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von Kollegin aus anderer Abteilung "übergangen"?

Einen schönen Vormittag liebes Forum :-)

Ich hatte grad einen aktuellen Anlassfall und wollte euch diesbezüglich kurz um eure Meinung / Rat / ... fragen.
Hat jetzt aber nix mit introvertiert sein zu tun, ich hoffe, das macht euch nix aus...

Wie würdet ihr damit umgehen (wenn überhaupt...), wenn euch im Job seit mehreren Jahren genau 1 Person nie selbst zu einem Teilgebiet eures Aufgabenbereiches anspricht, sondern jedes einzelne Mal dies über eure direkte Kollegin tut, die nichts mit dem Bereich zu tun hat und die euch das dann "ausrichtet"?

Diese eine Person weiß, dass das euer Teilbereich ist, sie meldet sich halt aber - lt. ihrer Aussage - bei der Kollegin, weil sie halt zu der Tageszeit dort telefonisch erreichbar ist und will dies auch nicht ändern.

Daraus folgt, dass euch das dann von eurer Kollegin halt ausgerichtet wird, und zwar auch noch in der unglücklichen Form "du sollst dich bei XY melden, sie will blabbla/sie braucht bliblablupp". Und auch eure Kollegin, die ihr gebeten habt, doch dieser einen Person gerne zu sagen, man sei doch immer zumindest via Mail erreichbar udn sie möge also auch gern solche "Ausricht-Anfragen" mit der Bitte, sich direkt bei mir zu melden, umgehen.


Ich sag's euch ganz ehrlich - bei mir löst das Grummeln aus. Viellicht im Sinne von Übergangen-Fühlen oder so.

Also - lach ich drüber, obwohl's mich wurmt, und denk mir, och, die geht in 2-3 Jahren in Pension und den richtig guten Draht, wennst was aus deren Abteilung brauchst, hast eh mit ihrer Vorgesetzten?
Oder spiel ich's, mich juckts in den Fingern, mal andersrum und melde einfach ihrer Vorgesetzten udn die kommuniziert dann ihr. Steht wahrscheinlich nicht dafür.

Wie seht ihr das? Würde das was "mit euch machen"? Und würdet ihr was tun?

Danke euch für's Lesen und ggf. Reinfühlen :-)


Kommentare

  • Ja, das Verhalten der Kollegin würde auf jeden Fall etwas mit mir machen!

    Ich finde das im Privaten schon nicht toll, mit diesem "Stille Post spielen" wie ich es gern mal nenne.

    Nicht nur, dass eine Person sich entweder nicht traut oder keine Ahnung von asynchroner Kommunikation hat - also vermutlich auch wenig Geduld mitbringt.

    Bei diesem Vorgehen, erst jemand Drittem zu sagen, Person 2 solle doch bitte Person _1_ sagen, dass ja bestenfalls, sie sich mal bitte melden solle.

    Ganz blöd finde ich, wenn man von Person 2 ausgerichtet bekommt, man solle dies und jenes tun.

    Ganz ehrlich? Im Normalfall kein guter Kommunikations Stil. Ich schreibe bewußt von Person 1 und dass es _im Normalfall_ nicht wünschenswert ist. Es kann ja auch Situationen geben, wo Person 1 tatsächlich in einer wichtigen Angelegenheit nicht anders zu erreichen ist. Was in deinem Fall aber ja nicht gegeben zu sein scheint.

    Somit würde ich fast etwas Persönliches dahinter vermuten und ja, vielleicht könnte man dies mit Hilfe eines Vier Augen Gesprächs versuchen, zur Klärung zu bringen.

    Die Frage, die sich mir selbst da manchmal stellt: in wie weit lohnt sich das? Hätte ein Gespräch Aussicht auf Erfolg? Wie lange gilt es , mit der unliebsamen Situation umzugehen? Du schreibst von 2-3 Jahren. Das kann tatsächlich eine lange Zeit sein.

    Sie geht in Pension? Könnte es sein, dass sie nicht gern e-mails schreibt?
    Das Problem habe ich im beruflichen wie auch privaten Bereich und ja, ein wenig bedauere ich natürlich, dass die Kommunikation mit Manchen erschwert ist, weil sie andere Kanäle bevorzugen, als ich selbst, doch da könnte man sich ja sicherlich arrangieren.

