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Entfremdete Schwester - Kontaktabbruch?

Hallo ihr Lieben,

mich beschäftigt seit einigen Tagen ein Thema, welches gemischte Gefühle in mir hochkommen lässt. Einerseits fühle ich mich gekränkt, andererseits bin ich wütend. Es geht um meine ältere Halbschwester, von der ich derzeit den Eindruck habe, dass sie mit mir nichts mehr zu tun haben möchte.

Vorweg muss ich sagen, dass meine Schwester und ich meiner Einschätzung nach noch nie ein solch enges Verhältnis hatten, wie man es von Geschwistern erwarten würde, obwohl wir zumindest bis zum Teenageralter im gleichen Haushalt miteinander aufgewachsen sind, denn ab dann litt sie schon bald für einige Jahre an Magersucht und Bulimie und war oft für längere Zeit gar nicht zuhause aufgrund diverser Krankenhausaufenthalte und wenn sie dann mal daheim war, habe ich mich eher in meinem Zimmer abgekapselt, da ich u.a. ihre täglichen Fress- und Kotzorgien psychisch nicht so gut wegstecken konnte. Ich bekomme ehrlich gesagt heute noch Herzrasen, wenn ich höre, dass jemandem in meinem Umfeld übel ist.

Nun sind wir beide schon längst erwachsene Frauen - sie ist eher extrovertiert, hat einen 10-jährigen Sohn und hat mir schon vor langer Zeit offen gestanden, sie würde mich komisch finden. Und warum bin ich komisch?
Tja, diese Frage konnte oder wollte sie mir dann auch nicht so richtig beantworten. Aber ich schätze, es liegt einfach wieder mal daran, dass ich ein Intro bin, noch dazu mit einem nur schwach ausgeprägtem Bedürfnis nach häufigem sozialen Austausch, weshalb ich mich ehrlich gesagt auch nicht ständig bei Leuten melde. Ihr kennt das leidige Thema ja vielleicht - blöderweise nehmen das die meisten Menschen ziemlich persönlich, wenn man sich mal ein paar Wochen nicht rührt und machen einem früher oder später Vorwürfe, so wie auch meine Schwester, die mir erst vor ca. 3 Jahren vorgeworfen hatte, so wie ich verhalte sich doch keine richtige Schwester und für meinen Neffen interessiere ich mich ja auch nicht.
Nur dass sie sich mir gegenüber nicht anders verhält, sieht sie offenbar nicht und wenn man das als Gegenargument bringt, kommt sie nur mit so Aussagen daher wie "Ich renne nun mal niemandem mehr nach!" - naja, ist ja ihr gutes Recht, auch wenn das zu nix führen wird, wenn sie auf stur schaltet. Und nur weil sie ein Kind hat, bedeutet das nicht automatisch, dass ich als Tante immer den ersten Schritt tun muss ... und der Unterschied zwischen uns beiden ist halt noch immer, dass ich nicht beleidigt bin und über sie herziehe, wenn sie sich mal länger nicht meldet.

Doch nun zum aktuellen Thema:
Ich bin vor ca. einem Jahr umgezogen. Seither habe ich meine Schwester bereits mind. 3x eingeladen, dass sie die neue Wohnung doch mal anschauen kommt. Bis heute ist sie dieser Einladung nicht nachgekommen. Es interessiert sie anscheinend nicht so sehr, wo ich wohne.

Auch Weihnachten 2020 war so ein Jammer - eigentlich haben wir es in den vergangenen Jahren immer so gehandhabt, dass ich am 24.12. am Abend bei ihr zum Essen vorbeigekommen bin. Voriges Jahr habe ich von ihr nichts gehört und habe dann am 20.12. nachgefragt, ob ich denn an irgendeinem der Weihnachtstage wieder kurz vorbeikommen solle. Keine Antwort, tagelang. Das hat mich gerade zur Weihnachtszeit ziemlich gekränkt. Erst am 23.12. hatte sie dann geantwortet, dass wir uns irgendwann nach Weihnachten mal treffen könnten. Ich weiß nicht, ob es stimmt, doch mein Lebensgefährte meinte dann, er hätte ihr geschrieben, sie solle mir doch bitte antworten, weil er nicht länger anschauen konnte, dass ich so down war. Vielleicht hätte ich ansonsten eh nie eine Antwort erhalten. Und zu dem besagten Treffen kam es dann auch nie.

Und nachdem ich nun meine Schwester das letzte Mal im Februar beim Geburtstagsessen ihres Sohnes gesehen habe, bei dem ich wohl auch nur deswegen dabei war, weil er mich dazu eingeladen hatte, dachte ich mir am Mittwoch vorige Woche, dass nun eine von uns beiden mal über ihren Schatten springen sollte und so fragte ich mal per WhatsApp vorsichtig an, ob sie in der kommenden Woche denn mal Zeit hätte für ein Treffen. Keine Antwort. Am selben Mittwoch war ich gemeinsam mit meinem Lebensgefährten am Abend im Fitnessstudio und als wir fertig waren, habe ich gesehen, dass ich von meiner Mutter 3 Anrufe in Abwesenheit am Handy hatte. Ich habe gleich zurückgerufen und anscheinend war sie gemeinsam mit meiner Schwester im Auto unterwegs und meinte, sie waren kurz bei mir daheim und haben angerufen, weil bei uns keiner aufgemacht hat. Ich habe es total schade gefunden, dass wir ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause waren, wenngleich ich stark davon ausgehe, dass es alleine die Idee meiner Mutter war, bei mir daheim vorbeizuschauen.
Nun habe ich diesen Montag versucht meine Schwester 2x anzurufen, um mich zu erkundigen, wie es diese Woche aussieht. Sie hat nicht abgehoben und auch nicht zurückgerufen bis heute. Nach dem 2. Anruf habe ich ihr in WhatsApp geschrieben, dass ich sie nur fragen wollte, ob sie diesen Donnerstag, also heute, Zeit hätte. Ratet mal - keine Antwort, bis jetzt.

