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Sabatical Zeit

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Kommentare

  • @Nethi
    Wir übernachten meist im Zelt, mit bisher 2Ausnahmen.
    In Wilhelmshaven gab es keinen Campingplatz, da sind wir eine Nacht ins Hotel.
    Und in Bremerhaven haben wir 2Nächte im Schulschiff Deutschland übernachtet.

    Die Tour war grob geplant, aber wir mußten schon oft improvisieren

    Also Comping vorbestellt haben wir nicht.
    Ist ja auch noch Vorsaison, da ist das leichter.

    Übermorgen erreichen wir Hamburg, da bleiben wir ein paar Tage, lagern dann die Räder ein und fahren für ca. 4 Wochen nach Hause.

    Danach kommt der Zweite Teil der Reise Richtung Osten an die Oder
  • Hallo Michel,
    danke für Deine Antwort. Sowas habe ich für mich auch mal geplant. Nicht so lange, wie Ihr das macht, aber so von Ort zu Ort reisen finde ich super.

    Viel Freude noch und auch für den nächsten Teil
  • Hallo Michel, das, was Nethi hier geschrieben hat, würde mich tatsächlich auch interessieren.

    Igel
  • Wir machen statt direkt Hamburg doch noch einen Umweg nach Sylt.
    Das Wetter soll sich die nächsten Tage bessern und manche Fähren fahren wieder.
    Das sind ca. 250 km zusätzlich, aber da wir ja noch 2 Wochen Zeit haben schaffen wir das gut.

    Die Rückfahrt von Hamburg ist am 13.Juni geplan

    @Nethi
    @Igel_82
    Für sowas muß man halt Zeit haben, die haben wir ja jetzt endlich.
    Aber etappenweise im normalen Urlaub geht sowas auch.
    Dann eben über einige Jahre verteilt.
  • Morgen schaffen wir die ersten 1000 km auf der Radreise.
    Bis Hamburg kommen noch ca. 250 km dazu, dann wird erst Mal die Stadt angeguckt.
    Ein gebrochener Gepäckträger und ein abgefahrener Hint anerreifen mußten gestern ersetzt werden.
    Ein Fahrradhändler auf Sylt wollte uns trotz voller Auftragsbücher offensichtlich weiterhelfen.
    Und nun mußte mein Tretlager Mal nachgestellt oder ersetzt werden.
    Hoffentlich finde ich einen Fahrradladen, der mir das repariert
  • edited Juni 10
    Und zum Schluss sind es 1250 km geworden bis wir in Hamburg angekommen sind.
    Ein paar Tage haben wir die Stadt angeguckt, unsere Fahrräder eingelagert.
    Und dann mit dem 9 € Ticket mit der Bahn nach Hause gefahren.

    Und jetzt kommt der frustrierende Teil:
    Wir müssen uns jetzt um unseren zugewucherten Garten kümmern.
    Das dauert noch mindestens eine Woche.

    Dann wird noch einiges erledigt, noch ein bißchen entspannt.
    Und ab Ende Juli geht's an den zweiten Teil der Reise-weiter an die Ostsee.
    Das werden vermutlich nochmal 1000 km werden.
  • Viel Spaß Euch an der Ostsee. Ich find es immer schön, wenn Du hier Deinen aktuellen Stand berichtest.

    Habt Ihr eigentlich vor, mal wieder irgendwie oder irgendwann zu arbeiten? Und was schwebt Euch da vor?

  • @Nethi
    Arbeiten müssen wir eigentlich nicht mehr.
    Aber einen Job, der mir Spaß macht will ich mir schon suchen.
    Aber auf keinen Fall einen Vollzeitjob.
    Vermutlich einen , der über die Wintermonate geht.
    Und in meinen gelernten Beruf, den ich 38 Jahre gemacht habe, will ich auf keinen Fall zurück.

    Aber bisher treibt es uns nicht in die Tretmühle zurück, Langeweile hatten wir bisher auch noch nicht.

