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Ein warmes Aloha von Mikala1980

Aloha liebe Forengemeinde

Was für eine Erleichterung, bin ich (eher durch Zufall) auf dieses Forum gestossen.

Ich bin zwar 40 Jahre alt, bin mir jedoch erst seit kurzer Zeit wirklich bewusst, dass ich eine introvertierte Person bin. Ich hatte immer irgendwie das Gefühl, dass irgend etwas mit mir nicht stimmt. Ich liebe Menschen, höre gerne zu, fühle mit ihnen, bin reise- und unternehmenslustig - benötige aber gaaaaanz viel Zeit für mich. Ich habe dies immer darauf geschoben, dass ich als Einzelkind aufgewachsen bin.

Vor etwa 3 Wochen habe ich eher per Zufall einen ausführlichen Persönlichkeitstest gemacht (resp. mehrere verschiedene, deren Resultat immer das Selbe war: INFP-T) und da wurde mir das erste Mal in meinem Leben bewusst, dass ich eine introvertierte Persönlichkeit bin (der Test war auch in anderen Belangen eine unglaubliche Erleichterung - ich hatte ein Aha Erlebnis nach dem anderen). Anyway - ich habe herausgefunden, dass viele meiner persönlichen Probleme daher rühren, dass ich meine Introvertiertheit übergehe und mir zu wenig Zeit für mich selber nehme. Nun gehe ich dies jedoch aktiv an um meine Mitte wieder zu finden.

Beruflich arbeite ich als Fahrdienstangestellte (Bus/Trolleybus) in der schönen Schweizer Hauptstadt Bern. Vor meinem Berufswechsel 2017 habe ich rund 20 Jahre als Augenoptikerin gearbeitet, bin aber in meinem neuen Tätigkeitsumfeld trotz des Stresses, welcher mein Beruf mit sich bringt, einfach nur happy.

In meiner Freizeit verbringe ich meine Zeit gerne in der Natur, lese, betätige mich kreativ (Handarbeiten, Basteln, Werken, Malen, Fotografieren, usw.), mache Sport, liebe es zu kochen (wenn ich genug Zeit habe) und bereise leidenschaftlich gerne unsere schöne Erde.

Ich freue mich auf viele Inspirationen und anregenden Austausch hier im Forum :-)

Liebe Grüsse

Mikala



Kommentare

  • Hallo Mikala,

    herzlich Willkommen! :-)

    Schön, dass du erkannt hast, dass du introvertiert bist und mit dir sehr wohl alles in Ordnung ist.
    Schöne Hobbies, die du da aufgezählt hast. Was fotografierst du denn so?

    Viele Grüße,

    Igel
  • Willkommen in unserer trauten Runde @Mikala1980

    Wow, mal abgesehen von deinem Beruf und einer gewissen Leidenschaft am Sport, die ich herauszulesen glaube, könnte dein Text ebenso von mir sein.
    Auch ich habe erst relativ spät erfahren, was Introversion tatsächlich bedeutet und seit dem Zeitpunkt hatte ich ein Aha Erlebnis nach dem anderen.

    Es tut gut zu erfahren, warum man so ist, wie man ist, oder?

    Und zumindest mir ging es so, dass, als ich erkannte, nicht die Einzige zu sein, die in verschiedenen Situationen mit sich und ihrem Verhalten hadert und manchmal Schwierigkeiten im Umgang mit den Mitmenschen hat, ich beginnen konnte, mich selbst besser anzunehmen. Und das ist so viel wert!

    Ich wünsche dir weiterhin gute Erkenntnisse hier bei uns, aber vor allem viel Spaß am Austausch.

    Liebe Grüße
    Enjoythesilence
  • Hallo @Mikala1980,

    eine sehr erfrischende Vorstellung von Dir, vielen Dank an Dich!
    Mir geht's wie @enjoythesilence, auch ich habe mich in vielem, das Dir Freude bereitet, und wie Du Dich erlebst, selbst erkannt.

