Hey Fremder!

Sieht so aus als wenn du neu hier bist. Wenn du mitmachen willst, drücke einen dieser Buttons!

Aufgrund der Datenschutzgrundverordnung ist es wichtig, auf das Impressum sowie die Informationen zum Datenschutz hinzuweisen. Hier sind die entsprechenden Seiten: Impressum – Datenschutzerklärung. Außerdem möchte ich auf die Hausordnung des Forums verweisen.

Wie überlebt ihr im Job?

Um den Vorstellungsthread von its_just_me nicht unnötig zu sprengen und weil das Thema vermutlich noch Weitere von uns betrifft, hier eine neue Diskussionsrunde, um Anregungen zu bekommen, wie man den Arbeitsalltag gut übersteht.

Ich persönlich komme momentan ganz gut klar, indem ich meine Arbeit erledige, mich aus Diskussionen weitestgehend heraushalte, die Pause in den meisten Fällen allein verbringe und die authenthischste Version meiner selbst bin.

Kommentare

  • edited Oktober 28
    Interessant, ich stimme voll und ganz zu - mit einer Abweichung: Ich zeige längst nicht mehr alles von meinem Wesen. Ich bin äußerst geradlinig, aber zurückhaltend - und ich denke mir sehr viel mehr, als ich sage.
    Alles auf den Tisch zu packen, bringt nichts, in dem Umfeld, in dem ich mich bewege. Man führt kaum Sachgespräche, wenn sie nötig sind, es wird sehr viel interpretiert und kaum hinterfragt. Das Arbeiten wird für meinen Geschmack durch emotionales Getue sehr belastet. Abends schließe ich das Tor und bin Privatperson, bis ich wieder die Tür zur Arbeit aufmache.
  • edited Oktober 28
    ... und ganz wichtig: Ich weiß, mit wem ich es zu tun habe ... Ich lasse mich nicht mehr von den Versionen mancher Kollegen täuschen, die sie so gerne von sich kreieren und verkaufen. Soviel Eigenwerbung, manchmal muss ich innerlich herzlich lachen.
  • Ich habe gerade eine interessante Erfahrung machen dürfen, die ich gern mit euch teilen möchte:

    war seit längerer Zeit mal wieder mit im Pausenraum. Anstatt am Tischgespräch teilzunehmen, indem ich Informationen von mir einbringe, habe ich versucht, den Anderen die Bühne zu bereiten. Ein wenig wie ein Moderator.

    Das hatte den Vorteil, dass ich nicht nur stumm dabei saß, aber selbst so gut wie keine Angriffsfläche geboten habe. Und wenn sich die Kollegen gut aufgehoben fühlen, fördert das vermutlich ein friedlicheres Miteinander. Mir tat es nicht weh. Seit ein paar Vorfällen im vergangenen Jahr halte ich mich lieber dezent zurück und ja, auch ich glaube zu wissen, mit wem ich es zu tun habe, weshalb ich ebenfalls wie @seelenbilder mehr denke, als ich sage. Fahre da eigentlich ganz gut mit, bin aber auch nicht mehr bestrebt, hier noch irgendwas zu gewinnen. Ich mache meine Arbeit, deren finanzieller Erlös mir mein Leben ermöglicht. Welches zu Zeiten Corona geprägt ist vom Alleinsein. Womit ich als Intro ziemlich gut umgehen kann. Es stünde mir eher die Erwartungshaltung meines Umfeldes im Weg, die ich manchmal vermute. Aber das ist ein anderes Thema :)

    Mein Leben außerhalb des Jobs soll besser werden, weshalb ich mal wieder eine Arbeitszeitverkürzung versuche, die meine Zeit überhaupt auf Arbeit zu anwesend zu sein verkürzt und mir hoffentlich mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens bietet.

    Derzeit bin ich zuversichtlich.
  • @enjoythesilence, diese Art von "Moderation" bietet genau den von Dir aufgezeigten Vorteil, dabei zu sein, ohne dabei zu sein :-)) Also, keine Angriffsfläche zu bieten ... Ich kenne das :-)) Man findet Wege ... https://cml179.wixsite.com/lebenslinien/post/motivation-trifft-inspiration
    Herausforderungen sind dazu da, damit man sich entwickeln kann!
  • Und es bewahrheitet sich: das Gegenüber weiß etwas, was man selbst nicht weiß.

