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Frustriertes Hallo

.... in die Runde!

Ich nutze die Vorstellungsrunde zugleich um mir meinen akuten Frust von der Seele zu schreiben...

Gerade komme ich aus einem Vorstellungsgespräch.... Vielleicht teilen ja manche die Gemütslage:
DER PURE HORROR FÜR MICH...!
Zu Dritt gingen sie quasi auf mich los - ich LIEBE ES, wo ich ja sooooo gerne vor Menschen spreche, mich in den Vordergrund dränge und wo die Aufmerksamkeit vollends auf mich gerichtet ist...... !!!!!! *kotz*

Neben dem Aspekt, dass ich teilweise sehr nervös bin und mir Vorstellungsgespräche nicht liegen, frage ich mich gerade wieder, wie sehr man sich selbst eigentlich belügen kann... Das war glaub ich die REINSTE GLANZLEISTUNG von mir, wie ich mich in diesem Gespräch um Kopf und Kragen geredet habe und innerlich wollte ich am Liebsten schreien, weil mich dieses Aufgabengebiet ABSOLUT NULL anspricht und mir überhaupt keinen Spaß machen würde, ich aber aus meinem jetzigen Job auch einfach nur raus möchte, weil ich dort eigentlich permanent vorlauter Ärgernis und Frust und Intoleranz mancher KollegInnen einfach nur kotzen und ebenfalls SCHREIEN könnte........

Zurück zum Gespräch, nach einer gequälten dreiviertel Stunde heuchelnder Übermotivation und Begeisterung für die Position, die man zukünftig nicht machen möchte, aber sich aus Fluchtgedanken aus dem jetzigen sch... Job trotzdem bewirbt, war ich aus dem Verhör entlassen und fuhr heim. Kaum eingeparkt kam ein Anruf - ZACK - Absage von einem vor einer Woche geführten Gespräch (natürlich ähnlich... fast noch katastrophaler, also keine Überraschung und eigentlich nur eine Bestätigung, der Anruf).

Ich könnte einfach nur schreien oder heulen oder beides.... keine Ahnung.
Momentan komm ich absolut nicht mehr klar.

Eigentlich bin ich ein sehr offener, freundlicher und umgänglicher Mensch, der Jedem mit nötigem Respekt gegenübertritt. Aber ab da wo ich merke,
a) dass mir derjenige mit einer Falschheit begegnet und alle "Nettigkeit" nur schauspielerisches Talent auf höchstem Niveau ist, oder
b) man einfach "keinen Bock" hat
mach ich komplett zu. In meiner momentanen Arbeit fährt somit die sogenannte "Teamarbeit" auf Sparflamme. Ich bearbeite alles so gut wie es geht alleine und bin froh wenn ich niemanden brauche, aus genau den oben genannten Gründen... Begrüßen tun mir nur die wenigsten morgens (mittlerweile ist es mir auch Recht), mir wurde schon auch zwei mal am Abend das Licht im Büro abgedreht, wie wenn mich einfach keiner bemerken würde xD. Da muss ich dann schon richtig lachen und denk mir "Arschlöcher".

Aber genau das ist mein Problem.... ich ärgere mich über so vieles, aber bin im Endeffekt froh, wenn ich einfach meine Ruhe habe und meinen Sch.... abarbeiten kann.

Ich suche keine Freunde auf der Arbeit... ich mache meine Arbeit und geh nachhause.
Weder an Smalltalk interessiert, noch an anderen privaten Gesprächen mit KollegInnen. Mag zwar hart klingen, is aber so. Hat mich vielleicht auch geprägt, dass man lieber nicht zu viel von sich preis gibt bzw. einfach Privat mit Beruf nicht vermischt.

Wie überlebt ihr im Job?

Ich merk momentan einfach, dass ich an der Belastungsgrenze angekommen bin. Könnte heulen, kotzen, schreien gleichzeitig und das hilft mir dennoch nicht aus meiner momentanen Lage, wo ich festzustecken scheine...

Ich habe mich einfach keinesfalls beruflich gefunden... Mich macht dieses 40Stunden in der Woche im Büro den Launen und Psychosen mancher MitarbeiterInnen/KollegInnen ausgesetzt sein einfach fertig. Es kostet so viel Energie...
Beruflich weiß ich aber einfach sonst nicht wohin mit mir.

Falls wer Rat oder tröstende Worte hat - GERNE!

Lg
me

Kommentare

  • edited Oktober 27
    Erst einmal herzlich willkommen von mir hier im Forum für Introvertierte @its_just_me

    Schön, dass du zu uns gefunden hast!

    Nachdem das Thema, welches du hier ansprichst, vielleicht noch ein paar mehr von uns betrifft wie herausfordert, würde ich gern einen gesonderten Thread im Unterforum "Beruf & Studium" eröffnen.

    https://www.introvertiert.org/forum/discussion/4097/wie-ueberlebt-ihr-im-job#latest

    Fühl dich wohl und verstanden hier bei uns.
    Es grüßt Enjoythesilence
  • Hallo @its_just_me,

    zweifelsohne wirst Du hier auf so einige Menschen stoßen, die das, was Du auf so nachvollziehbare Weise beschreibst, genau so oder ähnlich erleben / erlebt haben.

