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Verkaufen mit Respekt

Hallo zusammen

Einerseits ist es so, als ob die Coronakrise mir und vielen anderen den Boden unter den Füßen wegziehen würde, andererseits kann sie bei all dem Leid auch die Chance für ein Neuanfang sein. In der Firma, in der ich angestellt bin und die wie viele andere Firmen aktuell von der Coronakrise betroffen ist, gibt es jetzt die Option auf Kurzarbeit. Und ich will diese Option wählen.

"Keine Zeit", das ist wohl einer meiner schlimmsten Glaubenssätze, welcher mich am Schritt in die Selbständigkeit gehindert hat. Denn ich möchte mir eigentlich schon seit 3 Jahren eine eigene Existenz aufbauen. Jetzt habe ich also endlich die Zeit, mich meinem Thema zu widmen: Mir etwas Eigenes aufbauen. Mit Empfehlungsmarketing. Ja, ich bin ein Sturkopf. Ich bleibe bei meiner Idee, auch wenn ich bisher damit weniger erfolgreich war. Ich mag diese Produkte.

Die Produkte kaufe ich nicht ein und verkaufe sie dann wieder. Ich empfehle sie nur. Bei Interesse wickle ich nur die Bestellung ab. Die Produkte werden dann vom Hersteller direkt an den Endkunden geliefert. Und ich erhalte dann eine Provision dafür.

Obwohl ich nur empfehle, ist meine Tätigkeit der eines klassischen Verkäufers sehr ähnlich. Ein paar Menschen in diesem Geschäft tun dies manchmal auf eine recht unsensible Art und gehen so manch einem vermeintlichen Interessenten eher auf die Nerven als dass sie die Produkte an die richtige Zielgruppe, die diese Produkte wirklich mögen, bringen. Und ich möchte nicht unterstellen, dass sie dies billigend in Kauf nehmen. Möglicherweise sind sich diese Menschen ihres Verhaltens gar nicht bewusst.

Steckt aus diesem Grunde in Network Marketing - wie es auch genannt wird - nicht eine Chance gerade für Introvertierte? Netzwerken ist ja nicht gerade das, wo Introvertierte in Begeisterung ausbrechen, aber wenn ich mich hier so umschaue und sehe, wie auch sensible Themen in diesem Forum diskutiert werden? Mit Offenheit, mit Leichtigkeit und Humor und doch auch mit Substanz.

Steckt in der Stärke vieler Introvertierter - dem Gespür für die emotionalen Befindlichkeiten anderer - nicht ein großes Potenzial, welches hier nützlich sein könnte?
Was können Verkäufer von Introvertierten lernen?
Wer von Euch vertreibt schon Produkte?
Wer hat auch wirklich Spaß dabei? Und tut dies mit Erfolg?
Wer ist damit gescheitert? Und wenn ja: ist Euch das peinlich? Oder könnt ihr mit Leichtigkeit und Humor Eure Geschichte so erzählen, dass auch andere etwas daraus lernen können? Und dass ihr andere begleiten könnt, damit sie von Euch lernen?