    Ich dachte bis vor einigen Jahren, als introvertierte Persönlichkeit würde man sich wenig "aktiv" mit seinen Mitmenschen auseinandersetzen, weshalb ich nie auf die Idee gekommen wäre, mich doch eines Tages bei diesem Thema zu entdecken ...
    Ich hatte bis vor einigen Jahren ein sehr dichtes gesellschaftliches Leben mit vielen Terminen - ein Treiben und in gewissem Sinne auch ein Getriebensein, das mich zunehmend ausgelaugt hat.
    Ich habe nach und nach die Erfahrung gemacht, dass ich sehr viel Zeit für mich und die Stille brauche. Eine Stille, die ich allerdings als reich und bunt empfinde - in der Natur, beim Fotografieren, Handarbeiten, Lesen, beim Schreiben von Gedichten und von meinen Blicken auf die Welt, beim Kochen, ... Auch liebe ich Filme, deren Inhalte in die Tiefe des menschlichen Seins eintauchen.
    Ich möchte mich auch nicht als klassisch schüchtern bezeichnen, jedenfalls aber in zunehmender Weise als zurückhaltend - hauptsächlich durch Erfahrungen geprägt.

    Ich habe mir angewöhnt, Wörter wie "Schwierigkeiten" oder "Probleme" großteils durch das Wort "Herausforderungen" zu ersetzen. Mir ist aufgefallen, dass mich dieses Wort aktiv bleiben lässt, während ich mich bei Schwierigkeiten oder Problemen oft als "wie gelähmt" empfunden habe. Vielleicht habt Ihr ja schon ähnliche Erfahrungen gemacht :-))

    Liebe Grüße,
    Seelenbilder
  • Guten Morgen meine Lieben :-)

    Vielen lieben Dank für eure herzliche Begrüssung in eurem Forum - dieser "Austausch" tut mir unheimlich gut, wie ich gerade dankbar feststelle. Und auch ich finde mich in euren Schilderungen wieder.

    Da ich noch neu im Forum bin und noch nicht alle Funktionen getestet habe, gehe ich hier einzeln auf eure Beiträge ein (ich habe die Funktion zum "Zitieren" noch nicht gefunden, falls es eine solche geben sollte).

    @Igel_82: Im Moment fehlt mir leider etwas die Zeit zum Fotografieren, aber ich liebe es mit der Kamera Landschaft und Natur zu entdecken. Vor allem das Wechseln des Blickwinkels und Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zu fotografieren. Oder Detailaufnahmen von Pflanzen (Blumen, Bäume, etc.). Sowie natürlich auch die "einfache Reisefotografie".

    @enjoythesilence: Ja, es tut wirklich einfach nur gut, zu wissen, was mit einem los ist - es war einfach nur eine unheimliche Erleichterung. Ich habe wirklich auch das Gefühl, dass ich mich nun endlich einfach so annehmen kann wie ich bin - vor allem weil ich mich gerade in den letzten Jahren wie "selber verloren" habe. Dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt separat etwas schreiben - aber rückblickend denke ich, dass mich dieses "sich selber verlieren" dazu gebracht hat, dass ich mich endlich wirklich selber gefunden habe.

    @Seelenbilder: Oh, deine Schilderungen könnten von mir sein. Ich war vor Jahren auch enorm engagiert - in vielen Vereinen inkl. Vorstandsarbeit, im Gemeinderat, eigenes Pferd, usw. Dies alles hat mich auch sehr ausgelaugt, sodass ich 2011 alles über den Haufen geschmissen habe und mich 2012 für 9 Monate auf den Weg rund um die Welt gemacht habe (alleine). Nach der Rückkehr von meiner Weltreise habe ich mich vor allem dem Thema "berufliche Veränderung" gewidmet und bin einige Umwege gegangen, bis ich mein "Steckenpferd" gefunden habe. Aber wie du so schön schreibst und es absolut auf den Punkt bringst, wurde ich immer und immer wieder vor die selben Herausforderungen gestellt (tausend Dank für diesen wertvollen Wink "Probleme" und "Schwierigkeiten" durch "Herausforderungen" zu ersetzen). Ich hatte eine gute Freundin, welche mich dabei sehr aktiv unterstützen wollte, mich selbst zu finden. Dieser Schuss ging nach hinten los und ich habe diese Freundschaft leider beenden müssen, da ich mich immer mehr verloren habe. Dies hat mich unheimlich erschüttert und ich habe mich monatelang gefragt, wieso es überhaupt soweit kommen konnte - jedoch war es rückblickend wirklich notwendig, damit ich endlich selber entdecke, wer ich überhaupt bin und mir dies nicht von jemandem einreden lasse.

