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Erste Beziehung?

Hallo,

Ich wollte mal fragen, wann ihr so eure erste Beziehung hattet? Also eine ernste.
Ich bin jetzt 20 Jahre alt und hatte noch nie eine Freundin, wobei ich mir doch schon lange eine wünsche, finde ich einfach niemanden der zu mir passt. Ich habe es auch schon mit Online-Dating probiert, aber irgendwie finde ich, dass das nicht der Weg für mich ist die Richtige zu finden.
Falls ihr einen Freund oder eine Freundin habt, wie habt ihr euch kennen gelernt? Vielleicht habt ihr ja auch den einen oder anderen Ratschlag für mich?
Ich habe zwar eine gute Freundin, die auch einen großen Freundeskreis hat, aber zur Zeit mit Corona ist es schwierig sich vorzustellen oder sich mal zu treffen.

Ich bedanke mich schonmal bei euch im Voraus.

Kommentare

  • Hallo @MarcelHuttel11,

    ich hatte meine erste richtige Beziehung mit 22. Aber es ging mir lange auch so wie Dir, dass ich mir das gewünscht habe, aber niemanden fand.
    Ich habe meine damalige Freundin in der Uni kennengelernt. Wir studierten dasselbe Fach und ich fragte, was ihr Nebenfach war. In späteren Vorlesungen haben wir uns öfter danach unterhalten, um was es ging und ob wir das interessant fanden oder nicht. Irgendwann habe ich gefrat, ob sie meine Telefonnummer haben will. Das haben hauptsächlich geschrieben und uns unterhalten, wenn wir uns in der Uni getroffen haben. Etwa drei Wochen lang, bis wir uns das erste Mal trafen.

    Ich bin eigentlich überhaupt nicht derjenige, der fremde Leute anspricht, außer es ist etwas Wichtiges, dass ich Hilfe brauche oder so. Aber so um Menschen kennenzulernen, tu ich mir damit sehr schwer. Ich sitze meist im Hintergrund und höre 85% der Zeit zu und werfe ab und zu etwas ein. Um Leute anzusprechen, hab ich oft Zweifel, ob ich diejenigen bei einem wichtigen Gedankengang unterbreche oder diejenigen das komisch finden, wenn ich quasi aus heiterem Himmel etwas sage. Nur dieses eine Mal habe ich mich getraut und diejenige als Erster angesprochen. Und es hat funktioniert, wir haben uns unterhalten.
    Mein Tipp wäre folgender: Du musst nicht kontaktfreudig sein und dich sofort super mit allen verstehen und mit allen Gespräche anfangen können. Wenn Du mit jemandem etwas gemeinsam hast und sich das als Gesprächsthema anbietet, reicht es manchmal aus, wenn Du dich nur ein einziges Mal traust. Da man sich dann schonmal unterhalten hat, fällt es beim nächsten Mal, wenn man sich sieht, einfacher, sich zu unterhalten als wenn man sich noch komplett fremd wäre.

    Jetzt zur Pandemie:
    Einiges, bei dem man früher Kontakte knüpfen konnte, fällt ja jetzt weg. Falls du studierst, wirst du es sicher kennen: keine Mensa, kein Unisport, keine Seminare/Tutorien.
    Vielleicht gibt es auch hier die Möglichkeit, sich online mit anderen Studenten zusammen zu schalten, z.B. zur Klausurvorbereitung oder zum generellen Lernen. Oder auch zum Austausch, vielleicht kannst du mal auf der Seite der jeweiligen Fachschaft schauen, ob da online Dinge angeboten werden. Auch hier würde ich sagen: Manchmal reicht sich einmal zu trauen (vielleicht per schriftlicher Nachricht, wenn Dir das leichter fällt), aus, um einen Kontakt herzustellen. Und man kann sich auch online gut kennenlernen und über Smalltalk und Uni-relevantes hinaus Dinge besprechen (weiß ich aus Erfahrung ;) ).

