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Was fühle ich für diese Lehrerin und was fühlt sie für mich?

Hallo!

Ich bin 20 Jahre alt (w) und war schon immer sehr schüchtern und introvertiert. Ich hatte sehr viel Fantasie und hatte vor sehr vielen Dingen Angst. Ich konnte unter Menschen sehr offen sein, verbrachte aber dennoch sehr viel Zeit alleine.

Kurz zu meiner Vorgeschichte :

Meine Zeit in der Grundschule verlief eigentlich sehr positiv. Ich hatte nicht viele Freunde, dafür aber gute. Es gab damals nur einen Vorfall, der mir schon in diesem jungen Alter gezeigt hat, dass ich irgendwie "anders" war. Eine Mitschülerin zog mich an den Haaren und schubste mich die Treppen runter. Meine ehemalige beste Freundin stand daneben und lachte damals nur.

Als ich 10 war, fuhr mir die Freundin einer Nachbarin ,die ebenfalls im gleichen Alter war, mit ihrem Fahrrad in meinen Schritt. Meine Mutter war schon damals sehr distanziert.

Als ich auf's Gymnasium kam, schloß ich mich einer Gruppe an. Ich hatte auch eine beste Freundin. Diese "Freunde" fingen nach einer gewissen Zeit an zu sehen, dass ich sehr passiv und ruhig war. Sie fingen an sich über meine "Schweißhände" lustig zu machen. Auch über meine Größe (1,50)machten sie sich lustig. Oft hieß es dann : "Die *mein Name* macht garnichts". In der 8. Klasse hieß es von einem männlichen Gruppenmitglied, dass ich so dick und klein wäre, wie die Feder, die auf dem Pult lag. Das passierte im Physik-Unterricht. Ich wog damals 63 kg. Heute wiege ich 48/49 kg. Hab also ca. 13 Kilo abgenommen und bin in eine Essstörung verfallen. Ich fühle mich manchmal immer noch wie dieses 13-Jährige Mädchen, über das sich damals lustig gemacht wurde. Von meinen Freunden hieß es, ich sollte das alles nicht so ernst nehmen. Es war ja nur "Spaß".

In der 8 und 10 hab jeweils eine Nachprüfung gemacht und beide bestanden. Meine Noten waren damals schon nicht gut. Von meiner besten Freundin musste ich verbalen Missbrauch ertragen, bis ich ihr nach 7 Jahren die Freundschaft in der 11.Klasse kündigte. Ab da änderte sich alles. Sie hatte sich vorher schon komisch verhalten(distanziert, kalt,abweisend) und sich eine neue beste Freundin gesucht. Wir waren für einen kurzen Moment sogar eine 3-er Gruppe. Das Mädchen war aus einer anderen Klasse. In der 11 wurden aus den Klassen ja Kurse.

Meine Noten sackten immer mehr ab. Ich fand heraus, dass meine ehemalige beste Freundin eine Narzisstin war.
Ich hatte in der Zeit auch sehr große Probleme mit meiner Sportlehrerin. Ich verhielt mich im Unterricht so passiv, dass sich das Mädchen, mit der sich meine ehemalige beste Freundin zusammen tat, bei der Lehrerin über mich beschwerte.

In der 11 bekam ich auch eine neue Lehrerin in Englisch, die gleichzeitig auch meine Stufenleiterin war. Sehr groß, lockiges langes Haar(Kastanienbraun) und weiße Blume im Haar. Diese Lehrerin verhielt sich sehr kalt und distanziert gegenüber mir. Sogar sehr streng(wahrscheinlich weil ich eben sehr ruhig war). Sie kam mir anfangs sehr komisch vor. Ich glaube ich hatte sogar etwas Angst vor ihr.

Anfang 2017 stand im Januar eine mündliche Prüfung in Englisch an. Ich war an dem Tag krank. Ich schrieb ihr morgens ne Mail. Als sie mir zurück schrieb, meinte sie, dass sie mich schon erwartete, wenn ich wieder gesund werden würde. Die Prüfung lief gut. Sie gab mir ne 2-. Was mir trotzdem auffiel war, dass sie sich beim Gespräch der Note sehr nah an mich setzte. Sie legte ein Bein über das andere und ihr Knie berührte beim Sitzen meins. Sie fragte mich wieso ich so ruhig sei, ob ich mich umsetzen wollte etc.

