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Intros und die Partnersuche

Hallo zusammen. Da die Partnersuche bei mir selbst gerade ein Teil meines Lebens ist, würde ich mal gerne eure Erfahrungen zu diesem Thema hören. Aus den Erfahrungen anderer Menschen kann man so viel für sich mitnehmen und man sieht dadurch oft auch viele Dinge klarer oder auch mit anderen Augen. Ich persönlich finde es nicht so leicht, als eher introvertierter Mensch einen Partner zu finden. In meinem Fall ist es z.B. so, dass ich nach ruhigen und verständnisvollen Menschen suche, da ich einfach jemanden an meiner Seite brauche, die mich versteht und so respektiert wie ich bin und nicht vorwurfsvoll versucht, mich ändern zu wollen (Hatte ich schon, deshalb möchte ich hier keine weiteren Erfahrungen sammeln). Und genau das ist garnicht so einfach ...

Welche Erfahrungen habt ihr so gemacht oder macht ihr vielleicht sogar auch gerade? Bin auch offen für den einen oder anderen Ratschlag oder Tipp, besonders, weil man hier im Forum ja unter Gleichgesinnten ist.

Kommentare

  • Mir sagen sie seither mangelhaftes Selbstbewusstsein nach, was womöglich sogar stimmen mag, da ich mich selbst schwer damit tue, andere Menschen anzusprechen und fürchte, dass ich die Leute nerve oder langweile, wenn ich nicht absolutes Vertrauen in die Person mir gegenüber hab.

    Das klingt jetzt erstmal nach einer Umschreibung, welche man meiner generellen Persönlichkeit zuschreiben kann, aber speziell wenn es um den Kontakt mit Frauen geht, wird mir dies wenn ich so darüber nachdenke, schon hin und wieder gesagt.

    Eine Therapie soll ich machen, wird mir da oft nahegelegt, doch damit fühle ich mich auch unwohl.
    Besonders auch, da ich absolut kein bisschen Smalltalk kann, außer übers Wetter zu sprechen und diesen auch abscheulich finde.

    Versuche daher jetzt erstmal langsam Kontakt mit jemanden aufzubauen, den ich kurz vor der aktuellen Pandemie kennengelernt habe, mit dem ich hin und wieder per Kurznachricht kommuniziere und hoffe so mich ein wenig einfinden zu können, zumal ich gerade etwas Luft und Nerven dafür habe und nicht erst wie mein Vater mit Mitte 40 eine Partnerin haben will.
  • Hallo KleinerHeld,
    ich hatte irgendwie nie Probleme, einen Partner zu finden, weil immer wenn einer weg war und ich mir dachte, "oh joa, dann hab ich jetzt mal Zeit, alleine zu sein", da schob mir das Leben einen neuen Mann hin und ich dachte "oh nee, oder? Irgendwie bin ich in den verliebt"
    Das hilft dir nicht besonders weiter, deshalb schnell zum nächsten und viel wichtigeren Punkt:
    Ich hab davon geschrieben, dass das Leben mir die Männer hinschiebt, wie auf einem Schachbrett. (Nur, dass wir uns nicht gegenseitig schlagen) Ich bin der vollsten Überzeugung, dass man nicht viel für seinen Partner machen muss, dass der einen irgendwann "findet". Nur, kann ich das natürlich nicht beweisen, außerdem hab ich gut reden, weil es bei mir immer so war und dennoch rennen da draußen x-Millionen Leute alleine rum und finden niemanden, bzw wenn man so will, werden nicht gefunden.
    Was für mich aber inzwischen ganz eindeutig und kolossal wichtig in der Partnerfindung ist (jetzt mal den Akt des Findens Hü oder Hott, aber WEN man da so findet)...
    ist die eigene Ausstrahlung, wenn man so will. Ich red jetzt nicht (nur) von Charisma und Selbstbewusstsein, sondern von all den Dingen, die dich ausmachen, die dir wichtig sind, die du vor dem Herzen trägst und in die Welt strahlst, ohne das auch nur ansatzweise zu merken. Dein Magnetismus.
    Ich bin der vollen Überzeugung, man zieht an, was man ausstrahlt. Wenn du Unsicherheit über dein Wesen in die trägst, wirst du jemanden finden, die dich ändern will. Hast du wie ich einen Mutterkomplex, wirst du dir nach und nach kleine Jungs anziehen (bitte nicht wörtlich nehmen, liebes FBI, es waren erwachsene Männer mit einem Gemüt, sich gerne pampern und versorgen zu lassen und nich so viel Bock zu haben, eigenständige, selbst denkende Männer zu sein).
    Es heißt immer so schön "Warum gerate ich immer an den Falschen?"
    Von enttäuschten Frauen, die sich einen Loser nach dem anderen an Land angeln, oder in dramatischeren Fällen einen Missbraucher nach dem anderen.
    Weil diese Frauen ihren Magnetismus nicht ändern, ziehen sie nach einer gescheiterten Beziehung den Nächsten desselben Stereotyps an.
    Um das Ganze nicht zu lang werden zu lassen: Ich kann dir nicht sagen, welche Ausstrahlung, welchen Magnetismus du genau hast. Das kannst nur du durch innere Einkehr und Selbsterkenntnis. Wer sich erkennt, kann sich dann bei Bedarf ändern oder annehmen, was er findet. Die Erkenntnis ist aber unabdingbar.

