu seinen Herausforderungen haben. Wunderbar, ich brauche diese Umwelt immer wieder, denn ich erde mich so gerne ...

    Liebe Grüße!
  • Hallo @Cloud,

    deine Frage kann ich ganz klar mit "Ja" beantworten. Mir ist in der heutigen Zeit alles viel zu hektisch. Wie @seelenbilder schon schrieb, überschlagen sich die technischen Neuerungen geradezu und ich habe echt manchmal Probleme mit diesem Tempo mitzugehen.

    Auch beruflich würde ich mir eine Zeit zurückwünschen, in der die Globalisierung noch weniger fortgeschritten war und Mitarbeiter noch mehr wertgeschätzt wurden. Auch muss ich mich im Beruf ständig umstellen, wieder auf neue Dinge einstellen und da fällt es mir mit der Zeit immer schwerer, allen Anforderungen gerecht zu werden.

    Ich würde gerne in ein Land reisen, wo man noch die Schönheit der Natur schätzt, wo nicht täglich alle Straßen verstopft sind und wo einfach alles etwas langsamer geht und sich nur die technischen Dinge durchsetzen, die wirklich sinnvoll sind. Ob es dieses Land wohl gibt?

    Viele Grüße
  • Ich kann mich eigentlich nicht wirklich dazu beteiligen, weil ich was-wäre-wenn-Fragen für mich selber müßig finde, denn Wäre wird nie Sein werden, also wozu mach ich mir solche Gedanken?
    Aber ich musste an die Youtuberin Strange Aeons (falsch geschrieben, ich müssts nun googlen und die Sonderzeichen kopieren) denken, die in einem ask-me-anything auf die Frage "In welcher Ära wärst du am liebsten geboren worden?" antwortete: "Bitch, I'm a woman and gay. This one."
    Darüber musste ich lachen, aber die Antwort hab ich nie wieder aus meinem Kopf bekommen. Wir hören in den Nachrichten immer von so viel schrecklichen Dingen, da kommt man zwangsläufig zur Auffassung, dass diese Zeit schrecklich gewaltvoll und oberflächlich wär. Allerdings ist es wohl sogar erwiesen, dass es uns besser geht denn je. Ich als Frau würde z. B. nicht unbedingt im Mittelalter landen wollen, weil ich ahne, dass ich vermutlich innerhalb von einem Monat vergewaltigt, mit einem Bastard schwanger und mit Syphilis angesteckt worden wär.

    Aaaber ich verstehe auch, dass die Intention dieser Frage aus Nostalgie und ein wenig Melancholie gegründet ist.
    Ich vermute, dass ich grad mega der Spielverderber bin, wenn ich frage, was so schlimm daran ist, dass andere Leute die Musik nur hören, du aber HINhörst. Dass Menschen mit Glück und nem guten Agenten auf Platz 1 kommen, die es anderer Leute Meinung eigentlich nicht verdient und nicht das nötige Talent haben. Dass Leute viel Zeit mit technischen Errungenschaften verbringen, die es früher nicht gab.
    Es kommt doch nur drauf an, was du selber gut findest und machst. Rechts und links kucken macht unglücklich, man verliert die eigene Mitte.
    (Ich weiß, ich predige, aber ich bin selber dessen auch oft schuldig, nur aus anderen Beweggründen als du.)
  • Hallo cloud, so manches Mal überlege ich, dass ich nicht in diese Zeit passe. Die Zeit des Unersättlichen. Wenn ich aber tiefer drüber nachdenke, finde ich schon, dass es uns einfach mehr als gut geht. Vielleicht auch etwas zu gut. Und hier sehe ich eigentlich das Gefährliche.

    Was mich sehr stört heute ist diese permanente Unzufriedenheit der Leute. Warum ist das so? Warum wird nur rumgenörgelt, über alles... über jeden....? Warum stehen Respektlosigkeiten auf der Tagesordnung? Das ist etwas, was mich echt fertig macht.

    Ich interessiere mich total für das Mittelalter, finde es faszinierend zu erfahren, wie die Menschen da gelebt haben. Oder auch die Kriegszeit. Aber in diesen Zeiten zu leben? Nein, das möchte ich nicht. Wenn es eine Zeit gibt, in der ich leben würde wollen, könnte ich mir die 60er Jahre gut vorstellen.