    Herzliche Grüsse und bis bald

    eure Mikala1980

  • Liebe @Mikala1980,

    vielen Dank für Deinen weiteren Einblick, den Du uns gibst.
    Es ist sehr interessant, was Du schilderst - ich glaube, dass wahrhaftig viele die Erfahrung machen, dass sie auf dem Weg zu sich selbst auch Menschen verabschieden (müssen). Auch ich habe diese Erfahrung gemacht und möchte diese durchaus nicht als negativ bewerten, sondern in so mancher Hinsicht auch als BeFREIung - auch konkret von Fremdeinflüssen, die sich doch manchmal sogar schon als "eigene Überzeugungen" angefühlt haben, weil sie so laut und eindringlich waren.
    Ich durfte speziell genau dort hinsehen und habe bemerkt, dass so vieles in uns selbst vorhanden ist, wenn wir uns nur darum kümmern, um unser inneres Wesen. Es kann, so wie Du schreibst, zu dramatischen Erschütterungen kommen, doch letztendlich bringen diese Erschütterungen oft das zutage, was zuvor unentdeckt blieb und doch geboren werden wollte.

    Ich habe viel darüber nachgedacht ... und es erfüllen mich solche Ge_danken auch immer wieder ... Ich wage mich auf eine lange Reise, um vielleicht zu entdecken, dass tatsächlich alles in uns selbst vorhanden ist ... https://cml179.wixsite.com/lebenslinien/post/einkehr-in-die-eigene-seele

    Ich freue mich, noch mehr hier von Dir zu lesen!
    Herzliche Grüße, Seelenbilder
  • Liebe @seelenbilder,

    es tut wirklich gut, sich euch hier in diesem Forum mitzuteilen und zu spüren, dass es auch andere Menschen gibt, welche sich auf einer ähnlichen Reise befinden.

    Ich musste deine Zeile betreffend den Fremdeinflüssen, welche sich schon als "eigene Überzeugungen" angefühlt haben, weil sie so laut und eindringlich waren, ein paar Mal lesen - genau so war es bei mir. Nach beinahe einem Jahr hinterfragen, was da genau passiert ist, weiss ich nun, dass es gar nicht anders gehen konnte - wenn es um mich herum laut wird, werde ich leise und ziehe mich immer mehr zurück. Jedoch nicht aus Angst, wie ich mir immer suggerieren liess, sondern weil es einfach mein Wesen ist (und diese Einsicht, für mich eine der Befreiendsten in meinem Leben).

    Herzlichen Dank auch für den Link zu deinem Blog - ich glaube, dass ich damit wieder etwas Wertvolles gefunden habe, um mich stundenlang zu verweilen :-)

    Liebe Grüsse

    Mikala1980
  • Liebe @Mikala1980,
    ich glaube, dass die meisten Freunde aus dem besten Willen heraus begleiten möchten, wenn jemand, den man schätzt, auf unübersichtliche Kreuzungen zusteuert. Es ist allerdings eine totale Gratwanderung, dass es nicht zu einem Anleiten und zu einem Verleiten auf die eigenen Wege kommt, von denen man so überzeugt ist. Denn dann kippt das, das man als Gutes beitragen und tun will, in einen Bereich, der fragwürdig ist ...

    Ich *darf* mich gerade jetzt, in diesen Tagen, selbst wieder daran erinnern, dass man Menschen, die man sehr mag, nicht daran hindern darf, ihre Wege zu gehen, selbst, wenn diese größten Schmerz auslösen. Es ist schwierig, sich da zurückzuhalten, wenn man meint, einen anderen vor den eigenen Fehlern, die man begangen hat, bewahren zu wollen.
    Jeder Mensch hat das Recht auf eigene Erfahrungen - und daran dürfen wir ihn nicht hindern. Wir können ihm aber jederzeit sagen, dass wir da sind, wenn eine Schulter gebraucht wird.

    Wie ich auch selbst weiß, ist es oft der Schmerz, der einen zu Erkenntnissen und weitreichenden Entdeckungen führt.
    Wie heißt es so richtig? „Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.“
    (Henry Ford)
    Wenn ich scheitere, dann habe ich es wenigstens versucht ...

    Wie sehr ich Deine Beobachtung, die Du an Dir machst, auch an mir selbst mache! Wenn es rund um mich laut ist, trete ich zurück - ich schätze leise Menschen, die zum richtigen Zeitpunkt etwas Essenzielles zu sagen haben.
  • Liebe @seelenbilder

    Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen wundervollen Beitrag - es ist gerade, als ob ich ein lange gesuchtes Puzzleteil endlich gefunden habe.