Herzliche Grüße und bleibt gesund!
jensw

Kommentare

  • @jensw Also, ich bin selbständig mit einem kleinen Ein-Frau-Unternehmen. Das, was ich anbiete, stelle ich in Handarbeit selbst her. Mein Verdienst ist nicht üppig, aber das ist für mich nicht vorrangig. Ich bin glücklich und dankbar, diese Produkte herstellen zu dürfen, immer genau so wie ich es mir gerade vorstelle, keiner redet mir rein, es ist abwechslungsreich, weil ich alles allein mache, also auch Einkauf, Buchführung usw.....
    Natürlich ist es nicht besonders sicher, ich zahle nicht in eine Rente ein, das könnte ich davon nicht, eine kleine Rente habe ich mir aber vorher erarbeitet. Auch weiß ich natürlich nie, wie die Aufträge sich entwickeln, zB schaue ich mir gerade im Moment mit Spannung und ein klein wenig Sorge an, wie wenig Bestellungen ich habe.......
    Nun zu meinem Anfang: Ich habe diese Tätigkeit nebenbei als Hobby angefangen mit einem Job im Hintergrund, den ich immer weiter reduziert habe. So gab es nicht den einen Schritt in die Selbständigkeit, sondern hat sich so ergeben, wie du es ja vielleicht auch planst, wenn ich dich richtig verstehe.
    Ich habe sehr viele Fehler gemacht, über die ich heute wirklich lachen kann. Ich habe meine Einkäufe zB lange Zeit noch im Einzelhandel gemacht, wo ich natürlich mehr bezahle und unfassbar viele Kilometer im Auto zurück gelegt habe, gar nicht zu sprechen von der Zeit, die dabei drauf ging. Außerdem habe ich zu lange gezögert, mir gute Maschinen zu kaufen ( sie schienen mir zu teuer), mich bei DHL und Großhändlern als Geschäftskundin anzumelden usw., außerdem habe ich anfangs viel zu wenig Geld verlangt, es war quasi kein Verdienst da:)
    Aber ich finde, die Fehler gehören dazu und ich mache irgendwie immer gern meine eigenen Erfahrungen, die auch meine Fehler einschließen. So war es bis hierhin mein ganz persönlicher Weg und ich habe mich darauf halt langsam weiter entwickelt und so meine Erfahrungen gemacht, die ich vielleicht nicht gemacht hätte, wenn ich auf Berater, Fachkundige usw gesetzt hätte. Ich finde das nicht falsch, aber für mich fühlt es sich so stimmiger an.
    Mein Fazit: Wenn du klein ohne großes Risiko anfangen kannst, ist es allemal einen Versuch wert, wenn wir auch in schwierigen Zeiten leben. Auf keinen Fall würde ich im Moment Kredite aufnehmen.......
  • Danke, Nanno, für Dein Feedback. Und es freut mich für Dich, wie Du beharrlich, aber Schritt für Schritt etwas eigenes aufgebaut hast und immerhin Deine eigene Chefin bist. Und das mit ganz eigenen Produkten! Da gehört ganz sicher auch viel Selbstdisziplin dazu.

    Mir gefällt auch, wie Du jetzt über Deine Fehler lachen kannst. Hättest Du sie nicht gemacht, würdest Du heute wahrscheinlich gar nicht da stehen, wo Du jetzt stehst, nicht wahr? Vor allem das musste ich lernen. Ich war perfektionistisch veranlagt und hatte deshalb nie wirklich angefangen. Und das habe ich auch heute noch nicht ganz überwunden. Wie verkaufst Du Deine Produkte? Im persönlichen Kontakt? Oder Online?

    Kredite habe ich nie aufnehmen müssen dafür. Die Investition ist sehr überschaubar. Aber ich bin durch die Menschen, denen ich im Network Marketing begegnet bin, auf das Thema Persönlichkeitsentwicklung aufmerksam geworden. Da habe ich für mich gemerkt, was ich jahrelang vernachlässigt habe. Und dafür habe ich in den letzten beiden Jahren auch viel Geld ausgegeben. Und zwar in Online-Seminare, Life-Seminare und Bücher. Aber nicht, weil ich musste, sondern weil es mir auch wirklich wert war. Natürlich war das eine oder andere Seminar bzw. Buch nicht sein Geld wert, aber es ist für mich auch nicht schlimm, ein bisschen Lehrgeld zu bezahlen.