    Ansonsten glaube ich nicht, dass es jemals eine Zeit gab, in der man besser bzw. ruhiger gelebt hat. Es ging und geht letztendlich nur ums Überleben und in der heutigen Zeit mit einem Haufen Beiwerk drumherum. Ob man das alles wirklich braucht, ist doch fraglich.
    Ich bin auch der Meinung, dass die Menschen schon immer so waren wie sie auch heute sind. Ob nun gut oder böse, sei dahingestellt.

    Ich bin dankbar, dass es mir gut geht und habe für mich mein Leben gefunden, mit dem ich zufrieden bin. Aber trotzdem habe ich einen Traum. Ich lebe schon sehr naturnah, und doch stelle ich mir ein kleines Häuslein vor mit ganz vielen blühenden Blumen und dort sollen viele Tiere leben. Tiere, denen es im Leben nicht so gut ging, sozusagen ein Gnadenhof für sie.
  • @san
    Ich kann dich durchaus verstehen wie du zu diesen was-wäre-wenn Dingen stehst, ich bin auch einerseits ein totaler (manchmal vielleicht sogar ein etwas pessimistischer) Realist und sage "Das wird ja sowieso nicht passieren!", andererseits bin ich einfach ein Träumer und stelle mir gerne vor was nicht doch alles sein könnte, auch wenn es ziemlich kindisch ist.
    Und du bist keineswegs ein Spielverderber, jeder hat seine eigene Meinung. Zu dem Thema mit der Musik wollte ich auch niemandem sagen, dass er die falsche Musik hört oder jemandem als "talentlos" beschreiben, jeder hat da seinen eigenen Geschmack und das ist auch gut so, sonst wären wir ja alle gleich und das wäre ja auch wieder langweilig nicht wahr?
    Ich persönlich stehe auch dazu was ich gut finde, auch wenn mein Umfeld mich dafür als komisch bezeichnet. Manchmal regt mich einfach der Rest der Menschheit auf, da viele von ihnen die simplen Dinge nicht mehr wertschätzen können, aus welchen ich z.B. unheimlich viel Kraft ziehe und das macht mich manchmal etwas traurig für diese.
    Jap ich bin ein ziemlich empathischer Mensch, wenn man das so sagen kann und mache mir einfach gerne Sorgen über ziemlich sinnlose Dinge...
  • @Nethi
    Ach ja, dieses ständige Unzufriedenheit. Mir kommt auch vor als würde fast niemand wirklich wertschätzen wie gut es uns eig. momentan geht. Und trotzdem interessiert es mich einfach unheimlich wie es wohl in einer anderen "Zeit" gewesen wäre.
    Dein Traum von einer Art kleinen Hof finde ich echt toll, es ist einfach furchtbar wie manche Tiere behandelt werden und deine Vorstellung ihnen doch noch ein schönes Leben zu bieten ist wirklich schön.
  • @seelenbilder
    Ich finde es auch extrem wichtig nicht immer sofort alles und das neueste was die Technik zu bieten hat zu kaufen, diese "Unabhängigkeit" von der Technik wird meiner Meinung nach in dieser Zeit immer wichtiger, aber so richtig ausschließen kann man sie einfach nicht mehr,aber sie hat ja zum Glück auch ihre guten seiten.
    Zum Thema Musik hast du Recht, es gibt genügend Qualitatives zu finden, allerdings kommt es mir so vor, dass diese oft nicht so viel Anerkennung bzw. Wertschätzung verdient.
    Die Natur mehr Wert zu schätzen kann ich nur unterschreiben, es sterben täglich so viele Pflanzen- und Tierarten aus, da wird es immer wichtiger das zu schützen was noch da ist.
    Ich hoffe dein Wunsch vom Reisen wird bald wahr, es hört sich echt schön an!
  • @Cloud
    Ganz klar hat Technik auch ihre guten Seiten, wir erfreuen uns ja gerade an ihr, via Internet :-)) In vielem kommt es darauf an, wie es genützt wird.
    (Ich komme nur damit nicht klar, wenn fragwürdigste Innovationen gesetzt werden, damit sich Konzerne an KonsumentInnen bereichern können, Stw. bei E-Geräten bereits ihr Ende nach 5 Jahren einplanen. Ich sehe hier auch keine Nachhaltigkeit, ein Thema, das mich ebenso sehr beschäftigt.)
    Das sehe ich auch in Hinblick auf Geld so: Ich finde es nicht verwerflich, aus eigenem Können und aus einer fairen Haltung heraus wohlhabend zu sein, wenn der Wohlhabende sich seinem Schicksal auch würdig und dankbar zeigt und seine sozialen Zeichen glaubwürdig setzt!