    Wir können Menschen begleiten und wie du so schön schreibst, sagen dass wir da sind, wenn eine Schulter gebraucht wird. Aber die wertvollen Erfahrungen im Leben, muss jeder selber für sich machen, damit er daran wachsen kann.

    Sonnige Grüsse

    Mikala1980
  • Liebe @Mikala1980,
    wir Menschen neigen dazu, uns dort an andere anzuschließen, wo es uns mitunter gar nicht (mehr) gut tut (z.B. verbleiben wir oft viel zu lange in toxischen Beziehungen, und es zeigt sich auch, dass wir uns von zu raschen Veränderungen im Sinne von technischen Innovationen atemlos machen lassen, uns von institutionalisierten Religionen manipulieren lassen, vom wirtschaftlichen Treiben hetzen lassen oder am Stammtisch ent_geistigen lassen, etc. ) - und wir vergessen dort auf Zusammengehörigkeit und Kooperation, wo es so nötig ist (z.B. für die Natur, für Menschen und mit ihnen zu sein, wenn ihnen Unrecht getan wird, etc.).
    All diese Beobachtungen können aus meiner Erfahrung nur dann gemacht werden, wenn man sich exzentriert, also sich bewusst aus den Massen herausbewegt, um von außen darauf blicken zu können.

    Viel persönliches Unglück beginnt im Schielen darauf und dorthin, was "der andere" möglicherweise besser macht, ob er möglicherweise glücklicher ist (was ist Glück?), ob er vielleicht erfolgreicher ist (was bedeutet "Erfolg"?). Viel zu häufig vergessen wir auf eigene Ressourcen und Begabungen, die in uns sind, aber nicht entdeckt werden, weil wir gelernt haben, mit der Masse zu schwimmen.

    Ich bin auch sehr skeptisch, was viele immer noch vorhandene Strömungen in der Pädagogik betrifft. Viel zu sehr steht heute noch das Credo des "Erziehens" im Vordergrund, sodass am Kind von vielen Seiten gezogen wird und dies stets dorthin, wo wir meinen, selbst ein gutes Vorbild zu sein. Auch in der "Bildungsbranche" (und ich meine hier wirklich die Branche als verlängerten Arm der Wirtschaft) kann ich genau beobachten, wie Menschen von Kindesbeinen an verwirtschaftet werden.
    Kinder brauchen Wurzeln, sie sollen Gemeinschaft erleben, sich und ihre Umwelt entdecken und dabei dürfen wir sie begleiten, mit Liebe, Wertschätzung und jeder Menge Aufmerksamkeit. All das beinhaltet auch, Kindern mitzugeben, dass Respekt eine wesentliche Voraussetzung für ein Miteinander ist. Sie dürfen lernen, dass ein jeder Mensch verantwortlich ist für seine Handlungen.
    Ich sehe sie oft in wichtigen Entwicklungsschritten sehr allein gelassen und so verwundert es mich überhaupt nicht, dass wir es immer häufiger mit verhaltenskreativen Kindern zu tun haben. Dort, wo sie, die einsamen Kinder und Jugendlichen meinen, in den modernen Medien auf Freunde zu treffen, werden sie zur Gedankenlosigkeit verführt und manchmal auch zu hasserfüllten Überzeugungen radikalisiert ...

    Ich bin überzeugt davon, dass wir alte Teppiche wegräumen müssen ... und nicht darauf warten sollten, bis das, was sich an Unrat darunter verbirgt, von selbst nach oben dringt.
  • Liebe @seelenbilder

    Oh, welch wundervoller Beitrag wieder von dir :-)

    Ich bin da in sämtlichen Belangen sehr bei dir.

    Ich liebe Kinder wirklich sehr, habe mich aber bewusst gegen eigene Kinder entschieden, weil ich u.a. Mühe damit habe, wie die Kinder "gesellschaftstauglich" gemacht werden.

    Im Moment habe ich gerade nicht so viel Zeit zum ausführlichen Schreiben - ich möchte mir aber in den nächsten Tagen einmal die Zeit nehmen, auch meine Gedanken zu diesen Thematiken niederzuschreiben. Ich schätze diesen Austausch wirklich enorm.

    Herzliche Grüsse und bis bald

    Mikala
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