    So, das ist jetzt leider eher zum TED-Talk darüber geworden, warum man immer denselben (oder den falschen) Typ Partner anzieht. Vielleicht schließe ich mit dem Gedanken... erinnerst du dich, dass ich am Anfang sagte, ich dachte nach Trennungen oft "oh, okay, dann hab ich mal Zeit zum alleinsein"? Möglicherweise (und ich meine wirklich nur möglicherweise) war das der Schlüssel für meinen Magnetismus, um direkt jemand Neues anzuziehen. Weil ich kein Problem damit hatte, allein zu sein, konnte direkt jemand kommen. Ich hab oft das Gefühl, in einer Gesellschaft, die eine einzige Marketingkampagne dafür ist, dass jeder Mensch erst mit Partner komplett ist, ist es schwer, sich im Gegenteil einfach mal hinzusetzen, Zeit nur mit sich zu verbringen, sich kennen- und vor allem lieben zu lernen (was meiner Meinung nach eh der Schlüssel zu Allem ist).

    Zu @EinNerd noch kurz: Ein Therapeut wird absolut nich dafür bezahlt, dich zum SmallTalk aufzufordern. Meine erste Therapeutin fragte nach einigen Sekunden Stille, in denen ich nicht wusste, was geht hier ab und wie läuft das jetzt, einfach, warum ich da sei. Und dann redeten wir nicht über sonnige Flachheiten sondern über das staubige Eingemachte aus dem Keller. Ich will niemanden zu einer Therapie drängen, weil ich weiß, wie scheiße es sich anfühlt, das immer wieder gesagt zu bekommen. Man fühlt sich, als wär man defekt und die Leute würden sich so langsam dran stören und einen auffordern, endlich was zu unternehmen, damit sie sich in der eigenen Gegenwart wieder besser fühlen.
    Manchmal ist der Rat allerdings angebracht, aber dazu kenne ich dich nicht gut genug. Ich weiß nur, Therapie ist eine Sache, die muss man selber wollen und sich drauf einlassen, dann gibt es nichts Besseres da draußen und ich würde meine zwei Therapien nicht missen wollen, weil ich sonst noch da wär, wo ich vor 10 Jahren war und da war's nich schön.
  • @San Deine Beschreibung, wie man sich fühlt, trifft es mal wieder auf dem Punkt, wobei ich mir auch denke, was sollen denn andere Personen machen?
    Irgendwie muss man sich selbst behelfen und da hab ich für mich persönlich das Problem für mich zum Glück mittlerweile soweit herunter reduzieren können, als dass ich Dir sagen kann, was bei mir _kaputt_ ist.

    Dem einhergehend kann ich es auf folgende Dinge reduzieren:

    * Unwissen darüber, wie man ein Gespräch einleitet, besonders bei neuen und solchen Kontakten, zu welchen ich weniger Kontakt habe
    * Unwissen darüber, wie ich ein Gespräch am Leben erhalte, mich selbst einbringe und auch für andere interessant mache
    * Furcht davor, ob die Person überhaupt mit mir sprechen mag, oder ob ich diese gerade total nerve

    Bei dem zuvor erwähnten neuen Kontakt hab ich vorgestern einfach intuitiv gehandelt, nachdem ersten Gefühl, was mir hoch kam und das war Kommunikation, leider muss ich dafür auch in der richtigen Stimmungslage sein.

