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Edited: Hallo von einem introvertierten Einzelgänger, ein AB, was ein Lied über mich aussagt.

edited Januar 2 in Vorstellungsrunde
Hallo und Frohes neues Jahr euch allen.
Ich bin ganz neu hier und will mich auch mal vorstellen. Ich bin 27 Jahre alt und komme aus dem Kreis Borken. Würde mich über Kontakte freuen:) Beschreibe mich mal ausführlich was eigentlich nicht typisch für mich ist aber hier mache ich es da ich mich hier vertraut fühle. Es ist nicht so schlimm was mir passiert ist was im Gegensatz dazu andere erlebt haben.

Mich selber
Ich bin ein typischer Introvertierter, Einzelgänger, Absolute Beginner und war schon immer anders weswegen ich immer gemobbt wurde. Zudem soll ich leicht hochsensibel sein. Ich wollte und will eigentlich nur meine Ruhe haben aber manche Menschen können die einem nicht lassen.
Ich war immer gut im Geschichten schreiben und habe mich immer selbst in Geschichten wie in Herr der Ringe und Star Wars reingedacht. Mal als menschlicher General von Sauron oder als Padawan eines Jedi:) Lese sehr viel (Romane, Sci-Fic etc.), zocke am PC (meist Strategie- und Rollenspiele wie Mass Effect, Fallout etc. aber auch gerne MMOs wie SWTOR und ESO aber immer alleine.).
Gehe gerne auf Trödelmärkte auf wo ich nach Büchern und alten Sachen gucke. Deswegen habe ich mehrere alte Bücher zuhause die zum Teil aus dem 19. Jahrhundert stammen und dadurch kann ich problemlos die Sütterlinschrift lesen. Ich interessiere mich auch sehr gerne für Geschichte und die Naturwissenschaften auch wenn ich nicht studiert habe.
Ich bin auch mal gerne in der Natur und mache gerne Urlaub an der Nord- und Ostsee. Mein Traumurlaub wäre ein Fjordwanderung, die hätte ich 2020 auch gemacht aber wegen Corona leider nicht. Ich hasse reine Strand- und Hotelurlaube. Dann lieber ein Museum:)
Habe einen 3, 5 Jahre alten braunen Labrador der mein zweit bester Freund nach mir selbst ist. Keinerlei Freunde und hatte nie eine Freundin.

Mein Leben
Zuerst war ich in einem normalen Kindergarten aber da kamen sie nicht mit mir klar und wurde bereits von ein paar Kindern gemobbt. Dann bin ich in einen speziellen Kindergarten gekommen wo mehrheitlich behinderte Kinder waren weil ich eine Entwicklungsverzögerung aufgrund verschleimter Ohren hatte da ich nicht so gut hören konnte. Sowie zwei Leistenbrüche und ein Nabelbruch. Damals hatte ich bereits mehrere OPs hinter mir. Es soll sehr schmerzhaft für mich gewesen sein woran ich mich aber kaum erinnere.

Danach hatte ich ein Jahr Vorschule und dann die normale Grundschule. Auch hier wurde ich natürlich gemobbt. Ein paar Freunde habe ich aber trotzdem gefunden aber nach der Grundschule größtenteils den Kontakt verloren.
Seit dieser Zeit bin ich ein eifriger Leser was mir damals schon komische Blicke einbrachte.

Zwei gute Freunde (Victor und Marius) hatte ich damals aber beide sind weggezogen und von Victor weiß die eigene Mutter nicht wo der ist. Wir haben immer gerne Ritter oder Römer gespielt und sind viel Fahrrad gefahren. Beide waren aber auch anders als andere. Victor, sein Bruder und seine Mutter sind Spätaussiedler die nie viel hatten. Marius kam mit seiner Stiefmutter nie gut klar und der Vater war nicht immer zuhause.

Zuerst sollte ich auf die Haupt- oder Realschule bei uns in der Stadt aber die waren groß und da wär ich untergangen. Vermutlich wäre ich dort sogar verprügelt worden nachdem was man da so hörte. Zum Glück habe ich nie massives, physisches Mobbing erlebt. Abgesehen von ein paar Schubser und ein paar Rangeleien was aber nie von mir ausging da ich eigentlich immer nur meine Ruhe wollte.
Die ganze Zeit wurde ich auch wegen meiner etwas zu großen Nase gemobbt. Egal ob Grund- oder Realschule. Auch in der Ausbildung.