    Gut zuhören zu können (und zu wollen) ist eine Gabe, die wir (und da spreche ich einfach mal für alle von uns Intros) nicht unterschätzen sollten.
  • Hallo, bei mir ist gerade so, dass ich total meine ruhige Seite rauskehre. Also damit meine ich: Alle um mich herum drehen gerade total durch (stressbedingt), ich bewahre meine Ruhe und das gefällt mir richtig gut.

    Und ich betrachte alles um mich herum wie ein Schauspiel. Es ist ein Theaterstück, welches mir präsentiert wird. Und ich lasse mich da nicht reinziehen.

    Gedanklich kann ich nicht gut abschalten, ich nehme viele Dinge mit nach Hause. Und die können mich stundenlang in der Nacht wachhalten.

    Das nächste Problem, welches ich habe: Ich bin nicht gut darin, Dinge direkt anzusprechen, die mich stören. Beispiel: Sitze im Doppelbüro. Mein Gegenüber ist permanent am telefonieren und quatschen. Dazu klingelt dann oft das Handy, manchmal auch parallel, und das Handy wird dann parallel genutzt. Und das macht mich manchmal wahnsinnig. Nicht immer, aber es nimmt zu, merke ich. Aber ich kann es nicht ansprechen, ich verlasse das Zimmer. Ich weiß, dass es ein großes Problem von mir ist und habe auch begonnen, mich nun damit auseinanderzusetzen.

    Das große Glück, was ich habe, dass es einige Personen in meinem Umfeld gibt, mit denen sich der Austausch wirklich lohnt. Und das ist etwas, was ich zu schätzen weiß. Das hilft so ungemein, den Alltag auf Arbeit zu überstehen.

    Aber diese ganzen emotionalen Kriegsschauplätze nebenher sind schon zermürbend. Das hast Du - @seelenbilder - bereits erwähnt. Es geht nicht um die Arbeit, die wir machen, sondern dass jeder sein persönliches Ego bedient haben will. Da halte ich mich komplett raus, ich lasse mich nicht in die dreckigen Geschichten reinziehen. Und ich weiß auch, welche Personen und Gruppen ich strikt meide.
  • Vermutlich überlebe ich im Beruf, weil ich überleben muss. Vor kurzem hatte ich zumindest das Glück, dass die Bürobesetzungen neu zusammengewürfelt wurden und da bin ich in einem Vierer-Büro gelandet. Zwei der Kollegen sind auch wie ich auf der introvertierten Seite und mit denen tausche ich mich auch sehr gerne aus.

    Nur der dritte Kollege im Büro nervt mich öfter mal und ich glaube, das geht den anderen beiden auch so.
  • edited November 1
    Hallo @Nethi, Lärm in Bezug auf Unterhaltungen, der neben der eigentlich zu erledigenden Arbeit entsteht (oder auch oft künstliche Aufgeregtheit), ist vermutlich für viele Menschen ein schwer zu ertragendes Thema.
    Auch für mich. Ich spreche es dort an, wo es möglich ist; wo nicht, bringt es leider nichts außer Verständnislosigkeit und keine Lösungen.
    Großraumbüros oder Räumlichkeiten mit Leuten teilen zu müssen, die in vielen Fragen völlig andere Ansprüche haben oder Haltungen einnehmen, ist vom Mühsamsten, was ich selbst kenne.
    Ich finde auch, dass viel zu viel palavert wird, während sich die Arbeit nicht von selbst erledigt! Und ja, es geht sehr oft darum, dass jeder sein persönliches Ego bedient haben will.
  • Mal angenommen, ihr könnt absofort beruflich machen was ihr wollt. Was liegt euch am Herzen, für was brennt ihr?
  • @unconventional_Eagle,