Auch wenn wir ab und zu Differenzen hatten, kann ich nicht richtig nachvollziehen, warum sie mich nun mit diesem abweisenden Schweigen bestraft. Vielleicht möchte sie ja mit mir auch den Kontakt abbrechen. Ich halte sonst nicht allzu viel von Horoskopen, aber ich schätze, meine Schwester macht ihrem Sternzeichen Widder mit ihrer Sturheit tatsächlich alle Ehre, denn ich wäre in diesem Falle nicht die erste innerhalb der Familie, die sie auf Funkstille hält. Sie hat bereits seit ca. 4 Jahren schon keinen Kontakt mehr zu unserer Großmutter väterlicherseits, nur weil sie einen lächerlichen Disput hatten, als sie gemeinsam im Urlaub waren. Ich war nicht dabei und natürlich erzählt jeder die Geschichte anders, aber angeblich ging es nur darum, dass meine Oma einmal beim Abendessen zu meiner anderen, damals 8 Jahre alten Schwester, die Übergewicht hat, gesagt hatte, dass es mit dem Essen dann reicht. Diese Aussage dürfte meine ältere Schwester so aufgeregt haben, weil sie behauptet, sie hätte nur wegen solche Dinge früher Magersucht entwickelt. Meine Schwester hat dann für den Rest des Urlaubs mit der Oma nichts mehr geredet und das hält bis heute an. Seit diesem Zeitpunkt hatte sie auch einfach so keinen Kontakt mehr mit meinem Vater, der nicht ihr leiblicher Vater ist, aber sie von klein auf behandelt hat als wäre sie sein eigenes Kind.

Ich habe ihr nichts angetan und ich fühle mich schon ein bisschen ungerecht behandelt. Ich weiß auch noch nicht, wie ich nun reagieren soll. Soll ich es nochmal versuchen sie zu kontaktieren? Soll ich es einfach machen wie sie und es sein lassen, so nach dem Motto "wie man in den Wald hineinruft, so kommt es heraus"?

Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht sicher, warum ich diese Sache hier ins Forum geschrieben habe. Ich denke, ich brauchte das mal um Dampf abzulassen. Es fühlt sich gut an, gewisse Dinge von der Seele schreiben zu können. Es tut mir auch sehr leid, dass der Text so lange geworden ist, doch es ist schwierig für mich, die ganze Thematik zu erklären und sich gleichzeitig kürzer zu halten.

Wenn du trotz meiner Wall of Text bis hier her gelesen hast - danke fürs Zuhören! <3

Liebe Grüße,
Persephonia

Kommentare

  • Hallo @Persephonia,

    mit seinen Geschwistern hat man es nicht immer leicht, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Dass du dich gekränkt und wütend fühlst kann ich verstehen, nach allem was du hier geschildert hast. Seine Verwandtschaft kann man sich leider nicht aussuchen.

    Wenn deine Schwester schon sagt, dass sie niemandem hinterherläuft, dann darf sie aber auch nicht erwarten, dass du ihr hinterherläufst. Vielleicht könntest du einen Versuch starten, dass ihr euch bei euerer Mutter trefft? Wäre ihr das vielleicht lieber?

    Ansonsten, was will man machen? Man kann keinen zwingen. Wenn deine Schwester dir wenigstens mitteilen würde, was sie für ein Problem hat, dann hättest du zumindest Klarheit. Aber so...

    Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute und hoffentlich renkt sich wieder alles ein.

