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Hallo und ein Dankeschön

Hallo an alle in diesem feinen Forum

Ich lebe im hohen Norden, bin fast mitte Vierzig und ein ziemlich ruhiger Typ mit einem Hang zur süßen Melancholie was ich jetzt aber nicht negativ meine.

Nach jahrelangem stillem mitlesen hier im Forum möchte ich gern einmal allen Schreibern, Schreiberinnen und Admins hier " Danke schön" sagen. Denn auch ich habe mich, so ungefähr mit mitte Dreißig, gefragt ob vielleicht mit mir etwas nicht stimmt da ich immer wieder in Situationen mit Mitmenschen geraten bin die für mich sehr schwer zu verstehen waren und mir viel Energie entzogen haben...so möchte ich das mal beschreiben. Dieses emotionale Auf und Ab mit diversen Lebenspartnerinnen, der Umgang mit Arbeitskollegen und Bekannten. Manche Menschen werden ja vom Elternhaus in die Richtung erzogen das ja man bloß immer mit anderen Leuten auf Teufel komm raus gut klarkommen muss weil man ja vielleicht irgendwann mal etwas von denen erwarten oder brauchen könnte oder das klassische : " Du musst mehr unter Leute gehen" als gutgemeinter Rat. Dieses Verbiegen seines eigenen Wesens um den Anderen zu gefallen um des lieben Friedens willen. Das fühlte sich für mich immer falsch an... aber man hat halt mitgespielt weil man es ja auch nicht anders kannte oder beigebracht bekommen hat.
Aber dann war bei mir der Groschen gefallen und ich bin auf das Thema Introvertiertheit gestoßen und vieles hat in meinen Augen plötzlich Sinn ergeben und ich versuche seitdem mich von gewissen Situationen und natürlich auch Menschen zu distanzieren was echt zu einer großen Erleichterung geführt hat wenn man das so sagen kann. Und bei dieser Sinnfindung kommt Ihr alle dann ins Spiel da ich mir immer mal wieder hier einige interessante Dinge durchgelesen habe und ich mich selbst langsam aber sicher in einem anderen Licht sehen konnte.
Und natürlich hat das auch meinem Selbstwertgefühl gut getan von anderen Leute Tipps und Ratschläge zu lesen um meine vermeintlichen Schwächen in Stärken umzuwandeln. Also deshalb vielen Dank an alle.

Nun habe ich endlich den Schritt hier ins Forum gemacht und vielleicht kann ich zum allgemeinen Gedankenaustausch etwas beitragen.

Kommentare

  • Hallo und ein nachträgliches Willkommen im Forum der Introvertierten, MrThreepwood!

    Für mich kommen deine Erkenntnisse, die Du mit uns teilst, gerade zur richtigen Zeit.
    Und ich bin sicher, dass Du zum allgemeinen Gedankenaustausch hier etwas beitragen kannst.

    Freue mich schon jetzt auf weitere Beiträge von Dir.

    Viele Grüße sendet

    Enjoythesilence
  • Hallo hier, Mr. Threepwood,
    ich lese immer wieder hier in diesem Forum, dass Menschen, die ihre Aufmerksamkeit mehr nach innen als nach außen richten, diesen und jenen Hinweis aus ihrer Umwelt bekommen, was sie nach Meinung anderer alles tun müssten und sollten.
    Noch vor ein paar Jahren habe ich mich durchaus darum bemüht, solche "Tipps" anzunehmen - inzwischen bin ich mir selbst gründlicher auf die Spur gekommen (auch über viele sehr wertvolle Beiträge in diesem Forum) - und nun lasse ich mich davon nicht mehr beirren. Vieles, was von außen kommt, hört sich nach Rat*schlägen* an und ich kann es niemandem zugestehen, sich solche Freiheiten herauszunehmen. Für mich sind übrigens Tipps und Ratschläge nicht das gleiche. Es gibt eine unterschiedliche Haltung dahinter. Ratschläge kommen ungefragt und nicht auf gleicher Augenhöhe.

    Ich mache überhaupt sehr oft die Erfahrung, dass die meisten Menschen genau ihren Weg für den einzig begehenswerten halten und alles, was sich neben ihren Wegen abspielt, gerne als lächerlich hinstellen.

    So, wie Du schreibst, wenn man sich die Zeit gibt und die Sinnfindung ein Thema ist, dann stärkt dies zweifelsohne das allgemeine Wohlbefinden und auch ein Selbstwertgefühl.

    Danke für Deinen Schritt ins Forum!

    Liebe Grüße,
    Seelenbilder
  • Hallo Mr. Threepwood,
    gerade habe ich in einem interessanten Artikel in einer Zeitschrift gelesen, dass wir Menschen einander brauchen und gerade jetzt, in der Corona Zeit, sich viele Menschen einsam fühlen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir in dieser Zeit an nichts fehlt, was Kontakte betrifft. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mir nicht Gedanken um all diejenigen machen würde, die sich jetzt wirklich einsam fühlen und deren Existenz bedroht ist.
    Wie sind eure Gedanken dazu?
    Liebe Grüße
    Katrin
  • edited Dezember 2020
    Hallo, liebe Katrin, liebe Lesende,

    ich glaube, dass sich viele Menschen einsam fühlen, vor allem jene, die wirklich den physischen Kontakt mit ihren Freunden brauchen.
    Mir persönlich ist aufgefallen, dass sich einige Menschen in meinem Umfeld spätestens in diesem Jahr ruhiger zeigen. Ich habe es vor allem bei jenen wahrgenommen, die sehr viele Hobbys oder Aktivitäten haben, die sich in der Außenwelt abspielen. Ich könnte mir vorstellen, dass ihnen die vielen Beschränkungen im Umgang mit anderen ordentlich zu schaffen machen und dieser "Rückzug" auch ein Zeichen dafür ist: Weil ihre Welt total aus den Fugen geraten ist.