    Eine wichtige Erkenntnis, die sich für mich aus den Seminaren und Büchern ableiten lässt, lässt sich für mich auf wenige Punkte reduzieren: Es sind immer wieder unsere Glaubenssätze und Emotionen, die uns limitieren, ausbremsen und gar nicht anfangen lassen. Dann stehen wir uns selbst im Weg. Weiterhin: Neue Gewohnheiten etablieren - auch das ist nicht einfach. Und dazu braucht es Anleitung ...
  • @jensw Ich war auch zu perfektionistisch, was mich enorm unter Druck gesetzt hat und es auch schwierig machte, meine Produkte überhaupt anzubieten. Ich verkaufe übrigens nur online, deshalb fallen schon mal viele Kosten weg. Glücklicherweise kann ich von Zuhause aus arbeiten, ich habe hier Räume dafür eingerichtet und den Keller mit in Beschlag genommen.
    Deinem letzten Absatz kann ich voll und ganz zustimmen, das mache ich schon seit vielen Jahren und bin immer noch dabei;)
    Gut, dass du keine Kredite aufnehmen musst und dich deinen negativen Glaubenssätzen entgegen stellst. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück auf deinem spannenden Weg, viele neue Erfahrungen, an denen du wachsen kannst und natürlich auch hier und da mal einen Fehler, der dich letztlich weiter bringt, davon bin ich überzeugt.
    Ich freue mich, wenn du hin und wieder mal berichtest, was die Unternehmensgründung so macht.......
  • Danke, Nanno, dass Du Deine Erfahrungen als Unternehmerin hier teilst.

    Meine Wunsch ist auch, dass mich Interessenten vor allem Online finden. Aber ich habe das Gefühl, ich werde da draußen nicht wirklich wahrgenommen. Aber damit bin ich glaube ich nicht der einzige ...

    Wenn Du online vermarktest, schaltest Du dann auch Werbeanzeigen? Oder kennen die, die bei Dir bestellen, Dich und Dein Angebot schon?

    Ich möchte gerne berichten, wenn hier Interesse besteht. Ich glaube, gerade dann ist es für andere wertvoll, wenn es noch nicht so rund läuft. Ich fürchte, wenn es einmal richtig gut läuft, hat man viele seiner Fehler und Fallstricke schnell vergessen. Und denkt dann wahrscheinlich auch nicht mehr daran, sein Wissen und seine Erfahrungen diesbezüglich anderen weiterzugeben.