    Viele Grüße vom Igel
  • Hallo liebe Persephonia,
    das zu lesen tut mir wirklich leid. Es ist schwer genug, wenn Freunde einen so behandeln aber wenn es die eigene Familie ist, ist es natürlich noch mal problematischer, dann einfach zu sagen "gut, dann lass ich es jetzt eben!"
    Ich fürchte aber, es bleibt dir leider nichts übrig, als sie einfach zu lassen. Man kann ja Leute nicht zwingen, mehr Zeit mit einem verbringen zu wollen oder sich einer Person gegenüber anders zu verhalten - wenn die Leute das selber nicht wollen.
    Manchmal passen die Leute sich dir zuliebe dann doch noch an, aber sowas ist nie von langer Dauer oder Bestand, weil es nicht aus eigenem inneren Antrieb und Bedürfnis kommt. Deine Schwester tut nicht mal das, sie scheint dich eher noch zu vermeiden.
    Deiner seelischen Gesundheit zuliebe würd ich dir raten, dass du Abstand von ihr suchst. Ich weiß nicht, wie alt dein Neffe ist, aber vielleicht ist er in einem Alter, in dem ihr beide wenigstens unabhängig von seiner Mutter Kontakt halten könnt.
    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir deinen Frust und deine Trauer über ihr Verhalten einfach mal von der Seele schreibst und ihr diesen Brief zukommen lässt. In dem Fall von einer dermaßen sturen und (entschuldige, aber so scheint es) selbstgerechten Person, wäre es vermutlich entschärfender, Ich-Botschaften zu verwenden und komplett auf Anschuldigungen zu verzichten. Vielleicht kannst du ihr schreiben, dass du verstanden hast, dass sie dich nicht sehen will, auch wenn du nicht verstehst, warum, dass du dir wünschen würdest, euer Verhältnis wäre besser und dass sie dir eine Chance geben würde, dich zu erklären oder im Falle, dass du etwas falsch gemacht hast, Wiedergutmachung zu leisten und dass du es nun sein lassen wirst, dich um sie zu bemühen, da sie gezeigt hat, dass sie da keinen Wert drauf legt. Und falls sie es in ihrem Herzen findet, dich wieder in ihrem Leben haben zu wollen, wirst du da sein.
    Ich denke, mehr kannst du nicht tun.
    Informier auch deine Familienmitglieder und Freunde, die mit deiner Schwester zu tun haben über diesen Brief, falls sie ein Narrativ gegen dich erfinden und dich von diesen Personen entfremden will. Sowas machen Leute auch gerne mal, da muss man manchmal vorher schauen, dass man bei Bekannten und Co. seine Schäfchen ins Trockene bringt.
    Aber du kannst sie natürlich besser einschätzen, ob sie so etwas bringen würde.
    Falls du es nicht für vollkommen überzogen hältst (und glaub mir, ich würds verstehen, wenn du es tätest, will dir aber versichern, dass es das nicht ist), such dir einen Therapeuten, mit dem du das Ganze aufarbeiten kannst. Eine Zurückweisung von Seiten der eigenen Familie ist auf jeden Fall traumatisch und ein immerwährender Angriff auf die eigene psychische Gesundheit.
  • Liebe Persephonia,

    keine Entschuldigung für die "Wall of Text" nötig.
    Manchmal muß man seine Gedanken zunächst ausformulieren, um sie dann dem eigentlichen Adressaten zu überbringen.

    Ich kenne dieses Gefühl, wenn sich Menschen von mir distanzieren.

    Handelt es sich dabei um Familiemitglieder, scheint die Sache nochmal etwas verzwickter, aufgrund einer durchaus langen, gemeinsamen Geschichte.

    Beim lesen deiner Zeilen kam in mir der Gedanke auf, dass es sich vor allem auch um ein Kommunikationsproblem der heutigen Zeit handeln könnte.

    Du schreibst, es bedauert zu haben, nicht zu Hause gewesen zu sein, als deine Schwester gemeinsam mit deiner Mutter vor der Wohnung standen.

    Mach dir deswegen keine Vorwürfe.

    Wenn man jemanden wirklich (an)treffen möchte, findet man einen Weg. Ob Spontanität da die richtige Wahl ist, lasse ich einmal dahigestellt.

    Ihr solltet ein mögliches Mißverständnis und eventuellen Groll aufeinander mit einem persönlichen Gespräch aus dem Weg räumen. - ganz losgelöst von Feiertagen wie Weihnachten oder Geburtstag.

    Schildere deiner Schwester vielleicht kurz und unaufgeregt in einer Nachricht, wie du dich fühlst und bitte sie um einen Termin für ein Treffen, bei dem jede von euch die Gelegenheit bekommt, ihre Gefühle zu offenbaren.

    Es kann passieren, dass kein Treffen zustande kommt, weil sie es aktiv ablehnt, sich mit dir auszusprechen.

    Doch dann hättest du auch eine Antwort, die für etwas mehr Klarheit sorgen würde und könntest dich wieder mehr darauf konzentrieren, dein eigenes Leben zu gestalten. Ohne Rücksicht auf deine Schwester.

    Laß uns gern wissen, wie es weiter geht.
    Bis dahin viel Kraft für dich!

    Enjoythesilence
  • Hallo Persephonia,

    wie ich mich verhalten würde?
    Ich würde es jetzt dabei belassen. Nach Deinen Beschreibungen finde ich, dass Du oft den Kontakt gesucht hast. Und warst keiner Antwort würdig. Das tut weh, ja, aber es ist Fakt. Was willst Du denn noch weiter tun? Weitere Kontaktwünsche aussprechen und keine Rückmeldung bekommen?

    Irgendwann muss man auch mal loslassen.

    Ich habe einen Bruder. er sehr kontaktfreudig, ich introvertiert. Als Kinder haben wir uns nicht gut verstanden. Als Erwachsene war es dann so gut, dass wir sogar gemeinsam in den Urlaub fuhren. Kontakt war okay.
    Mittlerweile hat es sich so entwickelt, dass wir uns nur noch telefonisch zum Geburtstag gratulieren. Keine Weihnachtstreffen, keine Besuche, gar nichts. Wir haben keinen Groll aufeinander, aber ich habe mich zurückgezogen, als eine neue Frau ins Haus kam und es überhaupt nicht mehr passte. Es sind auch einige Dinge vorgefallen.