    Falls du nicht studierst, wird es vermutlich auch per Internet Möglichkeiten geben, sich mit Kollegen/Leuten aus der Berufsschule zusammen zu tun, WhattsApp-Gruppen oder Webmail des Betriebs/der Abteilung. Hier würde ich dir empfehlen, vielleicht erst Dinge anzusprechen, die mit der Arbeit/Berufssschule zu tun haben, sonst kann es sein, dass diejenige das Gefühl hat, Du "fällst mit der Tür ins Haus". Es ist finde ich auch einfacher, mit Leuten über solche allgemeinen Dinge zu reden, weil das nicht so wirkt, als falle man mit der Tür ins Haus. Und wenn die Antworten positiv und nicht zu kurz ausfallen, kannst du zu persönlicheren Dingen übergehen, z.B. wie diejenige ihr Homeoffice organisiert oder mit der Online-Lehre in der Berufsschule zurechtkommt.

    Soweit von mir, ich hoffe, ich konnte dir helfen :)
  • edited Februar 16
    Wie @Charon schon aufgezeigt hat, ist es sicherlich von Vorteil - wenn Du Dich für jemanden interessierst - gemeinsame Themen herauszufinden. Das ist einigermaßen schwierig, wenn man jemanden nicht anspricht. Deshalb kann es nicht schaden, in diesem Bereich auch "zu üben".

    Verliebt war ich in meinem Leben öfter, manchmal waren es auch nur riesige Seifenblasen, das ist jedoch schon lange zurückliegend, einige Jahrzehnte :-)
    Ich hatte es früher bestimmt leichter, jemanden zu treffen, da ich viel unterwegs war und auch eher in mir zu lesen war, als dies gegenwärtig möglich ist. Während vieler Jahre haben mich mein Leben und die darin gemachten Erfahrungen zu mehr Innerlichkeit gelenkt.

    Ich hatte einige Lernbeziehungen, die sehr unruhig verliefen. Auch kam es zu zahlreichen Verletzungen und ich brauchte dazwischen immer sehr viel Zeit - nämlich einige Jahre - um zu reflektieren.
    Ich bin jemand, der nun sehr genau prüft und auch abwiegt, ob jemand wirklich zu mir passen könnte. Heute bin ich nämlich sehr auf Beständigkeit bedacht. Während meiner Zeit auf Online-Plattformen vor mehreren Jahren habe ich Abstoßendes erlebt, das Drängen von Männern empfand ich als unreif, banal und erschreckend kindisch. Ich wusste im Vorfeld ganz genau, welchen Partner ich mir - innere Qualitäten sind mir enorm wichtig - wünsche. Dementsprechend war mein Profil auch ausführlich beschrieben, wozu ich auch beleidigende Rückmeldungen erhalten habe. Phasenweise habe ich es zwischendurch auch zum Erholen wieder stillgelegt, doch mein innerer Kompass hat immer vermeldet, dass ich am richtigen Weg bin - und siehe da, es hat geklappt. Monatelang war nur eine Mail-Unterhaltung möglich, aber das war goldrichtig so. Wir haben uns über vieles total unverkrampft ausgetauscht und gemerkt, dass es unzählige Gemeinsamkeiten gibt. Ein erstes Telefonat hat ergeben, dass mir auch die Stimme behagte. Die ersten Treffen waren so angenehm, dass ich langsam Vertrauen fassen konnte. Es ist viel Arbeit, eine Beziehung zu leben, und es braucht auch Kompromisse, auf beiden Seiten. Doch hinter allem steht immer wieder das Gemeinsame, das Verbindende, der Humor, das Lachen, das miteinander Reden.

    Was sicherlich schwierig ist, wenn man sich unter Druck fühlt. Druck treibt leider oft in die falsche Richtung ... Unter diesen Bedingungen habe ich persönlich Erfahrungen gemacht, die sehr entkräftend waren.

    Kommunikation ist die wichtigste Basis überhaupt, in allen mitmenschlichen Beziehungen. Ich glaube, viele scheitern genau daran. Miteinander zu reden ist essenziell, übereinander mit einem Außenstehenden zu reden birgt die Gefahr, Dinge nicht richtig einzuordnen. Gelassenheit scheint mir auch eine gute Wegbegleiterin zu sein!
  • "Ich wollte mal fragen, wann ihr so eure erste Beziehung hattet? "

    Ich war 20 Jahre alt.

    Kann es sein, dass es relativ "normal" unter Intros ist, erst volljährig eine Beziehung einzugehen?