Ich hatte danach noch ein Gespräch mit ihr. Zusammen mit meiner Mutter. Meine Mutter versprach sich und meinte im Gespräch zu mir : "Sag, was mit der Sportlehrerin passiert ist". Da die Lehrerin mir gegenüber saß, neigte sie ihren Kopf und zog ihre Augenbrauen hoch. Ich erzählte ihr von den Problemen in Sport. Als wir uns beim Abschied die Hände schüttelten, war es als würde Elektrizität durch meinen Körper fließen.

In der nächsten Stunde mit ihr, bekam sie mit, wie ich mit einer Mitschülerin über unsere anstehende Prüfung in Sport plauderte. Sie schaute auf und starrte mich vom Ende des Raumes an. Als ich rauswollte, meinte sie zu mir, dass meine mündliche Beteiligung besser geworden war. Sie lächelte mich an und ich stand dort wie angewurzelt. Alles andere verstummte irgendwie. Die Stimmen meiner Mitschülerin wurden schwacher. Es war eine sehr komische Situation. Sie war immerhin meine Lehrerin. Ab dem Moment verliebte ich mich in sie.

Eine andere Situation ereignete sich in mitten einer Gruppenarbeit. Die Schüler standen in der Mitte und sie saß außen am Tisch. Ein Schüler erzählte einen Witz, sodass wir alle anfingen zu lachen. Als ich geradeaus schaute, merkte ich erst, wie sie mich anstarrte und mit einem ruhigen Lächeln anschaute. Später beim Vorstellen meinte sie zu mir "Das Beste kommt zum Schluss",da ich die letzte war, die nach vorne musste. Bei einer Gruppenarbeit im Vorraum starrte sie mich auch an. Wenn ich hinschaute, schaute sie weg. Als ich vorne am Pult saß und die Ergebnisse der Gruppenarbeit vorlas, schaute sie bei ihrem Feedback immer auf ihre Notizen und nicht in meine Augen.

Als sie die Liste für unsere Abifächer bekam, kam sie zu mir und war kurz davor ihre Hand auf meine Schulter zu legen. Zu zuckte jedoch zusammen und nahm ihre Hand ganz zaghaft weg. Wir besprachen im Unterricht ein Buch und sie forderte mich zum Lesen auf. Ich machte keinen einzigen Fehler. Sie schaute mich nur erstaunt an. Bei Besprechungen der Noten, meinte sie, dass ich eine sehr gute Syntax habe. Ich bemerkte schon damals, dass sie eine Kette vom Baum des Lebens trug. Ich googelte und stoß auf Buddhismus. Ich bin halt jemand, der alles beobachtet, wenn er mit einem anderen Menschen redet. Auch sowas. Sie kam mir halt immer schon so anders vor und das ich sie jetzt in einem so anderen Licht sah, war strange. Eine Mitschülerin meinte sogar einmal zu mir, dass sie bestimmt so eine typische Einzelgänger ist, die alleine reist. Klar war ich das auch, aber ich kannte sie ja nicht persönlich, deswegen sagte ich dazu nichts.

Ein halbes Jahr nach unserem Gespräch mit meiner Mutter fragte sie mich wieder, ob ich mich wohl fühlte. Da ich in der Stufe niemanden hatte, blieb ich auch bei der Raumaufteilung für die Studienfahrt alleine. Die übrigen 2 kamen mit mir in ein Zimmer. Als wir nach der Ankunft Abends losgingen, meinte sie zu mir, dass ich ja "wohl nicht alleine losgehen werde". Als wir einen Tag einen Workshop hatten, legte sie ihre Sachen auf meine, obwohl es noch viele leere Stühle gab. Ich bekam über die Woche eine kleine Wunde am Auge. Sie schaute mich am nächsten Morgen entsetzt an und fragte mich, was mit meinem Auge passiert war. Auf der Abreise wuschen wir uns gleichzeitig auf der Toilette die Hände. Sie fragte mich auch da, ob alles okay war.

Ich schaffte die 12. Klasse nicht und wiederholte. Unser Kurs traf sich auf dem Flur, weil sie etwas verteilen wollte. Sie gab mir die Blätter als letztes und schaute mich enttäuscht und wütend an. Wir folgten ihr ins Büro wegen einem Formular, das wir ausfüllen sollten. Es war für das Abizeugnis. Sie gab mir das Formular in die Hand, obwohl sie wusste, dass ich wiederhole. Sie wollte mich anscheinend nicht blamieren.
In der Zeit wurde ich mit dem Turner Syndrom diagnostiziert. Ich erzählte es jedoch niemandem.