    Es kommt auch von seiner Seite nichts, ich erwarte aber auch nichts, da von mir ja auch nichts kommt.
    Ich sehe es nicht als Kontaktabbruch. Wenn wir uns zufällig treffen, sprechen wir auch vernünftig miteinander. Wer weiß, was das Leben noch so bringt? Vielleicht findet man wieder zueinander.

    Vielleicht kannst Du versuchen, Eure Situation nicht ganz so angespannt zu betrachten.
    Manche Dinge kannst Du einfach nicht ändern.

    Du bist so, wie Du bist, hast nicht den großen Wunsch nach ständigem Austausch (danke übrigens für diese Anmerkung, genauso ist es bei mir auch. Ich habe immer versucht, es in Worte zu fassen, Du hast es für mich getan).



  • @Nethi
    "Es kommt auch von seiner Seite nichts, ich erwarte aber auch nichts, da von mir ja auch nichts kommt.
    Ich sehe es nicht als Kontaktabbruch. Wenn wir uns zufällig treffen, sprechen wir auch vernünftig miteinander. Wer weiß, was das Leben noch so bringt? Vielleicht findet man wieder zueinander."

    Das finde ich eine interessante wie zugleich tröstliche Sichtweise! Danke dafür.

    Ja, das Leben geht oftmals verschlungene Wege.

    Ich hatte da lange Zeit immer einen relativ geraden Weg mit der ein oder anderen Biegung vor Augen.
    Momentan hat das Bild eher zu einem verhedderten, roten Wollknäuel gewechselt.

    Man soll Menschen ja nicht allzu sehr hinterherlaufen, doch einen Versuch würde ich an Persephonias Stelle vielleicht noch unternehmen.

    Scheitert der auch, könnte es tatsächlich Zeit zum loslassen sein.

    Das ist, was ich mit meinem Schluß gemeint habe:

    "Doch dann hättest du auch eine Antwort, die für etwas mehr Klarheit sorgen würde und könntest dich wieder mehr darauf konzentrieren, dein eigenes Leben zu gestalten. Ohne Rücksicht auf deine Schwester."
  • @enjoythesilence
    Das finde ich ja das Interessante am Forum. Jeder kann seine Sichtweise/Gedanken mal kundtun und als Ratsuchende/r findet man dann auch Ansätze, auf die man selber nicht gekommen wäre. Das gilt auch für mich als Mitlesende. So manches mal denke ich, hmmm, so kann man das auch sehen/machen ….. das wäre auch ne Möglichkeit für mich….
  • edited August 23
    Guten Morgen,

    ich möchte mich sehr für eure Rückmeldungen bedanken! Es hat mir sehr geholfen eure Meinungen zu lesen.

    Erwartungsgemäß hat sich an der Situation in den letzten Tagen nicht viel verändert, außer dass ich quasi eine weitere indirekte Zurückweisung seitens meiner Schwester erhalten habe.
    Ich habe nämlich für Samstagnachmittag meine meine Mutter und meine kleine Schwester, die 12 Jahre alt ist, zum Grillen bei uns daheim eingeladen. Meine Mutter, die viel mehr Zeit mit meiner großen Schwester verbringt, hatte dann davor noch via Whatsapp vorgeschlagen, sie könne ja meine große Schwester auch mitnehmen. Ich entgegnete: "Ja gerne, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie mag, nachdem sie nicht mal auf meine Anrufe und Nachrichten reagiert."
    Sie antwortete dann, dass meine Schwester angeblich beleidigt sei, weil ich mich nie melde. War ja eh klar, dass irgendsowas wieder der Grund ist. Ich habe dann auch meiner Mutter die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit geschildert und wir sind dann so verblieben, sie solle halt meine Schwester trotzdem mal fragen, ob sie mitkommen möchte zu mir, auch um aufzuzeigen, dass sie die einzige von uns beiden ist, die abblockt.
    Samstagmittag rufe ich also meine Mutter an, um mich zu erkundigen, um welche Uhrzeit genau am Abend wir starten sollen und vor allem auch um herauszufinden, wie viele Leute nun kommen würden, nachdem ich ja auch noch einkaufen musste. Meine Mutter meinte, sie hätte es meiner Schwester gesagt, dass sie mitkommen könne und diese sagte angeblich nur "Ich überlege es mir". Sie hätte natürlich auch ihren Mann und Sohn mitbringen können, obwohl wir dann platztechnisch ziemlich tricksen hätten müssen, zumal unser Tisch auf der Terrasse draußen nur für 4 Personen ausgelegt ist. Es sind dann schlussendlich aber eh nur meine Mutter und meine kleine Schwester gekommen. Ich wäre ehrlich gesagt sehr überrascht gewesen, wenn es anders gekommen wäre. Nichtsdestotrotz war es für uns dann zu viert ein netter, gemütlicher Grillabend.

    @Igel_82: Ich denke, so ein Treffen müsste dann wohl meine Mutter einfädeln, sodass meine ältere Schwester nicht davon weiß, dass ich auch aufkreuzen würde, da sie ja auch jetzt nicht bereit dazu war in Begleitung meiner Mutter am Wochenende zu mir zu kommen.