    Ein Exkollege wollte mir doch tatsächlich einreden, das ich bestimmt Depressionen bekommen oder in der Psychiatrie landen würde, wenn ich meinen Job aufgebe.
    Alles Quatsch, das Leben, das ich jetzt habe ist super.
  • @Michel,
    wenn ich von Menschen lese, die im Vorhinein für einen anderen schon wissen wollen, wie's demjenigen ergehen wird, wenn er etwas in seinem Leben ändert, dann steigen mir die Grausbirnen hoch.
    Offensichtlich gibt es Menschen, die brauchen die Tretmühle und das Fremdbestimmtsein - und können es gar nicht glauben, dass man auch anders tatsächlich LEBEN kann.

    Ein Hoch Euren weiteren Plänen!
  • Tretmühle und Fremdbestimmtsein: Oja, viele reden sich gerne ein, dass man fremdbestimmt ist. Aber gerade in letzter Zeit habe ich deutlich gemerkt, dass man selber seine Grenzen setzen muss.

    Aber ich glaube, dass es toll gefunden wird, wenn man sagt, ich bin beruflich voll eingespannt. Schließlich ist man dann ja wichtig. Und ich glaube auch, dass das Maß des normalen Arbeitsrythmusses jetzt deutlich überstiegen ist. Und darauf habe ich auch keine Lust mehr.

    Ein Leben so ganz ohne Arbeit kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dafür arbeite ich auch gerne. Aber mal was Artfremdes machen, ja, das reizt mich irgendwie.

  • @seelenbiler
    Ich war schon ganz schön fremdbestimmt.
    Wenn man wie ich irgendwo angestellt ist und es selber auch nicht großartig infrage gestellt hat, daß das so ist dann gibt eben der Chef vor, wann man in Urlaub ist und wie lange.
    Ein weiteres Thema war Überstunden abfeiern.
    Dass man welche und auch gerne viele macht war immer gerne gesehen, aber wenn man dann Mal freihaben wollte dann war man ganz schnell ein Störfaktor, der die Betriebsabläufe behindert.

    Aber wie @Nethi schon Recht zutreffend schreibt, kommt es immer auch darauf an, wie weit man es dabei kommen lässt.

    Der Auslöser für unser frühes Aufhören mit der Arbeit war übrigens ein Film aus den sechziger Jahren, den ich mir Mal ausgeliehen habe.
    Da ist ein Paar für ein paar Jahre mit einem winzigen Auto auf Weltreise gegangen.
    Da wir sowieso überwiegend von einem Gehalt gelebt haben, geben wir jetzt die zweite Hälfte aus

    Nicht für sowas wie dickes Auto, Kreuzfahrt, Wohnmobil oder sowas
    Sondern für ein gutes, zumindest besseres Leben.
  • @enjoythesilence
    das war genau der Film - ich finde ihn sehr gut.
    War ja sogar noch früher, schon in den 50ern.

    Die hatten aber nur am Anfang ein Goggo, später ein etwas großeres Auto
  • edited Juli 2
    Hm ich habe in meinen (noch jüngeren) Jahren immer zwei Monate Weihnachtsmarkt 7/14 gemacht, dann die Jahresmiete im voraus bezahlt und 10 Monate frei gemacht (halt persönliches). Ich war nach meiner langen Ausbildung und Sommer voller Praktika dann 4 Monate im Vollzeithamsterrad und habe gemerkt, das es mich umbringt, und dann erst einmal den Lebensstil umgekrempelt.

    Ich habe dann wirklich zu der Zeit wo ich Vollzeit war (ich war 21) wirklich jeden gefragt (auch shops rundum, Trafiken, Einkaufsdinger, Sonstiges).. halt jeden den ich traf, 1. was er macht, 2. warum er es macht, 3. was er für langfristige Pläne hat, und 4. ob er es tun würde auch ohne das Geld, und es kamen über 90% Antworten wie "nein nur für das Geld, und keine Ahnung was ich vorhabe oder warum ich es wirklich tue".

