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Ein hallo und herzliches Dankeschön das es euer Forum gibt

Guten Abend zusammen
Ich freue mich dass es so ein Forum gibt, indem man mit gleichgesinnten Menschen Erfahrungen austauschen kann, bzw sieht, dass man nicht allein mit seinen Ansichten oder seinem Verhalten ist.

Kurz zu mir, bin 44 Jahre, männlich und introvertiert. Wie es vielleicht auch dem einen oder anderen geht, brauche ich keine Kontakte ( gefühlsmäßig ) und habe nicht wirklich welche.
Auch wenn es blöd klingen mag, aber ich habe erst mit Anfang 30 realisiert, dass ich introvertiert bin. War ein ziemlicher Schock damals. Bis dahin dachte ich immer, dass etwas bei mir nicht stimmte. Nach dieser Erkenntnis hinterfragte ich mein Wesen und stellte fest, ich war ein naiver, introvertierter Mensch ohne Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Als wenn Introvertiertheit alleine nicht schon genug gewesen wäre. Von diesem Zeitpunkt fing ich an, an mir zu arbeiten und mich zu „verbessern“. Naiv bin ich manchmal noch immer, aber bei weiten nicht mehr so schlimm, Selbstwertgefühl - bzw vertrauen entwickelt sich immer weiter, aber den Zustand wie bei „normalen“ Menschen zu erreichen oder wie ich es vielleicht gerne hätte, wird wahrscheinlich nicht zur Gänze funktionieren.
Meine letzte Beziehung ist bereits über 10 Jahre her, da ich nach wie vor Gefühle für die damalige Frau hege und dies durch den regelmäßigen Kontakt wegen des gemeinsamen Kindes auch nicht abebbt. Introvertiert, kein Bedürfnis andere Kontakte kennenzulernen, momentan ( oder schon längere Zeit ) bin ich ratlos, wie ich wieder in die Bahnen kommen soll.

Bevor ich euch jetzt mit meiner Lebensgeschichte zu texte :-), würde es mich freuen sollte sich jemand finden, der Lust hat mit mir zu schreiben und vielleicht durch seine Erfahrungen zu helfen oder mit Tipps weiterbringen könnte.

Gruß Sleepy Hollow

Kommentare

  • Hallo Sleepy_Hallo,

    schön, dass Du zu uns gefunden hast.

    Ich habe für mich festgestellt, dass es bei mir sehr wechselnd ist. Von extrem zurückgezogen und bitte keine Menschen um sich herum bis zu etwas aufgeschlossener und den Austausch suchend. Und da liegt bei mir die Krux. Je mehr ich mich zurückziehe und Kontakte nicht zulasse, umso schlechter geht es mir mit meinen Gedanken. Irgendwie bin ich dann nur mit mir beschäftigt und
    das tut mir nicht gut.
    Sobald ich dann wieder mehr aus mir herauskomme, fühle ich mich einfach leichter. Und es läuft alles besser, weil ich nicht nur mit mir selbst beschäftigt bin.
    Ja, ich weiß, auch ich bin nicht darauf aus, neue Kontakte unbedingt zuzulassen, aber es ist einfach nicht gut für mich, wenn ich die Außenwelt komplett aus meinem Leben lasse.
    Ich weiß ja jetzt gar nicht, was Du damit meinst, dass Du wieder komplett in die Bahnen kommen willst. Aber vielleicht kannst Du das mal näher erläutern.

    Viele Grüße
  • Hallo @Sleepy_Hollow,

    Ich denke Naivität im Sinne eines offenen zuversichtlichen Weltbildes ist nicht unbedingt Schwäche, sondern vielleicht auch eine Quelle zur Rückkehr zu Ausgeglichenheit und Hoffnung.
    Dass man jenseits der 40 wenig zu neuen Kontakten kommt kann viele (Teil-) Ursachen haben: sehr spezielle Interessen, Wegzug früherer Freunde (und damit Wegfall der über-Freunde-Bekanntschaften), mangelnde Gelegenheiten (keine Lehrgänge, Vereine/Interessenszirkel), Schwierigkeiten Gespräche zu beginnen und flüssig fortzuführen (ich weiß z.B. auch oft nicht was ich erwidern kann und dann ebben Gespräche ab), das schon angesprochene Selbstbewusstsein und noch mehr.

    Du schreibst Du hättest momentan "kein Bedürfnis andere Kontakte kennenzulernen". Das mag neben fehlenden Zeitreserven nach dem Alltag vielleicht auch daran liegen dass Du bisherige Kontaktversuche vielleicht zu oft als Misserfolg erlebst (ohne dass es so sein muss, auch Freundschaften wachsen langsam und haben Schwankungen). Vielleicht wäre es anders wenn Du gezielter die Menschen erkennen könntest die zu Dir, Deinen Interessen und Deinem Wesen passen. Ich weiß das ist nicht leicht und auch ich habe keine guten Rezepte mehr dafür.
    Ein anderer Aspekt ist es ob Du erahnen kannst was Du in eine Freundschaft einbringen kannst: Erfahrungen, Zuverlässigkeit, Mitgefühl, gemeinsame Interessen, ...
    Manchmal erkennt man verbindendes auch erst nachdem sich etwas besser kennt.
    Aber vielleicht musst Du auch gar nichts bewusst einbringen weil Dich ein Anderer auch als Mensch akzeptiert wie Du bist.

    Vielleicht kommst Du auf Deinen Weg wenn Du für Sich erkennst was Du innerlich vermisst, was Dir fehlt wenn Du zwar keine Kontakte suchst, Dich aber verbessern möchtest. Ist es vielleicht ein weniger an Enttäuschung, mehr anerkannt werden, der Wunsch für jemanden da zu sein ... ? Ich hoffe ich habe jetzt nicht zuviel gefragt was Du nur still für Dich beantworten möchtest. Du musst nicht darauf eingehen. Wichtig ist dass Du ausgeglichener wirst und zu Gedanken findest die Dir weiterhelfen.

    Ich schaue zwar nur ca. viermal je Woche hier ins Forum, doch von mir ein herzliches Willkommen !
  • edited Juli 15
    Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum für Introvertierte, @Sleepy_Hollow !

    Schön, dass du zu uns gefunden hast.

    Die Erkenntnis, introvertiert zu sein/was introvertiert sein tatsächlich ausmacht, hatte ich tatsächlich noch später in meinem Leben als du. Für mich war es ein ziemliches Aha-Erlebnis, da ich endlich verstand, warum bestimmte Situationen für mich so anstrengend sind und ich manchmal lieber für mich bin.

    Auf angenehmen wie spannenden Erfahrungsaustausch!

    Liebe Grüße
    Enjoythesilence

    PS: cooler Nickname. Bist du auch Tim Burton Fan?

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