    @San: Vielen Dank - die Idee mit dem Brief finde ich sehr gut, da ich auch glaube, mich schriftlich besser ausdrücken zu können. Wenn ich schon mit modernen Kommunikationsmitteln nicht zu ihr durchdringe, dann vielleicht mit old school Mitteln. Aber ich überlege noch, ob ich das tatsächlich machen werde und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt.
    Ich denke auch, dass ich eigentlich schon seit vielen Jahren einen Therapeuten aufgrund diverser Angelegenheiten brauche, aber ich habe diesen Schritt noch nie gewagt.

    @enjoythesilence: Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich sie nun so bald, nachdem sie auch das Angebot gemeinsam mit meiner Mutter zu mir zu kommen, ausgeschlagen hat, um ein weiteres Treffen bitten soll.
    Ich habe mir ja auch schon überlegt, ob ich mich einfach blöd stellen und mir gar nichts anmerken lassen und sie während ihrer Arbeitszeit freundlich und fröhlich kurz besuchen soll. Sie arbeitet in einem Möbelhaus als Küchenplanerin und nichts kann mich davon abhalten, mal ins Möbelhaus zu gehen und spontan bei ihrem Schreibtisch vorbeizuschauen, was ich auch in der Vergangenheit manchmal gemacht habe, wenn ich dort war. Ich wäre einfach nur gespannt auf ihre Reaktion und ihren Gesichtsausdruck ... aber unter den momentanen Umständen ist die Idee vielleicht auch nicht so ideal. xD

    @Nethi: Ich finde es super, dass du mit deinem Bruder nach wie vor vernünftig reden kannst, wenn ihr euch mal seht, trotz allem was vorgefallen sein mag. Natürlich ist jeder ganz unterschiedlich, aber ich schätze das so ein, dass Männer in der Hinsicht vielleicht etwas umgänglicher sind und nicht so überstürzt die "beleidigte Leberwurst" spielen.
    In meiner Familie ist mein Vater auch der einzige, der mir keine Vorwürfe macht, wenn er länger nichts von mir hört oder sieht. Wir treffen uns alle paar Monate mal und es ist immer so, als hätten wir uns zuletzt erst vor einer Woche getroffen. Keine Anschuldigungen oder zynischen Bemerkungen a la "Ach, du lebst auch noch?!?".

    LG
    Persephonia
  • Hallo Persephonia,
    Danke für Deine Rückmeldung, ist für mich immer interessant, wie es so weitergeht.

    Wenn ich Deinen Fall von außen betrachte ( bin ja nicht beteiligt und gefühlsmäßig involviert), empfinde ich es so, als ob Deine Schwester nicht bereit ist, Dir einen Schritt entgegenzukommen. Ich finde schon, dass Du einiges getan hast, um die Situation irgendwie zu entschärfen. Immerzu mit der alten Leier zu kommen, dass Du Dich nicht melden würdest, ist irgendwann auch ausgelutscht.

    Du darfst auch gerne mal Verständnis von ihrer Seite für Dich und Deine Persönlichkeit erwarten. Oder will sie jetzt ewig so weitermachen?

    Mir kommt es so vor, als ob Du gerade versuchst, irgendwie ihre Zuneigung wiederzuerlangen und Du rennst gegen eine Mauer, denn sie blockt alles ab. Kostet sie es vielleicht aus, Dir immer wieder einen vor den Bug zu geben? Überlege Dir gut, ob es sich hier vielleicht um Machtspielchen handelt.

    Deine Schwester ist in meinen Augen nach diesen einigen Vorschlägen deinerseits nun an der Reihe, einen Schritt auf Dich zuzugehen. Aus ihrer „beleidigten-Leberwurst-Rolle“ herauszutreten und Dir für ein gutes Miteinander die Hand zu reichen.

    Ich hoffe für Dich, dass die Fronten sich hier bald klären können.
    Vielleicht ist der Besuch bei ihr auf Arbeit doch noch einen letzten Versuch wert, um ihre Reaktion zu erkennen und ihr mal ein Wort zu entlocken.

    Viele Grüße
  • Ist das schon passiv-aggresives Verhalten, was deine Schwester da an den Tag legt?

    Durchaus kann man es als Machtspiel bezeichnen, wie @Nethi eine weitere Sichtweise einbringt.

    Drama-Dreieck wäre da so ein Begriff, der mir spontan in den Kopf schießt.

    Steig da aus.

    Muß ja nicht für immer sein, aber gönne dir und deinen Gedanken vielleicht mal ein wenig Pause.

    Man soll Menschen ja nicht hinterherlaufen.
    Bei euch fühlt es sich für mich so an, wie wenn mal irgendwas in der Vergangenheit vorgefallen ist, was deiner Schwester nicht behagte und sie dir das jetzt nachträgt.

    Kenne ich ebenfalls aus der eigenen Familie. Mir wurde dann sogar mitgeteilt, dass man auf eine Freundin wie mich ja verzichten könne. Jau. Da hab ich sie dann eben einfach beim Wort genommen. Gibt es auch eine Bezeichnung für, nämlich den "Door Slam".

    Zum eigenen Schutz? - Vermutlich.