    Trotzdem lese ich immer wieder von einem gewissen (gesellschaftlichen) Druck, doch nun endlich (auch) eine Beziehung haben zu wollen.

    Glaub mir @MarcelHuttel11
    ich kenne dieses Gefühl.

    Doch eigentlich ist es schade, dass man sich selbst diesen Druck macht.

    Beziehungen zu Anderen sind nur selten für die Ewigkeit und es wird immer wieder Zeiten geben, in denen man allein zurecht kommen muß.

    Warum nicht also auch das Jetzt und Hier genießen, so wie es ist?

  • Ich denke, sich allein zu fühlen, ist für alle schmerzlich, die sich eine echte Beziehung wünschen.

    Ich weiß nicht, ob es nur Intros betrifft, dass viele vielleicht ein gewisses Alter erreichen, bevor sie erste ernsthafte Schritte setzen (können) ... möglich könnte es sein. Ich denke, da werden ganz viele Einflüsse aktiv und sicher auch die Tatsache, dass man als tiefsinniger Mensch vielleicht auch weniger den Wunsch hat, öfter "suchen" zu müssen.

    Ich habe mich in meiner Schulzeit ehrlich gesagt immer wieder über meine Kolleginnen gewundert, wie oberflächlich sie mit dem Beziehungsthema umgegangen sind. Für viele war es einfach nur wichtig, (sexuelle) Erfahrungen zu sammeln. Diese wurden lauthals kundgetan und diskutiert, es war schon damals nicht meine Art, mit Intimität derart umzugehen.

    So wie Du schreibst, liebe @enjoythesilence, finde ich es auch sehr wichtig, zu lernen, sich selbst zu genügen. Wer das wirklich schafft, der kann sehr glückliche Zeiten erleben. Man darf allerdings auch lernen, dass einem die Gesellschaft nichts vorzuschreiben hat - das wiederum erfordert eine Menge Selbstakzeptanz!
  • SanSan
    edited Februar 16
    Meine erste Beziehung hatte ich mit 19. Haben uns im Internet kennengelernt, aber uns nicht gesucht. Glaube, das macht oft den Unterschied. Meine Erfahrungen mit Online-Freundesuchen (was ich mit Online-Dating gleichsetze) sind immer die gleichen.. es wirkt verkrampft und man findet keine Leute, die auf derselben Wellenlänge sind. Die besten Beziehungen (egal welcher Art) sind immer noch die, die man nicht suchte und dennoch fand (ich weiß, das hilft nicht und ist eher frustrierend weil es für "nicht suchen und dennoch finden" halt kein narrensicheres Patentrezept gibt)
    Ich wünsche dir viel Erfolg. In einer Gesellschaft, in der Partnerschaft als das absolute MUSS zum "Komplettsein" propagiert wird, ist es nicht leicht, alleine zu sein.
  • Erst 20 Jahre alt?
    Ich bin 27 Jahre alt und hatte auch noch nie eine Beziehung. Ich probiere es seit 3 Jahren mit Online-Dating und habe kaum Erfolge.
  • Ich bin jetzt 59 und hatte meine erste Beziehung mit 16, damals waren die "Buben" mit den "Töffli" unterwegs und man beschnupperte einander am Dorfbrunnen. Ich kannte mich damals noch nicht sehr gut. Es war eine schöne Beziehung, aber mein gleichaltriger Freund interessierte sich eigentlich ausser für mich nur für Lastwagen. Ich las schon immer viele Bücher und wünschte mir jemanden, mit dem ich mich über Literatur unterhalten konnte.
    Momentan wäre ich offen für eine neue Beziehung (die letzte hat vor über drei Jahren ein plötzliches Ende gefunden), aber nicht am Suchen.
    Rückblickend würde ich mir wünschen, mich in jungen Jahren mehr auf mich selbst konzentriert zu haben. Meine Talente hätte ich fördern können, mehr allgemeine Begegnungen geniessen und Gespräche mit Leuten führen, die ich nicht in dem Sinne anziehend fand, dass ich ein Potential sah für eine Beziehung. Also kurz gesagt: am Leben teilnehmen als vollständiger Mensch, der prima funktioniert ohne sein Gegenstück.
    Und das sage ich mir jetzt auch oft, aber es ist nicht immer leicht...
  • "Rückblickend würde ich mir wünschen, mich in jungen Jahren mehr auf mich selbst konzentriert zu haben. Meine Talente hätte ich fördern können, mehr allgemeine Begegnungen geniessen und Gespräche mit Leuten führen, die ich nicht in dem Sinne anziehend fand, dass ich ein Potential sah für eine Beziehung. Also kurz gesagt: am Leben teilnehmen als vollständiger Mensch, der prima funktioniert ohne sein Gegenstück."