    Glaubst du denn, da steckt irgendeine Absicht dahinter, dass sie eine weitere Kollegin sozusagen als Sprachrohr nutzt? Vermutlich weiß sie es einfach nicht besser?
  • Liebe enjoythesilence,

    herzlichen Dank gleich vorweg für deine Antwort – und auch für dein Verständnis für das, was ich da grummeln hab!

    Ich möchte nämlich auch nicht herumgrummeln aus dem bloßen Selbst-zu-empfindlich-Sein heraus, u.a. darum habe ich um eure Sicht gebeten.

    Es ging in diesen Fällen auch wirklich nie um etwas total Dringendes/Lebenswichtiges.
    Die „Stille Post“ ist sicher etwas, das sich wahrscheinlich nie ganz vermeiden lassen wird und wenn es hin und wieder vorkommt, von verschiedenen Personen, zu verschiedenen Themen, dann geht das auch klar, ganz ohne „grrrr“. Und auch bei mir kommt das durchaus vor, dass ich in irgendeiner Abteilung was erfragen oder klären soll, nicht weiß, wer zuständig ist und dann bei einem Kollegen einen Rückruf oder das Hinterlassen einer Info erbitte, sprich „was ausrichten lasse“.

    Im Unterschied zu meiner direkten Kollegin mache ich es im umgekehrten Fall aber so, sollte sich jemand mit einem Anliegen/einer Info für sie zu mir „verirren“, dass ich dazusage „das ist das Spezialgebiet von Frau x“ oder „dazu kann Ihnen Frau x viel besser weiterhelfen, sie ist morgen wieder erreichbar“ (oder so ähnlich halt, wenn nicht grad der Hut brennt). Dann ist auch die Reaktion meist „ach super, dann meld ich mich morgen“ – und es entsteht gar nicht erst die Situation, dass ich ihr „was ausrichten“ muss, zusätzlich wissen die Leute dann, aha, Frau x zu Thema xy – und landen beim nächsten Mal gleich richtig.

    Dass etwas Persönliches dahinter steckt, hab ich auch schon mal überlegt, kann sein, sie „kann“ mit mir nicht – oder kann schlicht sein, sie „kann“ mit meiner Kollegin besser, als mit mir. Ja, ich kann auch mit ihren 3 Kolleginnen besser, als mit ihr als Person, aber für ihre Themen sprech ich trotzdem direkt mit ihr.

    Sie müsste auch nichtmal Mails an mich schreiben, ich bin auch telefonisch gut erreichbar, nur halt später am Tag.

    Ich hatte sie vor ca. 1 oder 2 Jahren eben mal im persönlichen Kontakt gebeten, sich für Themen P-X mit mir in Verbindung zu setzen, da dies mein Aufgabengebiet ist und meine Kollegin nichts damit zu tun hat. Da war eben die Antwort, sie würde halt mit dem/der reden, der halt grad da ist.

    Das mit 2-3 Jahren war eine geschätzte Hausnummer, genau weiß ich nicht, wie lange sie zur Pension hat, aber es ließe sich sicher einfach aussitzen, wenn ich mir halt denk, ach, die änderst nimmer und wenn gar nix geht – es gibt eh ihre Vorgesetzte, stimm ich mich halt zu meinen Sachen mit ihr ab, fertig.

    Sie ist übrigens in einem kommunikativen Berufsfeld. Aber nicht „per Ausbildung“, sondern „per Hinversetztworden“, kann also gut sein, dass ihr Kommunikation einfach nicht liegt (was sich leider auch im Kommunikationsverhalten nach außen schon das eine oder andere Mal abgezeichnet hat).
  • Das freut mich, wenn ich dir ein wenig weiterhelfen konnte, indem ich dir mein Empfinden und einen kleinen Teil meiner Erfahrungen geschildert habe.

    Du schreibst hier etwas sehr Wichtiges, wie ich finde, so dass ich den Absatz gern noch einmal hervorheben möchte:

    "Im Unterschied zu meiner direkten Kollegin mache ich es im umgekehrten Fall aber so, sollte sich jemand mit einem Anliegen .. zu mir „verirren“, dass ich dazusage ..

    „dazu kann Ihnen Frau x viel besser weiterhelfen, sie ist morgen wieder erreichbar“.


    Dann ist auch die Reaktion meist „ach super, dann meld ich mich morgen“ – und es entsteht gar nicht erst die Situation, dass ich ihr „was ausrichten“ muss,

    zusätzlich wissen die Leute dann, aha, Frau x zu Thema xy – und landen beim nächsten Mal gleich richtig."