    Es kommt nicht oft vor, dass ich Verbindungen löse. Doch irgendwo habe ich persönlich auch meine Grenzen der Gutmütigkeit.

    Ich glaube nach wie vor, du und deine Schwester solltet einmal eine Gelegenheit finden, ein eventuelles Mißverständnis zu klären. Ohne die Beihilfe von Mama.

    Doch vielleicht ist es gut, erst einmal ein bißchen auf Abstand zu gehen nach all deinen Versuchen, den Kontakt mit ihr wieder herzustellen.

  • Das liest sich alles sehr unangenehm @Persephonia!

    Deine Schwester scheint allgemein keine guten Antennen zu haben. Wenn sie beleidigt ist, weil du dich nie meldest, gleichzeitig bemühst du dich ja JETZT um den Kontakt zu ihr... da sollte ihr doch schon mal ein Licht aufgehen.

    Es scheint dir ja wichtig zu sein, sonst würdest du es eben einfach dabei belassen und den Kontakt abbrechen. Vielleicht kannst du ihr ja sagen, dass du es zwar nicht schön findest, wie sie sich dir gegenüber verhält, du aber verstanden hast, dass sie beleidigt ist und ihr gerne die Zeit gibst, um sich wieder zu ent-leidigen :D nein Spaß, um sich das nochmal durch den Kopf gehen zu lassen, weil dir schon etwas am Kontakt zu ihr liegt?

    Natürlich kenne ich das auch, dass Menschen es doof finden, dass ich eben nicht der Typ bin, der sich jeden zweiten Tag oder einmal die Woche meldet und belanglose "Was gibts Neues"-Gespräche führt. Ich bin auch Niemandem böse, der das ebenso handhabt.
    Es sollte doch jedem klar sein, dass der Zwang sich regelmässig zu Melden, den selben Effekt wie ein falsches Lächeln hat. Kann ich schon machen aber willst du das wirklich?

    Kontaktabbruch hat für mich immer etwas Aktives, also wenn ich ein Problem mit jemandem habe oder er mit mir, dann kann ich sagen: Bis hier hin und nicht weiter, auf den Kontakt zu dir kann ich verzichten.
    Wenn sich jemand nur einfach nicht mehr meldet würde ich nie daraus schließen, dass der Kontakt beendet wurde. Er ist vielleicht unterbrochen aber kann jederzeit wieder aufgenommen werden. Vielleicht bin ich da zu naiv :D
  • Leider wird von einigen Leuten ein "sich nicht melden" sehr schnell als Kontaktabbruch interpretiert.

    Ich finde das persönlich ziemlich anstrengend, denn im Umkehrschluß müßte das ja bedeuten, ich sollte mich bei den Menschen, an denen mir etwas liegt, in regelmäßigen Abständen melden - und das kann mit zunehmendem Alter und dadurch umso mehr Menschen, die man kennt, extrem anstrengend werden.

    Weshalb ich ein großer Freund davon bin, mit Gleichgesinnten zu tun zu haben, die es verstehen, wenn es mal eine Weile still um mich wird. Und das ist keine Einbahnstraße, denn ich gestehe im Gegenzug ebenfalls zu, sich eine Weile zurückzuziehen, um sich auch nach längerer Zeit mal wieder zu melden. Ob es durch den Abstand dann ebenso herzlich ist, wie am Anfang müßte man dann sehen. Doch meist hat das erfreulicherweise geklappt.

    Jedoch unterscheide ich ein wenig, um wen es sich handelt und wie intensiv der Austausch bisher war.

    Soll heißen, wenn täglich Kontakt bestand (da höre ich schon ein paar von euch *puh, wie anstrengend* rufen ;)

    dann ist es schon ungewöhnlich, unangekündigt tagelang nichts zu hören und je nachdem, wie eng der Kontakt ist, würde ich durchaus anfangen, mir Gedanken oder gar Sorgen zu machen.

    Jedoch, es ist ja nie nur eine Person an Schweigen oder Rückzug beteiligt.

    Im Falle deiner Schwester @Persephonia könnte sie ja auch mal bei dir nachfragen, ob alles in Ordnung ist, zumal sie ja auch diejenige ist, die dir Rückzug/ein nicht melden vorzuwerfen scheint.

    Manchmal denke ich auch, beruhen solche schweigsamen Episoden im Leben auch einfach auf einem Mißverständnis, welches aus dem Weg geräumt werden müßte.

    Und in wieder anderen Fällen hat man sich vielleicht einfach nichts mehr zu sagen.

    Die Zeit wird zeigen, was es bei euch ist. Das wünsche ich dir.

  • Also ich möchte mich mal outen als jemand, der sich wenig bis gar nicht meldet. Es gibt nur eine Person, bei der ich mich regelmäßig und öfters melde. Und das ist meine Mutter.

    Ansonsten fehlt mir total das Bedürfnis nach regelmäßigem Austausch. Hhmmm, ist das komisch? Mir fehlt jedenfalls nichts.