    Ja!

    Ruft mein Herz und ich gebe das einmal weiter :)

    Genau so geht es mir rückblickend auch @Eva
    Da schreibst du etwas Wichtiges.
  • Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und sehr verzweifelt.
    Ich mag einen sehr introvertierten Mann und jetzt meldet er sich seit 10 Tagen nicht mehr bei mir und ich habe Angst, dass er sich nun gar nicht mehr meldet und das Interesse verloren hat.
    Wir haben über ein halbes Jahr täglich getextet und uns ein paar Mal getroffen.
    Ich hatte schon das Gefühl, es wäre etwas Schönes zwischen uns.
    In der letzten Nachricht ging es um Gefühle und ab Dato zieht er sich zurück.
    Hat er wirklich das Interesse verloren?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen..

    Liebe Grüße von Tina
  • Hey Tina,

    Ich gehe mal davon aus, dass er nicht das Interesse an dir verloren hat. Wenn ihr euch bereits getroffen habt und schon über ein halbes Jahr geschrieben habt, dann wirst du ihm schon etwas bedeuten. Wer hat denn die Gespräche immer angefangen? Wenn er dir immer zuerst geschrieben hat, dann wird er vielleicht mal wollen, dass du ihn anschreibst. Oder vielleicht hat er auch gerade einfach keine Zeit wegen seines Berufes oder anderen Dingen. Hast du denn mal versucht ihn anzuschreiben, wenn ja, wie hat er reagiert? Und ja das Thema Gefühle ist beim Mann immer etwas, ich sag mal "komisches" aber das hat mit Sicherheit nichts mit dir zu tun.
    Ich befürchte einfach, dass er gerade nicht viel Zeit hat bzw. dass er von dir erwartet, dass du ein Gespräch anfängst. Mach dir keine Sorgen er hat bestimmt nicht das Interesse verloren. Ihr habt schon lange geschrieben und euch schon getroffen, da wird dann Niemand einfach den Kontakt abrechen.
    Ich wünsche dir noch alles gute und hoffe, dass mein Text dir vielleicht ein wenig geholfen hat.
  • Hallo @Tina,

    es ist sehr schwierig bis unmöglich, einen Menschen zu hinterblicken, den man nicht kennt. Deshalb bleibt in der Einschätzung Deines Bekannten nur Spekulatives.

    Einzig Deine Fragen, an ihn gerichtet, könnten Dir Einblicke verschaffen. Und manchmal können diese Fragen auch von dem, an den sie gerichtet werden, nicht gleich umfassend oder ehrlich beantwortet werden. Vielleicht muss sich Dein Bekannter einfach sammeln, Ereignisse und Erlebnisse mit Dir drehen und wenden und für sich sortieren, wie er Eure Begegnung empfindet und hier weitergehen möchte? Das Gefühlsleben ist etwas sehr Fragiles und auch Kompliziertes, im Übrigen nicht nur bei Männern.
    Der Mensch ist ein komplexes Wesen und niemals nur das eine und nicht das andere, d.h. in vielem sind Menschen auch ambivalent.

    Früher wollte ich immer daran glauben, dass vor allem ältere Menschen schon ganz genau wissen, wie sie ihr Leben verbringen möchten - doch auch unter diesen gibt es längst nicht bei allen Gewissheit, wie ich inzwischen aufgrund von selbstgemachten Erfahrungen weiß.