    Das finde ich gut wie hilfreich!
  • Danke dir :-)
    Ja, ich finde mit so einer Antwort kann wahrscheinlich auch der "Anliegen-Habende" besser umgehen und fühlt sich nicht abgewimmelt, sondern eben einfach an die Expertin, von der er das Thema rascher und korrekter behandelt kriegt, "hoch-gereicht" (eben nicht "durch-gereicht" sondern im Gegenteil, der Wichtigkeit seines Themas angemessen zum Profi fürs Thema geleitet).

    So geht aber meine direkte Kollegin nicht vor.
  • So... grad ist mir deutlich leichter und ich hab auch kein schlechtes Gewissen dabei.

    Ich habe das Thema für diesesmal auf genau dem Weg gelöst, auf dem es zu mir gekommen ist – über Umweg!

    Und zwar habe ich – und als „Ausrede“ könnte ich nun genausogut anführen, dass um diese Zeit diese eine Kollegin nicht mehr erreichbar ist – mich direkt an die Vorgesetzte dieser Kollegin gewandt. Zu ihr habe ich einen sehr guten Draht und wir haben das flugs im Vorbeigehen besprochen, ich hab ihr sogar noch die Weiterarbeit damit abgenommen, was sie sehr zu schätzen wusste
    – und das alles wird diese betreffende Kollegin auch erst erfahren, wenn sie entweder direkt bei mir nachfrägt, oder ihre Vorgesetzte es ihr erzählt.
    Mal sehen, ob das auch mit ihr was macht.

    Und ich gehe schmunzelnd in den Feierabend.
  • Gut gemacht! :)
    Und einen schönen Feierabend für dich!
  • dankeschön :-) dir auch - sofern du gearbeitet hast, ansonsten einfach einen entspannten Abend :-)
  • Schön, dass Du so gut in den Feierabend gehen konntest, @zwischen_den_Stühlen!
    Kommunikation unter Erwachsenen bzw. die Art und Weise, wie diese erfolgt / nicht erfolgt, erinnert mich in vielem an Kinder, wobei diese so manches schon besser lösen können als Erwachsene.
    Stille Post ist ein Thema, bei dem ich mich weitgehend raushalte. Nicht mein Fall. Man weiß ja, was beim Spiel meistens rauskommt - nämlich ganz was anderes als das, was losgeschickt wurde ...
  • ja das stimmt, @seelenbilder, da sind Kinder oft besser drauf :-)
    Ich hätte ja auch am liebsten sachlich-klare, wertschätzende Kommunikation, aber die ist manchmal halt nicht im Angebot. Was aber nicht heißt, dass ich mich nicht bei mir selber dennoch immer drum bemühe, also, wie ich mit anderen kommuniziere, mein ich.
  • Ich bemühe mich da auch sehr darum, um diese Kommunikation, wie ich sie mir auch umgekehrt wünsche - wenn auch das Wort durchaus die Mühe nicht ganz verschweigt :-) Ich neige etwas zu schwarzem Humor ... manchmal sehr befreiend, liebe @zwischen_den_Stühlen!
  • schwarzer Humor ist IMMER befreiend ;-)
  • @zwischen_den_Stühlen,
    ... wenn er nicht beleidigend ist und etwas auf den Punkt bringt - definitiv ja!
  • Weil ich grad zufällig hier war, nutze ich die Gelegenheit, dazu ein kurzes "was wurde aus..." dazulassen: topaktuell sogar ;-)
    Das Thema hat sich gelöst... Seit ca. 2 Wochen schaffen es die Kolleginnen, direkt mich anzusprechen bzw. zu informieren :-)
    chaka :-D
  • Das sind tolle Neuigkeiten!

    Danke fürs teilen :)

    Wie kam es zu dieser Wandlung?
  • danke, ja, das find ich auch :-)
    und drum wollt ich das auch hier erzählen, weil ich selber immer gern erfahren würd, wie was ausgeht, wenn wer was schreibt :-)

    ich hab 1x was erwähnt, bzw. gebeten, mich, weiß ich, in cc zu setzen bei xy - das war aber eine neue Kollegin, mit der das Thema noch nicht aufgekommen war - und von da an geht das auf einmal auch bei der Betreffenden - Kollateralschaden, quasi ;-)
    Aber genau weiß ich es selbst gar nicht.
  • Ui cool, das freut mich!
    und danke fürs Informieren! :D Unsolved cases sind ja doch immer sehr unbefriedigend.
  • dankeschön :-)
    und es hält auch noch an!
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