    Irgendetwas muss Deine Schwester, liebe Persephonia, doch zutiefst verletzt haben, dass sie sich nicht mehr einkriegt. Vielleicht fühlt sie sich von Dir auch abgelehnt, weil Du Dich so selten meldest. Es wäre allerdings schön, wenn sie das mal klar äußern würde.
  • Je älter ich werde, desto deutlicher wird mir, dass zwischen Geschwistern ordentliche Rivalitäten zutage kommen können.
    Beobachten dies Eltern gerade bei ihren aufwachsenden Kindern, glaubt man eigentlich als erwachsener Mensch, dass man sich dann vielleicht nicht mehr so stark aneinander reiben muss und seine Kräfte mit den Geschwistern misst.

    So musste ich mit großem Erstaunen zur Kenntnis nehmen, dass Entfremdungen auch durch ein (manchmal auch unerkanntes?) Kräftemessen passieren.
    Ich hatte nie das Gefühl, mich mit meiner Schwester vergleichen zu müssen, merke aber umgekehrt auch in der Rhetorik, dass dies jedenfalls ein Thema meiner Schwester zu sein scheint. Gerade in den letzten Jahren betont sie immer wieder gerne und bei sich bietenden Gelegenheiten, dass wir beide sehr unterschiedlich seien. Wobei ich natürlich die Komische in der Beziehung bin. Was sie noch nicht durchschaut hat, ist, dass ich mit Getöse und Schauspiel in Beziehungen keine Freude habe. Da ziehe ich mich lieber zurück. Hinweise auf verletzende Bemerkungen oder scharfe Rhetorik werden mit langem Schweigen quittiert.
  • Guten Morgen,

    ich denke, ich bin da wie @Nethi, denn ich melde mich auch nur wenig bis gar nicht bei den meisten Leuten, weil ich ganz einfach nicht öfter das Bedürfnis dazu habe.
    Und manche bekommen das halt leider in den falschen Hals - so wie auch meine Schwester, der ich in der Vergangenheit schon mehr als nur einmal in einem Versuch der verzweifelten Selbsterklärung versichert habe, dass sie es nicht persönlich nehmen darf, wenn sie von mir mal länger nichts hört ... und doch kommt sie offenbar nicht damit klar.
    Es gibt aber einfach von meiner Seite nicht ständig was Neues zu erzählen, weshalb ich nicht den Drang habe, um mich laufend mitteilen zu müssen. Ich mache seit 10 Jahren von MO - FR dieselbe unspektakuläre Arbeit, habe außer meinem Lebensgefährten keine richtigen Freunde, über die ich erzählen könnte und meine Freizeit verbringe ich überwiegend zuhause z.B. vor dem Fernseher oder mit Computerspielen und vor allem mit letzterem konnte sie sowieso noch nie was anfangen.

    Ich denke jedoch, sie ist wahrscheinlich auch deshalb nicht gut auf mich zu sprechen, weil ich keine besonders gute oder fürsorgliche Tante bin ... so ehrlich muss man sein.
    Sie hatte mir in der Vergangenheit neben all den anderen Dingen, die ich so "verbreche", schon an den Kopf geworden, dass ich mich nicht für meinen Neffen, der jetzt 10 ist, interessieren würde.
    Er ist wirklich ein lieber Bursche, aber ich gebe zu, dass ich mich nur wenig für Kinderthemen interessiere. Das weiß sie aber eigentlich auch. Ich kann mit Kindern einfach nicht gut umgehen und habe bis jetzt selbst auch keinen Kinderwunsch.

    Wenn ich mir so ansehe, wie lange sie schon keinen Kontakt mehr mit meiner Oma und mit meinem Vater hat, denke ich, dass es für sie gar kein Problem wäre, nun ewig so weiterzumachen. Ich kann jedoch nicht verstehen, wie sie das als angenehm empfinden kann, denn was mich angeht wird irgendwann der Tag kommen, an dem sie sich mit mir wahrscheinlich auseinander setzen wird müssen. Und umso länger sie nun herumspinnt, desto unangenehmer wird dann halt mit der Zeit die Situation für alle.

    Ich wünschte, ich könnte tatsächlich für eine Weile einfach so aussteigen und meine Gedanken diesbezüglich abschalten. Doch bislang gelingt mir das nicht so gut. Jeden Tag muss ich immer wieder an diese Sache denken und zwischendurch kommt immer wieder ein schlechtes Gewissen hoch und ich frage mich, ob es ihr denn besser damit geht. Aber ich vermute schon, denn anderenfalls hätte sie wahrscheinlich mehr Interesse daran, meinen Versuchen mit ihr Kontakt aufzunehmen entgegenzukommen und die Sache zu bereinigen.

    Liebe Grüße,
    Persephonia

  • Liebe Persephonia,
    danke für Deine Rückmeldung. Ich glaube, es ist ganz gut, wenn Du Dir das mal von der Seele schreibst, das bringt etwas Ordnung in die Gedanken.

    Dass Du Dir permanent Gedanken über diese Situation machst, kann ich verstehen. Bin ich doch genauso. Ich kann unbereinigte Dinge einfach nicht loslassen. Aber Du merkst selber, dass Du nicht weiterkommst.

    Ich glaube, ein Riesen-Problem ist mangelnde Akzeptanz. Deine Schwester kann nicht akzeptieren, dass Du so bist, wie Du bist. Viele Menschen akzeptieren uns stille und mit wenig Kommunikation auskommende Menschen einfach nicht.
    Und was meinst Du, wie oft ich mich gefragt habe, warum das so ist.

    Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Leute sich von uns abgelehnt fühlen. Und damit können sie nicht umgehen. Dass bei uns ganz andere Dinge dahinterstecken, auf die Idee kommen sie einfach nicht. Können sie ja such nicht, denn sie beschäftigen sich nicht weiter mit uns.

    Dass Dein Herz nicht für Kinder schlägt, kann ich auch verstehen. Ist nunmal nicht jedermanns Sache. Auch das muss Deine Schwester akzeptieren lernen.
    Sie muss es nicht verstehen, aber akzeptieren sollte sie es.

    Und auch hier vielleicht ein kleiner Tipp für Dich: Akzeptiere die jetzige Situation. Akzeptiere ihre Bockigkeit.

    Was könnte die Alternative sein? Du kannst weiterhin hinter ihr herlaufen. Ob Du ne Antwort bekommst, ist ungewiss. Du könntest um ein klärendes Gespräch bitten. Ob sie darauf Lust hat? Ist ungewiss.
    Du bist doch schon der Buhmann in ihren Augen. Du meldest Dich nicht und Du kümmerst Dich nicht genug um ihren Sohn (ihre Aussage).

    Solange Du kein Verständnis von ihrer Seite für Deine Persönlichkeit erhältst, wirst Du ewig hinter ihr herlaufen.

    Und hier überlege Dir gut, ob Du das möchtest.


    Liebe Grüße

  • Liebe Persrphonia,
    eines fiel mir gerade noch.

    Deine Schwester schiebt Dir den Schwarzen Peter für diese Geschichte zu. Lass das nicht zu!

    Ich habe mein Lebtag immer mir die Schuld für Dinge gegeben, die nicht gut liefen. Mein schlechtes Gewissen hat mich aufgefressen.

    Aber ich habe für mich entschieden, dass ich das nicht mehr zulassen werde.

    Bei Dingen, die nicht rund laufen, ist nicht einer schuldig, nein, es gibt immer zwei oder mehrere Beteiligte.

    Liebe Grüße nochmal
  • Vielen Dank für deinen Zuspruch und dein Verständnis, @Nethi!
    Ich denke, du hast recht und es ist wohl so eine Situation, an der ich nur schwer etwas ändern werde können, solange sie partout nicht akzeptieren kann, wie ich bin - egal wie sehr ich versuche, mich zu rechtfertigen und zu erklären. Ist ja auch nicht so, als hätte ich Letzteres nicht schon mal versucht.
    So wie du schon sagtest, gehören immer zwei dazu und ich werde versuchen, mir die Sache nicht zu nahe treten zu lassen, wenngleich es mir tatsächlich noch immer schwer fällt, in mir eine nachhaltige "Wurschtigkeit" walten zu lassen. Aber ich denke, das geht auch nicht von heute auf morgen.

    Liebe Grüße
    Persephonia
  • Liebe Persephonia,
    natürlich wirst Du es schaffen. Alles braucht eben seine Zeit. Ich drücke Dir die Daumen!
    Viele Grüße nochmal
  • Liebe @Persephonia
    das Grübeln, die Verwirrung... Wer mit solchen Menschen zu tun hat, kann ein (endloses) Lied davon singen. Dein eigenes Urteilsvermögen und deine Selbstwahrnehmung sind völlig verwischt, es herrscht Nebel im Kopf. Ich kenne das nur zu gut. Seit vielen Jahrzehnten leide ich in einer solchen Beziehung, von der ich mir aber im Gegensatz zu dir sehr grosse Hoffnungen gemacht habe und immer wieder auf Versprechungen hereingefallen bin. Nichts davon wurde wahr! Und doch genug, um mich weiterhin bei der Stange zu halten. Logische Erklärungen nutzen nichts.
    Solche Menschen projizieren ihre eigenen Unzulänglichkeiten und Ängste und ihre Scham auf andere Leute, damit sie sie ausserhalb von sich selber kritisieren können.
    Ich konnte in den letzten zwei Jahren grosse Schritte machen und darf mich nun von schädlichen Beziehungen lösen. Ich wünsche mir Beziehungen, in denen für beide die Werte gelten, die Menschen gut tun: gegenseitiges Vertrauen, Respekt, Mitgefühl, Freundlichkeit, Liebe, Sorgfalt, Nachsicht, Humor. Es ist ein langsames Herantasten, ein vorsichtiges Abwägen, denn das ist Neuland für mich.
    Ich würde die Gelegenheit nutzen und mich aus dieser Beziehung verabschieden, es ist eine günstige Gelegenheit die vielleicht nicht wieder kommt, wenn ihr wieder näher seid. Denn es wird sonst einfach eine weitere Runde geben, in der du enttäuscht wirst. Wende dich Menschen zu, die dich verdienen, die dich so schätzen wie du bist. Lass dich dabei eventuell von einer Therapeutin unterstützen (mir hilft das sehr) und erfahre, dass du richtig bist, so wie du bist.
    Herzliche liebe Grüsse
  • edited September 1
    Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Familie nicht unbedingt der Ort ist, an dem wertschätzende Beziehungen gelebt werden.
    Seelenverwandtschaft hat seitdem eine höhere Bedeutung für mich bekommen.
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