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Familien- Treffen

Kann man sich auf bevorstehende Familientreffen oder allgemein größeren Runden irgendwie vorbereiten als Introvertierter ?
Habt ihr gute Tips ? Wie geht ihr damit um ?
Das würde mich mal interessieren.

LG Johanna

Kommentare

  • Dafür braucht es viel, viel mehr Informationen - also falls du nach Rat suchst oder konkreten Ideen. Grundsätzlich kommt Introversion ja nicht mit einer Ablehnung von Familientreffen oder größeren Runden einher, wir gehen mit ihnen nur anders um.

    Wieso musst du dich denn vorbereiten? Bist du nervös, hast du sogar Angst, sind da Menschen, die dich schlecht behandeln, hast du einfach keine Lust oder ...? Da ist ja jeder Introvertierte anders.

    Ich persönlich versuche mir vor solchen Treffen immer nicht zu viel auf den Teller zu legen, also nicht noch mehr Sozialkontakte zu haben. Außerdem ist es extrem wichtig, dass ich weiß, dass ich DANACH erst einmal einen Tag oder zwei für mich sein kann. Zumindest wenn es um Treffen geht, auf die ich nicht 100% Lust habe. Wenn es um die engsten Freunde oder die Familie geht, brauche ich kaum Vorbereitung :)

    Liebe Grüße
  • Ich fahre seit einiger Zeit tatsächlich gut damit, vor einem Treffen und bestenfalls auch danach meinen "Sozialakku" zu leeren.

    2 besser noch 3 Tage davor für mich sein, damit mich der Kontakt mit der Familie dann durchaus bereichern kann, anstatt mich zusätzlich zu stressen.

  • Danke für eure Antworten.
    Darüber muss ich mal in Ruhe nachdenken:-)

    Wir treffen uns manchmal zu einem Familien Frühstück.
    Ist es nur die unmittelbare Familie also die erwachsenen Kinder und unser
    Enkelkind bin ich entspannt.

    Früher sind noch die Geschwister meines Mannes dazu gekommen mit Kindern und Anhang .Das war für mich stressig. Wir waren dann morgens um 10 Uhr am Frühstückstisch schon zwischen 12 - 14 Personen .
    Ich sag es mal so ; jeder will gesehen und gehört werden.

    Ich kann dann den Gesprächen irgendwie nicht folgen , ich schaue mal hierhin , mal dorthin....das ist anstrengend.

    Machen wir das bei uns zu Hause ziehe ich mich schon mal in die Küche zurück.
    Da ich selbst kein großer Redner bin fällt das kaum auf , denke ich .
    Höchstens mein Mann vermisst mich schon mal .
    Glücklicherweise machen wir das nicht mehr so oft und wenn dann nur noch in kleiner Runde.


    An Weihnachten gehen wir alle zusammen auswärts essen.
    Da sind wir dann wieder 14 Personen.

    Ich finde diese Treffen einerseits schön , freue mich darauf , doch es fällt mir schwer mich im Laufe des Abends auf die Gespräche zu konzentrieren. Fühle mich gestresst , bin unruhig und freue mich auf zuhause. Dort angekommen komme ich direkt zur Ruhe.
  • Hallo Johanna,
    es kann gemäß meiner Erfahrung auch in kleineren Runden schon anstrengend werden. Mir widerstrebt sehr, wenn es Personen schaffen, die Menschen dermaßen mit einem unreflektierten "Ich weiß es besser"-Verhalten zu überstülpen, dass es keine ehrlichen Reaktionen mehr gibt: Entweder diese Person wird besonders hofiert (um sie bei Laune zu halten, damit man keine strengen Blicke oder keine scharfen Wortmeldungen auf sich zieht), man macht übertriebene Komplimente, wendet dem so am lautesten Agierenden die meiste Aufmerksamkeit zu oder man begibt sich gegenüber diesem "Ich weiß es besser"-Meinenden immer mehr auf Rückzug. Letztere ist inzwischen meine Lösung in solchen Runden, ich ziehe mich mehr auf den Beobachter-Posten zurück und setze in meinem Leben mehr auf echte Gespräche mit Seelenverwandten.

    Ich kenne diese Art Stress, wenn man diese Unruhe verspürt und am liebsten einfach nur noch weg möchte. Nicht nur, weil so viel geredet wird, sondern auch, weil der so wichtige Respekt abhanden gekommen ist.

    Wenn man nicht gerade zuhause ist und man weiß im vorhinein, was auf einen zukommt, ist die Sitzplatzwahl sicherlich auch ein wichtiger Faktor. Man muss sich ja nicht ins Zentrum des Hurrikans pferchen lassen, sondern kann sein gewähltes Platzerl auch dezent verteidigen. Demgemäß empfiehlt es sich, besonders pünktlich zu sein, dann hat man noch die Auswahl ...

    Allerdings werden die Indoor-Treffen in den nächsten Monaten sicherlich wieder in kleineren Runden stattfinden, man weiß ja, warum ... die Corona-Zahlen steigen wieder! :-((
  • Ich möchte dieses allgemeine, wie auch (leider) immer wieder kehrende Thema heute gern in Erinnerung rufen, da bereits vieles angesprochen wurde, was weiterhelfen könnte, um Familienfeiern künftig (noch) besser zu überstehen.

    Zum einen mit den vielen Eindrücken klarkommen zu müssen, das anhaltende Reden (und die Themenwahl), aber auch der nötige Respekt untereinander scheinen mir wichtige Komponenten zu sein, an denen man drehen kann.

    Von Sitzordnung war die Rede und sich rechtzeitig einen guten Platz zu sichern und diesen notfalls zu verteidigen :)

    Gern genommen der Rückzug in die Küche.

    Ich habe Einiges für mich ausprobiert. Bei dem letzten Familientreffen, zu dem wir situationsbedingt gerade mal 5 Personen waren, wollte ich als Gastgeberin die Situation mit einem Stehempfang auflockern - was aus welchen Gründen auch immer leider nicht gut funktioniert hat. Rückblickend würde ich sagen, ist es auch immer eine Frage, mit wem man sich trifft, wie aufgeschlossen diese Menschen für Neuerungen sind und ganz wichtig hätte ich gefunden, dass man mir als Gastgeberin sagt, was gebraucht wird.

    Eine Sitzordnung/Anleitung meinerseits hätte im Nachhinein vielleicht geholfen, da wir mindestens einmal die unglückliche Situation hatten, dass jemand mit dem Rücken zu einem anderen Partygast saß. Absicht? - darüber kann nur spekuliert werden ;)

    Die Stimmung war spürbar gespannt.
    Alte, verkrustete Muster traten wieder zu Tage.

    Ich versuche mich damit zu beruhigen, dass Jeder gute und schlechte Tage hat und man sich als Kern-Familie grundsätzlich ja gut versteht.

    Doch so ein trauriges Weihnachten möchte ich bitte nicht mehr erleben.

    Und ich komme für mich zu folgendem Schluß:

    besser vielleicht, man trifft sich ohne einen besonderen Anlaß unterm Jahr in kleinstem Kreis. Ohne Erwartungen.
  • Erwartungen, so erfahre ich es immer wieder, können bittere Pillen sein.
    Und so gesehen kann es durchaus fein sein, wenn man aus den immer gleichen Szenarien ausbricht. Sofern sich diese Möglichkeit ergibt, nehme ich meine Chancen wahr.
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