    Ich mein... klar, ist immer so, doch ich würde mir dieses Verhalten gern bewusst beibehalten und aneigenen, damit es für mich auch langfristig funktioniert, mit andern Menschen sprechen zu können.

    Kalt und uninteressiert zu wirken sind nämlich zwei zugewiesene Eigenschaften, welche mich selbst belasten, wenn auch ich mit meiner nach innen gekehrten Persönlichkeit natürlich sage, alles juckt mich auch nicht.

    Ich denke bei Frauen ist das ganze nochmal ein ganzes Stück schwerer, weil man auch nicht wie ein Creep rüber kommen will und ständig im Hinterkopf hat, die wird entweder eh schon vergeben sein, oder wird schon von x andern angelabert, wobei ich mir jetzt gerade, während ich diesen Text schreibe mir auch vorstellen kann, dass sich diese Probleme von selbst in Luft nach und nach auflösen, wenn ich das weiter oben geschriebene für mich lösen kann.
  • Hallo KleinerHeld, ich bin zwar nicht auf Partnersuche, möchte Dir aber trotzdem antworten.
    Ich bin 30 Jahre mit meinem Mann zusammen. Wir sind zusammen gekommen, da war ich 18. Und ich will auch keinen anderen. Trotzdem denke ich immer mal über das Thema nach und sinniere dann so rum, warum das heute so schwer geworden ist, den richtigen Partner zu finden. Ich glaub, die Ansprüche sind heute einfach so hoch. Der Partner muss „perfekt“ sein und passen.

    Ich würde mich, sollte es mal so sein, dass ich alleine bin, auch nicht mehr auf die Suche machen. Ich kann mir gut vorstellen, das Leben alleine weiter zu verbringen. Denn auch meine Ansprüche sind zu hoch.

    Natürlich nützen Dir solche Aussagen gar nichts, wo Du als junger Mensch noch nach dem passenden Partner Ausschau hältst. Aber auch das ist meine Frage, ob es evolutionär bedingt ist, dass man ständig nach jemanden sucht, der das Leben reichhaltiger macht. Vielleicht es es manchmal aber besser, wenn man alleine bleibt.

    @ein Nerd: Zum Thema, dass man Dir zu einer Therapie rät: Ich denke, das Wort Therapie ist heute einfach zu schnell in jeder Munde. Was soll man denn bei Dir therapieren? Deine Zurückhaltung, Deine Verschlossenheit, oder dass Du keinen Smalltalk „kannst“? Bestimmt hast Du einfach nur keinen Bock auf Smalltalk, habe ich nämlich auch nicht. Mich interessiert vieles einfach nicht, was andere so von sich geben! Und in meinem Gehirn spielt sich immer so viel ab, dass ich es meist gar nicht in Worte fassen kann.

    Wenn Du wirklich Dinge anders machen möchtest, kannst Du es alleine schaffen. Dafür brauchst Du echt keinen Therapeuten. Ich spreche da aus Erfahrung, denn ich habe es auch hinbekommen. Man muss es nur wirklich wollen und kleine Schritte machen. Und auch mal seine Komfortzone verlassen.