Auf der kleineren Realschule im Nachbarort wurde ich aber auch gemobbt. Der Schulranzen wurde mir manchmal geklaut und ich durfte den dann suchen. Mein Butterbrot natürlich auch. Einmal haben wir in 'Deutsch' ein Buch gelesen und sollten dann eine Mappe mit Analysen etc. anlegen. Kurz vor Abgabe der Mappen wurde meine geklaut weil sie eben sehr gut war aber zum Glück wiederbekommen. Zudem war es immer sehr laut in unserer Klasse (A). Zwischenzeitlich waren wir sogar lauter und schlimmer als die andere Klasse (B). Ich habe es sowas von gehasst denn ich konnte mich dann nie konzentrieren.
Es gab auch eine Schulbibliothek wo ich mir Bücher ausgeliehen habe und dafür wurde ich dann schon mal angemacht. Bücher seien uncool etc. Ich war glaube ich auch der einzige der dies getan.
Auf der Abschlussparty habe ich mich auch das einzige Mal in meinem Leben besoffen was eigentlich gut war da ich am nächsten Tag nicht mehr konnte und meine Klasse soviel Scheiße in der Schule gemacht hat, dass die zahlen mussten.
Ich war einfach nur froh da weg zu können.

Vom Regen in die Traufe ging es dann aber mit der Ausbildung. Mein erlernter Beruf ist der Metallbauer - Fachrichtung Konstruktionstechnik. Der Betrieb baut Fenster, Türen und Wintergärten. Auf der Berufsschule wurde ich gar nicht gemobbt was mich überraschte aber im Betrieb dann doch. Da ich kein Alkohol trinke und Partys und das Feiern hasse. Ich werde es nie verstehen was daran so toll ist die Kontrolle zu verlieren, zu kotzen und betrunken zu "tanzen". Dann wurde ich immer wieder damit gemobbt ob ich kein Alkohol vertragen würde, warum ich keine Freundin hätte und ich nicht feiern könne.
Deswegen habe ich in der kleinen Schlosserei immer gerne geflext, gebohrt, gesägt und geschweißt. Da hatte ich relativ meine Ruhe und es hat mir mehr Spaß gemacht als die Fenster und Türen zusammen zu bauen.

Nach der Ausbildung habe ich ein Jahr Fachhochschulreife versucht. Bin dann aber an Mathe gescheitert. Ich hasse Formeln und das Umstellen:)

Ich arbeite jetzt in einem 3-Schicht-System in einem großen Industriebetrieb seit 2016. Bis Anfang 2020 war auch alles gut. Ich kam mit den Arbeitskollegen sehr gut aus und ich war in der besten Abteilung. Die neue Unternehmensführung möchte mit irren Ideen den Betrieb noch profitabler machen und hat bereits zu viele Leute entlassen. Zudem wird man als junger Mann der Single ist gerne überall hingeschickt wenn mal weniger zu tun ist. Andere Schicht plötzlich.

Ich will was neues machen. Vielleicht mache ich eine Umschulung zum Triebfahrzeugführer. Ich hatte mich mal bei der Bundeswehr als Feldwebel beworben. War auch alles sehr gut gelaufen und dies ohne jegliche Vorbereitung. Bis auf die Urinprobe wo dann ein zu hoher Eiweiß-Wert festgestellt wurde.
Mein Facharzt war empört, dass ich deswegen abgelehnt wurde da ich sonst sehr gute Werte hätte und kerngesund seie:)
Mein Traumberuf als Kind war Archäologe aber ich habe ja leider nicht studiert

Liebe
Aber der 8. Klasse war ich total in ein Mädchen aus meiner Klasse verliebt aber ich war viel zu schüchtern um sie anzusprechen. Aber einen Liebesbrief habe ich ihr mal in den Schulranzen gesteckt.
Ich hatte mal ein Date mit einer Japanerin dank Parship aber sie war 8 Jahre älter und da war ich noch 24. Wir waren damals im Kino in einem Star Wars-Film. Vielleicht würde ich mich heute anders entscheiden. Ich bin auf Lovescout24 und Finya unterwegs. Frauen besuchen mein Profil. Auch mehrfach aber wenn man sie anschreibt dann schreiben sie nie zurück. Ich schicke auch keine billigen Sexsprüche oder Penisbilder:) Als ich hörte, dass dies manche Männer machen habe ich mir nur gedacht wie dumm und primitiv die sind.
Kennt ihr das Lied "Meine Soldaten" von Maxim? So fühlte ich mich mal obwohl ich nie eine Freundin hatte. Aber dieses Bedürfnis an Liebe war eine ganze Weile sehr schmerzhaft für mich. Denn wer will nicht lieben und geliebt werden? Es wird immer gesagt man solle sich keinen Druck machen denn irgendwann kommt schon die Richtige. Toll. Wenn ich 40 bin oder was? Solche Ratschläge sind sowas von für die Tonne. Ich will ja nur eine Frau finden mit der man möglichst viel Zeit verbringen kann.
Das erinnert mich an die Doku "Love Alien".