    Das war so meine "Sabatical Zeit", das ging 4 Jahre so.
  • @ hallo domsi,
    Wie hast Du Dein Leben umgekrempelt?
    Und was machst Du jetzt?
    Bist Du nun auch in einem Hamsterrad gelandet?

  • Hallo domsi, interessant, Deine Fragen, die Du den Leuten gestellt hast. Und die Antworten dazu …..

    Gerade zur Zeit stelle ich mir auch immer wieder diese Frage, warum Menschen beruflich etwas machen, was ihnen gar keine Freude macht. Ich gehe jeden Tag zur Arbeit und treffe nur Menschen, die den ganzen Tag auf die Arbeit, auf die Kollegen, auf den Vorgesetzten schimpfen. Eigentlich doch eine totale schlimme Sache. Ich bin jemand, der total gerne arbeitetet, gehe auch auch ganz gerne zur Arbeit, aber es gibt immer wieder die Zeiten, wo mich alles total ankotzt.

    Und dann wünsche ich mir, jemand zu sein, der einfach loszieht. Irgendeinen Job macht und wenn der keinen Spaß mehr macht, geht es weiter. Das sind so meine Träumereien.

    Aber nein, da ist es dann, das Hamsterrad, das mich gefangen hält. Die Sicherheit, der gute Verdienst. Und die Gewohnheit. Und der fehlende Mut, was neues zu wagen. Und der Gedanke, dass mein Job ja gar nicht so schlecht ist. Gibt weitaus schlimmere, wo noch nicht mal das Geld stimmt. Und diese Jobs werden trotzdem gemacht von Leuten, die frustriert durchs Leben ziehen.
  • edited Juli 3
    @Michel @Nethi

    Also ich will beides beantworten. Ich hatte mir vorgenommen mit 25 Jahren, mich in die gesellschaftlichen Gefügen einzugliedern indem ich Psychotherapeut werde (meine Empathie einsetzen, meine Menschenkenntnis, und reden, und sicherer Job, weil reden kann ich bis ich 90 bin - also Sicherheit und irgendwie auch etwas das ich moralisch mit mir vereinbaren kann). Das hat weder funktioniert noch meinem Charakter entsprochen, und Spaß hat es mir auch nicht wirklich gemacht. Das war aber so tatsächlich mein einziger und authentischster Versuch, mich "einzugliedern". Und auch sehr ernsthaft.

    In Gruppenselbsterfahrung zu der Zeit war ich auch mit total ordinären "immer 40h arbeiten, niemals irgendetwas fragen" Menschen.. und habe dann, obwohl ich Unverständnis erwartet hätte, dann so erzählt, was mich Existenziell beschäftigt in der Welt immer schon. Und das genau so angesprochen, das es mir vorkäme, als wären die meisten unzufrieden und tun halt irgendwas. Wir sind dann halt doch in einer Zwangs-kapitalismus-konsum-gesellschaft; das Kapital hat höchste Priorität, und der menschliche Charakter fügt sich danach, obwohl er unzufrieden ist. Depressionen und Sinnlosigkeit schießen in die Höhe.

    Zu meiner Verwunderung waren alle 5 oder 6 Personen im Raum super aufmerksam und JEDER konnte damit resonieren und hat selbst schon so gedacht. Aber niemand hätte es je verbalisiert, geschweige denn danach gehandelt oder sich danach ausgerichtet (haben sie dann selber gesagt). Die wären echt bis 65 in Pension so geblieben, ja, vl. mit 40 oder 45 dann in der Midlifecrisis "eine Veränderung". Das hat mir dann auch noch mal einen Schock gegeben; fast cooler hätt ich es gefunden wenn sie naja. Einfach so wären wie sie sind, voll nach ihrem Willen und auch Gerne. Ohne solche Gedanken. So fand ich es wirklich erschreckend. Wie halt früher, als ich diese "Umfragen" gemacht hatte.

    Jedenfalls ich habe gemerkt ich kann mich nicht anpassen.