    Ich denke, dass jene Menschen, die im künstlerischen Bereich jenseits des Mainstream arbeiten, mit dem, was sie an Anerkennung erfahren, gut leben können.
    Ich bin überzeugt, dass diese Wertschätzung sowohl von Seiten des Publikums vorhanden ist, wie auch von Seiten der Medien, wenn JournalistInnen oder KunstkritikerInnen seriöses Fachwissen haben.
    Und überhaupt finde ich, muss sich niemand, der künstlerisch schaffend ist, von Kritik beirren lassen. Wer definiert denn letztendlich wirklich, was wertvoll ist und was nicht?

    Mich interessiert, welche Art von Filmen Dich anspricht? Welche Art von Musik regt Dich zur intensiven Auseinandersetzung mit Gehörtem an?

    Ich bin immer wieder auch auf Wegen in meine nähere Umgebung unterwegs, weil ich mich so riesig gern mit der Natur verbinde ... wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!!! Also, das Genießen findet definitiv statt :-)) Und mein nächster erholsamer Aufenthalt in einzigartiger Natur ist ebenso bereits geplant!
  • @cloud Hehe, wer macht sich nich manchmal einfach sinnlos Sorgen? ^^
    Vielleicht sind es nicht die simplen Dinge, die an den Menschen vorbei gehen sondern vielleicht sind es einfach gerade die Dinge, die nicht so simpel sind. Ich will nicht böse klingen, aber wenn man sich "draußen" umschaut, ist es manchmal ziemlich leicht, die Meisten für eher simple Gemüter zu halten. Simpel und simpel gesellt sich gern. Ich hab schon Leute sagen hören, sie sind gottesgläubig, weil sie dann nicht selber nachdenken müssen.
    Also glaube nicht, dass deine Sachen definitiv die simplen sind...

    Aber ja, so oder so kann man da Mitgefühl empfinden.
  • @seelenbilder
    In letzter Zeit interessiere ich mich sehr für Filme von oder die sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen, ab da geht es in alle verschiedenen Richtungen. Alte Komödien (vor allem der 50-60-er) die einen eher sehr "stumpfen" Humor haben, finde ich gerade deshalb witzig. Andererseits habe ich in den letzten 3-4 Jahren ein großes Interesse für die Geschichte der LGBTQ+ Community entwickelt und verschlinge Filme und auch Serien die dieses Thema behandeln geradezu. Eine Serie die ich da nur empfehlen kann wäre z.B. "Pose", einerseits ist sie sehr informativ und behandelt alle wichtigen Themen dieser Zeit für queere Menschen und andererseits ist sie doch "bingeworthy" wie viele sagen würde, da sie auch abseits des Informativen eine sehr bewegende Story hat.

    Und zur Musik kann ich nur sagen, dass sie fast noch duchgemixter ist als mein Filmgeschmack. Wenn man es in Genres einordnen müsste höre ich wohl am meisten in die Richtung Alternative und Indie, was wohl auch schon viel darüber aussagt. Gesellschaftskritische Lieder, die dann eben mal "Massacre, the new american Dream" heißen, ziehen mich schon fast magisch an. Ich höre dabei oft eher in die Richtung Rock, und auch wenn viele dies typisches "Geschrei" oder "Gekreische" nicht mögen, finde ich es doch sehr passend bei solchen Themen auch mal etwas aggressiver zu singen.
    Das komplette Gegenteil liebe ich dafür auch, vor allem sehr alte Lieder die oft gar keinen Namen haben, aber eine Geschichte oder Gefühle beschreiben und in der Gegend wo ich wohne nur noch durch das Singen selbst weitergegeben werden finde ich unglaublich schön. Und mittendrin höre ich auch noch gerne Lieder von Interpreten, wo die Masse nur die 3 bekanntesten Lieder vom Radio kennt und dadurch quasi abgestempelt hat. Dazu gehören vor allem Bands wie z.B. Twenty One Pilots.