    Ich wünsche Dir Geduld und Antworten,
    alles Liebe, Seelenbilder
  • Danke für deine Antwort.
    Ich bin sehr verzweifelt. Er hat sich immer noch nicht wieder gemeldet. Es ist jetzt über 2 Wochen her.
    Ich habe ihm nochmal geschrieben, bekomm aber keine Antwort.
    Es hat sich alles so richtig angefühlt. Ich bin sehr traurig. Finde es aber auch sehr unfair von ihm. Ich fühle mich hängengelassen.
    Ich habe es noch nie erlebt, dass ich kein Zeichen mehr bekomme und ignoriert werde, obwohl er mir erzählt hat, dass ihn seine Freundinnen früher von einen Tag auf den anderen verlassen haben und nie gesagt haben warum. Und jetzt macht er genau das? Ich verstehe es einfach nicht. Er muß doch selber wissen, wie weh das tut.

    Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren. Es verletzt mich sehr.
    Dennoch würde ich ihm zuhören.

    Viele Grüße
    Tina
  • Hallo @Tina,
    Deine Verzweiflung kann ich gut nachvollziehen, wer kennt so eine Situation nicht?

    Eine Verletzung entsteht, wenn Sehnsüchte oder Hoffnungen enttäuscht werden.
    Enttäuschungen sind Folgen unserer Vorstellungen, unserer Bilder, die wir von jemandem kreieren. Letztendlich sind Bilder nicht immer ein Abdruck der Realität.

    Wenn sich jemand nicht meldet, kann dies unzählige Gründe haben.
    Angst vor neuerlicher Verletzung ist nur ein Grund.

    Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Kopf und Dein Herz wieder frei bekommst, sollte sich Deine Hoffnung nicht erfüllen.

    Es ist wichtig, offen zu bleiben ... und beizeiten auch wieder die Welt anzulächeln.

    Liebe Grüße,
    Seelenbilder
  • Ich weiß, das hier ist schon einen Tacken älter aber ich wollte dennoch gerne noch ein paar Sätze dazu sagen. Vielleicht helfen sie ja auch noch Anderen, die das hier lesen.

    Jemand Weises im Internetz sagte mal: Es gibt zwei Arten von Menschen. Die einen sagen 'ich habe gelitten und muss um jeden Preis verhindern, dass es anderen Leuten genau so ergeht wie mir' die anderen sagen 'ich habe gelitten und sehe nicht ein, warum andere nicht genau so leiden sollten wie ich'.

    Ghosting (also wenn jemand einfach verschwindet, ohne Grund, ohne Gruß, ohne Pieps) ist so richtig mies, weil man niemals eine Antwort darauf bekommt, was man falsch gemacht hat und sich in dieser Frage so richtig tief im Kreis drehen kann. Die Antwort ist: Du hast nichts falsch gemacht. Du warst einfach nichts für die andere Person und sie hat nicht das Rückgrat besessen, es dir wie ein Erwachsener zu sagen. Wenn jemand ghostet, sagt das viel mehr über diese Person aus als über dich.
    Und die Tatsache, dass er weiß, wie mies sich das anfühlt und es dir dennoch antut, spricht auch Bände über seinen Charakter. Ich weiß, du kannst es momentan noch nicht sehen, aber du hast eigentlich Glück, dass er sich selber so früh schon disqualifiziert hat.
    Ich hoffe, dass es dir bald besser geht und du jemanden findest, der gar nicht genug von dir bekommen kann, so wie du es verdient hast.
  • edited Juni 5
    Moin @Tina!

    Das ist eine schmerzhafte Erfahrung und ich wünsche Dir, dass Du stark sein kannst und daran wächst.

    Warum er sich nicht mehr meldet, wirst Du wahrscheinlich nie erfahren.

    Er hat selbst die Erfahrung gemacht, verlassen zu werden. Es gibt da dieses Muster: bevor ich von dir verlassen werde, verlasse ich dich.

    Bleib bei Dir! Auch wenns weh tut... lass ihn los.
    Wenn er was zu sagen hätte, hätte er es schon gesagt.

    Schau nach vorne - und geh Deinen Weg!

    Alles Gute!!!

