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Stress und Hochsensibilität

Hallo zusammen :)

Gibt’s hier noch andere Leute die hochsensibel sind und sehr schlecht darin sind jeglichen Stress auszuhalten beziehungsweise Erschöpfungszustände mit sozialem Rückzug haben? Habe natürlich mit der Therapeutin drüber gesprochen, aber es will nix so wirklich helfen und ich dachte ich frag mal wie andere die vielleicht das selbe haben damit umgehen.

Kommentare

  • Huhu,
    also hier sind viele, die sich als HS empfinden, ja. ich persönlich hab irgendwie geschafft, mir mein Leben relativ stressfrei einzurichten. Das resultiert aber darin, dass wenn mal was stressiges passiert, ich sofort flippe, weil ichs nicht mehr gewohnt bin. Vielleicht ist es tatsächlich eine Sache, gegen die man sich desensibilisieren kann. Ansonsten würd ich dir auf jeden Fall mal raten, das Ganze körperlich abzuklären, ob da alles in Ordnung ist und da wirklich nur deine Psyche reinspielt. Ich denke spontan an die Schilddrüse, die kann das System ziemlich abfucken, ohne dass man was davon merkt. Man merkt einfach nur, wie unfassbar unausgeglichen und im Arsch man ist.
    Ansonsten kann ich dir leider nicht viel Rat geben, außer deine eigenen Grenzen kennenlernen, und dann wahrnehmen und verteidigen zu lernen und wenn es dir schlecht geht, weil alles zu viel war, zu lernen, wie du in solchen Zeiten besonders gut für dich sorgen kannst und was dir am ehesten hilft, dich wieder zu erden und dir Kraft zurück zu geben.
  • Meditation, ein paar Minuten ruhig im abgedunkelten Zimmer auf einer Couch liegen und mehr kurze Pausen mit Oropax allein verbringen - das geht natürlich nur bedingt, je nachdem, wo man arbeitet und was für eine Tätigkeit man ausübt.
    Wenn ich vor der Arbeit (oder vor Stressigem) Yoga mache, bin ich gefasster und fühle mich weniger "angreifbar" gegenüber Einflüssen von außen. Manchmal hilft auch, mich dermaßen auf eine Aufgabe vor mir zu konzentrieren, dass ich nichts mehr um mich herum wahrnehme.
    Lassen es an deinem Arbeitsplatz die Umstände aber nicht zu, dem Trubel und den Überreizungen zu entkommen, wird's schwierig. Vielleicht den Abend komplett für dich beanspruchen, also dich nach Feierabend zurückziehen und den Kontakt zu Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern einschränken, wenn es auf Arbeit schon nicht geht, für mehr Erholung?
  • Hallo,
    das Thema Hochsensiblilität und ein Umgang damit ist wohl so vielfältig, wie es Menschen, die damit leben, gibt. Ich glaube, nach vielen Jahren meiner Beschäftigung damit und auch im Zusammensein mit anderen Menschen, die dieses Thema kennen, kann ich rückmelden, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Erschöpfungszuständen entgegenzuwirken. Aber es braucht ganz sicher eine gewisse Zeit und ein Ausprobieren, bis man selbst darauf kommt, was hilft.
    Mir sind meine Hobbies heilig und viel Zeit für mich selbst. Dies führt automatisch dazu, dass ein Rückzug von der Gesellschaft stattfindet. Ich brauche sehr viel Ruhe und suche die Stille, bin viel in der Natur oder einfach zuhause.
    Ich habe Phasen, wo ich mehr unter Menschen bin (mit Gleichgesinnten!) und dann wiederum bin ich zuhause beschäftigt.

    Was mir allgemein auffällt, ist, dass jegliche Arbeit, an der sich HS beteiligen, sinnerfüllt sein muss. Dann können sie sehr viel leisten, ohne sich zu erschöpfen.
    Alles, was sinnentleert ist, zeigt sich relativ rasch in einem inneren Widerstand, den auszugleichen zumindest mir relativ selten gelingt. Ich muss mich dann davon lösen.
    Privat kann ich mich leichter entscheiden, solchen sinnentleerten Tätigenkeiten nicht mehr zu folgen, beruflich ist es eine Herausforderung. Und ständig einen Arbeitsplatz zu wechseln, ist erstens nicht möglich und führt längerfristig wohl auch zu keiner Zufriedenheit.

    Das Thema HS wird hier auch u.a. in der Kategorie "Persönliches" besprochen.
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