Sie hat sogar einmal eine Schülerin unterbrochen, damit sie mich dran nehmen kann! (*Name der Schülerin*, darf *mein Name*erst dran?). Das war so peinlich. Ich dachte ich versinke im Erdboden! Diese Schülerin hat mich in dem Moment so komisch angeguckt. Sie hat sich umgedreht, weil sie vor mir saß. Bestimmt dachte sie sich, was zwischen mir und dieser Lehrerin ist.

Auf jeden Fall hat sie sich nach dem ganzen Anstarren und "mich hervorheben" total distanziert verhalten. Vielleicht hat sie gemerkt, dass ich Gefühle für sie hatte? Sie hat mich bewusst ignoriert, mich nicht angeschaut. Als ich ihr eines Abends schrieb, das ich für eine Woche nach Griechenland fliegen muss, weil mein Großvater verstorben ist, wünschte sie mir herzlichstes Beileid. Als ich wieder kam, schaute sie mir noch nicht mal in die Augen. Ich weiß nicht, ob sie mich vielleicht nicht belasten wollte nach dem Todesfall und mir meine Ruhe gönnen wollte..Trotzdem war es komisch.

Als ich eine Klausur schrieb, war sie die Aufsicht. Ich hatte sie zu dem Zeitpunkt seit fast 1 Jahr nicht gesehen, da ich andere Lehrer bekam. Ein Mädchen und ich waren die einzigen, die noch schrieben. Sie meinte dann zu mir, dass ich ja keine Punkte vergessen sollte und ordentlich schreiben sollte,als sie sah, dass ich zusammmen packte. Ich empfand es schon als sehr verwirrend, dass sie nach fast 1 Jahr immer noch den Kontakt zu mir suchte. Sie hatte ja keinen Grund dazu. Ich verabschiedete mich von ihr und gab ihr mein Heft. Ab da sah ich sie nie wieder.

Kommentare

  • Hey.

    Was du beschreibst, musst du wohl tatsächlich aus eurer beider Perspektiven betrachten.

    Einmal, was du für deine Lehrerin fühlst.
    Das kann ich dir natürlich nicht sagen. Fühlst du dich denn zu ihr hingezogen? Versuchst du absichtlich, ihr zu begegnen, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen? Freust du dich, wenn du sie siehst, sie dich unter anderen Schülern wahr nimmt? Würdest du gerne private Details über sie erfahren?

    Was sie für dich fühlt, kann ich natürlich auch nur raten. Es macht mir aber den Eindruck, dass sie erkannt hat, dass du es nicht immer einfach hattest und hast und deswegen ein Auge auf dich hat. Was nicht ungewöhnlich ist bei ihrem Beruf. Sie versucht dir vielleicht einfach nur zu signalisieren, dass sie ein offenes Ohr für dich hat. Vielleicht erkennt sie sich auch in dir wieder und weiß deshalb, wie hilfreich es sein kann, wenn man ein kleines bisschen Unterstützung hat.
    Alles was darüber hinaus geht, wäre in ihrer Position extrem unangebracht. Immerhin bist du ihre Schutzbefohlene. Selbst wenn sie mehr auf dich achtet als auf andere Schüler, wird sie das garantiert für sich behalten.