    Liebe Grüße von wuw
  • Hallo,
    mein introvertierte Mann, der sich nach 7 Wochen kurz gemeldet hat und schrieb, er würde sich am Wochenende zu meinem vorherigen Thema melden, ist nun schon wieder abgetaucht und meldet sich nicht.
    Ich hatte grad wieder Hoffnung und schon taucht er wieder ab.
    Kann es sein, dass er sich nicht traut mir zu sagen, dass er nichts von mir will? Spielen introvertierte Menschen mit den Gefühlen anderer? Ich denke eigentlich nicht.
    Kann auch eine Hochsensibilität ihm vielleicht im Wege stehen und er ist verliebt und weiß nicht wie er es ausdrücken soll?
    Wieso taucht er auf und gleich wieder ab?
    Gibt es hier Erfahrungen im Forum?
    Ich wäre sehr glücklich über Diese.
    Bin ich zu naiv, weil ich ihm trotzdem nicht böse sein kann und noch Hoffnung habe?
    Liebe Grüße
    Tina
  • @Tina

    Auch wenn ich nicht alle eher introvertierten Menschen kennen kann, so würde Introversion und "Spielen mit Gefühlen" eher nicht zusammen passen.
    Introvertierte sind da eher reflektiert, machen sich häufig Gedanken über vieles...

    Es bleibt dabei - solange es er Dir nicht sagt, was in ihm vorgeht, bleibst Du im Ungewissen.

    Was bringt es Dir, wenn Du ihm böse bist?

    Lass ihn los - vielleicht fühlt er sich eingeengt...

    Alles Gute und liebe Grüße von wuw
  • Huhu Tina,
    also ich kann jetzt nicht insbesondere für Introvertierte sprechen, aber meine Erfahrung mit Menschen (vollkommen egal von welchem Schlag) ist, dass sie tatsächlich oft einfach nicht zugeben können, nichts von jemandem zu wollen. Einfach aus Angst, der Person wehzutun oder auch aus Angst, wie diese Person reagiert. Generell ist meine Erfahrung, dass jemand, der Zeit mit dir verbringen will, das auch tut. Und wenn er wirklich momentan keine Zeit hat oder aus anderen realen Gründen verhindert ist, wird er es dich wissen lassen. Was jemand, der an dir interessiert ist eher NICHT tun wird ist, dich hinzuhalten und/oder zu ignorieren.
    Ich stimme da wuw zu: Lass ihn gehen. Falls er zu dir zurückkommt, kannst du dich glücklich schätzen und falls nicht, weißt du auch, woran du bist.
    Ist nicht schön, ist nicht leicht, trifft aber leider oft den Kern der Sache.
  • Liebe Tina,
    ich bin hier gerade auf Deinen Eintrag gestoßen und er hat mich dazu bewegt, mich hier anzumelden.
    Ich befinde mich momentan in einer ähnlichen Situation. Habe mich auch mehrmals mit jemandem getroffen, wir haben viel geschrieben, uns sehr gut verstanden, wir kannten uns auch davor schon einige Zeit, weitere Treffen waren geplant,... Und von einem Tag auf den anderen meinte er, er wolle mich nicht mehr sehen. Ich habe zumindest diese Nachricht von ihm bekommen, was es für mich aber trotzdem nicht leichter gemacht hat. Auf meine Nachrichten hat er anschließend kaum noch reagiert.
    Ich war so wütend und es tat weh und gleichzeitig habe ich immer noch gemerkt, wie wichtig mir dieser Mensch aber trotzdem ist. Auch ich würde ihm sofort und erhlich gerne zuhören, es interessiert mich wirklich sehr, was in ihm vorgeht. Vor allem da ich weiß, dass es ihm grundsätzlich schon längere Zeit nicht gut geht und er sehr viele eigene Themen hat, die ihn beschäftigen.
    Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, warum mir das passiert ist, was ihn dazu bringt sich so zu verhalten, habe darauf geachtet wie es mir damit geht usw.
    Das hat alles eine ganze Weile gedauert und vor allem die Wut kam immer wieder zurück. Inzwischen geht es mir aber ganz gut damit. Trotz allem ist mir selbst aber gerade immer noch nicht richtig klar, was ich noch weiter von dieser Situation erwarte. Er ist mir noch immer wichtig, ich schätze ihn als Mensch eigentlich sehr. Aber da das momentan nicht auf Gegenseitigkeit zu beruhen scheint, bleibt mir sowieso nichts anderes ürig als das zu akzeptieren.
    Ich hoffe Eure Situation klärt sich bzw. Du findest eine Lösung für Dich, damit umzugehen.
    Alles Gute Dir und ganz liebe Grüße!
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