    Ups, merkt man, dass ich fast meine ganze Freizeit damit verbringe? Ich könnte darüber noch stundenlang weiterreden, aber das lass ich mal lieber sonst eskaliert es noch wirklich xD. Welche Und wie ist das bei dir? Bist du auch so ein KreuzundQuer-Hörer wie ich oder bevorzugst du eine bestimmte Musikrichtung?
  • @Cloud,
    vielen Dank für Deine Ausführungen!
    Ich habe "Pose" gegoogelt, ich sehe weniger Filme vorm Fernseher oder gar vor dem PC. Der Inhalt klingt jedenfalls sehr spannend, auch mich interessieren Geschichten mit Tiefgang. Allerdings bevorzuge ich eher abgeschlossene Spielfilme, für mich ist es schwierig, an Serien dranzubleiben.
    In meiner Liste meiner liebsten Spielfilme kann ich beispielsweise "Shape of Water" (eine poetische Liebesgeschichte, die allerdings nicht von jedem gemocht wurde / wird), "Der seltsame Fall des Benjamin Button" oder auch die Kinoversion von "Dune - Der Wüstenplanet" anführen. Ihnen allen gemeinsam ist sicherlich, dass sich die Filme einiger Fantasie bedienen, "Dune" fällt ja überhaupt in den Bereich Sci-Fi. Eigentlich bin ich nicht so im Sci-Fi-Genre zuhause, aber "Dune" ist für mich mehr als das, er hat auch eine spirituelle Komponente. Diese drei Filme sind wohl auch von nicht wenigen Menschen gesehen worden, trotzdem würde ich sie nicht dem typischen Mainstream zuordnen.

    Ich mag in musikalischer Hinsicht auch gerne Dinge, die sich etwas mystisch darbieten, z.B. "Dead Can Dance", da gibt es auch orientalische Klänge, die ich besonders liebe. Zudem gefallen mir die Stimmen von Brendan Perry und Lisa Gerrard (Lisa hat auch für den Soundtrack von "Gladiator" gesungen).
    Grundsätzlich gibt es vieles, was mir gefällt, ich kann meinen Geschmack nicht unbedingt an Genres festmachen, kreuz & quer trifft es durchaus!
  • @seelenbilder
    Hört sich sehr interessant an! Normalerweise gucke ich auch lieber Filme als Serien aber "pose" hats mir einfach angetan. Ich bin immer auf der Suche nach guten Filmen, also werde ich mir auf jeden Fall "Dune" und "Shape of Water" ansehen. "Der seltsame Fall des Benjamin Button" hab ich schon gesehen und ich fand ihn wirklich gut. Ich habe mir jetzt mal ein paar Songs von Dead Can Dance auf YouTube angehört und muss sagen, dassdie Videos echt unglaublich sind und die Musik sehr entspannend und wie du sagtest mystisch wirkt. Da werden sich sicher ein paar Lieder in eine meiner ruhigen Playlists einfinden :)
  • edited März 14
    @Cloud,
    es freut mich sehr, dass ich Dich auf ein paar neue Spuren in Sachen Film- & Musikgenuss locken konnte. Hey, toll, die Videos von Dead Can Dance habe ich auch noch nie so genau betrachtet, jetzt bin ich selbst dran. Tatsächlich sehr außergewöhnlich.
    "Children Of The Sun", eine ihrer Nummern, liebe ich ganz besonders. So wie auch "Amnesia"

    Und ... das Projekt "Massive Attack" könnte auch interessant sein für Dich ...

    Und ein Filmtipp muss auch unbedingt noch sein ;-)) "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" ...

    Liebe Grüße!
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