    Nicht so einfach mit den Gefühlen ;) ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.
  • Liebes @spiritualgirl
    darf ich dir aus meiner Perspektive darauf antworten ? Ich bin sehr viel älter als du, und was du schreibst erinnert mich daran, wie ich damals funktionierte. Auch jetzt manchmal noch.
    Dieses Forschen, der Drang, verstehen zu wollen, nein zu müssen, wie etwas gemeint ist, selbst das kleinste Detail. Das Gefühl von Verbundenheit mit einer Person, ohne dass man mit ihr kommunizieren kann. Intensiver Augenkontakt, aber keine Worte. Wenn Worte, dann Enttäuschung, Ernüchterung.
    Etwas an deiner Lehrerin fasziniert dich stark. Die Anziehung ist so stark.. du suchst nach Übereinstimmungen.
    Ich finde, sie verhält sich nicht professionell. Wenn sie dich speziell behandelt sollte sie dir kommunizieren warum sie es tut.
    Vielleicht magst du sie einmal selber danach fragen -"was kann ich für Sie tun?" Vielleicht ergibt sich ein Gespräch. Du würdest eine Grenze ziehen damit und dich auf dich selber konzentrieren.
    Dass sie selber introvertiert ist (d.h. dass sie die sehnlich vermisste Gleichgesinnte ist, die dich endlich versteht), das glaube ich nicht. Dennoch ist sie ein wichtiger Wegweiser, der dir starke Impulse sendet, diese können dein Leben verändern.
    Liebe Grüsse und alles Gute
  • @Eva danke. Wieso glaubst du denn, dass sie sich nicht professionell verhalten hat? Sie hat auch mal eine andere Schülerin umarmt. Also so speziell kann ich für sie nicht gewesen sein,dass sie mich anders behandelt hat.
  • Liebes @spiritualgirl
    das ist so ein Gefühl. Eine Pädagogin muss doch kribbelnde Situationen vermeiden... Aber ich kann mich auch irren.
  • @Eva kribbelnde Situationen?

    Naja, auf jeden Fall bin ich seit April 2019 aus der Schule bzw. dem Gymnasium weg. Ich kann sie also nicht fragen. Hätte es auch nie getan.

    Das anstarren war aber schon komisch. Sie wollte mich vielleicht beim ersten Mal motivieren für meine Sportprüfung, aber das zweite Mal? Ein Klassenkamerad hat einen Witz gemacht und alle haben angefangen zu lachen. Sie und ich auch. Auf einmal merke ich, wie sie mich anguckt. Total komisch.

    Oder wo sie die Schülerin vor mir unterbrochen hat, um mich dran zu nehmen. "*Name der Schülerin *, darf *mein Name*erst dran?". Das ist unprofessionell. Ich war für 13 Jahre an dieser Schule und habe noch nie einen Lehrer /eine Lehrerin erlebt, die so reagiert.

    Es ist verwirrend. Was meinst du damit, dass sie ein wichtiger Wegweiser ist? Also sowas wie eine Seelenverwandte?
  • @spiritualgirl Ich hab das Gefühl, dass auf jede Andeutung oder Vermutung unsererseits, dass deine Lehrerin mit ihrem Verhalten sexuelles Interesse ausgedrückt hat (sexuell im weitest gefassten Sinne des Wortes. "Sexuell" beinhaltet für mich hier auch ein mögliches "Verliebtsein", auch wenn es dabei nicht zu sexuellen Handlungen kommt/gekommen ist/kommen muss. In jeglicher Definition auf dieser Skala ist die Kombination Lehrerin/Schülerin schlicht unprofessionell und höchst alarmierend.), dass du da jedes Mal nachfragst, wie wir das meinen, warum wir das sagen, wie wir zu dem Eindruck kommen, etc.
    Ich kann mich irren, aber ich meine, herauszulesen, was du gerne in diese Situationen mit deiner Lehrerin hineininterpretieren *willst*. Nämlich, dass diese Lehrerin etwas Besonderes in dir gesehen hat und du Kontakt zu ihr haben könntest und sie - keine Ahnung - eine Führungsperson oder sowas Ähnliches für dich sein könnte.