    Du fragst danach, wie andere im / in ihrem "Job" überleben. Wie sehr ich mich selbst wieder nach einem echten Be_ruf sehne!!! Ich kenne die von Dir beschriebene Zurückhaltung - auch ich mische Privates nicht mit Beruflichem. Wenn ich bei der Tür rausgehe, dann bin ich eine Privatperson, die sich nicht großartig am nächsten Tag mitteilt. Die Wochenenden gehören sowieso mir und darüber berichte ich nicht.

    Wenn man ganz klar sagen kann, wie man etwas sieht, dann hilft dieser klare Blick darauf oft schon, um eine gewisse Distanz einzunehmen.
    Ich versuche auch schon lange, aus meiner Situation rauszukommen - und weil es mir einfach mangels echter Alternativen nicht gelingt, gehe ich davon aus, dass ich noch einiges lernen darf. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann erkenne ich das auch immer wieder im Tagesgeschäft - und rein dadurch ist mein Job dann auch wieder aufgewertet ...

    Ich wünsche Dir alles Gute, viele spannende Einsichten hier!
    Seelenbilder
  • Hallo zurück, hier ist auch noch eine, die sich mit der Verlogenheit der Leute auf der Arbeit sehr schwertut. Das geht schon bei den täglichen Begegnungen los. Die Leute fallen sich in die Arme, aber kaum ist der andere außer Sichtweise, ist derjenige Thema... und nicht positiv.

    Ich bin auch diejenige, die sehr wenige Kontakte auf Arbeit hat. Und ich sitze in einem großen Bürokomplex. Aber ein paar Kontakte habe ich schon und nutze die dann auch, wenn ich mal Auffrischung in die Gedanken bekomme möchte. Ich muss auch sagen, dass ich ein sehr friedlicher Zeitgenosse bin, mit dem es keine bis wenige Konflikte gibt. Und an der Arbeit, die zu erledigen ist, liegts auch nicht.

    Und ja, auch ich träume davon, dieses tägliche Gemetzel zu verlassen, mit Menschen zusammen zu sein, denen es um die Sache und nicht um ihr eigenes Ego geht. Aber mir fehlt der Mut!!!!! Ich sitze wie viele andere sicherlich auch fest im Rad, aus dem ich den Ausgang nicht finde. Es wäre auch dumm, gerade in der heutigen Zeit einen Job im öD wegzuwerfen. Ich denke gerade jetzt viel daran, aber ich bin einfach nicht bereit für Risiko. Tja, und somit werde ich weitermachen. Aber auch mit dem Gedanken, dass das Gras woanders nicht grüner ist. Und jeder Tag ist ja auch nicht gleich (schlimm). So traurig es auch ist, Menschen sind, wie sie sind, mir sind sie aber nicht geheuer.

    Und das mit dem Dichtmachen kenne ich auch. Wenn ich zugemacht habe, ist es für mich soooo schwer, aus diesem Schneckenhaus wieder rauszukommen.

    Danke für Deine Gedanken, die Du hier geteilt hast! Auch, wenn sie aus dem Frust heraus entstanden sind. Und auch an die anderen, die Dir geantwortet haben. Diese Zeilen zu lesen macht mir einfach Mut, dass ich doch nicht total beknackt bin!

  • edited Oktober 28
    @Nethi,
    manchmal fühle ich mich wie vor einer Bühne - ich ziehe mich sowieso viel lieber in den Zuschauerraum zurück und beobachte, wie sich wer zu wem verhält (und vor allem dann, wenn gewisse Personen von der Bühne abgehen, wie es dann hinter ihrem Rücken weitergeht ...). Nach einer Weile habe ich genug - es läuft ohnehin immer alles gleich ab, und dann verlasse ich den Zuschauerraum.
    Ich hatte ganz lange Zeit überhaupt kein Verständnis für gewisse Verhaltensweisen, inzwischen ist mir aber klar geworden, dass es offenbar tatsächlich auch Mut erfordert, wenn man geradlinig ist - mitunter kann man sich damit auch total ins Out schießen.
    Es ist genau zu überlegen, ob man sich sowas antut. Ich kenne das "Out" sehr gut, mit Gemütlichkeit kann man dort nicht rechnen ... eher mit viel Einsamkeit!
  • Zunächst einmal finde ich es toll, dass du dich aufregst. Dass du Prinzipien hast und auch diverse Dinge von deinem (Arbeits-)Umfeld einforderst.
    Ich werde oft gefragt, wie man mit alldem umgehen soll. Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, welche Werte du hast? Was ist dir wichtig im Job, aber auch ganz allgemein im Leben? Was sehr gut hilft: Passen denn deine Werte zu den Werten des Unternehmens? Manchmal hat man schon auf der Webseite ein komisches Gefühl...
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