    ich denke, ich würde etwas machen, wo ich viel Bewegung habe, und mehr in der Natur draußen sein kann. Den reinen Schreibtischjob würde ich jedenfalls an den Nagel hängen.
  • Ich würde mit Tieren was machen. Ein Hof für benachteiligte und kranke Tiere schwebt mir vor. Ich würde diese Wesen so mit Liebe überschütten.....und ihnen ein schönes weiteres Leben ermöglichen. Jeden Tag denke ich daran, jedes Tier wird von mir auf der Straße angesprochen, was da grad so rumlungert......
  • edited November 6
    @unconventional_Eagle: Zum Ausdruck "für etwas brennen": Ich weiß, was Du damit meinst, aber in meinem Leben hat sich gezeigt, dass man ganz schnell ausbrennen kann, wenn man für etwas brennt - weshalb ich mich definitiv heute ganz bewusst lieber "für etwas begeistere" ...
    Ich mache immer noch etwas, das mir grundsätzlich viel Sinn gibt, allerdings sind die Rahmenbedingungen ein unmenschlicher Wahnsinn ...
    Ich möchte im sozialen Bereich bleiben, jedoch unter verbesserten Möglichkeiten - im Hinblick auf Zeit, Wertschätzung, realistische Vorgaben und auch in finanzieller Hinsicht ...
    Als Ausgleich dazu werde ich auch noch in selbstständiger Hinsicht arbeiten, wo ich alles, was mir Freude macht, einbringen kann (das ist eine Vision, die ich hege und pflege :-))
  • @Nethi,

    gib mir Bescheid, wenn der Hof fertig ist, vielleicht brauchst du ja Unterstützung. :-)
  • @Igel 82

    Das mache ich auf jeden Fall, da wird es gut zu tun geben :-)
  • @seelenbilder ...da ist was dran was du schreibst mit für etwas brennen vs. für etwas begeistern. Kann dich gut verstehen.
  • Was gibt euch denn Sinn? ich bin schon seit längerem auf Sinnsuche und habe für mich bis jetzt herausgefunden, dass mir Tätigkeiten Sinn geben, wo ich mich selbst weiter entwickeln kann, wo ich etwas lerne (gerne täglich) und wo ich auch gleichzeitig anderen weiter helfen kann. Austausch, Lebensgeschichten und persönliche Weiterentwicklung sind für mich ganz wichtig. Wie schaut es da bei euch aus?
  • zu meiner Frage ... beruflich machen was ihr wollt ... meine Antwort wäre folgendermaßen: Ich würde am liebsten sofort kündigen, ein bedingungsloses Einkommen beziehen und all die Dinge tun, auf die ich immer schon Lust hatte ... Reisen, Mal/Bastelkurse machen, Sprachen lernen, Leute beobachten ... alles ohne Druck und ganz entspannt. Ich denke, dass ich da über so viele spannende Projekte stolpern würde, dass ich mir gar keine Sorgen mache, dass mir langweilig wird. Ich konnte mich immer gut selbst beschäftigen ;-)
  • >ich bin schon seit längerem auf Sinnsuche und habe für mich bis jetzt herausgefunden, dass mir Tätigkeiten Sinn geben, wo ich mich selbst weiter entwickeln kann, wo ich etwas lerne (gerne täglich) und wo ich auch gleichzeitig anderen weiter helfen kann. Austausch, Lebensgeschichten und persönliche Weiterentwicklung sind für mich ganz wichtig. Wie schaut es da bei euch aus?<
    @unconventional_Eagle,
    ich glaube, dass Deine Frage von vielen thematisch genau so beantwortet werden kann.
    Wenn man sich für etwas beGEISTern kann, dann wird unser Horizont erweitert - auf so vielen Ebenen und sicherlich auch auf den von Dir erwähnten!

    Das bedingungslose Einkommen wird ja in vielen Ländern immer wieder diskutiert und manche liberale Parteien haben es bereits zum Thema gemacht. Ich denke, es wird allerdings noch eine Zeit dauern, bis es tatsächlich vielleicht als "Versuch" umgesetzt wird.
  • @seelenbilder
    als Versuch gibt es da tatächlich schon was:

    https://www.mein-grundeinkommen.de/
  • Danke @enjoythesilence, ich habe zu diesem Thema meine Einstellung gründlich überdacht und stehe der Idee des Grundeinkommes inzwischen offen gegenüber.
  • Ich habe mir irgendwann meinen eigenen Job geschaffen. Doch bis ich mich getraut habe in die Selbstständigkeit, verging so einige Zeit...

    Wir denken stets, wir müssten dies und das tun. Weil es unser Umfeld auch so macht. Weil unsere Familie es sagt. Weil es anerkannt ist. Weil wir es bisher auch immer so getan haben. Weil, weil, weil...

    Hätte ich mir vor 6 Jahren zugetraut, was ich heute alles mache? Seminare, Beratung, alles mögliche. Nie und nimmer! Der Sinn kam bei mir also Schritt für Schritt: Dinge ausprobieren. Mir zugestehen, was ich NICHT kann und was ich NICHT möchte. Und Vieles mehr...
Sign In or Register to comment.