    Ich führe seit neuestem übrigens ein Journal. Ich habe dafür ein Buch mit leeren Seiten. Darin erstelle ich vor allem Mindmaps für meine Ideen und Vorhaben. Ich finde das großartig. Das macht Dich mental viel freier. Und dann kann ich hinterher auch gut Bilanz ziehen: Was lief gut? Was lief nicht so gut ...
  • @jensw Ich mache keine Werbung, weil ich Verkaufsplattformen mit großer Reichweite nutzen kann. Mir hat der Umsatz auf DaWanda gereicht. Seit der Schließung bin ich auf mehreren Plattformen und habe letztes Jahr auch einen eigenen Onlineshop errichtet ohne Hoffnung auf große Resonanz und das ist bisher auch so, der Shop wird so gut wie gar nicht frequentiert. Mit eigener neuer Internetpräsenz ist es wirklich extrem schwer sich zu positionieren und kann meiner Einschätzung nach nur mit allen verfügbaren Werbemaßnahmen erreicht werden. Das bedeutet wieder viele Investitionen ohne zu wissen, ob es sich letztendlich auszahlen wird. Ich bin überhaupt nicht risikobereit und deshalb wäre das nichts für mich, aber vielleicht magst du es ja versuchen......
    Ich habe ein Nischenprodukt, das ich in Handarbeit herstelle, da gibt es kaum Konkurrenz größerer Firmen. Nur deshalb kann es für mich funktionieren.
  • @nanno Ja, kann ich mir vorstellen, dass das nicht einfach ist, genau Deine Zielgruppe bzw. Deine Lieblingskunden zu erreichen. Vielleicht ist das ja noch am ehesten mit Instagram möglich. Aber auch da bräuchte es vermutlich regelmäßig neue Nachrichten. Aber damit kenne ich mich nicht so gut aus ...
  • @jensw Ich meinte damit eigentlich dich;) Bei mir funktioniert es ja, weil ich ein Nischenprodukt habe......Ich hätte auch absolut keine Lust, auf Instagram und Co um Aufmerksamkeit zu buhlen, ich müsste mich zu sehr verbiegen.....Ich bin da eher gerade heraus: Ich liebe es, meine Produkte herzustellen. Wenn es Menschen gibt, die sie kaufen möchten und können und danach suchen, ist es toll und ich bin dankbar, dass der Wunsch der Kunden und meine Lieblingstätigkeit gut zusammen passen. Wäre es nötig, dass ich einen Großteil meiner Zeit mit Werbemaßnahmen statt mit meiner kreativen Tätigkeit verbringen müsste, würde ich es nicht mehr machen.
    Ich rechne übrigens damit, dass meine Artikel in der Zukunft, wenn die wirtschaftliche Depression eintritt, nicht mehr nachgefragt werden, weil sie eher ein Luxusgut sind und nichts, was man wirklich zum Leben braucht. Das macht mich schon traurig, aber ich nehme es so wie es kommt.....
  • Ich bin damit gescheitert. Zwei Mal. Peinlich ist mir das nicht, es ist eher eine Lehre für mich gewesen und hat mir gezeigt, was mir wichtig ist und was nich. Oder eher, was ich sogar gar nich abkann.
    Ich hab in einer winzigen kleinen "Marketingklitsche" gearbeitet, die Marketingartikel vertreibt- Teil meiner täglichen Arbeit war die Akquise. Mindestens eine Stunde am Vormittag Kunden aus dem System hinterhertelefonieren, ob sie nich was kaufen wollen.
    Gar nicht mein Ding. Ich bin mehr vom Typ "Leben und leben lassen". Ich will selber nich von irgendwem gedrängt werden, was zu kaufen. Vor meinem Job in der Klitsche hatte ich mal überlegt, mich selbstständig zu machen, mit meinem Online-Shop. Die Produkte hatte ich selber designt und hergestellt. Und selbst mit meinen eigenen "Babys" hatte ich die innere Einstellung nicht, die man vermutlich braucht, um ein guter Verkäufer zu sein. Nämlich dieses "ich hab genau das, was du brauchst/willst und wenn du mir das noch nicht glaubst, überzeug ich dich davon". Meine Einstellung war immer "wenn dir gefällt, was ich mache, freu ich mich. Wenn nich, is das voll okay. Ich mag auch nicht alles, was ich im Laden sehe." Das funktioniert in einer Welt, die auf grünen Scheinen basiert, nicht.
    Privat hab ich irgendwann gemerkt, wie ich meine Kreativität zugunsten von dem verkaufe, was potenzielle Kunden interessiert. Ich hab nich mehr für mich geschaffen sondern für Leute, die das wollten, dann den Daumen hoch zeigten und nicht kauften, was sie vorher als Wunschprodukt angeregt hatten. Dadurch brannte ich, was das anging, schnell aus. Heute erschaffe ich nur noch, wenn ich das will, was ich will und wenn ich es Leuten schenke, dann will ich weiß Gott kein Geld dafür.
    Wegen der Akquise, aber vor allem wegen der Art des Chefs (der mit seinem Wesen die mir fehlenden Ellenbogen mehr als wett machte, was ich als sehr unangenehm empfand)
    habe ich in der Klitsche nich mal das Probehalbjahr überlebt und mir kündigen lassen. Verkaufen ist nicht meins, obwohl ich durchaus wortgewandt bin (denke ich). Ich denke, man muss diese gewisse innere Einstellung haben.
  • Mensch, @Nanno, wenn ich mir das so vorstelle, wie sich da jemand reinhängt und sich mit viel Herzblut etwas eigenes aufbaut und mit viel Liebe an ihren Produkten werkelt (so hört sich das für mich jedenfalls an), dann tut mir das Herz in der Seele weh, wenn es wirklich stimmen sollte, dass diese Produkte nicht mehr nachgefragt werden sollten (ohne jetzt Deine Produkte zu kennen).

    Ich kann und will das nicht glauben.
    Gerade jetzt, wo die Welt inne hält: Werden sich viele Menschen nicht fragen, ob sie tatsächlich in einer Welt leben wollen, in der es all die schönen Dinge nicht mehr geben soll? Wenn die Zukunft ein bisschen ungewiss ist, aber viele von uns endlich wieder viel mehr Zeit haben, die vorher nie da war: gehen wir dann nicht bewusster durch den Alltag und suchen gerade nach Dingen, die eine ganz andere Wertigkeit haben, als die, die wir sonst nachfragen?