    Ich verstehe, dass es dir nicht so doll gut geht in deinem Leben und dass sich die Leute - deine Familie - die dich *eigentlich* bedingungslos lieben und unterstützen sollten, sich unakzeptabel kalt und feindlich dir gegenüber verhalten und dass freundliches Verhalten einer älteren Person, der du Achtung entgegen bringst, wie Balsam auf eine geschundene Seele für dich sein muss.
    Nur hier seh ich das Problem: Du fragst Fremde im Internet, wie sie die Dinge gemeint haben könnte. Wir wissen es noch weniger als du, weil wir sie noch nie getroffen haben. Und deine und unsere Spekulationen erlauben dir, dich in deine Traumwelt zurückzuziehen, die tapeziert ist mit lauter "was wäre wenn"s. Ich bin die letzte, die es ablehnt, zu träumen und ich glaube, dass träumen und ein Entfliehen von der Relatität manchmal das Einzige ist, was uns im Kopf zusammenhält, wenn es in der echten Welt ruppig zugeht.
    Nur musst du dir dessen bewusst sein, dass dies nur ein Traum sein kann.
    Im allerbesten Fall ist es tatsächlich so, dass sie dich "erkannt" hat und sympatisch findet oder Mitgefühl damit hat, wie Leute mit dir umspringen.
    Im schlimmsten Fall hat sie Neigungen, denen kein Mensch auf der Welt nachkommen sollte. Die Skala zwischen "bester Fall" und "schlechtester Fall" ist möglicherweise weit gefasst und ziemlich schwammig. Und es bleibt alles, wie gesagt, absolute Spekulation. Sofern du sie nicht ausfindig machst und sie komplett auf den Kopf zu darauf ansprichst, was ihr Verhalten zu bedeuten hat und woran du bei ihr bist, wirst du niemals herausfinden, was das alles zu bedeuten hatte/hat. Und ich bezweifle ein wenig, dass du das tun wirst, sonst würdest du uns nich um unsere Meinung bitten.

    Ich weiß, das ist alles unangenehm zu lesen und vermutlich findest du mich auch nicht besonders nett. Ich versuche aber eigentlich nur, dir zu sagen, dass du diesen Wunschtraum, den du nicht erreichen kannst, verlassen solltest. Du kannst dich ewig darum im Kreis drehen und ewig dieselben Fragen stellen. Du wirst deine Antwort nicht erhalten. Derweil könnte es aber passieren, dass du zu beschäftigt mit den immer gleichen Fragen bist und Menschen verpasst, die dich vielleicht AUCH in diesem besonderen Licht sehen, von dem du dir wünscht, dass deine Lehrerin dich darin gesehen hat. Ich will dir einfach nur sagen, dass du manchmal auch aus den Träumen aufwachen und dich der Realität stellen solltest. Mit der Realität is die Sache nämlich die - du musst in ihr leben, ob du willst oder nicht. Und du hast die Kraft, deine Realität zu formen. Tatsächlich tust du es (und jeder von uns) zu jeder lebenden, atmenden, Sekunde, die wir nicht schlafen. Träumen ist schön und gut aber es kann immer nur eine Übergangslösung sein und deine (und jedermanns) Vorgehensweise sollte es sein, sich die Realität nach und nach so zu formen, dass man weniger in Träume entfliehen muss, um sie ertragen zu können. Und eines Tages sogar Gefallen daran zu finden.
    Ich weiß, das erfordert Mut und ist schwerer, als sich in Träumen und was-wäre-wenns zu verstecken, aber es lohnt sich um ein Vielfaches.

    Bitte entschuldige, wenn das ruppig, hart oder gemein rüberkam. So war es nicht gemeint. Ich hab dir schon in vergangenen Posts gesagt, dass ich tolles Potenzial in dir sehe und deine Werthaftigkeit anerkenne, auch wenn du sie vermutlich oft selber nicht sehen kannst, weil dir niemand gezeigt hat, wie das geht. Und ich weiß, von außen sehen die Dinge immer leichter als sie sich anfühlen, wenn man genau mittendrin steckt.

    Edit: Weißt du was? Steh doch einfach dazu. Steh dazu, wie du die Situation deiner Lehrerin interpretieren WILLST. Was du dir am meisten wünschst, was das gewesen ist. Schreib es auf, nur für dich alleine. Sei mutig in der Formulierung, du kannst den Zettel danach verbrennen um sicher zu gehen, dass niemand außer dir erfahren wird, was darauf steht. Und dann schöpfe Kraft daraus, dass sie in deinen Augen [dich als Seelenverwandte betrachtet hat oder was auch immer auf deinem Zettel steht]. Schöpfe Kraft daraus, dass es diese Person gibt, aber spekulier nicht mehr darüber und mache auch nicht dein Selbstbewusstsein davon abhängig. Oder mach es meinetwegen temporär davon abhängig. Hänge dir diese Errungenschaft als wunderschöne Dekoration in dein Bewusstsein. Aber dann mache dich auf, weitere Errungenschaften zu erreichen. Benutze diese Frau und ihre Aufmerksamkeit als Stützpfeiler für dein Selbst und baue dich so darum herum, dass du sie eines Tages aus dem Gebilde, das Spiritualgirl ist, herausziehen kannst, ohne zusammenzubrechen.

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