    Für mich hat sich nicht viel geändert, ich teile mich insgesamt schon viel lieber schreibend mit.

    Auch ich mache mir viele Gedanken über Menschen, deren Existenzen bedroht oder gar schon vernichtet sind. Ich bin fassungslos über solche, die die Existenz des Virus leugnen oder meinen, Umarmungen könnten heilen. Ich glaube auch nicht daran, dass wir nächstes Jahr bessere Außenbedingungen vorfinden. Ich halte mich nicht für einen Pessimisten, auch bin ich kein Zweck-Optimist. Ich sehe die Welt mit realistischen Augen. Nächstes Jahr, wenn es wieder langsam aufwärts geht, dann werden nicht wenige jener, die jetzt in Kurzarbeit sind oder auch einen neuen Arbeitsplatz suchen müssen, ihre Ellbogen ausfahren und sich ihre Arbeitsplätze hart er"kämpfen". Ich sehe solche Auswirkungen in allen Bereichen - ganz unfassbar, wie sich Leute verändern können, wenn ihr Arbeitsplatz bedroht ist. Man muss hohe Ideale haben, um da fair gegenüber anderen zu bleiben. Ich habe weniger ein Zusammenspiel beobachtet, als vielmehr verschärftes Mobbing. Es tut mir echt weh, solche Entwicklungen zu beobachten.
  • Hallo Mr Treepwood,
    ich bin auch ganz neu hier und habe ein halbes Jahrhundert gebraucht, bis ich endlich erkannte, was bei mir (angeblich) nicht stimmt. Diese wohlgemeinten Ratschläge: geh doch mal unter Leute, geh in eine Jugendgruppe, unternimm mal was. Oder die Einordnung als: schüchtern, weltfremd, eigenbrötlerisch ...
    Dann endlich die Erkenntnis - nichts davon stimmt, nichts hilft mir weiter. Ich bin, wenn man diversen Test glauben darf, extrem introvertiert, was mich nicht hindert, ziemlich erfolgreich einige Rollen (z. B. als Dozentin) zu spielen.
    Einsamkeit genieße ich eher, als dass ich sie fürchte. Daher hat sich durch den Lockdown auch nicht viel geändert - einiges ist für mir sogar positiv - ich muss nirgends hin müssen (Besuche, Weihnachtsmarkt mit Kollegen, Geburtstagsfeiern). Aber ich verstehe, die Menschen, die ihre Energie aus den sozialen Kontakten ziehen, für sie ist die Situation schlimm und da helfen, genau, wie im umgekehrten Fall bei uns Introvertierten, auch nicht gutgemeinte Ratschläge (man kann sich doch prima selbst beschäftigen ...), diesen Menschen fehlt etwas. Ich empfinde die aktuelle Stimmung am Arbeitsplatz "strange". Alle gehen auf Abstand (was richtig ist), die Stimmung ist angespannt (wobei aktuell niemand von Kündigung bedroht ist), der "soziale Kitt" bröckelt weg.
  • @Feykir,
    nichts zu müssen, aber etwas zu wollen, zu dürfen, das ist für mich Freiheit!

    Einen Rat prüfe ich, den Schlag können die Leut' behalten ... ich steh auf Tipps :-))

    Wir "stimmen" auch dann, wenn wir nicht wollen, was die meisten wollen:
    „Die meisten verwechseln Dabeisein mit Erleben.“
    (Max Frisch)

    Liebe Grüße,
    Seelenbilder
  • Hallo Mr. Threepwod,
    ich grüße Dich ebenso aus dem hohen Norden. Oh ja, melancholisch bin ich auch. Ganz schön sogar.

    So manches mal wünsche ich mir, das Leben leichter nehmen zu können, aber es funktioniert einfach nicht. Mein Selbst kommt mir immer wieder dazwischen ....

    Ich liebe es sehr, alleine zu sein und brauche auch nicht immerzu Menschen um mich. Allerdings habe ich für mich festgestellt, dass dieses permanente Alleinsein mir nicht immer gut tut. Mir kommen dann immer sehr viele komische Gedanken in den Sinn, die das wahre Leben auch etwas verzerrt darstellen.

    Somit habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr meine Kontakte doch etwas auszubauen. Wahrscheinlich ist es jetzt nicht ganz der richtige Zeitpunkt für solche Vorhaben, aber es wird ja wohl mal wieder besser.
    Ich denke, wichtig ist es, einige Leute zu haben, mit denen man eine Verbindung spürt, ansonsten driftet es schnell in die Einsamkeit ab. Und das ist ja doch was anderes als unser geliebtes Alleinsein.


    Viele Grüße
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