Edited: Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich im Leben oft angelogen und übelst verarscht wurde. Von der Grundschule bis zur Ausbildung. Das schlimmste Erlebnis davon hatte ich in der 7. Klasse. Ich bekam zwei Liebesbriefe am Valentinstag. Einer in sehr schöner Schrift und der andere sehr krakelig was ich doch sehr komisch fand. In der 10. Klasse habe ich dann erfahren, dass der Brief mit krakeliger Schrift einfach nur Verarsche von ein paar Jungs. Das hatte ich ja schon vermutet aber immer noch ein bisschen naive Hoffnung am Anfang gehabt. Ich hatte große Mühe mich zu kontrollieren.
Ich wüsste immer noch zu gerne wer den anderen Brief geschrieben hat. Vermutlich ein Mädchen dafür war die Handschrift zu schön.
Ich bin ein sehr misstrauischer Mensch geworden der niemanden mehr so leicht vertraut oder irgendetwas erzählt.


Ich glaube, dass dies alles war. Hoffentlich nicht zu lang.

Schreibt mich gerne an.

Kommentare

  • Hallo Ben_Kylo,
    das Lied kenne ich nicht, aber einiges was du schreibst, könnte auch von mir stammen. Diese "hirnlosen Feten" habe ich auch immer vermieden und alles was laut und oberflächlich ist.
    Was jetzt kommt, bitte nicht falsch verstehen - Ratschläge können passend oder unpassend sei - und ich kenne dich ja nicht.
    Eine abgeschlossene Ausbildung ist doch schon mal eine gute Grundlage. Hast du schon mal an eine Weiterbildung gedacht? Techniker, Meister, Fachwirt? Damit ergeben sich neue Perspektiven. Ich selbst komme aus der Technik / Konstruktion (habe mich leider davon verabschiedet ...) und hatte immer den Eindruck hier eher Gleichgesinnte zu finden oder zumindest Menschen, die sich auf das fachliche fokusieren und denen es egal ist, ob man Partys mag oder nicht.
    Beste Grüße und einen guten Start ins neue Jahr.
  • edited Januar 2
    Hey, danke für deinen Ratschlag. Ich bin dafür immer gerne offen.
    Meister würde ich nicht machen wollen wenn dann Techniker aber ich glaube der Bereich ist auf Dauer nichts für mich.
    Ich bin sehr ernsthaft daran interessiert Lokführer zu machen. 9-11 Monaten Ausbildung und danach einen sicheren Job. Dann würde ich jeden Tag was anderes sehen als die Hallen bei uns.
    Jeder sagt auf der Arbeit, dass der Druck von oben immer schlimmer wird da wir alle optimiert werden sollen:( Die Älteren sagen uns jungen Arbeitern, dass wir besser gehen sollten solange wir noch jung sind. Denn dort sei nur Endstation.

    Hier ist der Link zum Lied:
  • edited Januar 4
    Hallo @Ben_Kylo,
    nach einigen Tagen Abwesenheit im Forum sehe ich die Spuren neuer Menschen hier, sehr fein :-))

    Was mich anlässlich Deiner und auch anderer Schilderungen immer wieder sehr trifft, ist die wiederholte Erkenntnis, dass man für ein "Anderssein" sooft brutalst bestraft wird.
    Mobbing ist etwas, das ich sehr oft beobachte, und soweit es mir möglich ist, greife ich ein - nicht nur aus meiner Haltung heraus, sondern zusätzlich, weil ich es selbst auch verspürt habe.
    Ich habe meine eigene Situation damals im ersten Moment überhaupt nicht begreifen können, ich konnte es nicht fassen, diese negative Aufmerksamkeit auf mich gezogen zu haben, ich bin doch ein wehrhafter und selbstbewusster Mensch. Doch es gibt Situationen, die man allein nicht mehr beeinflussen kann, weshalb es mir auch so ein riesiges Anliegen ist, Menschen zu unterstützen.

    Es ist toll, dass Du in beruflicher Hinsicht ganz genau erkennst, was einfach nichts für Dich ist. Kein Mensch kann Dir sagen, was Du tun musst - nur in Dir selbst liegt diese Wahrnehmung! Was tut gut, was nicht?

    Ich wünsche Dir, dass Du Deine Wege findest - auch in der Liebe -, und beruflich vielleicht tatsächlich auf Schienen? - Ich wünsche Dir diese Möglichkeit! Das Leben ist eine Reise, und es kann eine sehr erfüllende Reise sein. Manchmal auf Wegen, die viele gehen und dann wieder auf Wegen, die nur Du für Dich ganz allein findest!

    Übrigens, sehr guter, berührender, außergewöhnlicher Song, den Du hier gepostet hast, vielen Dank!

    Alles Liebe, hier und anderswo,
    viel Kraft, viel Mut und FREIHEIT!
    Seelenbilder
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