    Vielleicht nicht unbedingt jetzt, wo viele das Gefühl haben, sie würden den Boden unter ihren Füßen verlieren, aber in ein paar Wochen ...
  • Ne, @San, Marketingklitsche, Marketingartikel, Aquise und Hinterhertelefonieren, hört sich für mich grausam an.

    Ranwanzen, Zutexten, Andrehen und Abdrücken kann doch nicht die Lösung sein. Aber da sind wir doch genau mitten im Thema! „Ich bin nicht der Verkaufstyp“ habe ich immer mal von Leuten gehört, denen die Produkte zwar gefallen, aber die sich eine solche Tätigkeit nicht vorstellen können. Und ich fürchte, sie hatten mit „Verkaufstyp“ genau den gemeint, der nerviger ist als ein Popel auf der Krawatte: Genau so klebrig und man wird ihn nicht mehr los.
    Bis manch einer dann halt doch kauft.
    Geht das nicht anders?

    Irgendwie müssen doch all die Dinge, die Freude machen, die wirklich schön, nachhaltig, gesund oder was auch immer sind, ja ihren Weg zum Kunden finden. Und Interessenten haben Vorwände oder Einwände. Habe ich gelesen. Vorwände heißt definitiv: „Nein, ist nichts für mich.“ Einwände heißt: „Ich habe noch Zweifel. Man liefere mir Argumente, warum ich das jetzt kaufen soll.“ Ich tue mich da noch schwer, Vorwände von Einwänden zu unterscheiden. Oft mache ich dann eher das Gegenteil: Ich lasse Interessenten, die nur Einwände haben, stehen und sage: „Nein, dann ist das wohl eher nichts für Dich ...“ Auch verkehrt.

    Und Deine Einstellung, @San, "wenn dir gefällt, was ich mache, freu ich mich. Wenn nich, is das voll okay. Ich mag auch nicht alles, was ich im Laden sehe." ist doch eigentlich genau richtig. Ich will einfach nicht glauben, dass das nicht funktioniert.

    Verkaufen – offline bzw. von Mensch zu Mensch, finde ich schwierig. Ich will den Menschen nicht hinterher rennen. Ich will die Menschen in mein Leben ziehen, die in den Produkten oder in dem Netzwerk auch wirklich einen Mehrwert für sich erkennen. Ich weiß, manch einer wird jetzt denken: Träum weiter …
    Aber ich will nicht aufgeben. Ich bastele weiter an einer Online-Lösung. Meine Idee: Landing Page, wo sich die Leute eintragen können, dann Mailsequenz. Und wer feststellt, dass es nichts für ihn ist, der kann sich ja wieder abmelden.

    Und ja, @San: wortgewandt das bist Du. Muss man sich nur mal hier im Portal umschauen :-D.
    Aber hast ja auch wirklich was zu sagen …
  • @jensw Danke für die Blumen!
    Also ich muss spontan daran denken, dass ich n Klamottenjunkie bin, soll heißen mir gefällt alles, was ich nich schon tausend Mal auf der Stange gesehen habe und der Shit is teuer und oft nicht nachhaltig produziert. Ich schau inzwischen oft bei etsy, damit ist es wenigstens von einem Künstler, der in seine kleine Kollektion sein Herzblut steckt, selber gemacht. Das seh ich als halben Win auf dem Weg zur Nachhaltigkeit an.
    Mein Problem mit nachhaltigen Produkten is oft - sie sehn auch so aus. Ich frag mich dann immer, warum muss man nach Hippy stinken, wenn man ein Hippy is. Warum muss man immer gleich KOMPLETT zu einer Ideologie dazugehören. Gibt es nich auch andere Leute wie mich, die gern was für den Planeten tun würden, aber am WE dann dennoch in nem schicki micki Hotel absteigen und im Saunapark faulenzen, die in Hollywood produzierte Mädchenfilme glotzen und mit Transfetten gesättigten, panierten Käse zu ihrem Salat machen? Ich will die Vielfalt nich missen!
    Um endlich zum Punkt zu kommen: such mal nach nachhaltiger Mode und du findest wie gesagt nur Kram, der aus kratziger Bio-Baumwolle ist und der dich optisch in eine ganz gewisse Schublade steckt und diese von außen zuschraubt.