  • Hallo KleinerHeld, auch ich möchte dir Rückmeldung geben. Bin in diesem Forum gelandet, weil ich eher von der ambivertierten Seite komme, und die introverierte Seite verstehen wollte. Und nun bin ich nach X Jahren immer noch hier und werde geduldet ;-)
    Ich möchte dir sagen: stehe zu dem was du brauchst. Kommuniziere, wenn du Ruhe brauchst, stehe zu den Seiten, die nicht alle verstehen werden, aber die richtigen und die verständnisvollen Menschen wirst du damit herausfiltern. Andere sehen nicht gleich, was in dir vor geht, deshalb ist Kommunikation so wichtig. Manchmal denkt man vielleicht, dass gewisse Dinge selbstverständlich sind, aber für eine andere Persönlichkeit können ganz andere Dinge wichtig sein. Öffne dich zu den Personen, die es dir wert sind...und ja, es wird auch Menschen geben, die dich verletzen werden, aber es wird auch jemand bleiben. Ich habe lange Zeit, als ich jemand sehr introvertiertes kennengelernt habe, die ruhige Art fehlinterpretiert, und dies als Desinteresse gedeutet. Das war nicht einfach für mich, weil es mich so verunsichert hat. Ich habe mich daraufhin immer wieder zurückgezogen, da ich mich nicht erwünscht fühlte. Nachdem mir das mehrmals passiert ist und wir trotzdem irgendwie in Kontakt blieben, habe ich es offen angesprochen, und man konnte es klären, dass hier einfach ein unterschiedlicher Wunsch nach Kontakt besteht. Wenn man charakterlich unterschiedlich ist, und man an der anderen Person festhalten möchte, dann habe ich sehr gute Erfahrungen mit einem offen Austausch gemacht.
    Die Ausstrahlung, was @San geschrieben hat, sehe ich als genauso wichtig an. Man strahlt das aus, was man denkt, deshalb sollte man damit anfangen sich selbst zu mögen, selbst positiv über sich zu denken...
    Ob die aktive Suche immer gleich zum Erfolg führt, ist schwierig, vielleicht ist es einfach besser seine Aktivitäten mit anderen "hochzufahren", dann hat das nicht gleich ein Dating-Charakter, und man kann sich erstmal "kennenlernen".
    Alles Liebe Ambi
  • @Nethi Drastische Worte, doch ich denke mir auch, dass Du recht irgendwo hast.
    Eben weil ich viel an mir selbst arbeite, möchte ich das jetzt auch ausprobieren, weil ich mental Luft habe und tatsächlich, ich hab zumindest mit dem zuvor erwähnten Kontakt jetzt häufiger schriftlichen Kontakt und auch einen Kumpel, der vor einer Weile weg gezogen ist und für mich damit eigentlich schon zu distanziert ist, schrieb mir sofort, als ich ihn angeschrieben habe, was ich als Erfolg verbuche.

    Nun sind das zwar keine weiblichen Bekanntschaften, aber vom Prinzip her scheiterte auch bei solchen der Kontakt bei mir bisher meist aus sehr ähnlichen Gründen.

    Ich fühle mich gerade innerlich wohl und habe das Bedürfnis weiter zukommen, daher denke ich, wird das irgendwann auch mit Frauen klappen.

    Zwar hab ich keine Lust, erst mit 40 oder 50 eine Partnerin zu haben, das ist eine große Angst von mir, weshalb ich bisher immer alles versucht hab zu erzwingen und eher auf die Nase flog, aber ich hab auch diesen innerlichen Druck nicht mehr, ebenso wie mich das Gefühl der Irrelevanz mich verlassen hat.

    Mir gehts einfach gerade gut und so will ich dann auch weiter kommen.
  • Hallo, ein sehr interessantes Thema!

    Ich habe erst vor kurzem mit meinem Partner über unsere Wesensart gesprochen. Wir wissen beide, dass wir zu jenen Menschen gehören, die zwar weltoffen, weltzugewandt und vor allem gesellschaftspolitisch äußerst interessiert sind - dennoch brauchen wir nicht viele Menschen um uns. Mein Partner hat sehr gute Freunde, mit denen er sich regelmäßig trifft, es sind über Jahrzehnte gewachsene Beziehungen.
    Ich selbst brauche im Moment nur wenige Begegnungen. Aber ich kann grundsätzlich sehr schnell mit Menschen in Kontakt kommen, das fällt mir leicht.

    Meinen Partner habe ich auf einer Plattform kennengelernt. Es war ein Versuch, den ich mir vorher nicht hätte vorstellen können. Mein Profil war damals sehr umfangreich und aussagekräftig. Was da alles auf mich eingeströmt ist, war teilweise sehr schockierend. Bereits nach wenigen Tagen hatte ich so viele schlechte Eindrücke gesammelt, dass ich meinen Account stillgelegt habe. Dennoch hatte ich innerlich stets das Gefühl, dass ich noch einmal online gehen musste.
    Ich wollte genau die eine Stecknadel im Heuhaufen finden, für die ich meine aussagekräftige Seite eingerichtet hatte. Und siehe da, so war es auch. Wir haben uns über Monate nur geschrieben - später telefoniert und uns dann mehrmals getroffen und Schönes miteinander unternommen. Wir hatten zuvor durch die Telefonate und Mails schon ein sehr gutes, vertrauensvolles Miteinander aufgebaut.

    Wir haben viele Gemeinsamkeiten, vor allem sind uns beiden gemeinsame Werte sehr wichtig. Auch Interessen, die wir teilen. Da wir beide keine 20 mehr sind, weiß ein jeder vom anderen, dass er auch viel zeitlichen und räumlichen Freiraum braucht. Das funktioniert sehr gut - ich bin dankbar.
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