    Status quo ist: ich habe jetzt ein Jahr an Selbstständigkeit gearbeitet und suche mir für den Winter etwas (Gastronomie mit healthy bowls oder klassische Konzerte betreuen, habe ich mich erst diese Woche beworben - da ich beides Liebe^^). Ich halte meinen Lebensstandard minimalistisch um frei zu sein (recht frei). Ich springe von Job zu Job, je nachdem worauf ich Lust habe. Bin aber selten länger als ein Jahr wo dabei.

    Ich werde nebenbei weiterhin an der Selbstständigkeit arbeiten, mal schauen wie das Leben sich entwickelt. Ich gebe dem noch 1-2 Jahre, falls das dann wirklich nicht funktioniert, werde ich einfach einen Kompromiss schließen und wirklich das, was ich gut kann, einfach verkaufen. Ich hatte auch schon oft im Kopf, mit meinen Fähigkeiten (abseits von Empathie und Psychotherapie^^) irgendwie Geld zu machen, aber mir graust es irgendwie, Dinge, die ich gerne und gut tue, dann zwanghaft anbieten zu müssen und zu "verkaufen".

    Die Psychotherapie könnte ich auch überspringen; ich bin Empathisch und Menschenkenntnis liegt in meiner Natur; ich hatte oft einfach Menschen die mir alles von der Seele gelabbert haben und ich konnte ihnen die Anhaltspunkte geben die für sie relevant waren. Ich kann auch super gut einfach in der Seele lesen und den Menschen verstehen. Habe das Herz. Das könnte ich einfach so anbieten; der "Psychotherapeutische Prozess" ging mir hart am Kern; dieses ganze dokumentieren, dieses psychologisieren, dieses Schablonisieren.. und dann verfehlen sie trotzdem den Menschen. Sehen nur ein Produkt, ein Objekt. Naja.

    Ich kenne Leute die machens so wie ich nur viel besser. Eine Freundin hatte selbstständig Mode gemacht, wurde dann krank und konnte das körperlich nicht mehr. War dann paar Monate depressiv (auch existenzielle Ängste), dann hat sie beschlossen sie mag Musik machen. Ein Jahr später hab ich sie getroffen, dann hat sie mir Fotos geschickt wo sie auf Festivals DJ war und das sie das jetzt halt macht. Puh.

    Also, ich arbeite daran. Auch meine Gedanken zu erweitern; und die Möglichkeiten wahrzunehmen, die mir eigentlich in jedem Moment offen stehen, und den Mut zu haben, sie zu ergreifen. Und auch das Vertrauen. Es ist gar ein Krebs und Geschwür, auf die meisten Menschen zu blicken, und das als Maßstab der Möglichkeiten zu sehen; das macht jeder so, und das ist der fatale Fehler wie ich persönlich finde. Ich bin da gerade so im Zwischenmodus um ehrlich zu sein, und muss erstmal wieder Energie tanken und mich in mir und der Welt orientieren (Corona war schon ne harte Nummer, hat mir echt zugesetzt). Aber ich denke ich werde mich erholen und meine Wege bahnen - ich habe das Glück schnell krank zu werden wenn ich zu lange wider meiner Natur handle. Ich kann das einfach nicht auf Dauer.
  • edited Juli 3
    @domsi
    Also Mut hast Du, ich habe den Absprung erst nach 38 Jahren geschafft.
    Immerhin, so richtig beschissen war der Job erst die letzten paar Jahre als man unsere Produktivität öfter Mal durch Psychoseminare steigern wollte

    Gekündigt habe ich jetzt vor 9 Monaten, nach 3 Monaten habe ich mich dran gewöhnt.
    Irgendwann suche ich mir einen neuen Job, aber vorerst finde ich Kaffee ans Bett gebracht zu bekommen und um 9 Uhr aufstehen schöner.
    Vorher mußte ich um 5.30 Uhr aufstehen.
    Nö,Nö, das mach ich nicht mehr.
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