    Würde dein Traumjob beinhalten, Leuten wir mir dabei zu helfen, zu finden, was sie suchen? Dann find ich die Idee nämlich gar nicht so schlecht.
  • @jensw Ja, da wird bei mir so manche Träne fließen, wenn es denn so kommt. Aber es sind dann nicht nur Tränen des Abschieds von meinem geliebten Hobby, das ich für einige Jahre zum Beruf machen durfte, sondern auch Tränen der Dankbarkeit. Und ja, bestimmt wird es irgendwann wieder nachgefragt, aber mit längerer Pause zwischendurch...vielleicht.....vielleicht wird es auch gar nicht so schlimm und es gibt immer noch Menschen, die es sich leisten können......
    Mal sehen, was kommt......das wissen wir ja alle nicht.....
  • ja, @San, kann ich voll verstehen, dass Du auf kratzige Klamotten und Co. kein Bock hast. Bei uns in der Stadt gibt es so einen Laden. Da sind die Klamotten genau so, wie Du sie beschreibst. Kartoffelsack und Co lassen grüßen.
    Aber wenn Du nur paar Straßen weiter gehst, gibt es einen anderen Laden. Auch nachhaltig. Aber die haben einen ganz anderen Stil. Nein, nachhaltig muss nicht nach Hippie aussehen.

    Die Produkte, die ich vertreibe, sind sicher nicht für jede und jeden. Mir gefallen sie. Der Inhalt. Aber auch die Gebinde sehen cool aus. Finde ich jedenfalls. Nachhaltigkeit und Lifestyle müssen heute kein Widerspruch mehr sein. Man muss halt bereit sein, den Preis zu bezahlen.

    Und ja: auch fettige Pommes gibt es in bio.

    Ich habe meine Prinzipien, ja. Aber es tut mir gut, sie immer wieder auch mal zu durchbrechen. Vor dem Haus: kein Auto. Fahrrad, ÖPNV und Car Sharing ist angesagt. Wenn mir jemand einmal einen alten Chevrolet vor die Tür stellen würde, würde ich auch nicht nein sagen. Aber nach ein paar Stunden ist dann auch gut. Dann kann ich einen Haken machen auf der Löffelliste. Dann bin ich froh, wenn ich ihn wieder zurückgeben und die Freiheit auf dem Fahrrad genießen kann.

    Wenn ich morgens mit dem Fahrrad in die Stadt fahre, muss ich immer eine Straße überqueren. Da geht der ganze Pendelverkehr durch. In den Autos sehe ich nur griesgrämige Gesichter. Spaß sieht anders aus.
  • @Nanno, wir wissen nicht, wie es kommt. Im Moment können wir nur von einem Tag auf den anderen denken und leben. Aber wenn das vorbei ist: Ich glaube, die Menschen haben Sehnsucht nach den schönen Dingen. Ich drücke Dir die Daumen.
  • @Nanno, von Rabatten halte ich in Deinem Fall ja nichts. Hört sich für mich danach an, als wären all diese Produkte Unikate. Da ist die Gefahr groß, dass Du sie unter Wert verkaufst. Aber wie wäre es mit einem kleinen Bonus? Also keine Ladenhüter. Aber eine Aktion, vielleicht begrenzt für die nächsten drei Wochen: Etwas kleines, was sich leicht herstellen lässt, gratis dazu?

    Oder gerade jetzt vor Ostern an Deine treuen Kunden als kleines Danke Schön einen Gruß senden mit eben dieser Kleinigkeit dazu? Hast Du so etwas? Macht das für Dich Sinn? Jetzt in dieser Zeit ein Signal in die Welt zu senden: Hey, liebe Leute, es geht weiter! Jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken ...
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